Krebserkrankungen und Fruchtbarkeit · Kapitel 15 von 22 · Was die Literatur in den Sprachräumen zeigt

Japanisch bis Türkisch

Japanisch

Eigene Kohorten und Register. Die japanische Literatur liegt in drei Schichten vor: englischsprachige Arbeiten in PubMed-indizierten Zeitschriften, japanischsprachige Arbeiten bei J-STAGE (Abstracts über die Artikelseiten abgerufen) und Einträge über CiNii. Es sind 14 Quellen mit der Kennzeichnung „ja“. Japanische Titel stehen im Original mit deutscher Übersetzung in Klammern, soweit sie im Teilbericht vorlagen; bei den übrigen genügt hier die Nennung der Autoren.

Die Einzelzentrumsserien sind klein bis mittelgroß. Negoro und Mitarbeiter (Kyoto, 257 Patienten, ausgewertet 113 Männer mit Keimzelltumoren und 111 mit hämatologischen Erkrankungen) fanden eine mittlere Konzentration von 32,6 gegenüber 46,1 Mio/ml (p < 0,05); die Kryokonservierung vor der Chemotherapie gelang bei 90 % gegenüber 59 % (p < 0,0001) [s164]. Hamano und Mitarbeiter (Hirosaki, 111 ausgewertete Patienten) fanden bei Hodentumor eine niedrigere Konzentration; den WHO-Grenzwert erreichten 41 % der Hodentumor- und 66 % der übrigen Patienten [s163]. Kobayashi und Mitarbeiter (Tokio, 122 Männer) berichteten die niedrigste mittlere Konzentration bei Hodentumor (30,5 Mio/ml), aber die höchste mittlere Beweglichkeit (59,6 %) [s179]. Takeshima und Mitarbeiter (Yokohama) werteten 235 Männer aus (Kryokonservierung gelang bei 83,0 %; bei 36 Männern scheiterte sie, 23 davon waren erst nach Behandlungsbeginn überwiesen worden) [s155] und 34 Männer mit Knochen- und Weichteilsarkomen [s85]. Das Zentrum Ichikawa berichtete 130 Patienten (Hodentumor 53, Leukämie 43, malignes Lymphom 13) [s260] und die Arbeit von Hagiuda neun Hodentumor-Patienten mit früherem Kryptorchismus, von denen fünf azoosperm waren [s113]. Die Arbeit aus Jichi mit 38 hämatologischen Patienten fand bei vor der Ersttherapie eingefrorenen Proben bis auf zwei Patienten normale Konzentration und Beweglichkeit [s253]. Japanischsprachige Kohorten sind unter anderem die Zehnjahres-Erfahrung von Saito und Mitarbeitern (2003, Nihon Hinyokika Gakkai Zasshi; Titel 精子凍結保存10年間の経験 その現状と問題点, deutsch: „Zehn Jahre Erfahrung mit Spermakryokonservierung: Stand und Probleme“): Von 35 Patienten mit Hodentumor erreichten vor der Chemotherapie 7 (20 %) die WHO-Referenzwerte, von 20 Patienten mit Leukämie oder Lymphom 10 (50 %), von 69 Patienten, die erst nach Beginn der Chemotherapie kamen, 9 (13 %) bei 42 % Azoospermie; nicht chemotherapeutisch Vorbehandelte konnten zu 96,1 % einfrieren, nach Chemotherapie nur zu 45,3 % [s273]. Dahar (Sanada) und Mitarbeiter (2019, Sanka to Fujinka no Shinpo; Titel 当院でのがん患者の妊孕性温存を目的とした精子凍結保存法の実態と同法を用いた不妊治療成績の検討, deutsch: „Realität der Spermakryokonservierung zum Fertilitätserhalt bei Krebspatienten an unserer Klinik und Behandlungsergebnisse bei Nutzung“) berichteten 369 Krebspatienten (2001 bis 2018), von denen 41 Paare (11,1 %) das Material nutzten; bei Überweisung aus der Urologie waren nur 7,1 % nach Chemotherapie, bei Überweisung aus anderen Fächern 53,8 % [s159]. Weitere kleinere Arbeiten sind eine Serie aus Nishinomiya [s167], eine Serie aus Kyoto [s249], Taniguchi und Mitarbeiter (2011; Titel 当科における悪性腫瘍患者の精子凍結保存の現状と保存システムに関する検討, deutsch: „Stand der Spermakryokonservierung bei Krebspatienten in unserer Abteilung und Untersuchung des Aufbewahrungssystems“) [s239], Ando und Mitarbeiter (2021) [s110] und kinder- und jugendbezogene Arbeiten [s202, s172, s90]. Landesweit erhob die Befragung von Yumura und Mitarbeitern 695 Einrichtungen; 92 hatten vor Chemotherapie Samen eingelagert, in der Auswertung von 820 Patienten war der Erfolg der Kryokonservierung bei hämatologischen Krebsarten mit 82,5 % signifikant niedriger als bei Hodentumor (93,6 %) und anderen Tumoren (95,6 %) [s169].

Zur Hodenspermiengewinnung nach Chemotherapie gibt es mehrere Serien: 66 Patienten mit persistierender Azoospermie (Gewinnung bei 31, 47 %; klinische Schwangerschaft bei 23, 35 %) [s197], 26 Patienten (Gewinnung 42 %) [s212], 17 Männer (Onko-TESE; bewegliche Hodenspermien bei 9) [s57] und weitere [s221, s259, s261, s270]. Zur Vaterschaft nach Hodentumor-Chemotherapie liegt eine multizentrische Befragung mit 567 Überlebenden vor: Ohne Chemotherapie zeugten 20 % ohne gefrorenes Sperma Kinder, mit Chemotherapie 10 %; die Vaterschaftsrate betrug nach drei Zyklen 12 % und nach vier Zyklen 5 % (p < 0,05) [s128]. Eine Auswertung von Fehlgeburten nach ICSI mit kryokonserviertem Sperma ergab bei 12 Hodentumor-Patienten eine höhere Fehlgeburtenrate (43,8 % gegenüber 9,1 %; p < 0,05); die Ursache ist im Abstract nicht gemessen, sondern vermutet, und die Gruppe ist sehr klein [s10].

Ein Register: Seit April 2021 besteht ein landesweites Förderprogramm; teilnehmende Einrichtungen müssen einem Onkofertilitätsnetz ihrer Präfektur angehören und Daten im Japanischen Onkofertilitätsregister (JOFR) erfassen [s65]. Das Register wird im Abstract als Voraussetzung der Förderung beschrieben, Ergebnisse daraus liegen in den abgerufenen Quellen nicht vor.

Leitlinien und Konsensus. Die Leitlinien der Japan Society of Clinical Oncology (JSCO) von 2017 sind die erste japanische Leitlinie zur Onkofertilität; Teil 1 enthält allgemeine Grundlagen und Empfehlungen zu vier klinischen Fragen, Teil 2 Einzelheiten für acht Tumorbereiche; Zahlen oder Empfehlungsgrade stehen nicht in den Abstracts [s94, s105, s153]. Die Leitlinie der Japanischen Urologischen Gesellschaft von 2024 zur männlichen Infertilität hebt nach dem Abstract den Fertilitätserhalt vor einer Krebsbehandlung hervor und nennt für die nichtobstruktive Azoospermie die Mikro-TESE (Grad A) [s38]. Übersichten von Yumura und Mitarbeitern nennen, 15 % bis 30 % der Krebsüberlebenden verlören ihr Fertilitätspotenzial [s88, s106, s107]; Kawai und Nishiyama weisen darauf hin, dass mehrere Studien nahelegten, der Krebs selbst, nicht die Behandlung, könne die Samenqualität verschlechtern [s147]. Das sind Aussagen der Autoren.

Fachzeitschriften und Publikationswege. Japanischsprachige Arbeiten erschienen unter anderem in Nihon Hinyokika Gakkai Zasshi, Nihon Shoni Ketsueki Gan Gakkai Zasshi, Sanka to Fujinka no Shinpo und Hinyokika Kiyo (Acta Urologica Japonica) [s273, s202, s172, s90, s159, s239, s249]. Die englischsprachigen Arbeiten erschienen unter anderem in Reproductive Medicine and Biology [s164] und International Journal of Clinical Oncology [s94]; in der japanischen Zeitschrift Gan to Kagaku Ryoho erschienen Arbeiten mit englischem Abstract [s65, s62].

Regionale Besonderheiten. Erstens zeigen wiederholte Befragungen, dass viele Einrichtungen keine eigene Spermabank haben und an Privatkliniken verweisen: Von 92 antwortenden hämatologischen Einrichtungen hatten 17 eine eigene Spermabank, 69 arbeiteten mit einer zusammen, und nur 38 % informierten alle Patienten [s156]; bei der urologischen Befragung von 2008 führten 24 von 90 Abteilungen (26,7 %) die Kryokonservierung selbst durch [s254]. Bei einer Befragung von Hämatologen informierten 54 von 144 (37,5 %) immer über das Risiko der Unfruchtbarkeit [s262]. Zweitens ist die Aufklärung oft verspätet: In den hämatologischen Serien kamen viele Patienten erst nach Behandlungsbeginn [s155, s273, s172]. Drittens liefern die Zentren der Region und der Pädiatrie Daten, die in englischen Zeitschriften fehlen. Viertens ist die Hodentumor-Nachsorge mit der Beobachtung drei gegenüber vier Zyklen Cisplatin-basierter Chemotherapie eine japanische Besonderheit [s128]. Fünftens werden Spermien- und Eizellkryokonservierung nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen; seit April 2021 besteht ein Förderprogramm, das als Forschungsförderung zum Aufbau von Evidenz positioniert ist [s65]. Sechstens weisen mehrere Arbeiten darauf hin, dass für junge Männer vor der Stammzelltransplantation oft keine rechtzeitige Aufklärung stattfand [s172, s90].

Erreichbarkeit der Datenbanken. J-STAGE war erreichbar; 17 Artikelseiten wurden abgerufen, 13 aufgenommen (drei enthielten keinen Abstract-Text). CiNii Research war erreichbar; acht Einträge mit Abstract wurden aufgenommen, viele andere hatten keinen Abstract. Die japanische Inlandsliteratur ist damit besser erreichbar als die chinesische und die koreanische, aber nur auf Abstract-Ebene.

Koreanisch

Eigene Kohorten und Register. Es wurde keine koreanischsprachige Quelle gefunden, die sich abrufen und auswerten ließ; in der Master-Quellenliste trägt keine Quelle die Kennzeichnung „ko“. Die koreanische Evidenz stammt aus zehn englischsprachigen PubMed-Arbeiten, überwiegend aus drei Zentren: CHA Gangnam (Seoul), Seoul National University Bundang Hospital und Pusan National University Hospital [s84, s200, s152, s95, s208, s33, s184, s224, s268, s97]. Das ist ein kleiner Fund; ob die koreanische Inlandsliteratur mehr enthält, lässt sich aus den Abrufen nicht sagen.

Die wichtigste Arbeit ist die prospektive Vergleichsstudie von Song und Mitarbeitern (CHA Gangnam, 2019 bis 2021): 65 Krebspatienten gegenüber 67 Kontrollen, die Samen für assistierte Reproduktion einfrieren ließen. Die Konzentration betrug 67,76 ± 59,50 gegenüber 95,52 ± 69,61 Mio/ml, die Gesamtbeweglichkeit 35,84 ± 11,13 gegenüber 41,58 ± 11,61 %; der DNA-Fragmentierungsindex lag bei 24,32 ± 15,69 gegenüber 19,11 ± 11,63 % (p = 0,033). Nach Ausschluss von acht Patienten, die schon vor dem Einfrieren Chemotherapie erhalten hatten, blieben Konzentration und Beweglichkeit signifikant niedriger, der Unterschied im DNA-Fragmentierungsindex aber nicht mehr (p = 0,069) [s84]. Die Untergruppen sind klein (7 bis 17 Patienten), die Kontrollen sind keine Gesunden, sondern Männer mit Einlagerung für assistierte Reproduktion, und der Altersunterschied beträgt etwa vier Jahre. Ku und Mitarbeiter (Pusan) werteten 66 Patienten aus, die vor Chemotherapie Sperma einfrieren ließen: Hodenkrebs 31, Non-Hodgkin-Lymphom 10, Hodgkin-Lymphom 5, Leukämie 8; die Konzentration und die Vitalität unterschieden sich signifikant zwischen den Krebsarten, nicht aber Volumen, Beweglichkeit und Morphologie. Die Autoren nennen die Studie die erste zur Kryokonservierung vor Krebstherapie in Korea; für das Hodgkin-Lymphom (n = 5) ist keine eigene Aussage möglich [s200]. Song und Mitarbeiter werteten 721 Krebspatienten (1996 bis 2016) aus, von denen 111 (15,4 %) erst während oder nach der Krebsbehandlung einfroren; 44 (6,1 %) nutzten ihr Material [s152]. Kim und Mitarbeiter (Bundang) untersuchten die Stabilität aufeinanderfolgender Ejakulate vor der Behandlung (86 Patienten retrospektiv, 81 Patienten prospektiv); die Intraklassen-Korrelation für die DNA-Fragmentierung betrug 0,68 (95 %-KI 0,45 bis 0,84) [s208, s95]. Park und Mitarbeiter (Seoul National University Hospital) werteten 298 Patienten von 11 bis 25 Jahren aus: 72,1 % versuchten die Einlagerung, in der jüngsten Altersgruppe nur 59,6 % [s33]. Yoon und Mitarbeiter (Goyang) untersuchten 105 Überlebende nach Krebs im Kindesalter; diese Arbeit zeigt Spermienbefunde nach, nicht vor der Therapie [s184]. Ein koreanisches Register zum Fertilitätserhalt wurde in den Abstracts nicht beschrieben; die Befragung von Takae und Mitarbeitern nennt aber für Korea (wie für Japan und Australien) eine eigene Fachgesellschaft oder Organisation für Fertilitätserhalt [s154].

Leitlinien und Konsensus. Eine koreanische Leitlinie wurde nicht als Quelle gefunden.

Fachzeitschriften und Publikationswege. Die Arbeiten erschienen in World Journal of Men's Health, Investigative and Clinical Urology, Clinical and Experimental Reproductive Medicine, Obstetrics & Gynecology Science und anderen englischsprachigen PubMed-indizierten Zeitschriften [s84, s200, s152, s95, s33]. Koreanischsprachige Zeitschriften wurden nicht erreicht.

Regionale Besonderheiten. Mehrere koreanische Kohorten weisen Männer aus, die erst während oder nach der Behandlung einfroren (15,4 %) [s152] oder bei denen vor dem Einfrieren Chemotherapie stattgefunden hatte (12,3 %) [s84]. Alle drei Zentren sind Universitätskliniken; die Zahl der Patienten ist klein, und die Arbeiten sind keine Register.

Erreichbarkeit der Datenbanken. Die koreanischen Portale lieferten kein auswertbares Ergebnis: KCI war erreichbar, die Suche funktionierte aber nur per POST, die Detailseiten zeigten per curl keinen Abstract, und die Suche nach Krebs und Spermien ergab kaum einschlägige Titel; KoreaMed lieferte nur eine Rahmenseite ohne Trefferliste, eine zweite Adresse war nicht erreichbar; DBpia war nicht erreichbar. Die koreanische Literatur wurde ausschließlich über PubMed-indizierte Zeitschriften erreicht.

Russisch

Eigene Kohorten und Register. Die russischsprachigen Quellen (19 Einträge) stammen aus CyberLeninka (Volltext durch Texterkennung) und aus Europe-PMC-Einträgen russischer Arbeiten mit englischem Abstract. Die Literatur ist dünn und besteht zu großen Teilen aus Kongressbeiträgen und Übersichten ohne eigene Primärdaten. Echte prätherapeutische Samenwerte liefert im Kern eine einzige Moskauer Arbeitsgruppe um Vinokurov, die dieselbe Kohorte von Männern mit Hodgkin-Lymphom in drei Veröffentlichungen beschreibt [s238, s236, s225]; sie zählt in einer Synthese nur einmal.

Die erste Fassung (2011) umfasst 30 Männer von 18 bis 35 Jahren mit nachgewiesener Fertilität (28 mit BEACOPP-14; Voraussetzung war Spermakryokonservierung oder nachgewiesene Vaterschaft). Vor der Therapie wurde das Ejakulat bei 12 der 30 Männer untersucht: Bei 6 (50 %) bestanden kombinierte Veränderungen der Spermatogeneseparameter; die mittlere Konzentration betrug 50,0 Mio/ml vor und 20,8 Mio/ml nach der Therapie, wobei der Konzentrationsabfall mit p = 0,094 das Niveau von 0,05 nicht erreichte, obwohl der Text ihn als signifikant bezeichnet [s238]. Die zweite Fassung (2012) umfasst 63 Patienten (1993 bis 2011); initiale Spermatogenesestörungen wurden bei 48 % (10 von 21) der prätherapeutisch untersuchten Männer gefunden, eine Azoospermie nach der Therapie bei 42 % (25 von 63); der Abstract nennt „Norm“ bei 12 % (19 von 63), was rechnerisch 30 % entspräche [s236]. Die dritte Fassung (2013) nennt für dieselben 63 Patienten nach Schema: ABVD 0 von 11, BEACOPP-14 13 von 30 (43 %), MOPP/ABVD 6 von 15 (40 %), BEACOPP eskaliert 4 von 7 (57 %); zusammen 23 von 63 (36,5 %), während die Fassung von 2012 42 % nennt, die Angaben sind also nicht deckungsgleich. Ejakulatparameter vor der Therapie lagen nur für 21 der 63 Männer (33 %) vor; in der BEACOPP-14-Gruppe hatten 9 von 13 (69 %) initiale Störungen, im Papier von 2011 waren es 6 von 12 (50 %) in derselben Gruppe [s225]. Die Serie hat Stärken (einzige regionale Serie mit Samenanalyse vor Therapie und Schemavergleich) und deutliche Schwächen: nur 33 % bis 40 % mit prätherapeutischem Spermiogramm, unterschiedliche Laborstandards, Selektion durch die Einschlussbedingung, kleine Gruppen.

Weitere Quellen: Zenkova und Mitarbeiter (Nowosibirsk, 2010) untersuchten 54 Männer mit Lymphogranulomatose oder Non-Hodgkin-Lymphom und 20 Gesunde, aber nur Hormone und keine Samenanalyse; vor und zu Beginn der Therapie fand die Gruppe bei der Mehrheit keine pathologischen Veränderungen, wobei nur etwa zehn Männer vor der Therapie untersucht wurden [s246]. Kostin, Kulchenko und Moskvichev (2017) und Kulchenko (2018) behandeln Hormone bei Azoospermie [s186, s170]; bei der Hodenbiopsie von 197 azoospermen Männern wurde bei 7 (3,5 %) ein Hodenkrebs entdeckt [s170]. Weitere Beiträge sind eine Übersicht zur Erholung nach Hodenkrebstherapie [s187], zur Gonadentoxizität [s185], zur Ejakulatqualität bei Keimzelltumoren [s198] und zu Strahlendosen am Hoden [s258]. Zu Kindern und Jugendlichen berichtet das Rogatschow-Zentrum, dass seit 2012 von 30 überwiesenen Patienten (mittleres Alter 16 Jahre) bei 24 (80 %) die Kryokonservierung durchgeführt wurde [s201]; weitere Übersichten betreffen Jungen mit Hodgkin-Lymphom [s158], die Hodengewebe-Kryokonservierung bei Jungen (Studienprotokoll ohne Ergebnisse) [s41] und Hirntumoren [s144]. Gubernatorova und Mitarbeiter untersuchten 23 Männer nach Kindheitstherapie (Medulloblastom oder ALL), mit Gonadotropinwerten ohne signifikante Gruppenunterschiede [s216]. Tierversuche betreffen CHOP bei Ratten und Cisplatin und Doxorubicin [s69, s129]. Zu Leukämien liegt aus dem russischsprachigen Raum keine Studie vor, die Ejakulatparameter vor der Therapie berichtet. Ein Register wurde nicht beschrieben.

Leitlinien und Konsensus. Eine russische Leitlinie wurde nicht als Quelle gefunden. Das nächstliegende Dokument ist ein unsigniertes Kongressabstract des Berufsverbands der Andrologen Russlands (2014), das ohne Literaturangaben schreibt, etwa die Hälfte der Patienten mit Hodentumor habe eine beeinträchtigte Spermatogenese und 70 % der Hodgkin-Patienten schon bei Vorstellung; die dort genannten Strahlendosen „300 Gy“ und „1200 Gy“ sind für die Gonadendosis nicht plausibel (die Übersicht [s258] nennt „über 300 rad“) und werden nur wörtlich berichtet; der Beweiswert ist niedrig [s211]. Rechtlich gilt seit dem 1. Januar 2021 nach Mamizhev und Mitarbeitern der Erlass Nr. 803n des Gesundheitsministeriums vom 31. Juli 2020, der die Kryokonservierung biologischen Materials für onkologische Patienten vor Chemo- und Strahlentherapie vorsieht [s89].

Fachzeitschriften und Publikationswege. Die russischsprachigen Arbeiten erschienen unter anderem in Klinische Onkohämatologie [s238], Maligne Tumoren [s236], Hämatologie und Transfusiologie [s225] und Onkourologie [s89]; der Verbandsabstract erschien in Translational Andrology and Urology [s211]. Kongressbeiträge und Übersichten überwiegen.

Regionale Besonderheiten. Erstens bietet das Rogatschow-Zentrum ein seit 2012 bestehendes Überweisungsprogramm mit kostenloser, schneller Abgabe (1 bis 2 Tage Dauer) [s201]. Zweitens liegt der Forschungsschwerpunkt auf hormonellen Prädiktoren der Spermatogenese (FSH, Inhibin B, AMH) [s186, s170]. Drittens ist das Schema BEACOPP-14 in der Moskauer Kohorte verbreitet, und die Autoren schließen, es sei weniger gonadotoxisch als die Literaturangaben zu BEACOPP (Azoospermie 87 % bis 93 %), mit 43 % Azoospermie [s238]. Viertens werden Strahlendosen teils in rad, teils in Gy angegeben, in einem Kongressabstract offenbar in fehlerhaften Einheiten [s211, s258]. Fünftens widmet eine Übersicht der Haltung von Islam, Judentum und anderen Religionen zur assistierten Reproduktion ein eigenes Kapitel [s89]. Sekundärangaben ohne eigene Daten (etwa 25 % bis 70 % initiale Spermatogenesestörungen bei Hodgkin-Lymphom und anderen Tumoren nach Vinokurov 2015, sowie 20 % bis 70 % in einer Übersicht über Jungen mit Hodgkin-Lymphom) sind als solche zu lesen [s201, s158].

Erreichbarkeit der Datenbanken. CyberLeninka war erreichbar (zeitweise HTTP 503 bei schneller Abfolge) und lieferte Volltexte; eLIBRARY.ru war nicht nutzbar, die Abfrage wurde auf eine Sitzungsseite umgeleitet. Europe PMC fand mit dem Sprachfilter für Russisch mehr als 1.600 Treffer zur Samenanalyse allgemein, aber nur wenige zu Krebs.

Arabisch

Eigene Kohorten und Register. Arabischsprachige Primärliteratur zu Krebs, Spermienqualität und Kryokonservierung wurde in keiner erreichbaren Datenbank gefunden: Die Abfrage von Europe PMC mit dem Sprachfilter für Arabisch lieferte auf allen Suchen null Treffer. Alle 15 Quellen mit der Kennzeichnung „ar“ sind englischsprachige Veröffentlichungen aus arabischsprachigen Ländern oder Mehrländerstudien. Prätherapeutische Samenqualität wird in ihnen fast nie gemessen; berichtet werden Beratung, Inanspruchnahme der Spermakryokonservierung und Barrieren. Ejakulatdaten vor einer Krebstherapie fehlen in dieser Gruppe weitgehend. Eine Ausnahme ist ein Laborbericht aus Oujda, Marokko (59 Verfahren, 2022 bis 2025): Onkologische Indikationen überwogen, vor allem Hodentumoren, danach hämatologische Malignome; die Richtung des Konzentrationsunterschieds zwischen onkologischen und anderen Patienten nennt der Abstract nicht [s07].

Die Befragungen: In Amman (Jordanien) wurden 186 junge Männer mit neu diagnostiziertem Krebs und geplanter potenziell kurativer Chemotherapie untersucht; häufigste Tumoren waren Non-Hodgkin-Lymphom (31,7 %), Leukämie (25,8 %) und Hodgkin-Lymphom (14,0 %). Beraten wurden 75,0 %, Spermabanking erfolgte bei 33,1 %, häufiger bei Ledigen (53,4 % gegenüber 17,7 %), Kinderlosen (51,8 % gegenüber 14,3 %) und hoch Gebildeten (47,6 % gegenüber 17,1 %); als Gründe für den Verzicht nannten die Patienten fehlende Information über das Unfruchtbarkeitsrisiko (26,2 %), Unkenntnis des Angebots (25,4 %) und Angst vor Behandlungsverzögerung (20,0 %) [s133]. Das ist die einzige regionale Studie mit nennenswertem Leukämie- und Lymphomanteil, die Spermakonservierung quantifiziert; Spermaparameter werden nicht berichtet. In Dschidda (Saudi-Arabien) erhielten von 135 Patienten im reproduktionsfähigen Alter 37,8 % eine Fertilitätsberatung, nur 17 % sahen einen Fertilitätsspezialisten; 87,4 % nutzten keine Methode zum Fertilitätserhalt, und Männer sind nicht getrennt ausgewertet [s92]. Eine qualitative Studie in Jordanien mit 15 Patienten fand „verweigerte Fruchtbarkeitsrechte“ und soziokulturelle und religiöse Einflüsse; Teilnehmer erfuhren oft erst nach Behandlungsbeginn davon [s08]. Aus der Sicht der Behandelnden: Unter 76 Onkologen in Saudi-Arabien hatten 40,8 % eine Schulung zum Fertilitätserhalt erhalten, 85,5 % äußerten Schulungsbedarf, 18,4 % überwiesen stets an Fertilitätsspezialisten [s21]; eine weitere Umfrage in Riad nennt, die meisten Onkologen zeigten gute Kenntnisse, die Teilnehmerzahl nennt der Abstract nicht [s73]; in Oman wünschten rund 94 % mehr Wissen [s72]; in Mosul (Irak) wurden 27 Gesundheitsfachkräfte interviewt [s01]; in Tanger (Marokko) kannten von 70 Onkologen nur 37 bestehende Zentren für Fertilitätserhalt, 38 % sprachen das Thema systematisch an [s06]. Ein Scoping Review zu Barrieren in der MENA-Region (22 Artikel eingeschlossen) ist die einzige systematische Zusammenfassung; sie wertet keine Spermadaten aus [s16]. Eine Umfrage unter Onkofertilitätszentren in 14 Ländern mit eingeschränkten Ressourcen (darunter Ägypten, Tunesien, Saudi-Arabien) hat eine Leitung in den USA und ist nur teilweise regional [s140]. Zur chronischen myeloischen Leukämie liegt eine Übersicht aus Katar vor [s50], zur Hodenkrebsforschung der MENA-Region eine bibliometrische Analyse (462 von 1.026 Publikationen; Türkei 56,7 %; häufigster Studientyp Fallberichte 48,3 %) [s32]. Tierversuche (Cisplatin bei Mäusen aus Kuwait, CHOP bei Ratten aus Kairo) sind Schutzstudien [s248, s118]. Zwei Veröffentlichungen aus der Region sind als zurückgezogen markiert und wurden nicht als Evidenz verwendet. Ein Register wurde nicht beschrieben.

Leitlinien und Konsensus. Es wurde keine arabischsprachige und keine regionale Leitlinie als Quelle gefunden. Mehrere Studien beklagen das Fehlen nationaler Leitlinien und Überweisungswege [s21, s73, s06].

Fachzeitschriften und Publikationswege. Die Arbeiten erschienen in englischsprachigen Zeitschriften wie Asia-Pacific Journal of Clinical Oncology [s01], Discover Oncology [s16], Journal of Assisted Reproduction and Genetics [s140] und Annals of Medicine and Surgery [s32]. Arabischsprachige Fachzeitschriften wurden nicht erreicht. Vom Teilbericht wird ein arabischsprachiger Artikel von Al-Baz (2014) über die Gefrierung von Spermien und Eizellen aus islamrechtlicher und medizinischer Sicht als vorhanden gemeldet, aber nur mit Titel und Schlagwörtern, ohne Abstract; er erfüllt das Kriterium „mindestens Abstract“ nicht und ist keine Quelle dieser Studie. Er zeigt aber, dass arabischsprachige Literatur zum Thema aus der Perspektive des islamischen Rechts existiert.

Regionale Besonderheiten. Erstens spielen Religion und Kultur in den Studien eine eigene Rolle: Ein saudischer Bericht nennt die Billigung bestimmter Einfrierverfahren für Eierstockgewebe, Eierstöcke und Eizellen durch einen Rat hoher Religionsgelehrter [s73]; die jordanischen Interviews berichten von einer „Kultur des Schweigens“ und der Vorstellung, Fertilitätserhalt sei „nur für Männer“ [s08]. Zweitens nennen die irakischen Interviewten die Scheu, im konservativen Umfeld über Fortpflanzung zu sprechen [s01]. Drittens verweisen die marokkanischen Autoren darauf, dass in Marokko wie in vielen arabischen Ländern ein relativ hoher Anteil der Krebspatienten junge Erwachsene sind [s06]. Viertens variieren die Barrieren nach Land [s16]. Fünftens gaben die Befragten in Oman an, bei Spermakryokonservierung kenntnisreich zu sein, nicht bei anderen Verfahren [s72], und in Saudi-Arabien bestanden Lücken besonders bei der Hodengewebe-Kryokonservierung [s21].

Erreichbarkeit der Datenbanken. Europe PMC war erreichbar (null Treffer für Arabisch). Arab World Research Source und Dar Almandumah waren nicht erreichbar (Umleitung auf eine Anmeldeseite), ASJP lieferte einen Zertifikatsfehler, Al Manhal führte auf eine Vorschauseite ohne Abstract, Crossref lieferte keine einschlägigen medizinischen Treffer. Die arabischsprachige Literatur ist daher nicht beurteilbar: Ob sie existiert und was sie enthält, ließ sich nicht prüfen.

Türkisch

Eigene Kohorten und Register. In der Master-Quellenliste tragen 21 Einträge die Kennzeichnung „tr“: Der gemeinsame Teilbericht für Russisch, Arabisch und Türkisch führt 55 Quellen, darunter 8 aus TR Dizin. Rein türkischsprachige Primärdaten zum Thema fanden sich nicht; die TR-Dizin-Datensätze enthalten türkische und englische Abstracts, die Originalarbeiten erscheinen überwiegend auf Englisch in internationalen Zeitschriften. Echte prätherapeutische Befunde liefern nur wenige Arbeiten.

Zum Hodentumor: Topuz und Mitarbeiter (Gülhane-Klinik Ankara) untersuchten 53 Männer mit Orchiektomie (2016 bis 2019); bei 29 (54,7 %) wurde vor der Operation ein Spermiogramm samt Kryokonservierung durchgeführt, die mittlere Konzentration betrug 24,21 Mio/ml. Der Abstract ist in sich nicht schlüssig: Die Beweglichkeitswerte der vier Kategorien (A 0,79 %, B 39,10 %, C 9,83 %, D 22,69 %) summieren sich nicht auf 100 %, und 47 von 53 entsprechen rechnerisch 88,7 %, nicht den im Text genannten 81 %; die Zahlen werden unverändert wiedergegeben [s125]. Culpan und Mitarbeiter (Istanbul und weitere Zentren) untersuchten bei 454 Patienten mit Keimzelltumor die nicht tumorösen Areale des Orchiektomiepräparats histologisch: 102 (22,5 %) hatten normale Spermatogenese, 177 (39,0 %) eine Hypospermatogenese und 175 (38,5 %) keine reifen Spermien; mit metastasiertem nicht seminomatösem Tumor waren Hypospermatogenese (Effektmaß 2,796; 95 %-KI 1,251 bis 6,250) und fehlende reife Spermien (3,907; 1,692 bis 9,021) verbunden. Das ist eine Histologie, keine Ejakulatanalyse, und erlaubt keinen Rückschluss auf einzelne Patienten [s48]. Tangal und Yığman (954 Männer mit Kinderlosigkeit, Acıbadem-Universität) fanden bei fünf Männern einen Hodentumor (alle Seminom; drei Oligospermie, zwei Azoospermie) [s123]. Uçar und Mitarbeiter befragten 110 Männer nach Hodenkrebstherapie (Antalya): 42,7 % hatten Sperma einfrieren lassen, 30 % wurden Väter [s141]. Altan und Mitarbeiter (nicht begutachteter Preprint) befragten Patienten nach retroperitonealer Lymphknotenausräumung: 38,5 % hatten Sperma kryokonserviert [s22].

Zu hämatologischen Erkrankungen und anderen Tumoren gibt es nur Befunde nach der Therapie: Karakaş und Mitarbeiter (Istanbul-Cerrahpaşa) untersuchten 54 männliche Überlebende einer kindlichen akuten lymphoblastischen Leukämie; bei 33 Männern mit Samenanalyse waren 42,4 % abnorm und 24,2 % azoosperm [s14]. Cakmakci und Mitarbeiter (Ankara) berichten bei 17 Männern von 38 Überlebenden kindlicher Sarkome, dass Azoospermie die häufigste Auffälligkeit war [s05]. Devecioğlu und Mitarbeiter (2003, Universität Istanbul, TR Dizin) untersuchten 50 Langzeitüberlebende einer Leukämie oder eines Lymphoms; bei 66 % war das Spermiogramm abnorm [s272]. Şalvarcı und Mitarbeiter (Konya) untersuchten 63 Männer mit persistierender Azoospermie nach Chemotherapie; Spermien wurden per Mikro-TESE bei 34,9 % gefunden [s100]. Sahin und Mitarbeiter (Istanbul) beschrieben bei 23 Männern mit Harnblasenkarzinom unter intravesikaler BCG-Therapie sinkende Spermienkonzentration und Beweglichkeit drei Monate nach der Induktion [s36]. Yildirim und Mitarbeiter (Onkologisches Institut der Universität Istanbul) beobachteten 17 männliche Jugendliche nach Einführung der Kostenübernahme: keine Ablehnung, 11 gaben eine Probe ab [s66]. Dazu kommen Tierversuche (Nilotinib bei Mäusen, BEP bei Ratten) [s175, s75], und eine Befragung von Ärzten und Pflegekräften der onkologischen Kliniken der Gesundheitsdirektion Istanbul [s223]. Ein türkisches Register wurde in den Abstracts nicht beschrieben.

Leitlinien und Konsensus. Eine türkische Leitlinie wurde nicht als Quelle gefunden. Die Befragung von 23 Kinderhämatoonkologen nennt, dass nur 43,47 % der ASCO-Leitlinie von 2006 folgten und 60,86 % das Fehlen institutioneller oder nationaler Standards als Hindernis nannten [s20]. Die Übersichten erscheinen in türkischen Zeitschriften und fassen die internationale Literatur zusammen: zur Hodenkrebs-Kryokonservierung (Taşkapu 2026; sie werde nach den Autoren nur bei etwa 30 % bis 40 % der Patienten angewendet) [s09], zur Onko-TESE (Avcı und Başar 2020) [s132], zur Fertilitätserhaltung bei Männern unter Chemotherapie (Shehata 2017) [s183] und zu Kindern, hämatologischen Erkrankungen und Fertilität [s117, s231, s139]. Das sind Aussagen der Autoren, keine Empfehlungen dieser Studie.

Fachzeitschriften und Publikationswege. Türkische Zeitschriften sind Androloji Bülteni [s09, s132], Gazi Medical Journal [s20], Güncel Pediatri [s223], Turkish Journal of Haematology [s231], Turkish Journal of Obstetrics and Gynecology [s183] und The Journal of Pediatric Academy [s117]. Die Originalarbeiten erschienen überwiegend auf Englisch in internationalen Zeitschriften.

Regionale Besonderheiten. Erstens übernimmt die nationale Krankenversicherung nach Yildirim Verfahren und Lagerung bei Jugendlichen; nach der Einführung lehnte keiner der 17 Patienten ab [s66]. Zweitens stellt die Türkei 56,7 % (262 Beiträge) der Hodenkrebs-Publikationen der MENA-Region, meist Fallberichte und Diagnostik [s32]. Drittens berichteten 70 % der Ärzte und 42 % der Pflegekräfte Istanbuler onkologischer Kliniken über fehlende schriftliche Regeln zur Spermakonservierung; als Einflussfaktoren werden Kultur, religiöse Überzeugungen und Arbeitsbelastung genannt [s223]. Viertens nennen Kinderhämatoonkologen Therapiedringlichkeit (78,26 %), Kosten und Versicherungshürden (60,86 %) und fehlende Standards (60,86 %) als Hindernisse; die türkischsprachige Fassung desselben Abstracts nennt teils andere Prozentwerte [s20]. Fünftens fällt die Rolle der Beratung auf: Vom Hodenkrebs-Kollektiv waren 74,5 % beraten worden [s141].

Erreichbarkeit der Datenbanken. Europe PMC war erreichbar. Die TR-Dizin-Weboberfläche war gesperrt (HTTP 403), die JSON-Schnittstelle antwortete aber und lieferte Titel, Zeitschrift und Abstracts; die Treffermengen waren klein (zum Beispiel 47 für „sperm kanser“). DergiPark war nicht nutzbar (Weiterleitung auf eine Bestätigungsseite gegen automatisierte Abfragen). Mit dem Sprachfilter für Türkisch fanden sich 7 beziehungsweise 41 Treffer ohne einschlägige Arbeit.

Dieses Kapitel führt die Befunde der übrigen Kapitel zusammen und fragt, wo sich die Studien widersprechen, woran das liegen kann und was die Literatur insgesamt tragen kann. Es enthält keine Therapieempfehlung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnostik. Alle Zahlen stammen aus den Rechercheberichten zu dieser Studie oder aus Abrufen der PubMed-Datensätze über die NCBI-E-utilities; sie beruhen in der großen Mehrzahl auf Abstracts, nicht auf Volltexten. Wo eine Erklärung nur eine Vermutung ist, wird sie so bezeichnet. Wo Autorinnen und Autoren eine Empfehlung aussprechen, wird sie ihnen zugeschrieben.

Alle Kapitel und Anhänge (26)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Studienlage: Metaanalysen und Übersichten
  5. Hodgkin-Lymphom bis Leukämien und hämatologische Neoplasien
  6. Hodentumoren
  7. Mischkollektive mit Vergleichsgruppen
  8. Samenbankserien ohne Kontrollgruppe und Kinder und Jugendliche
  9. Überlebende nach Behandlung: Befunde zur Abgrenzung bis Einordnung der Beobachtungsstudien
  10. Vorbemerkung zur Evidenzbasis bis Kinder und Jugendliche
  11. Metaanalysen und systematische Übersichten bis Tierversuche
  12. Mechanismen und biologische Plausibilität
  13. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  14. Englisch bis Chinesisch
  15. Japanisch bis Türkisch
  16. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  17. Limitationen der Evidenz
  18. Offene Forschungsfragen
  19. Praktische Einordnung
  20. Glossar
  21. Quellenverzeichnis (Teil 1 von 2)
  22. Quellenverzeichnis (Teil 2 von 2)
  23. Diagramme
  24. Quellen s01–s153
  25. Quellen s154–s303
  26. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle