Methodik: Wie bosslevel.eu arbeitet

bosslevel.eu fasst den Stand der Forschung zu Einflussfaktoren auf die männliche Spermienqualität auf Deutsch zusammen. Diese Seite erklärt, woher die Angaben stammen, wie die Studienlage bewertet wird, wie der Rechner zu seinem Ergebnis kommt und wo die Grenzen des Ansatzes liegen.

Quellen und Auswahl der Studien

Grundlage sind veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten, überwiegend aus der medizinischen Literaturdatenbank PubMed. Bevorzugt werden systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen, große Kohortenstudien und randomisiert-kontrollierte Studien. Wo es nur Einzelstudien oder Tierversuche gibt, wird das ausdrücklich gesagt. Für die Referenzwerte des Spermiogramms gilt das Laborhandbuch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der 6. Auflage von 2021.

Die Studiendatenbank enthält 505 Original-Publikationen aus den Jahren 1976 bis 2026 in 16 Themenbereichen. Zu jeder Studie gibt es eine deutsche Zusammenfassung mit Studientyp, Stichprobengröße und Ergebnis sowie einen Link zum Original auf PubMed. Der Studienbericht ordnet diese Literatur in 15 Themenseiten ein und nennt am Ende jeder Seite die verwendeten Quellen.

Bewertung der Evidenz

Jeder der 154 untersuchten Einflussfaktoren erhält zwei Einstufungen.

Richtung des Zusammenhangs:

Stärke der Evidenz:

Die Begründung der Einstufung steht bei jedem Faktor im Studienbericht. Eine Übersicht, wie sich die Evidenzqualität über die Themenbereiche verteilt, zeigen die Auswertungen.

So rechnet der Spermienqualitäts-Rechner

Der Rechner bildet einen relativen Index mit dem Ausgangswert 100. 100 steht für ein unauffälliges, durchschnittliches Profil ohne bekannte Belastungen. Jede Angabe verschiebt diesen Wert nach Richtung und Stärke des in der Literatur beschriebenen Zusammenhangs.

Alter, Größe und Gewicht lassen sich im ersten Schritt eingeben; daraus werden die Fragen zum väterlichen Alter und zum Body-Mass-Index automatisch beantwortet. Der „Schnellcheck“ beschränkt sich auf die Faktoren mit hoher Evidenz und moderatem oder starkem Effekt.

Grenzen des Modells

Der Index beruht auf statistischen Zusammenhängen in Bevölkerungsgruppen. Er sagt nichts darüber, wie fruchtbar ein einzelner Mann ist, und ersetzt kein Spermiogramm. Viele Studien sind Beobachtungsstudien und können einen Zusammenhang zeigen, aber keine Ursache beweisen. Faktoren können sich gegenseitig beeinflussen, etwa Übergewicht und Diabetes; das Modell behandelt sie trotzdem einzeln. Die Effektklassen sind bewusst grob gewählt, weil die zugrunde liegenden Studien unterschiedliche Messgrößen verwenden. Und selbst das Spermiogramm schwankt von Messung zu Messung, wie die Seite zu Messartefakten zeigt.

Bei unerfülltem Kinderwunsch ist der richtige Weg ein Gespräch mit einer Urologin, einem Urologen, einer andrologischen Praxis oder einem Kinderwunschzentrum.

Unabhängigkeit und Datenschutz

bosslevel.eu ist kostenlos, werbefrei und verkauft keine Produkte, auch keine Nahrungsergänzungsmittel. Die Angaben im Rechner bleiben im Browser; gespeichert werden nur anonyme Summenwerte für die Vergleichsstatistik. Details stehen in der Datenschutzerklärung.

Aktualisierung und Korrekturen

Die Inhalte werden laufend überarbeitet; das Datum der letzten Änderung steht am Ende jeder Seite. Wer einen Fehler findet oder auf eine wichtige Studie hinweisen möchte, erreicht die Redaktion per E-Mail an bernd.peter@gmail.com. Verantwortlich für den Inhalt ist Bernd Peter (siehe Impressum).