Die Frage, wie Rückenmarksverletzung, Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit, Neuropathie und weitere neurologische Erkrankungen (ohne Epilepsie) die Samenqualität verändern, wird in den Sprachräumen sehr unterschiedlich beantwortet. Dieses Kapitel geht die zwölf Sprachräume der Reihe nach durch und fragt jeweils: Welche eigenen Kohorten und Register gibt es, welche Leitlinien, in welchen Fachzeitschriften erscheinen die Arbeiten, welche regionalen Besonderheiten fallen auf, und wie weit ließen sich die Datenbanken des Raums überhaupt erreichen? Wo es kaum eigene Literatur gibt, steht das ausdrücklich da. Zwei Vorbemerkungen gelten für alles Folgende.
Erstens beruht die Auswertung auf Abstracts und, bei Leitlinien, auf abgerufenen Seitentexten, nicht auf Volltexten. Angaben, die nur im Volltext stehen, etwa Abstinenzzeit, Gewinnungsart im Einzelnen oder Ausschlusskriterien, konnten nicht geprüft werden. Wo ein Abstract keine Zahlen nennt, wird das gesagt. Zweitens ist die Zahl der Quellen nicht die Zahl unabhängiger Beobachtungen. Viele Studien einer Region stammen aus denselben Zentren und teilen Patientengruppen; dieses Kapitel weist darauf jeweils hin, damit aus Wiederholung nicht scheinbare Bestätigung wird. Das Kapitel enthält keine Therapieempfehlung. Wo Leitlinien oder Autoren etwas nahelegen, wird nur wiedergegeben, was dort steht.
Vorweg das Gesamtbild: Fast alle Samenbefunde stammen von Männern mit Rückenmarksverletzung (englisch spinal cord injury, SCI). Für Multiple Sklerose gibt es eine Handvoll kleiner Spermiogramm-Studien. Für die Parkinson-Krankheit wurde in keinem Sprachraum eine Studie gefunden, die Spermien oder Ejakulat von Patienten untersucht. Zur Neuropathie liegen praktisch nur diabetesbezogene Arbeiten vor. Diese Verteilung zeigt sich in jedem Sprachraum wieder, nur mit unterschiedlicher Dichte.
Vergleich der Sprachräume im Überblick.
Über alle zwölf Sprachräume hinweg ergibt sich ein einheitliches Bild mit regionalen Schwerpunkten. Die belastbarsten Zahlen zur Samenqualität stammen aus englischsprachigen Zeitschriften und betreffen die Rückenmarksverletzung; sie zeigen in vielen Kollektiven das Muster normaler oder nur mäßig veränderter Spermienzahl bei deutlich verminderter Beweglichkeit und Vitalität [s137, s57, s77]. Der französische Raum ergänzt eine Leitlinie und eine prospektive Kohorte, der japanische eine lange Reihe von Elektroejakulations- und Operationsserien, der chinesische Laborstudien zu DNA-Fragmentierung und Aneuploidie, der iranische (als Nachbarraum) Fall-Kontroll-Studien und viele Tiermodelle, der russische das Modell der diabetischen autonomen Neuropathie. Für Multiple Sklerose liegen aus der Gesamtliteratur nur kleine, widersprüchliche Spermiogramm-Studien vor [s156, s78, s69]. Für Parkinson fehlt in jedem Sprachraum eine Samenstudie am Menschen. Deutsch, Portugiesisch und Koreanisch tragen inhaltlich praktisch nichts bei, wobei bei Portugiesisch, Arabisch, Koreanisch und Chinesisch die Datenbanken des Raums nicht erreichbar waren und die Lücke deshalb zum Teil eine Zugangslücke der Recherche ist. Mehrere Kohorten überlappen (Miami, Nara und Osaka, Taiwan, Moskau), sodass die Zahl unabhängiger Beobachtungen deutlich kleiner ist als die Zahl der Quellen.
Englisch
Umfang und Rolle. Die große Mehrzahl der ausgewerteten Quellen ist englischsprachig, und fast alle belastbaren Primärdaten zur Samenqualität stehen in englischsprachigen Zeitschriften. Das gilt auch für Arbeiten aus Ländern, deren Landessprache eine andere ist: Studien aus Japan, China, dem Iran oder Spanien erscheinen meist auf Englisch und sind in den Abschnitten der jeweiligen Regionen noch einmal eingeordnet. Hier geht es um das, was im englischsprachigen Fachdiskurs selbst entstanden ist oder dort seinen Maßstab setzt.
Die Miami-Datenbank als Rückgrat der SCI-Literatur. Ein großer Teil der klinischen Samendaten bei Rückenmarksverletzung stammt aus dem Male Fertility Research Program der Universität Miami. Die Auswertung von Kathiresan und Kollegen umfasst Daten von 1991 bis 2011: Von 528 Männern mit SCI erfüllten 444 die Einschlusskriterien (Ejakulation durch Masturbation n = 43, Penisvibrationsstimulation n = 243, Elektroejakulation n = 158), dazu 61 gesunde Kontrollen [s137]. Die Spermienbeweglichkeit lag in der Masturbationsgruppe bei 36,9 %, bei Vibrationsstimulation bei 25,9 % (p < 0,001), bei Elektroejakulation bei 15,0 % (p < 0,001) und in der Kontrollgruppe bei 58,0 %. Die antegrade Spermienkonzentration unterschied sich dagegen nur in der Elektroejakulationsgruppe (49,8 gegenüber 77,4 bis 83,3 Millionen pro cc; Kontrolle 82,0). Zugleich hatten 84 % der Masturbationsgruppe, aber nur 54 % der Vibrations- und 41 % der Elektroejakulationsgruppe eine unvollständige Läsion [s137]. Das ist methodisch wichtig: Der Gewinnungsweg ist mit der Läsionsvollständigkeit vermengt, die Gruppen sind durch die Ejakulationsfähigkeit selektiert, und die Studie ist retrospektiv.
Aus derselben Datenbank stammt eine Fall-Kontroll-Analyse, in der nur 30 von 400 Männern mit antegradem Ejakulat (7,5 %, eigene Berechnung aus den genannten Zahlen) nach den WHO-Kriterien normales Volumen, normale Konzentration und normale Beweglichkeit hatten. Eine unvollständige Läsion (ASIA B bis D) war mit normalen Parametern assoziiert (Odds Ratio 2,6; 95-%-Konfidenzintervall 1,1 bis 6,1), ebenso die Möglichkeit, per Masturbation zu ejakulieren (OR 2,7; 1,1 bis 7,1) [s144]. Eine Längsschnittauswertung von 87 Männern mit mindestens zwei Samengewinnungen im Abstand von mindestens drei Jahren fand eine leichte Abnahme der Spermienkonzentration, sonst keine Veränderung, und die Autoren schließen auf kein klinisch relevantes Fortschreiten [s145]. Eine ältere Querschnittsanalyse von 638 Proben von 125 Männern fand keinen Unterschied in Konzentration, Gesamtzahl oder Beweglichkeit in Abhängigkeit von der Zeit seit der Verletzung [s175]. Zu beachten: Die Fallzahlen dieser Studien dürfen nicht addiert werden, weil die Patientenkollektive überlappen. Auch die Studien zur Entzündungsbiologie (Inflammasom-Proteine im Samenplasma, 28 Männer mit und 28 ohne SCI [s131]) und zu einem In-vitro-Versuch mit Anti-ASC-Antikörper an Proben von 32 Männern [s119] sowie eine einarmige Probenecid-Studie mit 20 Männern [s93] stammen aus dieser Arbeitsgruppe. In der Probenecid-Studie stieg die progressive Beweglichkeit im Mittel von 19 % auf 26 % (p < 0,05); es gab weder Placebo noch Randomisierung noch Fertilitätsendpunkte [s93]. Bei der Antikörper-Studie weisen die Autoren selbst auf ein Patent zweier Beteiligter hin [s119].
Weitere englischsprachige Kohorten. Eine prospektive 18-Monats-Pilotstudie an 35 Männern mit SCI fand normale Gesamtspermienzahlen bei verminderter Beweglichkeit und Vitalität und keinen signifikanten Rückgang im Verlauf [s57]. Eine Studie aus Toledo und Madrid verglich 27 Männer mit SCI mit 10 normozoospermen Spendern: schlechtere progressive Beweglichkeit (p = 0,0002), höhere DNA-Fragmentation (p < 0,00005); komplette Läsionen (AIS A) hatten geringere progressive Beweglichkeit als inkomplette (p = 0,0040) [s84]. Eine Fall-Kontroll-Studie fand bei 20 Männern mit SCI einen Anteil von Doppelstrangbrüchen von median 57,5 % gegenüber 4,6 % bei Normozoospermen [s59]. Eine Querschnittsstudie an der Samenbank einer Rehabilitationsklinik untersuchte 28 Proben von 16 Männern vor und im Median 11 Jahre nach der Kryokonservierung: Die Gesamtbeweglichkeit sank von 19 % auf 2,5 %, die Vitalität von 27 % auf 7 % (jeweils p < 0,0001) [s113]. Bei Verletzungen vor der Pubertät, untersucht an nur 7 Männern, waren drei vor dem 9. Lebensjahr Verletzte azoosperm [s136].
Assistierte Reproduktion. Eine italienische Fall-Kontroll-Studie in englischer Sprache verglich 53 Paare mit SCI und 140 Paare mit idiopathischer männlicher Infertilität über 210 frische Zyklen: progressive Beweglichkeit 5,0 % gegenüber 35,0 %, normale Befruchtung 46,0 % gegenüber 71,0 %, aber ohne signifikante Unterschiede bei Schwangerschafts-, Fehlgeburts- und Lebendgeburtenrate pro Zyklus [s77]. Eine Kohorte von 156 Paaren mit Azoospermie (82 SCI, 74 obstruktiv) fand keine signifikanten Unterschiede bei Embryozahl und Schwangerschaftsraten [s24]. Eine retrospektive Kohorte von 37 Männern mit 54 Zyklen verglich Elektroejakulation und testikuläre Spermienextraktion (TESE) ohne Unterschiede (klinische Schwangerschaft 33,3 % gegenüber 36,1 %; Lebendgeburt 22,2 % gegenüber 19,4 %) [s09]. Mit 69 Männern ist die Serie zur Nebenhoden-Spermienaspiration aus Fukuoka eine der größeren: Spermien in 42 Fällen (60,9 %), FSH als stärkster Prädiktor [s13]. Sie wird im japanischen Abschnitt genauer behandelt.
Multiple Sklerose und Parkinson im englischen Schrifttum. Die Spermiogramm-Studien zur MS sind klein und widersprüchlich. Eine Fall-Kontroll-Studie an 68 Männern mit MS und 48 Kontrollen fand niedrigere basale Spiegel von LH, FSH und Testosteron (p = 0,01) sowie niedrigere Gesamtspermienzahl, Beweglichkeit und Anteil normaler Formen; das Abstract nennt dazu keine Zahlenwerte [s156]. Dagegen fand eine prospektive Studie in Catania an 38 Männern mit schubförmig remittierender MS ohne Vorbehandlung keine Unterschiede bei den Spermienparametern, nur das freie Testosteron war niedriger (Median 0,09 gegenüber 1,4; p < 0,0001; Einheit im Abstract nicht angegeben) [s78]. Eine Folgestudie mit 16 Männern unter Natalizumab oder Ocrelizumab fand zu beiden Zeitpunkten keinen Unterschied zu 16 Kontrollen; die Gruppe ist dieselbe wie bei der ersten Studie, eine Überlappung der Teilnehmer ist nicht ausgeschlossen [s69]. Eine Fall-Kontroll-Studie mit 126 Männern unter krankheitsmodifizierender Therapie berichtet zum Testosteron: niedriges Gesamttestosteron bei 2 (1,6 %) der MS-Patienten und 2 (5,7 %) der Kontrollen, niedriges freies Testosteron bei 53 (43,7 %) gegenüber 12 (34,3 %); Spermienparameter nennt der Abstract nicht [s16]. Die umgekehrte Fragerichtung wird im englischen Raum an einem Register beantwortet: Das dänische IVF-Register wurde mit dem MS-Register verknüpft, 51.063 Männer, davon 24.011 mit männlichem Infertilitätsfaktor. Ergebnis: prävalente MS OR 1,61 (95-%-KI 1,04 bis 2,51), inzidente MS HR 1,28 (0,76 bis 2,17) [s92]. Eine Metaanalyse aus drei Studien ergab eine gepoolte OR von 1,87 (0,89 bis 3,94; I² = 86,1 %); die Autoren folgern, es bestehe kein Zusammenhang, was angesichts des breiten Intervalls und der sehr hohen Heterogenität nur eingeschränkt trägt [s56]. Beide Arbeiten beantworten nicht, wie sich eine bestehende MS auf die Samenqualität auswirkt.
Für die Parkinson-Krankheit gibt es im englischen Schrifttum klinische Wegweiser zur sexuellen Funktion [s15], Übersichten zu Androgenen [s67] und zwei Rattenstudien im Rotenon-Modell [s76, s19]. Eine Rattenstudie beschreibt Hypospermatogenese, gestörte Blut-Hoden-Schranke und vermindertes Serum-Testosteron [s76]; Rotenon ist aber ein systemisches Toxin, und die Ergebnisse sind nicht auf den Menschen übertragbar. Beim Menschen wurde keine Samenstudie gefunden.
Neuropathie. Die einzige humane Samenanalyse im Zusammenhang mit Neuropathie in englischer Sprache ist eine alte Querschnittsstudie mit 100 insulinabhängigen und 314 nicht insulinabhängigen Diabetikern, die zwischen Diabetikern mit und ohne Neuropathie keinen signifikanten Unterschied fand und damit gegen eine rein neuropathische Erklärung spricht [s186]. Metaanalysen betreffen Diabetes insgesamt: Samenvolumen MD −0,66 ml (95-%-KI −1,10 bis −0,22), Anteil beweglicher Zellen MD −14,29 % (−22,76 bis −5,82) [s109]; in einer weiteren Metaanalyse mit 44 Studien Spermienzahl MD −13,12 (−18,43 bis −7,82) und progressive Beweglichkeit MD −14,37 (−21,79 bis −6,96) [s74]. Ein auf die Neuropathie zurückführbarer Anteil lässt sich daraus nicht abgrenzen. Eine prospektive Interventionsstudie an 33 Diabetikern mit retrograder Ejakulation berichtet antegrades Ejakulat bei 10 (38,5 %) unter Imipramin, 11 (47,8 %) unter Pseudoephedrin und 16 (61,5 %) unter beidem; die Nenner im Abstract sind nicht nachvollziehbar [s151]. Andere Neuropathien (periphere Polyneuropathien, Charcot-Marie-Tooth) tauchten in den Suchläufen mit Samenbezug nicht auf; es gibt einen Einzelfallbericht zur Leberschen Optikusneuropathie [s63].
Leitlinien. Drei englischsprachige Leitlinien berühren das Thema. Die Leitlinie der European Association of Urology zu sexueller und reproduktiver Gesundheit (Ausgabe 2026) nennt als häufigste Ursachen der Anejakulation Rückenmarksverletzung, Diabetes mellitus und Multiple Sklerose; bei Männern mit SCI sei Masturbation mit den niedrigsten Ejakulationsraten verbunden, höhere Ansprechraten ließen sich mit Penisvibrationsstimulation oder mit Cholinesterasehemmern plus Masturbation erreichen [s04]. Für die retrograde Ejakulation nennt sie, dass in einer kontrollierten Studie 34,6 % der diabetischen Männer betroffen gewesen seien [s04]. Die gemeinsame AUA/ASRM-Leitlinie hält fest, dass für den Vergleich der Verfahren bei Ejakulationsstörungen nur begrenzte Daten vorliegen, und beschreibt bei MS nur „unsichere Assoziationen“ mit männlicher Infertilität [s45]. Die Leitlinie von EAN, EFAS und INUS zu neurogenen Harn- und Sexualsymptomen (38 Empfehlungen) nennt im Abstract weder Samenqualität noch Fertilität [s34]. Die Aussagen der Leitlinien zu Aspermie haben, soweit abgerufen, Expertenmeinungs-Niveau [s45].
Übersichten. Die Evidenzlage wird in englischsprachigen Übersichten als dünn eingeordnet. Ein Umbrella-Review fand 26 systematische Übersichten, von denen 17 mit „kritisch niedriger“ und 6 mit „niedriger“ Qualität (AMSTAR 2) bewertet wurden; Samenqualität war kein Endpunkt [s14]. Die einzige Metaanalyse zur SCI betrifft die Häufigkeit der Ejakulation, nicht deren Qualität: Aus 523 Studien wurden 45 mit 3851 Patienten eingeschlossen; bei kompletter Läsion lag die Ejakulationsrate nach Masturbation oder Koitus bei 11,8 %, nach Vibrationsstimulation bei 47,4 % und nach Cholinesterasehemmer plus Masturbation bei 54,7 %, bei inkompletter Läsion bei 33,2 %, 52,8 % und 78,1 % [s126]. Die Gruppen sind teils sehr klein (n = 4 bis 32), und Konfidenzintervalle stehen im Abstract nicht.
Datenbankzugang. Für den englischen Raum war die Erreichbarkeit unproblematisch: Die PubMed-Webseite war gesperrt, aber Europe PMC und die NCBI-E-utilities lieferten Abstracts, die Leitlinienseiten von EAU und AUA waren erreichbar. Die Cochrane Library lieferte nur eine JavaScript-Hülle; ersatzweise wurde über Europe PMC geprüft, und es fand sich kein Cochrane-Review zum Thema. Einschränkung: Die ESHRE-Leitlinienseite führte auf eine Fehlerseite, sodass keine ESHRE-Aussage ausgewertet wurde.
Deutsch
Eigene Literatur: praktisch keine. In Europe PMC und in Titelsuchen fanden sich keine deutschsprachigen Originalarbeiten zur Samenqualität bei den hier behandelten Erkrankungen. Der einzige deutschsprachige Treffer mit Bezug zur Querschnittlähmung betrifft die Begutachtung neuro-urologischer Unfallfolgen im Sinne einer Minderung der Erwerbsfähigkeit und enthält keine Angaben zur Samenqualität; er wird deshalb nicht als Quelle geführt. Das ist ein Befund über die erreichbaren Quellen, nicht der Beweis, dass es keine deutschsprachigen Texte gibt: Studien, die Samenparameter nur als Nebenbefund berichten, und Handbuchkapitel können fehlen.
Leitlinien. Eine AWMF-Leitlinie, die die Samenqualität bei Rückenmarksverletzung, Multipler Sklerose, Parkinson oder Neuropathie behandelt, konnte nicht gefunden werden. Das AWMF-Register ließ sich nicht durchsuchen: Die Seite war erreichbar, lieferte aber nur ein JavaScript-Gerüst ohne Inhalt. Dass keine solche Leitlinie besteht, folgt daraus nicht. Für den deutschsprachigen Raum ist im Material nur die europäische EAU-Leitlinie greifbar, die in diesem Kapitel unter Englisch behandelt ist [s04].
Deutschsprachige Beteiligung an englischen Studien. Einen indirekten Bezug zum deutschen Sprachraum hat eine multizentrische offene Studie des Herstellers Novartis an 13 Männern unter Fingolimod, an der deutsche Studienzentren beteiligt waren. Gemessen wurden Wirkstoffkonzentrationen im Samen, nicht Spermienparameter: Die Konzentrationen von Fingolimod und Fingolimod-Phosphat im Samen entsprachen im Gleichgewichtszustand denen im Blut, und die geschätzte Menge in 10 ml Ejakulat betrug 47,5 ng; die rechnerische Belastung einer Partnerin liegt nach den Autoren etwa 400-fach (Fingolimod) beziehungsweise 2400-fach (Fingolimod-Phosphat) unter den Werten ohne beobachtete Wirkung im Tierversuch [s90]. Die Arbeit ist industrienah, gilt nur für diese Wirkstoffe und sagt nichts über die Samenqualität aus.
Fachzeitschriften, Register, Besonderheiten. Eine Aussage über deutschsprachige Fachzeitschriften ist aus dem Material nicht ableitbar, weil keine Quelle aus einer solchen Zeitschrift stammt. Weder Register noch Kohorten noch Leitlinien mit Samenbezug aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz wurden gefunden. Die dänische Registerstudie zur Männerinfertilität und späteren MS (siehe Englisch) zeigt, was nationale Register leisten könnten [s92]; ein deutschsprachiges Gegenstück wurde nicht gefunden.
Datenbankzugang. Europe PMC war erreichbar und erlaubt Sprachfilter; die AWMF-Seite war nicht auswertbar. Weitere deutschsprachige Datenbanken wurden nicht abgefragt. Die Lücke ist damit teils eine Literaturlücke, teils eine Zugangslücke.
Französisch
Ein vergleichsweise starker Raum für die Rückenmarksverletzung. Der französischsprachige Raum ist für die SCI deutlich besser besetzt als jeder andere nicht englische Raum. Hier liegen eine aktuelle Leitlinie, eine prospektive Kohorte, mehrere Kryokonservierungs- und ICSI-Serien, eine randomisierte Pilotstudie und frühe Übersichten vor.
Leitlinie. Die französische Leitlinie zur Fertilitätsprotektion bei Rückenmarksverletzung (2025, in der French Journal of Urology 2026 erschienen) stützt sich auf eine systematische Übersicht nach PRISMA für den Zeitraum Januar 1990 bis Juni 2024: 434 Publikationen wurden gesichtet, 115 erfüllten die Einschlusskriterien. Laut Abstract kann manuelle Samengewinnung durch Masturbation als Erstlinie erwogen werden; scheitert sie oder ist sie unmöglich, wird Penisvibrationsstimulation empfohlen, besonders bei suprasakralen Läsionen; scheitert diese, könne Elektroejakulation als Zweitlinie angeboten werden, und ohne verwertbare Spermien kämen chirurgische Techniken in Betracht [s08]. Der Abstract nennt weder Evidenzgrade noch Zahlen zu Samenparametern, und der Volltext wurde nicht ausgewertet. Das Dokument wurde über Europe PMC und als HAL-Spiegel gefunden.
Kohorten und Studien. Die prospektive Pilotstudie von Chalas und Kollegen (35 Männer mit SCI, 18 Monate, Entnahme alle 6 Monate) fand normale Gesamtspermienzahlen, verminderte Beweglichkeit und Vitalität, mehr Formabweichungen sowie erhöhte Rundzellen und Granulozyten, aber weder durch Entzündungs- noch Oxidationsstressmarker, Läsionshöhe, Alter oder Zeit seit Verletzung einen negativen Einfluss im Verlauf [s57]. Eine retrospektive Kohorte von 78 Männern mit SCI, überwiesen zur Spermakryokonservierung 1998 bis 2013 (37 Elektroejakulation, 37 Vibrationsstimulation, 4 chirurgisch), fand bei 33 % ein niedriges Ejakulatvolumen und bei 37 % eine Oligozoospermie; 20 Männer erhielten ICSI mit fünf Lebendgeburten, und die Autoren sehen die Ergebnisse mit aufgetauten Spermien als vergleichbar mit der infertilen Vergleichsgruppe [s94]. Eine Serie aus Dijon über 17 Jahre (19 Männer; 6 Tetraplegiker, 13 Paraplegiker) berichtet Befruchtungsraten von 57 % und 55 % und eine Schwangerschaftsrate pro Paar von 50 % (antegrade Gewinnung) beziehungsweise 75 % (chirurgische Gewinnung), bei sehr kleinen Zahlen [s125]. Soler und Kollegen beschrieben bei 33 Männern mit Anejakulation ein neues Ejakulationsmuster, die „Ejakulationsdyssynergie“: In 21 von 42 Proben (50 %) bei 12 Patienten fanden sich Spermien in der prostatischen Harnröhre, in 8 Proben mit höherer Beweglichkeit und in 10 mit höherer Zahl als in der Blase [s111]. Eine retrospektive Studie an 90 Männern mit Läsion des Conus medullaris (Hadiji und Kollegen, auf Französisch) fand, dass Vibrationsmassage plus Midodrin die Ejakulation in 52,63 % der Fälle verbesserte und der Orgasmus bei allen fehlte; das Ejakulationsergebnis ist nicht nach Samenqualität aufgeschlüsselt [s128]. Eine Fallserie an 11 Männern mit kompletter Läsion von C5 bis Th6 sah nach Botulinumtoxin in die Blasenwand eine leicht verbesserte Samenqualität (Beweglichkeit bei 67 %, Vitalität bei 50 %), ohne Kontrollgruppe [s135]. In der randomisierten, placebokontrollierten Pilotstudie zu Midodrin (20 Abgeschlossene) ejakulierten 1 Teilnehmer der Midodrin- und 2 der Placebogruppe; sie ist zu klein für eine sichere Aussage [s115].
Übersichten, Buchkapitel, Geschichte. Perrin und Kollegen geben in einem französischen Beitrag an, dass nur 10 % der Männer mit SCI ohne medizinische Hilfe Kinder zeugen könnten, und beschreiben normale Konzentrationen bei abnorm niedriger Beweglichkeit und Vitalität [s146]; ein Kapitel derselben Gruppe verweist auf eine Hundestudie, in der Beweglichkeit und Spermatogenese drei Wochen nach der Verletzung deutlich beeinträchtigt waren, und auf hohe Konzentrationen reaktiver Sauerstoffspezies im Samenplasma mit umgekehrter Korrelation zur Beweglichkeit [s110]. Ein Überblick von 1995 beschreibt Hilfen zur Fortpflanzung bei querschnittgelähmten Männern, darunter die Punktion des Samenleiters [s182].
Andere Erkrankungen. Zur Parkinson-Krankheit liegt eine systematische Übersicht in der French Journal of Urology vor, die Störungen von Verlangen, Erregung, Orgasmus und Ejakulation beschreibt, aber im Abstract keine Zahlen und keine Samenparameter nennt [s37]. Zur spinalen Muskelatrophie untersuchte eine Studie in 13 französischen neuromuskulären Zentren 68 erwachsene Männer vor einer Behandlung mit Risdiplam: Fertilitätsstörungen bei 27 von 41 Männern mit Fertilitätsdaten (65,9 %; 95-%-KI 51,3 bis 80,4), bei SMA Typ 2 bei 90,5 % und bei Typ 3 bei 40 %; von 33 Spermiogrammen hatten 81 % eine abnorme Konzentration und 30 % eine Azoospermie [s50]. Die Hälfte der Männer lieferte keine Fertilitätsdaten, und die Teilnahme war selektiv. Ein Einzelfall zur Leberschen Optikusneuropathie beschreibt geringe Spermienbeweglichkeit und abnorme Morphologie; nach fünf Monaten Idebenon stiegen Beweglichkeit und Vitalität, und es kam zu einer natürlichen Konzeption, was keinen Kausalzusammenhang belegt [s63]. Zu Multipler Sklerose und Neuropathie fand sich französischsprachig nichts zu Samen oder Spermien; die Treffer zur MS betrafen Frauen oder die sexuelle Funktion.
Datenbanken. Die HAL-Schnittstelle war erreichbar, lieferte aber überwiegend Dubletten von Arbeiten, die ohnehin in PubMed stehen (Chalas, Reignier, die Leitlinie), und ein Buchkapitel. Cairn war durch einen Bot-Schutz blockiert. Die französische Literatur ist damit über Europe PMC und HAL gut, über Cairn nicht erfasst; Aussagen über Cairn-Inhalte sind nicht möglich.
Italienisch
Wenig eigene Primärliteratur, aber aktive Zentren. Eine italienischsprachige Originalarbeit zum Thema wurde gefunden: Beretta und Kollegen untersuchten 1993 in einer italienischen Fachzeitschrift Antispermien-Antikörper bei Dyspermie von Männern mit SCI in zwei Gruppen anejakulatorischer Männer (16 ohne und 13 mit Harnwegsinfektion). Antikörper fanden sich bei 12 % der ersten und bei 38 % der zweiten Gruppe [s187]. Damit steht das Ergebnis im Gegensatz zur Studie von Dahlberg und Hovatta (16 Männer mit SCI, kein Mann mit Antikörpern, auch nicht bei bis zu 30 Jahren Dauer) [s191]. Ob Infektionsstatus, Testverfahren oder Ejakulationsform den Unterschied erklären, lassen die Abstracts offen.
Italienische Zentren in englischsprachigen Zeitschriften. Der größere Teil der italienischen Beiträge erscheint auf Englisch. Eine multizentrische Querschnittsstudie aus vier italienischen Zentren (2011 bis 2021) untersuchte 107 TESE-Eingriffe bei 32 Personen mit Tetraplegie und 75 mit Paraplegie: Spermiengewinnungsrate 81,3 %; von 33 Männern mit ICSI wurden 63,6 % nach einem Zyklus schwanger, die endgültige Lebendgeburtenrate betrug 90,5 %. Die Gewinnungsrate hing nicht von der Zeit seit der Verletzung ab [s31]. Das widerspricht einer japanischen Kohorte (Schwelle 12 Jahre) [s108]; Auswahl und Stichprobe könnten Gründe sein, die Abstracts klären das nicht. Die Studie erschien im Archivio Italiano di Urologia e Andrologia, wie auch der Leserbrief zu Mazindol bei Aspermie durch diabetische Neuropathie, von dem nur die Einleitung abgerufen wurde und der deshalb nur als Hinweis auf den Fall gilt [s01]. Die Fall-Kontroll-Studie zu 53 Paaren mit SCI gegenüber 140 Paaren mit idiopathischer Infertilität ist ebenfalls italienisch [s77].
Die italienische MS-Forschung liefert die jüngsten Daten zur Frage, ob eine MS an sich die Samenqualität verändert: Die Arbeitsgruppe aus Catania fand bei Männern mit schubförmig remittierender MS ohne Vorbehandlung keine Unterschiede in den Spermienparametern, nur ein niedrigeres freies Testosteron [s78], und unter Natalizumab oder Ocrelizumab keinen Unterschied zu 16 Kontrollen [s69]. Beide Studien sind klein und stammen aus derselben Gruppe. Eine Übersicht aus Italien benennt drei offene Fragen: ob MS an sich Infertilität verursacht, ob ein Zusammenhang mit infertilitätsfördernden Zuständen besteht und wie krankheitsmodifizierende Therapien die Gonadenfunktion beeinflussen [s71]. Zur myotonen Dystrophie Typ 1 fand eine italienische Gruppe bei 20 Patienten in etwa 50 % Hypospermie oder Azoospermie, die übrigen mit Oligo-Astheno-Teratozoospermie; die niedrigsten AMH-Werte korrelierten am besten mit den Spermienveränderungen [s79].
Leitlinien, Register, Datenbanken. Eine italienische Leitlinie zum Thema wurde nicht gefunden. Eine inhaltliche Suche auf den Seiten der Società Italiana di Andrologia war nicht möglich: Die Seite war erreichbar, bot aber keine nutzbare Suche, und eine zweite Adresse war nicht erreichbar. Ein nationales Register mit Samenbezug wurde nicht gefunden. Die italienische Lücke ist daher teils eine Zugangslücke der Recherche.
Portugiesisch
Keine auswertbare Literatur gefunden. Es fand sich keine portugiesischsprachige Quelle mit Abstract zu Samenqualität bei diesen Erkrankungen. In Crossref (SciELO-Präfix 10.1590) kamen für „lesão medular“ und „esclerose múltipla“ in Verbindung mit Sperma und Fertilität nur Arbeiten zu Schmerz, Lebensqualität oder Physiotherapie vor. Ein brasilianisches Dissertationsverzeichnis der Universidade de São Paulo enthielt eine Arbeit zur sexuellen Dysfunktion bei Männern mit Rückenmarksverletzung, deren Seite sich nicht abrufen ließ; sie ist deshalb nicht als Quelle geführt, und ihr Inhalt ist unbekannt.
Zugang. SciELO (search.scielo.org) und LILACS (BVS-Portal) waren durch Sicherheitsabfragen blockiert; die Programmierschnittstelle der BVS verlangte einen Schlüssel. Als Ersatz blieben nur Crossref-Abfragen mit SciELO-Präfixen. Die portugiesische Lücke ist damit vor allem eine Zugangslücke: Aus dem Fehlen von Treffern darf nicht geschlossen werden, dass es keine portugiesischsprachigen Studien gibt. Leitlinien, Register oder Kohorten aus Brasilien oder Portugal wurden nicht gefunden. Die portugiesische Sprachgruppe trägt somit zu diesem Kapitel nichts Inhaltliches bei, und jede Aussage über Brasilien oder Portugal bleibt offen.
Spanisch
Drei Quellen in spanischer Sprache, dazu spanische Gruppen auf Englisch. Der spanische Sprachraum liefert drei Quellen in der Landessprache. Die älteste ist ein Übersichtsartikel von 1993 in der Zeitschrift Rehabilitación, „Lesión medular e infertilidad masculina“ (Rückenmarksverletzung und männliche Infertilität). Laut Abstract sind die Fertilitätsstörungen nach Rückenmarksverletzung schwer, Schwangerschaften nach erworbener Paraplegie oder Tetraplegie selten, und das Interesse an Untersuchung und Behandlung sei gewachsen; Zahlen enthält der Abstract nicht [s189]. Sie zeigt, dass das Thema im spanischen Raum seit den frühen 1990er Jahren behandelt wird.
Die zweite ist eine Doktorarbeit der Universität Salamanca (2013): eine Fall-Kontroll-Studie an 187 Männern, die wegen sexueller Dysfunktion urologisch beurteilt wurden. Männer mit traumatischer Rückenmarksverletzung hatten signifikant häufiger Ejakulationsstörungen, die Kontrollen häufiger verminderte Lust, erektile Dysfunktion und vorzeitige Ejakulation und höhere Angst- und Depressionswerte [s129]. Die Samenqualität wurde im Abstract nicht untersucht; die Arbeit belegt die Häufigkeit von Ejakulationsstörungen, nicht Spermienparameter, und die Kontrollgruppe hatte ein anderes Alter und eine eigene Dysfunktion.
Die dritte ist ein Dokument der Kommission für Andrologie und assistierte Reproduktion der spanischen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin (SEQC-ML) zur Gewinnung von Spermien aus dem Urin bei retrograder Ejakulation, erschienen 2024 in Advances in Laboratory Medicine. Es beschreibt Definition und Diagnose, die Aufbereitung der Spermien und ihre Verwendung in der assistierten Reproduktion; es fehle Konsens über genaue Diagnosekriterien, und ein bedeutender Teil der Patienten bleibe wahrscheinlich undiagnostiziert. Neurogene Ursachen werden im Abstract nicht aufgeschlüsselt [s52]. Es ist das einzige Konsensdokument einer spanischsprachigen Fachgesellschaft im Material und nur für die Diagnostik der retrograden Ejakulation einschlägig, wie sie bei Diabetes und SCI vorkommt.
Spanische Kohorten in englischen Zeitschriften. Die substanziellsten spanischen Beiträge erschienen auf Englisch. Eine Gruppe aus Toledo und Madrid verglich 27 Männer mit SCI (Vibrationsstimulation) mit 10 normozoospermen Spendern: schlechtere progressive Beweglichkeit (p = 0,0002), höhere DNA-Fragmentation (p < 0,00005) und mehr Leukozytospermie (p < 0,00005); die Abstinenzzeit korrelierte positiv mit der DNA-Fragmentation (r = 0,486; p = 0,041), und die Autoren vermuten eine Ansammlung und einen Zerfall von Spermien im Cauda epididymidis [s84]. Dieselbe Gruppe fand mit dem TwoTails-Comet-Assay bei 20 Männern mit SCI einen Anteil von Doppelstrangbrüchen von median 57,5 % gegenüber 4,6 % bei 27 Normozoospermen und eine hohe DNase-Aktivität im Samenplasma [s59], und in einer deskriptiven Studie an je 15 Männern eine zellfreie DNA-Bande bei etwa 150 Basenpaaren in allen SCI-Proben, wobei die DNase aktiv war, die Bande aber nicht verdaute [s66]. Die Kontrollen sind Spender, keine altersgleichen Männer ohne SCI mit gleichem Gewinnungsweg. Weitere Dialnet-Treffer (Kapitel zu Sexualität und Fertilität bei Personen mit Rückenmarksverletzung) hatten im abgerufenen Eintrag keinen Abstract und sind deshalb nicht aufgenommen.
Datenbanken. Dialnet war zeitweise durch ein Abfragelimit gesperrt (Fehler 503) und nach Pausen erreichbar; LILACS war blockiert (siehe Portugiesisch). Leitlinien zur Samenqualität bei diesen Erkrankungen und Register aus Spanien oder Lateinamerika wurden nicht gefunden.
Chinesisch
Zuschnitt des Raums. Dem chinesischen Sprachraum sind hier Festland-China, Taiwan und Hongkong zugerechnet, obwohl Taiwan ein eigenes Gesundheitswesen hat. Die Arbeiten stammen überwiegend aus den letzten fünf Jahren und erschienen größtenteils auf Englisch in internationalen Zeitschriften. Die chinesischsprachigen Beiträge in Zeitschriften wie Zhonghua Nan Ke Xue (Chinesische Zeitschrift für Andrologie), Zhonghua Yi Xue Yi Chuan Xue Za Zhi und Fa Yi Xue Za Zhi sind überwiegend Übersichten, Tierversuche und ein Fallbericht; Samenanalysen bei neurologischen Patienten fehlen in dieser Gruppe.
Laborstudien zur Samenqualität bei SCI. Die Arbeitsgruppe aus Shandong lieferte zwei Laborvergleiche mit demselben Kontrollkollektiv von 16 Spendern. In der ersten wurden 12 infertile Männer mit SCI (perkutane Vasalspermien-Aspiration), 14 Männer mit SCI (Vibrationsstimulation) und die Spender verglichen: Beweglichkeit, normale Morphologie, hypoosmotischer Schwelltest und DNA-Fragmentierung unterschieden sich signifikant (P < 0,05 und P < 0,01); die Vorwärtsbeweglichkeit war in der Aspirationsgruppe größer als in der Vibrationsgruppe (P < 0,01), die DNA-Fragmentierung dort niedriger (P < 0,05). Die Aneuploidieraten lagen für die Chromosomen 13, 18 und 21 um das 1,5- bis 1,6-Fache, für X und Y um das 2,3- bis 2,4-Fache über der Kontrolle (P < 0,001); im Ejakulat der Vibrationsgruppe fanden sich 1 bis 12 Millionen Rundzellen pro Milliliter [s139]. In der zweiten Arbeit wurden 18 infertile Männer mit SCI (Vibration) mit 14 Männern mit psychogener Anejakulation (Aspiration) verglichen; die Aneuploidie bei SCI war 2,4-fach (13, 18, 21) beziehungsweise 2,2-fach (X, Y) erhöht (P < 0,0001) [s140]. Die Autoren lassen offen, ob erhöhte Hodentemperatur, Harnwegsinfektion oder andere Faktoren ursächlich sind. Methodisch sind Erkrankung und Gewinnungsweg nicht zu trennen, die Gruppen sind sehr klein, und die gemeinsamen Kontrollen machen die beiden Studien zu keiner unabhängigen Replikation.
Sexualfunktion nach Wirbelsäulenverletzung aus der Orthopädie. Aus dem Peking-Universitäts-Dritten-Krankenhaus stammen zwei Verlaufsstudien, die nur Erektion und Ejakulationskontrolle betrachten. Bei 187 Männern mit zervikaler Rückenmarksverletzung ohne Fraktur oder Luxation (Nachbeobachtung im Median 57 Monate) lagen zu Beginn bei 97,3 % eine Erektionsstörung und bei 86,6 % eine Ejakulationsstörung vor; nach 2 Jahren stieg der IIEF-5 im Mittel von 10,24 auf 16,20 (P < 0,05), und die Ejakulationskontrolle normalisierte sich bei 87,7 % [s11]. Bei 117 Männern mit Brust- oder Lendenwirbelfraktur und inkompletter SCI sank der IIEF-5 von 19,5 ± 6,4 vor der Verletzung auf 8,7 ± 8,0 danach und stieg nach zwei Jahren auf 17,5 ± 7,1; etwa 70 % erreichten wieder das Niveau vor der Verletzung [s28]. Beide Studien enthalten keine Samenanalyse; der Abstract unterscheidet außerdem nicht, ob mit „Ejakulationsstörung“ vorzeitige Ejakulation oder Anejakulation gemeint ist, sodass die Ergebnisse nicht auf die Fähigkeit zur Samengewinnung übertragbar sind [s11].
Assistierte Reproduktion. Aus Zhejiang berichtet eine Fallserie über 9 Männer mit hoher Paraplegie: Spermien wurden bei allen gewonnen, 6 Paare (66,7 %) erreichten Schwangerschaft und Lebendgeburt [s43]. Aus Taiwan stammen drei Arbeiten derselben Gruppe der Nationalen Taiwan-Universitätsklinik: eine prospektive Studie an 10 infertilen Männern mit SCI, in der die kumulative Schwangerschaftsrate je Paar 80 % betrug (8 von 10) und die Autoren Befruchtungs- und Schwangerschaftsraten der ICSI-Zyklen als vergleichbar mit denen von Männern ohne SCI beschreiben, ohne dass das Abstract einen statistischen Test nennt [s170], sowie zwei Fallberichte, einer über eine Schwangerschaft aus aufgetauten Spermien mit 1 % Beweglichkeit nach Vasalaspiration (Zwillingsgeburt) [s176] und einer über ein Paar, bei dem beide Partner querschnittgelähmt waren, mit Geburt eines gesunden Mädchens nach ICSI mit aufgetauten Spermien [s165]. Die drei Arbeiten sind nicht unabhängig.
Tierversuche und Grundlagen. Aus Guangdong stammt ein Rattenversuch, nach dem im Hoden nach SCI Stickstoffmonoxid erhöht war und M1-Makrophagen die Hauptquelle waren; NO-Abfangen stellte Lipophagie und Testosteron wieder her und verbesserte in vivo die Spermatogenese. Der Abstract nennt keine Tierzahlen; es sind reine Tierdaten [s54]. Chinesischsprachige Übersichten beschreiben das spinale Gastrin-releasing-Peptid-System (Neurone im oberen Lendenmark L3 und L4 projizieren zum unteren Lendenmark L5 und L6) [s120] und die Penisvibration sowie Elektroejakulation, wobei rund 80 % der Männer mit Ejakulationsstörung bei intaktem Reflexbogen oberhalb von Th10 mit Vibration antegrad ejakulieren könnten (Aussage der Übersicht) [s166]. Eine Übersicht zur Genitalsensibilität nach SCI [s85] und eine systematische Übersicht zu Lumbosakral-Erkrankungen und Ejakulationsstörung (24 Studien, PROSPERO-registriert; Bandscheibenvorfall, Cauda-equina-Syndrom, Spinalkanalstenose und andere; kausaler Zusammenhang unbewiesen) betreffen die Ejakulationsfunktion, nicht die Samenqualität [s06]. Eine Einzelzentrum-Studie mit dynamischer transrektaler Sonographie bei 20 Männern mit kompletter retrograder Ejakulation (10 Diabetes, 10 Harnröhrenstriktur) leitet für SCI nur literaturbasiert einen Funktionstyp ab; für SCI wurden keine eigenen Patienten untersucht [s02].
Multiple Sklerose: Mendelsche Randomisierung. Bei MS stammen die einzigen chinesischen Beiträge aus einer Methodik, die in der chinesischen Literatur stark verbreitet ist. Eine bidirektionale Zwei-Stichproben-Mendelsche Randomisierung (Shanxi) fand einen kausalen Zusammenhang zwischen MS und „abnormen Spermien“ mit einer Odds Ratio von 1,090 (95-%-KI 1,017 bis 1,168; p = 0,014) [s49]. Der Effekt ist klein, das Intervall liegt nahe an 1, und „abnorme Spermien“ ist ein breiter, im Abstract nicht definierter Endpunkt; genomweite Assoziationsdaten bilden die klinische Samenanalyse nicht ab. Ein zeitgleich erschienener Brief aus Wenzhou zur Gegenrichtung (männliche Infertilität als Risikofaktor für MS) berichtet laut Titel keinen direkten Zusammenhang; ein Abstract war nicht abrufbar, deshalb wird er nur erwähnt. Eine narrative Übersicht eines reproduktionsmedizinischen Zentrums nennt erektile Dysfunktion, Ejakulationsstörungen, verminderte Libido, verminderte Spermienqualität und eingeschränkte Fertilität bei MS, ohne Zahlen [s55]. Eine Mendelsche Randomisierung zu Schlaganfall fand für männliche Infertilität ein niedrigeres Risiko für Schlaganfall durch Erkrankung der kleinen Gefäße (OR 0,82; 95-%-KI 0,68 bis 0,99; p = 0,044), ein fragiler Befund in umgekehrter Fragerichtung [s53]. Eine Studie zur Myasthenia gravis fand bei 158 Patienten sexuelle Dysfunktion bei Frauen in 48,11 % gegenüber 22,64 %; sie stützt sich überwiegend auf Frauen und erhob keine Samenparameter [s73]. Ein Fallbericht aus Yantai beschreibt bei einem Mann mit Kennedy-Krankheit (52 CAG-Wiederholungen im Androgenrezeptor-Gen) eine nichtobstruktive Azoospermie als Erstsymptom [s25].
Diabetes und Neuropathie. Aus Baoding stammt eine retrospektive Studie an 115 Diabetikern mit retrograder Ejakulation: 80,0 % mit vollständiger retrograder Ejakulation, 54,8 % mit mittelschwerer bis schwerer erektiler Dysfunktion und 39,1 % mit Anorgasmie; Typ-1-Diabetiker hatten häufiger Anorgasmie (65,5 % gegenüber 30,2 %). Es gibt keine Samenparameter, und die Neuropathie wurde nicht gemessen [s12]. Aus Jinan stammt eine Serie an 21 anejakulatorischen Diabetikern mit Befruchtungsraten von 78,3 % (retrograde Gewinnung) gegenüber 66,6 % (Prostatamassage) bei sehr kleinen Gruppen [s121]. Aus Xi'an kommt eine Kohorte mit 1219 Männern mit Azoospermie oder retrograder Ejakulation, darunter 54 mit Typ-2-Diabetes; Embryo- und Schwangerschaftsparameter unterschieden sich nicht signifikant, die Fehlgeburtsrate war mit 20,83 % gegenüber 8,88 % nominell höher, aber nicht signifikant [s82]. Ein Rattenversuch mit Streptozotocin zeigte in der Samenblase weniger glatte Muskelzellen und eine Verschiebung von Nervenwachstumsfaktor und M3-Rezeptor (beide P < 0,01), als Hinweis auf eine autonome Neuropathie der Samenblase, ohne Samenparameter [s141]. Eine chinesischsprachige Kurzübersicht zur peripheren Nervenverletzung enthält keine Daten [s162].
Parkinson. Aus dem chinesischen Raum liegt keine Parkinson-Studie mit Samenbezug vor.
Leitlinien, Register, Datenbanken. Leitlinien mit Aussagen zur Samenqualität bei diesen Erkrankungen und Register mit Samenbezug wurden nicht gefunden. CNKI war nicht erreichbar (keine Verbindung), Wanfang lieferte nur ein per JavaScript aufgebautes Gerüst ohne Trefferliste. Die chinesische Inlandsliteratur ohne PubMed-Indexierung konnte also nicht durchsucht werden; Studien, die nur dort erscheinen, fehlen. Erfasst wurden stattdessen die in PubMed indizierten chinesischsprachigen Zeitschriften über Europe PMC und die E-utilities; die Sprachsuche ergab 91 Treffer für SCI-Begriffe, überwiegend zu vorzeitiger Ejakulation und zu Arzneipflanzen, die nicht einschlägig waren.
Japanisch
Die älteste und konsistenteste Linie außerhalb des Englischen. Elektroejakulation, intrathekales Neostigmin, TESE und ICSI bei SCI werden aus Japan seit den späten 1980er Jahren berichtet. Mehrere Beiträge liegen nur auf Japanisch vor und sind ohne Japanischkenntnis international praktisch unsichtbar. Die Kohorten stammen aus wenigen Zentren (Nara, Osaka, Dokkyo, Fukuoka).
Frühe Befunde zu Samen und Hormonen. Mikuriya und Kollegen (1990, Nihon Hinyokika Gakkai Zasshi; Titel „脊髄損傷患者の生殖機能の検討“, deutsch „Untersuchung der Fortpflanzungsfunktion bei Patienten mit Rückenmarksverletzung“) fanden bei 18 Patienten mit kompletter, 5 mit inkompletter Verletzung und 3 mit „Dyspermatismus“ eine relativ hohe Spermienzahl bei in allen Gruppen verminderter Beweglichkeit und den höchsten Anteil missgebildeter Spermien bei kompletter Verletzung; FSH war im akuten (27 Patienten) und chronischen Stadium (47 Patienten) niedrig, Testosteron bei allen acht Verlaufsfällen erhöht, und die Autoren schließen auf eine vorübergehende Störung der Leydig-Zellfunktion. Es gibt keine Kontrollgruppe und keine Zahlenwerte im Abstract [s190]. Kaneko und Miyazaki (1993; „電気刺激による射精障害患者からの精液採取法の研究“, „Untersuchung der Samengewinnung durch elektrische Stimulation bei Patienten mit Ejakulationsstörung“) gewannen Samen bei 11 von 18 Patienten mit der Brindley-Technik und bei 24 von 29 mit der Seager-Technik; die Gesamtspermienzahl nahm mit zunehmendem Abstand von der Verletzung ab, und auch im ersten Monat nach der Verletzung war die Beweglichkeit niedrig, was die Autoren als frühe Funktionsstörung von Hoden und Nebenhoden deuten [s188]. In vitro schädigte die klinische rektale Elektroejakulation die Beweglichkeit außerhalb des Elektrodenbereichs nach einer Laborstudie nicht (Aussage der Autoren; Probenzahl nicht genannt) [s173].
Elektroejakulation in Serien. Momose und Kollegen (1995): 328 Versuche bei 53 Patienten, antegrade Ejakulation bei 46 (86,8 %), bei Blasenlähmung vom Typ „oberes Motoneuron“ 93 % gegenüber 63,6 % beim Typ „unteres Motoneuron“ (P < 0,05); die Beweglichkeit lag im Mittel bei nur 17,2 %; zwei Geburten nach 54 Inseminationen bei 11 Ehefrauen [s183]. Yamamoto und Kollegen (1997): 69 Patienten, antegrade Ejakulation bei 60 (86,9 %); Volumen im Mittel 1,0 ml, Konzentration im Mittel 40,3 Millionen pro ml, Beweglichkeit im Mittel 9,4 %; in 87 Anwendungen bei 15 Paaren 4 Schwangerschaften mit 3 Lebendgeburten [s180]. Dieselbe Gruppe berichtete einen Einzelfall eines Tetraplegikers mit ICSI [s181]. Die Berichte können dieselben Patienten enthalten und sind nicht unabhängig.
Operative Gewinnung und ICSI. Iwahata und Kollegen (Dokkyo): Spermiengewinnung durch TESE bei 42 von 52 Männern (80,7 %), ICSI bei 37 mit Schwangerschaft bei 32 (86,5 %) und Baby-take-home-Rate 70,2 %; bei erfolgreicher Gewinnung waren Hodenvolumen größer, die Zeit seit der Verletzung kürzer und LH und FSH niedriger, FSH mit der stärksten Assoziation; bei Verletzung vor höchstens 12 Jahren war die Gewinnungsrate besser (P = 0,045) [s108]. Makino und Kollegen (private Kinderwunschklinik in Fukuoka, 2010 bis 2023): Nebenhoden-Spermienaspiration bei 69 Männern, Spermien bei 42 (60,9 %), medianes FSH 4,6 gegenüber 12,9 mIU/ml bei Misserfolg, Grenzwert 5,95; bei 35 Männern mit assistierter Reproduktion 56 klinische Schwangerschaften und 45 Lebendgeburten in 146 Transferzyklen [s13]. Kanto und Kollegen: Hodenspermien bei 19 von 22 Männern (86 %), Schwangerschaftsrate je Paar 74 %, je ICSI 54 %; bei SCI war die Rate je Zyklus mit frischen Hodenspermien höher als mit aufgetauten (64 % gegenüber 25 %), bei obstruktiver Azoospermie nicht (76 % gegenüber 63 %) [s147]. Hibi und Kollegen: retrograde Vasalspermien-Aspiration bei 8 Patienten, bei allen ausreichend bewegliche Spermien, sechs Geburten gesunder Kinder [s153]. Komiya und Kollegen (2004; „男性脊髄損傷患者に対する不妊治療の成績“): 16 Männer, 14 Schwangerschaften bei 10 Paaren, 11 Lebendgeburten bei 7 Paaren [s168]. Okada und Kollegen fanden bei 30 SCI-Patienten, von denen 10 über zwei Jahre Mirabegron einnahmen, keinen Unterschied der Gewinnungsrate (P = 0,083) und histologisch eine bessere Spermatogenese (P < 0,05), nicht randomisiert [s72].
Fallberichte als Zeitdokumente. Hazama und Kollegen (1988) berichten von einem seit 1971 komplett Querschnittgelähmten, dessen zehnter Versuch nach intrathekalem Neostigmin 3 ml Samen mit 240 Millionen Spermien pro ml bei 5 % Beweglichkeit lieferte und zur Geburt eines Mädchens führte; es sei der vierte entsprechende Fall in der japanischen Literatur [s192]. Weitere Fälle: ein Paar mit SCI und Drillingsgeburt nach IVF (Ejakulatvolumen 4,5 ml, 33 Millionen/ml, 33 % Beweglichkeit) [s177], ein Mann mit Klinefelter-Syndrom und SCI [s171], ein Schwangerschaftsfall nach intrakavernöser Papaverin-Injektion [s185] und ein Fallbericht zur TESE bei einem unverheirateten Mann (2025), bei dem die Kosten wegen des Zwecks der Konservierung nicht von der Krankenversicherung gedeckt wurden [s39].
MS, Parkinson, Neuropathie, andere Erkrankungen. Zu MS fanden sich keine Samenanalysen aus Japan: Die J-STAGE-Suche mit „多発性硬化症 精子“ und „多発性硬化症 精液“ ergab 104 und 36 Treffer ohne einschlägigen Beitrag zur Samenqualität, die CiNii-Suche nach „多発性硬化症 精子“ 0 Treffer. Zu Parkinson liegt eine Fragebogenstudie aus Chiba mit 115 Parkinson-Patienten (52 Männer) und 391 Kontrollen vor: Bei Männern waren Libido (83 %), Geschlechtsverkehr (88 %), Orgasmus (87 %), Erektion (79 %) und Ejakulation (79 %) häufiger vermindert; die Kontrollen waren im Mittel 11 Jahre jünger, Medikamenteneffekte sind nicht abgrenzbar, und es gibt keine Samenanalyse [s172]. Ein Kongressabstract zu einer transgenen Mauslinie mit Parkinson-ähnlichen Symptomen und Unfruchtbarkeit (Spermatogenese im Spermatozytenstadium arretiert) führt beides auf den Verlust des Gens Ugt8a zurück und ist daher kein Befund zur Parkinson-Krankheit des Menschen [s86]. Eine Fragebogenstudie an 26 antwortenden Männern mit Spina bifida (von 36 angeschrieben) fand Ejakulation bei 88 % [s164]; ein Einzelfall mit Spina bifida zeigte verminderte Samenmenge, Spermiendichte und Beweglichkeit und führte mit ICSI zu einem gesunden Kind [s80]. Grundlagenübersichten aus Japan [s122] und eine Übersicht zu urogenitalen Störungen bei neurologischen Erkrankungen [s17] enthalten keine Samendaten.
Nicht auswertbare Titel. J-STAGE und CiNii lieferten weitere Titel ohne abrufbares Abstract, darunter Studien zu jahreszeitlichen Schwankungen der Samenbefunde bei SCI-Patienten (2005), zur Verbesserung der Samenbefunde durch wiederholte Elektroejakulation (2006), zum Nutzen der Hodenbiopsie (1996) sowie zu MESA/TESE-Ergebnissen (2003). Sie sind nicht als Quellen geführt, weisen aber darauf hin, dass die japanische Fachliteratur zu Samenbefunden bei SCI umfangreicher ist, als die abrufbaren Abstracts zeigen.
Leitlinien, Register, Datenbanken. Eine japanische Leitlinie mit Aussagen zur Samenqualität bei diesen Erkrankungen und ein Register wurden nicht gefunden. J-STAGE war erreichbar (Abstracts nur auf einem Teil der Artikelseiten), die CiNii-Opensearch-Schnittstelle lieferte nur Titel.