Mikrobiom und Probiotika · Kapitel 7 von 33 · Studienlage: Metaanalysen und systematische Übersichten

Metaanalyse: Maleki-Hajiagha et al. 2025, vaginale Probiotika vor Embryotransfer (Frauen) [s042] bis Lücken und Grenzen dieses Kapitels

Metaanalyse: Maleki-Hajiagha et al. 2025, vaginale Probiotika vor Embryotransfer (Frauen) [s042]

Einordnung. Diese Arbeit betrifft die Frau, nicht den Mann. Sie wird aufgeführt, weil sie eine der wenigen Metaanalysen zu Probiotika mit Schwangerschaftsendpunkten ist und als Vergleichsmaßstab für die Größenordnung klinischer Endpunkte dient. Aus ihr lässt sich nichts über Probiotika bei Männern ableiten [s042].

Fragestellung. Verbessert eine vaginale Probiotika-Gabe vor oder während eines Embryotransfers (ET) die Schwangerschaftsraten [s042]?

Methodik. Suche in PubMed, Scopus, Web of Science und Cochrane bis 17. Oktober 2024, dazu Registersuche (ClinicalTrials.gov, WHO-ICTRP) und graue Literatur (Open Grey, Google Scholar, ProQuest). Eingeschlossen wurden prospektive Interventionsstudien (RCT oder quasiexperimentell) mit vaginaler Probiotika-Gabe vor oder während des ET bei unfruchtbaren Frauen und Kontrollen mit Placebo, keiner oder aktiver anderer Intervention; ausgeschlossen wurden Beobachtungs-, Tier- und Zellstudien, andere Gabewege und unzureichend dokumentierte Studien. Zwei Gutachter sichteten, ein dritter entschied bei Uneinigkeit. Qualität: RoB 2 für randomisierte, ROBINS-I für nicht randomisierte Studien. Statistik: Mantel-Haenszel-Risk-Ratio mit 95-%-Konfidenzintervall im Random-Effects-Modell (Software Comprehensive Meta-Analysis 3.0); Q-Test und I²; Sensitivitätsanalyse ohne nichtrandomisierte Studien; Untergruppenanalyse nach wiederholtem Implantationsversagen (RIF, definiert als ausbleibende klinische Schwangerschaft nach Transfer guter Embryonen in mindestens drei aufeinanderfolgenden Zyklen); Funnel-Plot, Trim-and-Fill und Egger-Test. Registrierung PROSPERO CRD42024550798 [s042].

Studienfluss. 1013 Treffer in Datenbanken und Registern, dazu 8 aus Handsuche; 183 Duplikate; nach Titelsichtung 39 Artikel; sechs Studien in der Metaanalyse [s042].

Eingeschlossene Studien. Jafarabadi 2024 (Iran, RCT, 166 randomisiert, 163 analysiert; RIF-Anamnese; Transfer aufgetauter Embryonen, nur Embryonen guter Qualität); Wei 2024 (China, RCT eingebettet in eine Kohortenstudie, 60; RIF); Davari Tanha 2023 (Iran, RCT, 103 randomisiert, 94 analysiert); Thanaboonyawat 2023 (Thailand, RCT, 340 randomisiert, 316 analysiert); Pengying 2023 (China, nichtrandomisierte klinische Studie, 100; RIF); Gilboa 2005 (Israel, pseudorandomisierte klinische Studie, 117, Frischtransfer). Alle Studien außer Gilboa stammen aus den Jahren 2023 und 2024. Eingesetzt wurden überwiegend Lactobacillus-Präparate (Lactovag mit L. rhamnosus, plantarum, acidophilus, gasseri; Gynoflor mit L. acidophilus plus Estriol; weitere), bei Pengying Enterococcus; die Dauer reichte von einer Einzeldosis bis zu einem Monat; die Kontrollgruppe war in fünf Studien unbehandelt (kein Placebo), nur Davari Tanha verwendete Placebo [s042]. Die analysierten Teilnehmerinnen summieren sich zu 850 (419 Intervention, 431 Kontrolle) [s042].

Qualität. Jafarabadi und Thanaboonyawat: überwiegend niedriges Verzerrungsrisiko, mit Bedenken wegen fehlenden Placebos; Davari Tanha: hohes Risiko (fehlende Verdeckung der Zuteilung, unvollständige Angaben zur Randomisierung); Wei und Gilboa: hohes Risiko; Pengying (ROBINS-I): Verzerrung durch nicht berücksichtigte Embryoqualität und -stadium, unklaren Zeitpunkt der Probiotika-Gabe und fehlende Verblindung der Auswerter [s042].

Gepoolte Ergebnisse (Risk Ratio, 95-%-Konfidenzintervall).

ZielgrößeStudienEreignisse oder RR95-%-KIpI²
Klinische Schwangerschaft6157 von 419 (37,47 %) gegenüber 136 von 431 (31,55 %); RR 1,190,99 bis 1,440,071,89 % (Q 5,10)
Klinische Schwangerschaft, nur die drei RCT (Sensitivitätsanalyse)399 von 289 (34,25 %) gegenüber 83 von 284 (29,22 %); RR 1,270,88 bis 1,820,202,15 %
Biochemische Schwangerschaft3RR 1,040,84 bis 1,280,740 %
Fortlaufende Schwangerschaft2RR 1,090,83 bis 1,450,530 %
Fehlgeburt3RR 0,670,40 bis 1,120,1212,61 %

Implantations- und Lebendgeburtsrate waren wegen unzureichender Daten nicht auswertbar. Die Untergruppenanalyse (mit und ohne RIF) zeigte jeweils nur nicht signifikante Anstiege [s042].

Schlussfolgerung der Autoren. Vaginale Probiotika könnten einen nicht signifikanten Anstieg der klinischen Schwangerschaftsrate und eine leichte, nicht signifikante Senkung des Fehlgeburtsrisikos bewirken; wegen der Einschränkungen der Studien seien die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren, personalisierte Probiotika-Therapie sei weiter zu erforschen [s042].

Kritik und Einordnung.

  • Kein statistisch gesicherter Effekt. Alle Konfidenzintervalle schließen die 1 ein; der Hauptbefund (RR 1,19; 0,99 bis 1,44) liegt unmittelbar an der Grenze. Die Autoren bezeichnen den Befund selbst als „nicht signifikant“. Die Sensitivitätsanalyse mit nur drei Studien verbreitert das Intervall (0,88 bis 1,82).
  • Geringe Heterogenität, aber hohe Verzerrungsgefahr. I² von 0 bis 13 % sprechen für gleichgerichtete Ergebnisse, nicht für Verlässlichkeit; fünf von sechs Studien hatten keine Placebokontrolle, drei von sechs ein hohes Verzerrungsrisiko.
  • Unstimmigkeit zum Publikationsbias. Im Text heißt es, der Funnel-Plot lasse keinen Publikationsbias erkennen und Trim-and-Fill habe keine fehlenden Studien ergeben (Egger zweiseitig p = 0,118, einseitig p = 0,059); die Abbildungsunterschrift dagegen führt aus, die Asymmetrie deute auf einen möglichen Publikationsbias und einen eventuell überschätzten Effekt hin. Beide Aussagen stehen unverbunden nebeneinander.
  • Unterschiedliche Einordnung der Studien. Wei wird in der Studientabelle als RCT geführt, in der Sensitivitätsanalyse aber als nichtrandomisiert ausgeschlossen. Die Sensitivitätsanalyse behält Davari Tanha trotz „hohem Risiko“.
  • Heterogene Interventionen. Stämme, Dosen (6 × 10⁶ bis 3 × 10⁹ KBE), Dauer (Einzeldosis bis 30 Tage) und Zeitpunkt zum ET unterscheiden sich; die Autoren nennen dies selbst als Limitation [s042].
  • Weibliche Population. Aussagen über Männer sind nicht möglich.

Aussagekraft. Mäßig für die Aussage „kein gesicherter Nutzen vaginaler Probiotika vor Embryotransfer“; keine für Probiotika beim Mann.

Metaanalyse: Melhem et al. 2026, pharmakologische und nahrungsergänzende Therapien bei idiopathischer männlicher Unfruchtbarkeit [s017]

Fragestellung. Wie wirksam sind pharmakologische und nahrungsergänzende Therapien bei Männern mit idiopathischer Unfruchtbarkeit hinsichtlich Samenparametern und klinischer Schwangerschaft, nach Wirkmechanismus aufgeschlüsselt [s017]? Die Arbeit behandelt Probiotika im Abstract nicht als eigene Klasse; sie dient hier als Maßstab für die Größenordnung der Effekte in einem angrenzenden Feld.

Methodik. Suche in PubMed, Embase, Scopus, Cochrane CENTRAL, ClinicalTrials.gov und Google Scholar von Januar 2010 bis Januar 2026 nach randomisierten Studien, die pharmakologische oder nahrungsergänzende Interventionen mit Placebo oder Nichtbehandlung bei idiopathischer Unfruchtbarkeit verglichen. Primäre Zielgrößen waren Samenparameter. Statistik: Dreiebenen-Random-Effects-Modelle mit Knapp-Hartung-Anpassung, getrennt nach Wirkmechanismus; Sicherheit der Evidenz nach GRADE; PROSPERO CRD420261289976. Hormonelle Wirkstoffe und klinische Schwangerschaft wurden narrativ zusammengefasst [s017].

Umfang. 41 randomisierte Studien mit 3615 Männern. Wie viele Studien auf die einzelnen Wirkstoffklassen entfallen, steht im Abstract nicht [s017].

Ergebnisse laut Abstract (SMD, 95-%-Konfidenzintervall).

WirkstoffklasseZielgrößeSMD95-%-KI
AntioxidantienSpermienkonzentration1,090,10 bis 2,08
AntioxidantienProgressive Motilität1,110,32 bis 1,90
AntioxidantienGesamtmotilität0,690,26 bis 1,13
AntioxidantienNormale Morphologie0,430,05 bis 0,82
PDE-HemmerKonzentration1,96−2,25 bis 6,17
PDE-HemmerNormale Morphologie1,28−0,47 bis 3,02
Methylgruppen-SpenderDNA-Fragmentierung−1,17−2,82 bis 0,47

Bei allen Antioxidantien-Ergebnissen überschritten die Prädiktionsintervalle den Nullwert. Bei den PDE-Hemmern und den Methylgruppen-Spendern schlossen die Konfidenzintervalle den Nullwert ein. Die Heterogenität war erheblich (I² über 80 %) [s017].

Schlussfolgerung der Autoren. Antioxidantien seien mit höheren Werten mehrerer Samenparameter verbunden, die Sicherheit der Evidenz sei jedoch sehr niedrig und die Prädiktionsintervalle seien weit; PDE-Hemmer und Methylgruppen-Spender zeigten numerisch positive Punktschätzer, deren Konfidenzintervalle den Nullwert einschlössen. Die Pooling-Ergebnisse seien „Durchschnitte verschiedenartiger Effekte“; individuelle Reaktionen blieben angesichts weiter Prädiktionsintervalle unsicher; größere Studien mit Lebendgeburten als Endpunkt seien nötig [s017].

Kritik und Einordnung (nur Abstract verfügbar).

  • Wertvoll als Kalibrierung. Die Arbeit zeigt, dass selbst in einer Metaanalyse von 41 randomisierten Studien mit 3615 Männern gepoolte SMD um 1 mit Prädiktionsintervallen einhergehen, die die Null überschreiten, und die Evidenz nach GRADE als sehr niedrig eingestuft wird. Die Probiotika-Metaanalyse von Prihadi [s020] meldet mit vier Studien einen noch höheren SMD (1,96 für die Konzentration) und liefert keine Prädiktionsintervalle und keine GRADE-Bewertung.
  • Die drei Maßstäbe unterscheiden sich: SMD, Konfidenzintervall und Prädiktionsintervall beantworten verschiedene Fragen. Das Konfidenzintervall betrifft den gepoolten Mittelwert, das Prädiktionsintervall den Effekt in einer neuen Studie. Dass Letzteres den Nullwert überschreitet, bedeutet, dass in einer künftigen Studie auch kein oder ein negativer Effekt zu erwarten wäre.
  • Spanne der Wirkstoffe. Die zusammengefassten PDE-Hemmer (Konzentration SMD 1,96, Intervall −2,25 bis 6,17) haben dasselbe Punktmaß wie die Probiotika bei Prihadi (1,96), aber ein ungleich weiteres, die Null einschließendes Intervall; die Zahlengleichheit ist zufällig und hat keine inhaltliche Bedeutung.
  • Fehlende Angaben im Abstract. Zahl der Studien je Klasse, Verzerrungsrisiko, Publikationsbias, Ergebnisse zu klinischer Schwangerschaft und hormonellen Wirkstoffen (nur „narrativ“).
  • Textbasis. Volltext war nicht abrufbar.

Aussagekraft. Methodisch die am weitesten entwickelte Arbeit des Kapitels (Prädiktionsintervalle, GRADE, Dreiebenen-Modell); ihr eigenes Ergebnis ist von den Autoren als sehr unsicher eingestuft. Für Probiotika ist sie nicht anwendbar.

Der Rückzug von Helli 2022 und seine Folgen für die Übersichten [s021]

Die Studie von Helli und Kollegen (Human Fertility 2022, 52 Männer mit idiopathischer Oligoasthenoteratozoospermie, 26 je Gruppe, randomisiert, doppelblind, 500 mg Probiotikum täglich über 10 Wochen, im iranischen Register IRCT20141025019669N7 registriert) wurde 2026 von der Zeitschrift zurückgezogen. Die Rückzugsmitteilung erschien am 28. April 2026 (Human Fertility 2026;29(1):2663617); der PubMed-Eintrag der Originalarbeit trägt den Vermerk „RETRACTED ARTICLE“ [s021, s079]. Eine Begründung enthält der abgerufene PubMed-Eintrag der Mitteilung nicht; die Gründe sind hier deshalb nicht bekannt und werden nicht vermutet.

Die zurückgezogene Studie ist in drei der besprochenen Übersichten ausdrücklich als Datenquelle enthalten: in der Metaanalyse von Prihadi mit 50 von 156 Teilnehmern [s020], in der systematischen Übersicht von Oliveira als eine von vier Studien [s055] und in der Tabelle von Puerta-Suárez und Cardona Maya mit 12 von 13 Punkten der JBI-Bewertung [s044]. Ob sie in den fünf Humanstudien von Shamsi-Goushki [s022] enthalten ist, lässt sich dem Abstract nicht entnehmen. Corbett [s087] suchte bis August 2019 und kann sie nicht enthalten, weil Helli erst im September 2020 online erschien. In keiner der abgerufenen Fassungen ist eine Aktualisierung nach dem Rückzug erkennbar; eine Neuberechnung der Ergebnisse (insbesondere der gepoolten SMD bei Prihadi) ohne diese Studie liegt nicht vor. Für Aussagen über antioxidative Kapazität und Entzündungsmarker unter Probiotika, die in den Übersichten nur auf Helli beruhen [s055], entfällt dadurch die einzige Humanquelle.

Überschneidungen: Wie viele unabhängige Studien tragen die Probiotika-Evidenz?

Die vier Übersichten zu Probiotika beim Mann [s020, s055, s044, s022] erwecken beim Lesen den Eindruck mehrerer unabhängiger Bestätigungen. Tatsächlich zählen sie weitgehend dieselben Primärstudien:

PrimärstudiePrihadi [s020]Oliveira [s055]Puerta-Suárez [s044]Anmerkung
Valcarce 2017 [s112], 9 Männerja, einarmig, 12 Wochenja, „randomisiert“/Crossover, 6 Wochenja, JBI 6 von 13Primärarbeit: 9 Männer, Einnahme über 3 und 6 Wochen, keine Kontrollgruppe im Abstract genannt
Maretti und Cavallini 2017 [s111], 41 Männerjajaja, JBI 12 von 13nach Gomes [s068] in der Diskussion mit fünf Geburten im Verumarm und keiner in der Kontrolle
Helli 2022 [s079], 52 Männerja (50)ja (50)ja (52), JBI 12 von 13zurückgezogen [s021]
Abbasi 2021 [s085], 56 Männerja (56)ja (47)ja (56), JBI 12 von 13Primärarbeit: 56, je 28
Asadi 2023 [s064], 78 Männerneinnein (Suche endete 2022)ja, JBI 12 von 13RCT nach Varikozelenoperation
Grande 2022 (Antibiotikum plus Probiotikum), 104 Männerneinneinja, JBI 6 von 13Endpunkt: Keimfreiheit, nicht Spermienqualität

Daraus folgt, dass die Evidenz für Probiotika zur Verbesserung von Spermiogramm-Parametern in diesen Übersichten im Kern auf vier bis fünf kleinen Studien beruht (9, 41, 52, 56 und 78 Männer), von denen eine zurückgezogen wurde und eine keine Kontrollgruppe hatte. Der Eindruck von vier Übersichten mit gleichgerichteten Ergebnissen ist deshalb zu einem großen Teil ein Doppelzähleffekt; eine unabhängige Replikation ist daraus nicht abzuleiten. Die Studien stammen zudem überwiegend aus dem Iran (Helli, Abbasi, Asadi) beziehungsweise aus Italien (Maretti) und Spanien (Valcarce) [s020, s044, s055].

Nach den Suchzeiträumen der Übersichten erschienene oder nicht erfasste randomisierte Studien wie Gholipour 2026 [s007], Zarehoroki 2026 [s028] und Huerga López 2025 [s040] gehen in keine der hier besprochenen Metaanalysen ein. Studien mit Schwangerschaft oder Lebendgeburt als Endpunkt am Mann fehlen in allen Übersichten; Corbett [s087] stellte dies 2021 fest, und es hat sich in den Übersichten bis 2026 nicht geändert. Der einzige in diesen Übersichten ausgewertete Schwangerschaftsendpunkt betrifft die Frau (vaginale Probiotika vor Embryotransfer, RR 1,19; 0,99 bis 1,44) [s042].

Widersprüche zwischen den Übersichten

  1. DNA-Fragmentierung. Farahani [s089] findet bei Bakteriospermie einen um 3,518 Prozentpunkte höheren DFI (95-%-KI 0,907 bis 6,129; p = 0,008); Campbell [s004] findet für Infektionen des Urogenitaltrakts keinen signifikanten Unterschied im DFI. Beide Abstracts erlauben keine Auflösung: Definition der Exposition (Bakteriospermie gegenüber dokumentierter Infektion), Studienmengen und Zahl der DFI-Studien sind nicht angegeben.
  2. Lactobacillus. Farahani [s089], Gomes [s068] und die Textaussage bei Brandão [s086] sehen Lactobacillus bei besserer Samenqualität. Die von Brandão selbst referierten Zahlen für Azoospermie zeigen jedoch einen höheren Anteil (17,98 und 17,24 % gegenüber 6,79 % bei Kontrollen) [s086, s044]. Puerta-Suárez [s044] dokumentiert weitere gegenläufige Einzelbefunde: Pochernikov (210 Männer: Lactobacillus mit Oligoasthenoteratozoospermie, geringerer Konzentration und Motilität verbunden), Rivera (kein Zusammenhang), Osadchiy [s056] (L. iners bei auffälliger Motilität häufiger), gegenüber Mändar [s110] (L. iners bei Gesunden häufiger: 14,2 gegenüber 9,8 %). Die Autoren schließen daraus, dass die Wirkung möglicherweise von der Art abhängt [s044].
  3. Artenreichtum. Nach Brandão [s086] fand eine Studie weniger Arten bei Azoospermie, eine höhere Diversität bei idiopathischer Unfruchtbarkeit, eine zunehmende Diversität über Gruppen mit stärkerer Einschränkung und zwei Studien keinen Unterschied. Daraus lässt sich nach Aussage der Autoren keine Schlussfolgerung ziehen.
  4. Einzelne Gattungen. Staphylococcus gehört bei Gomes [s068] zu den bei unfruchtbaren Männern häufigeren Gattungen; bei Brandão [s086] stehen Baud und Weng mit einem Zusammenhang von Staphylococcus mit normalem Spermiogramm, ebenso Propionibacterium, Gardnerella vaginalis und Atopobium vaginae; letztere beiden galten nach Kultur- und PCR-Studien als schädlich. Eine Studie ordnet Staphylococcus nur Männern mit Entzündung zu [s086].
  5. Erreger. Farahani [s089]: Chlamydia trachomatis ohne Unterschied zwischen fruchtbaren und unfruchtbaren Männern und ohne Einfluss auf Samenparameter; Ureaplasma urealyticum mit OR 2,25 bei Unfruchtbaren. M. hominis wirkt in Farahani und bei Boujemaa [s002] negativ auf Konzentration, progressive Motilität und Morphologie; bei Boujemaa ist der Konzentrationsunterschied jedoch nur in PCR-basierten Studien signifikant, nicht in Kultur- oder Hybridisierungsstudien.
  6. Größe von Probiotika-Effekten. Prihadi [s020] berichtet SMD von 0,89 bis 1,96; Melhem [s017] findet bei Antioxidantien in 41 RCT SMD von 0,43 bis 1,11 mit Prädiktionsintervallen, die die Null überschreiten, und sehr niedriger GRADE-Sicherheit. Eine mögliche Lesart der größeren Effekte in der kleineren und heterogeneren Metaanalyse ist die Anfälligkeit kleiner Studienpools für Überschätzung; belegt ist das aus den Abstracts nicht.
  7. Klinischer Nutzen. Aus Spermiogramm-Verbesserungen bei Männern [s020, s055] folgt nach Corbett [s087] und Maleki-Hajiagha [s042] noch keine höhere Schwangerschaftsrate: In Corbetts einziger Studie mit klinischer Schwangerschaft als Endpunkt war der Unterschied nicht signifikant (48,0 gegenüber 58,8 %; p = 0,47), bei den vaginalen Probiotika ebenfalls (RR 1,19; p = 0,07).

Gesamtübersicht der berichteten Effektgrößen

MetaanalyseZielgrößeEffekt95-%-KIHeterogenität
Farahani [s089]DFI bei Bakteriospermie (Mittelwertdifferenz)3,5180,907 bis 6,129im Abstract nicht angegeben
Farahani [s089]Ureaplasma urealyticum bei Unfruchtbarkeit (OR)2,251,47 bis 3,46im Abstract nicht angegeben
Campbell [s004]Volumen (ml)−0,37−0,64 bis −0,09I² 66 bis 95 % insgesamt
Campbell [s004]Konzentration (Mio./ml)−6,65−11,17 bis −2,14I² 90 %
Campbell [s004]Progressive Motilität (Prozentpunkte)−5,93−9,07 bis −2,78s. oben
Campbell [s004]Gesamtzahl (Mio.)−47,15−91,42 bis −2,88s. oben
Campbell [s004]Normale Morphologie (Prozentpunkte)−0,76−1,19 bis −0,33s. oben
Campbell [s004]HPV und Antispermien-Antikörper (OR)10,631,49 bis 75,93nicht angegeben
Campbell [s004]Hepatitis B und Fehlgeburt (OR)1,431,05 bis 1,93nicht angegeben
Boujemaa [s002]M. hominis, Konzentration (SMD)−0,815−1,314 bis −0,317I² 94 %
Boujemaa [s002]M. hominis, progressive Motilität (SMD)−0,360−0,683 bis −0,037I² 82 %
Boujemaa [s002]M. hominis, Vitalität (SMD)−0,831−1,410 bis −0,253I² 85 %
Boujemaa [s002]M. hominis, normale Morphologie (SMD)−0,631−1,178 bis −0,083I² 92 %
Boujemaa [s002]M. hominis, pH-Wert (SMD)0,5860,167 bis 1,006I² 72 %
Prihadi [s020]Probiotika, Konzentration (SMD)1,960,08 bis 3,84I² 95 %
Prihadi [s020]Probiotika, Motilität (SMD)1,280,28 bis 2,28I² 86 %
Prihadi [s020]Probiotika, Volumen (SMD)0,890,10 bis 1,67I² 79 %
Melhem [s017]Antioxidantien, Konzentration (SMD)1,090,10 bis 2,08I² über 80 %
Melhem [s017]Antioxidantien, progressive Motilität (SMD)1,110,32 bis 1,90s. oben
Melhem [s017]Antioxidantien, Gesamtmotilität (SMD)0,690,26 bis 1,13s. oben
Melhem [s017]Antioxidantien, normale Morphologie (SMD)0,430,05 bis 0,82s. oben
Melhem [s017]PDE-Hemmer, Konzentration (SMD)1,96−2,25 bis 6,17s. oben
Melhem [s017]PDE-Hemmer, normale Morphologie (SMD)1,28−0,47 bis 3,02s. oben
Melhem [s017]Methylgruppen-Spender, DNA-Fragmentierung (SMD)−1,17−2,82 bis 0,47s. oben
Maleki-Hajiagha [s042]Vaginale Probiotika, klinische Schwangerschaft (RR; Frau)1,190,99 bis 1,44I² 1,89 %
Maleki-Hajiagha [s042]Fehlgeburt (RR; Frau)0,670,40 bis 1,12I² 12,61 %

Nicht signifikant waren bei Boujemaa Volumen, Gesamtzahl beweglicher Spermien, Leukozyten, schnell progressive Motilität und Gesamtmotilität [s002]; bei Campbell Gesamtmotilität, Vitalität und DFI [s004]; bei Maleki-Hajiagha alle Zielgrößen [s042].

Die Übersichten im Vergleich: Qualitätsinstrumente und Belastbarkeit

Die besprochenen Arbeiten verwenden sehr unterschiedliche Maßstäbe, was ihre Bewertung erschwert:

  • Registrierung vor Beginn (PROSPERO): Boujemaa [s002], Puerta-Suárez [s044], Maleki-Hajiagha [s042], Melhem [s017]. Für die übrigen ist im Abstract beziehungsweise gelesenen Text keine Registrierung genannt.
  • Instrumente zur Bewertung des Verzerrungsrisikos: Newcastle-Ottawa-Skala bei Boujemaa [s002]; RoB 2 und ROBINS-I bei Prihadi [s020] und Maleki-Hajiagha [s042]; Cochrane RoB und SYRCLE bei Shamsi-Goushki [s022]; JBI-Checklisten und QUIN bei Puerta-Suárez [s044]. Keine formale Bewertung in den gelesenen Texten bei Gomes [s068], Brandão [s086] und Oliveira [s055]; bei Farahani [s089], Campbell [s004], Bazzar [s001], Corbett [s087] und Melhem [s017] enthält der Abstract keine Angabe.
  • Bewertung der Sicherheit der Gesamtevidenz (GRADE): nur bei Melhem [s017] (Ergebnis: sehr niedrig für Antioxidantien).
  • Prädiktionsintervalle: nur bei Melhem [s017].
  • Publikationsbias: geprüft bei Boujemaa (Egger p = 0,10) [s002] und Maleki-Hajiagha (Egger zweiseitig p = 0,118; widersprüchliche Darstellung) [s042]; bei Prihadi vorgesehen, aber nicht berichtet [s020].
  • Heterogenität: In allen quantitativen Arbeiten mit Angaben hoch (I² 55 bis 95 %), mit Ausnahme der Auswertung zur Frau (I² 0 bis 13 %) [s002, s004, s017, s020, s042].
  • Sprach- und Datenbankbeschränkungen: Gomes (nur Englisch, drei Datenbanken) [s068]; Puerta-Suárez (Englisch und Spanisch, zwei Datenbanken) [s044]; Boujemaa (nur Englisch, Volltext erforderlich) [s002]; Prihadi (vier Quellen, keine Sprachbeschränkung) [s020].

Eine Rangfolge nach „Beweiskraft“ lässt sich daraus nicht seriös bilden. Als Orientierung nach den in den Arbeiten selbst dokumentierten Merkmalen: Am besten dokumentiert sind Boujemaa [s002] (Volltext, Registrierung, NOS, Untergruppen, Sensitivität), Maleki-Hajiagha [s042] (Register, RoB 2, Sensitivität; allerdings Frauen) und Melhem [s017] (GRADE, Prädiktionsintervalle; nur Abstract). Am schwächsten dokumentiert sind die qualitativen Übersichten zu Probiotika ohne Bias-Bewertung [s055] und die nur im Abstract verfügbaren Arbeiten [s001, s022, s087].

Grenzfälle: strukturiert angelegte narrative Übersichten

Zwei Arbeiten der Masterliste sind als narrative Übersichten geführt, enthalten aber Angaben zu Studienzahl und Suchstrategie, die sie in die Nähe systematischer Arbeiten rücken. Sie werden hier nur kurz dargestellt, weil sie keine Metaanalysen sind.

Neto et al. 2024 [s054], Effect of environmental factors on seminal microbiome and impact on sperm quality (Frontiers in Endocrinology). Narrative Übersicht über Studien der Jahre 1980 bis 2023 zum Mikrobiom des männlichen Fortpflanzungstrakts beim Menschen. Eingeschlossen wurden 37 Studien mit 9310 Teilnehmern; 16 nutzten Kultur, 16 NGS und fünf eine Kombination von Methoden. Keine Studie untersuchte Pilze oder Viren. Alle NGS-Studien fanden Bakterien in allen Samenproben. Als Merkmale des Samenmikrobioms nennt der Abstract erhebliche Variabilität der Artenzusammensetzung zwischen Individuen und die Bildung mikrobieller Gemeinschaften mit einer dominanten Art. Das Hodenkompartiment sei nicht steril. Sexuell aktive Paare teilten 56 % der vorherrschenden Gattungen, und bei Paaren mit positiver Kultur beider Partner teilten 61 % mindestens einen Genitalerreger. Bei Paaren mit Unfruchtbarkeit bekannter Ursache habe sich eine Überlappung der bakteriellen Zusammensetzung von Samen und Vaginalmikrobiom mit häufigerem Vorkommen von Staphylococcus und Streptococcus gezeigt. Bakterien in IVF-Kulturmedien schienen die Schwangerschaftsraten nicht zu beeinflussen [s054]. Nach dem Recherchedokument zum französischen Sprachraum, das den Volltext von Neto auswertete, variiert die berichtete Prävalenz der Bakteriospermie je nach Studie zwischen 7 und 65,7 %, wobei die Schwelle der Kulturpositivität meist bei mehr als 10⁴ koloniebildenden Einheiten pro Milliliter liegt [s054].

Lee und Cho 2026 [s012], Impact of bacteriospermia on sperm DNA fragmentation (Translational Andrology and Urology). Narrative Übersicht mit Suche in PubMed/MEDLINE und Google Scholar für 2008 bis 2025, nur englischsprachige begutachtete Arbeiten. Berichtete Prävalenz der Bakteriospermie: 20,1 bis 35,1 % mit PCR und 15,28 bis 34,88 % mit Kultur; in der PCR wurde am häufigsten Enterococcus faecalis nachgewiesen, in der Kultur Enterococcus faecalis und Staphylococcus aureus. Drei große Studien hätten einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen allgemeiner Bakteriospermie und erhöhter Spermien-DNA-Fragmentierung gezeigt; als Hauptmechanismus nennen die Autoren oxidativen Stress mit Lipidperoxidation (erhöhtes Malondialdehyd) und anschließenden DNA-Strangbrüchen [s012]. Dieser Befund steht im Spannungsverhältnis zur Metaanalyse von Campbell [s004], die für Infektionen keinen DFI-Unterschied fand, ist aber mit Farahani [s089] vereinbar.

Weitere narrative Übersichten [s009, s036, s050, s051] nennen teils eine strukturierte Literatursuche (Kaltsas [s009]: „narrative Übersicht, gestützt auf eine strukturierte Literatursuche“; Probiotika sollten derzeit als Zusatz, nicht als eigenständige Behandlung betrachtet werden; Schwangerschafts- und Lebendgeburtsdaten würden selten berichtet), berichten aber keine Einschlusszahlen und keine quantitative Synthese und werden in diesem Kapitel nicht weiter ausgewertet.

Zusammenfassende Einordnung der Metaanalysen und Übersichten

  1. Mikrobiom und Spermienqualität. Die Übersichten stimmen in der Richtung überein: Lactobacillus wird tendenziell mit besseren, Prevotella und bestimmte Erreger (Ureaplasma urealyticum, Mycoplasma hominis, Enterococcus faecalis) mit schlechteren Samenwerten in Verbindung gebracht [s089, s068, s001, s044]. Zugleich sind die Befunde auf Studien- und Artebene widersprüchlich [s086, s044], die Methoden nicht vergleichbar [s038], und alle Autoren schließen, Kausalität sei nicht gezeigt [s089, s086, s001].
  2. Infektionen und Samenparameter. Die beiden quantitativen Auswertungen [s004, s002] zeigen im Mittel niedrigere Konzentration, Motilität und Morphologie bei infizierten Männern; die Effekte sind klein bis mäßig, die Heterogenität hoch (I² bis 95 %), das Design beobachtend. Der Zusammenhang gilt in Boujemaa nur innerhalb unfruchtbarer Männer und hängt von der Nachweismethode ab. Aussagen zu Schwangerschaften und Geburten tragen die Daten nicht [s004].
  3. Probiotika beim Mann. Die gepoolten SMD sind groß und statistisch gerade gesichert [s020], beruhen aber auf vier kleinen Studien (9 bis 56 Männer), von denen eine zurückgezogen wurde [s021] und eine ohne Kontrollgruppe war; die qualitativen Übersichten [s055, s044, s022] zählen im Wesentlichen dieselben Studien. Klinische Endpunkte (Schwangerschaft, Lebendgeburt) fehlen für den Mann in allen Übersichten [s087]. Es gibt keine Metaanalyse mit GRADE-Bewertung für Probiotika; für Antioxidantien als Vergleichsfeld wird die Sicherheit der Evidenz mit sehr niedrig angegeben [s017].
  4. Weibliche Seite. Vaginale Probiotika vor Embryotransfer: nicht signifikanter Anstieg der klinischen Schwangerschaft (RR 1,19; 0,99 bis 1,44); Heterogenität gering, Verzerrungsrisiko vieler Studien hoch [s042].

Offene Punkte und Lücken, die die Übersichten selbst benennen

  • Standardisierte Methoden der Probengewinnung, Sequenzierung und Kontaminationskontrolle [s038, s001, s089].
  • Prospektive Studien mit einheitlicher Definition von Infektion und Bakteriospermie [s004, s002].
  • Größere randomisierte Studien mit Schwangerschaft und Lebendgeburt als Endpunkt, mit einheitlichen Stämmen, Dosen und Dauern [s020, s055, s087, s017].
  • Studien zu einzelnen Lactobacillus-Arten und zum Paar als Einheit [s044].
  • Embryoqualität bis zum Blastozystenstadium (Zeitrafferaufnahmen) und klinische ART-Ergebnisse in Abhängigkeit vom Samenmikrobiom [s086].

Lücken und Grenzen dieses Kapitels

  • Für Farahani [s089], Campbell [s004], Melhem [s017], Bazzar [s001], Shamsi-Goushki [s022] und Corbett [s087] lag nur der Abstract vor; Angaben zu Studienzahl je Analyse, Heterogenität einzelner Zielgrößen, Qualitätsbewertung, Publikationsbias und Einzelstudien fehlen hier und wurden nicht ergänzt.
  • Prihadi [s020] wurde über die Zeitschriftenseite und eine automatische Zusammenfassung abgerufen; eine PMID existiert nicht.
  • Die Rückzugsgründe zu Helli [s021] sind nicht bekannt.
  • Die Zahlen der von den Übersichten zitierten Primärstudien (zum Beispiel Eggert-Kruse, Pochernikov, Chen, Mändar, Grande) sind in den Übersichten berichtete Angaben und wurden nicht an den Originalarbeiten geprüft.
  • Die Diskrepanzen zwischen den Übersichten in Teilnehmerzahlen (Helli 50 gegenüber 52, Abbasi 47 gegenüber 56) und Studiendesign (Valcarce) konnten nicht aufgelöst werden.
Alle Kapitel und Anhänge (36)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. 2.1 Männliche Unfruchtbarkeit: Definition und Häufigkeit bis 2.4 Messgrößen: Samenanalyse, WHO-Referenzwerte 2021 und Mikrobiomdiagnostik
  4. 2.5 Historie der Forschungsfrage und 2.6 Was aus dem Hintergrund für die folgenden Kapitel folgt
  5. Gegenstand, Abgrenzung und Lesehinweise bis Systematische Übersicht: Puerta-Suárez und Cardona Maya 2025 [s044]
  6. Metaanalyse: Campbell et al. 2026, Genitaltrakt-Infektionen und Samenqualität [s004] bis Systematische Übersicht: Corbett, Crosby und McAuliffe 2021, Probiotika bei Paaren mit Unfruchtbarkeit [s087]
  7. Metaanalyse: Maleki-Hajiagha et al. 2025, vaginale Probiotika vor Embryotransfer (Frauen) [s042] bis Lücken und Grenzen dieses Kapitels
  8. A. Sequenzierungsstudien am Ejakulat: Vergleiche nach Spermienqualität und Fruchtbarkeitsstatus
  9. B. Samenmikrobiom und Samenplasma: DNA-Integrität, Oxidationspotenzial, Stoffwechselprodukte und Methodenvergleich bis D. Paare und assistierte Reproduktion: Samen- und Scheidenmikrobiom gemeinsam betrachtet
  10. E. Azoospermie: Ejakulat und Hodengewebe und F. Besondere Populationen: Prostatitis, Beckenschmerz, sexueller Beginn und HIV
  11. G. Kultur- und PCR-Studien: Bakteriospermie und Genitalinfektionen bis I. Humanproben aus einer überwiegend tierexperimentellen Studie
  12. J. Zusammenschau der Beobachtungsstudien
  13. Quellenbasis und Lesehinweise bis Ernährungsintervention: Koreanische gegenüber westlicher Kost (Jung et al. 2024)
  14. Registrierte und laufende Vorhaben bis Tierversuche und experimentelle Studien
  15. Querschnittsbewertung der klinischen Evidenz und Lücken und nicht belegbare Punkte
  16. Lesehilfe: Wie die Belegstärke eingestuft wird bis 4. Oxidativer Stress und DNA-Integrität
  17. 5. Die Darm-Hoden-Achse: Barriere, Endotoxin und Immunsystem bis 10. Das Genitalmikrobiom des Paares
  18. 11. Warum ein Probiotikum wirken könnte: die vorgeschlagenen Wirkwege bis 16. Fazit des Kapitels
  19. Vorbemerkung: Was „Dosis“ hier bedeuten kann bis 3. Zeitverlauf
  20. 4. Altersgruppen bis 7. Was Dosis, Alter, Vorerkrankung und Zeit für klinische Endpunkte bedeuten
  21. 8. Wo Daten fehlen: Lückenübersicht bis 10. Hinweise zu Zahlenwidersprüchen in den Quellen
  22. Englisch und Deutsch
  23. Französisch bis Portugiesisch
  24. Spanisch
  25. Chinesisch und Japanisch
  26. Koreanisch und Russisch
  27. Arabisch und Türkisch
  28. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  29. Limitationen der Evidenz
  30. Offene Forschungsfragen
  31. Praktische Einordnung
  32. Glossar
  33. Quellenverzeichnis
  34. Diagramme
  35. Quellen
  36. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle