Kreatin, Proteinpulver und Sporternährung · Kapitel 16 von 21

Widersprüche und ihre mögliche Erklärung

Die Literatur zu Kreatin, Whey- und Proteinpulvern, Energy-Drinks und weiterer Sportnahrung enthält zahlreiche Befunde, die sich auf den ersten Blick widersprechen. Dieser Abschnitt ordnet sie nach Themen und prüft jeweils, ob der Widerspruch echt ist oder aus Unterschieden in Fragestellung, Population, Messgröße oder Studienanlage entsteht. Wo die vorliegenden Abstracts und Volltexte keine Auflösung erlauben, wird das ausdrücklich gesagt. Die genannten Erklärungen sind Hypothesen, die sich aus den Studienbeschreibungen ergeben. Sie sind in den Originalarbeiten in der Regel nicht geprüft worden.

Zuckergesüßte Getränke: Zusammenhang bei hohem Konsum, kein Zusammenhang bei moderatem Konsum

Energy-Drinks wurden beim Menschen nie als eigene Exposition mit Samenanalyse untersucht, die Humanbefunde betreffen die Obergruppe der zuckergesüßten Getränke. Dort stehen sich zwei Befundgruppen gegenüber.

Auf der einen Seite stehen eine große Querschnittsstudie und eine prospektive Kohorte. In der Querschnittsstudie an 2.935 jungen Männern (Median 19 Jahre) lag die mediane Spermienkonzentration in der höchsten Konsumkategorie (Median 1,1 Portionen pro Tag, rund 220 mL) um 13,2 Mio./mL niedriger als bei Nichtkonsumenten (95-%-Konfidenzintervall −21,0 bis −5,5); je zusätzliche Portion von rund 200 mL täglich anstelle von Wasser betrug der Unterschied −3,4 Mio./mL (−5,8 bis −1,0) [s95]. In der PRESTO-Kohorte (690 Männer, 1.247 Samenproben) hatten Männer mit mindestens sieben zuckergesüßten Getränken pro Woche gegenüber Nichtkonsumenten eine um 22 % niedrigere Gesamtspermienzahl (−38 bis −2) und eine um 25 % niedrigere Gesamtzahl beweglicher Spermien (−43 bis −2); das Risikoverhältnis für eine Konzentration von höchstens 16 Mio./mL betrug 1,89 (1,11 bis 3,21) [s51]. Eine dritte Studie fand bei den höchsten Konsumierenden (mindestens 1,3 Portionen pro Tag) eine um 9,8 Prozentpunkte (1,9 bis 17,8) niedrigere progressive Motilität [s154]. Die narrative Übersicht von elf Studien berichtet durchgängig negative Assoziationen [s44].

Auf der anderen Seite fand eine Querschnittsstudie mit 1.047 jungen Dänen (mittleres Alter 19 Jahre) bei moderatem Konsum (mindestens drei Tage pro Woche; 28 % der Teilnehmer bei zuckergesüßten, 11 % bei künstlich gesüßten Getränken) keinen deutlichen Zusammenhang mit Volumen, Konzentration, Gesamtzahl oder Gesamtmotilität. Beim Anteil normal geformter Spermien lag das angepasste Verhältnis bei 0,89 (0,76 bis 1,04), also mit Konfidenzintervall, das 1 einschließt [s84].

Mögliche Erklärungen, die sich aus den Beschreibungen ergeben:

  • Konsumhöhe. Die Zusammenhänge in [s95] und [s51] betreffen die höchsten Kategorien (etwa eine Portion täglich beziehungsweise sieben oder mehr pro Woche). In [s84] waren die Männer mit täglichem Konsum sehr wenige (zuckergesüßte Getränke n = 38, künstlich gesüßte n = 15); die Studie hatte für den Bereich, in dem die anderen Studien Effekte sahen, kaum Datenpunkte.
  • Expositionsdefinition. [s84] definierte „moderaten Konsum" über Tage pro Woche, [s95] und [s51] über Portionen. Ob diese Maße vergleichbar sind, lässt sich den Abstracts nicht entnehmen.
  • Population und Messung. [s51] stützt sich auf ein Heimtest-Kit und eine selbstselektierte Online-Kohorte, [s95] und [s84] auf Laboranalysen junger Männer. Der Effekt war in [s51] bei einem Body-Mass-Index von mindestens 25 stärker; Unterschiede in der Gewichtsverteilung könnten Studien unterscheiden.
  • Statistische Unsicherheit. Mehrere Konfidenzintervalle in [s51] berühren die Nulllinie beziehungsweise die 1 (zum Beispiel Konzentration −22 % mit Intervall −38 bis 0). Das spricht für eine Tendenz, nicht für einen gesicherten Effekt.
  • Störfaktoren. Zuckerreiche Getränke gehen mit anderen Lebensstilmerkmalen einher. In einer taiwanischen Querschnittsstudie mit 7.282 Männern war das Ernährungsmuster „viele süße Snacks und zuckergesüßte Getränke" mit niedrigerer Konzentration verbunden (P = 0,001), gebündelt mit anderen Bestandteilen, die sich nicht trennen lassen [s144]. In der Chongqing-Kohorte war Cola mit einem niedrigeren Samenvolumen verbunden (4,1 % bei ein bis zwei Flaschen, 12,5 % bei drei und mehr Flaschen pro Woche) [s148]. Die Studie [s128] zeigt für zuckergesüßte Getränke ein adjustiertes Odds Ratio von 2,29 (p = 0,041) für niedriges Testosteron (Q4 gegenüber Q1), das jedoch keine Spermienparameter betrifft.

Die Zusammenhänge sind also nicht widersprüchlich im strengen Sinn, sie sind uneinheitlich und hängen am Konsumniveau. Dass die Getränke die Spermienbildung ursächlich beeinflussen, ist durch keine dieser Beobachtungsstudien belegt; die Autorinnen und Autoren von [s95] nennen die Querschnittsanlage und unbekannte Störfaktoren als Grenze und halten fest, dass ein Rückgang der Samenparameter nicht zwingend Fruchtbarkeitsverlust bedeute. Die Übersicht [s44] formuliert ihren Schluss kausaler, als die zugrunde liegenden Beobachtungsstudien erlauben; die später erschienene Studie [s84] widerspricht ihr teilweise.

Kaffee und Koffein: Vorteil, Nachteil oder kein Zusammenhang

Beim Koffein ist die Lage am uneinheitlichsten. Die Befunde in der Reihenfolge ihrer Richtung:

  • Günstig oder neutral beim Kaffee. In der Chongqing-Kohorte (796 junge Männer) war Kaffee mit höherer Motilität verbunden (plus 8,9 % bei ein bis zwei Tassen pro Woche, plus 15,4 % bei drei und mehr) [s148]. Die systematische Übersicht mit 28 Beobachtungsstudien und 19.967 Männern kam zu dem Schluss, dass die Samenparameter von Koffein aus Kaffee, Tee und Kakao in den meisten Studien nicht beeinflusst schienen; die Evidenz sei inkonsistent und nicht schlüssig [s137]. Eine prospektive Kohorte (171 Männer) fand keine Assoziation von Koffein und Alkohol mit der Samenqualität [s136]. Die AUA/ASRM-Leitlinie führt für Koffein Evidenz mittlerer Qualität für keinen Zusammenhang mit männlicher Infertilität auf (außer möglicherweise Spermienaneuploidie) [s47]. Eine Metaanalyse von vier Studien mit 12.912 Teilnehmern (Männer und Frauen gemeinsam) fand für niedrige, mittlere und hohe Koffeindosis kein erhöhtes Infertilitätsrisiko erkennbar, bei niedriger Evidenzqualität; das Intervall der hohen Dosis reichte von 0,28 bis 12,22 und erlaubt praktisch keine Aussage [s104].
  • Ungünstig. In einer Querschnittsstudie an 3.302 Männern hatten Männer ohne Kaffeekonsum eine höhere Gesamt- und progressive Motilität [s21]. In der Querschnittsstudie mit 508 Teilnehmern hingen hoher Kaffeekonsum und weitere Faktoren mit einer höheren Prävalenz niedriger Samenqualität zusammen [s20]. Die Mendelsche Randomisierung zu 31 Ernährungsmerkmalen ergab für Kaffeeaufnahme ein Odds Ratio von 3,6967 (1,0348 bis 13,2065; P = 0,0442) für männliche Infertilität [s48]. In einer Kohorte aus der Kinderwunschbehandlung war hohe Koffeinzufuhr negativ mit der Lebendgeburt nach assistierter Reproduktion verbunden (bereinigte Lebendgeburtenrate 19 % im höchsten gegenüber 55 % im niedrigsten Quartil; p < 0,01), obwohl die Samenqualität keinen Zusammenhang zeigte [s136].
  • Zufuhr der Mutter. Mütterlicher Kaffeekonsum in der Schwangerschaft zeigte bei erwachsenen Söhnen einen Trend zu geringerem Ejakulatvolumen (P = 0,06); aktueller Koffeinkonsum der Männer war nicht klar mit der Samenqualität verbunden, hohe Zufuhr mit rund 14 % höherem Testosteron (P = 0,008) [s165].

Zur Erklärung bieten sich mehrere Punkte an. Erstens unterscheiden sich Produkte und Mengen: Kaffee, Cola, Tee und Energy-Drinks enthalten unterschiedlich viel Koffein und weitere Stoffe; die Übersicht [s137] hält einzelne Hinweise auf negative Effekte von Cola und koffeinhaltigen Softdrinks fest, nicht aber von Kaffee. Zweitens unterscheiden sich die Endpunkte: Samenparameter, Aneuploidie und DNA-Brüche (die Übersicht berichtet Koffein mit Aneuploidie und DNA-Brüchen assoziiert, nicht mit anderen DNA-Schadensmarkern), Zeit bis zur Schwangerschaft, Lebendgeburt nach assistierter Reproduktion. Der Befund in [s136] zeigt, dass Samenparameter und Behandlungserfolg bei derselben Exposition auseinanderlaufen können; die Autoren stellen zudem die entgegengesetzte Richtung beim Alkohol (höhere Lebendgeburtenrate im höchsten Quartil) ohne Erklärung dar, was Zweifel an der Robustheit der Kleingruppenanalysen (kleine Fallzahlen je Quartil, Störfaktoren der Partnerin) weckt. Drittens kann Schlaf als Mittler wirken: In [s21] vermittelte die Einschlafzeit den Zusammenhang zwischen Kaffee und Samenqualität, sodass Kaffee dort womöglich über den Schlaf wirkt oder Schlaf und Kaffee gemeinsam mit weiteren Lebensstilmerkmalen auftreten. Viertens ist das Mendelsche Randomisierungsergebnis [s48] mit einem sehr weiten Konfidenzintervall behaftet (untere Grenze knapp über 1, obere über 13); die Effektgrößen der Studie insgesamt sind sehr groß, was nach Einschätzung der Recherche auf schwache genetische Instrumente hindeuten kann. Sie steht im Widerspruch zu [s104]. Fünftens ist die In-vitro-Wirkung von Koffein an menschlichen Spermien (höhere progressive Motilität bei 10 mM, teils über eine höhere seminale Kreatinkinase-Aktivität erklärt) ein Laborbefund bei Konzentrationen, die nach Einschätzung der Recherche weit über dem liegen, was durch Getränke erreicht wird [s92]; er sagt nichts über regelmäßigen Konsum.

Die Tierversuche sind ebenfalls uneinheitlich. Männliche Mäuse, die einen Monat lang Koffeininjektionen erhielten, zeigten dosisabhängig sinkende Blastozystenbildung nach In-vitro-Fertilisation (Kontrolle 85,0 %, 0,2 mg 79,2 %, 1,0 mg 62,7 %; P < 0,001 bei der höchsten Dosis) bei unverändertem Hodengewicht und Testosteron [s149]. Bei Kaninchen mit 30 oder 60 mg/kg täglich über vier Wochen war die Spermatogenese gehemmt, wobei der berichtete FSH-Anstieg nicht zur Schlussfolgerung einer FSH-Hemmung passt; der Abstract löst das nicht auf [s173]. Bei der Mischexposition aus Nikotin, Ethanol und Koffein bei Ratten ist der Koffeinanteil nicht trennbar [s81]. Beim Mausversuch mit Cadmium war das „Koffein" ein Grüntee-Zubereitung ohne reine Koffeingruppe [s31].

Proteinpulver: kein Zusammenhang im Querschnitt, höhere Konzentration nach Absetzen

Es gibt beim Menschen genau zwei Studien mit Proteinpulver als Exposition, und ihre Ergebnisse scheinen sich zu widersprechen. In der dänischen Querschnittsstudie mit 778 jungen Männern (28 % aktuelle, 24 % frühere Nutzer) war der Gebrauch von Proteinpulver in rohen wie in adjustierten Analysen weder mit Volumen noch mit Konzentration, Gesamtzahl, Morphologie oder Motilität verbunden [s113]. In der Pilotbeobachtung an 20 subfertilen Männern der Klinik in Skive stieg die mediane Spermienkonzentration nach Absetzen von 1,8 auf 8,9 Mio./mL (Verhältnis der Mediane 2,6; 95-%-Konfidenzintervall 1,1 bis 5,8) [s119].

Die beiden Studien beantworten verschiedene Fragen. [s113] vergleicht unausgelesene junge Männer mit und ohne Gebrauch und adjustiert unter anderem für Training, Body-Mass-Index und Anabolikagebrauch. [s119] schloss ausschließlich Männer mit einer Konzentration unter 15 Mio./mL ein und beobachtete sie ohne Kontrollgruppe. Bei einer solchen Auswahl über einen niedrigen Ausgangswert ist eine Regression zur Mitte zu erwarten: Wer wegen eines niedrigen Wertes eingeschlossen wird, hat bei der zweiten Messung im Mittel einen höheren. Hinzu kommen natürliche und saisonale Schwankungen (die Autoren nennen sie selbst), eine zwischen 2 und 16 Monaten variierende Karenzzeit und fehlende Kontrolle von Gewicht, Training und weiteren Supplementen. Auch die Gesamtspermienzahl stieg nicht signifikant (P = 0,14), und bei fünf der 20 Männer sank die Konzentration leicht. Der Text von [s119] weist außerdem auf Untersuchungen hin, nach denen nicht deklarierte anabole Steroide in Supplementen vorkommen können; ob dies hier eine Rolle spielte, wurde nicht geprüft. Der Widerspruch ist deshalb wahrscheinlich ein scheinbarer: Die Querschnittsstudie findet im Mittel keinen Unterschied, die kleine Beobachtung kann einzelne Männer mit auffälligen Werten und anderen Einflussfaktoren zeigen, erlaubt aber keine Aussage zur Wirkung des Produkts.

Eine Sekundärquelle nennt für aktuelle gegenüber Nie-Nutzern von Proteinpulver höhere Mittelwerte (Konzentration 42 gegenüber 36 Mio./mL, Gesamtzahl 108 gegenüber 90 Millionen) [s86]. Diese Zahlen stehen im Abstract der Originalarbeit nicht, sodass offen bleibt, ob sie roh oder adjustiert sind, und sie werden hier nicht als Befund der Originalstudie gewertet.

Bei den Tierversuchen mit Molkenprotein sieht das Bild auf den ersten Blick gegensätzlich aus: Bei Mäusen mit hoher Whey-Dosis im Trinkwasser über drei Monate fanden sich keine Unterschiede bei Spermienzahl, Motilität, DNA-Fragmentierung, Testosteron, Hodenmorphologie, Trächtigkeit und Wurfgröße [s109]. Dagegen verbesserte Molkenprotein im Alterungsmodell der Ratte Degeneration, Keimzelldichte und Mitochondrien [s02], Kamelmolkenprotein stellte nach Hitzestress des Hodens Testosteron und Motilität nahezu wieder her [s127], und Ziegenmolken-Hydrolysat mit Vitamin D3 erhöhte im D-Galaktose-Alterungsmodell Spermienüberleben, Motilität und Testosteron [s17]. Der Unterschied liegt im Modell: Die schützenden Effekte betreffen vorgeschädigte Hoden (Alter, Hitze, Toxine), die neutrale Studie gesunde Tiere. Eine Aussage über gesunde Männer erlauben beide Gruppen nicht. Beim Molkenproteinkonzentrat mit Aflatoxin wird die Verbesserung für den Hoden dem Ginsengextrakt beziehungsweise der Kombination zugeschrieben, nicht dem Molkenprotein allein [s158].

Gegenläufig ist auch die Befundlage zur Proteinquelle in der Nahrung. Bei Grünen Meerkatzen führte eine milchhaltige Tierproteindiät in der zweiten Studienphase zu niedrigeren Spermienzahlen (p < 0,04) und geringerer Motilität (p = 0,04) als eine pflanzenbasierte Diät [s169]. Bei Ratten senkte einseitiges Maisgluten Spermiendichte und Motilität, Weizengluten jedoch nicht [s107]. Eine halbierte Proteinzufuhr senkte bei Ratten das Testosteron (1,4-fach) und veränderte den Hoden histologisch, ohne Spermienparameter zu erfassen [s60]. Beim Menschen zeigte die Studie an 270 infertilen Männern für pflanzliches Protein (höchstes Tertil) ein Odds Ratio von 0,38 (0,19 bis 0,75) und für tierisches Protein von 2,32 (1,13 bis 4,76) für die Spermienkonzentration; aus dem Abstract geht jedoch nicht hervor, welcher Ausgang gemeint ist, sodass die Richtung offen bleibt, und für die Morphologie passt ein P-Wert von 0,04 nicht zu einem Intervall von 0,97 bis 13,91 [s73]. In der Fall-Kontroll-Studie aus Shenyang zeigte das Milchprotein aus Milchprodukten (oberstes gegenüber unterstem Terzil) kein signifikantes Odds Ratio von 1,19 (0,85 bis 1,68) [s100], in der amerikanischen Kohorte waren fettreiche Milchprodukte, vor allem Käse, mit schlechterer Morphologie verbunden (Differenz −3,2 %; −4,5 bis −1,8) [s156], fettarme Milchprodukte dagegen mit höherer Konzentration (33 %; 1 bis 55) und Motilität [s151]. Das Muster passt zu einem Einfluss des Fettanteils und des Gesamtmusters der Kost, nicht des Milcheiweißes allein; das ist eine Lesart, kein Befund. Für Fleisch zeigt dieselbe Shenyang-Studienbasis gegenläufige Befunde nach Verarbeitung: unverarbeitetes Fleisch Odds Ratio 0,61 (0,40 bis 0,93), verarbeitetes Fleisch 1,44 (1,01 bis 2,06) [s82]; verarbeitetes rotes Fleisch war in Rochester mit einer um 78 Millionen niedrigeren Gesamtspermienzahl im höchsten gegenüber dem niedrigsten Quartil verbunden (−202 bis −5) [s152]. Bei 206 Männern in Murcia zeigte die Gesamtfleischzufuhr keinen Zusammenhang [s122]. Auch hier ist die Verarbeitung der entscheidende Unterschied, nicht die Proteinmenge.

Kreatin: ein positives Pilotsignal, das an der eigenen Auswertung hängt

Die einzige randomisierte Humanstudie mit Samenanalyse umfasst 15 Männer, davon fünf mit Oligozoospermie [s23]. Ihr Befund ist in sich gemischt. Der primäre Vergleich der Konzentration war nicht signifikant (Anstieg im Mittel 7,4 Mio./mL unter Kreatin plus Ubiquinol; P = 0,22). Signifikant waren Vergleiche des Anteils der Männer mit höherer Konzentration (60 % unter Kreatin gegenüber 20 % in der Kontrolle; P ≤ 0,05), bei den fünf Oligozoospermen (alle unter Kreatin mit Verbesserung) und die Kreatinkonzentration im Sperma (P = 0,03). Die Kurzfassung derselben Studie berichtet, dass keiner der paarweisen Vorher-nachher-Vergleiche für Kreatin und Kreatinkinase signifikant war (zum Beispiel Kreatin im Sperma 455,2 auf 570,7 µmol/L; P = 0,06) [s40]. Die dort abgedruckten Mittelwerte ergeben eine Zunahme von 115,5 µmol/L, die Vollpublikation nennt 125,4 µmol/L (P = 0,03); ob unterschiedliche Auswertungen vorliegen, ist aus den Texten nicht zu klären, und in der Kreatin-plus-Ubiquinol-Gruppe ist der Endwert der Kreatinkinase (455,2) mit dem Ausgangswert des Kreatins identisch gedruckt, was ein Druckfehler sein kann.

Weitere Spannungen im Kreatinfeld:

  • Körpereigenes Kreatin und Kreatinkinase. Bei 88 Männern war Kreatin im Samenplasma bei Normo- und Asthenozoospermie ähnlich (791 ± 342 gegenüber 744 ± 422 µmol/L) und korrelierte schwach positiv mit der progressiven Motilität (r = 0,284; p = 0,010), während die Kreatinkinase bei Asthenozoospermie höher lag (1.360 ± 1.050 gegenüber 830 ± 580 U/L; p = 0,013) und negativ mit Konzentration, Motilität und Anteil abnormaler Spermien korrelierte [s111]. In der türkischen Studie mit 53 Männern korrelierte die Kreatinphosphokinase dagegen bei subfertilen Männern positiv mit der Spermienzahl (r = 0,523; p = 0,005), während sich die Mittelwerte zwischen den Gruppen nicht unterschieden; die Autoren weisen selbst auf frühere gegenteilige Berichte hin [s171]. Im Reagenzglas stieg die Kreatinkinase-Aktivität unter Koffein mit der Motilität, unter Ranitidin stieg sie, während Motilität und Vitalität sanken [s92, s76]. Eine höhere Aktivität des Enzyms geht also nicht automatisch mit besserer Beweglichkeit einher, und eine Aussage über zugeführtes Kreatin lässt sich aus diesen Laborbefunden nicht ableiten.
  • Mangel gegenüber Zufuhr. Mäuse ohne das Kreatin-Syntheseenzym Gamt hatten geringere Spermienzahl, schlechtere Motilität und Befruchtungsrate, mit gestörten Tight Junctions der Blut-Hoden-Schranke; Kreatingabe behob dies [s53]. Das belegt die Rolle von Kreatin bei Mangel, nicht einen Nutzen oder Schaden bei normaler Versorgung. In der Ratte mit Diabetes normalisierte Kreatin die meisten morphologischen Parameter, doch fanden sich in der Diabetes-plus-Kreatin-Gruppe weniger SOD1 und mehr NFκB-p65 als in der reinen Diabetesgruppe; die Autoren nennen die funktionelle Bedeutung offen [s09].
  • Hormone. Die Rugbystudie zeigte unveränderte Testosteronwerte, aber einen um 56 % erhöhten Dihydrotestosteron-Wert nach sieben Tagen (nach 14 Tagen Erhaltung 40 % über dem Ausgangswert; P < 0,001) [s163]. Die Expertenübersicht hält dagegen fest, die Mehrzahl der Studien zeige keinen Effekt auf Testosteron, und behandelt die DHT-Befunde in den abgerufenen Abschnitten nicht [s32]. Beides schließt sich nicht aus, denn Testosteron und DHT sind verschiedene Messgrößen. Samenparameter wurden in der Rugbystudie nicht erhoben.
  • Kreatin aus der Nahrung. Bei 1.350 NHANES-Teilnehmern war die rechnerisch geschätzte Kreatinzufuhr aus Lebensmitteln nicht mit Inhibin B verbunden (adjustiert B = −2,20; P = 0,40) und mit dem Anti-Müller-Hormon nur im Rohmodell (B = −0,92; P = 0,03; adjustiert P = 0,09) [s39]. Supplemente wurden dort ausdrücklich nicht erfasst; die Studie kann also weder für noch gegen Kreatinpulver herangezogen werden.
  • Hodenkrebs. Die Fall-Kontroll-Studie fand für jemals Gebrauch von Muskelaufbaupräparaten ein Odds Ratio von 1,65 (1,11 bis 2,46) für den Hodenkeimzelltumor; nur in einer explorativen Schichtung erhöhte die Kombination aus Kreatin und Protein das Risiko (2,55; 1,05 bis 6,15) [s143]. Die Fallserie ohne Kontrollgruppe berichtet bei 129 Patienten 9,3 % Kreatingebrauch und 12,4 % Gebrauch von Protein oder Aminosäuren und folgert, ein Zusammenhang sei offen [s166]. Ein Leserbrief weist darauf hin, dass gleichzeitiger Steroidgebrauch oder Verunreinigungen eine unerkannte Rolle spielen könnten [s142]. Hier liegt kein Widerspruch zwischen den Studien vor, sondern eine Konfundierungsfrage: Die Studie [s143] analysierte keine Produktinhalte, und die Autoren verweisen selbst auf nicht deklarierte anabole Steroide in Handelsprodukten.

Ein Punkt der Einordnung betrifft die Unabhängigkeit der Kreatinliteratur. Die Autorengruppe von [s23], [s40], [s39] und [s86] überschneidet sich; der letzte Autor von [s39] erklärt eine Mitgliedschaft in einem wissenschaftlichen Beirat zu Kreatin, Patente und Forschungsgelder von Kreatinherstellern sowie die Gründung von Firmen für kreatinhaltige Produkte. Das macht die Befunde nicht falsch, ist aber bei der Gewichtung zu beachten. Die Expertenübersicht [s32] kommt von einer Gruppe, die sich insgesamt für Sicherheit und Wirksamkeit von Kreatin ausspricht; sie schließt, die vorhandene Evidenz spreche nicht für eine Schädigung der Fruchtbarkeit, und stellt zugleich fest, dass zum Zeitpunkt der Abfassung keine Humanstudien zu Kreatinmonohydrat und Fruchtbarkeitsparametern bei normo- oder oligozoospermen Männern vorlagen. Der scheinbare Gegensatz („keine Schädigung belegt" gegenüber „kein Nutzen belegt") löst sich auf: Beides ist wahr, weil die Datenlage zu dünn ist, um in eine der beiden Richtungen zu entscheiden.

Anabolika: Erholung nach dem Absetzen, vollständig, teilweise oder kaum

Anabolika sind keine Sportnahrung. Sie sind in der Literatur jedoch durchgehend Störfaktor, Verunreinigung oder Parallelkonsum, und zur Erholung der Spermienbildung nach dem Absetzen gibt es sehr unterschiedliche Aussagen.

  • Vollständige Erholung nach Monaten. Bei Bodybuildern mit Steroiden in bis zu 40-fachen Dosen hatten 24 von 41 Spermienzahlen unter 20 Mio./mL, wer länger als vier Monate abgesetzt hatte, hatte normale Zahlen [s174]. Der Leitlinientext der EAU gibt an, dass sich Spermienzahl und -qualität üblicherweise innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach dem Absetzen bessern [s175]. Bei 44 Männern in Sankt Petersburg war nach drei Monaten Pause mit Erholungstherapie bei 79,5 % die Erholung befriedigend [s110].
  • Teilweise Erholung. In der HAARLEM-Kohorte (100 Sportler) lag die mittlere Gesamtspermienzahl drei Monate nach Zyklusende um 61,7 Millionen unter dem Ausgangswert (P < 0,01) und nach Ablauf der Nachbeobachtung noch um 29,7 Millionen (KI −59,1 bis −0,39; P = 0,05); 34 % hatten weiter weniger als 40 Millionen [s98]. Die Metaanalyse von 32 Studien fand FSH und LH 3 bis 6 Monate nach dem Absetzen niedrig und nach einem Jahr ohne Unterschied [s71]. Eine systematische Übersicht zu Wiederherstellungsprotokollen hält fest, die Spermienbildung könne mehr als ein Jahr bis zur Normalisierung brauchen [s57].
  • Kaum vollständige Erholung. Die Übersicht von 179 Fällen fand von 38 Fällen mit vollständig bekanntem Verlauf nur vier vollständig reversible, zwei davon unter Arzneimitteltherapie [s99].

Die Erklärungen liegen in Auswahl und Zeitpunkt. Die Fallberichte in [s99] unterliegen einer Berichtsauswahl (auffällige Verläufe werden eher publiziert), die Kohorten [s98] und [s71] erfassen Sportler, die einen Zyklus beginnen wollten, und die Nachbeobachtung war nach Angabe der Autoren von [s98] für die langsame Erholung zu kurz. Frühe Studien wie [s174] haben Dosis- und Zeitangaben nur retrospektiv. Bei [s110] fehlt eine Kontrollgruppe, sodass Spontanerholung und Erholungstherapie nicht trennbar sind, und die Endpunkte sind Hormone statt Ejakulat. Hinzu kommt der Befund aus Ankara, dass in der unbehandelten Beobachtungsgruppe 58,6 % nach 12 Monaten normozoosperm waren, in der Gruppe mit Clomifen plus hCG 87,5 % (Odds Ratio 6,23; 1,32 bis 29,4) [s15]; die Gründe der Therapiewahl sind im Abstract nicht beschrieben, eine Vermischung mit dem Schweregrad ist möglich. Auch die Dosis, die Zahl der Präparate und die Anwendungsdauer hingen in [s110] mit der Erholung des Testosterons zusammen (Korrelationen von −0,857 für die Dauer und −0,7825 für die Dosis), sodass Mittelwerte über sehr verschiedene Konsummuster hinwegmitteln.

Im Tierversuch mit Nandrolon stehen Befunde für schwere Schäden (weniger Spermien, mehr Apoptose, Protamindefizit bei 10 mg/kg pro Woche und Zwangslaufen [s162, s155]) einem Versuch mit 5 mg/kg intramuskulär und freiwilligem Laufradtraining ohne signifikanten Unterschied in der Spermatogenese gegenüber [s145]. Dosis, Trainingsform und Endpunkte unterscheiden sich, sodass kein echter Widerspruch vorliegt. Auch die Befunde zu Taurin als Gegenmittel (Rückkehr der Spermienmerkmale und des Testosterons unter Nandrolon [s141]) betreffen ein Schadensmodell und nicht den Alltagskonsum von Energy-Drinks.

Training: günstig, neutral oder ungünstig

Training ist in fast allen Studien zu Sportnahrung gleichzeitig vorhanden und deshalb ein eigener Widerspruchsbereich. Übersichten zu Ausdauer- und Leistungssport berichten teils schlechtere Samenqualität: bei Radfahrern und Triathleten weniger normale Morphologie, bei Triathleten mehr DNA-Fragmentierung, bei 16 Wochen intensivem Radtraining niedrigere Werte mit teilweiser Rückkehr nach Ruhe, mit sehr niedriger Sicherheit der Evidenz [s45, s35]; die Übersicht und Metaanalyse mit 32 Arbeiten fand meist keine großen Effekte, Freizeitsport womöglich vorteilhaft und Leistungssport womöglich nachteilig für die progressive Motilität [s117]. Dagegen fand der Umbrella-Review von 13 Metaanalysen (8.068 Männer) bei Bewegung bessere Konzentration, Morphologie, Spermienzahl und Samenvolumen, mit überwiegend niedriger oder sehr niedriger Sicherheit der Evidenz [s18]; in der Kohorte mit 1.316 Männern mit eingeschränkter Samenqualität war moderate Aktivität mit günstigeren Parametern verbunden (Gesamtzahl progressiv beweglicher Spermien plus 51,01 %; 18,03 bis 93,64 %) [s26]. In der japanischen Querschnittsstudie war höhere Gesamtaktivität mit einem niedrigeren DNA-Fragmentierungsindex verbunden (viertes gegenüber erstem Quartil 29 % weniger; 12 bis 43 %) [s37].

Die Gegensätze lösen sich über die Intensität und die Population auf: Freizeit- und moderate Aktivität gegenüber Leistungs- und Ausdauersport, gesunde Männer gegenüber Männern mit eingeschränkter Samenqualität, Querschnitt gegenüber Interventionsstudien. Dies passt zum Rattenversuch, in dem moderater Sport ohne signifikante Veränderungen blieb und exzessiver Sport Konzentration, Motilität und Testosteron senkte [s06]. Für die Frage der Sportnahrung folgt: Wer Produkte nutzt, trainiert meist auch intensiv, und eine Trennung beider Faktoren gelingt in den Studien zu Proteinpulver nur teilweise; [s113] adjustierte für Training, die Beobachtung [s119] nicht.

Antioxidantien, Carnitin und Coenzym Q10: große Effekte in kleinen Studien, Nullergebnis in der Zusammenschau

Diese Stoffe sind keine Sportnahrung im engen Sinn, kommen aber in Sportprodukten vor und liefern die einzigen Interventionsstudien mit Ejakulatendpunkten. Die Metaanalyse randomisierter Studien berichtet für Omega-3 (Konzentration plus 10,98 Mio./mL), Coenzym Q10 (5,93), Selen (3,91) und Zink (1,48) positive Mittelwertdifferenzen und mahnt wegen kleiner Stichproben und erheblicher Heterogenität zur Vorsicht [s129]. Die Netzwerk-Metaanalyse zu Carnitin und Coenzym Q10 berichtet sehr große standardisierte Effekte bei sehr breiten Konfidenzintervallen (Coenzym Q10 SMD 2,98; 1,13 bis 7,87) [s41]. Das Cochrane-Review mit 90 Studien und 10.303 subfertilen Männern fand für die Lebendgeburt ein Odds Ratio von 1,43 (1,07 bis 1,91), das ohne Studien mit hohem Verzerrungsrisiko auf 1,22 (0,85 bis 1,75; P = 0,27) fiel; die Evidenz wird als niedrig bis sehr niedrig bewertet [s80]. In einer ägyptischen placebokontrollierten Studie mit 200 Männern stieg die Konzentration unter Coenzym Q10 von 13,42 auf 26,86 Mio./mL (Placebo 13,24 auf 13,80) [s12], während eine russische randomisierte Studie mit 133 ausgewerteten Männern einen Nutzen auf Ejakulat, DNA-Fragmentierung und Schwangerschaftsrate nicht belegen konnte (Teststärke höchstens 0,69; Fehler 2. Art nicht auszuschließen) [s93]. Die EAU-Leitlinie nennt für die MOXI-Studie, dass Antioxidantien Samenparameter oder DNA-Integrität nicht gegenüber Placebo verbesserten [s175], und die Diskussion von [s12] nennt dieselbe Studie selbst. In einer Studie mit zwei aktiven Armen veränderten weder die Antioxidans-Kombination noch Methylcobalamin die Samenparameter signifikant, eine Subgruppe über einem Oxidationsgrenzwert profitierte, doch die Subgruppe wurde nach dem Ergebnis gebildet [s89]. Die Antioxidantienkapazität der Nahrung war in 1.715 Männern nicht mit besseren Samenparametern verbunden, nur invers mit dem Ejakulatvolumen [s64].

Erklärungen: Kleine, oft offene oder unkontrollierte Studien (zum Beispiel [s55], [s105], [s168], [s115]) liefern große Effekte, größere und besser kontrollierte Studien kleinere oder keine. Das ist das typische Muster, wenn Verzerrung, Regression zur Mitte und Spontanschwankung eine Rolle spielen. In [s12] fällt außerdem auf, dass die Standardabweichung der DNA-Fragmentierung in der Coenzym-Q10-Gruppe vor und nach Behandlung identisch ist (4,64), während die Mittelwerte genau 12,00 auseinanderliegen. Die Studien betreffen Männer mit Fruchtbarkeitsproblemen, nicht gesunde Sportler, und lassen sich nicht auf Sportnahrung übertragen.

Unstimmigkeiten innerhalb einzelner Quellen

Neben echten Widersprüchen zwischen Studien enthalten mehrere Quellen Unstimmigkeiten zwischen Abstract, Text und Tabellen. Sie schränken das Gewicht der jeweiligen Studie ein:

  • Der Energy-Drink-Rattenversuch [s54] berichtet im Abstract einen Rückgang der Spermienqualität mit steigender Konzentration. Die Tabellen zeigen signifikante Veränderungen nur bei 75 % Getränkeanteil (Vitalität 63,25 ± 8,5 % gegenüber 91,25 ± 5,25 % in der Kontrolle; Anomalien 36,5 ± 8,5 % gegenüber 12 ± 0,81 %), die Spermienzahl ist nicht monoton dosisabhängig (Gruppe mit 25 %: 40, Gruppe mit 50 %: 46), und der Schlussabschnitt sagt, Beweglichkeit und Morphologie schienen nicht beeinflusst. Die Gruppen mit 25 % und 75 % verloren Körpergewicht, nach Angabe der Autoren wegen geringerer Futteraufnahme.
  • In [s60] nennt der Text für die proteinreduzierte Gruppe ein um 37 % niedrigeres Körpergewicht, die Tabellenwerte (297 ± 15 g gegenüber 246 ± 20 g) passen dazu nicht.
  • In der Abu-Dhabi-Serie nennt der Text 74 Männer mit Infertilität, der Abstract 94, und der 6-Monats-Vergleich des IIEF mit p = 1,0000 in der Tabelle passt nicht zum Text; die Bezeichnung „randomisiert" im Titel trifft nicht im üblichen Sinn zu, weil die Zuteilung nach Patientenwunsch erfolgte [s74].
  • In [s73] schließt das Konfidenzintervall der Morphologie die 1 ein, während P = 0,04 angegeben ist; in [s106] ist der Abstract zum frischen Fisch in sich uneinheitlich (Trend P = 0,074, Schlussfolgerung mit Richtung). In [s68] widersprechen sich Angaben zu Plastikbehältern, und in [s79] sind die Odds Ratios und Intervalle für zweites und drittes Terzil identisch.
  • In [s128] entsprechen die Prozentwerte (90,4 % und 9,6 %) nicht genau den Anteilen 486 und 59 von 545, vermutlich wegen gewichteter Anteile.
  • In [s115] nennt der Titel „doppelblind", der Abstract „offen", und die Größe der Behandlungsgruppe ist nicht genannt; in [s11] führt der Abstract Johnsen-Score und Kanälchendurchmesser gemeinsam auf, während der Volltext beide trennt.
  • Im Kaninchenversuch [s173] passen ein FSH-Anstieg und die Schlussfolgerung einer FSH-Hemmung nicht zusammen.

Diese Fälle zeigen, dass einzelne Zahlen aus Abstracts nicht ohne Weiteres als belastbar gelten können. Wo sie in der Gesamtstudie genannt werden, steht die Einschränkung dabei.

Alle Kapitel und Anhänge (24)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Vorbemerkung zu Kapitel 02
  5. Studienlage: Metaanalysen und Übersichten
  6. Proteinpulver und Kreatin bis Muskelaufbaupräparate, Hodenkrebs und Wissen über Fruchtbarkeit
  7. Anabole Steroide im Kraftsportumfeld und Nahrungsprotein, Milch, Fleisch und Ernährungsmuster
  8. Körperliche Aktivität bis Einordnung der Beobachtungsstudien
  9. Kreatin und Whey- und Proteinpulver
  10. Energy-Drinks, zuckergesüßte Getränke, Koffein und Taurin bis Anabolika als Begleit- und Störfaktor (Nachbargebiet, keine Sportnahrung)
  11. Weitere Sportnahrung und Fertilitätspräparate (Kontext) bis Leitlinien im Einzelnen
  12. Mechanismen und biologische Plausibilität
  13. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  14. Englisch bis Russisch
  15. Arabisch und Türkisch
  16. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  17. Limitationen der Evidenz
  18. Offene Forschungsfragen
  19. Praktische Einordnung
  20. Glossar
  21. Quellenverzeichnis
  22. Diagramme
  23. Quellen
  24. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle