Die folgenden zwölf Abschnitte gehen die Sprachräume einzeln durch. Gefragt wird jeweils, welche eigenen Kohorten, Register, Leitlinien und Fachzeitschriften es gibt, welche regionalen Besonderheiten sich zeigen, wie gut die zuständigen Datenbanken erreichbar waren und wo es kaum eigene Literatur gibt. Die Gewichte sind sehr ungleich verteilt: Von den 311 Quellen der Gesamtstudie sind nach der Kennzeichnung in der Quellenliste 281 englisch, 19 russisch, 10 türkisch, 5 französisch, 4 japanisch, 3 spanisch, 2 deutsch und je eine chinesisch, italienisch, dänisch und hebräisch; 30 Quellen tragen keine Sprachkennzeichnung, und einige Quellen sind doppelt gekennzeichnet, etwa mit Originalsprache und englischem Abstract. Die Zahlen beschreiben die Sprache der Veröffentlichung, nicht das Land der Untersuchung: Viele Arbeiten aus Ägypten, China, Indonesien, dem Iran oder den nordischen Ländern erscheinen auf Englisch und werden hier dem Sprachraum zugeordnet, in dem sie fachlich eingebettet sind. Alle Aussagen stützen sich auf Abstracts, bei einigen Arbeiten auf frei zugängliche Volltexte. Therapieempfehlungen enthält das Kapitel nicht; wo Leitlinien Aussagen zur Arzneimittelwahl machen, werden sie als Inhalt der Leitlinie wiedergegeben.
Englisch
Gesamtbild. Der englische Sprachraum trägt den weit überwiegenden Teil der verwertbaren Studien. Das gilt für die klinischen Samenanalysen, für die großen Register und für fast alle Leitlinien und systematischen Übersichten. Die Recherche lief über die Europe-PMC-Schnittstelle und über Abstracts bei NCBI; beides war uneingeschränkt nutzbar, ebenso Crossref für Titelsuchen. Europe PMC führt Titel und Abstracts nichtenglischer Arbeiten meist nur in englischer Fassung, sodass englische Suchen alle Sprachräume mit abdecken, fremdsprachige Suchbegriffe dagegen kaum Treffer lieferten (null bis drei je Suche). Die Cochrane-Datenbank enthält über Europe PMC keine Übersicht zu Sulfasalazin, Methotrexat, TNF-Blockern oder Zöliakie und männlicher Fertilität; gefunden wurden nur Übersichten zu Antioxidantien bei männlicher Subfertilität und zu systemischen Psoriasis-Therapien allgemein. Die Einschätzung der Recherche lautet: Die Literatur ist für Sulfasalazin am dichtesten und am eindeutigsten; für Zöliakie beim Mann, Psoriasis und Rheuma überwiegen kleine, unkontrollierte oder querschnittliche Studien; für Methotrexat, Thiopurine und TNF-Blocker gibt es mehrere prospektive Kohorten mit jeweils unter 50 Männern und große Registerstudien zu den Kindern.
Zöliakie. Zu Spermienparametern bei Männern mit Zöliakie liegen nur zwei kleine Studien vor, aus den Jahren 1982 und 2024. Farthing und Mitarbeiter untersuchten 1982 in der Zeitschrift Gut 28 aufeinanderfolgende Männer mit Zöliakie und verglichen sie mit 19 Männern mit Morbus Crohn ähnlichen Alters und Ernährungszustands. Zwei der 28 Männer (7 %) hatten einen klinischen Hypogonadismus, von den verheirateten Zöliakiepatienten hatten 19 % eine infertile Ehe. Das Ejakulat zeigte deutliche Störungen von Morphologie und Beweglichkeit; nach Glutenentzug besserte sich nur die Morphologie. Bei Morbus Crohn fanden sich ähnliche Störungen, dort hatten 46 % zusätzlich eine verminderte Spermienkonzentration [s298]. Die hormonelle Folgearbeit von 1983 (41 Männer) beschrieb bei unbehandelter Zöliakie erhöhtes Testosteron und einen erhöhten freien Testosteronindex, erniedrigtes Dihydrotestosteron und erhöhtes LH, ein Muster, das als Androgenresistenz gedeutet wurde und in keiner Vergleichsgruppe auftrat [s297]. Die zweite Samenstudie ist eine iranische Fall-Kontroll-Studie in der Zeitschrift Cell Journal mit 10 Männern mit Zöliakie und 11 fertilen Männern: Die Standardparameter nach WHO 2010 unterschieden sich nicht signifikant, Chromatinreifung und DNA-Schäden waren bei Zöliakie ungünstiger (P < 0,05), die Vitalität niedriger (P < 0,05) [s56]. Persisch gehört nicht zu den zwölf Sprachräumen; die Arbeit steht hier, weil sie auf Englisch erschienen ist.
Die großen Zöliakie-Daten stammen aus schwedischen und dänischen Registern. Zugna und Mitarbeiter fanden in einer landesweiten schwedischen Kohorte bei 7.121 Männern mit biopsiegesicherter Zöliakie (Marsh III) gegen 31.677 Kontrollen eine Fertilitäts-Hazard-Ratio von 1,02 (95-%-Konfidenzintervall 0,99 bis 1,04); die Männer mit Zöliakie hatten 9.935 Kinder, die Kontrollen 42.245 [s243]. Zum Ausgang der Geburten: Ludvigsson und Mitarbeiter (2006, 1.059 Kinder von Vätern mit Zöliakie) sahen nur bei undiagnostizierter väterlicher Zöliakie ein erhöhtes Kaiserschnittrisiko (OR 1,83; 1,13 bis 2,95) [s258]. Khashan und Mitarbeiter (Dänemark, 611 Kinder von Vätern mit Zöliakie gegen 1.472.352 Kontrollen) fanden bei behandelter väterlicher Zöliakie ein um 81 g niedrigeres Geburtsgewicht (Konfidenzintervall minus 161 bis minus 3), bei unbehandelter keinen Unterschied [s244]. Zugna und Mitarbeiter (2014) ermittelten bei 6.002 Kindern von Vätern mit Zöliakie 5,9 % Fehlbildungen gegen 5,1 % bei Kindern von 19.600 Kontrollvätern (adjustiertes OR 1,14; 1,00 bis 1,29); bei Geburten seit dem Jahr 2000 verschwand der Unterschied (OR 1,01; 0,81 bis 1,26) [s230]. Die Kindersterblichkeit war bei väterlicher Zöliakie nicht verändert (Hazard-Ratio 1,02; 0,85 bis 1,23) [s236]. Die Metaanalysen zu Zöliakie und Infertilität betreffen Frauen; für Männer gibt es keine Metaanalyse [s220, s227, s205]. Eine ältere Übersicht nennt bei Männern Hypogonadismus und verminderte Samenqualität, hält den Mechanismus aber für unklar [s280].
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen als Erkrankung. Die Samenanalysen bei Männern mit CED widersprechen sich, und sie lassen sich meist nicht von Medikamenten und Operationen trennen. In der multizentrischen Querschnittsstudie von Valer und Mitarbeitern hatten Männer mit Morbus Crohn eine geringere Spermienkonzentration als Männer mit Colitis ulcerosa (Median 34,5 gegen 70 Mio/ml; P = 0,02) und weniger Zink im Samen [s192]. Die Studie von Martin und Mitarbeitern aus Utah (55 Männer mit CED, 47 Kontrollen) fand bei Kinderzahl und allen Samenparametern keinen Unterschied [s186]. Wdowiak und Mitarbeiter fanden dagegen bei 50 Männern mit Colitis ulcerosa in Remission gegen 50 Gesunde signifikant niedrigere Werte für Konzentration, Morphologie, Vitalität und progressive Beweglichkeit (p < 0,001) und einen DNA-Fragmentierungsindex von 28,9 % gegen 14,6 % [s124]. Bei 58 Männern mit Morbus Crohn lag Inhibin B niedriger als bei 25 Kontrollen (177 ± 58 gegen 234 ± 75 pg/ml; p = 0,001) [s53]. Judge und Mitarbeiter fanden bei 85 Männern ein mittleres Testosteron von 15,4 ± 5,2 nmol/l; 17,6 % lagen unter 10,4 nmol/l, und die Krankheitsaktivität war nur in der univariaten, nicht in der multivariaten Analyse mit niedrigerem Testosteron verbunden [s22]. Grosen und Mitarbeiter sahen bei 20 Männern mit schwerer aktiver CED eine eingeschränkte progressive Beweglichkeit (28,4 % gegen 37,4 % in Remission; p = 0,045) bei unveränderter DNA-Fragmentierung [s147].
Auf Bevölkerungsebene ist die Fertilität nur leicht vermindert. Druvefors und Mitarbeiter verglichen 29.104 schwedische Männer mit CED mit 140.901 Kontrollen: 1,28 gegen 1,35 Geburten je 1.000 Personenjahre, Hazard-Ratios 0,93 bei Colitis ulcerosa, 0,95 bei Morbus Crohn, 0,92 bei unklassifizierter CED [s96]. Nach Kolektomie sank die Fertilität der Männer marginal (HR 0,89; 0,85 bis 0,94) [s72]. Eine systematische Übersicht (Tavernier 2013, 11 kontrollierte Studien ohne Operation) fand bei Männern mit Morbus Crohn eine um 18 bis 50 % verminderte Fertilität bei unverändertem Reproduktionsvermögen, bei Colitis ulcerosa keine Minderung, und führte dies auf freiwillige Kinderlosigkeit zurück [s234]. Das dänische Register assistierter Reproduktion ergab bei Partnern von Männern mit Morbus Crohn ein adjustiertes OR von 0,58 (0,34 bis 0,97) für klinische Schwangerschaft und 0,88 (0,51 bis 1,55) für Lebendgeburt; nur eine von sechs berichteten Analysen war signifikant [s20]. Mendelsche Randomisierungen mit europäischen Datensätzen ergaben für Colitis ulcerosa und männliche Infertilität ein signifikantes IVW-Ergebnis (OR 1,125; 1,002 bis 1,264), das die robusteren Verfahren nicht bestätigten [s62].
Sulfasalazin und Mesalazin. Hier liegt der älteste und deutlichste Teil der englischsprachigen Literatur. Levi und Mitarbeiter beschrieben 1979 in The Lancet vier Männer mit Colitis ulcerosa unter Sulfasalazin mit Oligospermie; nach dem Absetzen besserte sich der Befund rasch, drei Partnerinnen wurden viermal schwanger, die Wiedereinführung verschlechterte den Befund bei zwei Männern [s308]. Toovey und Mitarbeiter fanden bei 28 CED-Patienten unter 2 bis 4 g/Tag grobe Samenauffälligkeiten bei 18, die länger als zwei Monate behandelt wurden, und 10 Schwangerschaften nach dem Absetzen [s305]; Birnie und Mitarbeiter bei 21 Patienten in 86 % einen abnormen Befund [s302]; Freeman und Mitarbeiter bei 11 behandelten gegen 6 unbehandelte Patienten signifikant geringere Dichte und Beweglichkeit unter Sulfasalazin [s299]. O'Moráin und Mitarbeiter zeigten 1984 an Menschen und Ratten, dass Sulfasalazin und sein Bestandteil Sulfapyridin dosisabhängig und reversibel die Fruchtbarkeit mindern, 5-Aminosalicylsäure dagegen nicht [s295]. Riley und Mitarbeiter (16 Patienten in ruhender Colitis ulcerosa) sahen nach Umstellung von neun Männern auf Mesalazin Besserungen von Zahl (p < 0,02), Beweglichkeit (p < 0,001) und Morphologie (p < 0,02) [s288]; ähnlich Zelissen und Mitarbeiter bei 11 Patienten nach vier Monaten retardiertem 5-ASA [s287] und Kjaergaard und Mitarbeiter bei acht Männern [s283]. Einen Gegenpol bilden Hrudka und Singh, die bei allen CED-Patienten ein „Kernsyndrom“ der Spermien fanden, das mit dem Ausmaß der Darmläsionen korrelierte, nicht mit Sulfasalazin [s294]. Zur Familiengröße fanden Burnell und Mitarbeiter bei 70 Männern mit Morbus Crohn eine kleinere Familie, unabhängig von Steroid oder Sulfasalazin [s290]; Narendranathan und Mitarbeiter bei 106 Männern mit Crohn und 62 mit Colitis ulcerosa eine mittlere Schwangerschaftszahl von 1,75 ± 0,12 gegen 2,14 ± 0,11 bei Kontrollen [s284]. Die Postumfrage von Moody und Mitarbeitern in Leicestershire ergab eine rohe Infertilitätsrate von 21 % [s277]. Nassan und Mitarbeiter ließen 73 Männer zwischen Mesalazin mit und ohne dibutylphthalathaltiger Beschichtung wechseln; in einer Gruppe sank die Gesamtbeweglichkeit um 7,61 Prozentpunkte (Konfidenzintervall minus 13,1 bis minus 2,15), in der umgekehrt gewechselten Gruppe zeigten sich keine signifikanten Veränderungen [s201]. Die Metaanalyse von Banerjee und Mitarbeitern (14 Studien, 327 Patienten, 110 Tiere) fand unter Sulfasalazin niedrigere Spermienzahl und Beweglichkeit als unter Mesalazin [s143]. Moderne kontrollierte Studien zu Sulfasalazin fehlen; die Belege stammen aus Fallserien und kleinen Kohorten der Jahre 1979 bis 1989.
Thiopurine. Die erste Samenstudie unter Azathioprin stammt aus dem Jahr 2001: Bei 23 CED-Patienten (davon 18 ohne Sulfasalazin, seit mindestens drei Monaten behandelt) lag die mittlere Spermiendichte bei 94 ± 84 Mio/ml, die Beweglichkeit bei 60 ± 20 %; bei 10 Patienten mit Proben vor und unter Therapie änderte sich nichts [s273]. Grosen und Mitarbeiter untersuchten 40 Männer mit CED in Remission unter Azathioprin oder Mercaptopurin gegen 40 gesunde Freiwillige: Die DNA-Fragmentierung unterschied sich nicht (SCSA p = 0,23; Comet p = 0,72), die Gesamtbeweglichkeit war aber niedriger (48,5 % gegen 64,5 %; p = 0,0003), ebenso die progressive Beweglichkeit (27,4 % gegen 43,3 %; p = 0,0004); Konzentration, Volumen und Morphologie unterschieden sich nicht [s148]. Die Metaanalyse von Simsek und Mitarbeitern (28 Studien, davon 6 in der Metaanalyse) fand bei 83 Männern keine eindeutige Beeinträchtigung und für Fehlbildungen eine gepoolte OR von 1,32 (0,75 bis 2,34); die Autoren halten die Daten für nicht schlüssig [s173]. Die dänischen Registerstudien ergaben für Fehlbildungen ein adjustiertes OR von 1,8 (0,7 bis 5,0) bei 54 exponierten Schwangerschaften [s268] und 0,82 (0,53 bis 1,28) bei 699 exponierten Kindern [s187]; die US-Versicherungsdaten von Meserve und Mitarbeitern (7.453 Väter mit immunvermittelten Erkrankungen) ein relatives Risiko von 1,12 (0,66 bis 1,76) bei 461 Vätern [s118]. Gubatan und Mitarbeiter fanden in einer Metaanalyse bei 268 Männern mit CED keinen Zusammenhang von Thiopurinen mit Samenparametern [s76].
Methotrexat. Die älteren Studien stammen aus den Jahren 1977 bis 1979 und fanden bei Psoriasis-Patienten keinen Schaden: Grunnet und Mitarbeiter verglichen 10 Männer unter Methotrexat mit 10 unter topischen Kortikosteroiden, die Samenanalyse war in der Methotrexat-Gruppe häufiger normal (p = 0,04) [s310]; El-Beheiry und Mitarbeiter untersuchten 26 Männer [s307]. Dagegen dokumentierten Sussman und Leonard 1980 bei einem Mann eine schwere, nach Absetzen reversible Oligospermie [s306]. In den prospektiven Kohorten der letzten Jahre blieben die Standardparameter überwiegend unverändert: Ley und Mitarbeiter fanden bei 7 Männern mit CED nach mindestens drei Monaten Methotrexat normale Standardparameter, aber erhöhte DNA-Fragmentierung und oxidativen Schaden, verglichen mit 1.912 Männern aus Fertilitätszentren [s169]. Grosen und Mitarbeiter fanden bei 14 Patienten gegen 40 Gesunde einen DNA-Fragmentierungsindex von 11,5 gegen 15,0 (p = 0,06) und im Samen nur Methotrexat-Polyglutamat 1 [s99]. Die Kohorte iFAME-MTX (20 Männer, Proben vor und nach 13 Wochen, 25 Kontrollen) fand weder bei den Samenparametern noch beim DNA-Fragmentierungsindex statistische Unterschiede [s80]. Die Schlussfolgerungen der Autoren reichen von einer möglichen Verminderung der DNA-Integrität [s169] bis zu der Aussage, Methotrexat sei nicht testikulär toxisch [s80]. Die Registerstudien zu den Kindern finden keine erhöhten Fehlbildungsraten: Weber-Schoendorfer und Mitarbeiter (113 exponierte Schwangerschaften) OR 1,02 (0,05 bis 7,0) [s228], Eck und Mitarbeiter (127 Geburten) OR 1,01 (0,37 bis 2,74) [s179], Winter und Mitarbeiter (193 Kinder) OR 1,10 (0,57 bis 2,13) [s193], Zarén und Mitarbeiter (Schweden, 223 Kinder) OR 1,1 (0,4 bis 2,6) bei einem erhöhten Bedarf an ICSI (OR 3,9; 2,2 bis 7,1), der bei Vätern mit mindestens zwei Jahren Abstand zum Absetzen nicht bestand [s85]; die Metaanalyse von Uysal und Mitarbeitern ergab OR 1,00 (0,62 bis 1,61) [s35]. Übersichten nennen eine dreimonatige Pause vor der Zeugung und führen sie auf die Dauer der Spermatogenese zurück, nicht auf Daten zur Toxizität [s184]; eine Übersicht von Jensen und Mitarbeitern (102 Studien, 25 humane) fand bei immunsuppressiven Dosen vorübergehende Effekte, die innerhalb von drei Monaten zu Referenzwerten zurückkehren [s115].
TNF-Blocker. Alle prospektiven Studien am Menschen sind klein. Villiger und Mitarbeiter fanden bei 26 Patienten mit Spondyloarthritis schlechtere Beweglichkeit und Vitalität ohne TNF-Blocker (je p = 0,001) als bei Patienten unter langer Therapie [s248]; Ramonda und Mitarbeiter bei 10 Patienten nach 12 Monaten Anti-TNF weniger Aneuploidien der Spermien und normale Hormonwerte [s225]; Micu und Mitarbeiter bei 23 aktiven Patienten und 42 Kontrollen keine signifikante Änderung unter Therapie [s221]. Mahadevan und Mitarbeiter sahen 2005 bei 10 Männern mit CED eine Woche nach Infliximab-Infusion ein höheres Ejakulatvolumen (P = 0,013) und einen Trend zu geringerer Beweglichkeit (P = 0,061) [s263]. Grosen und Mitarbeiter fanden bei 19 Patienten, die Anti-TNF begannen, und 17, die absetzten, bis auf einen klinisch bedeutungslosen Abfall der DNA-Fragmentierung (12,8 % auf 10,0 %; p = 0,02) unveränderte Parameter [s147]. Heppt und Mitarbeiter sahen bei 27 Männern mit Psoriasis nur in 14,8 % reine Normozoospermie und keine negative Therapiewirkung [s185]. Registerdaten zu Kindern (Larsen und Mitarbeiter, Dänemark, 372 exponierte Kinder) liegen nahe 1, bei weiten Intervallen [s200]; die Übersicht von Mouyis und Mitarbeitern (84 Arbeiten, mehr als 611 männliche Expositionen) sieht keine sichere Evidenz für Schaden [s151]. Eine Befragung von Cooley und Mitarbeitern (1.010 Männer mit Anti-TNF) ergab, dass nur 10,3 % beraten wurden [s127].
Neuere Wirkstoffe. Die einzige randomisierte, placebokontrollierte Studie zu diesem Thema betrifft den JAK-Hemmer Filgotinib (MANTA und MANTA-RAy, 248 randomisierte Männer): Einen Abfall der Spermienkonzentration um mindestens 50 % erreichten 8 von 120 (6,7 %) unter Filgotinib und 10 von 120 (8,3 %) unter Placebo, Differenz minus 1,7 % (95-%-Konfidenzintervall minus 9,3 bis 5,8 %) [s81]. Die Beobachtungszeit von 13 Wochen entspricht nur einem Spermatogenesezyklus. Zu Tofacitinib liegen Sicherheitsdatenbanken mit 99 väterlichen Expositionsereignissen vor (67 gesunde Neugeborene, 1 Totgeburt, 9 Spontanaborte, 22 offen) [s07]; für Upadacitinib eine Serie von sechs Männern mit Samenverfärbung bei unauffälliger Samenanalyse [s05]. Für Ustekinumab und Vedolizumab lagen nur Titel ohne Abstract vor, deren Daten nicht geprüft werden konnten; für IL-23-Hemmer fehlen klinische Daten.
Psoriasis, Rheuma und Autoimmunität. Bei Psoriasis fand die Fall-Kontroll-Studie von Caldarola und Mitarbeitern (50 unbehandelte Männer, 50 Kontrollen) niedrigeres Testosteron, verminderte Spermienzahl, Beweglichkeit und Normalform-Anteil und Ultraschallzeichen einer Entzündung der akzessorischen Drüsen bei 35 von 50 Patienten, bei keinem Kontrollmann [s176]. Testosteronstudien (Cemil 2015: 47 Patienten; Allam 2019: 121 Patienten, niedriges Gesamttestosteron bei 52,1 %) sind überwiegend querschnittlich [s209, s140]. Die taiwanische Geburtskohorte zu väterlicher Psoriasis (1.498.892 Einlingsschwangerschaften) zeigt für Kinder von Vätern mit Psoriasis eine adjustierte Hazard-Ratio von 3,69 (1,65 bis 8,26) für Psoriasis des Kindes [s77]. Bei Rheuma ist die norwegische Registerstudie die ungewöhnlichste Arbeit: Von 2.649 Männern mit Psoriasisarthritis, 1.716 mit rheumatoider Arthritis und 2.766 mit axialer Spondyloarthritis blieben in allen Gruppen weniger Männer kinderlos als in den 35.655 Kontrollen (p < 0,001), mit mehr Kindern je Mann; der Unterschied bestand schon vor Krankheitsbeginn [s33]. Meridor und Mitarbeiter fanden bei 102 Männern mit Psoriasisarthritis oder axialer Spondyloarthritis eine leicht niedrigere Vitalität (81,2 ± 7,6 gegen 84,4 ± 4,5 %; p = 0,02) bei vergleichbarer Morphologie, Konzentration und DNA-Fragmentierung gegenüber 32 Gesunden [s08]. Beim Lupus senkte intravenöses Cyclophosphamid die Spermienkonzentration bei 28 Männern um 64,3 Mio/ml (Konfidenzintervall 39,01 bis 89,65; p = 0,0001) [s198]. Registerdaten zu infertilen Männern zeigen die umgekehrte Richtung: Sie hatten später häufiger Psoriasis (HR 1,28 gegenüber vasektomierten Männern; 1,09 bis 1,50) und rheumatoide Arthritis (HR 1,56; 1,19 bis 2,05) [s161].
Leitlinien, Konsensuspapiere, Fachgesellschaften. Die englischsprachigen Leitlinien stammen überwiegend aus Rheumatologie und Reproduktionsmedizin. Die EULAR-Empfehlungen 2024 nennen für Männer unter anderem Methotrexat, Azathioprin, Sulfasalazin, Leflunomid, Mycophenolat, Ciclosporin, Tacrolimus und biologische DMARD als verträgliche Optionen, dazu Sildenafil [s30]; die zugrunde liegende systematische Übersicht (6.680 gesichtete, 255 eingeschlossene Arbeiten) sieht Cyclophosphamid als einziges Mittel mit dosisabhängiger irreversibler Infertilität [s29]. Eine Expertenbefragung der EULAR-Taskforce (20 Fachleute) ergab, dass JAK-Hemmer bei Männern mit Kinderwunsch vermieden oder nur bei schwerer Erkrankung eingesetzt würden [s10]. Eine Konsensusarbeit der APLAR 2026 (86 Aussagen, modifiziertes Delphi-Verfahren) umfasst männliche Aspekte [s11]. Chin und Mitarbeiter verglichen 18 Leitlinien: Empfehlungen zur männlichen Fertilität fanden sich in 6 (33 %) [s17]. Der Zweite Europäische Konsens zu Reproduktion und Schwangerschaft bei CED (ECCO 2015) enthält im Abstract keine Aussagen zu Männern [s213]. Die Aktualisierung der Fertilitäts-Arzneimittelübersicht von 2026 bestätigt die Schädlichkeit von Sulfasalazin und ergänzt Thiopurine [s03]. Die AUA/ASRM-Leitlinie zur männlichen Infertilität (Webseite, Aktualisierung 2024) hält die Evidenz zu den gelisteten Medikamenten für gering und nennt außer Finasterid keines mit signifikanter Auswirkung; Sulfasalazin, Methotrexat, Zöliakie und CED werden im abgerufenen Seitentext nicht genannt [s48]. Die EAU-Leitlinie Sexual and Reproductive Health führt in ihrer Tabelle 3.1 Methotrexat unter dem medikamenteninduzierten primären Hypogonadismus, chronische entzündliche Arthritis unter chronischen systemischen Erkrankungen und Zöliakie unter der erworbenen Androgenresistenz auf [s311].
Tiermodelle und Randbefunde. Tierversuche sind im englischen Sprachraum zahlreich. Bei Ratten senken Sulfasalazin und Analoga Fertilität, Nebenhodengewicht, Beweglichkeit und Nebenhodenspermienzahl, ohne das Hodengewicht zu ändern [s286]. Bei Mäusen mit Dextran-Natriumsulfat-Kolitis zeigten sich Hodenentzündung, oxidativer Stress und DNA-Schäden, die Nachkommen waren anfälliger für Kolitis [s224, s208]. Bei Nudt15-R138C-Mäusen führte Mercaptopurin genotypabhängig zu Hodenatrophie, die sich nach 12 Wochen zurückbildete [s65]. Im Labor hob Infliximab die toxische Wirkung von TNF-alpha auf Spermien auf (Ejakulate von 31 Spendern) [s264]. Diese Befunde stützen Hypothesen, sie ersetzen keine Daten am Menschen.
Randbemerkung zu weiteren Sprachen. Zwei Arbeiten in anderen Sprachen sind in der Quellenliste ohne eigenen Abschnitt: eine dänische Übersicht zu biologischen DMARD bei schwangeren und stillenden Frauen in Ugeskrift for læger [s123] und eine hebräische Studie in Harefuah an 20 Männern, die keine Korrelation zwischen Syndesmophytenscore und Serumtestosteron fand [s152].
Deutsch
Eigene Literatur: fast nichts. Die einzige deutschsprachige Originalstudie zum Thema, die die Recherche gefunden hat, ist die von Karbach, Ewe und Schramm aus dem Jahr 1982 in der Zeitschrift für Gastroenterologie, im Datenbankeintrag mit englischer Fassung des Titels („Quality of semen in patients with Crohn's disease“) verzeichnet. Sie untersuchte 27 Männer mit Morbus Crohn, davon 6 ohne Therapie, 10 unter Sulfasalazin und 11 unter Sulfasalazin plus Methylprednisolon. Unbehandelte und nur mit Sulfasalazin behandelte Patienten unterschieden sich nicht signifikant; alle 11 Patienten mit der Kombination hatten pathologische Befunde und einen signifikant höheren Crohn-Aktivitätsindex. Die Autoren folgerten, dass die Erkrankung selbst eine Rolle spiele [s301]. Die Arbeit zeigt exemplarisch, wie schwer sich Krankheitsaktivität und Medikament trennen lassen: Die Gruppen sind klein, und die Steroidgabe lässt sich vom Sulfasalazin nicht abgrenzen. Eine neuere deutschsprachige Kohorte, ein deutsches Register oder eine deutsche Samenstudie bei Zöliakie, CED, Psoriasis oder Rheuma wurde nicht gefunden.
Leitlinien. Der deutsche Sprachraum ist über seine Leitlinien vertreten, doch deren Aussagen zur männlichen Fertilität ließen sich nicht prüfen. Die S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris (adaptiert von EuroGuiDerm, Teil 1, 2026) erschien im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft als offener Volltext; ihre Kurzfassung verweist für männliche Methotrexat-Anwender hinsichtlich des Konzeptionsschutzes auf das Kapitel „Kinderwunsch/Schwangerschaft“ der Langfassung und auf die Fachinformation. Der Wortlaut dieses Kapitels war nicht zugänglich [s09]. Die deutschen Leitlinien zu Zöliakie (S2k der DGVS, Zeitschrift für Gastroenterologie 2022), Colitis ulcerosa und Morbus Crohn (S3, 2022 bis 2026) lagen in Europe PMC meist ohne Abstract vor; was sie zur männlichen Fertilität sagen, konnte nicht berichtet werden.
Erreichbarkeit. Das Leitlinienregister der AWMF lädt seine Inhalte per Skript; im abgerufenen Seitentext war es leer, und direkte PDF-Adressen lieferten HTTP 500. Deutsche Leitlinien waren deshalb nur als Zeitschriftenartikel über Europe PMC greifbar. Zusätzlich wurden je 8 bis 15 Suchen auf Deutsch in Europe PMC durchgeführt, mit kaum Treffern, weil die Datenbank Titel und Abstracts nichtenglischer Arbeiten meist nur englisch führt. Die deutschsprachige Fachpresse (etwa Zeitschriften der Gastroenterologie, Dermatologie und Rheumatologie) und Kongressbände sind damit nicht durchsucht; ihr Beitrag lässt sich auf dieser Grundlage nicht beurteilen.
Französisch
Eigene Literatur: Übersichten und Qualifikationsarbeiten, keine Primärdaten zur Samenqualität. Aus dem französischsprachigen Raum liegen fünf Quellen vor. Eine tunesische Übersicht in La Tunisie médicale (Serghini und Mitarbeiter, 2010; indexierte englische Fassung des Titels „Fertility and inflammatory bowel diseases“) behandelt CED und Fertilität; bei Männern bemängelt sie vor allem fehlende Daten zu den Medikamenten [s247]. Choux und Mitarbeiter (La Revue de médecine interne, 2018) schlagen eine Spermienkryokonservierung vor Methotrexat, Cyclophosphamid, Mycophenolat und mTOR-Hemmern vor; das ist eine Aussage der Autoren, kein Befund [s163]. Elefant (Gynécologie Obstétrique Fertilité & Sénologie, 2021) betrifft das Intervall zwischen Methotrexat und Empfängnis bei Frauen und hält eine Konzeption im Zyklus nach dem Absetzen für vertretbar; Spermienparameter bei Männern sind nicht ihr Gegenstand [s112]. Die beiden übrigen Quellen sind Qualifikationsarbeiten aus dem Hochschulserver HAL/DUMAS: Coulange (2018, Université de Picardie, Amiens) befragte telefonisch 10 Frauen und 9 Männer mit CED seit der Kindheit. Nur ein Mann war Vater, die Männer berichteten keine Sexualstörungen, und die gemessene Fertilitätsminderung von 45 % betraf Frauen [s164]. Bigare (2016) wertete 51 Arbeiten zur Zöliakie des Erwachsenen aus und nennt unerklärte Infertilität unter den Anlässen für gezieltes Screening [s197]. Hinzu kommt die tunesische systematische Übersicht von Boussaid und Mitarbeitern (25 Studien, bis September 2021), die im Abschnitt Arabisch besprochen wird [s92].
Register, Kohorten, Leitlinien. Eigene französische Kohorten, Register oder Leitlinien zur männlichen Fertilität bei diesen Erkrankungen wurden nicht gefunden. Französische Spermiogramm-Daten zu Zöliakie, CED, Psoriasis oder Rheuma fehlen in der Quellenliste. Die Aussagen von Choux zur Kryokonservierung stehen im Kontrast zu Ergebnissen der englischsprachigen Literatur, etwa der Studie von Grosen und Mitarbeitern, die für niedrig dosiertes Methotrexat keinen Beleg für eine Kryokonservierung oder ein therapiefreies Intervall sahen [s99]; die beiden Positionen beruhen auf unterschiedlichen Datengrundlagen und werden hier nebeneinandergestellt, nicht gegeneinander abgewogen.
Erreichbarkeit. Die wichtigste französischsprachige Plattform Cairn war nicht erreichbar (HTTP 403, Bot-Schutz), eine Suche dort war nicht möglich. Die HAL-Programmierschnittstelle war erreichbar, lieferte bei 24 Suchen aber meist nur null bis acht Treffer, vorwiegend Qualifikationsarbeiten (DUMAS) und vereinzelt Zeitschriftenartikel. Die Abdeckung des französischen Raums ist deshalb unvollständig; sie stützt sich auf die in Europe PMC indexierten Zeitschriften und auf HAL.
Italienisch
Eigene Literatur: dünn. Aus dem italienischen Sprachraum stammen zwei Übersichten, eine Leitlinie und zwei Zeitschriftenbeiträge in italienischen Zeitschriften mit englischem Abstract. Stazi und Trinti (Annali italiani di medicina interna, 2005; indexierte englische Fassung des Titels „Reproductive aspects of celiac disease“) beschreiben bei Zöliakie eine Gewebe-Androgenresistenz mit erhöhtem FSH und Prolaktin, die sie nicht mit der Infertilität in Zusammenhang sehen und deren Umkehrbarkeit unter glutenfreier Kost sie nennen [s265]. De Simone und Mitarbeiter (Giornale italiano di dermatologia e venereologia, 2019) behandeln Psoriasis und Schwangerschaft, überwiegend bei Frauen [s145]. Cacciapuoti und Mitarbeiter (Minerva Endocrinologica, 2021) schreiben, konventionelle Therapien seien bei Psoriasis am häufigsten mit Infertilität verbunden, und Biologika schienen die Fertilität zu verbessern, wenn eine entzündliche Gonadenstörung vorliegt; der Abstract nennt keine eigenen Zahlen [s109]. Eine Übersicht in Acta Bio-Medica (Carini und Mitarbeiter, 2021) sieht, wie die übrigen Übersichten, bei ruhender CED kaum beeinträchtigte Fertilität und bei Sulfasalazin eine konsistente Belastung [s110].
Studien in italienischen Zeitschriften. Das Archivio Italiano di Urologia e Andrologia veröffentlichte 2023 eine indonesische Querschnittsstudie: Bei 59 Männern mit Colitis ulcerosa verschlechterten sich Beweglichkeit und Morphologie mit dem Grad der Rektalblutung (Grad 3: progressive Spermien 24,81 ± 5,85 %, p < 0,0001; Testosteron 255,9 ± 30,08, p = 0,014) [s71]. Das ist keine italienische Kohorte, sondern ein Beitrag aus Indonesien in einer italienischen Zeitschrift, ohne Kontrollgruppe und ohne Berücksichtigung der Medikation im Abstract.
Leitlinie und Verbandsarbeit. Die Leitlinie der Italienischen Gesellschaft für Rheumatologie (SIR, Reumatismo 2025; GRADE-ADOLOPMENT, 18 Fachleute) formuliert Empfehlungen zur väterlichen und mütterlichen Exposition; die Einzelheiten lagen im Abstract nicht vor [s18]. Ein Buchkapitel zu männlichen Faktoren der Fertilitätsstörungen (Andrologia clinica, 2010) erwähnt keine der Erkrankungen und Medikamente. Die Webseite der Italienischen Gesellschaft für Andrologie (andrologiaitaliana.it) war erreichbar, bietet aber weder eine Literaturdatenbank noch eine abrufbare Leitlinie zum Thema; die Domain siaonline.it gehört nicht zu dieser Gesellschaft. Eine eigene italienische Fachdatenbank gibt es nicht; die Abdeckung beruht auf Europe PMC.
Portugiesisch
Eigene Literatur: keine rein portugiesischsprachige Studie. Eine Studie, die vollständig auf Portugiesisch erschienen ist und die Frage behandelt, wurde nicht gefunden. Was aus dem portugiesischsprachigen Raum vorliegt, sind brasilianische Arbeiten in brasilianischen Zeitschriften, die mit englischem Abstract erscheinen. Tiseo und Mitarbeiter veröffentlichten 2016 im International Braz J Urol eine systematische Übersicht über Fertilität und Samenqualität bei rheumatischen Erkrankungen, mit 19 Studien [s207]. Farhat und Mitarbeiter (Revista Brasileira de Reumatologia, 2016) berichteten bei 28 Männern mit Lupus, dass intravenöses Cyclophosphamid mit einem Abfall der Spermienkonzentration um 64,3 Mio/ml verbunden war (Konfidenzintervall 39,01 bis 89,65; p = 0,0001); auch eine Ozonexposition senkte die Spermienkonzentration [s198]. Tiseo und Mitarbeiter fanden außerdem 2019 in einer Querschnittsstudie in der Zeitschrift Lupus bei 28 Männern mit Lupus eine höhere DNA-Fragmentierung als bei 34 Gesunden [s155]. Lasa und Mitarbeiter veröffentlichten in den Arquivos de Gastroenterologia 2014 eine Metaanalyse mit 12 Studien, in der auch die lateinamerikanische Datenbank LILACS durchsucht wurde; sie betrifft jedoch Frauen: Bei Infertilität lag das OR für undiagnostizierte Zöliakie bei 3,09 (1,74 bis 5,49), bei diagnostizierter Zöliakie bestand kein Infertilitätsrisiko (OR 0,99; 0,86 bis 1,13) [s220].
Register, Kohorten, Leitlinien. Brasilianische oder portugiesische Register und Leitlinien zur männlichen Fertilität bei Zöliakie, CED, Psoriasis oder Rheuma wurden nicht gefunden. Samenanalysen bei Patienten gibt es aus diesem Raum nur beim Lupus, also bei einer Erkrankung, die über den Kern dieser Studie hinausgeht. Zu den Medikamenten der Studie (Methotrexat, TNF-Blocker, Sulfasalazin) fehlen eigene portugiesischsprachige Daten.
Erreichbarkeit. SciELO und LILACS/BVS, die beiden wichtigen Plattformen für Portugiesisch und Spanisch, lieferten HTTP 403 mit einer Sicherheitsprüfung („Establishing a secure connection“); bei SciELO war die Startseite erreichbar, die Suche nicht. Nur indirekt ließ sich LILACS über die Metaanalyse von Lasa und Mitarbeitern erfassen, die dort selbst gesucht hatten. Alle genannten Arbeiten kamen über Europe PMC. Rein portugiesischsprachige Zeitschriften ohne englische Metadaten sind damit nicht abgedeckt.
Spanisch
Eigene Literatur: Übersichten und eine Doktorarbeit. Der spanische Sprachraum liefert vier Quellen. Alijotas-Reig und Mitarbeiter (Medicina Clínica, 2016) schreiben in ihrer Übersicht zur Behandlung schwangerer Frauen mit systemischen Autoimmunerkrankungen mit Immunsuppressiva und Biologika, außer bei Cyclophosphamid und Sulfasalazin seien keine negativen Wirkungen von Immunsuppressiva auf die Spermienqualität beschrieben [s195]. Ibarra Barrueta und Mitarbeiter (Farmacia Hospitalaria, 2023) halten fest, die meisten Mittel seien mit väterlicher Exposition vereinbar, außer Sulfasalazin, Mycophenolat und Leflunomid; bei diesen empfehlen die Autoren ein Absetzen vor der Konzeption. Das ist eine Aussage der Autoren und kein Ergebnis einer eigenen Messung [s78]. Lázaro Sáez und Mitarbeiter (Revista andaluza de patología digestiva, 2025) legten eine Übersicht zu Fertilität und Schwangerschaft bei CED vor, die überwiegend Frauen betrifft [s23].
Die Doktorarbeit von Valer. Die einzige eigenständige spanische Primärdatenquelle ist die Doktorarbeit von Valer an der Universidad Rey Juan Carlos (2017, Dialnet), betitelt „Estudio de la fertilidad masculina en la enfermedad inflamatoria intestinal“ (Studie der männlichen Fertilität bei chronisch-entzündlicher Darmerkrankung). Nach der Lesart der Recherche fand sie bei Männern mit Morbus Crohn eine Oligoasthenospermie gegenüber Colitis ulcerosa, keine negative Wirkung von Thiopurinen und Anti-TNF auf die Samenqualität und eine unveränderte Sexualfunktion bei klinischer Remission; der Dialnet-Text war teilweise fehlerhaft wiedergegeben, die Deutung ist daher mit Vorsicht zu lesen [s191]. Ihre Datengrundlage entspricht vermutlich der Veröffentlichung derselben Erstautorin in Inflammatory Bowel Diseases (2017), einer multizentrischen Querschnittsstudie: Männer mit Morbus Crohn hatten eine geringere Spermienkonzentration als Männer mit Colitis ulcerosa (Median 34,5, Interquartilsabstand 19,2 bis 48, gegen 70, Interquartilsabstand 34,5 bis 127,5 Mio/ml; P = 0,02) und weniger Zink im Samen (1.475 ± 235 gegen 2.221 ± 1.123 µmol/l; P = 0,04); Männer mit Crohn unter TNF-Blockern hatten bessere progressive Beweglichkeit (56,7 ± 17,7 gegen 35,1 ± 22,1; P = 0,01) und Morphologie (14,4 ± 7,1 gegen 7,6 ± 4,9; P = 0,04) als ohne TNF-Blocker [s192]. Eine zweite spanischsprachige Arbeit mit Samendaten wurde nicht gefunden.
Register, Leitlinien, Erreichbarkeit. Spanische oder lateinamerikanische Register und Leitlinien zur männlichen Fertilität bei diesen Erkrankungen wurden nicht gefunden. Für das Spanische war die Suchmaske von Dialnet nutzbar, die Detailseiten wurden aber nach rund einem Dutzend Abrufen mit der Meldung „Ha sobrepasado los límites de acceso“ gesperrt; nach längeren Pausen waren von sieben weiteren Abrufen nur drei lesbar, davon zwei mit Abstract. In Dialnet fanden sich außerdem eine Arbeit von Jurado García und Mitarbeitern zu Fertilitätsproblemen bei CED (Revista andaluza de patología digestiva, 2011), eine Fall-Kontroll-Studie zur Seroprävalenz der Zöliakie bei Infertilität und ein Beitrag mit dem Titel „Rifampicina: coloración rojiza de fluidos corporales. Sulfasalazina: infertilidad masculina“; sie waren nicht lesbar oder ohne Abstract und stehen nicht in der Quellenliste. SciELO und LILACS waren, wie beim Portugiesischen, nicht abrufbar. Die Abdeckung des spanischen Raums ist deshalb nur teilweise erreicht.
Chinesisch
Gesamtbild. Aus dem chinesischen Sprachraum, einschließlich Taiwan und Hongkong, stammt die größte Zahl an Arbeiten der drei ostasiatischen Sprachräume, aber mit stark verschobenem Schwerpunkt. Es gibt keine einzige Studie aus China, die bei Männern mit Zöliakie die Spermienqualität untersucht, und für Psoriasis, rheumatoide Arthritis und Spondyloarthritis fehlen klinische Samenanalyse-Serien mit Methotrexat oder TNF-Blockern vollständig. Vorhanden sind genetische Zusammenhangsanalysen, Registerstudien zu den Kindern aus Taiwan, Tierversuche, Übersichten und eine Gruppe von Arbeiten zu einem landestypischen Rheumamittel. Fast alle Veröffentlichungen erschienen in internationalen englischsprachigen Zeitschriften; chinesischsprachig erschien nur eine Metaanalyse in der Zhonghua Nan Ke Xue (National Journal of Andrology) mit englischem Abstract.
Mendelsche Randomisierung. Vier chinesische Gruppen nutzten öffentliche genomweite Assoziationsdaten, die überwiegend europäischen Ursprungs sind und deshalb nichts direkt über Chinesen, Japaner oder Koreaner aussagen. Wang und Mitarbeiter (Chengdu, PLoS One 2024) setzten Colitis ulcerosa (27.432 Personen, 6.968 Fälle) und männliche Infertilität aus FinnGen (73.479 Personen, 680 Fälle) in Beziehung. Die inverse Varianzgewichtung ergab ein OR von 1,125 (95-%-Konfidenzintervall 1,002 bis 1,264), MR-Egger 1,095 (0,820 bis 1,462), der gewichtete Median 1,059 (0,899 bis 1,248). Nur das erste Verfahren erreicht Signifikanz, die untere Grenze liegt sehr nahe bei 1, und der Ergebnisparameter ist eine Diagnose bei nur 680 Fällen, keine gemessene Samenqualität; die Aussage „kausal“ ist stärker, als die Zahlen tragen [s62]. Ma und Mitarbeiter (Medicine 2025) fanden für Psoriasis insgesamt einen Zusammenhang mit auffälligen Spermien (IVW-OR 1,143; 1,041 bis 1,254; p = 0,005), für Psoriasis vulgaris OR 1,137 (1,040 bis 1,243) und für Psoriasisarthritis OR 1,112 (1,003 bis 1,234; p = 0,044); bei den Untertypen waren die robusten Verfahren meist nicht signifikant, und die Arbeit enthält erkennbare Unstimmigkeiten in einer Tabelle, sodass die Zahlen mit Vorsicht zu lesen sind [s24]. Sun und Mitarbeiter (Science Progress 2026) untersuchten zwölf Erkrankungen, darunter Zöliakie, Psoriasis, rheumatoide Arthritis, Spondylitis ankylosans, CED, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: CED und Morbus Crohn erhöhten das Risiko für erektile Dysfunktion (CED OR 1,101; 1,016 bis 1,194; Crohn OR 1,086; 1,012 bis 1,165), aber ein Zusammenhang mit auffälligen Spermien fand sich nur bei Asthma (OR 1,270; 1,045 bis 1,545), bei keiner der anderen Erkrankungen. Zöliakie war zunächst mit niedrigerem bioverfügbarem Testosteron verbunden, nach Entfernung von Ausreißern nicht mehr; die Autoren nennen die Arbeit selbst eine explorative Screening-Untersuchung [s12]. Chen und Mitarbeiter (Scientific Reports 2024; 12.882 CED-Fälle, 21.770 Kontrollen) ergaben für CED und erektile Dysfunktion OR 1,110 (1,017 bis 1,211), für Morbus Crohn 1,085 (1,015 bis 1,160), für Colitis ulcerosa 1,018 (0,917 bis 1,129; p = 0,743) [s49]. Der Widerspruch zwischen Ma (Psoriasis und auffällige Spermien: ja) und Sun (nein) bleibt ungeklärt; vermutlich liegen unterschiedliche Datensätze und Instrumente zugrunde.
Tiermodelle der Kolitis. Vier Arbeiten untersuchen im Mausmodell, wie Darmentzündung den Hoden beeinflusst. Chen und Mitarbeiter (2022) fanden nach Dextran-Natriumsulfat-Kolitis eine Abnahme der Androgene im Hoden und herunterregulierte Gene der Androgensynthese, vor allem des LH-Rezeptors [s94]. Xiao und Mitarbeiter (2022) arbeiteten mit je acht Mäusen in fünf Gruppen; die Kolitisgruppe zeigte laut Abstract niedrige Spermienzahl und Hodengewicht, im Volltext war der Hodenbefund moderat: Der Johnsen-Score betrug 7,25 ± 0,07 gegen 7,40 ± 0,07 in der Kontrolle (p = 0,156, nicht signifikant), während das Serum-IL-6 bei 30,71 ± 18,88 gegen 5,378 ± 0,25 pg/ml lag [s105]. Die Folgearbeit (Fan 2024) nennt Ly6a und Col1a1 als mögliche Zielstrukturen, ohne Zahlen im Abstract [s52]. Zeng und Mitarbeiter (Shenzhen und Hongkong, iScience 2025) lösten eine Kolitis durch den Transfer von CD4-positiven T-Zellen in Rag1-defiziente Mäuse aus und fanden Leukozyteninfiltration in Hoden und Nebenhoden; die Antibiotika-Vorbehandlung verringerte Th17-Zellen im Hoden um mehr als das Zehnfache, und Il17a-defiziente Zellen milderten die Schäden. Die Autoren sprechen von einem Ansatz zum Verständnis CED-assoziierter männlicher Infertilität [s37]. Alle vier sind Mausstudien, keine Daten bei Patienten.
Tripterygium-Präparate: das landestypische Thema. Tripterygium-Glykoside, Tabletten aus der Wurzel von Tripterygium wilfordii, werden in China bei rheumatoider Arthritis eingesetzt; sie gehören nicht zu den Medikamenten dieser Studie, liefern aber den Großteil der aktuellen chinesischen Arbeiten. Guo und Mitarbeiter (Life Sciences 2025) fanden bei Ratten mit kollageninduzierter Arthritis, dass die Tablette Gelenkschwellung und Entzündungswerte senkte, aber Spermienqualität und Befruchtungsfähigkeit verschlechterte, und beschrieben eine Herunterregulierung von NELL2 [s21]. Dai und Mitarbeiter (2022) gaben jungen Ratten über zwölf Wochen 12 mg/kg (je sieben Tiere): Das Serumtestosteron sank signifikant (p < 0,0001), die Spermienkonzentration und die Überlebensrate sanken (p < 0,01 bzw. p < 0,0001) [s95]. Ge und Mitarbeiter (2023) fanden bei Ratten mit Arthritis verminderte Hoden- und Nebenhodengewichte und deformierte Samenkanälchen [s75]; Cui und Mitarbeiter (2024) nennen Celastrol als toxischsten Bestandteil für Spermatogonien [s50]; Niu und Mitarbeiter (2025) liefern eine Übersicht über die Mechanismen [s28]; Pan und Mitarbeiter (2021) zeigten, dass eine traditionelle Rezeptur die Störungen mildert und Entzündungsmarker senkt [s121]. Die Tierstudien zeigen konsistent, dass Tripterygium-Präparate Hoden und Spermien schädigen; sie betreffen aber ein anderes Präparat als die international untersuchten Wirkstoffe, und eine Übertragung auf Patienten ist aus Abstracts nicht möglich.
Methotrexat, TNF-Blocker, Sulfasalazin. Zu Methotrexat gibt es aus China keine klinische Samenanalyse. Chen und Mitarbeiter (2025) prüften eine Kräuterrezeptur gegen Hodenschäden, die Methotrexat 20 mg/kg einmal täglich an fünf aufeinanderfolgenden Tagen auslöste; die Rezeptur milderte die Schäden, aber das Hochdosismodell entspricht nicht der niedrigen wöchentlichen Gabe bei rheumatischen Erkrankungen [s16]. Für Sulfasalazin liegt nur eine Tierarbeit vor, in der Sulfasalazin als Hemmstoff im Torsionsmodell diente (32 Ratten); sie sagt nichts über Subfertilität unter der Therapie [s260]. Der Umbrella-Review von Wang und Mitarbeitern (West China Hospital, 2026; 43 Metaanalysen, 249 Effektgrößen für 67 Risikofaktoren) stufte 136 Effektgrößen (54,6 %) als sehr niedrig, 59 (23,7 %) als niedrig und 54 (21,7 %) als moderat nach GRADE ein. Für Sulfasalazin oder Mesalazin übernimmt er aus der Metaanalyse von Banerjee eine mittlere Differenz der Spermienzahl von minus 28,31 × 10^6 (Konfidenzintervall minus 31,30 bis minus 25,32) bei je vier Primärstudien mit niedriger Evidenzqualität. Das sehr enge Konfidenzintervall der Beweglichkeit (minus 0,40 bis minus 0,37 Prozent) bei hoher Heterogenität ist ungewöhnlich und wäre an der Primärquelle zu prüfen. Zöliakie, Psoriasis, rheumatoide Arthritis und Methotrexat tauchen im Volltext nicht als eigene Faktoren auf [s14]. Zu TNF-Blockern gibt es einen Grundlagenversuch aus Taiwan: Bei Ratten mit Hyperprolaktinämie hob ein Anti-TNF-alpha-Antikörper die Hemmung der Testosteronfreisetzung weitgehend auf [s238]; Samenanalysen mit TNF-Blockern fehlen.
Register aus Taiwan. Taiwan steuert die beiden einzigen großen Registerstudien bei. Shao und Mitarbeiter (Arthritis Research & Therapy 2025) bildeten aus nationalen Daten eine Geburtskohorte mit 42.493 Geburten von Vätern mit autoimmunen rheumatischen Erkrankungen; 6.092 Väter (14,3 %) waren exponiert. Die Odds Ratios für Fehlbildungen lagen bei Methotrexat (n = 1.045) bei 0,88 (0,78 bis 0,99), bei Sulfasalazin (n = 3.771) bei 0,83 (0,76 bis 0,91) und bei TNF-Blockern (n = 118) bei 0,93 (0,68 bis 1,28); für Frühgeburt bei TNF-Blockern 0,60 (0,46 bis 0,78). Dagegen waren Azathioprin (OR 1,47; 1,31 bis 1,65) und Nicht-TNF-Biologika (OR 1,69; 1,48 bis 1,93) mit mehr Fehlbildungen verbunden, zielgerichtete synthetische Mittel (OR 5,19; 2,33 bis 11,39) auf nur fünf exponierten Vätern. Die Studie misst Kinder, nicht Samen; Verzerrung durch die Behandlungsindikation und Exposition über ausgestellte Verschreibungen sind Grenzen, und dass die Punktschätzer für Methotrexat und Sulfasalazin unter 1 liegen, lässt sich aus den Daten nicht erklären [s32]. Huang und Mitarbeiter (Frontiers in Immunology 2023; 1.498.892 Einlingsschwangerschaften) fanden bei Kindern von Vätern mit Psoriasis eine adjustierte Hazard-Ratio von 3,69 (1,65 bis 8,26) für Psoriasis, 1,13 (1,06 bis 1,21) für atopische Dermatitis und 1,05 (1,01 bis 1,10) für allergische Rhinitis; ein niedriges Geburtsgewicht fand sich bei mütterlicher, nicht bei väterlicher Psoriasis [s77]. Kao und Mitarbeiter (Inflammatory Bowel Diseases 2016) verglichen 1.845 Patienten mit CED mit 7.380 Kontrollen: Die Inzidenz erektiler Dysfunktion lag bei 2,23 gegenüber 1,29 je 10.000 Personenjahre, adjustierte Hazard-Ratio 1,64 (1,07 bis 2,52) [s199]. Eine chinesischsprachige Metaanalyse in der Zhonghua Nan Ke Xue (Li und Mitarbeiter 2019; 9 Studien, 734 CED-Fälle; Suche auch in WanFang und CNKI) ergab eine gepoolte Prävalenz erektiler Dysfunktion von 34,4 % (30,8 bis 38,1), bei Morbus Crohn 36,3 % und bei Colitis ulcerosa 26,8 % [s150].
Übergreifende Arbeiten. Ding und Mitarbeiter (Oncotarget 2017) fanden unter den Etiketten der US-Arzneimittelbehörde 65 Hinweise auf eine mögliche Beeinträchtigung der Spermatogenese; laut Abstract wird für mehrere entzündungshemmende Arzneimittel diese Wirkung durch die begutachtete Literatur nicht gestützt [s178]. Zeng und Mitarbeiter (Andrology 2025) werteten das FDA-Meldesystem aus: Von 16.180.533 Meldungen betrafen 3.210 väterliche Exposition; Adalimumab war das am häufigsten genannte Mittel (264 Meldungen; 8,22 %), und für männliche Fertilität zeigten nur Mycophenolsäure, Östrogen und Imatinib Signale; für Methotrexat, Sulfasalazin und TNF-Blocker ergab sich kein Signal [s38].
Erreichbarkeit der Datenbanken. Europe PMC indexiert chinesische Schriftzeichen nur für wenige Datensätze, Suchen lieferten überwiegend pflanzliche Rezepturen. CNKI war nicht erreichbar (Weiterleitung oder Verbindungsabbruch). Wanfang war über die Startseite erreichbar, doch die Ergebnisliste wird per JavaScript nachgeladen und enthielt keine auswertbaren Treffer. Der Teil der chinesischen Literatur, der nur in CNKI oder Wanfang liegt, einschließlich der Hochschulabschlussarbeiten, wurde nicht durchsucht; eine Aussage über die Gesamtheit der chinesischsprachigen Forschung ist damit nicht möglich.