Pränatale und transgenerationale Einflüsse · Kapitel 33 von 41 · Was die Literatur in den Sprachräumen zeigt (II)

Koreanisch und Russisch

Koreanisch

Ausgangslage und Suchgrenzen. Für den koreanischen Sprachraum ist der Befund eindeutig: Es wurde keine koreanische Kohorte gefunden, die ein pränatales Ereignis mit der Samenqualität des erwachsenen Sohnes verknüpft. Gefunden wurden nur Übersichtsarbeiten und Editorials; die Recherche stuft die Literatur als dünn ein. Gesucht wurde in Europe PMC (der direkte Zugang zu PubMed scheiterte an einer Cookie-Sperre) mit koreanischen und englischen Begriffen (pränatale Exposition, fetale Exposition, Spermien, Samen, Rauchen in der Schwangerschaft, endokrine Disruptoren) sowie über Webrecherchen in Richtung KCI, KoreaMed, DBpia und die Zeitschrift der Koreanischen Urologischen Gesellschaft. Pressemitteilungen wurden nicht als Beleg verwendet. Einzelne Abstracts wurden nur teilweise gelesen; zitiert wird nur, was gelesen wurde, und Methodendetails jenseits der Stichprobengröße blieben unberücksichtigt. „Nicht gefunden“ ist kein Beweis, dass nichts existiert. Die Zahlen in diesem Abschnitt stammen aus den Abstracts der internationalen Kernstudien, die das koreanische Dokument rezipiert.

Koreanische Beiträge im engeren Sinn. Die gefundenen Arbeiten koreanischer Autorinnen und Autoren sind Übersichten und ein Kommentar; keine enthält eigene Daten zu pränatalen Expositionen und Samenqualität.

  • Ahn und Jeung 2023 (Endocrine-Disrupting Chemicals and Disease Endpoints; Int J Mol Sci; Übersichtsarbeit): Bisphenol A, Organochlorverbindungen und Phthalate gelten als Risikofaktoren für Fortpflanzungs-, neurologische und Stoffwechselerkrankungen; die konkreten Mechanismen sind unklar [s52].
  • Lee und Cho 2023 (Effects of Endocrine-Disrupting Chemicals on Human Health; Lab Med Online; Übersichtsarbeit auf Englisch in einer koreanischen Fachzeitschrift): fasst Zusammenhänge der Samenqualität erwachsener Männer mit DDT, Bisphenol A, PCB und Phthalaten zusammen. Das betrifft Exposition im Erwachsenenalter, nicht pränatale Exposition mit Folgen beim erwachsenen Sohn [s62]. Die Quelle hat keine PMID.
  • Park 2024 (Addressing South Korea's Critical Challenge: Exploration of the Low Birth Rate Issue from a Medical Perspective and Role of Andrologists; World J Mens Health; Editorial): behandelt die niedrige Geburtenrate Südkoreas aus Sicht der männlichen Reproduktionsgesundheit; im Abstract stehen keine Zahlen zur pränatalen Exposition [s48].
  • Skerrett-Byrne et al. 2025 (Determinants of male fertility in the Western Pacific Region: environmental, lifestyle, ...; Lancet Reg Health West Pac; Übersichtsarbeit, Beteiligung australischer Forschender): Die Region hat mit 23,2 % die höchste Unfruchtbarkeitsprävalenz, und es gibt große regionale Forschungslücken [s35].
  • Rahban und Nef 2020 (Regional difference in semen quality of young men: a review on the implication of environmental and lifestyle factors during fetal life and adulthood; Basic Clin Androl; Übersichtsarbeit) ordnen regionale Unterschiede der Samenqualität fetalen und erwachsenen Umwelt- und Lebensstilfaktoren zu [s100]; Rahban et al. 2025 (Exploring geographical differences in semen quality of young men using spatial dependence analysis; Hum Reprod; 2.677 Schweizer Männer, 18 bis 22 Jahre) fanden eine räumliche Häufung der Samenparameter [s34]. Beide sind keine koreanischen Daten, geben aber den methodischen Rahmen für Regionalvergleiche.

Die Folgerung des koreanischen Dokuments: Die Effektgröße pränataler Faktoren in der koreanischen Bevölkerung ist unbekannt. Eine direkte Übertragung dänischer oder australischer Daten auf Korea kann wegen Unterschieden bei Raucherquoten, Ernährung und PFAS-Expositionsniveau ungenau sein; das ist laut Dokument eine Beschreibung der Grenzen von Extrapolation, keine Schätzung. Rassische, ethnische oder koreanische Teilgruppendaten wurden nicht gefunden.

Internationale Kohorten im koreanischen Dokument.

Mütterliches Rauchen:

  • Ramlau-Hansen et al. 2007 (dänische Schwangerschaftskohorte 1984 bis 1987, 347 von 5.109 Söhnen nach Exposition ausgewählt, Samenanalyse in einem mobilen Labor 2005 bis 2006): inverser Zusammenhang von Rauchen und Gesamtzahl (p = 0,002); bei mehr als 19 Zigaretten pro Tag rund 19 % weniger Volumen (p = 0,04), 38 % weniger Gesamtzahl (p = 0,11), 17 % weniger Konzentration (p = 0,47); OR für Oligozoospermie 2,16 (0,68 bis 6,87); keine Zusammenhänge mit Beweglichkeit und Morphologie. Das koreanische Dokument weist darauf hin, dass viele p-Werte die Signifikanz verfehlen und die Stichprobe die Aussagekraft begrenzt; die Autoren selbst setzen Kausalität unter den Vorbehalt „falls kausal“ [s192].
  • Hærvig et al. 2022 (FEPOS, 984 Männer; Rauchen im ersten Trimester per Interview und Plasma-Cotinin): Söhne leichter Raucherinnen (bis 10 Zigaretten pro Tag) minus 19 % Konzentration (minus 29 bis minus 6) und minus 24 % Gesamtzahl (minus 35 bis minus 11); Söhne starker Raucherinnen minus 38 % (minus 52 bis minus 22) und minus 33 % (minus 51 bis minus 8) mit höherem FSH. Ein Rauchstopp vor der siebten Schwangerschaftswoche war nicht mit besserer Fruchtbarkeit der Söhne verbunden [s75]. Die Dosis-Wirkung wird im koreanischen Dokument als der klarste Punkt bewertet; zugleich gilt der Rauchstopp-Befund als schwer zu deuten, weil entweder bereits die frühe Exposition Spuren hinterlassen haben könnte oder Restkonfundierung vorliegt.
  • Hart et al. 2016 (Early Life Events Predict Adult Testicular Function; Data Derived From the Western Australian (Raine) Birth Cohort; J Clin Endocrinol Metab): Von 913 Kontaktierten nahmen 423 (56 %) teil, 365 gaben eine Samenprobe (nach dem Abstract in Europe PMC); intrauterin gegenüber Rauch Exponierte (18,6 %) hatten eine niedrigere mediane Spermienproduktion als Nichtexponierte (82,4 gegenüber 123,1 × 10⁶; P = 0,029); die Spermienproduktion korrelierte außerdem invers mit Östradiol und Östron im Nabelschnurblut [s135].
  • Stokholm et al. 2026 (dänische Kohorte Health Habits for Two, 1984 bis 1987, 11.980 Mütter; klinisch diagnostizierte Unfruchtbarkeit): Mütterliches Rauchen von mehr als 9 Zigaretten pro Tag ergab bei Söhnen bis 26 Jahre HR 1,7 (0,8 bis 3,5), bei Töchtern HR 1,2 (0,7 bis 1,9); väterliches Rauchen von mehr als 10 Zigaretten pro Tag bei Söhnen über 26 Jahren HR 1,3 (0,9 bis 1,8). Die Konfidenzintervalle schließen 1 ein; die Autoren sehen keine robuste Evidenz [s15].

Väterliche Präkonzeption: Hærvig et al. 2025 (Paternal pre-conceptional smoking and semen quality in the adult son; Andrology; 867 Männer): Nach zusätzlicher Anpassung für das mütterliche Cotinin gab es keinen Zusammenhang mit Samenparametern oder Hodengröße. Das koreanische Dokument nennt als offene Frage den Bedarf einer genaueren väterlichen Rauchanamnese, um väterliche und mütterliche Effekte zu trennen [s27]. Harlev et al. 2015 (Smoking and Male Infertility: An Evidence-Based Review; World J Mens Health, Übersicht der koreanisch mitherausgegebenen Zeitschrift) fassen zusammen, dass Rauchen reaktive Sauerstoffspezies und oxidativen Stress erhöhe und Überleben und Form der Spermien schädige; das gilt für aktives Rauchen des Erwachsenen und ist kein bewiesener Mechanismus der fetalen Exposition [s143]. Titus et al. 2024 (Benign and Malignant Outcomes in the Offspring of Females Exposed In Utero to Diethylstilbestrol (DES): An Update from the NCI Third Generation Study; Cancers) enthält nur Krebsrisiken der Nachkommen, keine Samendaten; für die Enkel ergab sich bei exponierten Männern für Krebs insgesamt eine HR von 1,41 (0,70 bis 2,86) mit weitem Intervall [s50].

PFAS und andere endokrine Disruptoren:

  • Hærvig et al. 2022 (FEPOS, 864 Männer, 18,9 bis 21,2 Jahre; sieben von 15 PFAS mit hoher Nachweisrate im mütterlichen Plasma des ersten Trimesters): Der gemeinsame Index war mit minus 8 % Konzentration (minus 16 bis minus 1), minus 10 % Gesamtzahl (minus 17 bis minus 2) und plus 5 % nicht progressiv beweglichen und unbeweglichen Spermien (1 bis 8) assoziiert; Hauptbeitrag Perfluorheptansäure [s74].
  • Vested et al. 2013 (dänische Kohorte, 169 Söhne): PFOA in utero war nach Adjustierung mit niedrigerer Konzentration (p-Trend 0,01) und Gesamtzahl (p-Trend 0,001) sowie höherem LH (p-Trend 0,03) und FSH (p-Trend 0,01) assoziiert [s164].
  • Hull et al. 2026 (FEPOS, 841 Männer; Mischung aus mütterlichen PFAS, Phthalatmetaboliten und Triclosan): pro Quartilsprung Konzentration minus 4,0 Millionen/ml (minus 9,1 bis 1,1), Gesamtzahl minus 16,1 Millionen (minus 33,8 bis 1,6), Hodenvolumen minus 0,5 ml (minus 1,2 bis 0,3), nicht progressive und unbewegliche Spermien plus 5 % (Verhältnis 0,99 bis 1,11), FSH plus 7 % (Verhältnis 0,99 bis 1,16); die Ergebnisse sind mit null vereinbar, PFAS erscheinen als Haupttreiber [s09].
  • Mocarelli et al. 2011 (Seveso): Exponierte, die gestillt worden waren, hatten eine niedrigere Konzentration (36,3 gegenüber 86,3 Millionen/ml; p = 0,002), niedrigere Gesamtzahl (116,9 gegenüber 231,1; p = 0,02) und niedrigere Progressivbeweglichkeit (35,8 gegenüber 44,2 %; p = 0,03) [s176].
  • Bisphenol A: Hart et al. 2018 (The impact of antenatal bisphenol A exposure on male reproductive function at 20-22 years of age; Reprod Biomed Online; Raine, 705 Männer): Mütterliches Serum-BPA war bei 89 % nachweisbar; nach Anpassung für Rauchen, Karenzzeit und Varikozele korrelierten Konzentration und Beweglichkeit positiv mit mütterlichem BPA (r = 0,18; jeweils P = 0,04), sonst keine Zusammenhänge [s111]. Holmboe et al. 2022 (Prenatal exposure to phenols and benzophenones in relation to markers of male reproductive function in adulthood; Front Endocrinol; dänische Kohorte, 101 Söhne): hohe Exposition gegenüber BPA und BP-3 war mit einer kompensierten Verminderung der Leydig-Zell-Funktion assoziiert, ohne weitere Veränderungen [s76]. Hart 2020 (The Impact of Prenatal Exposure to Bisphenol A on Male Reproductive Function; Front Endocrinol; Übersicht) hält fest, dass Tierdaten überzeugender seien als Humandaten, und weist auf Messfehler als Interpretationsgrenze hin [s96].
  • Perry et al. 2026 (Färöer, 96 Söhne, 22 bis 24 Jahre): höhere Organochlor-Konzentrationen im Nabelschnurblut und später im Serum gingen mit einem höheren Anteil an Aneuploidie (Disomie) der Spermien einher [s13].
  • Übersichten: Rodprasert et al. 2021 (Endocrine Disrupting Chemicals and Reproductive Health in Boys and Men; Front Endocrinol): Phthalate sind wenig untersucht, mit teils negativen Zusammenhängen zu Hodenvolumen und Samenvolumen und teils keinem Zusammenhang nach Adjustierung; PFOA war in einer dänischen Studie mit Konzentration und Gesamtzahl negativ assoziiert, PFOS nicht; BPA zeigte in einer australischen Kohorte eher positive Zusammenhänge; Effektgrößen und Konfidenzintervalle werden nicht berichtet; Tierdaten stark, epidemiologische Daten uneinheitlich. Die Übersicht beschreibt auch das Maskulinisierungs-Programmierfenster, in dem antiandrogene Disruptoren kurz- und langfristige Störungen verursachen können [s90]. Bonde et al. 2016 (33 Arbeiten, 28 Populationen, 85 Schätzer): gepoolte OR 1,11 (0,91 bis 1,35), p,p'-DDE 1,35 (1,04 bis 1,74); begrenzte Evidenz für ein leicht erhöhtes Risiko durch persistente Chemikalien [s133]. Skakkebaek et al. 2016 (Male Reproductive Disorders and Fertility Trends: Influences of Environment and Genetic Susceptibility; Physiol Rev) schließen, dass Umweltfaktoren des modernen Lebensstils wichtiger seien als Genetik und über direkte oder epigenetische Mechanismen mehrere Generationen betreffen könnten [s139]. Sharpe 2024 weist auf die Verwicklung von Chemikalien- und Ernährungseffekten hin [s49].

Kaffee, Süßstoffe, Folsäure, Übergewicht:

  • Langergaard et al. 2024 (FEPOS, 1.058 Männer): Kaffee im ersten Trimester mit minus 7,0 % Volumen (minus 12,9 bis minus 0,7), minus 8,3 % normalen Formen (minus 16,5 bis 0,8), plus 4,3 % nicht progressiven und unbeweglichen Spermien (minus 1,5 bis 10,3) und minus 4,8 % Hodenvolumen (minus 9,0 bis minus 0,4); die Autoren sehen keinen klaren Hinweis auf Verschlechterung [s46].
  • Hauberg et al. 2026 (FEPOS, 880 Männer): mindestens eine Portion künstlich gesüßtes Getränk pro Tag mit 18,1 % (3,8 bis 34,3) höherem Anteil unreifer Chromatinstruktur und 6,8 % (minus 5,4 bis 20,5) höherer DNA-Fragmentierung; die Autoren sprechen von einem subtilen ungünstigen Trend, aber Unsicherheit [s08].
  • Gaml-Sørensen et al. 2023 (Maternal intake of folate and folic acid during pregnancy and markers of male fecundity: a population-based cohort study; Andrology): Je niedriger die gesamte Folataufnahme in der Schwangerschaftsmitte, desto niedriger Spermienzahl und Hodenvolumen, aber auch ein niedrigerer Anteil nicht progressiver und unbeweglicher Spermien; die Richtungen widersprechen sich [s58].
  • Gaml-Sørensen et al. 2024 (1.058 Männer, mütterlicher BMI vor der Schwangerschaft): keine einheitlichen Zusammenhänge mit Samenparametern oder Hodenvolumen; höheres Östradiol und niedrigeres SHBG bei hohem mütterlichen BMI, höheres LH und höherer freier Androgenindex bei mütterlicher Adipositas, teilweise vermittelt über Geburtsgewicht, Fettmasse und BMI des Sohnes [s43].
  • Negri et al. 2026 (Low testosterone in primary infertile men is associated with a history of maternal obesity during pregnancy: findings from a cross-sectional study; Andrology; 418 Männer, Italien): Mütterliche Adipositas in der Vorgeschichte war mit niedrigem Gesamttestosteron assoziiert; Zahlen waren im Abstract nicht lesbar [s11].
  • Cinzori und Strakovsky 2022 (Effects of elevated maternal adiposity on offspring reproductive health: a perspective from epidemiologic studies; J Endocr Soc; Übersicht): beschreiben Zusammenhänge mütterlicher Adipositas mit Hypospadie, Kryptorchismus und AGD-Veränderungen und kommen zu dem Schluss, dass kaum humanepidemiologische Studien zur langfristigen Wirkung auf die Fruchtbarkeit der Nachkommen vorliegen [s72].

Analgetika: Capelo et al. 2024 (Effects of major analgesics on male fertility: A systematic literature review; JBRA Assist Reprod) berichten, dass Paracetamol und Ibuprofen in experimentellen und Tierstudien mit endokrinen und Samenveränderungen assoziiert waren und klinische Evidenz zu Dosis und Zeitpunkt fehlt; das schließt direkte Einnahme durch Erwachsene ein und ist keine Aussage zu pränataler Exposition [s40]. Primärstudien zu Alkohol, Paracetamol und DES mit Samenparametern erwachsener Söhne wurden in der koreanischen Recherche nicht geöffnet; das ist offen als Lücke ausgewiesen.

Weitere Befunde und Grenzen. Hart et al. 2015 (Testicular function in a birth cohort of young men; Hum Reprod; Raine, 423 Männer von 20 bis 22 Jahren): Nur 52 Männer (14,4 %) erfüllten alle WHO-Referenzkriterien, Rauchen, Alkohol und Medikamenteneinnahme hatten geringe Auswirkungen auf die Hodenfunktion. Das ist Information zu Erwachsenenfaktoren, die von pränatalen getrennt werden sollte [s144]. Gaml-Sørensen et al. 2023 (Selection bias in a male-offspring cohort investigating fecundity: is there reason for concern?; Hum Reprod) prüfen die Selektion der FEPOS-Teilnehmer; im koreanischen Dokument wurde nur der Titel gesehen [s59]. Sharpe 2024 beschreibt, dass westliche Ernährung mit Exposition gegenüber endokrinen Disruptoren und männlichen Reproduktionsstörungen einhergeht und beides schwer zu trennen ist [s49]. Als Grenzen nennt das Dokument: überwiegend Beobachtungsstudien, die Kausalität nicht belegen; kleine Stichproben oder Selektion; breite Konfidenzintervalle (zum Beispiel OR 2,16 mit 0,68 bis 6,87); verwobene Einflüsse von mütterlichem und väterlichem Rauchen, Sozialstatus und Ernährung; Einzelmessungen mütterlicher Chemikalien; keine koreanischen Daten. Die offenen Fragen: ob eine koreanische Geburtskohorte mit einer Samenuntersuchung verknüpft werden kann, was pränatales Paracetamol, Alkohol und DES für die Samenparameter bedeuten, wie sich die Beiträge einzelner Stoffe in Mischungen trennen lassen, wie sich väterliche von mütterlicher Exposition trennen lässt und ob Hormonveränderungen später zu Veränderungen der Samenparameter führen. Die beobachteten Zusammenhänge gelten für Gruppen im Mittel; die Samenqualität eines einzelnen Mannes lässt sich daraus nicht vorhersagen.

Russisch

Ausgangslage und Suchgrenzen. Die Quellenlage in russischer Sprache ist dünn. Gesucht wurde in Europe PMC (englische Titelsuche) und per Websuche mit russischen Begriffen in CyberLeninka, eLIBRARY.ru, elpub und in den Zeitschriften Andrologija i genital'naja chirurgija (Андрология и генитальная хирургия), Urologija (Урология), Problemy endokrinologii (Проблемы эндокринологии), Akusherstvo i ginekologija (Акушерство и гинекология) und Kazanskij medicinskij zhurnal (Казанский медицинский журнал). Die PubMed-Seiten waren wegen einer Cookie-Abfrage nicht lesbar; Metadaten und Abstracts stammen aus Europe PMC. Mehrere elpub-Seiten und PDF-Dateien ließen sich maschinell nicht lesen. Das russische Dokument beruht fast durchweg auf Abstracts; Methodendetails wie Modelle und Adjustierung wurden nicht geprüft. Gefunden wurden nur Übersichtsarbeiten und eine russische Querschnittsstudie zu Bisphenol A im Ejakulat; eine russische oder postsowjetische Kohorte, die pränatale Exposition mit Spermienparametern erwachsener Söhne verknüpft, wurde nicht gefunden. Eine Metaanalyse zum Thema „pränatales mütterliches Rauchen und Samen des erwachsenen Sohnes“ wurde ebenfalls nicht gefunden; das heißt „in der Recherche nicht gefunden“, nicht „existiert nicht“.

Eigene russischsprachige Beiträge.

  • Chigrinets und Bryukhin 2019 (Effect of endocrine disrupting chemicals bisphenol A and triclosan on male reproductive function; Kazanskij medicinskij zhurnal; Querschnittsstudie, 28 Datensätze laut Quellenliste, ergänzt um einen Rattenversuch mit 28 Tieren): Bisphenol A und Triclosan waren in 100 % beziehungsweise 84,9 % der Ejakulatproben nachweisbar, mit Medianen von 0,15 (0,06 bis 0,31) und 0,13 (0,05 bis 0,22) ng/ml. Es fanden sich signifikante Spearman-Korrelationen von Bisphenol A mit Gesamtzahl, Konzentration, progressiver Beweglichkeit, normaler Morphologie und DNA-Fragmentierung; im Tierversuch senkte Bisphenol A die Spermienzahl und erhöhte atypische Formen. Es handelt sich um aktuelle, nicht um pränatale Exposition; die kleine Stichprobe begrenzt die Aussagekraft [s104]. Die PMID fehlt; die Quelle wurde über DOI (10.17816/KMJ2019-629) belegt.
  • Odintsova et al. 2018 (Maternal Smoking and DNA Methylation Disorders in Children at Early Development; Akusherstvo i ginekologija; Übersichtsarbeit auf Russisch): behandelt den Einfluss mütterlichen Rauchens auf die DNA-Methylierung des Kindes; nach dem Abstract sind die molekularen Mechanismen langfristiger Folgen weiter Gegenstand der Forschung. Quantitative Angaben wurden nicht verwendet, weil sie nicht im Volltext geprüft wurden [s117].
  • Nemtsova et al. 2018 (Genetic Aspects of Testicular Dysgenesis Syndrome and Associated Conditions; Onkourologija / Cancer Urology; Übersichtsarbeit): Die Mehrzahl der Fälle von Hypospadie, Kryptorchismus, Mikrolithiasis, Störungen der Samenqualität und Keimzelltumoren des Hodens könnte Ausdruck einer gestörten Entwicklung der Fortpflanzungsorgane sein. Die Quelle konnte wegen eines HTTP-429-Fehlers nicht über Crossref geprüft werden [s116].
  • Websuchen führten außerdem zu populärwissenschaftlichen russischsprachigen Meldungen über australische Arbeiten; sie sind sekundär und wurden nicht als Quelle verwendet.

Zu den früheren Staaten der Sowjetunion enthält die Recherche nur Litauen und Estland innerhalb der Jensen-Studie (Kaunas, n = 157; Tartu, n = 190). In Litauen wurde kein Zusammenhang gefunden, was die Autoren mit dem sehr niedrigen Anteil rauchender Mütter (1 %) in Verbindung bringen. Daten zur Verbreitung von Rauchen in der Schwangerschaft, PFAS und Phthalaten in Russland ergab die Suche nicht.

Mütterliches Rauchen: die rezipierten Kernstudien.

  • Storgaard et al. 2003 (Epidemiology; dänisches Zwillingsregister, n = 316, davon 265 mit Angabe zum Rauchen der Mutter): Bei mehr als 10 Zigaretten pro Tag war die Konzentration um 48 % niedriger (95-%-KI minus 69 bis minus 11), bei 1 bis 10 Zigaretten zeigte sich kein Effekt [s203].
  • Jensen et al. 2004 (Am J Epidemiol; Querschnittsstudie, fünf Länder, n = 1.770): Konzentration minus 20,1 % (6,8 bis 33,5), Gesamtzahl minus 24,5 % (9,5 bis 39,5), Anteil beweglicher Spermien minus 1,85 Prozentpunkte (0,46 bis 3,23), Hodenvolumen minus 1,15 ml (0,66 bis 1,64); in Litauen (1 % rauchende Mütter) kein Zusammenhang; Teilnahme 13 bis 19 % [s201].
  • Ramlau-Hansen et al. 2007 (Am J Epidemiol; prospektive dänische Kohorte, n = 347): bei mehr als 19 Zigaretten pro Tag Ejakulatvolumen minus 19 % (p = 0,04), Gesamtzahl minus 38 % (p = 0,11), Konzentration minus 17 % (p = 0,47), OR für Oligozoospermie 2,16 (0,68 bis 6,87); Beweglichkeit und Morphologie ohne Zusammenhang. Das Intervall der Hauptgröße (Gesamtzahl) schließt null nicht aus, obwohl der Trendtest für die Gesamtzahl p = 0,002 ergab [s192].
  • Ravnborg et al. 2011 (Hum Reprod; Querschnittsstudie, n = 3.486): Gesamtzahl 119 gegenüber 150 Millionen, Hodenvolumen 14,0 gegenüber 14,5 ml [s177].
  • Hart et al. 2016 (J Clin Endocrinol Metab; Raine-Kohorte, Westaustralien, 365 Proben): mediane Spermienproduktion 82,4 gegenüber 123,1 Millionen (p = 0,029) bei Exposition in utero (18,6 % der Männer); invers assoziiert mit Östradiol (p = 0,019) und Östron (p = 0,018) im Nabelschnurblut; als günstig für die Hodenfunktion gelten ein Geburtsgewicht von mindestens dem Durchschnitt und ein optimales Wachstum und optimale Adipositas-Entwicklung [s135].
  • Cirillo et al. 2011 (J Dev Orig Health Dis; Kalifornien, Child Health and Development Studies, 196 Proben, Söhne 38 bis 47 Jahre): kein Zusammenhang von mütterlichem Rauchen und Alkohol mit der Samenqualität [s171]. Mögliche Erklärungen (Hypothese, nicht belegt) sind das höhere Alter der Söhne, die kleine Stichprobe und eine andere Population.

Die Effekte sind dosisabhängig im Sinne der Studien von Storgaard und Ramlau-Hansen, wo sie vor allem bei starkem Rauchen auftraten. Die russische Zusammenfassung nennt als Größenordnung eine Senkung der Konzentration um 17 bis 48 % je nach Intensität und Studie; die Werte sind nur qualitativ vergleichbar, weil Vergleichsgruppen, Adjustierung und Rauchschwellen verschieden waren.

Alkohol, Koffein, Folsäure, PFAS, Phthalate.

  • Alkohol: Ramlau-Hansen et al. 2010 (Hum Reprod; n = 347): bei mindestens 4,5 Drinks pro Woche angepasste mittlere Konzentration 40 (25 bis 60) Millionen/ml, rund 32 % niedriger als in der Vergleichsgruppe; die Autoren vermuten eine anhaltende Schädigung der Sertoli-Zellen [s179].
  • Koffein: Ramlau-Hansen et al. 2008 (n = 343): Tendenzen zu niedrigerem Ejakulatvolumen (p = 0,06), Testosteron (p = 0,06) und Inhibin B (p = 0,09) bei steigendem mütterlichem Kaffeekonsum; bei 4 bis 7 Tassen pro Tag lag Testosteron niedriger als bei 0 bis 3 Tassen (p = 0,04) [s186]. Cirillo et al. 2011: bei 5 Tassen pro Tag etwa 16 Millionen niedrigere Konzentration (minus 25 %, Trend p = 0,09), rund 7 Prozentpunkte niedrigere Beweglichkeit (minus 13 %, p = 0,04), rund 2 Prozentpunkte niedrigerer Anteil normaler Formen (minus 25 %, p = 0,01) [s171].
  • Folsäure: Jacobsen et al. 2011 (Fertil Steril; n = 347): Die Folsäureeinnahme der Mutter verbesserte die Samenqualität der Söhne nicht; FSH und LH waren in der Einnahmegruppe höher [s173].
  • PFAS: Vested et al. 2013 (n = 169, Dänemark): PFOA im Blut der Mutter in der 30. Woche mit niedrigerer Konzentration (p-Trend 0,01) und Gesamtzahl (p-Trend 0,001) sowie höherem LH (p = 0,03) und FSH (p = 0,01); PFOS ohne Zusammenhang [s164].
  • Phthalate: Henriksen et al. 2023 (Sci Total Environ; n = 100): Höhere mütterliche Exposition gegenüber einigen Phthalaten war mit höherem LH bei unverändertem Testosteron und mit einem niedrigeren Verhältnis von freiem Testosteron zu LH assoziiert (zum Beispiel pro Verdopplung von MiNP um 7,9 %; 1,6 bis 13,8); eine konsistente Beziehung zur Samenqualität bestand nicht, und nach Korrektur für multiples Testen blieb keine Assoziation signifikant [s60].
  • PCB und Dibenzofurane: Guo et al. 2000 (Lancet; Taiwan, Massenvergiftung 1979): In utero exponierte Jungen hatten häufiger Spermien mit abnormer Morphologie, verminderter Beweglichkeit und verminderter Fähigkeit, Hamstereizellen zu penetrieren [s205].

Mütterliches Übergewicht. Ramlau-Hansen und Nohr 2007 (Hum Reprod; Pilotstudie, BMI-Daten von 328 Männern; 34 Söhne untergewichtiger und 25 Söhne übergewichtiger Mütter): Inhibin B sank mit steigendem mütterlichem BMI (p = 0,04), die übrigen Trends waren nicht signifikant [s193]. Die Tierversuche passen zu einer Verschlechterung: Meneghini et al. 2022 (J Nutr Biochem; Ratten): mütterliche Adipositas und Überernährung waren mit schlechterer Spermienqualität und -funktion der Nachkommen assoziiert [s79]. Youngson et al. 2019 (Reproduction; Mäuse): Mütterliche fettreiche Diät erhöhte DNA-Fragmentierung und den Anteil aberranten Chromatins bei den Nachkommen; eine Diät nach dem Absetzen senkte Zahl und Beweglichkeit [s108].

Paracetamol. Direkte Daten „pränatale Einnahme, Samen des erwachsenen Sohnes“ wurden nicht gefunden. Andreasen et al. 2025 (Reprod Toxicol; Odense-Kinderkohorte): 65 % der Frauen nahmen Paracetamol; die Einnahme zu irgendeinem Zeitpunkt der Schwangerschaft war nur bei Mädchen signifikant mit kürzerem AGD assoziiert (minus 1,56 %), bei Jungen nicht signifikant (minus 1,71 % und minus 1,79 % in einzelnen Zeiträumen) [s23]. Das passt nicht ganz zur Hypothese antiandrogener Wirkung. Østergaard et al. 2022 (Andrology; FEPOS, 913 Teilnehmer mit Daten): aktuelle Einnahme bei jungen Männern (28 % in den letzten 6 Monaten) war mit einer etwas höheren Gesamtzahl assoziiert (angepasstes Verhältnis der Mittelwerte 1,13; 0,99 bis 1,30); bei mindestens wöchentlicher Einnahme zeigte sich eine Tendenz zu niedrigerer Zahl und weniger normalen Formen mit breiten Intervallen [s81]. Das ist Exposition im Erwachsenenalter. Die Daten zu Schwangerschaftsphasen (bis 14 Wochen, 15 bis 29 Wochen, ab 30 Wochen) betreffen den AGD, nicht die Spermien.

DES. Wilcox et al. 1995 (N Engl J Med; randomisierte, placebokontrollierte Studie in Chicago 1950 bis 1952; befragt wurden 253 exponierte und 241 nicht exponierte Männer): Genitalfehlbildungen wurden dreimal so häufig berichtet, aber eine Fertilitätsminderung bestand nicht (weder bei Kinderzahl noch bei der Zeit bis zur Empfängnis). Es sind Selbstangaben, keine Samenanalyse; bei Exposition vor der 11. Woche waren Genitalfehlbildungen doppelt so häufig [s210]. Wautier et al. 2020 (Therapie; Beobachtungsstudie, 759) betrifft Töchter exponierter Frauen und Männer [s102]. Rogers et al. 2023 (Toxicol Sci; Mäuse): DES hat transgenerationale Wirkungen auf Fruchtbarkeit, Pubertätsbeginn und AGD bei den Nachkommen exponierter Weibchen; eine direkte Übertragung auf die Spermien von Männern ist nicht möglich [s66]. Der Widerspruch zwischen Wilcox (keine Fertilitätsminderung bei Genitalfehlbildungen) und Mausdaten ist im russischen Dokument vermerkt.

Väterliches Rauchen vor der Zeugung. Hærvig et al. 2020 (Andrology; n = 772): Vater raucht, Mutter nicht: Konzentration minus 10 % (minus 24 bis 7), Gesamtzahl minus 11 % (minus 27 bis 8); beide Eltern rauchen: Gesamtzahl minus 19 % (minus 37 bis 3); kleines Hodenvolumen 1,26 (0,89 bis 1,78) [s95]. Hærvig et al. 2025 (n = 867): nach Hinzunahme des mütterlichen Cotinins im ersten Trimester kein unabhängiger Zusammenhang mit Samenparametern oder Hodengröße; die Autoren nennen mögliche Überadjustierung [s27]. Hærvig et al. 2020 (Clin Epidemiol; Fetal Programming of Semen Quality (FEPOS) cohort - a DNBC male-offspring cohort) beschreibt die Kohorte von 1.058 jungen Männern (Teilnahme 19 %), die größte bevölkerungsbasierte Kohorte, die eigens für pränatale Faktoren der Samenqualität aufgebaut wurde [s98].

Tierversuch Rauchen. Sobinoff et al. 2014 (Hum Reprod; C57BL/6-Mäuse, 27 rauchexponierte und 27 Kontrollweibchen, etwa 108 männliche Nachkommen): verstärkte Apoptose von Keimzellen und Spermatozyten, Verarmung spermatogonialer Stammzellen, DNA-Schäden, mitochondriale DNA-Mutationen, verringerte Spermienzahl mit Formanomalien und längere Zeit bis zur Befruchtung (alle P < 0,01) [s154]. Yang et al. 2016 (Hum Exp Toxicol; Ratten): Die Mischung aus Bisphenol A und Isobutylparaben in utero und in der Laktation verringerte Zahl und Beweglichkeit der Spermien erwachsener Männchen; jeder Stoff allein senkte die Werte ebenfalls [s140].

Einordnung für den Sprachraum. Die russische Zusammenfassung bewertet die Evidenz zum Rauchen als die konsistenteste; die Daten aus Dänemark, Australien und dem Zwillingsregister stimmen qualitativ überein, quantitativ unterscheiden sie sich, und ein Teil der Intervalle ist breit oder enthält keinen Effekt. Das Dokument nennt als Grenzen die Auswertung nur von Abstracts, geringe Teilnahme (13 bis 19 %), Selbstangaben, Restkonfundierung (rauchende Mütter unterscheiden sich in Lebensstil, Sozialstatus und Rauchen des Vaters), kleine Stichproben (169, 100, 347), Einzelproben, verschiedene Karenzzeiten und Altersgruppen (18 bis 47 Jahre) sowie PFAS- und Phthalatwerte vergangener Jahrzehnte. Offene Fragen sind eine Metaanalyse zum pränatalen Rauchen mit einheitlichem Protokoll, prospektive Studien zu pränatalem Paracetamol mit Biomarkern, die getrennte Wirkung von Vater und Mutter, die Rolle mütterlichen Übergewichts in großen Kohorten, regionale Daten aus Russland und den GUS-Staaten und Spermiogramme bei transgenerationaler DES-Exposition. Für einen einzelnen Mann, dessen Mutter rauchte, bedeuten die Gruppenunterschiede (Ravnborg: 119 gegenüber 150 Millionen) keine Unfruchtbarkeit. Entscheidungen zu Medikamenten in der Schwangerschaft gehören in die ärztliche Hand; dies ist keine Therapieempfehlung.

Alle Kapitel und Anhänge (44)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. 2.1 Fragestellung, Leitbegriffe und Expositionsfenster bis 2.6 Hodenvolumen, Hormone und DNA-Integrität
  4. 2.7 Wie Studien Effekte berichten: Effektmaße, Verzerrungen, Designs und 2.8 Die Geschichte der Forschungsfrage
  5. 2.9 Der Populationskontext: Sinken die Spermienzahlen, und was hat das mit der Pränatalfrage zu tun? bis 2.12 Quellen außerhalb der Master-Quellenliste (Transparenz)
  6. Zweck, Auswahl und Lesehinweise bis Paracetamol und andere Analgetika
  7. Hormonell wirksame Stoffe bis Zusammenschau: Was die Metaanalysen für die einzelnen Expositionen zeigen
  8. Gemeinsame methodische Grenzen bis Lücken und nicht belegbare Punkte dieses Kapitels
  9. Vorbemerkung zu Auswahl, Datengrundlage und Lesart
  10. 1.1 Spermienqualität, Hormone und Hodenvolumen der Söhne bis 1.3 Langzeitfolgen jenseits der Samenqualität: Fertilität, Hodenhochstand, Hodenkrebs und Entwicklung
  11. 1.4 Rauchen erwachsener Männer und Rauchen Schwangerer in Regionen mit Wasserpfeife
  12. 2. Alkohol der Mutter in der Schwangerschaft bis 5. Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS)
  13. 6. Hormonell wirksame Stoffe: Dioxine, PCB, Phthalate, Bisphenole, Pestizide, Feinstaub und Mischungen und 7. Übergewicht der Mutter, Körpergewicht der Söhne und intrauterines Milieu
  14. 8. Diethylstilbestrol (DES) und andere Sexualhormone in der Schwangerschaft und 9. Väterliche Präkonzeptionsexposition
  15. 10. Weitere FEPOS-Analysen, Raine-Kohorte und Kohortenprofile und 11. Referenzstudien zur Samenqualität in der Allgemeinbevölkerung und Trendstudien
  16. 12. Gesamtübersicht der Beobachtungsstudien
  17. 1. Interventionsstudien und Nachbeobachtungen randomisierter Studien und 2. Fallserien und exponierte Gruppen im Vergleich
  18. 3. Leitlinien, Stellungnahmen und Kommentare und 4. Humane fetale Hodenkulturen und Xenotransplantate
  19. 5. Tierversuche und 6. Querbewertung: Was die Experimente tragen und was nicht
  20. 7. Überblick in Zahlen und 8. Grenzen dieses Kapitels
  21. Wie die Belegstärke in diesem Kapitel eingestuft wird bis Weg 1: Hemmung der fetalen Androgenbildung und Androgenwirkung (antiandrogene Wege)
  22. Weg 2: Schädigung des Sertoli-Zell-Systems und des Keimzellpools bis Weg 6: Plazenta, fetales Wachstum und Luftschadstoffe (indirekte Wege)
  23. Weg 7: Persistente Stoffe: PFAS, PCB und Dioxine (Rezeptor- und Keimzellwege) bis Weg 12: Gemeinsame familiäre und soziale Faktoren als Alternativerklärung
  24. Zusammenschau: Wo die Wege zusammenlaufen und wo sie sich widersprechen bis Grenzen dieses Kapitels
  25. 1. Evidenzbasis und Lesehinweise
  26. 2. Dosis-Wirkung
  27. 3. Zeitfenster der Exposition bis 7. Wo Daten fehlen
  28. 8. Gesamtbewertung
  29. Englisch und Deutsch
  30. Französisch bis Portugiesisch
  31. Spanisch
  32. Chinesisch und Japanisch
  33. Koreanisch und Russisch
  34. Arabisch und Türkisch
  35. W1. Mütterliches Rauchen: deutliche Abnahmen in Dänemark und Europa, Nullbefunde in Kalifornien und bei Ratcliffe bis W9. Mütterliches Übergewicht: Hormonmuster statt Samenbefund, und uneinheitliche Hilfsgrößen
  36. W10. PFAS, Phthalate, Bisphenole und Mischungen: gleiche Richtung bei PFOA und PFAS-Indizes, aber Nullbefunde bei PCB, DDE und Mischungen bis W17. Zusammenschau der Widersprüche
  37. Limitationen der Evidenz
  38. Offene Forschungsfragen
  39. Praktische Einordnung
  40. Glossar
  41. Quellenverzeichnis
  42. Diagramme
  43. Quellen
  44. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle