Pränatale und transgenerationale Einflüsse · Kapitel 32 von 41 · Was die Literatur in den Sprachräumen zeigt (II)

Chinesisch und Japanisch

Dieses Kapitel setzt die Sprachraum-Durchsicht fort und behandelt sechs Räume, in denen die Literatur zum Thema sehr unterschiedlich dicht ist: Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Russisch, Arabisch und Türkisch. Das Muster ist in allen sechs Räumen ähnlich und für die Einordnung der übrigen Kapitel wichtig. Die Kernbefunde zur pränatalen Exposition und zur Spermienqualität erwachsener Söhne stammen fast ausschließlich aus Nordeuropa (Dänemark, Schweden, fünf europäische Länder) und aus einzelnen Kohorten in den USA und Argentinien. In den hier behandelten Sprachräumen wurde nach der Recherche keine Kohorte gefunden, in der eine dokumentierte Exposition in der Schwangerschaft mit einer Samenanalyse des erwachsenen Sohnes verknüpft wurde. Was es gibt, sind Geburtskohorten mit frühen Zielgrößen wie dem Anogenitalabstand (AGD), Kohortenprofile und Expositionsdaten ohne Spermienendpunkt, Querschnittsstudien an erwachsenen Männern mit aktueller (nicht pränataler) Exposition, Tierversuche, Übersichtsarbeiten und Kommentare. Jeder Abschnitt benennt deshalb getrennt, was im Sprachraum selbst entstanden ist, was aus der internationalen Kernliteratur dort rezipiert wird und wo die Quellenlage endet.

Alle Zahlen stammen aus den abgerufenen Abstracts oder, wo ausdrücklich vermerkt, aus Volltexten. Die Recherche beruhte überwiegend auf Abstracts (PubMed über die E-Utilities, Europe PMC). Was nur im Volltext stehen könnte, wurde nicht berichtet. Chinesische (CNKI, Wanfang, VIP), koreanische, russische und arabische Fachdatenbanken waren mit den verfügbaren Werkzeugen nicht oder nur teilweise erreichbar. Aussagen wie „nicht gefunden“ bedeuten deshalb nicht, dass eine Studie nicht existiert, sondern dass sie über die genutzten Zugänge nicht auffindbar war. Alle beschriebenen Zusammenhänge sind assoziativ; kausale Aussagen sind nicht gesichert. Die Darstellung ist keine Therapieempfehlung. Zahlen sind, sofern nicht anders angegeben, relative Unterschiede gegenüber nicht Exponierten; negative Vorzeichen bedeuten niedrigere Werte.

Chinesisch

Ausgangslage und Suchgrenzen. Im chinesischsprachigen Raum (in der Recherche vor allem Shanghai, Chongqing, Xuzhou, Zhejiang) wurde keine Kohorte erwachsener Söhne mit Samenanalyse und dokumentierter Pränatalexposition gefunden. Die Recherche wertete das als dünne Literatur. Die Datenbanken CNKI, Wanfang und VIP waren nicht erreichbar; erfasst wurden daher PubMed-indizierte Arbeiten chinesischer Gruppen, eine Übersichtsarbeit der Zeitschrift Shipin Kexue (食品科学, Food Science) und Arbeiten der Zeitschriften Zhonghua Nan Ke Xue (中华男科学杂志, Chinese Journal of Andrology) und Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi (中华流行病学杂志, Chinese Journal of Epidemiology). Eine PubMed-Suche im andrologischen Fachblatt nach den Stichworten Rauchen, pränatal und Nachkommen lieferte mehrere Arbeiten, aber keine, die pränatale Exposition mit der Samenqualität erwachsener Söhne verbindet. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass die chinesische Fachliteratur keine solche Arbeit enthält. Die Evidenz zum Kernendpunkt wird in den chinesischen Dokumenten deshalb aus Dänemark, Schweden, den fünf Ländern der Jensen-Studie und Argentinien übernommen. Ob diese Befunde auf Chinas Expositionsmuster (Rauchen der Väter, Passivrauchen, Luftschadstoffe) übertragbar sind, beantworten die gefundenen Quellen nicht; chinesische Expositionszahlen wurden in dieser Recherche nicht erhoben.

Geburtskohorten mit dem Anogenitalabstand als Endpunkt. Der Schwerpunkt der chinesischen Primärforschung liegt auf der Geburtskohorte Shanghai-Minhang (Fudan-Universität) und auf weiteren Shanghaier Kohorten. Der Anogenitalabstand gilt als Marker der androgenen Wirkung im fetalen Zeitfenster der Maskulinisierung; er ist ein früher Stellvertreter für die Hodenentwicklung, aber kein Maß der Spermienqualität. Eine quantitative Brücke vom AGD zur Samenqualität des Erwachsenen fehlt in dem gefundenen Material.

  • Sun et al. 2018 (Maternal exposure to bisphenol A and anogenital distance throughout infancy: a longitudinal study from Shanghai, China; Environ Int; 982 Schwangere): Bei Jungen im Alter von 12 Monaten waren der anogenital-penile Abstand (AGDap) um 2,87 mm und der anogenital-skrotale Abstand (AGDas) um 4,12 mm kürzer, wenn die Exposition nachweisbar war, verglichen mit nicht nachweisbarer Exposition; bei Mädchen fand sich kein Zusammenhang [s121].
  • Sun et al. 2020 (Prenatal exposure to residential PM2.5 and anogenital distance in infants at birth: a birth cohort study from Shanghai, China; Environ Pollut; 876 Mutter-Kind-Paare): Exposition im ersten und im dritten Trimester ging mit kürzerem AGD bei der Geburt einher, zum Beispiel AGDap β = minus 0,278 (minus 0,343 bis minus 0,212) für das erste Trimester [s101].
  • Shen et al. 2023 (Prenatal exposure to fine particulate matter and newborn anogenital distance: a prospective cohort study; Environ Health; 2.332 Teilnehmende): Pro 10 µg/m³ Feinstaub über die gesamte Schwangerschaft war der AGDas um 1,76 mm (minus 2,21 bis minus 1,31) kürzer [s67].
  • Chen et al. 2025 (Tracing impacts of prenatal exposure to bisphenol analogues on child anogenital distance development: a birth-cohort study; J Hazard Mater; 545 Mutter-Kind-Paare): Bei Jungen war der AGDap mit 6 Monaten länger und mit 12 Monaten kürzer, bei Mädchen mit 48 Monaten länger. Die Richtung des Zusammenhangs hängt also von Alter und Geschlecht ab [s24].
  • Xi et al. 2025 (Associations of prenatal exposure to legacy and emerging PFAS with anogenital distance growth trajectories during early childhood: a prospective cohort study; J Hazard Mater): Das neuartige PFAS Perfluorbutansulfonat (PFBS) war bei Jungen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit der Trajektorie „schneller AGDas-Zuwachs“ assoziiert (OR 0,44; 0,20 bis 0,98); die Autoren beschreiben geschlechtsdimorphe Verläufe [s38]. Die Stichprobengröße ist in der Quellenliste nicht angegeben.

Stärken dieser Arbeiten sind der prospektive Aufbau, wiederholte AGD-Messungen und die Messung der Exposition mit Biomarkern. Grenzen: Der Endpunkt ist nicht die Spermienqualität, die Effektrichtung wechselt mit dem Alter, und aus der Untersuchung der Studien in den Abstracts lässt sich nicht beurteilen, wie gut die Exposition einer gesamten Schwangerschaft durch einzelne Messungen abgebildet wird.

Klinische Endpunkte nach Rauchen: Beiträge mit chinesischer Beteiligung.

  • Yang et al. 2022 (Maternal cigarette smoking before or during pregnancy increases the risk of birth congenital anomalies: a population-based retrospective cohort study of 12 million mother-infant pairs; BMC Med; 12.144.972 Mutter-Kind-Paare, nationale US-Geburtsdaten, Beteiligung chinesischer Forschender) verknüpften Rauchen vor und in der Schwangerschaft mit sechs Gruppen angeborener Fehlbildungen, darunter Hypospadie. Bei 1 bis 5 Zigaretten pro Tag vor der Schwangerschaft betrug das relative Risiko für Fehlbildungen insgesamt 1,31 (1,22 bis 1,41). Das Risiko bestand schon vor der Schwangerschaft; das Aufhören während der Schwangerschaft beseitigte es nicht. Das Ergebnis betrifft Fehlbildungen, nicht Spermien, und deutet laut Recherche auf keine klare Sicherheitsschwelle hin [s85].
  • Zhang et al. 2015 (Maternal gestational smoking, diabetes, alcohol drinking, pre-pregnancy obesity and the risk of cryptorchidism: a systematic review and meta-analysis of observational studies; PLoS One; 32 Studien; Autoren aus China): Rauchen der Mutter OR 1,17 (1,11 bis 1,23), Diabetes 1,21 (1,00 bis 1,46), Alkohol 0,97 (0,87 bis 1,07), Body-Mass-Index vor der Schwangerschaft 1,02 (0,95 bis 1,09); mäßiger Alkoholkonsum OR 0,89 (0,82 bis 0,96). Kryptorchismus ist ein Zeichen des Testikulären Dysgenesie-Syndroms, kein Spermienparameter [s147].
  • Beck et al. 2023 (Maternal exposure to cigarette smoke during pregnancy and testicular cancer in offspring: a systematic review and meta-analysis; Life; 14 Studien, 10 in der Metaanalyse): gepoolter Schätzer 1,00 (0,88 bis 1,15), Seminome 0,79 (0,59 bis 1,04), Nicht-Seminome 0,96 (0,74 bis 1,26); kein Zusammenhang mit Hodenkrebs [s53].
  • Tuomisto et al. 2009 (Maternal smoking during pregnancy and testicular cancer in the sons: a nested case-control study and a meta-analysis; Eur J Cancer; 589): mit mütterlichem Serum-Cotinin OR 0,68 (0,35 bis 1,34); die gepoolte Metaanalyse früherer sieben Studien ergab 1,0 (0,88 bis 1,12) [s184].
  • Håkonsen et al. 2014 (Maternal cigarette smoking during pregnancy and reproductive health in children: a review of epidemiological studies; Asian J Androl) fassen zusammen: erhöhtes Kryptorchismusrisiko, möglicherweise ein schützender Zusammenhang mit Hypospadie, verminderte Samenqualität im Erwachsenenalter, kein Beleg für Hodenkrebs [s150].
  • Zhu et al. 2024 (Spouse smoking cessation benefits the pregnancy outcomes of the women with polycystic ovary syndrome; Zhonghua Nan Ke Xue; 861 Frauen) ist eine Sekundäranalyse einer randomisierten Studie: Das Aufhören des Ehemannes ging mit einer höheren Ovulationsrate einher (OR 1,74; 1,04 bis 2,92). Der Befund betrifft die Frau, nicht die Spermien eines Sohnes; er zeigt, wo der Schwerpunkt des chinesischen andrologischen Fachblatts liegt, und ist kein Beleg zum Thema [s51].

Tierexperimentelle und mechanistische Arbeiten aus China. Hier liegen die stärksten eigenen Beiträge zur Frage des Weitergabemechanismus.

  • Cui et al. 2025 (Mechanisms and reversibility of nicotine-induced spermatogenesis impairment and DNA methylation changes; Commun Biol; Mensch- und Mausdaten, Teams aus Zhejiang und Fudan): Nikotin schädigte die Spermatogenese erwachsener Mäuse und veränderte die DNA-Methylierung der Spermien; nach Absetzen war das teilweise reversibel. Es geht um Nikotinexposition im Erwachsenenalter, nicht um pränatale Exposition [s26].
  • Wang et al. 2022 (Perinatal exposure to nicotine alters sperm RNA profiles in rats; Front Endocrinol): Perinatale Nikotinexposition veränderte die Spermien-RNA-Profile männlicher F1-Ratten [s84].
  • Dai et al. 2017 (Paternal nicotine exposure defines different behavior in subsequent generation via hyper-methylation of mmu-miR-15b; Sci Rep; Shanghai Jiao Tong University): Väterliche Nikotinexposition veränderte über Hypermethylierung von mmu-miR-15b das Verhalten der F1-Mäuse; der Effekt wurde nicht an die F2 weitergegeben [s125]. Ob sich solche Tierbefunde auf die Spermienqualität des Menschen übertragen lassen, dazu gibt es in der Recherche keine Humandaten.
  • Bisphenol AF (Prenatal exposure to bisphenol AF induced male offspring reproductive dysfunction by triggering testicular innate and adaptive immune responses; Ecotoxicol Environ Saf 2023; Xuzhou Medical University; Autorenliste im Abstract nicht lesbar): Trächtige Mäuse erhielten 300 µg/kg Körpergewicht. Bei den 10 Wochen alten männlichen Nachkommen war das Gewicht der Samenbläschen um 32 % niedriger, der AGD-Index um 12 % verkürzt, das Testosteron auf weniger als die Hälfte gesenkt, die Spermienzahl um 41 % und die Beweglichkeit um 19 % verringert. Die Hoden-Transkriptomik wies auf Immunreaktionsgene hin (Aim2-NF-κB-Interferon-Weg) [s64].
  • Paracetamol, Tier und Gewebe: Hay-Schmidt et al. 2017 (Prenatal exposure to paracetamol/acetaminophen and precursor aniline impairs masculinisation of male brain and behaviour; Reproduction) fanden bei Mäusen nach intrauteriner Exposition weniger Neurone im sexuell dimorphen Kern der präoptischen Region und vermindertes Paarungsverhalten [s127]. In Wistar-Ratten ergab eine Gabe von 350 mg/kg und Tag während der Trächtigkeit mit 120 Tagen Unterschiede in Hodengewicht, Histologie der Hodenkanälchen, Paarungsverhalten und Testosteron (Can maternal exposure to paracetamol impair reproductive parameters of male rat offspring?; Reprod Toxicol 2020; Autorenliste im Abstract nicht lesbar) [s99]; die hohe Dosis begrenzt die Übertragbarkeit. Ben Maamar et al. 2017 (Ibuprofen results in alterations of human fetal testis development; Sci Rep) zeigten in Kulturen menschlicher fetaler Hoden (7. bis 17. Schwangerschaftswoche), dass Ibuprofen im Fenster der 8. bis 9. Woche Testosteron und INSL3 hemmte und die Expression von CYP11A1, CYP17A1 und HSD17B3 senkte; in Hoden vor der 8. Woche und nach der 10. bis 12. Woche gab es keine Testosteronhemmung [s123]. Tadokoro-Cuccaro et al. 2022 (Maternal paracetamol intake during pregnancy: impacts on offspring reproductive development; Front Toxicol) rahmen die Befunde: Der AGD spiegle die Androgenwirkung zwischen etwa der 8. und 14. Woche, und Paracetamol könne über eine geringere Testosteron- oder INSL3-Produktion der Hoden eingreifen; für klinisch bedeutsame Wirkungen beim Menschen sei die Evidenz begrenzt [s83]. Die Recherche hält fest: Humandaten zur Samenqualität erwachsener Söhne gibt es nicht, nur Tier-, Gewebe- und Reviewbefunde.
  • Schantz et al. 2018 (Systematic reviews and meta-analyses of human and animal evidence of prenatal diethylhexyl phthalate exposure and changes in male anogenital distance; J Toxicol Environ Health B; 6 Humanstudien, 19 Tierstudien): Die Metaanalyse von fünf Humankohorten ergab pro Anstieg des mütterlichen Urin-DEHP-Metaboliten um eine log10-Einheit einen um 4,07 % (minus 6,49 bis minus 1,66) kürzeren AGD [s120].

Das Chongqing-Präkonzeptionsregister PREBIC. Die Zeitschrift Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi beschreibt in einem Kohortenprofil von 2022 die „Preconception reproductive health and birth outcome cohort in Chongqing“: Seit 2019 sollen 20.800 Paare im reproduktiven Alter eingeschlossen werden; bis Januar 2022 waren es 8.698. Erhoben werden unter anderem Samen, Blut, Urin, Plazenta und Nabelschnurblut; die Kinder werden bis zum Alter von 2 Jahren verfolgt. Die Kohorte legt den Schwerpunkt auf die väterliche Präkonzeptionsexposition, kann aber wegen der Nachbeobachtung bis zum zweiten Lebensjahr die Frage nach der Samenqualität im Erwachsenenalter nicht beantworten [s71].

Väterliche Präkonzeptionsexposition. Die Zeitschrift Shipin Kexue veröffentlichte 2026 eine Übersichtsarbeit von Di et al. (父源性环境内分泌干扰物的代际表观遗传调控:孕前暴露对子代健康研究进展; deutsch etwa: Generationenübergreifende epigenetische Regulation durch väterliche endokrine Disruptoren: Fortschritte zur Wirkung der Präkonzeptionsexposition auf die Gesundheit der Nachkommen). Sie behandelt Reproduktionstoxizität und epigenetische Regulation; ausgewertet wurde nur die Zusammenfassung, Daten aus dem Volltext werden nicht zitiert [s04]. Als Beispiel für das Studienmuster „väterliche Exposition vor der Zeugung“ führt das Dokument eine dänische landesweite Registerstudie an (Preconception antidiabetic drugs in men and birth defects in offspring; Ann Intern Med 2022; 1.116.779 Nachkommen): Väterliche Metformin-Einnahme vor der Zeugung war mit schweren Fehlbildungen assoziiert (aOR 1,40; 1,08 bis 1,82), bei Jungen mit Genitalfehlbildungen (aOR 3,39; 1,82 bis 6,30). Kausalität ist nicht belegt, die Autoren verlangen Replikation [s80]. Das ist ein Medikament, kein Umweltstoff; die Studie steht nur für das Design.

Rezeption der internationalen Kernstudien im chinesischen Dokument. Das chinesische Recherche-Dokument führt die internationale Literatur vollständig mit. Die Studien sind in den Kapiteln zu den einzelnen Expositionen ausführlich besprochen; hier zählt, dass der Sprachraum sie rezipiert, aber nicht ergänzt.

  • Mütterliches Rauchen: Jensen et al. 2004 (1.770 Männer, fünf Länder) mit minus 20,1 % Konzentration, minus 24,5 % Gesamtzahl und 1,15 ml kleinerem Hodenvolumen, Teilnahme 13 bis 19 %, Litauen ohne Zusammenhang bei nur 1 % rauchenden Müttern [s201]. Storgaard et al. 2003 (dänisches Zwillingsregister, 316 Männer, 265 mit Mütterfragebogen): bei mehr als 10 Zigaretten pro Tag minus 48 % (minus 69 bis minus 11), nicht in der Gruppe mit 1 bis 10 [s203]. Jensen et al. 2005 (945 Männer, 522 Mütter mit Angabe): mittlere Konzentration 65,0 (51 bis 81), 59,1 (46 bis 75) und 57,7 (40 bis 81) Millionen/ml bei 0, 1 bis 10 und mehr als 10 Zigaretten, nicht signifikant, aber OR für Oligozoospermie 1,5 (0,9 bis 2,8) und 2,6 (1,2 bis 5,8) [s199]. Ramlau-Hansen et al. 2007 (347 ausgewählte aus 5.109 Söhnen): bei mehr als 19 Zigaretten pro Tag rund 19 % weniger Volumen, 38 % weniger Gesamtzahl (p = 0,11), 17 % weniger Konzentration (p = 0,47), OR für Oligozoospermie 2,16 (0,68 bis 6,87), keine Zusammenhänge mit Beweglichkeit und Morphologie [s192]. Axelsson et al. 2013 (295 schwedische Jugendliche): Der Zusammenhang der mütterlichen Exposition gelte nur bei nicht rauchendem Vater; bei Männern nicht rauchender Mütter war väterliches Rauchen mit 46 % (21 bis 64) niedrigerer Gesamtzahl assoziiert. Der in der Synthese-Abbildung geführte Wert minus 36 % (minus 57 bis minus 3,9) für die Konzentration war im Abstract nicht belegt und wurde im chinesischen Dokument als nicht verifiziert gekennzeichnet [s157]. Garlantézec et al. 2019 (Argentinien, 537 Männer in Kinderwunsch-Sprechstunden): Mütterliches Rauchen war mit einem erhöhten Risiko für verminderte Spermienzahl und höherem Gesamttestosteron assoziiert; Zahlen nennt der Abstract nicht [s105]. Priskorn et al. 2018 (Kopenhagen, 6.386 junge Männer, 1996 bis 2016): Der Anteil intrauterin Exponierter sank von 40 % auf 18 %, ohne dass die mittlere Spermienzahl insgesamt stieg; 35 % hatten niedrige Samenqualität [s119].
  • Väterliches Rauchen: Haervig et al. 2020 (772 Männer): Vater raucht, Mutter nicht: Konzentration minus 10 % (minus 24 bis 7), Gesamtzahl minus 11 % (minus 27 bis 8); beide Eltern minus 19 % bei der Gesamtzahl, Konfidenzintervall im Abstract nicht angegeben [s95]. Axelsson et al. 2018 (104 Männer): nach Anpassung für das mütterliche Cotinin minus 41 % Konzentration und minus 51 % Gesamtzahl (p = 0,02 und 0,003) [s110]. Hærvig et al. 2025 (867 Männer): keine Assoziation des väterlichen Rauchens vor der Zeugung mit Samenparametern oder Hodenvolumen nach zusätzlicher Anpassung für das mütterliche Cotinin im ersten Trimester; als mögliche Erklärungen nennen die Autoren Überadjustierung und Fehlklassifikation [s27].
  • Alkohol: Ramlau-Hansen et al. 2010 (347 Söhne): bei mindestens 4,5 Drinks pro Woche angepasste mittlere Konzentration 40 (25 bis 60) gegenüber 59 (44 bis 77) Millionen/ml bei weniger als einem Drink, rund 32 % niedriger, ohne Zusammenhang mit Beweglichkeit, Morphologie und Hormonen [s179]. Thomsen et al. 2023 (FEPOS, 1.058 Männer): nur kleine, inkonsistente Unterschiede ohne Dosisabhängigkeit; Hochdosisexponierte waren zu selten, um höhere Dosen auszuschließen [s68]. Cirillo et al. 2011 (Child Health and Development Studies, USA; 196 Proben, Söhne 38 bis 47 Jahre): Rauchen und Alkohol der Mutter ohne Zusammenhang mit der Samenqualität [s171].
  • Koffein: Cirillo et al. 2011: Söhne von Müttern mit 5 Tassen Kaffee pro Tag hatten eine rund 16 Millionen niedrigere Konzentration (Trend p = 0,09), rund 7 Prozentpunkte niedrigere Beweglichkeit (p = 0,04) und rund 2 Prozentpunkte niedrigeren Anteil normaler Formen (p = 0,01) [s171]. Ramlau-Hansen et al. 2008: Spermienparameter ohne klares Ergebnis, niedrigeres Testosteron bei 4 bis 7 Tassen (p = 0,04) [s186]. Langergaard et al. 2024 (FEPOS): Kaffee ja/nein war mit minus 7,0 % Volumen (minus 12,9 bis minus 0,7), minus 4,8 % Hodenvolumen (minus 9,0 bis minus 0,4) und minus 8,3 % normaler Morphologie (minus 16,5 bis 0,8) assoziiert, ohne Dosis-Wirkung; die Autoren sehen keinen klaren Hinweis auf Schaden [s46].
  • PFAS: Vested et al. 2013 (169 Männer, 19 bis 21 Jahre): PFOA in der 30. Schwangerschaftswoche mit niedrigerer Konzentration (p-Trend 0,01) und Gesamtzahl (p-Trend 0,001) sowie höherem LH und FSH, PFOS nicht; Teilnahme 37,6 % [s164]. Hærvig et al. 2022 (FEPOS, 864 Männer): pro Einheit des Mischungsindex aus sieben PFAS Konzentration minus 8 % (minus 16 bis minus 1), Gesamtzahl minus 10 % (minus 17 bis minus 2), Anteil nicht progressiv beweglicher und unbeweglicher Spermien plus 5 % (1 bis 8); Hauptbeitrag Perfluorheptansäure; keine klare Assoziation mit Hodenvolumen und Hormonen [s74]. Petersen et al. 2022 (1.041 Männer): aktuelle Plasma-PFAS ohne einheitlichen Zusammenhang mit Samenqualität und Hodenvolumen, nur FSH etwas höher (WQS-Differenz 4 %; 0 bis 9) [s82].
  • Mütterliches Übergewicht: Gaml-Sørensen et al. 2024 (1.058 Männer): keine einheitlichen Zusammenhänge mit Samenparametern und Hodenvolumen, aber höheres Östradiol, höheres LH, höherer freier Androgenindex und niedrigeres SHBG bei Söhnen übergewichtiger Mütter, teils vermittelt über Geburtsgewicht, Fettmasse und BMI der Söhne [s43]. Ramlau-Hansen und Nohr 2007 (Pilotstudie, 328 Männer): Inhibin B sank mit steigendem mütterlichem BMI (p = 0,04), übrige Trends nicht signifikant [s193]. Håkonsen et al. 2012 (337 Männer, DNA-Fragmentierungsindex): bei übergewichtigen Müttern 22 % höher (minus 3 bis 52), nicht signifikant [s167]. Hounsgaard et al. 2014 (2.522 Söhne): Beginn der regelmäßigen Rasur bei Söhnen adipöser Mütter im Mittel 8,3 Monate früher (2,5 bis 14,0), ein Hinweis auf frühere Pubertät, kein Spermienbefund [s151].
  • Weitere Marker: Kjersgaard et al. 2018 (zwei dänische Geburtskohorten, 85.923 Jungen, 2,2 % mit Kryptorchismus): Rauchen der Mutter mit 10 bis 14 Zigaretten pro Tag HR 1,37 (1,06 bis 1,76), mütterlicher BMI von mindestens 30 kg/m² HR 1,32 (1,06 bis 1,65), ein oder zwei Rauschtrinken HR 0,81 (0,67 bis 0,98) [s113]. Håkonsen et al. 2013: bei mindestens 15 Zigaretten pro Tag Akne 3,1 Monate früher (minus 6,4 bis 0,2), nicht signifikant [s158].
  • DES: Palmer et al. 2009 (2.235 Männer): Kryptorchismus RR 1,9 (1,1 bis 3,4), bei Beginn vor der 11. Woche 2,9 (1,6 bis 5,2) [s183]. Brouwers et al. 2006 (Hypospadias: a transgenerational effect of diethylstilbestrol?; Hum Reprod; 834) [s196] und Whitehead und Leiter 1981 (Fallserie, 48 Männer; J Urol) [s213] werden als ältere und kleine Studien geführt.

Die chinesische Literatur bietet also drei Dinge: eine früh ansetzende Geburtskohortenforschung mit AGD, tierexperimentelle Mechanismusarbeiten und ein im Aufbau befindliches väterliches Präkonzeptionsregister. Die Frage nach der Samenqualität erwachsener Söhne mit dokumentierter pränataler Exposition bleibt unbeantwortet. Das chinesische Dokument nennt als offene Aufgaben den Aufbau einer solchen Kohorte oder die Verlängerung bestehender Kohorten wie PREBIC bis ins frühe Erwachsenenalter, die Trennung mütterlicher und väterlicher Rauchwirkungen mit Biomarkern wie Cotinin, Mischungsmodelle für gleichzeitige Exposition gegenüber PFAS, Bisphenolen, Phthalaten und Feinstaub und die quantitative Verbindung zwischen AGD und späterer Samenqualität. Als Grenze gibt die Recherche an, dass sie auf Abstracts beruhte und Details wie die Zusammenstellung der Anpassungsvariablen nicht geprüft wurden.

Japanisch

Ausgangslage und Suchgrenzen. Zur Kernfrage, ob eine pränatale Exposition mit der Samenqualität erwachsener Söhne zusammenhängt, wurde im japanischen Sprachraum keine Primärstudie gefunden; die Recherche stuft die Literatur als dünn ein. Gesucht wurde in Europe PMC (einschließlich PubMed-Einträgen) sowie mit japanischen Suchbegriffen in J-STAGE und in Materialien des Umweltministeriums. Japanische Treffer betrafen den Zusammenhang zwischen mütterlichem Rauchen in der Schwangerschaft und Entwicklung oder Verhalten von Säuglingen und Schulkindern, Erläuterungen zu DES und Beschreibungen der Kohorte des Japan Environment and Children's Study (JECS); keine Studie verknüpfte Exposition und Samenbefund. „Nicht gefunden“ heißt hier wiederum nur, dass die Studie im Rahmen dieser Recherche nicht auffindbar war. Was der Sprachraum eigenständig liefert, sind drei Dinge: sehr große Geburtskohorten mit Expositionsdaten (JECS, Hokkaido-Studie), Referenzwerte der Samenqualität fertiler japanischer Männer und Studien zu Folgen der Exposition in Kindheit und Säuglingszeit.

Die JECS-Kohorte (Umweltministerium, エコチル調査). Die JECS ist eine landesweite Geburtskohorte. Das Kohortenprofil (Tatsuta et al. 2026; Cohort profile: The Japan Environment and Children's Study; Int J Epidemiol) beschreibt die Aufnahme von 103.099 Schwangeren (104.102 Feten) in den Jahren 2011 bis 2014; Daten bis zum sechsten Lebensjahr sind auswertbar. Erfasst werden unter anderem angeborene Fehlbildungen einschließlich Hypospadie und Kryptorchismus [s16]. Der Abstract war in Europe PMC leer; die Rauchquoten wurden in der Recherche nicht inhaltlich gegengeprüft und sind deshalb mit Vorbehalt zu lesen. Zum Rauchverhalten bei Aufnahme (Analysegruppe n = 92.767) gibt das Profil an:

  • Mütter in der Schwangerschaft: 57,0 % Nichtraucherinnen, 22,8 % vor der Schwangerschaft aufgehört, 13,3 % in der Schwangerschaft aufgehört, 4,7 % aktuelle Raucherinnen.
  • Partner: 26,4 % Nichtraucher, 22,4 % vor der Schwangerschaft aufgehört, 2,5 % in der Schwangerschaft aufgehört, 45,2 % aktuelle Raucher.

Die Zahlen sind Selbstangaben zum Rauchstatus; sie sagen nichts direkt über die tatsächliche Passivrauch-Exposition des Fetus, deuten aber an, dass in einer japanischen Geburtskohorte das häusliche Rauchumfeld (Partner) eine größere Rolle spielen könnte als das aktive Rauchen der Mutter. Das Profil weist außerdem auf Selektion bei der Nachbefragung hin: Im Fragebogen des sechsten Lebensjahres waren aktuelle Raucherinnen unter den Antwortenden 3,4 %, unter den Nichtantwortenden 8,8 % [s16]. Die Söhne der JECS sind 2011 bis 2014 geboren; Samenanalysen im Erwachsenenalter sind damit frühestens in den 2030er Jahren möglich (Schlussfolgerung aus dem Einschlusszeitraum, nicht in der Literatur ausgesprochen).

Aus der JECS stammen weitere Arbeiten mit Folgen in der Kindheit, die keine Spermienstudien sind:

  • Tatsuta et al. 2025 (Direct and indirect effects of smoking during pregnancy on child development: The Japan Environment and Children's Study; Sci Rep; 4.794 Mutter-Kind-Paare): Bei Jungen hatten Kinder nichtrauchender Mütter in allen Bereichen außer Haltung und Motorik höhere Entwicklungswerte; mütterliches Rauchen erhöhte die Cadmium-Exposition, und es gab zusätzlich einen direkten negativen Effekt. Der Zusammenhang war bei Jungen deutlich, bei Mädchen nicht eindeutig (Kyoto Scale of Psychological Development) [s36].
  • Yamamoto et al. 2025 (Association between Maternal Exposure to Per- and Polyfluoroalkyl Substances and Childhood Growth Trajectories up to 4 Years of Age: The Japan Environment and Children's Study; Environ Sci Technol; 23.058 Kinder): PFOS, PFHxS und PFOA waren mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit der Trajektorie mit hohem Körpergewicht assoziiert [s39].

Die Hokkaido-Studie. Die Hokkaido-Studie ist eine Geburtskohorte, die 2002 bis 2012 rund 20.000 Schwangere einschloss; sie besteht aus der Sapporo-Kohorte und der Hokkaido-Kohorte. Das Kohortenprofil (Kishi et al. 2021; Hokkaido birth cohort study on environment and children's health: cohort profile 2021; Environ Health Prev Med) führt als Ziel unter anderem die kombinierte Wirkung von Chemikalien einschließlich Tabak auf [s89]. Kishi et al. 2025 (The potential health risks of exposure to environmental chemicals - Global implications for future generations; Proc Jpn Acad Ser B) fassen die Ergebnisse (Geburtsgröße, Schilddrüsen- und Steroidhormone, Adipokine, Neuroentwicklung, Asthma) zusammen und sagen selbst, dass auch schützende oder Nullbefunde dabei seien [s29]. Ait Bamai und Kishi 2026 (Exposure to Environmental Chemicals and Children's Health: Findings from the Hokkaido Study; Yakugaku Zasshi) fassen die Befunde in japanischer Sprache zusammen [s01]. Zwei reproduktionsrelevante Arbeiten:

  • Miyashita et al. 2018 (Sex-related differences in the associations between maternal dioxin-like compounds and reproductive and steroid hormones in cord blood: The Hokkaido study; Environ Int; 183 Mutter-Kind-Paare): Höhere mütterliche dioxinähnliche Verbindungen gingen bei Jungen mit einem niedrigeren Testosteron-Östradiol-Verhältnis, niedrigerem SHBG und niedrigerem Inhibin B sowie höherem FSH im Nabelschnurblut einher. Der Befund betrifft Hormone im Nabelschnurblut, nicht die Samenqualität, und zeigt Geschlechtsunterschiede [s115].
  • Itoh et al. 2024 (Association between prenatal tobacco exposure and attention-deficit/hyperactivity disorder related characteristics at 6 and 8 years: a birth cohort in Japan; BMJ Open; 7.217 Kinder): Bei Einteilung nach mütterlichem Plasma-Cotinin war das Risiko für ADHS-ähnliche Merkmale bei aktivem Rauchen erhöht (adjustiertes RR 1,49; 1,19 bis 1,86) und bei Passivrauchen (RR 1,20; 1,03 bis 1,40) [s45]. Das ist ein Endpunkt der Neuroentwicklung, kein Reproduktionsendpunkt.

Samenqualität japanischer Männer (Referenzdaten). Iwamoto et al. 2013 (Semen quality of fertile Japanese men: a cross-sectional population-based study of 792 men; BMJ Open) untersuchten in einer multizentrischen Querschnittsstudie in Sapporo, Osaka, Kanazawa und Fukuoka (1999 bis 2002) 792 Männer mit einem Medianalter von 31,4 Jahren. Eine Konzentration unter 5 Millionen/ml hatten 1,2 %, unter 10 Millionen/ml 2,1 %, unter 15 Millionen/ml 3,5 % und unter 40 Millionen/ml 16,3 %; der Anteil normaler Formen lag bei 14,7 % unter 5 %. Die Samenqualität der fertilen Japaner sei vergleichbar mit der der besten europäischen Regionen [s159]. Iwamoto et al. 2007 (Semen quality of Asian men; Reprod Med Biol; Übersichtsarbeit) beschreiben die Samenqualität fertiler Japaner als vergleichbar mit der dänischer Männer; die Autoren können nicht klären, ob eine niedrige Konzentration auf Lebensstil und Umwelt oder auf ethnische Unterschiede zurückgeht, und weisen auf die europäische Schwerpunktsetzung der Literatur hin [s191]. Diese Arbeiten liefern Referenzwerte, aber keine Aussage über pränatale Exposition. Auger et al. 2022 (Spatiotemporal trends in human semen quality; Nat Rev Urol) betonen, dass die Bewertung von Morphologie und Beweglichkeit durch die Variabilität zwischen Untersuchern begrenzt ist [s69].

Japanische Studien zu Chemikalien im Erwachsenenalter. Mizuno et al. 2025 (Associations between urinary phthalate metabolite mixtures, semen quality, and serum reproductive hormone levels in Japanese men seeking fertility treatment; Reprod Toxicol; 197 Männer in Kinderwunschbehandlung): Die Mischung der Phthalatmetaboliten im Urin war positiv mit der Spermienbeweglichkeit assoziiert, negativ mit Serum-Testosteron und positiv mit Prolaktin; die Autoren schließen, dass auch relativ niedrige Exposition die männliche Reproduktionsgesundheit berühren könne. Der positive Zusammenhang mit der Beweglichkeit ist biologisch schwer zu erklären, und die Stichprobe besteht aus Männern in Kinderwunschbehandlung; die Studie betrifft die Exposition im Erwachsenenalter [s32]. Oguri et al. 2026 (Integrating Sperm Microscopy, Environmental Exposures, and Lifestyle Factors for Male Fertility Analysis: Protocol for the Nippon Semen and Environmental Exposure Database (N-SEED) Cross-Sectional Study) ist ein Studienprotokoll zu einer im Aufbau befindlichen japanischen Datenbank, die Spermienmikroskopie, DNA-Fragmentierungsindex und Umweltexposition verknüpfen soll; es enthält keine Ergebnisse [s12].

Die internationale Kernliteratur im japanischen Dokument. Das japanische Recherche-Dokument führt die Kernstudien ausführlich:

  • Jensen et al. 2004 (Querschnittsstudie, 1.770 junge Männer aus Dänemark, Norwegen, Finnland, Litauen und Estland bei der Musterung, Teilnahme 13 bis 19 %): intrauterin Exponierte hatten eine um 20,1 % (6,8 bis 33,5) niedrigere Konzentration, eine um 24,5 % (9,5 bis 39,5) niedrigere Gesamtzahl, 1,85 Prozentpunkte (0,46 bis 3,23) geringere Beweglichkeit, 0,64 Prozentpunkte (minus 0,02 bis 1,30) weniger normale Formen und ein um 1,15 ml (0,66 bis 1,64) kleineres Hodenvolumen; der Zusammenhang zeigte sich in den Zentren, nicht aber in Litauen mit nur 1 % rauchenden Müttern [s201].
  • Ramlau-Hansen et al. 2007 (dänische Schwangerschaftskohorte 1984 bis 1987; 347 von 5.109 Söhnen nach Expositionsstufe ausgewählt): inverser Zusammenhang zwischen Rauchmenge und Gesamtzahl (p = 0,002); bei mehr als 19 Zigaretten pro Tag rund 19 % weniger Volumen (p = 0,04), 38 % weniger Gesamtzahl (p = 0,11) und 17 % weniger Konzentration (p = 0,47); OR für Oligozoospermie 2,16 (0,68 bis 6,87); keine Zusammenhänge mit Beweglichkeit und Morphologie [s192].
  • Stokholm et al. 2026 (Prenatal exposure to parental smoking and infertility in sons and daughters: a cohort study; Hum Reprod; Kohorte Health Habits for Two, 1984 bis 1987, 11.144 Geburten, Nachbeobachtung im Alter von 35 bis 38 Jahren): Mütterliches Rauchen von mehr als 9 Zigaretten pro Tag ging bei Söhnen bis 26 Jahre mit einer Tendenz zu Unfruchtbarkeit einher (HR 1,7; 0,8 bis 3,5), nicht bei älteren; auch die Sensitivitätsanalyse mit Beschränkung auf die Zeit in Partnerschaft zeigte kein erhöhtes Risiko. Die Autoren schließen, es gebe keine robuste Evidenz. Das Risiko schwächte sich mit dem Alter ab, in höherer Bildung zeigte sich ein höherer Risikotrend, was Unterschiede im Arztbesuch spiegeln könnte; die Autoren nehmen nicht differenzielle Fehlklassifikation der Selbstangaben an [s15].
  • Kjersgaard et al. 2018 (zwei dänische Geburtskohorten, 85.923 Jungen): Kryptorchismus bei mütterlichem Rauchen von 10 bis 14 Zigaretten pro Tag HR 1,37 (1,06 bis 1,76) und bei BMI von mindestens 30 HR 1,32 (1,06 bis 1,65) [s113].
  • Hærvig et al. (Andrology 2025; 867 Männer): nach zusätzlicher Anpassung für das mütterliche Cotinin im frühen Schwangerschaftsverlauf kein Zusammenhang zwischen väterlichem Rauchen vor der Zeugung und Samenparametern, Hodenvolumen oder DNA-Fragmentierung; die Autoren verweisen auf mögliche Überadjustierung und auf die Unmöglichkeit, Nichtraucher und Exraucher zu unterscheiden [s27].
  • Alkohol (Thomsen et al. 2023, FEPOS, 1.058 Männer um 19 Jahre, mütterlicher Konsum um die 17. Woche): bei mehr als 3 Drinks pro Woche oder mindestens 3 Rauschtrinken kleine Tendenzen zu niedrigeren Samenparametern und veränderte Hormonprofile, insgesamt klein, inkonsistent und ohne Dosisabhängigkeit; höhere Dosen ab etwa 4,5 Drinks pro Woche sind nicht auszuschließen [s68].
  • Kaffee (Langergaard et al. 2024, FEPOS): Volumen minus 7,0 % (minus 12,9 bis minus 0,7), normale Formen minus 8,3 % (minus 16,5 bis 0,8), nicht progressiv bewegliche und unbewegliche Spermien plus 4,3 % (minus 1,5 bis 10,3), Hodenvolumen minus 4,8 % (minus 9,0 bis minus 0,4); keine Dosis-Wirkung oder Schwelle, keine Hormonassoziation; die Autoren sehen keinen klaren Hinweis auf eine Beeinträchtigung [s46].
  • Künstlich gesüßte Getränke (Hauberg et al. 2026, FEPOS, 880 Männer): Bei mindestens einer Portion pro Tag war der Anteil von Spermien mit unreifer Chromatinstruktur um 18,1 % (3,8 bis 34,3) höher, die DNA-Fragmentierung tendenziell um 6,8 % (minus 5,4 bis 20,5); kein Zusammenhang mit Hodenvolumen und Hormonen; die Autoren nennen die Wirkung unsicher [s08].
  • Mütterliches Übergewicht (Gaml-Sørensen et al. 2024, 1.058 Männer): keine einheitlichen Zusammenhänge mit Samenparametern und Hodenvolumen; je höher der mütterliche BMI, desto höher das Östradiol und niedriger das SHBG (jeweils dosisabhängig), bei Adipositas (mindestens 30 kg/m²) höheres LH und höherer freier Androgenindex; Geburtsgewicht, Fettmasse und BMI des Sohnes vermittelten einen Teil; Restkonfundierung, keine kausale Aussage [s43].
  • Intrauterines Wachstum (Gaml-Sørensen et al. 2026a, FEPOS, 1.058 Männer): Je niedriger der Z-Wert von Plazentagewicht und Geburtsgewicht, desto kleiner das Hodenvolumen (je Z-Einheit minus 4 % [minus 6 bis minus 1] beziehungsweise minus 4 % [minus 6 bis minus 2]), mit höherem FSH (plus 5 % [1 bis 8]) und LH (plus 2 % [0 bis 4]); Zusammenhänge mit Samenparametern klein und nahe null [s06].
  • PFAS und andere Stoffe: Vested et al. 2013 (169 Söhne, 19 bis 21 Jahre, Aarhus, 1988 bis 1989): PFOA der Mutter in der 30. Woche mit niedrigerer Konzentration (p-Trend 0,01) und Gesamtzahl (p-Trend 0,001) sowie höherem LH und FSH, PFOS ohne Zusammenhang [s164]. Vested et al. 2014 (176 Söhne): PCB und p,p'-DDE ohne signifikanten Zusammenhang mit Samenqualität und Hormonen [s156]. Hull et al. 2026 (FEPOS, 841 Männer; Mischung aus PFAS, Phthalatmetaboliten und Triclosan): pro Quartilsprung Konzentration minus 4,0 Millionen/ml (minus 9,1 bis 1,1), Gesamtzahl minus 16,1 Millionen (minus 33,8 bis 1,6), Hodenvolumen minus 0,5 ml (minus 1,2 bis 0,3), FSH plus 7 % (Verhältnis 0,99 bis 1,16); die Intervalle schließen null ein [s09]. Perry et al. 2026 (Färöer-Geburtskohorte, 96 Söhne, 22 bis 24 Jahre): höhere Organochlor-Konzentrationen in Nabelschnurblut und Serum gingen mit einem höheren Anteil von Spermien mit Chromosomenfehlern (Gonosomen-Disomie) einher; PFAS im Erwachsenenalter waren konsistent mit XX18- und YY18-Disomie assoziiert [s13]. Mocarelli et al. 2011 (Seveso; 21 gestillte exponierte Söhne): Konzentration 36,3 gegenüber 86,3 Millionen/ml (p = 0,002), Gesamtzahl 116,9 gegenüber 231,1 (p = 0,02); bei 18 mit Formelnahrung ernährten exponierten Söhnen kein Unterschied; klein, perinatale und Stillexposition nicht trennbar [s176].
  • Paracetamol und Analgetika: Kristensen et al. 2011 (2.297 Schwangere in Dänemark und Finnland): In der dänischen Kohorte war die Einnahme leichter Analgetika dosisabhängig mit angeborenem Kryptorchismus assoziiert (besonders im zweiten Trimenon), in der finnischen nicht; bei Ratten verkürzte Paracetamol in utero den AGD und senkte die Testosteronproduktion explantierter fetaler Hoden [s174]. Gurney et al. 2017 (systematische Übersicht, 10 Studien): gepoolt für jemals Einnahme OR 1,11 (1,00 bis 1,23), Fall-Kontroll 1,23 (0,85 bis 1,78), Kohorten 1,09 (0,97 bis 1,22); schwache Evidenz, keine Metaanalyse der Dosis-Wirkung möglich [s126]. Tadokoro-Cuccaro et al. 2022: drei epidemiologische Studien mit Kryptorchismus-Assoziation, fünf ohne, verkürzter AGD in zwei von drei Studien [s83]. Andreasen et al. 2025 (Odense-Kinderkohorte, 931 Jungen und Mädchen, 65 % der Schwangeren nahmen Paracetamol): Urinkonzentration als Marker jüngerer Einnahme bei Jungen AGD minus 1,71 % (nicht signifikant), Selbstangabe bei Jungen nicht signifikant verkürzt, bei Mädchen signifikant (minus 1,56 %); die Autoren sehen die Veränderung individuell als klein, wegen der vielen Anwenderinnen aber als Public-Health-Frage [s23]. Capelo et al. 2024 (systematische Übersicht, 2013 bis 2023; Brasilien): Paracetamol und Ibuprofen zeigten in in-vitro- und in-vivo-Arbeiten endokrine und Samenveränderungen, klinische Studien für Dosis und Zeitpunkt fehlen [s40]. Humane Kohorten mit Samenqualität erwachsener Söhne wurden nicht gefunden.
  • Metaanalyse zu endokrinen Disruptoren: Bonde et al. 2016 (33 Arbeiten, 28 Populationen, 85 Schätzer): Gesamt-OR 1,11 (0,91 bis 1,35), nur p,p'-DDE 1,35 (1,04 bis 1,74); keine klare Expositions-Wirkungs-Beziehung; für späte Wirkungen auf die Samenqualität besonders wenig Daten [s133].
  • Väterliche Präkonzeption: Carter et al. 2023 (56 Kohorten und 9 Fall-Kontroll-Studien): In Studien hoher Qualität könnte väterliches Rauchen das Risiko für Geburtsanomalien erhöhen; große Heterogenität, keine Metaanalyse [s54].
  • Tierversuch: Sobinoff et al. 2014 (Mäuse; je 27 Weibchen exponiert und Kontrolle, Rauchexposition von 6 Wochen vor der Paarung bis zum Ende der Laktation; etwa 108 männliche Nachkommen untersucht an Tag 3, 6, 12, 21 und 98): vermehrte Apoptose von Keimzellen und meiotischen Spermatozyten (P < 0,01), weniger Keimzellen in den Hodenkanälchen, weniger spermatogoniale Stammzellen (P < 0,01), mehr DNA-Schäden der Keimzellen (P < 0,01) und mehr mitochondriale DNA-Mutationen im Hoden (P < 0,01); bei erwachsenen Männchen eine verringerte Spermienzahl mit Formveränderungen und eine deutlich verlängerte Zeit bis zur Befruchtung von Kontrollweibchen [s154]. Die Exposition erstreckte sich auf Zeit vor der Schwangerschaft, Schwangerschaft und Laktation und ist nicht auf den Fetus beschränkt.
  • Hintergrund: Sharpe 2010 (Environmental/lifestyle effects on spermatogenesis; Philos Trans R Soc Lond B) ordnet perinatale Wirkungen auf den Hoden (vor allem auf die Sertoli-Zellzahl) als wahrscheinlich irreversibel und Wirkungen im Erwachsenenalter als überwiegend reversibel ein [s180]. Sharpe 2024 (Endocrine disruption and male reproductive disorders: unanswered questions; Hum Reprod) weist darauf hin, dass sich viele endokrine Disruptoren mit westlicher Ernährung gemeinsam finden und die Trennung epidemiologisch schwierig ist; fetale Wachstumsstörung über Plazentainsuffizienz könne Kryptorchismus und Hypospadie indirekt fördern [s49].

DES und die japanische Fachpresse. Reed und Fenton 2013 (Exposure to diethylstilbestrol during sensitive life stages: a legacy of heritable health effects; Birth Defects Res C) beschreiben DES als synthetisches Östrogen, das von den 1940er bis in die 1970er Jahre gegen Fehlgeburt gegeben wurde; die intrauterin Exponierten hatten unter anderem Unfruchtbarkeit und Genitaltumoren [s162]. Der japanische Beitrag (香山不二雄, 岩井裕子, 環境ホルモンの健康影響 [Gesundheitliche Wirkungen von Umwelthormonen]; Hokenfu Zasshi 1999) sagt, dass bei in utero DES-Exponierten später Scheidenkrebs, Genitalanomalien und verminderte Samenqualität vielfach berichtet worden seien [s208]. Eine japanische Primärstudie mit quantitativen Samenbefunden DES-exponierter Männer wurde nicht gefunden.

Widersprüche und Grenzen. Das japanische Dokument hebt hervor: Jensen et al. zeigen signifikante Abnahmen, während die prospektive dänische Kohorte nur für die Gesamtzahl einen inversen Trend (p = 0,002), nicht aber im Vergleich der hochexponierten Gruppe belegt und die registerbasierte Unfruchtbarkeitsstudie keine robuste Assoziation fand [s201, s192, s15]. PFOA zeigte Zusammenhänge, PFOS nicht, und die Mischung ist mit null vereinbar [s164, s09]. Bei den Grenzen nennt es Selbstangaben der Mütter, Verwechslung durch Lebensstil, Ernährung und Sozialstatus, niedrige Beteiligung (Jensen 13 bis 19 %), kleine Stichproben (n = 347, n = 169), unterscheidbare Exposition nur in Schwangerschaft versus Stillzeit (Seveso, Maus) und die Variabilität der Samenanalyse [s201, s192, s164, s176, s154, s69]. Als offene Aufgaben werden genannt: eine japanische Verknüpfung von pränataler Exposition mit Samenbefunden, sobald die JECS-Söhne erwachsen sind; objektive Expositionsmarker wie Cotinin und PFAS im Blut statt Selbstangaben; gemeinsame Analyse von Chemikalienmischungen und Ernährungsmustern; Zeitpunkt und Dosis von Paracetamol im Hinblick auf die Samenqualität; und die Frage, ob die europäisch geprägten Befunde für asiatische Populationen gelten [s27, s09, s49, s83, s191]. Eine Therapieempfehlung enthalten die Quellen nicht. Die Autoren von Jensen et al. sehen in ihrem Befund einen weiteren Grund, Schwangeren vom Rauchen abzuraten, und Stokholm et al. verstehen ihre Ergebnisse als vereinbar mit den geltenden Leitlinien, schon vor der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufzuhören [s201, s15].

Alle Kapitel und Anhänge (44)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. 2.1 Fragestellung, Leitbegriffe und Expositionsfenster bis 2.6 Hodenvolumen, Hormone und DNA-Integrität
  4. 2.7 Wie Studien Effekte berichten: Effektmaße, Verzerrungen, Designs und 2.8 Die Geschichte der Forschungsfrage
  5. 2.9 Der Populationskontext: Sinken die Spermienzahlen, und was hat das mit der Pränatalfrage zu tun? bis 2.12 Quellen außerhalb der Master-Quellenliste (Transparenz)
  6. Zweck, Auswahl und Lesehinweise bis Paracetamol und andere Analgetika
  7. Hormonell wirksame Stoffe bis Zusammenschau: Was die Metaanalysen für die einzelnen Expositionen zeigen
  8. Gemeinsame methodische Grenzen bis Lücken und nicht belegbare Punkte dieses Kapitels
  9. Vorbemerkung zu Auswahl, Datengrundlage und Lesart
  10. 1.1 Spermienqualität, Hormone und Hodenvolumen der Söhne bis 1.3 Langzeitfolgen jenseits der Samenqualität: Fertilität, Hodenhochstand, Hodenkrebs und Entwicklung
  11. 1.4 Rauchen erwachsener Männer und Rauchen Schwangerer in Regionen mit Wasserpfeife
  12. 2. Alkohol der Mutter in der Schwangerschaft bis 5. Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS)
  13. 6. Hormonell wirksame Stoffe: Dioxine, PCB, Phthalate, Bisphenole, Pestizide, Feinstaub und Mischungen und 7. Übergewicht der Mutter, Körpergewicht der Söhne und intrauterines Milieu
  14. 8. Diethylstilbestrol (DES) und andere Sexualhormone in der Schwangerschaft und 9. Väterliche Präkonzeptionsexposition
  15. 10. Weitere FEPOS-Analysen, Raine-Kohorte und Kohortenprofile und 11. Referenzstudien zur Samenqualität in der Allgemeinbevölkerung und Trendstudien
  16. 12. Gesamtübersicht der Beobachtungsstudien
  17. 1. Interventionsstudien und Nachbeobachtungen randomisierter Studien und 2. Fallserien und exponierte Gruppen im Vergleich
  18. 3. Leitlinien, Stellungnahmen und Kommentare und 4. Humane fetale Hodenkulturen und Xenotransplantate
  19. 5. Tierversuche und 6. Querbewertung: Was die Experimente tragen und was nicht
  20. 7. Überblick in Zahlen und 8. Grenzen dieses Kapitels
  21. Wie die Belegstärke in diesem Kapitel eingestuft wird bis Weg 1: Hemmung der fetalen Androgenbildung und Androgenwirkung (antiandrogene Wege)
  22. Weg 2: Schädigung des Sertoli-Zell-Systems und des Keimzellpools bis Weg 6: Plazenta, fetales Wachstum und Luftschadstoffe (indirekte Wege)
  23. Weg 7: Persistente Stoffe: PFAS, PCB und Dioxine (Rezeptor- und Keimzellwege) bis Weg 12: Gemeinsame familiäre und soziale Faktoren als Alternativerklärung
  24. Zusammenschau: Wo die Wege zusammenlaufen und wo sie sich widersprechen bis Grenzen dieses Kapitels
  25. 1. Evidenzbasis und Lesehinweise
  26. 2. Dosis-Wirkung
  27. 3. Zeitfenster der Exposition bis 7. Wo Daten fehlen
  28. 8. Gesamtbewertung
  29. Englisch und Deutsch
  30. Französisch bis Portugiesisch
  31. Spanisch
  32. Chinesisch und Japanisch
  33. Koreanisch und Russisch
  34. Arabisch und Türkisch
  35. W1. Mütterliches Rauchen: deutliche Abnahmen in Dänemark und Europa, Nullbefunde in Kalifornien und bei Ratcliffe bis W9. Mütterliches Übergewicht: Hormonmuster statt Samenbefund, und uneinheitliche Hilfsgrößen
  36. W10. PFAS, Phthalate, Bisphenole und Mischungen: gleiche Richtung bei PFOA und PFAS-Indizes, aber Nullbefunde bei PCB, DDE und Mischungen bis W17. Zusammenschau der Widersprüche
  37. Limitationen der Evidenz
  38. Offene Forschungsfragen
  39. Praktische Einordnung
  40. Glossar
  41. Quellenverzeichnis
  42. Diagramme
  43. Quellen
  44. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle