Arabisch
Für den arabischen Sprachraum gibt es keine arabischsprachige Quelle in der Liste. Alle verwertbaren Treffer sind englischsprachige Veröffentlichungen aus Ägypten, Saudi-Arabien, dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Algerien, Jordanien, Katar und Tunesien. Ob arabischsprachige Zeitschriften relevante Arbeiten enthalten, konnte nicht geklärt werden, weil die arabischen Datenbanken nicht zugänglich waren. Dominierend sind Tiertoxikologie mit Schutzstoffen und klinische Serien zu Anabolika; zur Kernfrage trägt der Raum kaum etwas bei.
Kreatin. Keine abgerufene Studie aus den arabischen Ländern untersucht die Einnahme von Kreatin und misst danach Spermienparameter. Was vorliegt, betrifft den körpereigenen Kreatin-Stoffwechsel. Eine tunesische Vergleichsstudie an 88 Männern (53 normozoosperm, 35 asthenozoosperm) fand im Seminalplasma ein hohes Kreatin ohne signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen (791 ± 342 gegenüber 744 ± 422 µmol/L), aber eine höhere Kreatinkinase bei Asthenozoospermie (1.360 ± 1.050 gegenüber 830 ± 580 U/L; p = 0,013) und schwache Korrelationen (Betrag zwischen 0,26 und 0,29) [s111]. Die Arbeitsgruppe von Saleem Banihani in Irbid (Jordanien) veröffentlichte eine Reihe von In-vitro-Studien, in denen Substanzen zu menschlichem Ejakulat gegeben und die Kreatinkinase-Aktivität gemessen wurde: Koffein (51 normozoosperme und 10 asthenozoosperme Proben; bei 10 mM stiegen progressive Beweglichkeit und Kreatinkinase-Aktivität signifikant) [s92], Pentoxifyllin (9 Proben; Aktivität höher) [s139], Ranitidin (31 Ejakulate; Beweglichkeit und Vitalität sanken, die Aktivität stieg) [s76] und Lansoprazol (keine Änderung von DNA-Integrität und Aktivität; p = 0,8113) [s102]. Die Reihe zeigt, dass die Kreatinkinase-Aktivität sich je nach Substanz in verschiedene Richtungen bewegen kann; sie liefert keinen Hinweis auf Wirkungen einer Kreatinzufuhr, und die Konzentrationen liegen weit über denen, die durch Getränke zu erwarten sind.
Whey und Protein. Drei ägyptische Tierversuche prüften Molkenprotein in Schädigungsmodellen: Molkenprotein im alternden Rattenhoden (Mansoura; adulte Tiere mit 8, alte mit 30 Monaten, acht Wochen oral; nach den Autoren bessere Hodenkanälchen, höhere Keimzelldichte und geringere Apoptose, ohne Zahlen, Dosis oder klassische Spermienparameter im Abstract) [s02], Kamelmolkenprotein bei Hitzebelastung der Hoden von Mäusen (Assiut; nach den Autoren Normalisierung von Testosteron und Anteil beweglicher Spermien; Kamelmolke ist kein handelsübliches Whey) [s127] und Molkenproteinkonzentrat mit Ginseng bei Aflatoxinbelastung von 80 Ratten, bei der die Hodenbefunde der Ginsengkombination, nicht dem Molkenprotein allein zugeschrieben werden [s158]. Die Arbeit aus Algerien (Sidi Bel Abbès, Oran, Blida) betrachtete dagegen Mangel: Fünf Monate lang halbierte Proteinzufuhr senkte bei 18 Ratten das Testosteron von 0,90 ± 0,10 auf 0,64 ± 0,06 ng/ml und ließ die Hodenkanälchen schrumpfen; Spermienzahl und Beweglichkeit wurden nicht gemessen, und im Volltext stimmen Textangabe (37 % niedrigeres Körpergewicht) und Tabellenwerte (297 ± 15 gegenüber 246 ± 20 g) nicht überein [s60]. Eine Studie am Menschen mit Proteinpulver und Spermienendpunkten fehlt in dieser Region.
Energy-Drinks und Koffein. Genau eine Studie verbindet einen handelsüblichen Energy-Drink mit Spermienparametern: ein Rattenversuch aus Erbil (Salahaddin-Universität, Kurdistan-Region, Irak) mit dem im Irak verbreiteten Getränk Wild Tiger, 16 Tieren (vier je Gruppe) und Getränkeanteilen von 25, 50 und 75 % im Trinkwasser über acht Wochen. In der 75-%-Gruppe lagen Beweglichkeit (65,5 ± 17,44 gegenüber 89,25 ± 3,68 %) und Vitalität (63,25 ± 8,5 gegenüber 91,25 ± 5,25 %) niedriger und der Anteil von Anomalien höher (36,5 ± 8,5 gegenüber 12 ± 0,81 %) als in der Kontrollgruppe; in den Gruppen mit 25 und 50 % war die Spermienzahl nicht signifikant verändert und nicht monoton dosisabhängig. Die Autoren führen das Ergebnis nicht auf Koffein oder Taurin zurück, die nicht einzeln geprüft wurden; die Tiere nahmen in zwei Gruppen an Gewicht ab, was die Autoren selbst auf geringere Futteraufnahme zurückführen, und der Schlussabschnitt widerspricht der Arbeit selbst, da er Beweglichkeit und Morphologie als „nicht beeinflusst" bezeichnet. Hormonstatus und Hodenhistologie fehlen; ein Ethikvotum wird als „nicht zutreffend" angegeben [s54]. Der Befund ist ein erster, methodisch schwacher Hinweis, erhoben bei einem sehr hohen Getränkeanteil.
Zu Koffein liegen außerdem vor: ein Kaninchenversuch aus Katar von 1994 mit 30 oder 60 mg/kg täglich, in dem FSH stieg, LH sank und die Spermatogenese gehemmt war, wobei die Schlussfolgerung (Hemmung der FSH-Freisetzung) zum berichteten FSH-Anstieg nicht ohne Weiteres passt [s173]; ein Mausversuch aus Saudi-Arabien mit Cadmium, bei dem das „Koffein" ein Grünteeaufguss war, ohne Spermienparameter und mit vier Tieren je Gruppe [s31]; und eine systematische Übersicht aus Mansoura und Kairo zu Suchtmitteln und männlicher Fertilität (65 ausgewertete Studien, darunter 13 zu Koffein und 15 zu Anabolika), nach deren Autoren die meisten Studien einen negativen Einfluss zeigten, mit unterschiedlicher Evidenzstärke [s75]. Zu Taurin gibt es Schutzmodelle: Taurin (100 mg/kg täglich) kehrte in Ratten Nandrolon-bedingte Spermienveränderungen um und normalisierte das Testosteron [s141]. Unter den drei Taurinstudien aus Ägypten und der Türkei weist nur diese Spermienparameter aus; Wirkungen von Energy-Drinks lassen sich daraus nicht ableiten.
Anabolika als Nachbargebiet. Hier ist die Datenlage dichter. Eine prospektive Einzelzentrumsstudie aus Abu Dhabi mit 520 eingeschlossenen Männern (Juni 2012 bis Juni 2019; mittleres Alter 32 ± 4 Jahre) fand bei der Vorstellung bei 411 Männern (79 %) ein auffälliges Ejakulat, davon bei 337 (82 %) eine Kombination aus Oligo-, Azoo- und Asthenozoospermie; nach drei Monaten wählten 463 Männer (89 %) eine Behandlung und erholten sich schneller (p < 0,005). Die Bezeichnung „randomisiert" im Titel trifft nicht im üblichen Sinn zu, da die Zuteilung nach Patientenwunsch erfolgte, und der Text nennt 74, der Abstract 94 Männer mit Infertilität [s74]. Eine Online-Umfrage unter 151 Ärzten in den Emiraten ergab, dass 90,73 % eine Zunahme des Anabolikamissbrauchs sahen und 44,44 % sich nach persönlicher Erfahrung richteten, weil Leitlinien fehlen [s58]. Aus Saudi-Arabien kommen eine Fall-Kontroll-Studie an 16 Sportlern in Dschidda (zehn Anwender; Anwender hatten niedrigere LH- und FSH-Werte, keine Samenanalyse) [s50], eine Online-Umfrage unter 31 Männern in Mekka (94 % nutzten Anabolika nichttherapeutisch, 74 % zusätzliche Präparate; 18 mit Blutuntersuchung) [s38] und eine Querschnittsstudie in Riad mit 382 Interviews in Fitnesszentren, in der bei 22 von 48 untersuchten Männern (46 %) eine Varikozele gefunden wurde [s116]. Hinzu kommen Rattenversuche mit Nandrolon (Beni-Suef, Dschidda), Stanozolol (Kerbela, Irak) und anderen Steroiden, deren übereinstimmende Aussage lautet, dass Anabolika in Nagetieren Hodengewicht, Spermienzahl und Beweglichkeit senken [s11, s146, s34, s46, s96]. Diese Arbeiten sagen nichts über Sportnahrung, belegen aber den zentralen Störfaktor.
Fertilitätspräparate. Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie aus Ägypten mit 200 Männern mit Oligoasthenoteratozoospermie (174 Abschlüsse) fand nach drei Monaten unter Coenzym Q10 200 mg, L-Carnitin 1 g und der Kombination höhere Konzentrationen als unter Placebo (Kombination 12,93 auf 32,93 gegenüber 13,24 auf 13,80 Millionen pro Milliliter); auffällig ist eine identische Standardabweichung (4,64) der DNA-Fragmentierung vor und nach Behandlung in der Q10-Gruppe [s12]. Seminales L-Carnitin lag bei Männern mit Varikozele niedriger (216,3 ± 57,1 ng/ml gegenüber 382,8 ± 63,6 ng/ml bei fertilen Kontrollen) [s85]; eine narrative Übersicht aus Babylon fasst Studien zu oralen Antioxidantien zusammen [s125].
Register, Leitlinien, Zeitschriften. Register oder Leitlinien zum Thema sind aus dem arabischen Raum nicht belegt; die Ärzteumfrage spricht ausdrücklich von fehlenden Leitlinien [s58]. Die Arbeiten erscheinen überwiegend in internationalen Zeitschriften (Andrologia, Tissue & Cell, Arab Journal of Urology, Scientific Reports). Regionale Besonderheiten sind Kamelmolkenprotein, ein lokaler Energy-Drink und Anabolikaumfragen in den Golfstaaten.
Erreichbarkeit der Datenbanken. Die arabischsprachigen Datenbanken waren fast durchweg nicht erreichbar: Arab World Research Source (EBSCO) meldete, die IP-Adresse sei nicht für eine Institution konfiguriert; Mandumah antwortete mit HTTP 429; bei der Algerian Scientific Journal Platform (ASJP) gab es keine Verbindung beziehungsweise einen 404-Fehler; IASJ (Irak) und die Egyptian Knowledge Bank lieferten keine Verbindung. Der Sprachfilter für Arabisch in Europe PMC ergab 9 bis 23 Datensätze, alle ohne Themenbezug. Die Aussage „keine arabischsprachige Literatur" bedeutet daher nur, dass sie nicht erreichbar war.
Türkisch
Auch in der Türkei ist die Literatur zur Kernfrage dünn. Vier Quellen tragen die türkische Sprachkennzeichnung; eine türkische Studie zu Whey, Kreatin oder Proteinpulver mit Spermienbezug wurde nicht gefunden.
Klassische Andrologie in türkischer Sprache. Aus dem Jahr 2001 stammt eine Korrelationsstudie im Türk Üroloji Dergisi (Turkish Journal of Urology) zur Kreatinphosphokinase im Seminalplasma von 38 infertilen und 15 fertilen Männern: Die Mittelwerte unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht signifikant (p > 0,1), in der Gruppe der subfertilen Männer korrelierte die Kreatinphosphokinase positiv mit der Spermienzahl (r = 0,523; p = 0,005); die Autoren weisen selbst darauf hin, dass ihr Befund früheren Berichten widerspricht [s171]. Eine kleine Beobachtungsreihe aus demselben Jahr (42 Patienten mit idiopathischer Asthenozoospermie, Acetyl-L-Carnitin 1 g pro Tag, drei Monate) berichtet einen Anstieg der Beweglichkeit von 21,6 ± 1,1 % auf 35,2 ± 1,3 % (p < 0,001), unkontrolliert [s168]. Ein Antioxidantienkomplex wurde in einer unkontrollierten Beobachtung an 92 Männern über sechs Monate mit verbesserten Spermienzahlen und Beweglichkeit (p < 0,05) berichtet, wobei die Empfehlung im Abstract über das Design hinausgeht („İdiopatik erkek infertilitesinde antioksidan kompleks tedavinin etkinliğinin değerlendirilmesi", Bewertung der Wirksamkeit einer Antioxidantienkomplex-Behandlung bei idiopathischer männlicher Infertilität; Androloji Bülteni) [s105]. Hinzu kommt ein Übersichtsartikel zu Antioxidantien in Ernährung und Supplementen in der Zeitschrift Beslenme ve Diyet Dergisi (Zeitschrift für Ernährung und Diät), nach dem es keine Leitlinie zu Dosis und Dauer gibt [s126].
Englischsprachige Arbeiten aus der Türkei. Die jüngeren Arbeiten erscheinen überwiegend auf Englisch. Ein Rattenversuch aus Kırşehir gab 27 weiblichen Tieren (neun je Gruppe) 10 oder 20 % Energy-Drink (Red Bull Sugarfree; Koffein 150 mg/L, Taurin 800 mg/L) im Trinkwasser; die Zahl der Nachkommen und die Gewichtszunahme nach der Geburt sanken dosisabhängig. Die Männchen dienten nur zur Paarung, Spermiendaten gibt es nicht; die Studie zeigt, dass die türkische Forschung die Frage aus Sicht der Frauengesundheit (Hebammen, Pflege) behandelt [s03]. Zu Anabolika liegen zwei Arbeiten vor: eine retrospektive Analyse von 161 männlichen Freizeitsportlern (Antalya, Izmir), in der 57 (35,4 %) wegen unterdrückter Gonadotropine als Anwender galten, mit einem Hinweis auf eine höhere Neigung zur Einnahme von Vitaminpräparaten, ohne Spermiendaten und mit der Einschränkung, dass der Anteil kein Prävalenzwert ist [s07]; und eine retrospektive Zweizentrenstudie aus Ankara an 79 Freizeit-Bodybuildern, in der nach zwölf Monaten 87,5 % (Clomifen plus hCG), 69,2 % (Clomifen) und 58,6 % (ohne Behandlung) normozoosperm waren, bei weiten Konfidenzintervallen und nicht randomisierter Therapiewahl [s15]. Die unbehandelte Gruppe erholte sich also ebenfalls zu einem erheblichen Anteil. Dazu kommen Taurin-Schutzmodelle aus Eskişehir (40 Ratten, Cyclophosphamid) [s61] und Ankara (Bisphenol A, Gazi-Universität) [s118], Antioxidantien-Studien an 100 Männern (nach sechs Monaten kein signifikanter Anstieg der Gesamtzahl beweglicher Spermien) [s112] und 122 Männern (zwei Kombinationen ohne Unterschied untereinander) [s90] sowie eine Metabolomstudie zu Carnitinprofilen im Seminalplasma [s59].
Register, Leitlinien, Besonderheiten. Türkische Register oder Leitlinien zum Thema sind nicht belegt. Die Datenbank TR Dizin enthält viele Arbeiten zu Spermien, zu einem großen Teil aus der Tierzucht (Verdünner für Bullen-, Schaf- und Ziegensamen mit Taurin, Carnitin oder Antioxidantien); sie wurden ausgeschlossen. Die humanmedizinischen Treffer sind klassische Andrologie.
Erreichbarkeit der Datenbanken. TR Dizin war über die öffentliche Schnittstelle gut nutzbar (34 Anfragen auf Türkisch und Englisch, 221 verschiedene Datensätze, Abstracts auf Türkisch und Englisch). DergiPark, die zweite wichtige Plattform, leitete auf eine Verifikationsseite um und lieferte keine Ergebnisse. Der Sprachfilter für Türkisch in Europe PMC ergab nur wenige Datensätze ohne Themenbezug. Türkischsprachige Arbeiten, die nur in DergiPark stehen, konnten nicht geprüft werden.