Akrosom: Kappenartige Struktur am Spermienkopf, die für die Befruchtung wichtig ist.
Amiodaron: Arzneimittel, das in einer kleinen Studie bei drei von acht Männern mit primärer Hypothyreose als Ursache der Hypothyreose genannt wird [s184].
AMH (Anti-Müller-Hormon): In den Sertoli-Zellen gebildetes Hormon; in einigen Studien als Marker der Hodenfunktion gemessen.
Asthenozoospermie: Verminderte Beweglichkeit der Spermien im Ejakulat.
Azoospermie: Fehlen von Spermien im Ejakulat; nicht obstruktiv bei gestörter Spermienbildung, obstruktiv bei Verschluss der Samenwege.
Carbimazol, Methimazol (Thiamazol), Propylthiouracil (PTU): Medikamente, die die Schilddrüsenhormonbildung hemmen (Thyreostatika); in Tierversuchen zur Erzeugung einer Hypothyreose genutzt.
Comet-Test: Labormethode zum Nachweis von DNA-Strangbrüchen in einzelnen Zellen.
DFI (DNA-Fragmentierungsindex): Anteil der Spermien mit geschädigter DNA, in Prozent; je nach Methode (zum Beispiel Sperm-Chromatin-Dispersion, SCSA, TUNEL) bestimmt.
Euthyreose: Normale Schilddrüsenfunktion.
FSH (follikelstimulierendes Hormon): Hypophysenhormon, das die Spermienbildung anregt; steigt bei Schädigung des Keimepithels häufig an.
fT3, fT4 (freies Trijodthyronin, freies Thyroxin): Nicht an Eiweiß gebundene, wirksame Schilddrüsenhormone im Blut.
Graves-Krankheit (Morbus Basedow): Autoimmunerkrankung mit Überfunktion der Schilddrüse.
Hashimoto-Thyreoiditis: Autoimmune Schilddrüsenentzündung, die mit einer Unterfunktion einhergehen kann; meist mit Antikörpern gegen Thyreoperoxidase (TPO) verbunden.
hCG-Test, GnRH-Test, TRH-Test: Funktionstests, bei denen die Antwort von Hoden beziehungsweise Hypophyse auf einen Reiz gemessen wird.
Hypospermie: Verminderte Ejakulatmenge.
Hypothyreose: Schilddrüsenunterfunktion; manifest bei erhöhtem TSH und erniedrigtem fT4, subklinisch bei erhöhtem TSH und normalem fT4.
Hyperthyreose, Thyreotoxikose: Überfunktion der Schilddrüse beziehungsweise deren klinische Folge durch zu viel Schilddrüsenhormon; subklinisch bei erniedrigtem TSH und normalem fT3 und fT4.
IIEF-5, IIEF-15, SHIM: Fragebögen zur erektilen Funktion; höhere Werte bedeuten bessere Funktion.
Inhibin B: Von den Sertoli-Zellen gebildetes Hormon, das die FSH-Freisetzung hemmt; gilt als Marker der Spermienbildung.
Johnsen-Score: Histologische Bewertung der Spermatogenese in Hodenschnitten.
Leydig-Zellen: Hodenzellen, die Testosteron bilden.
LH (luteinisierendes Hormon): Hypophysenhormon, das die Testosteronbildung in den Leydig-Zellen anregt.
Mendelsche Randomisierung: Methode, die genetische Varianten als Ersatz für eine Exposition nutzt, um ursächliche Zusammenhänge von Störfaktoren und umgekehrter Kausalität besser zu trennen.
MDA (Malondialdehyd): Marker der Lipidperoxidation und damit des oxidativen Stresses.
Metaanalyse, Umbrella-Review, Scoping Review: Zusammenfassende Arbeiten; die Metaanalyse fasst Ergebnisse mehrerer Studien statistisch zusammen, der Umbrella-Review mehrere Metaanalysen und Übersichten, das Scoping Review kartiert einen Forschungsstand ohne statistische Zusammenfassung.
Oligozoospermie: Verminderte Spermienkonzentration.
Odds Ratio (OR): Maß für das Chancenverhältnis zwischen zwei Gruppen; 1 bedeutet keinen Unterschied.
Radiojod (Jod-131): Radioaktives Jodisotop zur Behandlung von Schilddrüsenkarzinom und Hyperthyreose; die Aktivität wird in den Studien in GBq oder mCi angegeben.
Sertoli-Zellen: Stützzellen im Hoden, die die Keimzellen ernähren und deren Reifung steuern.
SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin): Transporteiweiß für Testosteron und Östradiol; ein hoher Wert senkt den freien Anteil.
Spermatogenese: Bildung der Spermien im Hoden; ein Spermatogenesezyklus ist der Zeitraum, den die Bildung einer Spermiengeneration braucht.
Teratozoospermie: Erhöhter Anteil von Spermien mit veränderter Form, zum Beispiel Kopf-, Mittelstück- oder Flagellumdefekten.
TPO-Antikörper, TAI (Schilddrüsenautoimmunität): Antikörper gegen die Thyreoperoxidase; Marker einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung.
TSH (Thyreotropin): Hypophysenhormon, das die Schilddrüse steuert; bei Unterfunktion erhöht, bei Überfunktion erniedrigt.
WHO-Handbuch: Standardwerk zur Untersuchung des Ejakulats; die Auflagen nutzen unterschiedliche Referenzwerte, in den Studien dieses Kapitels kommen die 4. und 5. Auflage sowie die Klassifikation von 2021 vor.