Schilddrüsenerkrankungen und Spermienqualität · Kapitel 6 von 21 · Studienlage: Beobachtungsstudien

Hypothyreose beim Mann: klinische Serien mit Samenanalyse und Subklinische Hypothyreose und Schilddrüsenwerte innerhalb der Referenzbereiche: Querschnitts- und Kohortenstudien

Hypothyreose beim Mann: klinische Serien mit Samenanalyse

Bei der Hypothyreose ist das Bild uneinheitlicher als bei der Hyperthyreose. Kontrollierte Serien mit Samenanalyse sind selten und klein; die Befunde reichen von einer Morphologiestörung [s130] über Beweglichkeits- und Volumenminderung [s180, s60] bis zu hohen Raten von Asthenozoospermie in unkontrollierten Gruppen [s93, s107].

Wortsman, Rosner und Dufau 1987 [s184]. Abnormal testicular function in men with primary hypothyroidism, American Journal of Medicine (im Datensatz kein Affiliationseintrag, Land unbekannt). Acht konsekutive Männer mit primärer Hypothyreose (fünf Autoimmunthyreoiditis, drei Amiodaron-induziert). Alle hatten eine Impotenz, die dem Beginn der Hypothyreose vorausging und unter Schilddrüsentherapie nicht besserte. Fünf zeigten einen hypergonadotropen Zustand, drei einen hypogonadotropen Hypogonadismus. Die LH-Bioaktivität war bei sechs vermindert, Testosteron und Testosteron-Östradiol-bindendes Globulin bei vier erniedrigt. Die Autoren sprechen von häufigen Gonadenfunktionsstörungen bei primärer Hypothyreose. Schwächen: n = 8, keine Kontrollgruppe, keine Spermiogramme im Abstract, gemischte Ursachen einschließlich Medikamenten, Auswahl über Impotenz als Vorstellungsgrund.

Corrales Hernández, Miralles García und García Díez 1990 [s180]. Primary hypothyroidism and human spermatogenesis, Archives of Andrology (Salamanca, Spanien). Zehn Männer mit bekannter primärer Hypothyreose, bei denen durch Absetzen oder Reduktion von Levothyroxin über mindestens einen Spermatogenesezyklus eine Hypothyreose induziert wurde, gegen 16 fertile Kontrollen. Ejakulatvolumen (p < 0,05), progressive Vorwärtsbeweglichkeit (p < 0,01) und der kumulative Anteil beweglicher Formen (p < 0,01) waren leicht vermindert; Dichte und Anteil normaler Formen nicht. Testosteron und Gonadotropine waren unverändert; die Induktion der Hypothyreose änderte Samen- und Hormonwerte gegenüber dem euthyreoten Zustand nicht. Die Autoren folgern, dass eine kurzfristige postpubertäre Hypothyreose keine für Infertilität ausreichende Veränderung verursache. Stärke: kontrollierter Vorher-nachher-Ansatz mit gezielt induzierter Hypothyreose. Schwächen: n = 10, nur Männer mit vorbestehender, behandelter Hypothyreose, Dauer der induzierten Hypothyreose nur etwa ein Spermatogenesezyklus. Die Studie ist ein Gegengewicht zu späteren Befunden, weil sie keine Veränderung der Morphologie fand.

Krassas, Papadopoulou, Tziomalos et al. 2008 [s130]. Hypothyroidism has an adverse effect on human spermatogenesis: a prospective, controlled study, Thyroid (Thessaloniki, Griechenland). Kontrollierte klinische Studie mit 25 hypothyreoten Männern und 15 Normalpersonen; Samenanalyse, Fruktose, saure Phosphatase, Teratozoospermie-Index (TZI) und Acridinorange-Test (zur Prüfung der DNA-Integrität) vor und 6 bis 9 Monate nach Beginn der Levothyroxinbehandlung. Die Morphologie war der einzige Parameter mit signifikantem Unterschied zu Kontrollen (p < 0,0001) und besserte sich unter Behandlung (p < 0,001). Die Beweglichkeit war vor der Behandlung ebenfalls geringer und besserte sich, aber nicht signifikant. Der TZI korrelierte mit fT4. Die Autoren empfehlen ein Screening auf Schilddrüsenfunktionsstörungen bei Männern mit Spermatogenesestörung (Schlussfolgerung der Autoren). Stärken: prospektiv, Behandlungseffekt, zusätzliche Funktionstests. Schwächen: nicht randomisiert, kleine Gruppen, keine Konfidenzintervalle im Abstract, Spontanverlauf und Erneuerung der Spermatogenese in 6 bis 9 Monaten nicht trennbar. Zusammen mit [s162] ist dies die Grundlage der später verbreiteten Aussage, die Hypothyreose beeinträchtige die Morphologie.

Nikoobakht, Aloosh, Nikoobakht et al. 2012 [s114]. The role of hypothyroidism in male infertility and erectile dysfunction, Urology Journal (Teheran, Iran). 24 Männer mit Hypothyreose und 66 gesunde Männer; gemessen wurden TSH, T4, FSH, LH, Prolaktin, Testosteron, die Samenanalyse und der IIEF-5. Der mittlere IIEF-5 betrug 11,75 (95-%-KI 9,70 bis 13,79) gegenüber 20,81 (95-%-KI 20,02 bis 21,60; p = 0,005). Prolaktin und Samenparameter unterschieden sich signifikant (p < 0,001). Die Autoren sehen eine Beeinträchtigung von Spermienzahl, Morphologie und Beweglichkeit und empfehlen die Bestimmung der Schilddrüsenhormone bei Spermienanomalien mit erektiler Dysfunktion (Empfehlung der Autoren). Schwächen: Querschnitt; Angaben zu Adjustierung, Rekrutierung und konkreten Samenwerten fehlen im Abstract; mit Prolaktin ist ein Störfaktor mitverändert.

Ambigapathy, Kamalanathan, Sahoo et al. 2020 [s60]. Effect of Thyroxine Replacement on Leydig Cell and Sertoli Cell Function in Men with Hypothyroidism, Indian Journal of Endocrinology and Metabolism (Puducherry, Indien). 40 therapienaive Männer mit manifester primärer Hypothyreose; Hormone einschließlich Inhibin B und INSL3, Spermiogramm nach WHO 2010 bei 37 Männern, Fragebögen (ADAM, ASEX); Neubewertung nach sechs Monaten Euthyreose unter Levothyroxin. Ausgangswerte: 72,5 % mit niedrigem Testosteron (< 230 ng/dl), 67,56 % mit niedriger Gesamtbeweglichkeit, 72,97 % mit niedriger progressiver Beweglichkeit, 80 % mit niedrigem ADAM-Wert, 72,72 % mit niedrigem ASEX-Wert; Prolaktin erhöht bei 32,5 %. Ein hypogonadotroper Hypogonadismus war häufiger als ein hypergonadotroper (89,66 % gegenüber 10,34 %). Alle Parameter besserten sich nach Euthyreose; INSL3 und LH stiegen signifikant, FSH und Inhibin B nicht. Die Autoren sehen die Leydig-Zell-Funktion stärker betroffen als die Sertoli-Zell-Funktion und bei den Spermienparametern vor allem die Beweglichkeit. Stärken: therapienaiv, Behandlungseffekt, umfassende Hormonachse. Schwächen: keine Kontrollgruppe, keine Randomisierung, Spontanverlauf nicht trennbar; die absoluten Mittelwerte der Spermienparameter nennt der Abstract nicht.

Welitschko und Mitarbeiter 2017 [s93] (Amurskij medicinskij zhurnal; russisch: Субклинический гипотиреоз - фактор мужского бесплодия, deutsch: Subklinische Hypothyreose als Faktor männlicher Unfruchtbarkeit; Blagoweschtschensk, Russland). Der Volltext wurde ausgewertet. Querschnittsvergleich: 21 Männer (22 bis 39 Jahre), die länger als ein Jahr in unfruchtbarer Partnerschaft lebten und bei denen anhand von Klinik, Schilddrüsensonographie, TSH und fT4 eine subklinische Hypothyreose festgestellt wurde; Kontrollgruppe waren 12 „praktisch gesunde" Männer gleichen Alters, deren Spermiogramm den WHO-Normwerten entsprach. Spermiogramm nach WHO; Testosteron, LH, FSH und Prolaktin per ELISA; Student-t-Test, Angaben als Mittelwert ± Fehler. Ergebnisse: TSH erhöht, fT4 trotz Lage im Referenzbereich signifikant niedriger als bei den Kontrollen. Testosteron erniedrigt (bei 43,2 % unter 12,0 nmol/l), das Verhältnis Testosteron/LH gegenüber der Kontrolle verringert, was die Autoren als verminderte Wirkung von LH auf die Hoden deuten. Die Hodenvolumina entsprachen der Norm. Die Spermienkonzentration lag bei den meisten Patienten im WHO-Normbereich, im Mittel aber signifikant unter der der Kontrollen. Der Anteil beweglicher und lebensfähiger Spermien lag im Mittel unter der Kontrolle und unter der unteren WHO-Grenze; eine Asthenozoospermie fand sich bei 78 %. Die Autoren folgern, dass bei subklinischer Hypothyreose im reproduktiven Alter ein Androgendefizit mit testikulärer Dysfunktion möglich sei. Schwächen: Der Volltext enthält keine Mittelwerte mit Streuung für die Spermienparameter, nur Richtungsangaben. Die Prozentwerte lassen sich bei n = 21 nicht als ganze Fälle darstellen (43,2 % entspräche 9,07 Männern, 78 % entspräche 16,4 Männern). Im Text widersprechen sich zwei Aussagen: Zunächst sinke das Testosteron „auf dem Hintergrund steigender FSH- und LH-Werte", wenige Zeilen später sollen FSH und LH sich nicht von der Kontrolle unterschieden haben (p > 0,05). Die Kontrollgruppe wurde nach normalem Spermiogramm ausgewählt, ein Unterschied bei Spermienparametern ist damit weitgehend vorprogrammiert (Auswahlverzerrung). Die Zusammenfassung des Artikels spricht von einer Literaturanalyse über zwölf Jahre, der Text berichtet eine Beobachtungsstudie; der Widerspruch bleibt ungeklärt.

Bondarenko und Spiwak 2014 [s107] (Mezhdunarodnyj endokrinologicheskij zhurnal; ukrainischer Originaltext, Zusammenfassungen auf Russisch und Englisch; Titel in russischer Übersetzung Опыт применения левотироксина и антиоксидантов при терапии бесплодия у мужчин, больных гипотиреозом, deutsch: Erfahrung mit Levothyroxin und Antioxidanzien bei der Behandlung der Unfruchtbarkeit bei Männern mit Hypothyreose; Ukraine). Der Volltext wurde ausgewertet. Vorher-nachher-Vergleich in Behandlungsgruppen ohne Placebo, nicht als randomisiert beschrieben.

Population. 84 infertile Männer (22 bis 44 Jahre) mit Schilddrüsenunterfunktion: 49 mit primärer, 35 mit subklinischer Hypothyreose. Primäre Hypothyreose: Gruppe 1 (n = 12, mit deutlich erhöhten Anti-TPO-Antikörpern) und Gruppe 2 (n = 20) erhielten Levothyroxin plus Selen (Cefasel 100 µg) plus Vitamin E (200 mg täglich) über drei Monate, Gruppe 3 (n = 17) nur Levothyroxin (50 bis 100 µg täglich). Subklinische Hypothyreose: 21 Männer nur Levothyroxin, 14 die Kombination. Das Spermiogramm wurde nach WHO beurteilt.

Hormone (vorher → nachher, Mittelwert ± Fehler). Primäre Hypothyreose, Gruppen 1/2/3: TSH 6,4 ± 0,3 → 2,5 ± 0,1; 6,2 ± 0,3 → 2,7 ± 0,1; 6,3 ± 0,8 → 2,7 ± 0,1 mIU/l; freies T4 6,3 → 14,2; 7,0 → 14,7; 7,0 → 14,6 pmol/l; Testosteron 11,3 ± 0,5 → 13,4 ± 0,3; 11,9 ± 0,7 → 13,9 ± 0,4; 11,2 ± 0,8 → 13,8 ± 0,5 nmol/l (alle signifikant). LH 7,6 → 5,8 und 6,5 → 4,8 IU/l (signifikant in den Kombinationsgruppen), in Gruppe 3 7,6 → 6,5 nicht signifikant. Verhältnis Testosteron/LH 1,69 → 2,53; 2,11 → 2,98 (signifikant); 1,85 → 2,36 (nicht signifikant). Subklinische Hypothyreose, Levothyroxin allein bzw. Kombination: TSH 5,2 → 2,5 und 5,5 → 2,6; Testosteron 13,0 ± 0,8 → 16,6 ± 0,7 und 13,8 ± 0,9 → 16,2 ± 0,5 nmol/l.

Spermiogramm (Normalisierung aller Parameter nach Behandlung).

Gruppepathologisch (%)Normozoospermie (%)
Primäre Hypothyreose, Gruppe 1 (n = 12)5050
Primäre Hypothyreose, Gruppe 2 (n = 20)2080
Primäre Hypothyreose, Gruppe 3, nur Levothyroxin (n = 17)58,841,2
Subklinisch, nur Levothyroxin (n = 21)47,652,4
Subklinisch, Kombination (n = 14)7,192,9 (p < 0,001)

Für den Vergleich Gruppe 2 gegen Gruppe 3 geben die Autoren χ² = 4,35 (p < 0,05) an, für Gruppe 1 gegen 2 χ² = 1,9 (p > 0,05), für die subklinische Gruppe χ² = 4,52 (p < 0,05). Vor der Behandlung bestand eine Asthenozoospermie bei 83,7 % (primäre) bzw. 85,7 % (subklinische Hypothyreose). In Gruppe 1 sank der Anti-TPO-Titer von 279,0 ± 27,3 auf 123,1 ± 11,9 IU/ml (p < 0,001), die Agglutination der Spermien von 2,1 ± 0,3 auf 0,6 ± 0,1 (p < 0,001).

Bewertung. Die Studie ist eine der wenigen, die Normalisierungsraten des Spermiogramms nach Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion berichtet. Schwächen: keine Randomisierung, keine Placebo- oder unbehandelte Vergleichsgruppe, daher ist der Effekt der Schilddrüsenhormonbehandlung von Spontanverlauf und von der ohnehin zu erwartenden Erneuerung der Spermatogenese in drei Monaten nicht trennbar. Gruppen 1 und 2 sind im Methodenteil gleich beschrieben, der Unterschied (Anti-TPO-Status der Gruppe 1) bleibt unscharf. Die Gruppen sind klein (12 bis 21), Konfidenzintervalle fehlen, Spermienzahlen werden nicht berichtet, nur Normalisierungsfrequenzen. Der zusätzliche Effekt der Antioxidanzien im subklinischen Arm (92,9 % gegen 52,4 %) beruht auf 14 gegen 21 Männern. Die Autoren schließen, die Kompensation des Schilddrüsenstatus sei der Hauptfaktor für den Testosteronanstieg und für die Spermienqualität sei zusätzlich eine antioxidative Behandlung „zweckmäßig"; dies ist ihre Position und wird hier nicht übernommen.

Komiya, Watanabe, Kawauchi et al. 2012 [s113]. Severe oligozoospermia in a patient with myxedema coma, Reproductive Medicine and Biology (Urologie, Universität Toyama, Japan). Fallbericht. Ein Patient mit fünfjähriger primärer Infertilität wurde in einer Kinderwunschambulanz vorgestellt; auffällig waren ein niedriges Serumtestosteron, ein erhöhtes Prolaktin ohne MRT-Befund im Hypothalamus sowie ein verringertes Samenvolumen und verminderte Spermienbeweglichkeit. Der GnRH-Test zeigte eine verminderte LH-Antwort, der hCG-Test einen normalen Testosteronanstieg. Wegen Hinweisen auf retrograde Ejakulation im Urin nach der Ejakulation wurde Imipramin begonnen; die Samenqualität verschlechterte sich, der Patient wurde an eine ART-Klinik überwiesen. 21 Monate nach dem Erstbesuch entwickelte er Bewusstlosigkeit und Ödeme infolge eines Myxödemkomas und erholte sich innerhalb eines Monats unter Schilddrüsenhormonersatz mit Kortikosteroiden. Drei Monate nach dem Myxödemkoma zeigte die Samenanalyse ein Volumen von 0,2 ml und eine schwere Oligozoospermie (zwei Spermien pro Ejakulat); Prolaktin blieb erhöht, Testosteron erniedrigt. Diese Parameter besserten sich schrittweise nach Wiederherstellung der Euthyreose. Die Autoren schließen, dass bei der Abklärung männlicher Infertilität die Schilddrüsenfunktion bestätigt werden sollte, besonders bei erhöhtem Prolaktin (Schlussfolgerung der Autoren). Stärke: seltene zeitliche Abfolge von Samenparametern und Hormonen über den Verlauf einer schweren Hypothyreose und ihrer Behandlung. Schwächen: Einzelfall; ein Teil der Samenveränderung kann auf Imipramin, retrograde Ejakulation, Hyperprolaktinämie oder weitere Störungen zurückgehen; Kausalität aus einem Einzelfall nicht ableitbar.

Esen und Demirel 2011 [s116]. Hypothyroidism-associated testicular enlargement: is it a form of precocious puberty or not? A case report, Turkish Journal of Pediatrics (Ankara, Türkei). Fallbericht eines adipösen Jungen mit Hypothyreose bei autoimmuner Thyreoiditis und Hodenvergrößerung ohne wesentliche Leydig-Zell-Stimulation oder Testosteronsekretion (Van-Wyk-Grumbach-Syndrom). Die Autoren betonen, dass das Syndrom bei Jungen keine echte gonadotropinunabhängige Pubertas praecox sei und dass ein verzögertes Knochenalter das Unterscheidungsmerkmal bilde. Keine Spermiogramme. Der Fall ist für die Spermienqualität des erwachsenen Mannes ohne Aussage und nur der Vollständigkeit halber genannt; er passt zu den Befunden aus Tierversuchen und Übersichten, nach denen eine Hypothyreose in der Entwicklung die Hodengröße erhöhen kann [s157, s111].

Hypothyreose und Androgenstatus ohne Spermiogramm (Ukraine, Russland)

Fünf Arbeiten betrachten die Hoden-Hormonachse und die sexuelle Funktion bei Hypothyreose, ohne Spermiogramm. Sie sind für die Spermienqualität indirekt relevant, weil Testosteron die Spermatogenese trägt.

Minuchin und Mitarbeiter 2011 [s122] (Mezhdunarodnyj endokrinologicheskij zhurnal; russisch: Состояние сексуальной функции у молодых мужчин с гипотиреозом на фоне терапии L-тироксином, deutsch: Zustand der Sexualfunktion bei jungen Männern mit Hypothyreose unter L-Thyroxin-Therapie; Ukraine). 20 Männer von 21 bis 38 Jahren mit leichter bis mittelschwerer primärer Hypothyreose erhielten sechs Monate Levothyroxin (50 bis 75 µg täglich); 11 Männer mit normaler Schilddrüse dienten als Kontrolle. Testosteron 10,1 ± 1,1 → 16,0 ± 0,6 nmol/l (Kontrolle 19,7 ± 1,5; der Wert nach Therapie lag signifikant unter der Kontrolle); TSH 5,3 ± 0,4 → 1,9 ± 0,07 mIU/l (Kontrolle 1,3 ± 0,1); freies T4 7,8 ± 0,5 → 16,8 ± 0,5 pmol/l. Vor der Therapie hatten 16 Männer sexuelle Störungen: erektile Dysfunktion 68,8 %, verminderte Libido 56,3 %, vorzeitiger Samenerguss 12,5 %, Orgasmusstörung 12,5 %. Nach sechs Monaten war die sexuelle Funktion bei 13 Männern (81,3 %) normalisiert. Der IIEF-15-Wert korrelierte positiv mit Testosteron (r = 0,54) und freiem T4 (r = 0,49), negativ mit TSH (r = −0,61). Schwäche: kein Vergleich unter Placebo.

Krasnikowa und Mitarbeiter 2020 [s67] (Endokrinologija: Novosti. Mnenija. Obuchenie; russisch: Возможности комплексной оценки патогенетического влияния гипотиреоза у мужчин на формирование эректильной дисфункции, deutsch: Möglichkeiten einer komplexen Bewertung des pathogenetischen Einflusses der Hypothyreose bei Männern auf die Entstehung einer erektilen Dysfunktion; Woronesch, Russland). 350 Männer (18 bis 68 Jahre, Mittel 45,5 ± 1,5) mit erektiler Dysfunktion. Eine subklinische Hypothyreose fand sich bei 16,0 % und eine manifeste bei 7,1 %. Ein erniedrigtes Gesamttestosteron hatten 33,7 % aller und 78,6 % der Männer mit Hypothyreose (r = 0,92; p < 0,01); eine Hyperprolaktinämie 6,0 % aller und 32,1 % der Männer mit Hypothyreose (r = 0,73; p < 0,05). Die Studie hat keine Kontrollgruppe von Männern ohne Potenzstörung und wurde in einem privaten Andrologiezentrum durchgeführt; Aussagen zur Spermienqualität enthält sie nicht.

Kritskij 2018, drei Arbeiten aus Ternopil, Ukraine [s82, s83, s81] (Mezhdunarodnyj endokrinologicheskij zhurnal; ukrainischer Originaltext mit russischer Zusammenfassung).

  • [s82] (russisch: Влияние гипотиреоза у мужчин на андрогенную функцию, deutsch: Einfluss der Hypothyreose bei Männern auf die androgene Funktion): 55 Männer (36 bis 60 Jahre) mit primärer Hypothyreose gegen Kontrollen. Gesamttestosteron 11,64 [9,6; 15,9] gegen 23,17 [19,3; 31,5] nmol/l; freies Testosteron 20,6 [17,2; 24,1] gegen 44,9 [37,5; 48,3] pmol/l; bioverfügbares Testosteron 6,8 [5,6; 8,0] gegen 13,4 [12,4; 15,1] nmol/l (alle p < 0,001); SHBG 37,3 [31,4; 49,3] gegen 48,6 [42,4; 62,1] nmol/l (p < 0,05). Das Gesamttestosteron lag bei 32 Männern (58,2 %) unter dem Referenzbereich. Die Zusammenfassung nennt 25 Kontrollen, die Tabelle 20.
  • [s83] (russisch: Оценка андрогенного статуса у мужчин с первичным гипотиреозом, deutsch: Bewertung des Androgenstatus bei Männern mit primärer Hypothyreose): 45 Männer (35 bis 60 Jahre) gegen 25 Kontrollen. Gesamttestosteron 11,7 ± 0,6 gegen 20,2 ± 0,7 nmol/l (p < 0,005); freies Testosteron 20,6 ± 1,7 gegen 45,8 ± 2,6 pmol/l (p < 0,005); bioverfügbares 7,6 ± 0,6 gegen 13,6 ± 0,9 nmol/l (p < 0,05); SHBG 36,1 ± 1,4 gegen 43,2 ± 2,4 nmol/l (p < 0,05). LH (4,7 ± 0,2 gegen 4,1 ± 0,4), FSH (5,7 ± 0,3 gegen 4,4 ± 0,5) und Prolaktin (214,3 ± 10,2 gegen 208,7 ± 32,1) unterschieden sich nicht von der Kontrolle (p > 0,05). Ein niedriges Gesamttestosteron hatten 19 Männer (42,2 %); davon 8 (17,8 %) unter 8,0 nmol/l und 11 (24,4 %) zwischen 8,0 und 12,0 nmol/l. Das freie Testosteron lag bei 53,3 % unter der unteren Referenzgrenze. Die Autoren deuten die normalen Gonadotropine bei niedrigem Testosteron als kombinierte Störung zentraler und peripherer Anteile der Hypophysen-Gonaden-Achse.
  • [s81] (russisch: Взаимосвязь гипотиреоза и андрогенного дефицита у мужчин в разные периоды зрелого возраста, deutsch: Zusammenhang von Hypothyreose und Androgenmangel bei Männern in verschiedenen Abschnitten des Erwachsenenalters): 60 Männer mit primärer Hypothyreose (20 im Alter von 21 bis 35, 40 im Alter von 36 bis 60), je 25 Kontrollen. Hypogonadismus im ersten Lebensabschnitt bei 40 % der Männer mit gegenüber 8 % ohne Hypothyreose. Gesamttestosteron 18,16 ± 0,82 (jünger) gegen 13,18 ± 0,47 nmol/l (älter; p < 0,05). Die Autoren sehen im ersten Abschnitt TSH als stärksten negativen Einflussfaktor auf Testosteron.

Zu beachten: Die Werte von [s82] und [s83] sind in mehreren Größen nahezu identisch (freies Testosteron 20,6 pmol/l in beiden); vermutlich überlappen die Stichproben. Eine weitere Veröffentlichung desselben Autors (2019) wiederholt laut Recherche die Zusammenfassung von [s82] und ist nicht als eigene Quelle gezählt. Die drei Arbeiten sind daher nicht als unabhängige Bestätigung zu werten. Alle fünf Arbeiten haben keine Samendaten; ein Bezug zur Spermienqualität ist nur über das Testosteron herstellbar.

Zusammenfassung Hypothyreose (Serien mit Samenanalyse)

Fünf Arbeiten haben Spermiogramme bei manifest oder subklinisch hypothyreoten Männern: [s180], [s130], [s114], [s60] und [s93]/[s107]. Die Ergebnisse widersprechen sich teilweise (Morphologie vermindert [s130] gegenüber unverändert [s180]; Beweglichkeit besonders betroffen [s60, s180] gegenüber einer nach Behandlung nicht signifikant gebesserten Beweglichkeit [s130]). Fast alle Serien haben weniger als 40 Männer pro Gruppe, keine hat eine Randomisierung, und die Zusammenfassungen nennen kaum Konfidenzintervalle. Gemeinsam ist den Hormondaten, dass Testosteron bei Hypothyreose häufig erniedrigt und unter Levothyroxin gebessert gefunden wurde [s60, s107, s122, s82, s83, s81]; bei gleichzeitig normalen oder erhöhten Gonadotropinen wurde sowohl ein hypergonadotroper als auch ein hypogonadotroper Typ beschrieben [s184, s60].

Subklinische Hypothyreose und Schilddrüsenwerte innerhalb der Referenzbereiche: Querschnitts- und Kohortenstudien

Dies ist der Bereich mit den größten Stichproben. Die Studien stammen fast durchweg aus Kinderwunsch- und Andrologiezentren; die größten kommen aus China. Sie finden überwiegend schwache, hormonspezifische und teils nur in Untergruppen sichtbare Zusammenhänge, am deutlichsten für die Spermien-DNA-Fragmentierung. Mehrere große Studien finden keinen Zusammenhang mit den klassischen Samenparametern.

Große chinesische Zentren

Zhao, Tang, Fu et al. 2022 [s50]: Subklinische Hypothyreose und Spermien-DNA-Fragmentierung, 5401 Männer. Subclinical Hypothyroidism and Sperm DNA Fragmentation: A Cross-sectional Study of 5401 Men Seeking Infertility Care, Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 2022 (Erstes Angegliedertes Krankenhaus der Kunming-Medizinuniversität, China). Die Zahlen wurden gegen PubMed geprüft.

Design und Population. Querschnittsstudie an 4983 euthyreoten Männern und 418 Männern mit subklinischer Hypothyreose (SCH), die von Januar 2017 bis Dezember 2021 in einem universitären Zentrum Kinderwunschbehandlung suchten. Zielgrößen: der absolute DNA-Fragmentierungsindex (DFI) und das Risiko eines auffälligen DFI (≥ 25 % oder ≥ 30 %). Das Messverfahren des DFI nennt der Abstract nicht [s50].

Ergebnisse. Mittleres Alter (SD): euthyreot 34,20 (5,97) Jahre, SCH 35,35 (6,48) Jahre (p < 0,001). Der adjustierte mittlere DFI unterschied sich nicht signifikant: 19,7 % bei SCH gegenüber 18,9 % bei Euthyreose (p = 0,07). Ein DFI ≥ 25 % kam bei SCH häufiger vor (20,57 % gegenüber 14,49 %); adjustiertes OR 1,43 (95-%-KI 1,09 bis 1,88). Ein DFI ≥ 30 % war bei 11,72 % der Männer mit SCH und bei 6,74 % der euthyreoten Männer zu finden; OR 1,84 (95-%-KI 1,34 bis 2,52). Die TSH-Konzentration war mit einem erhöhten Risiko für DFI ≥ 25 % (p < 0,001) und ≥ 30 % (p = 0,011) assoziiert [s50].

Stärken. Große Stichprobe, klare Definition der Exposition, Konfidenzintervalle, Adjustierung für Störgrößen, DFI als funktionell relevanter Parameter jenseits der Standardsamenanalyse.

Schwächen. Querschnitt, daher keine Kausalaussage; Männer in Kinderwunschbehandlung; der Mittelwert des DFI unterscheidet sich nicht signifikant, der Befund liegt erst in der Schwellenbetrachtung; die Schwellen (25 % und 30 %) sind willkürlich gewählt, es werden beide berichtet; die SCH-Gruppe (418) ist deutlich kleiner als die Kontrollgruppe; die SCH-Gruppe war älter (adjustiert, Restconfounding möglich); ein Zentrum; welche Variablen adjustiert wurden, nennt der Abstract nicht.

Einordnung. Der Befund ist der deutlichste Hinweis der Datenbasis auf einen Zusammenhang einer (milden) Schilddrüsenfunktionsstörung mit einem Spermienparameter jenseits der Standardanalyse. Das absolute Ausmaß ist klein: Beim DFI ≥ 25 % beträgt der Unterschied etwa sechs Prozentpunkte (20,57 % gegenüber 14,49 %).

Rao, Yang, Su et al. 2021 [s59]: väterliche subklinische Hypothyreose und IVF/ICSI, 2511 Paare. Paternal Subclinical Hypothyroidism Affects the Clinical Outcomes of In Vitro Fertilization/Intracytoplasmic Sperm Injection, Thyroid 2021 (Kunming, China).

Design und Population. Retrospektive Studie an 2511 Paaren (April 2017 bis September 2019): Vater euthyreot (n = 2282) oder mit SCH (n = 229). Primäre Zielgrößen: Befruchtungsrate und klinische Schwangerschaftsrate; sekundär: Rate guter Embryonen, Blastozystenrate, Implantationsrate, Frühabortrate [s59].

Ergebnisse. Mittleres Vateralter: euthyreot 34,5 Jahre, SCH 36,0 Jahre (p = 0,002). Samenparameter und DFI waren zwischen den Gruppen ähnlich (alle p > 0,05). Adjustierte Befruchtungsrate 0,69 gegenüber 0,71 (p = 0,30); Rate guter Embryonen 0,49 gegenüber 0,52 (p = 0,31); Blastozystenrate 0,51 gegenüber 0,53 (p = 0,57); Frühabort 0,11 gegenüber 0,10 (p = 0,81). Die adjustierte klinische Schwangerschaftsrate [Konfidenzintervall] betrug 0,32 [0,26 bis 0,40] bei väterlicher SCH gegenüber 0,42 [0,40 bis 0,45] (p = 0,009); die adjustierte Implantationsrate 0,24 [0,19 bis 0,29] gegenüber 0,29 [0,27 bis 0,31] (p = 0,037). Die Unterschiede waren nur bei Männern ab 35 Jahren signifikant (p = 0,009 bzw. 0,022; bei jüngeren Männern 0,39 bzw. 0,45) [s59].

Stärken. Klinisch relevante Endpunkte, Stratifizierung nach Alter, adjustierte Raten mit Konfidenzintervallen.

Schwächen. Retrospektiv; kleine SCH-Gruppe (229) und in der Altersuntergruppe noch kleiner; Altersunterschied zwischen den Gruppen; die Subgruppenanalyse wurde nachträglich gebildet; der Zusammenhang kann über weibliche Partnerfaktoren, Alterseffekte oder Behandlungsmerkmale vermittelt sein. Die Autoren fordern selbst prospektive Studien und Grundlagenforschung.

Einordnung. Die Arbeit ist zugleich ein Gegenbefund zu den Samenparametern: Bei väterlicher SCH waren Standardparameter und DFI in dieser Kohorte gleich, nicht aber Schwangerschafts- und Implantationsraten. Das steht im Gegensatz zur späteren, größeren Arbeit derselben Gruppe, die beim DFI-Schwellenwert einen Unterschied fand [s50]. Die Abstracts erklären das nicht.

Rao, Wang, Yan et al. 2022 [s47]: väterliches freies Thyroxin im Normbereich und ART-Ergebnisse, 4066 Paare. Normal-Range Paternal Serum-Free Thyroxine Concentrations and Outcomes of Assisted Reproductive Technologies, Thyroid 2022 (Kunming, China).

Design und Population. Retrospektive Kohorte, 4066 Paare mit 4894 ART-Zyklen (1. April 2016 bis 31. August 2021). Mittleres Alter der Männer 32,8 Jahre (SD 5,0), der Partnerinnen 30,7 Jahre (SD 4,1). Verglichen wurden Samenparameter und ART-Ergebnisse über Tertile des väterlichen fT4 mit verallgemeinerten linearen Modellen bzw. verallgemeinerten Schätzgleichungen [s47].

Ergebnisse. In der Gesamtpopulation fanden sich keine signifikanten Unterschiede bei Samenparametern oder ART-Ergebnissen zwischen den fT4-Tertilen. Bei Männern ab 35 Jahren betrug die adjustierte klinische Schwangerschaftsrate [Konfidenzintervall] 0,36 [0,27 bis 0,45] im unteren fT4-Tertil, 0,45 [0,38 bis 0,53] im mittleren und 0,43 [0,36 bis 0,51] im oberen (p für Trend > 0,05). Die adjustierte Lebendgeburtenrate bei Männern ab 35 Jahren lag bei 0,21 [0,15 bis 0,30] im unteren Tertil (p = 0,024 gegenüber dem oberen Tertil), 0,27 [0,21 bis 0,35] im mittleren und 0,30 [0,23 bis 0,38] im oberen. Bei jüngeren Männern gab es keine Unterschiede [s47].

Stärken. Gute Fallzahl, Zerlegung nach Alter, Konfidenzintervalle. Schwächen. Der Effekt ist auf eine Altersuntergruppe beschränkt, der Trend bei der Schwangerschaftsrate ist nicht signifikant, die Lebendgeburtenrate erreicht p = 0,024 ohne Hinweis auf Korrektur für Mehrfachtests. Einordnung. Die Samenparameter waren nicht unterschiedlich; die Studie liefert also keinen Beleg für einen Weg über die Spermienqualität. Die drei Kunming-Arbeiten [s50, s59, s47] stammen aus derselben Klinik mit teils überlappenden Zeiträumen und sind nicht als drei unabhängige Bestätigungen zu zählen.

Lei, Xu, Shao et al. 2026 [s07]: Hangzhou, 5142 infertile Männer. Thyroid hormones and semen quality in infertile men: a large-scale stratified analysis revealing gradient associations, Scandinavian Journal of Clinical and Laboratory Investigation 2026 (Women's Hospital der Zhejiang-Universität, Hangzhou, China).

Design und Methodik. Stratifizierte Querschnittsanalyse an 5142 infertilen Männern (20 bis 45 Jahre). Gemessen wurden fT3, fT4, Gesamt-T3 (TT3), Gesamt-T4 (TT4) und TSH; jede Größe wurde in Quartile (Q1 bis Q4) eingeteilt. Die Samenanalyse umfasste konventionelle, kinematische und morphologische Parameter. Mit multivariabler logistischer Regression wurde das Risiko für spezifische Samenanomalien geschätzt [s07].

Ergebnisse. Niedrigere fT3-Werte (Q1 bis Q2) und TT3-Werte (Q1 bis Q2) waren unabhängig mit einem höheren Oligozoospermie-Risiko verbunden (adjustierte OR zwischen 1,434 und 1,785). Mittlere fT3- (Q3) und fT4-Werte (Q3) gingen mit einem niedrigeren Asthenozoospermie-Risiko einher (aOR 0,740 bzw. 0,664). Teratozoospermie: niedriges TT3 (Q1) erhöhte das Risiko (aOR 1,219), mittleres fT4 (Q2) war mit niedrigerem Risiko verbunden (aOR 0,705). Männer im niedrigsten TSH-Quartil (Q1) hatten ein niedrigeres Risiko sowohl für Oligozoospermie als auch für Asthenozoospermie. fT3 und TT4 zeigten die meisten Zusammenhänge mit detaillierten Motilitäts-, Morphologie- und Kinematikmaßen, darunter progressive Beweglichkeit, Kopf- und Flagellumdefekte sowie mehrere Geschwindigkeitsparameter [s07]. Die Autoren folgern, dass Schilddrüsenhormonspiegel graduierte Zusammenhänge mit der Samenqualität zeigen und dass bestimmte Strata, auch innerhalb der Referenzbereiche, unabhängige Risikofaktoren für unterschiedliche Anomalien sein können.

Stärken. Sehr große Stichprobe; Quartilsanalyse statt einer Schwelle; breites Spektrum an Samenmaßen; Betrachtung auch von Werten innerhalb des Normbereichs. Schwächen. Querschnitt; selektierte Gruppe infertiler Männer ohne gesunde Kontrollen; Konfidenzintervalle und Angaben zu Mehrfachvergleichen fehlen im Abstract; bei der Vielzahl geprüfter Hormon-Quartil-Anomalie-Kombinationen ist mit Zufallsbefunden zu rechnen; die Richtung der Effekte ist nicht einheitlich (niedriges TSH günstig, niedriges fT3 ungünstig), was biologisch nicht ohne Weiteres zu deuten ist; vollständige Tabellen lagen nicht vor.

Zhang, Xiao, Liu et al. 2026 [s16]: Zhengzhou, 8478 Männer. Associations between thyroid hormones and sperm parameters in men undergoing fertility consultation, Andrology 2026 (Reproduktionsmedizin, Drittes Angegliedertes Krankenhaus der Zhengzhou-Universität, China).

Design und Population. Retrospektive Kohorte mit 8478 Männern aus der Kinderwunschsprechstunde (April 2023 bis Oktober 2024). Erfasst wurden TSH, fT3, fT4, Schilddrüsenantikörper (Schilddrüsenautoimmunität, TAI) und die Samenparameter Volumen, Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie. Einteilung nach fT3- und fT4-Quartilen; logistische und lineare Regression, adjustiert für Störgrößen [s16].

Ergebnisse. Bei nicht-azoospermen Männern waren höhere fT3-Quartile mit besserer Beweglichkeit verbunden: progressive Beweglichkeit Q4 gegenüber Q1 39,2 % gegenüber 35,0 % (p < 0,001). Mittelstückdefekte: Q4 13 % gegenüber Q1 15 % (p < 0,001). Das adjustierte Odds Ratio für Asthenozoospermie im niedrigsten fT3-Quartil betrug 1,23 (p = 0,010). fT4 zeigte nur schwache Zusammenhänge mit der Spermienkonzentration (p = 0,008). Nach TAI-Status getrennt sank bei TAI-negativen Männern die Prävalenz der Asthenozoospermie im höchsten fT3-Quartil (34,7 % gegenüber 42,6 % im niedrigsten; p < 0,001); bei TAI-positiven Männern war dieser Trend nicht zu sehen. Die lineare Regression zeigte dosisabhängige Trends zwischen fT3 und Motilitätsparametern (VSL, VAP, WOB; alle p < 0,05). Die Autoren vermuten, dass der TAI-Status die Wirkung der Schilddrüsenhormone auf die Samenqualität modulieren könnte, und halten fest, dass der retrospektive Entwurf Ursachenaussagen einschränkt [s16].

Stärken. Größte Stichprobe der Datenbasis; Einbeziehung der Antikörper als möglicher Effektmodifikator, was für die Hashimoto-Frage das einzige direkte Datum dieser Größenordnung ist; kinematische Parameter. Schwächen. Retrospektiv, ein Zentrum, Männer in der Kinderwunschsprechstunde; die Effektgrößen sind klein (3 bis 4 Prozentpunkte Beweglichkeitsunterschied zwischen Quartilen); Konfidenzintervalle fehlen im Abstract; die Aussage zur TAI beruht auf dem Vergleich „Trend vorhanden" gegenüber „Trend nicht vorhanden", also nicht auf einem formalen Interaktionstest; die Größe der TAI-positiven Gruppe geht aus dem Abstract nicht hervor.

Weitere Querschnitts- und Fall-Kontroll-Studien

Rehman, Zafar, Fatima et al. 2020 [s65]: Karachi, Pakistan, 376 Männer. Altered sperm parameters and subclinical hypothyroidism; A cross sectional study in Karachi, Pakistan, International Journal of Clinical Practice 2020 (Aga Khan University, Karachi). Querschnittsstudie mit 376 Männern (25 bis 55 Jahre): 216 mit normalen und 160 mit veränderten Spermienparametern. In der Normalgruppe waren 206 (95,3 %) euthyreot und 10 (4,6 %) hatten SCH. In der Gruppe mit veränderten Parametern waren 87 (54 %) euthyreot, 62 (38,75 %) hatten SCH und 11 (6,8 %) manifeste Hypothyreose. Testosteron und SHBG waren in der Gruppe mit veränderten Parametern niedriger (p < 0,001 für beide). Stärke: größere Stichprobe, Einteilung nach festgelegten Referenzwerten. Schwächen: Querschnitt, selektierte Klinikpopulation (Gruppen nach dem Ergebnis gebildet, das erklärt werden soll), im Abstract keine adjustierten Effektschätzer außer der Ankündigung von Regressionskoeffizienten. Auffällig ist der hohe Anteil von SCH (38,75 %) in der Gruppe mit veränderten Parametern; er liegt weit über den Prävalenzen in europäischen Kohorten (3 % latente Hypothyreose bei Trummer [s164]).

Sarma, Saikia und Das 2017 [s90] (HAL-Eintrag; Journal of Advances in Medicine and Medical Research; Guwahati, Indien). Alteration of Sex Hormone and Semen Parameters in Adult Males with Subclinical Hypothyroidism. Querschnittsstudie, November 2015 bis Dezember 2016, 35 Männer mit SCH und 27 euthyreote Kontrollen (24 bis 42 Jahre, mittleres Alter 31,57). Fälle hatten signifikant niedrigeres Gesamttestosteron und fT4 und höheres Prolaktin (p < 0,01); in der linearen Regression war TSH unabhängig mit niedrigem Testosteron assoziiert. Bei SCH war die Gesamtbeweglichkeit niedriger, Zahl und Morphologie blieben erhalten. Schwächen: kleine Gruppen; Qualitätsvorbehalt gegenüber dem Publikationsorgan (der Titel ließ sich in Europe PMC nicht finden, nur als HAL-Eintrag belegt); keine Zahlenwerte zur Beweglichkeit im Abstract.

Pohekar, Durvasula und Rao 2025 [s21] (HAL-Eintrag; Asian Journal of Research and Reports in Urology; Hyderabad, Indien). Sperm DNA Fragmentation in Infertile Men: Associations with Semen Parameters and Thyroid Dysfunction. Retrospektive Querschnittsstudie mit 326 Männern (Januar 2023 bis Mai 2025), DFI mit der Sperm-Chromatin-Dispersion-Methode. Der mediane DFI betrug 24 % (Interquartilsabstand 19 bis 28 %); 39 % hatten einen schlechten DFI (> 25 %). Der DFI korrelierte negativ mit Spermienzahl (Koeffizient 0,313; p < 0,001; das Korrelationssymbol fehlt im Abstract), Beweglichkeit (0,233; p < 0,001) und Morphologie (0,137; p = 0,0135), nicht mit Alter oder BMI. Hypothyreose war unabhängig mit höherem DFI assoziiert. Die Autoren empfehlen, DFI und Schilddrüsenscreening in die Routine aufzunehmen (Empfehlung der Autoren). Schwächen: retrospektiv, Einzelzentrum, begrenzte Angaben zu Effektgrößen, Publikationsorgan unsicher (der Titel ließ sich in Europe PMC nicht finden). Dem Befund entspricht qualitativ [s50], die Qualität der Evidenz ist aber deutlich schwächer.

Afrin, Chowdhury, Mukherjee et al. 2026 [s02]: Dhaka, Bangladesch, 90 infertile Männer. Thyroid Status and Sperm Abnormality Phenotypes Among Infertile Males Attending a Tertiary Referral Center in Bangladesh: A Cross-Sectional Study, Cureus 2026. 90 infertile Männer (21 bis 50 Jahre), vier Phänotypgruppen nach WHO 2021. Oligozoospermie war mit 62,2 % am häufigsten (Oligo-Asthenozoospermie 22,2 %, isolierte Asthenozoospermie 12,2 %). Hypothyreose war bei Oligo-Asthenozoospermie mit 70,0 % überproportional häufig, Hyperthyreose bei Asthenozoospermie mit 27,3 %. T3 (p = 0,017), T4 (p = 0,041) und TSH (p = 0,003) unterschieden sich zwischen den Gruppen. T3 und T4 korrelierten positiv mit der Gesamtspermienzahl (rs = 0,427 bzw. 0,422) und der Morphologie (rs = 0,532 bzw. 0,370), TSH invers; keine Korrelation mit der Beweglichkeit. Schwächen: kleine Stichprobe; nur Männer mit bereits abnormalen Samenparametern, keine Kontrollen; gezielte Auswahl; Mehrfachvergleiche.

Asiriuwa, Emokpae und Osaikhuwuomwan 2025 [s17]: Benin City, Nigeria, 200 Teilnehmer. Comparison of thyroid hormone abnormalities among men with primary and secondary infertility: a cross-sectional study in Benin City, Nigeria, BMJ Open 2025. 50 fertile Kontrollen, 80 Männer mit primärer und 70 mit sekundärer Infertilität. Die Spermienindizes waren in beiden Infertilitätsgruppen schlechter (p < 0,001). T3 und T4 waren bei primärer Infertilität höher, TSH niedriger als bei sekundärer. Schilddrüsenauffälligkeiten fanden sich bei 33 von 80 (41,3 %) mit primärer (5 SCH, 28 manifeste Hypothyreose) und 55 von 70 (78,6 %) mit sekundärer Infertilität (6 SCH, 49 manifeste Hypothyreose). Auffällig ist der hohe Anteil manifester Hypothyreose, der sich deutlich von den Prävalenzen in europäischen Kohorten unterscheidet [s164, s143]; der Abstract nennt keine Gründe. Mögliche Erklärungen wie Jodstatus, Selektion, Assay oder Referenzbereiche sind aus dem Abstract nicht ableitbar. Schwächen: Querschnitt, Rekrutierung und Referenzintervalle im Abstract nicht beschrieben.

Alizadeh Moghadam Masouleh, Tobler, Atrabi et al. 2026 [s04]: Deutschland, 346 Männer. Thyroid stimulating hormone (TSH): does it live up to its promises in the andrology laboratory?, Basic and Clinical Andrology 2026 (der Erstautor ist laut Affiliation am Institute for Reproductive Biomedicine, ACECR, Teheran, Iran tätig; die Untersuchung betrifft ein deutsches reproduktionsmedizinisches Zentrum). Alle 346 männlichen Patienten (fertil und infertil) des Zentrums 2021 bis 2023. 95 % der gemessenen TSH-Werte (n = 309) lagen im Bereich 0,4 bis 4 mIE/l, 1 % darunter, 4 % darüber. TSH korrelierte mit Prolaktin (r = 0,199; p = 0,0001) und war nicht von Alter, BMI, Rauchen, Alkohol oder Jahreszeit abhängig. Bei normalem TSH war die Spermienzahl häufiger im Referenzbereich (OR 1,302; 95-%-KI 1,009 bis 1,681; p = 0,043). Die Autoren schlagen eine routinemäßige TSH-Bestimmung bei beiden Partnern vor (Empfehlung der Autoren). Stärke: die einzige aktuelle Studie der Datenbasis aus einem deutschen Zentrum. Schwächen: nur 5 % mit abnormem TSH; das Konfidenzintervall reicht fast an 1 heran; Querschnitt; die Auswahl „alle Patienten" mischt fertile und infertile Männer.

Hassan, Ibrahim und El-Taieb 2020 [s64]: Qena, Ägypten, Männer mit Fertilitätsstörung. 25-Hydroxy cholecalciferol, anti-Müllerian hormone, and thyroid profiles among infertile men, The Aging Male 2020 (Universität Süd-Tal). Querschnittsstudie. Laut Abstract 301 Männer, davon 105 mit Oligoasthenoteratozoospermie und 96 mit Azoospermie, „zusätzlich" 100 Kontrollen (105 + 96 + 100 ergibt 301; ob die 301 die Kontrollen einschließen, ist unklar). Gemessen wurden Vitamin D3, Anti-Müller-Hormon (AMH), freies T3, freies T4, TSH, FSH, LH, Prolaktin und freies Testosteron mit ELISA. Vitamin D3 war bei infertilen Männern niedriger als bei Kontrollen, am stärksten bei Azoospermie (p < 0,05 für alle). Bei Azoospermie waren TSH und FSH signifikant höher und das freie Testosteron signifikant niedriger als bei Oligoasthenoteratozoospermie und Kontrollen (p < 0,05). Bei AMH, freiem T3 und freiem T4 gab es keine signifikanten Unterschiede. Bei Männern mit Oligoasthenoteratozoospermie korrelierte LH negativ mit TSH und positiv mit AMH, bei Azoospermie LH positiv mit Vitamin D3 (p < 0,05). Es ist die einzige Querschnittsstudie des arabischen Raums mit TSH bei Spermienstörung. Schwächen: Der Abstract nennt keine Mittelwerte, Konfidenzintervalle oder Altersangaben; die Schlussfolgerung stützt sich im Wesentlichen auf den TSH-Befund bei Azoospermie, während fT3 und fT4 unverändert waren, also eher auf ein subklinisches Muster als auf manifeste Funktionsstörung; der Volltext war nicht zugänglich. Die Ergebnisse für TSH bei Azoospermie bei gleichzeitig niedrigem freiem Testosteron und hohem FSH sind auch mit einer primären Hodenschädigung vereinbar, in der die Schilddrüse nur mitverändert wäre.

Sreekumaran Nair Bindhu, Vadivelu, Devarajan et al. 2026 [s12]: Chennai, Indien, 300 Männer. Interaction of thyroid hormonal imbalance, obesity, and Y-chromosomal gene dysregulation in male infertility: a case-control study, Hormone and Molecular Biology and Clinical Investigation 2026. Fall-Kontroll-Studie mit 150 infertilen Männern und 150 fertilen Kontrollen. Infertile hatten einen höheren BMI, größeren Taillenumfang und höheres TSH, aber niedrigeres T3 und T4 (p < 0,001). Die Expression der AZFa-, AZFb- und AZFc-Gene war vermindert und korrelierte negativ mit TSH, BMI und Entzündungsmarkern. Ein kombiniertes Modell aus TSH, BMI und Interleukin-6 erreichte eine AUC von 0,88 (Sensitivität 86 %, Spezifität 80 %). Schwächen: Genexpressionsstudie, deren klinische Bedeutung unsicher ist; TSH, Adipositas und Entzündung sind gemeinsam verändert, eine Trennung der Effekte ist nicht möglich; das Modell wurde im Abstract nicht extern validiert.

Kakoulidis, Ilias, Stergiotis et al. 2022 [s46]: Athen, Griechenland, 130 Männer. Study on the Interaction between Serum Thyrotropin and Semen Parameters in Men, Medical Sciences (Basel) 2022. Querschnittsstudie an 130 Männern, die wegen Subfertilität des Paares untersucht wurden. In der gewöhnlichen Kleinste-Quadrate-Regression fand sich eine schwache negative Korrelation zwischen log-TSH und Ejakulatvolumen (r = −0,16; r² = 0,03; p = 0,05). In der Quantilregression sank das mittlere Volumen pro Einheit log-TSH um 0,78 ± 0,44 bis 1,33 ± 0,34 ml (40. bis 60. Quantil) bzw. 1,19 ± 0,71 bis 0,61 ± 0,31 ml (70. bis 90. Quantil; p = 0,049). Für die Konzentration fand sich eine biphasische Beziehung mit Gipfel bei TSH 1,22 µIU/ml. TSH erklärte knapp 3 % der Volumen- und 7 % der Konzentrationsvarianz. Stärke: differenziertes statistisches Vorgehen. Schwächen: kleine Effekte, grenzwertige p-Werte, keine Kontrollgruppe, Querschnitt.

Lotti, Maseroli, Fralassi et al. 2016 [s97]: Florenz, Italien, 172 Männer. Is thyroid hormones evaluation of clinical value in the work-up of males of infertile couples?, Human Reproduction 2016. Querschnitt mit 172 Männern aus Paaren mit Kinderwunschproblemen (163 analysiert, 38,9 ± 8,0 Jahre) mit Ultraschall und Samenanalyse am selben Tag. 145 (88,9 %) waren euthyreot, 6 (3,7 %) subklinisch hyper-, 12 (7,4 %) subklinisch hypothyreot, keiner manifest. Univariat bestand keine Assoziation von TSH oder Schilddrüsenhormonen mit Spermienparametern; fT3 und fT4 waren mit Ejakulatvolumen und Fruktose positiv assoziiert, nach Adjustierung nur fT3. fT3 korrelierte mit dem Samenblasenvolumen (adjustierte r = 0,354 und 0,318; beide p < 0,0001) und der Entleerung (adj. r = 0,346; p < 0,0001). Zwischen euthyreoten und subklinischen Gruppen gab es keine Unterschiede in Samen- oder Hormonwerten. Die Autoren folgern, dass eine systematische Schilddrüsenabklärung bei Männern infertiler Paare nicht zwingend sei (Schlussfolgerung der Autoren). Stärken: umfassende Phänotypisierung einschließlich Ultraschall. Schwäche: sehr wenige Männer mit Funktionsstörung (18), daher kaum Teststärke für Unterschiede zwischen euthyreot und subklinisch.

Zusammenfassung

Die Studien zur subklinischen Hypothyreose und zu Werten innerhalb der Referenzbereiche liefern ein gemischtes Bild. Positive Befunde (schlechtere Parameter oder höherer DFI bei SCH oder niedrigerem fT3) stehen neben Null-Befunden bei den Standardparametern [s59, s47, s97, s164, s143]. Der Befund mit der höchsten methodischen Qualität (adjustiert, mit Konfidenzintervall, n = 5401) betrifft den DFI-Schwellenwert, nicht die Standardparameter [s50]; ein zweiter Hinweis aus einer Kohorte mit 8478 Männern betrifft einen Zusammenhang von fT3 mit der Beweglichkeit in Prozentpunkten [s16]. Effekte sind klein, die Querschnittsdesigns erlauben keine Kausalaussage, und die Mendelsche Randomisierung findet keinen Zusammenhang mit diagnostizierter Infertilität [s36].

Alle Kapitel und Anhänge (24)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Studienlage: Metaanalysen und Übersichten
  5. Genetische Epidemiologie: Mendelsche Randomisierung und Hyperthyreose beim Mann
  6. Hypothyreose beim Mann: klinische Serien mit Samenanalyse und Subklinische Hypothyreose und Schilddrüsenwerte innerhalb der Referenzbereiche: Querschnitts- und Kohortenstudien
  7. Prävalenz von Schilddrüsenstörungen und Autoimmunität bei Männern mit Fertilitätsproblemen bis Autoimmunthyreoiditis: kleine Behandlungsbeobachtungen
  8. Radiojod bei Schilddrüsenkrebs und Hyperthyreose: Kohorten und Fallberichte und Zusammenfassende Einordnung der Beobachtungsstudien
  9. Hyperthyreose beim Mann: Hormonachse und Samenparameter bis Übersichtsarbeiten
  10. In-vitro-Studien an menschlichen Spermien und Zellkulturen bis Befunde, die sich widersprechen
  11. Mechanismen und biologische Plausibilität
  12. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  13. Englisch bis Spanisch
  14. Chinesisch bis Arabisch
  15. Türkisch
  16. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  17. Limitationen der Evidenz
  18. Offene Forschungsfragen
  19. Praktische Einordnung
  20. Glossar
  21. Quellenverzeichnis
  22. Diagramme
  23. Quellen
  24. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle