Antibiotika, Antimykotika und weitere Antiinfektiva · Kapitel 14 von 22 · Was die Literatur in den Sprachräumen zeigt

Englisch bis Chinesisch

Dieses Kapitel ordnet die 286 Quellen der Gesamtstudie nach Sprachräumen und fragt für jeden Raum, was dort an eigenen Kohorten, Registern, Leitlinien und Fachzeitschriften vorliegt, welche regionalen Besonderheiten sich zeigen und welche Datenbanken sich überhaupt abfragen ließen. Zugrunde liegen die drei Rechercheberichte der Sprachgruppen. Die Zahlen stammen aus den abgerufenen Abstracts; Volltexte wurden nur in wenigen Ausnahmen gelesen, und wo ein Abstract keine Zahl nennt, steht hier auch keine. Die Literatur wurde über Europe PMC und die E-utilities der NCBI abgefragt, ergänzt um raumspezifische Quellen, die jeweils im Abschnitt genannt sind. Das Kapitel gibt keine Therapieempfehlung. Leitlinieninhalte werden beschrieben, nicht bewertet.

Zwei Vorbemerkungen zur Zuordnung. Erstens ist die Sprachmarke in der Quellendatei nicht immer die Herkunft der Arbeitsgruppe: 252 der 286 Quellen tragen die Marke Englisch, darunter Arbeiten aus Nigeria, Iran, Indien, Ägypten, Kuwait, Korea und Deutschland. Hier wird deshalb nach der Herkunft der Arbeitsgruppe zugeordnet, soweit sie sich aus den Abstracts ergibt, und nach der Veröffentlichungssprache, wo das Bild sonst verzerrt würde. Zweitens gilt für die Tierversuche mit Schutzstoffen, die in mehreren Räumen dominieren: Sie setzen den Arzneimittelschaden als Versuchsbedingung voraus und messen, ob ein Pflanzenextrakt oder ein Vitamin ihn mildert. Sie sind deshalb nur eingeschränkt Belege für die Schädlichkeit des Antiinfektivums bei üblicher Anwendung beim Menschen.

Englisch

Englisch ist die Sprache der Leitlinien, der einzigen Cochrane-Übersicht im Themenfeld, der Mehrzahl der kontrollierten Studien am Menschen und fast aller Tierversuche. Der Raum ist zugleich der heterogenste, weil viele Arbeitsgruppen aus Ländern ohne eigene englischsprachige Tradition auf Englisch veröffentlichen. Die folgenden Absätze trennen deshalb die Quellen, die tatsächlich aus dem angloamerikanischen und dem europäischen Raum stammen, von den regionalen Clustern in Westafrika, Iran und Indien.

Leitlinien. Die Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) wurde als Webtext des Kapitels zur männlichen Infertilität abgerufen [s07]. Sie hält fest, Infektionen der Adnexdrüsen seien nicht eindeutig mit einer beeinträchtigten natürlichen Empfängnis verbunden (Evidenzgrad 3). Die antibiotische Behandlung beseitige häufig nur die Erreger, ohne entzündliche Veränderungen oder funktionelle und anatomische Defizite umzukehren (2a). Antibiotika könnten zwar die Spermienqualität verbessern, erhöhten aber nicht die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis (2a). Für Antibiotika und Antioxidantien bei Leukozytospermie, definiert als mehr als 10^6 Leukozyten pro ml, reichten die Daten nicht für eine Aussage über die Fertilität (3). Die Leitlinie zitiert zudem eine Metaanalyse, nach der Ureaplasma urealyticum mit männlicher Infertilität zusammenhing (Odds Ratio 3,03; 95-%-Konfidenzintervall 1,02 bis 8,99), Mycoplasma hominis dagegen nicht signifikant (2,8; 0,93 bis 3,64) [s07]. Zu Ketoconazol, Nitrofurantoin oder Sulfasalazin enthält der abgerufene Text keine Aussage. Die Leitlinie der amerikanischen Fachgesellschaften AUA und ASRM wurde im Volltext durchsucht: Sie verlangt bei vermehrten Rundzellen (über 1 Million pro ml) die Unterscheidung von Leukozyten und Keimzellen und nennt weder Sulfasalazin noch Nitrofurantoin, Ketoconazol, Tetrazykline, Metronidazol, Antimykotika oder Antimalariamittel [s105]. Die Aktualisierung von 2024 stützt sich auf 22 Studien aus 4093 neuen Abstracts und betrifft nach ihrem Abstract Themen wie Y-Chromosom-Mikrodeletionen, nicht Antiinfektiva [s51]. Die WHO-Leitlinie 2025 wird in einem Leitlinienvergleich [s01] und einer Übersicht [s10] behandelt; beide nennen sexuell übertragbare Infektionen, Antioxidantien und Varikozele als Themen. Die erste australische Leitlinie zur männlichen Infertilität nennt im Abstract keine Antiinfektiva [s34]. Die britische Leitlinie zur Epididymoorchitis (BASHH) beschreibt als empirische Erstbehandlung bei sexuell erworbener Form Ceftriaxon 1 g intramuskulär mit Doxycyclin, bei nicht durch Gonokokken bedingter Form Ofloxacin oder Doxycyclin und bei Mycoplasma genitalium Moxifloxacin; zur Spermienqualität äußert sich der Abstract nicht [s100]. Das ist Inhaltsangabe, keine Empfehlung dieses Kapitels.

Cochrane. Die einzige Cochrane-Übersicht im Themenfeld betrifft die Wahl des Antibiotikums bei urogenitaler Chlamydieninfektion und misst keine Spermienparameter: 14 randomisierte Studien mit 2715 Teilnehmenden, bei Männern unter einer Einzeldosis Azithromycin im Vergleich zu sieben Tagen Doxycyclin ein höheres mikrobiologisches Versagen (Risikoverhältnis 2,45; 1,36 bis 4,41; 9 Studien, 821 Männer; moderate Qualität) bei unsicherem klinischem Versagen (0,94; 0,43 bis 2,05) [s128]. Eine Cochrane-Übersicht oder Metaanalyse, die Antibiotika bei männlicher Subfertilität auf Spermienqualität oder Schwangerschaft prüft, wurde nicht gefunden. Der Umbrella-Review zu Risikofaktoren der männlichen Infertilität (43 Übersichten, 67 Risikofaktoren, 249 Effektgrößen, davon 54,6 % mit sehr niedriger GRADE-Einstufung) nennt unter den Arzneimitteln Sulfasalazin, Mesalazin und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, aber keine Antibiotika, Antimykotika oder Antimalariamittel [s19].

Behandlungsstudien am Menschen. Randomisierte Studien mit Spermienendpunkten sind selten und klein. In Seattle zeigte eine randomisierte Studie an 102 Männern mit Leukozytospermie bei Prostatitis, dass die Leukozytospermie nach einem Monat in allen Behandlungsgruppen besser war als ohne Behandlung, nach zwei und drei Monaten aber nur bei Antibiotika plus häufiger Ejakulation [s256]; dieselbe Arbeitsgruppe berichtet in einer Kohorte, dass 36 von 53 Männern auf Antibiotika ansprachen und in 19 dieser 36 Paare (53 %) innerhalb von sechs Monaten eine Schwangerschaft eintrat, wobei die Gruppen nach Therapieerfolg und nicht nach Zuteilung gebildet sind [s250]. In Boston wurden 54 von 119 Männern mit Leukozytospermie randomisiert (41 beendeten die Studie): Weder Doxycyclin (n = 13) noch Trimethoprim/Sulfamethoxazol (n = 11) führten nach vier Wochen zu einer signifikant höheren Auflösungsrate als keine Therapie (n = 17) [s255]. In Cleveland verglich eine retrospektive Studie 34 empirisch mit Doxycyclin behandelte Männer mit niedriger Leukozytospermie mit 27 historischen Kontrollen: Die Spermienparameter änderten sich nicht signifikant, die natürliche Schwangerschaftsrate lag bei 15 von 32 gegenüber 5 von 25 (Odds Ratio 3,7; 1,1 bis 11,7) [s192]. In Belgrad berichtete 1988 eine Studie an 120 Männern über eine Schwangerschaftsrate von 32 % mit und 17 % ohne zusätzliches Kallikrein nach Antibiotikatherapie; ein Arm ohne Antibiotikum fehlt [s273]. In Toronto verbesserte sich der DNA-Fragmentierungsindex bei 13 von 14 Männern mit Bakteriospermie nach Antibiotika (50,4 gegenüber 38,6 %), ohne Kontrollgruppe [s199]. In Montenegro hatten 40 Raucher mit steriler Leukozytospermie nach zwei Wochen Doxycyclin höhere Motilitätswerte als 40 Raucher, die nur das Rauchen aufgaben [s153]. Eine Studie aus Bristol fand bei 449 Paaren in IVF oder GIFT und einer prospektiven Teilstudie an 100 Paaren keine Minderung der Befruchtungsraten durch Bakterien im Samen und keine Infektion des Kultursystems und hielt Screening und Behandlung asymptomatischer Männer vor IVF für unnötig und möglicherweise schädlich [s249]. Zwei Preprints (nicht begutachtet) berichten über 265 Paare mit asymptomatischer Urogenitalinfektion, bei denen sich nach Antibiotika Konzentration und Motilität besserten [s17], und über 249 positive Samenkulturen mit Resistenzmustern [s25].

Register und Expositionsstudien. Zwei Registerarbeiten betreffen die väterliche Medikation vor der Zeugung, nicht die Spermien. Die Auswertung amerikanischer Versicherungsdaten (4.437.550 Schwangerschaften, 1.413.762 mit Einschluss) fand Antibiotika mit 7,21 % unter den häufigsten Arzneimittelklassen der drei Monate vor der Konzeption, Amoxicillin (3,75 %) und Azithromycin (3,15 %) als häufigste Einzelstoffe [s61]. Die dänische Registerkohorte, die hier als nicht englischsprachige Quelle in englischer Sprache auftritt, fand für Azithromycin (mehr als 1800 exponierte Nachkommen) und Chloroquin (rund 900) keine Assoziation mit Frühgeburt beziehungsweise Fehlbildungen [s116]. Eine niederländische Querschnittsstudie an 7438 Männern (722 mit Medikation) fand Assoziationen mit niedriger Samenqualität für Metformin, Metoprolol und Lisinopril und nannte keine Antibiotika oder Antimykotika als auffällig [s31]. In Südnigeria zeigte eine Fall-Kontroll-Studie (136 infertile, 154 fertile Männer) mit Messung von Antibiotika im Urin unabhängige Assoziationen für Ampicillin und Chloramphenicol; für Tetracyclin fand sich eine Assoziation mit höherer Motilität bei infertilen Männern [s41]. Die chinesische Biomonitoring-Studie mit gegenläufiger Richtung beim Doxycyclin steht im Abschnitt Chinesisch [s43].

Laborstudien an menschlichen Spermien und Samenplasma. Hier liegt der englischsprachige Kern der Mechanismusforschung. Tetracyclin hemmte in vitro schon ab 2,5 Mikrogramm/ml die schnelle Beweglichkeit, bei 50 Mikrogramm/ml standen alle Spermien still, während Amoxicillin die Bewegung nicht beeinflusste [s243]. An kryokonservierten Spenderspermien verschlechterten Ciprofloxacin, Cefuroxim axetil und Nitrofurantoin bei pharmakologischen Konzentrationen die Motilität [s247]. Ein dynamischer Fragmentierungstest zeigte erhöhte DNA-Fragmentierung unter Ciprofloxacin und hochdosiertem Doxycyclin, nicht unter Ampicillin; die Autoren beziehen das auf ex vivo behandelte Spermien [s98]. Für Metronidazol fand sich im Samenplasma eine Konzentration von 7,0 gegenüber 8,7 Mikrogramm/ml im Blut [s281], in vitro bis 10 mg/ml wenig Einfluss auf die Spermien [s231]. Miconazol und Clotrimazol töteten Spermien in Millimolarkonzentrationen [s218].

Übersichten. Das Kapitel von Drobnis und Nangia hält fest, es gebe erstaunlich wenige Humandaten; belegt sei nur Niridazol mit reversiblem Spermatogenesestillstand bei 20 Männern, Ketoconazol senke das Testosteron vorübergehend, und für Nitrofurantoin, Ciprofloxacin, Ofloxacin und Sulfamethoxazol gebe es minimale Humandaten [s150]. Die aktualisierte systematische Übersicht zu häufigen Medikamenten (16.310 Studien, 184 eingeschlossen) nennt unter den Antiinfektiva Sulfasalazin, Valganciclovir und Efavirenz [s14].

Weitere Humandaten zu Antimykotika, Metronidazol, Sulfasalazin, Antituberkulotika und antiretroviralen Mitteln. Für Ketoconazol liegt eine randomisierte, placebokontrollierte Studie aus Seattle an 40 gesunden Männern vor: Nach Unterdrückung des LH mit einem GnRH-Antagonisten erhielten je acht Männer sieben Tage lang Placebo, Ketoconazol 400 oder 800 mg, Dutasterid oder Anastrozol. Das mediane intratestikuläre Testosteron lag unter Placebo bei 14 ng/ml (25. bis 75. Perzentil 8,0 bis 21,2), unter Ketoconazol 400 mg bei 3,7 (2,5 bis 7,1) und unter 800 mg bei 1,7 ng/ml (0,8 bis 4,0); Ziel war die für die Spermatogenese nötige Testosteronkonzentration, nicht die Fertilität [s182]. Für Griseofulvin liegt eine Fallstudie an einem Mann vor: In 290 Spermienkaryotypen fanden sich keine vermehrten numerischen (1,7 %) oder strukturellen (9,3 %) Anomalien [s214]. Für Metronidazol gibt es eine indische Querschnittsstudie: Von 1131 untersuchten Männern hatten 50 (4,42 %) Trichomonaden im Samen, mit höherer Viskosität und mehr Debris sowie verminderter Motilität und weniger normalen Formen (jeweils p < 0,001); bei 25 Männern besserten sich die Samenwerte nach einem Kurs von 400 mg dreimal täglich über zehn Tage, ohne Placebo und bei unklarer Auswahl der Behandelten [s269]. Zu Sulfasalazin, das kein klassisches Antibiotikum ist, aber als am besten belegte Arzneimittelwirkung auf die Spermien gilt, wurde 1982 bei acht Männern mit Colitis ein größeres 99. Perzentil der Spermienkopfgröße gefunden, das sich nach Absetzen nicht normalisierte [s280]; eine Metaanalyse (14 Studien, 327 Patienten, 110 Tiere) fand unter Sulfasalazin niedrigere Spermienzahl, geringere Beweglichkeit und ein höheres Oligospermierisiko als unter Mesalazin [s123], und eine Metaanalyse zu Biologika, Thiopurinen und Methotrexat (10 Studien mit 268 Patienten zu Samenparametern) fand dort keine niedrigere Spermienzahl, Motilität oder abnorme Morphologie, behandelte Sulfasalazin aber nicht [s73]. Unter den Antituberkulotika erfasste eine Phase-2-Studie aus Johannesburg und Georgien 26 Männer mit arzneimittelresistenter Tuberkulose unter Bedaquilin, Pretomanid, Moxifloxacin und Pyrazinamid: Die mittlere Gesamtspermienzahl stieg von 48,8 auf 68,8 Millionen pro Ejakulat bis Woche 26, bei 15 Teilnehmern (68 %) lagen die Gesamtzahlen höher; Testosteron stieg bis Woche 44 und Inhibin B bis Woche 78. Es gibt keinen Kontrollarm, und die Besserung bezieht sich auf einen kranken Ausgangszustand [s12]. Eine Auswertung der Hormone von über 800 Männern in vier Studien mit Pretomanid-Regimen fand Testosteron und Inhibin B gegenüber dem Ausgangswert gestiegen, viele Patienten waren vor der Behandlung grenzwertig hypogonadal [s87]. Bei elf Männern aus Lagos mit vollständigen Daten unter einem Dolutegravir-haltigen Regime stiegen die Motilitätswerte und das Testosteron (2,48 auf 3,68 ng/ml; p < 0,05), Zahl, Morphologie und Vitalität blieben gleich, und die DNA-Fragmentierung stieg signifikant (p < 0,01) [s84]; in vitro verminderten Dolutegravir, Tenofovir und Emtricitabin bei 23 Teilnehmern nach 90 Minuten den Anteil mittelschnell beweglicher Spermien [s42]. Zu Antimalariamitteln fasst eine Scoping-Übersicht zusammen, Malaria sei mit verminderter Samenqualität, Oligozoospermie und Nekrozoospermie verbunden, und Antimalariamittel (Chloroquin, Chinin, Quinacrin, Pyrimethamin) verursachten nach der Literatur männliche Infertilität; Studienzahlen nennt der Abstract nicht, und Krankheit und Medikament sind nicht quantitativ getrennt [s05]. Eine Studie, die Spermienparameter unter Antimalariamitteln beim Menschen misst, wurde nicht gefunden.

Regionale Cluster der Tierversuche. Ein großer Teil der englischsprachigen Tierstudien stammt aus wenigen Regionen. Aus Nigeria (Ibadan, Ile-Ife, Port Harcourt) kommen Arbeiten zu Artesunat, Artemisinin, Chinin, Artemether-Lumefantrin und Dapson [s193, s200, s136, s137, s187, s173, s79, s121]; die Studien am Meerschweinchen und an der Ratte berichten teils reversible Abnahmen von Spermienzahl und Beweglichkeit, wobei die Dosen oft als klinisch äquivalent oder höher angegeben sind. Ein Abstract nennt den ungeregelten Gebrauch von Artemisinin in Endemiegebieten als Beweggrund [s173]. Aus dem Iran stammen Arbeiten zu Minocyclin [s80, s96], Sulfasalazin [s141] und Aminoglykosiden und Fluorchinolonen [s209, s166]; aus Indien Arbeiten zu Antituberkulotika, Artesunat, Metronidazol und Aciclovir [s115, s161, s169, s179, s197]. Hinzu kommen die Metronidazol-Studien aus dem Nigerdelta [s189, s190] und aus Amman [s148].

Erreichbarkeit. Europe PMC und die NCBI-E-utilities waren erreichbar; der Parameter sort=RELEVANCE führte bei Europe PMC zu einem Serverfehler 503, ohne ihn lief die Abfrage. Die Volltexte vieler Zeitschriften sind nicht erreichbar, es lagen meist nur Abstracts vor. Die Leitlinientexte von EAU und AUA waren abrufbar. Die Cochrane-Webseite lieferte nur eine Suchhülle, die ESHRE-Leitlinienseite nur einen Überblick ohne einschlägige Leitlinie.

Was fehlt. Es fehlen placebokontrollierte Studien mit Spermienparametern und Schwangerschaft als Endpunkt für Antibiotika bei männlicher Subfertilität, kontrollierte Humanstudien mit Spermienparametern als Zielgröße zu Metronidazol und Antimykotika (bei Ketoconazol liegen Hormonwerte vor, keine Spermienwerte [s182]) und eine Trennung von Arzneimittelwirkung und Wirkung der behandelten Erkrankung. Zu Nitrofurantoin sind die englischsprachigen Arbeiten Laborbefunde: Nitrofurane immobilisierten Spermien in kritischen Konzentrationen und wurden zur Spülung des Samenleiters bei der Vasektomie erprobt [s285]; in den Hoden von Ratten und Mäusen trat in Fütterungsstudien Degeneration des Keimepithels bei hohen Dosen auf [s272, s267]; bei der Maus fand sich eine Störung der Meiose [s283].

Deutsch

Der deutschsprachige Raum ist in der Quellenlage klein: Sechs Quellen sind deutsch verfasst, dazu kommen englischsprachige Arbeiten deutscher Gruppen. Auffällig ist, dass die deutschsprachige Andrologie hier lange in der Dermatologie und Venerologie zu Hause war. Zwei der sechs deutschen Arbeiten erschienen in der Zeitschrift für Hautkrankheiten [s276, s277], eine im Hautarzt [s143]; die übrigen stehen im Urologen [s160, s235] und in den Fortschritten der Medizin [s284]. Jüngere deutsche Arbeiten sind Übersichten, die klinische Datenlage kommt aus englischsprachigen Veröffentlichungen deutscher Zentren.

Eigene Kohorten und Studien. Die älteste Verlaufsstudie begleitete 46 Patienten nach akuter einseitiger unspezifischer Nebenhodenentzündung mit Spermiogrammen nach 8 Tagen, 4 Wochen, 3 und 6 Monaten und einem Jahr. Nach acht Tagen zeigte mehr als zwei Drittel eine Oligoasthenospermie, im Verlauf besserte sich der Befund, besonders bei örtlicher Infiltration des Samenstrangs mit Scandicain (24 Patienten erhielten außer Doxycyclin diese Infiltration); bei etwa 20 % blieb eine so schwere Störung, dass Sterilität resultierte [s284]. Wegen der fehlenden Kontrollgruppe und der Vermengung von Erkrankung und Behandlung sagt die Studie über die Wirkung eines Antibiotikums auf die Spermien wenig. Eine Studie aus Düsseldorf wertete 3464 Samenproben aus: Ureaplasma parvum fand sich in 12,4 %, infizierte Männer hatten ein niedrigeres Samenvolumen. Bei 124 Männern mit dokumentierter Eradikation unter Doxycyclin stieg die Konzentration von 4,01 auf 9,20 Millionen pro ml (p = 0,01) und die Motilität von 18,97 auf 29,66 % (p = 0,002); Männer mit normalen Ausgangswerten änderten sich nicht. Die Studie ist retrospektiv, ohne Kontrollarm und anfällig für die Regression zur Mitte; die Autoren folgern selbst, der bloße Nachweis rechtfertige keine Routinebehandlung [s38]. In Marburg fand eine randomisierte Studie an 36 Männern mit asymptomatischer Leukozytospermie unter zehn Tagen Levofloxacin keinen signifikanten Vorteil gegenüber keiner Therapie (Abnahme der Leukozyten um 45,8 ± 72,2 % gegenüber 3 ± 109,2 %) [s225]. Eine Gießener Vergleichsstudie an 71 Patienten mit nachgewiesener Infektion des männlichen Genitaltrakts und 40 gesunden Männern fand eine beeinträchtigte Sekretionsleistung von Nebenhoden, Samenblasen und Prostata sowie einen erhöhten pH-Wert des Samens [s198].

Pharmakokinetik. Bei sieben Männern lag die mittlere Ketoconazolkonzentration im Samenplasma bei 150 ng/g und damit weit unter der im Blutplasma; für die Behandlung einer Candidose könne sie zu niedrig sein. Eine 50-fach höhere Konzentration störte die Beweglichkeit der Spermien von 24 Männern nicht [s277].

Übersichten und Leitlinien. Die deutschen Übersichten zeichnen ein vorsichtiges Bild. Nach einer Übersicht aus Gießen haben 6 bis 10 % der Männer in der andrologischen Abklärung eine infektiöse Ursache [s160]. Beim Prostatitissyndrom sei nur die antimikrobielle Therapie als ausreichend beschriebene Option, die Ergebnisse zur Samenqualität seien widersprüchlich [s235]. Für sexuell übertragbare Infektionen zeichnet die Dresdner Übersicht ein uneinheitliches Bild mit Hinweisen auf negative Wirkungen von Mykoplasmen und Ureaplasmen in großen asiatischen Kollektiven [s143]. Die Übersicht von 1985 nennt Antibiotika neben Zytostatika, Immunsuppressiva und Psychopharmaka unter den Mitteln mit Wirkung auf die männliche Fertilität und führt die Hemmung der Beweglichkeit durch Antibiotika, Anthelminthika und Betablocker an [s276]. Eine deutsche Leitlinie ließ sich nicht belegen: Das AWMF-Leitlinienregister lieferte nur eine leere Rahmenseite, deren Inhalt per Skript nachgeladen wird. Es lässt sich daher weder sagen, dass eine einschlägige Leitlinie existiert, noch dass keine existiert. Zur Einordnung bleibt die europäische EAU-Leitlinie [s07], die im Abschnitt Englisch beschrieben ist.

Register. Ein deutsches Register mit väterlichen Arzneimittelexpositionen oder Samenparametern kam in der Recherche nicht vor.

Was fehlt. Es fehlen deutschsprachige Studien zu Nitrofurantoin, Metronidazol, Antimykotika und Antimalariamitteln mit Spermienendpunkten; zu Ketoconazol liegt nur die Konzentrationsmessung vor [s277]. Die deutsche Literatur trägt damit vor allem Einordnungen bei, nicht Primärdaten.

Französisch

Französischsprachig sind in der Quellenlage vier Arbeiten, alles Übersichten oder Auswertungen aus Frankreich und Tunesien. Dazu kommen zwei englischsprachige Übersichten aus dem Marseiller klinisch-biologischen Zentrum für assistierte Reproduktion (CECOS) [s154, s14].

Eigene Kohorten. Die einzige französischsprachige Vergleichsstudie stammt aus Tunis: 70 Männer mit Bakteriospermie wurden mit 70 ohne verglichen. Bei Bakteriospermie waren Konzentration (p = 0,001) und Motilität (p = 0,049) niedriger und die sekundäre Asthenospermie häufiger (p = 0,006); Ureaplasma urealyticum fand sich bei 45,7 % [s139]. Eine Antibiotikawirkung wird nicht gemessen. Die Arbeit stammt aus Tunesien und ist die einzige französischsprachige Quelle aus dem Maghreb; die übrigen Maghreb-Quellen sind englischsprachig (siehe Arabisch).

Aus Paris stammt, in englischer Sprache, eine Fall-Kontroll-Studie an 378 HIV-1-infizierten Männern in vier Therapiegruppen (nie behandelt n = 66, NRTI allein n = 49, NRTI plus Proteaseinhibitor n = 144, NRTI plus nicht-nukleosidischer Inhibitor n = 119): Die Motilität war der einzige je nach Therapie variierende Parameter, der mediane Anteil schneller Spermien lag bei Regimen mit Efavirenz bei 5 % gegenüber 20 % in den übrigen Gruppen; eine Kausalität ist nicht nachgewiesen [s165].

Übersichten. Eine Übersicht aus Amiens (Progrès en Urologie, Zeitschrift des französischen Urologenverbands) wertete 189 englischsprachige Artikel bis Mai 2023 aus: Infektionen verminderten die Fertilität vor allem über veränderte Spermiogramm-Parameter und eine erhöhte DNA-Fragmentierung [s82]. Die Übersicht aus Poissy unterscheidet Bakteriospermie und Infektion der Adnexdrüsen; die Schwellenwerte, ab denen behandelt werden müsse, seien nach Literatur, Mikrobiologiegesellschaft und Praxis festgelegt [s185]. Die Übersicht aus Bondy nennt die Leukozytospermie (mehr als 10^6 pro ml) bei 20 % der Fälle männlicher Infertilität und beschreibt die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies [s221]. Die beiden Marseiller Übersichten betreffen Arzneimittel insgesamt: Die ältere nennt bei sehr guter oder guter Evidenz Testosteron, Sulfasalazin, anabole Steroide, Cyproteronacetat, Opioide, Tramadol, GnRH-Analoga und Sartane und hält fest, Sulfasalazin, Azathioprin, Mycophenolat und Methotrexat könnten die Spermienparameter möglicherweise unumkehrbar beeinträchtigen [s154]; die aktualisierte Fassung (16.310 Studien, 184 eingeschlossen) nennt zusätzlich Valganciclovir und Efavirenz [s14].

Leitlinien und Register. Eine französische Leitlinie zum Thema wurde nicht abgerufen; die Webseite des Urologenverbands wurde nicht gezielt geprüft, sodass über ihre Existenz nichts gesagt werden kann. Ein französisches Register mit väterlicher Medikation kam nicht vor.

Erreichbarkeit. Die HAL-Programmierschnittstelle war erreichbar. Sechs Abfragen mit französischen und englischen Begriffen lieferten je 3 bis 11 Treffer, überwiegend Abschlussarbeiten aus der Veterinärmedizin und zu Mykoplasmen und Papillomviren in der assistierten Reproduktion sowie je einen Artikel zu Samenkulturen (2010) und zu Ureaplasma in Samenkulturen (2024); nur die Titel wurden gesichtet, keine Studie wurde aufgenommen. Die Plattform Cairn war nicht erreichbar (HTTP 403 beziehungsweise eine Seite, die JavaScript verlangt).

Was fehlt. Es fehlen französischsprachige Primärstudien zu Antibiotika, Antimykotika und Antimalariamitteln mit Spermienendpunkten. Die Aussagen des Raums stammen aus Übersichten, die ihrerseits überwiegend englischsprachige Studien auswerten.

Italienisch

Italienisch verfasst sind nur zwei Arbeiten, beide alt: eine Übersicht aus dem Mailänder Urologischen Institut zu entzündlich bedingten Samenveränderungen von 1993, die Therapieversagen für häufig hält und die Wahl eines Antibiotikums mit passender Pharmakokinetik für Erreger und Gewebe verlangt [s257], und eine klinische Serie von 1991 aus einem Krankenhaus im Veneto, die für Norfloxacin bei subklinischer Genitalinfektion Heilung der Infektion und eine signifikante Zunahme der Spermienbeweglichkeit berichtet, ohne dass der Abstract Zahlen nennt [s264]. Die italienische Andrologie ist dennoch einer der stärksten Räume der Studienlage, weil sie überwiegend auf Englisch veröffentlicht.

Eigene Kohorten. Die Arbeitsgruppe in Catania lieferte die wichtigsten Behandlungsstudien zur Prostatitis und Adnexdrüseninfektion. In einer Studie an 122 Männern mit bakterieller Infektion (Prostatitis n = 52, Prostatovesikulitis n = 32, Prostatovesikuloepididymitis n = 38) erhielt je eine Untergruppe an 14 Tagen pro Monat über drei Monate Ofloxacin oder Doxycyclin, die übrigen blieben unbehandelt; die bakteriologische Heilung betrug nach dem dritten Zyklus 92,5 %, 70,4 % und 52,0 %, und die spontane Schwangerschaftsrate lag bei 40 % [s239]. Die Studie hat unbehandelte Vergleichsgruppen, aber keine Randomisierung und wurde mit Mitbehandlung der Partnerinnen durchgeführt. Eine spätere Studie an 110 infertilen Männern mit chronischer bakterieller Prostatitis unter Levofloxacin (14 Tage pro Monat über drei Monate) verglich mit 37 fertilen Männern: Bei Eradikation (etwa 71 %) stiegen Motilität und fielen Leukozyten und Entzündungsmarker auf Werte der Kontrollen, bei schlechtem Ansprechen (etwa 29 %) verschlechterten sich alle Größen; die Einteilung nach Therapieerfolg verzerrt den Vergleich [s163]. In einem Vergleich von 150 Patienten mit Adnexdrüseninfektion und Kontrollen lag die progressive Motilität bei 11,4 ± 5,0 gegenüber 34,0 ± 7,0 % [s188]. Aus Trient stammt eine randomisierte Studie an 206 Männern mit Chlamydia trachomatis: Nach 14 Tagen Prulifloxacin hatten die Männer mit zusätzlichem Nahrungsergänzungsmittel nach sechs Monaten höhere Konzentrationen (21,3 gegenüber 11,5 Millionen pro ml) und Beweglichkeit (42,4 gegenüber 29,3 %); die Studie vergleicht nicht Antibiotikum gegen kein Antibiotikum [s186]. Aus Mailand liegt eine Studie an 55 Männern mit chronischer Prostatitis und Chlamydiennachweis vor, bei der das Verschwinden der Chlamydien mit anhaltender Symptombesserung einherging, Spermienparameter aber nicht Zielgröße waren [s196]. Mehrere neuere Studien aus Rom, Padua und Macerata kombinieren Antibiotika mit Probiotika oder Synbiotika: Bei 104 infertilen Männern mit gramnegativen Keimen unter Fluorchinolonen gelang die Eradikation bei 64 von 84 mit Probiotikum (76,2 %) gegenüber 10 von 20 mit Antibiotikum allein (50 %) [s89]; bei 20 Männern mit anhaltender Adnexdrüseninfektion fand sich in 75 % eine Darmdysbiose [s30]; in einer einarmigen Pilotstudie an 33 Paaren sank der Fragmentierungsindex nach Synbiotikum von 32,4 ± 6,1 auf 16,8 ± 4,2 % [s11]. Eine multizentrische Kohorte aus Padua an 1014 Paaren berichtet spontane Schwangerschaften bei 40,9 % nach gezielter Behandlung, darunter Antibiotika bei Genitaltraktinfektion [s29].

Fachzeitschriften und regionale Besonderheit. Die Zeitschrift Archivio Italiano di Urologia e Andrologia dient auch Arbeitsgruppen außerhalb Italiens: Sie enthält eine mexikanische Kohorte aus Guadalajara, bei der nach Ciprofloxacin, Doxycyclin und Meloxicam der Fragmentierungsindex von 28,24 auf 16,2 % fiel und die Antibiotika vom Entzündungshemmer nicht trennbar sind [s22]. Kennzeichnend für den Raum ist die Verbindung der Antibiotikatherapie mit Nahrungsergänzung und Probiotika sowie die intermittierende Gabe über mehrere Monate.

Leitlinien, Register, Erreichbarkeit. Die Webseite der Società Italiana di Andrologia war erreichbar, lieferte aber nur die Startseite ohne Leitlinien- oder Positionspapiertext zum Thema; eine italienische Leitlinie ist daher nicht belegt. Ein Register kam nicht vor. Die Literatur wurde nur über Europe PMC und PubMed erfasst.

Was fehlt. Es fehlen kontrollierte Studien mit Placebo- oder Nullarm und Spermienendpunkten, ferner jede Primärstudie zu Nitrofurantoin, Metronidazol, Antimykotika und Antimalariamitteln aus Italien.

Portugiesisch

Für den portugiesischen Sprachraum fand sich keine einzige Studie in portugiesischer Sprache zum Thema; in der Quellendatei trägt keine der 286 Quellen die Sprachmarke Portugiesisch. Berührungspunkte gibt es nur über eine brasilianische Fachzeitschrift, das International Brazilian Journal of Urology: Dort erschien eine Übersicht zur WHO-Leitlinie 2025, die sexuell übertragbare Infektionen, Antioxidantien und Varikozele als Themen nennt, nicht aber Antiinfektiva und Spermienqualität im engeren Sinn [s10], und eine Vergleichsstudie einer Gießener Gruppe an 71 Patienten mit Infektion des männlichen Genitaltrakts (siehe Deutsch) [s198]. Beides sind keine portugiesischsprachigen Studien. Die Zeitschriftensuche nach dem brasilianischen Journal JBRA Assist Reprod ergab Beiträge zu Infektionen und Reproduktion, aber keinen, dessen Abstract zum Thema Antiinfektiva und Spermienqualität einschlägig gewesen wäre. Eigene Kohorten, Register oder Leitlinien aus Brasilien oder Portugal wurden nicht gefunden.

Dieser Befund ist ausdrücklich ein Befund über den Zugang, nicht über die Literatur. Die portugiesischsprachigen Datenbanken waren nicht erreichbar: Die Suchseite von SciELO antwortete mit HTTP 403 (Schutzabfrage des Anbieters), die allgemeine Seite lieferte nur eine Startseite. Das Portal LILACS/BVS antwortete mit HTTP 403, seine Programmierschnittstelle verlangt einen Schlüssel (HTTP 401), die Startseite lieferte keine Treffer. Der Rechercheabschnitt hält deshalb fest, dass sich aus den Suchen nicht sicher schließen lasse, die portugiesischsprachige Literatur sei dünn; wahrscheinlicher sei, dass sie über die erreichbaren Schnittstellen nicht abgebildet wurde. Arbeiten, die nur in SciELO oder LILACS indexiert sind, fehlen mit hoher Wahrscheinlichkeit. Für diesen Raum kann dieses Kapitel daher keine Aussage über die Wirkung von Antibiotika, Antimykotika, Antimalariamitteln, Nitrofurantoin, Metronidazol oder Tetrazyklinen auf die Spermien treffen.

Spanisch

Spanischsprachige Literatur liegt aus Spanien, Mexiko, Argentinien, Chile und Venezuela vor, überwiegend in Form von Querschnittsstudien, Fallserien und Übersichten. Zehn Quellen tragen die Sprachmarke Spanisch; hinzu kommen englischsprachig veröffentlichte Kohorten aus Mexiko. Die Fachzeitschriften sind Archivos Españoles de Urología [s282, s238, s224], Actas Urológicas Españolas [s18, s151], Revista Española de Quimioterapia [s77, s129], Farmacia Hospitalaria [s74], Ginecología y Obstetricia de México [s232], Revista Médica de Chile [s227], Medicina (Buenos Aires) [s241] und die Revista Internacional de Andrología [s80]. Auch hier zeigen Herkunft und Zeitschrift Verschiebungen: Eine chinesische Rattenstudie zu Ornidazol erschien in den Archivos Españoles de Urología [s83], eine iranische Rattenstudie zu Minocyclin in der Revista Internacional de Andrología [s80].

Spanien: Erreger, Resistenz, Übersichten. Eine Übersicht aus Barcelona (Actas Urológicas Españolas, 2026) schreibt Genitaltraktinfektionen 15 % der Fälle männlicher Infertilität zu; Antibiotika könnten die Spermienqualität verbessern und die DNA-Fragmentierung senken, es gebe aber keinen Beleg, dass sie die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Empfängnis erhöhten [s18]. Eine Auswertung aus Südostspanien zu symptomatischer Bakteriospermie fand Enterococcus faecalis am häufigsten (34,89 %), gefolgt von Ureaplasma (13,74 %) und Escherichia coli (10,98 %); die Chinolonresistenz lag bei E. faecalis bei 11 % und bei E. coli bei 35 %, Fosfomycin und Nitrofurantoin zeigten geringe Resistenz [s77]. In einem spanischen Programm für assistierte Reproduktion waren von 205 Männern 33 positiv (Ureaplasma urealyticum 15,1 %, Mycoplasma hominis 3,9 %); die Eradikation misslang mit Azithromycin in 50 %, mit Doxycyclin in 10,2 %, und von fünf mit Levofloxacin Behandelten gelang sie nur in zwei Fällen [s129]. Aus Granada stammt eine mikrobiologische und pharmakokinetische Studie bei chronischer bakterieller Prostatitis: Fosfomycin und Nitrofurantoin hatten gegen 60 Isolate mit je 95,2 % die höchste Aktivität; bei acht Patienten wurden über vier Wochen wöchentlich Konzentrationen in Serum, Samen und Urin bestimmt, die mittleren Samenkonzentrationen lagen unter Levofloxacin bei 1,68, 8,30, 2,61, 0,33 und 2,90 mg/l und über der minimalen Hemmkonzentration, aber die mikrobiologische Negativierung ging nicht immer mit klinischem Erfolg einher [s151]. Acht Patienten sind eine sehr kleine Stichprobe. Eine Arzneimittelübersicht aus einer baskischen Krankenhausapotheke (95 Literaturstellen) nennt zu Immunsuppressiva, dass die meisten Mittel mit väterlicher Exposition verträglich seien, ausgenommen Sulfasalazin, Mycophenolat und Leflunomid, für die ein Absetzen vor der Konzeption beschrieben wird [s74]. Die älteste Quelle des Raums, eine Fallserie von 1979, behandelte 22 von 25 Patienten mit Samenbläschen- und Prostatapathologie, bei 16 war die Samenkultur positiv (76 %), vor allem mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol; bei den 13 Patienten mit bekanntem Ergebnis normalisierte sich das Spermiogramm bei 5 (38 %), mit einer Schwangerschaft [s282].

Lateinamerika: Kohorten und Studien. Aus Mexiko-Stadt stammen zwei kontrollierte Studien, die ein Antibiotikum mit Placebo beziehungsweise mit einem zweiten Antibiotikum verglichen: Bei 60 Männern mit positiver Samenkultur unterschieden sich Trimethoprim/Sulfamethoxazol, Ciprofloxacin und Placebo in der Spermienqualität nicht, die Funktion der akzessorischen Drüsen war verändert [s253]; bei 13 Männern mit Asthenozoospermie sank unter Ciprofloxacin der Anteil normal geformter Spermien signifikant (n = 7), unter Trimethoprim/Sulfamethoxazol (n = 6) stieg die Beweglichkeit nicht signifikant, die Autoren sprechen von vorläufigen Ergebnissen [s242]. Aus Nuevo León stammt eine prospektive Studie an 143 Männern mit Chlamydia-trachomatis- oder Mykoplasmeninfektion und 50 fertilen Kontrollen: Der Anteil von Spermien mit fragmentierter DNA betrug 35,2 ± 13,5 % gegenüber 10,8 ± 5,6 % und fiel nach 3,8 ± 2,2 Monaten Antibiotikatherapie von 37,7 auf 24,2 %; von 16 Paaren, die während der Therapie schwanger werden wollten, wurden 12,5 % schwanger, von 14 nach Therapieende 85,7 % [s207]. Der Vergleich ist beobachtend. Eine Aktenauswertung aus Mexiko-Stadt fand bei 47 % von 295 infertilen Männern eine Sameninfektion [s232]; die Kohorte aus Guadalajara steht im Abschnitt Italienisch [s22]. Aus Buenos Aires liegt eine Fallserie an 29 Männern mit asymptomatischer bakterieller Infektion vor, bei denen die bakteriologische Heilung in 24 Fällen mit besserer Konzentration, Vitalität und Gesamtzahl beweglicher Spermien einherging [s241]. Mehrere Studien prüfen Marker statt Antibiotika: Aus Rosario (410 Proben) fand sich zwischen Rundzellen und Leukozytospermie kein signifikanter Zusammenhang (Spearman 0,2705; p = 0,1046) [s238], aus Temuco bei 64 Patienten keiner zwischen peroxidasepositiven Zellen und Elastase (r = 0,2237; p > 0,05) [s227], und aus Mérida (Venezuela) lag die Leukozytenkonzentration bei 298 Proben bei subfertilen Männern mit 2,5 ± 2,1 Millionen pro ml und bei Männern mit Varikozele mit 2,3 ± 2,1 höher als bei fertilen mit 1,1 ± 0,1 [s224].

Aus Madrid stammt eine prospektive Kohorte an 139 HIV-infizierten Männern unter antiretroviraler Therapie: Die Medianwerte lagen im Normbereich, bei bis zu 19 % war mindestens ein Parameter unter der Norm, und Efavirenz war in der multivariaten Analyse mit Dysmotilität verbunden [s152].

Leitlinien, Register, Erreichbarkeit. Eine spanischsprachige Leitlinie wurde nicht abgerufen, ein Register kam nicht vor. Von den nationalen Datenbanken war keine nutzbar: Dialnet antwortete auf beide Abfragen mit HTTP 503, SciELO mit 403, LILACS/BVS mit 403 und 401. Der Raum wurde daher nur über Europe PMC und PubMed abgebildet; Arbeiten, die nur in diesen Datenbanken indexiert sind, fehlen mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Besonderheiten und Lücken. Typisch ist die Verbindung von Erregernachweis und Resistenzlage (Azithromycin bei Ureaplasma, Chinolone bei E. coli). Es fehlen Studien zu Nitrofurantoin, Metronidazol, Antimykotika und Antimalariamitteln mit Spermienendpunkten; Nitrofurantoin erscheint nur als Prüfsubstanz mit geringer Resistenz [s77, s151]. Für Tetrazykline liegt Doxycyclin als Eradikationsmittel vor [s129]; Minocyclin wurde in einem iranischen Tierversuch an 40 Ratten mit 25 mg/kg über 90 Tage geprüft und verbesserte dort Spermienparameter und Johnsen-Score ohne Veränderung des Testosterons [s80].

Chinesisch

Der chinesische Sprachraum ist nach dem englischen der größte der Studienlage (16 Quellen mit Sprachmarke Chinesisch, dazu weitere Arbeiten chinesischer Gruppen mit anderer Marke). Sein Schwerpunkt unterscheidet sich von dem aller anderen Räume: Er liegt auf sehr großen Laborauswertungen aus Reproduktionszentren, die Erregernachweis, Spermienparameter und Antibiotikaresistenz verbinden, und auf Tierversuchen zu Antibiotika als Umweltstoffen. Studien, die den Effekt eines Antibiotikums auf die Spermien gegen eine unbehandelte Kontrolle prüfen, sind dagegen selten.

Eigene Kohorten. Die großen Datensätze stammen aus Changsha, Nanjing, Shanghai, Tai'an und Chongqing. In Changsha wurden 19.098 Samenproben infertiler Männer und 3368 Samenproben von Spendern ausgewertet: Die Prävalenz von Ureaplasma urealyticum und Mycoplasma hominis unterschied sich signifikant, bei Ureaplasma-urealyticum-Nachweis waren progressive Motilität, Gesamtmotilität und Anteil normaler Formen signifikant niedriger, bei Mycoplasma hominis nicht; beide waren gegen Doxycyclin und Josamycin empfindlich (Resistenz unter 6 %), aber hoch resistent gegen Ciprofloxacin [s156]. In Nanjing waren von 7374 Personen 3225 (43,7 %) positiv für Ureaplasma urealyticum, Mycoplasma hominis oder beide; Tetrazykline und Josamycin wirkten am besten, Fluorchinolone gegen Ureaplasma am schlechtesten [s164]. In Shanghai fanden sich genitale Mykoplasmen bei 30 bis 55 % von 5016 infertilen Männern (412 Kontrollen), und die Resistenz gegen Fluorchinolone sank in den letzten zwei Jahren des Beobachtungszeitraums [s146]. In Tai'an dagegen waren von 817 Samenproben 320 (39,17 %) Ureaplasma-positiv, mit Resistenz gegen Levofloxacin von 47,5 %, Moxifloxacin 39,38 %, Tetracyclin 19,69 % und Erythromycin 3,75 %, sodass die Autoren Erythromycin als mögliche erste Wahl ansehen [s118]. Die Rangfolge steht im Gegensatz zu den Befunden aus Changsha und Nanjing und zeigt die regionale Streuung der Resistenz. Für Mycoplasma genitalium ergab eine Auswertung bei 30.094 Männern aus Kinderwunschpaaren eine Inzidenz von 2,49 % (749 Männer); das Behandlungsversagen lag bei 17,56 % (82 von 467), bei Azithromycin bei 37,44 % (73 von 195), Makrolidresistenz fand sich in 58 von 60 Proben (96,67 %) und Tetrazyklinresistenz in 27 von 60 (45,00 %); nach der Behandlung stiegen die mittleren Spermienparameter, im Abstract ohne Zahlen und ohne Kontrollgruppe [s114]. Eine Auswertung von 74.376 infertilen Männern fand bakterielle Infektionen in 1,38 % der Proben, vor allem Escherichia coli (63,59 %), Klebsiella pneumoniae (19,80 %) und Proteus mirabilis (13,22 %); die Positivitätsrate war bei normalem Sperma (1,41 %) kaum anders als bei Asthenozoospermie (1,55 %) [s144]. In Leqing wurden 1186 Proben von Prostatasekret infertiler Männer mit chronischer Prostatitis untersucht; die Nachweisrate lag bei 51,7 %, bei Ureaplasma urealyticum war die Resistenz gegen Ciprofloxacin mit 59,5 % am höchsten, gegen Josamycin, Tetracyclin und Fosfomycin mit je 1,7 % am niedrigsten [s215]. Prostatasekret ist nicht Sperma, Kolonisation und Infektion sind nicht unterschieden. Eine retrospektive Kohorte mit 131.183 Patienten aus Chongqing verbindet Antispermien-Antikörper, Neisseria gonorrhoeae, Chlamydia trachomatis, Ureaplasma urealyticum und Mycoplasma genitalium mit schlechterer Spermienqualität und höherem Infertilitätsrisiko; Antibiotika wurden nicht ausgewertet [s06]. Zwei Studien aus Nanjing derselben Gruppe (198 gegenüber 198 Proben und 340 Proben mit 104 Ureaplasma-positiven) berichten niedrigere progressive Motilität bei Ureaplasma und Besserung nach Behandlung, ohne dass die Abstracts Behandlungsart und Kontrollgruppe nennen [s94, s95].

Behandlungsstudien. Aus Guilin liegt die wichtigste Studie vor: Von 1530 infertilen Männern hatten 295 eine asymptomatische Leukozytospermie, bei 95 wurde Ureaplasma nachgewiesen, 81 erhielten sieben oder 14 Tage Doxycyclin, bei 70 wurde die Infektion geheilt (Heilungsrate 84,62 % im Sieben-Tage-, 89,66 % im 14-Tage-Schema). Nach Heilung stiegen Konzentration (p = 0,001), progressive Motilität (p = 0,022), Gesamtmotilität (p = 0,004) und normale Morphologie (p = 0,008) [s117]. Die Analyse betrifft nur die Geheilten, eine gleichzeitige unbehandelte Kontrolle fehlt. Die einzige randomisierte Studie des Raums prüfte 80 Männer mit Asthenozoospermie und Anhangsdrüseninfektion: Qilin-Pillen (ein pflanzliches Kombinationspräparat der traditionellen chinesischen Medizin) plus Levofloxacin gegenüber Levofloxacin allein; die Wirksamkeitsrate für die progressive Beweglichkeit betrug 60 % gegenüber 17,5 % (p < 0,05), für die peroxidasepositiven Leukozyten 87,5 % gegenüber 82,5 % ohne signifikanten Unterschied [s177]. Die Studie prüft den Zusatz, nicht das Antibiotikum gegen kein Antibiotikum. Die Kombination von Antibiotika mit Präparaten der traditionellen Medizin ist ein Merkmal der chinesischen klinischen Literatur und macht den Antibiotikaeffekt in solchen Studien nicht isoliert prüfbar.

Expositionsstudie. Die Biomonitoring-Studie aus Hefei an 986 Männern maß 42 Antibiotika im Urin; ausgewählte Antibiotika waren in 98,9 % der Proben nachweisbar, am häufigsten Doxycyclin (80,1 %), Erythromycin (74,5 %), Ciprofloxacin (67,1 %) und Florfenicol (65,6 %), einem Tierarzneimittel. Erythromycin und Doxycyclin im Urin waren mit niedrigerer Konzentration, Gesamt- und progressiver Motilität verbunden, ebenso das Antibiotikagemisch; der Abstract nennt keine Effektschätzer, und offen bleibt, ob die Werte aus ärztlicher Verordnung, Lebensmitteln oder Umwelt stammen [s43].

Tierversuche. Chinesische Gruppen arbeiten häufig mit Antibiotika als endokrinen Disruptoren; diese Arbeiten stammen oft aus Fakultäten für Lebensmittel- und Agrarwissenschaft [s43, s55, s90, s32, s103, s126, s88]. Ciprofloxacin senkte bei jugendlichen Mäusen (n = 6 je Gruppe, 1 bis 75 mg/kg über 30 Tage) schon bei 1 mg/kg das Serumtestosteron, mit steigender Dosis fiel die Spermienzahl; als Mechanismus wird die verminderte Expression von StAR über NR4A1 beschrieben [s32]. Eine Vorläuferarbeit fand für Ciprofloxacin beim Zebrabärbling und für Enrofloxacin bei der Maus Hodenschäden und niedrigere Hormone [s90]; Gatifloxacin (25 bis 100 mg/kg über sieben Tage) verursachte eine dosisabhängige Spermatogenesestörung [s103]. Doxycyclin in frühem Leben führte bei Mäusen zu Testosteronmangel und verminderter Spermienqualität [s126]. Die pränatale Gabe von Amoxicillin (75, 150, 300 mg/kg) und Azithromycin (50, 100, 200 mg/kg) schädigte bei der Maus den fetalen Hoden, am stärksten bei hoher Dosis und später oder mittlerer Trächtigkeit; Spermien im Erwachsenenalter wurden nicht gemessen [s76, s60]. Olaquindox, ein antibakterieller Futterzusatz, senkte bei Mäusen Spermienzahl, Beweglichkeit und Vitalität; die natürliche Fruchtbarkeit blieb unverändert, die Überlebensrate der Nachkommen sank [s88]. Eine Herstellerstudie aus Japan (siehe Japanisch) fand dagegen für Levofloxacin bis 360 mg/kg keine Fertilitätsstörung [s262], sodass die Befunde zwischen Wirkstoffen und Studiendesigns nicht einheitlich sind. Die Depletion der Darmmikrobiota durch Antibiotika verminderte bei Mäusen die Nebenhodenspermien und störte die Meiose über Retinsäure [s53] und verstärkte einen Triptolid-Hodenschaden [s107]; diese Arbeiten nutzen Antibiotika als Werkzeug. Für Antimykotika zeigte Ketoconazol bei Mäusen (30, 50 und 70 mg/kg subkutan über drei Wochen) dosisabhängige Leber- und Hodenschäden, ohne dass Spermienzahl und Beweglichkeit gemessen wurden [s104]; in zwei Arbeiten aus Guangdong dient Ketoconazol als CYP3A4-Hemmer zur Verstärkung eines Sterilisanten bei Schadnagern, ohne Ketoconazol-Einzelarm [s57], ebenso Clarithromycin [s56]. Unter den Antimalariamitteln hat Amodiaquin bei Ratten (5, 10, 15 mg/kg über zwei Wochen) die Spermatogenese dosisabhängig und im Verlauf erholbar gestört [s159]; Artemisinin-Derivate erscheinen in chinesischen und koreanischen Arbeiten [s37] eher als Schutz- oder Konservierungsstoffe, etwa im Gefriermedium für Yak-Sperma [s28] oder bei Mäusen mit Neospora-Infektion [s21]. Zusätzlich dient Ornidazol, ein Nitroimidazol aus der Verwandtschaft des Metronidazols, in China als Standardmodell einer Oligoasthenozoospermie bei Ratten (400 bis 800 mg/kg über Wochen): Bei 800 mg/kg lag die Beweglichkeit in einer Studie bei 27,58 gegenüber 74,12 % der Kontrolle [s145]; weitere Arbeiten prüfen Schutzstoffe [s201, s83, s16]. Die Befunde lassen sich nicht auf Metronidazol übertragen. Eine narrative Übersicht aus Peking ordnet Antibiotika als endokrine Disruptoren ein [s55]. Eine Doxycyclin-Studie aus Taiwan zeigt das Tetrazyklin als Schutzstoff im Doxorubicin-Modell [s217].

Leitlinien, Metaanalysen, Erreichbarkeit. Chinesische Leitlinien oder Metaanalysen, die Antiinfektiva und Spermienqualität gezielt prüfen, wurden nicht gefunden; der Umbrella-Review aus Chengdu führt kein Antibiotikum als Faktor auf [s19]. Die chinesische Literatur wurde ausschließlich über PubMed-indizierte Zeitschriften erfasst. CNKI war nicht erreichbar (Weiterleitung ohne Inhalt beziehungsweise keine Verbindung), bei Wanfang lieferte die Startseite ein Gerüst, die Suchergebnisse werden per Skript nachgeladen. Chinesische Zeitschriften, die nur dort erscheinen, sind nicht abgedeckt; das betrifft vermutlich viele klinische Beobachtungsstudien aus Krankenhäusern. Chinesischsprachige Arbeiten mit englischem Abstract erscheinen vor allem in Zhonghua Nan Ke Xue [s215, s177, s145, s201]; PubMed liefert für sie nur eine englische Titelübersetzung.

Was fehlt. Für Nitrofurantoin und Metronidazol lieferte die Suche keine Studie aus dem Raum. Humane Spermienstudien zu Antimykotika und Antimalariamitteln fehlen ebenso. Für Tetrazykline liegen die Doxycyclin-Behandlung von Ureaplasma-Infektionen [s117], der Urinbefund [s43] und Tierversuche [s126] vor.

Alle Kapitel und Anhänge (26)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Umfang, Ordnung und Lesehinweise bis 1. Systematische Übersichten und Metaanalysen
  5. 2. Narrative und nicht systematische Übersichten bis 4. Einordnung der Übersichtsliteratur
  6. Umfang und Ordnung und 5. Expositionsstudien: Antibiotika und andere Arzneimittel als mögliche Ursache
  7. 6. Infektion, Bakteriospermie und Leukozytospermie: Beobachtungsstudien ohne Behandlungsarm
  8. 7. Beobachtungsstudien mit Behandlungsbezug (nicht randomisiert) und 8. Einordnung der Beobachtungsstudien
  9. Wie dieses Kapitel gelesen werden soll bis Randomisierte und kontrollierte Studien am Menschen: Antibiotika bei Infektion und Leukozytospermie
  10. Kohorten, Vorher-Nachher-Studien und Fallserien mit Antibiotikabehandlung bis In-vitro-Studien an menschlichen Spermien und Messungen im Samenplasma
  11. Humanbefunde zu einzelnen Wirkstoffen und Wirkstoffgruppen und Tierversuche und Zellmodelle
  12. Mechanismen und biologische Plausibilität
  13. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  14. Englisch bis Chinesisch
  15. Japanisch bis Türkisch
  16. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  17. Limitationen der Evidenz
  18. Offene Forschungsfragen
  19. Praktische Einordnung
  20. Glossar
  21. Quellenverzeichnis (Teil 1 von 2)
  22. Quellenverzeichnis (Teil 2 von 2)
  23. Diagramme
  24. Quellen s01–s141
  25. Quellen s142–s286
  26. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle