Kreatin, Proteinpulver und Sporternährung · Kapitel 5 von 21

Studienlage: Metaanalysen und Übersichten

Die Übersichten sind nach Produktgruppe geordnet (Kreatin, Sportsupplemente allgemein, zuckergesüßte Getränke, Energy-Drinks, Koffein und Taurin, anabole Steroide als Begleit- oder Beimischungsproblem, Training als Störfaktor, Ernährung und weitere Supplemente). Innerhalb jeder Gruppe stehen systematische Arbeiten vor erzählenden.

Kreatin

Zu Kreatin liegt keine systematische Übersicht und keine Metaanalyse vor. Die zwei abgerufenen Übersichten sind erzählend, und beide stammen aus Arbeitsgruppen, die sich für Kreatin aussprechen.

Antonio et al. 2025, Journal of the International Society of Sports Nutrition [s32]. Der Titel lautet „Part II. Common questions and misconceptions about creatine supplementation: what does the scientific evidence really show?“. Es handelt sich um eine erzählende Expertenübersicht eines Gremiums mit 20 Autorinnen und Autoren der International Society of Sports Nutrition, die 16 häufige Fragen zu Kreatin beantwortet. Eine dieser Fragen betrifft die männliche Fruchtbarkeit. Im Volltext heißt es, die Vermutung schädlicher Wirkungen von Kreatinmonohydrat auf die Fruchtbarkeit stamme oft aus Studien mit mehrkomponentigen Bodybuilding-Präparaten, die auch anabole Steroide enthalten könnten. Behauptungen über Dehydratation oder erhöhtes Testosteron seien nicht belegt; die Mehrzahl der Studien zeige keinen Effekt auf Testosteron. Als Einzelbefunde nennt der Text die Verbesserung von Motilität und Geschwindigkeit menschlicher Spermien durch Kreatinphosphat in vitro bei normospermischen Spendern (volle Wirkung innerhalb einer Minute), tierexperimentelle Hinweise bei Maus, Eber und Zuchthahn und keinen Effekt auf gefrorene Pferdespermien. Er stellt fest, dass zum Zeitpunkt der Abfassung keine Humanstudien zu Kreatinmonohydrat und Fruchtbarkeitsparametern bei normo- oder oligospermischen Männern vorlägen, und folgert, die vorhandene Evidenz spreche nicht für eine Schädigung der Fruchtbarkeit. Es werden keine Effektschätzer und keine Heterogenitätsmaße berichtet, weil keine Daten gepoolt wurden. Stärken: breite Expertise, Volltext mit nachvollziehbaren Quellenangaben, ausdrückliche Unterscheidung zwischen Kreatin und Mehrkomponentenprodukten. Schwächen: keine systematische Suche und keine Bewertung des Verzerrungsrisikos; die Gruppe spricht sich insgesamt für Sicherheit und Wirksamkeit von Kreatin aus; die Aussage zur fehlenden Humanevidenz gilt nur bis zum Erscheinen der ersten Pilotstudie mit Samenanalyse ([s23], randomisiert und daher nicht Gegenstand dieses Kapitels). Einordnung: Die Übersicht liefert eine Begründung, warum Schäden bei Kreatin nicht erwartet werden, aber keine eigene Evidenz zur Spermienqualität; die Aussage „kein Beleg für Schaden“ ist von „Beleg für Unbedenklichkeit“ zu unterscheiden.

Ostojic, Stea und Engeset 2022, Nutrients [s86]. „Creatine as a Promising Component of Paternal Preconception Diet“ ist eine erzählende Mini-Übersicht. Sie beschreibt die Bioenergetik der Spermien, die Beziehung zwischen Kreatinspiegeln im Samenplasma und der Spermienqualität sowie die damals verfügbaren Interventionsbefunde (überwiegend tierexperimentell und aus In-vitro-Arbeiten). Der Text hält fest, dass interventionelle Studien mit Kreatin am Menschen zu diesem Zeitpunkt fehlten, und fordert zunächst Auswertungen von Kohortendaten, dann randomisierte Studien. Als Sekundärangabe zur Querschnittsstudie an 778 jungen Dänen [s113] nennt der Volltext, dass 44 % mit angegebener Kreatinnutzung vermerkt seien (die Bezugsgruppe ist im Bericht nicht eindeutig) und dass Konzentration und Gesamtzahl bei aktuellen Nutzern tendenziell höher lagen als bei Nie-Nutzern (42 gegenüber 36 Millionen pro Milliliter und 108 gegenüber 90 Millionen). Diese Zahlen stehen im Abstract der Originalarbeit nicht; ob sie adjustiert oder roh sind, bleibt offen. Stärken: klare Fragestellung, früher Aufruf zu Kohortenauswertungen. Schwächen: narrativ, keine systematische Suche, Positionspapier mit ausdrücklicher Pro-Kreatin-Perspektive. Zur Unabhängigkeit: Die Autorengruppe überschneidet sich mit den Arbeiten zu Kreatinzufuhr und Spermienmarkern (siehe Abschnitt Beobachtungsstudien, Nedeljkovic et al. 2025 [s39]), in denen der letzte Autor erhebliche Verbindungen zur Kreatinindustrie offenlegt. Einordnung: Die Arbeit ist eine Hypothesenschrift, keine Evidenzsynthese.

Sportsupplemente allgemein und Verunreinigung

Für Sportsupplemente als Gruppe liegen nur erzählende Übersichten ohne Zahlen zur Spermienqualität vor.

Puscasiu et al. 2025, Nutrients [s43]. „Adulteration of Sports Supplements with Anabolic Steroids-From Innocent Athlete to Vicious Cheater“ ist eine erzählende Übersicht zur Verunreinigung von Sportsupplementen mit anabolen Steroiden. Das Abstract hält fest, dass einige Proteinpräparate für Sportler mit pharmakologisch aktiven Substanzen einschließlich anabolen Steroiden und Prohormonen verunreinigt sein können, mit dem Ziel schnellerer Verkaufserfolge. Behandelt werden vor allem Dopinganalytik, Maskierungsmittel und die Folgen für Athleten, die unwissentlich kontaminierte Produkte nehmen. Das Abstract enthält keine Fallzahlen, keine Häufigkeiten verunreinigter Produkte und keine Aussage zur Spermienqualität. Stärken: benennt das Verunreinigungsproblem, das für jede Studie zu Proteinpulvern als Störfaktor relevant ist. Schwächen: erzählend, ohne Suchstrategie im Abstract, ohne Zahlen. Einordnung: Das Fehlen von Prävalenzangaben bedeutet, dass der Anteil verunreinigter Produkte aus dieser Quelle nicht abgeleitet werden kann. Eine Häufigkeit von etwa 15 % bei 634 Präparaten wird in der Literatur der Recherche nur als Sekundärzitat genannt (siehe [s119, s143]); die Originalarbeit wurde nicht abgerufen.

Cai, Wang und Li 2026, Nutrients [s04]. „Potential Health Risks Associated with Sports Supplementation Use in Athletes“ (Chengdu Sport University, China) ist eine erzählende Übersicht zu Nebenwirkungen von Sportsupplementen auf das endokrine, das kardiovaskuläre und das gastrointestinale System, mit Schwerpunkt auf pathologischen Mechanismen, Fehlgebrauch, Überdosierung und dem Risiko von Dopingverstößen. Das Abstract enthält keine Zahlen und erwähnt die Spermienqualität nicht; ob sie im Volltext unter den endokrinen Wirkungen behandelt wird, wurde nicht geprüft. Stärke: aktuelle Zusammenstellung aus dem Sportumfeld. Schwäche: kein systematisches Verfahren erkennbar, keine Effektgrößen. Einordnung: Die Arbeit belegt, dass Risiken von Sportsupplementen im Fachschrifttum diskutiert werden, trägt aber zur Frage der Spermienqualität nichts Messbares bei.

Zuckergesüßte Getränke, Energy-Drinks, Koffein und Taurin

Für Energy-Drinks als eigene Exposition gibt es keine systematische Übersicht. Die einschlägigen Arbeiten betreffen zuckergesüßte Getränke, Koffein aus verschiedenen Quellen und Taurin als Inhaltsstoff.

Ricci et al. 2017, Nutrition Journal [s137]. „Coffee and caffeine intake and male infertility: a systematic review“ (Mailand, Italien). Systematische Übersicht beobachtender Studien (MEDLINE und EMBASE bis November 2016) zur Beziehung zwischen Kaffee- oder Koffeinzufuhr des Mannes und Samenparametern, Spermien-DNA-Integrität, Ploidie und Fekundabilität. Eingeschlossen wurden 28 Arbeiten mit insgesamt 19.967 Männern. Ergebnisse: Die Samenparameter schienen von Koffein aus Kaffee, Tee und Kakao in den meisten Studien nicht beeinflusst; einzelne Arbeiten wiesen dagegen auf negative Effekte von Cola und koffeinhaltigen Softdrinks auf Volumen, Zahl und Konzentration hin. Koffein war mit Aneuploidie und DNA-Brüchen der Spermien assoziiert, nicht mit anderen DNA-Schadensmarkern; Kaffeekonsum des Mannes war in einigen, aber nicht allen Studien mit verlängerter Zeit bis zur Schwangerschaft verbunden. Die Autoren schließen, Koffein könne möglicherweise über Spermien-DNA-Schäden die männliche Fortpflanzungsfunktion beeinträchtigen, die epidemiologische Evidenz sei jedoch inkonsistent und nicht schlüssig. Es wurde keine Metaanalyse durchgeführt; Heterogenitätsmaße werden daher nicht berichtet. Stärken: breite Suche in zwei Datenbanken, Durchsicht der Literaturverzeichnisse, getrennte Betrachtung mehrerer Endpunkte. Schwächen: heterogene Beobachtungsstudien ohne einheitliche Kategorien der Zufuhr, keine gepoolten Schätzer, im Abstract keine Angabe zu Bewertungsinstrumenten der Studienqualität. Einordnung: Die Übersicht stützt weder einen klaren Schaden noch Unbedenklichkeit; sie dokumentiert Uneinheitlichkeit und unterscheidet immerhin Kaffee von koffeinhaltigen Softdrinks.

Bu et al. 2020, BMC Women's Health [s104]. „Relationship between caffeine intake and infertility: a systematic review of controlled clinical studies“ (Peking, China). Systematische Übersicht mit Metaanalyse; Suche in sieben Datenbanken bis Mai 2019. Eingeschlossen wurden Frauen und Männer ohne Infertilitätsvorgeschichte (prospektive Studien) beziehungsweise mit diagnostizierter Infertilität (retrospektive Studien); Bewertung mit der Newcastle-Ottawa-Skala beziehungsweise dem Cochrane-Instrument und GRADE. Es gingen vier Studien (eine Kohorten- und drei Fall-Kontroll-Studien) mit zusammen 12.912 Teilnehmern ein; die Fall-Kontroll-Studien erreichten im Mittel 6 Punkte, die Kohortenstudie 9. Gepoolte Odds Ratios: niedrige Koffeindosis 0,95 (95-%-KI 0,78 bis 1,16), mittlere 1,14 (0,69 bis 1,86), hohe 1,86 (0,28 bis 12,22). Alle Schätzer sind mit Unterschieden von 1 vereinbar; die Qualität der Evidenz war durchweg niedrig. Ein Heterogenitätsmaß nennt das Abstract nicht. Stärken: systematisches Vorgehen, Qualitätsbewertung, GRADE. Schwächen: nur vier Studien; Männer und Frauen gemeinsam ausgewertet, daher keine reine Aussage zur Spermienqualität; das Konfidenzintervall der hohen Dosis (0,28 bis 12,22) ist so breit, dass praktisch keine Aussage möglich ist. Einordnung: Kein erkennbarer Zusammenhang zwischen Koffeinzufuhr und Infertilität, aber bei sehr geringer Präzision und niedriger Evidenzsicherheit.

Alghobary und Mostafa 2022, Andrology [s75]. „Addiction and human male fertility: A systematic review and a critical appraisal“ (Kairo und Mansoura, Ägypten). Systematische Übersicht zu Suchtmitteln und männlicher Fertilität. Von 5.239 Treffern blieben 177 mögliche Artikel; 112 wurden wegen fehlender direkter Relevanz ausgeschlossen, 65 Studien wurden ausgewertet. Sie verteilen sich auf Opioide und Cannabinoide (18), Alkohol (7), Kokain (2), anabole Steroide (15), Tabak (10) und Koffein (13). Die Autoren schreiben, die meisten Arbeiten hätten einen negativen Einfluss der jeweiligen Substanz auf die männliche Fertilität gezeigt, mit unterschiedlicher Evidenzstärke, und fordern bessere Methodik, unter anderem Regressionsanalysen. Der Abstract nennt für Koffein keine eigenen Effektgrößen und keine Heterogenitätsmaße; es gab keine Metaanalyse. Stärken: übergreifender Blick mit eigenen Kapiteln für Koffein und Anabolika. Schwächen: im Abstract keine Angabe zu Qualitätsbewertung und Effektschätzern; die Zusammenfassung „die meisten Studien zeigten negativen Einfluss“ nivelliert Unterschiede zwischen sehr verschiedenen Substanzen; ob Energy-Drinks gesondert behandelt werden, ist dem Abstract nicht zu entnehmen. Einordnung: Das ist die einzige übergreifende Übersicht der Recherche, in der Koffein und Anabolika als eigene Kapitel vorkommen; sie ersetzt keine substanzspezifische Metaanalyse.

Win et al. 2025, Nutrients [s44]. „Sweet Drinks, Sour Consequences: The Impact of Sugar-Sweetened Beverages on Sperm Health, a Narrative Review“. Erzählende Übersicht auf Basis einer gezielten Suche in PubMed, Scopus und Google Scholar; 11 Beobachtungs- und Kohortenstudien wurden eingeschlossen, Tierstudien ausgeschlossen. Die Autoren berichten durchgängig negative Assoziationen zwischen hohem Konsum zuckergesüßter Getränke und Spermienparametern (geringere Zahl und Motilität, höhere DNA-Fragmentierung) und diskutieren Mechanismen (oxidativer Stress, hormonelle Dysregulation, Stoffwechselstörungen bei Adipositas und Insulinresistenz). Zugleich benennen sie Unterschiede in Studiendesign, Expositionserfassung und Population als Grenze der Verallgemeinerbarkeit und fordern längsschnittliche Studien mit standardisierten Methoden, besonders in asiatischen Kohorten. Zahlen enthält das Abstract nicht. Schwächen: narrativ, keine Metaanalyse, keine Heterogenitätsmaße; die Schlussformulierung („beeinträchtigt die männliche Fortpflanzungsgesundheit“) ist kausaler gefasst, als Beobachtungsstudien erlauben; die Studie von Meldgaard et al. 2022 [s84] fand bei moderatem Konsum keinen klaren Zusammenhang. Einordnung: Die Übersicht bündelt konsistente Assoziationen, belegt aber keine Ursache.

Li et al. 2023, Frontiers in Endocrinology [s66]. „The role of taurine in male reproduction: Physiology, pathology and toxicology“ (China). Übersichtsarbeit zu Taurin, einem typischen Inhaltsstoff von Energy-Drinks. Laut Abstract wird Taurin in männlichen Fortpflanzungsorganen gebildet; es fördere in Tierversuchen die Achse Hypothalamus-Hypophyse-Hoden, die Spermatogenese und die Reifung, schütze vor oxidativen und toxischen Schäden, verbessere die Mitochondrienenergie der Spermien und stabilisiere Zellmembranen. Zahlen, Dosis-Wirkungs-Angaben und Humaninterventionen enthält das Abstract nicht. Stärke: einzige Übersicht der Recherche, die Taurin direkt behandelt. Schwächen: überwiegend Tier- und In-vitro-Daten, kein Bezug zur Aufnahme über Energy-Drinks; die Autoren schreiben von potenziell schützender, nicht von schädigender Wirkung. Einordnung: Aus der Übersicht lässt sich keine Aussage über Taurin aus Getränken beim Menschen ableiten; sie spricht eher gegen eine Schädigung durch Taurin, belegt das aber nicht.

Штерман С. В., Андреев Г. И. 2011, Пиво и напитки (Pivo i napitki) [s160]. „Энергетические напитки сегодня: за и против. Часть I“ (Energy Drinks heute: dafür und dagegen. Teil I). Russischsprachige Übersicht in einer Fachzeitschrift der Getränkeindustrie, ohne eigene Daten. Sie führt Inosit als Bestandteil von Sportnahrung an und schreibt, ein Mangel könne zu weiblicher und männlicher Unfruchtbarkeit führen, Inosit sei für die Reproduktion der Spermien nötig. Es werden keine Studien mit Spermienparametern zitiert, die dies stützen. Schwächen: Branchenzeitschrift, keine Methodik, keine Zahlen. Einordnung: Die Arbeit zeigt, wie Sportnahrungsbestandteile im russischen Fachschrifttum über physiologische Behauptungen mit Fruchtbarkeit verknüpft werden, ohne Belege.

Штерман С. В., Андреев Г. И. 2012, Пиво и напитки (Pivo i napitki) [s157]. „Энергетические напитки сегодня: за и против. Часть II“ (Energy Drinks heute: dafür und dagegen. Teil II). Fortsetzung desselben Übersichtstextes ohne eigene Daten. Teil II erwähnt Kreatin als Zutat einzelner Energy-Drinks (in Kombination mit Ribose, mit der Aussage eines Synergieeffekts) und schreibt zu L-Carnitin, Andrologen seien der Ansicht, eine höhere Carnitinkonzentration im Blut erhöhe die Bioenergie-Reserve der Spermien; verwiesen wird auf eine Monographie. Studien mit Spermienparametern werden nicht zitiert. Schwächen und Einordnung wie bei Teil I: Behauptungen ohne Messdaten, Branchenumfeld.

Anabolika als Begleit- und Beimischungsproblem

Anabole Steroide sind keine Sportnahrung. Sie werden hier geführt, weil sie als Verunreinigung von Supplementen vorkommen können [s43] und weil sie in Studien an Fitnessstudio-Besuchern ein zentraler Störfaktor sind. Die Evidenz zur Hemmung der Spermienbildung ist hier deutlich dichter als bei Sportnahrung.

Mulawkar et al. 2023, Journal of Human Reproductive Sciences [s71]. „Use of Anabolic-Androgenic Steroids and Male Fertility: A Systematic Review and Meta-analysis“ (Mumbai, Indien, mit Beteiligung aus Edinburgh, Singapur und Nigeria). Registriert bei PROSPERO (CRD42023411294). Suche in PubMed, MEDLINE, EMBASE, Google Scholar und Web of Science; Bewertung mit der Newcastle-Ottawa-Skala. Eingeschlossen wurden Erwachsene mit supraphysiologischen Dosen für Leistung oder Aussehen. 32 Studien (12 Kohorten, 5 Fall-Kontroll-Studien, 9 Querschnittserhebungen, 6 Fallberichte), 9.371 Personen, davon 2.671 Anwender. Ergebnisse: Anwender hatten niedrigere FSH- und LH-Werte als Nichtanwender; diese blieben 3 bis 6 Monate nach dem Absetzen niedrig und unterschieden sich nach einem Jahr nicht mehr signifikant. Das Gesamttestosteron war zu Beginn sowie nach 3 und 6 Monaten vergleichbar, nach einem Jahr jedoch bei Anwendern niedriger. Die Spermienkonzentration war bei Anwendern und Nichtanwendern ähnlich, die Motilität bei Anwendern niedriger; das Hodenvolumen war kleiner. Die erektile Funktion verbesserte sich während der Anwendung, beim Absetzen sanken Libido und Erektionsfähigkeit. Konfidenzintervalle und I² nennt das Abstract nicht; die Autoren sprechen qualitativ von „high heterogeneity“. Stärken: breite Einschlusskriterien, hormonelle und Samenendpunkte, Hodenvolumen. Schwächen: kleine Stichproben der meisten Primärstudien, Polypharmazie, fehlende Dosisangaben, hohe Heterogenität, Einschluss von Fallberichten neben Kohorten; ob sie gepoolt wurden, sagt das Abstract nicht. Die Schlussfolgerung der Autoren lautet, Anwendung sei für die Spermienmotilität nachteilig und habe einen teilweise reversiblen negativen Einfluss auf die männliche Fertilität. Einordnung: Das ist die einzige Metaanalyse der Recherche, in der Männer aus dem Kraftsportumfeld die Exposition bilden; sie betrifft aber Steroide, nicht Kreatin oder Proteinpulver. Auffällig und im Abstract nicht erklärt ist die ähnliche Spermienkonzentration bei gleichzeitig niedrigerer Motilität.

Rajmil und Moreno-Sepulveda 2024, Actas Urológicas Españolas [s57]. „Recovery of spermatogenesis after androgenic anabolic steroids abuse in men. A systematic review of the literature“ (Barcelona, Spanien, und Viña del Mar, Chile; erschienen auf Englisch und Spanisch). Systematische Übersicht nach PRISMA zu Protokollen zur Wiederherstellung der Spermienbildung nach Steroidmissbrauch; es gingen 13 Studien ein, die verschiedene Protokolle verglichen. Der Abstract nennt als Wirkstoffgruppen mit beschriebener Wiederherstellung injizierbare Gonadotropine, selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren und Aromatasehemmer, deren Anwendung in der Literatur aber „schlecht beschrieben“ sei. Steroidbedingte Infertilität könne reversibel sein, die Normalisierung der Spermienbildung könne aber über ein Jahr dauern. Zahlenwerte, Effektschätzer und Heterogenitätsmaße enthält das Abstract nicht. Schwächen: keine Metaanalyse, keine Angaben zur Studienqualität im Abstract, heterogene Protokolle. Das ist eine Inhaltsangabe der Übersicht, keine Empfehlung dieses Kapitels.

Vilar Neto et al. 2021, Andrologia [s99]. „Anabolic androgenic steroid-induced hypogonadism, a reversible condition in male individuals? A systematic review“. Systematische Übersicht von Fallberichten; 179 Fälle von Steroidgebrauch, davon 168 mit gesichertem steroidbedingtem Hypogonadismus. Nur bei 38 war der Verlauf vollständig bekannt, und davon war er bei lediglich vier (zwei davon mit Arzneimitteltherapie) vollständig reversibel. Die Autoren schließen, steroidbedingter Hypogonadismus sei ein unterschätztes Problem. Schwächen: Fallberichte unterliegen einer Berichtsauswahl (auffällige Verläufe werden eher publiziert); vollständige Verlaufsdaten lagen nur bei etwa einem Fünftel der Fälle vor; keine Heterogenitätsmaße. Einordnung: Die Aussage zur geringen Reversibilität steht im Spannungsverhältnis zu den Kohortenbefunden (teilweise Normalisierung nach einem Jahr, vgl. [s71] und die HAARLEM-Studie [s98]), und der Unterschied lässt sich durch die Auswahl der Fälle erklären.

Majzoub und Canguven 2026, International Journal of Impotence Research [s22]. „Health consequences of anabolic steroids: a sexual-medicine perspective“ (Doha, Katar). Erzählende Übersicht ohne eigene Daten. Sie beschreibt aus sexualmedizinischer Sicht, dass sich die hormonellen Werte nach Absetzen häufig früher normalisieren als die Ejakulatwerte und dass bei langer oder hochdosierter Exposition die Erholung verzögert oder unvollständig sein kann. Zahlen enthält die abgerufene Zusammenfassung nicht. Stärke: Verknüpfung von Hormon-, Sexual- und Spermienbefunden. Schwäche: erzählend, keine systematische Suche erkennbar. Einordnung: Bestätigt den Befund der Metaanalyse [s71] zur Abfolge der Erholung, ohne ihn zu quantifizieren.

Hashimi et al. 2025, Asian Journal of Andrology [s36]. „Clinician's guide to the management of azoospermia induced by exogenous testosterone or anabolic-androgenic steroids“ (Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, und Innsbruck, Österreich). Klinischer Leitfaden ohne eigene Daten. Die Autoren betonen, dass es kaum kontrollierte Langzeitstudien gibt, und stützen ihre Darstellung auf die verfügbaren Fallserien und Beobachtungsstudien. Das ist eine Beschreibung des Dokuments, keine Behandlungsempfehlung dieses Kapitels. Schwächen: Expertenmeinung, keine Methodik einer systematischen Übersicht. Einordnung: Das Dokument zeigt vor allem die dünne kontrollierte Datenlage.

Wenbo und Yan 2023, Journal of Multidisciplinary Healthcare [s72]. „The Uses of Anabolic Androgenic Steroids Among Athletes; Its Positive and Negative Aspects- A Literature Review“ (China). Literaturübersicht. Laut Abstract ist der Gebrauch unter Athleten und Jugendlichen weit verbreitet; Komplikationen betreffen kardiovaskuläre Pathologien mit verändertem Lipidprofil, Herzhypertrophie, Hypogonadismus nach Absetzen, testikuläre Dysfunktion, Akne, Gynäkomastie und neuropsychiatrische Störungen; die WADA verbietet die Substanzen. Zahlen, Samenparameter und Häufigkeiten enthält das Abstract nicht; die Spermienqualität wird nur über den Begriff „testikuläre Dysfunktion“ berührt. Schwäche: kein quantitatives Ergebnis. Einordnung: allgemeine Hintergrundarbeit.

Lykhonosov und Babenko 2019, Проблемы эндокринологии (Problemy endokrinologii) [s121]. „Распространенность использования андрогенных анаболических стероидов, их влияние на систему гипофиз-гонады у мужчин и возможности репродуктивной реабилитации“ (Verbreitung der Anwendung androgener anabolischer Steroide, ihr Einfluss auf die Hypophysen-Gonaden-Achse bei Männern und Möglichkeiten der reproduktiven Rehabilitation). Erzählende Übersicht aus Sankt Petersburg ohne eigene Daten, begleitend zu den Befragungs- und Verlaufsstudien derselben Gruppe [s120, s110]. Sie fasst Verbreitung, Wirkung auf die Hypophysen-Gonaden-Achse und Möglichkeiten der reproduktiven Rehabilitation zusammen. Zahlen aus dem Abstract liegen nicht vor, die Aussagen sind qualitativ. Schwächen: narrativ, im Abstract keine Methodik; die Gruppe ist zugleich Autorin der Primärstudien, auf die sie sich stützt. Einordnung: Übersichtscharakter, kein neuer Befund.

Training als Störfaktor

Supplementnutzer trainieren meist intensiv. Die folgenden Übersichten betreffen das Training selbst; Supplemente werden darin in der Regel nicht erfasst.

Ibañez-Perez et al. 2019, Archives of Gynecology and Obstetrics [s117]. „An update on the implication of physical activity on semen quality: a systematic review and meta-analysis“ (Leioa und Barakaldo, Spanien). Systematische Übersicht mit Metaanalyse; 32 Arbeiten, davon 20 zu allgemeiner körperlicher Aktivität und 17 zu einzelnen Sportarten (Überschneidung möglich, da einzelne Arbeiten beides betrachten). Betrachtete Parameter: Volumen, Konzentration, Gesamtzahl, progressive und Gesamtmotilität, Gesamtzahl beweglicher Spermien, Morphologie, Konzentration beweglicher Spermien. Ergebnisse laut Abstract: Meist keine großen Effekte körperlicher Aktivität; Freizeitsport könnte Konzentration oder progressive Motilität begünstigen, Leistungssport könnte einzelne Parameter wie die progressive Motilität verschlechtern, bei Radfahren wird ein negativer Effekt auf die Konzentration vermutet. Im Abstract stehen keine gepoolten Effektschätzer und keine Heterogenitätsmaße. Schwächen: Der Abstract belegt nicht, welche Teile quantitativ gepoolt wurden; Querschnitts- und Interventionsstudien sind gemischt. Einordnung: Training ist eine eigenständige Einflussgröße; in Studien an Kraftsportlern ist sie vom Supplementgebrauch kaum zu trennen.

Aerts et al. 2024, Sports Medicine - Open [s45]. „The Effect of Endurance Exercise on Semen Quality in Male Athletes: A Systematic Review“ (Leuven, Belgien). Registrierung PROSPERO CRD42022336753; Suche in MEDLINE, Embase, SPORTDiscus, CENTRAL, ClinicalTrials.gov und ICTRP bis 28. Mai 2022; Bewertung mit dem JBI-Instrument. Eingeschlossen wurden gesunde Männer, Kinderwunschpatienten ausgeschlossen. 13 Studien mit 280 Personen (acht Läufer-, drei Radfahrer-, vier Triathleten-Berichte; Überschneidungen sind möglich). Vier Studien fanden keine signifikanten Veränderungen, fünf signifikante, aber klinisch nicht relevante Veränderungen (Parameter blieben deutlich über den WHO-Grenzen), vier berichteten eine Abnahme mit möglicher klinischer Bedeutung (weniger morphologisch normale Spermien bei Radfahrern und Triathleten, mehr DNA-Fragmentierung bei Triathleten). Die Autoren schließen, Ausdauertraining könne die Samenqualität negativ beeinflussen, selten mit klinischer Relevanz, die Evidenz sei begrenzt und die Studienqualität schlecht. Keine Metaanalyse, kein I². Stärken: Registrierung, Ausschluss von Kinderwunschpatienten, mehrere Datenbanken und Register. Schwächen: schlechte Qualität der Primärstudien, kleine Fallzahlen, Auswahl von Ausdauersportlern, nicht Kraftsportlern. Einordnung: Hinweis auf mögliche, aber meist klinisch kleine Effekte von Ausdauertraining.

Greco et al. 2025, Journal of Clinical Medicine [s35]. „The Influence of an Intense Training Regime in Professional and Non-Professional Athletes on Semen Parameters: A Systematic Review“ (Catanzaro, Rom und Verona, Italien). Suche im April 2024 in PubMed, Scopus und Web of Science; Qualitätsbewertung mit den NHLBI-Instrumenten durch drei Autoren. Vier Studien mit 156 Teilnehmern. 16 Wochen intensives Radtraining führten zu einer signifikanten Abnahme von Volumen, Konzentration, Motilität und Morphologie, mit Rückkehr zu den Ausgangswerten nach mindestens einer Woche Pause (ausgenommen Morphologie und Konzentration). Bei Sportlern mit Varikozele verbesserten sich Konzentration und Motilität nach sechs Monaten Trainingspause. Zusätzlich wurden DNA-Fragmentierung, mehr Rundzellen und viele aktive Makrophagen beschrieben. Die Autoren schließen, intensives Training könne die Samenparameter verschlechtern, die Sicherheit der Evidenz sei jedoch sehr niedrig. Kein I², keine Metaanalyse. Schwächen: nur vier Studien, sehr kleine Gesamtzahl, Mischung heterogener Sportarten, der Satz zu 30 Tagen Pause im Abstract ist nicht eindeutig belegt. Einordnung: sehr geringe Evidenzsicherheit.

Lam et al. 2026, Journal of Global Health [s18]. „Exercise intervention improves fertility outcomes in females and males: an umbrella review of meta-analyses“ (Hongkong). Umbrella-Review von Metaanalysen randomisierter Studien; PROSPERO CRD42025638675; sechs Datenbanken bis 24. November 2025; Bewertung mit AMSTAR 2, ROBIS und GRADE; Überlappung der Primärstudien über Zitationsmatrizen gesteuert. 13 Metaanalysen mit 24.470 Frauen und 8.068 Männern. Bei Männern war Bewegung mit besserer Konzentration, Morphologie, Spermienzahl und Samenvolumen und mit einer höheren Schwangerschaftsrate der Partnerinnen verbunden. Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz reichte von hoch bis sehr niedrig, überwiegend niedrig oder sehr niedrig; Heterogenität der Populationen und Interventionsbestandteile begrenzt die Aussagekraft. Zahlenwerte stehen im Abstract nicht. Stärken: höchste Evidenzebene, registriert, GRADE. Schwächen: keine Effektgrößen im Abstract; überwiegend niedrige Sicherheit; Heterogenität nur qualitativ. Einordnung: Moderate Bewegung ist, wo untersucht, mit besseren Samenparametern verbunden; extremes Leistungstraining ist nicht Gegenstand.

Chen et al. 2025, Asian Journal of Andrology [s33]. „Impact of physical activity on semen quality: a review of current evidence“ (China). Erzählende Übersicht; Suche in PubMed, Web of Science und Google Scholar. Das Abstract stellt fest, es gebe keinen Konsens über Art und Intensität der Bewegung, weil Populationen (gesund oder unfruchtbar) und Studientypen (beobachtend oder Interventionen) verschieden seien; beschrieben werden Mechanismen über Hormonregulation, oxidativen Stress und Entzündungsfaktoren. Zahlen fehlen. Stärke: ordnet die Studien nach Design. Schwäche: kein quantitatives Ergebnis, keine Angaben zu Supplementen. Einordnung: Hintergrund zur Uneinheitlichkeit der Trainingsliteratur.

Ernährungsmuster, Antioxidantien und weitere Einzelsupplemente

Die folgenden Arbeiten betreffen Nahrung und Supplemente allgemein. Sie sind keine Studien an Kraftsportlern; Antioxidantien-Übersichten beziehen sich auf Männer mit Fruchtbarkeitsproblemen und lassen sich nicht auf gesunde Sportler übertragen.

Salas-Huetos, Bulló und Salas-Salvadó 2017, Human Reproduction Update [s138]. „Dietary patterns, foods and nutrients in male fertility parameters and fecundability: a systematic review of observational studies“ (Reus, Spanien). Systematische Übersicht nach PRISMA, Suche bis November 2016; eingeschlossen wurden Querschnitts-, Fall-Kontroll- und Kohortenstudien mit klar definierten fertilen und infertilen Männern; Studien mit niedriger Qualität, RCTs, Tierstudien und Übersichten wurden ausgeschlossen. Von 1.944 Artikeln gingen 35 in die qualitative Analyse ein. Gesunde Ernährungsmuster, reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien (Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin, Selen, Zink, Kryptoxanthin, Lycopin), Vitamin D und Folat und arm an gesättigten und Transfettsäuren, waren invers mit niedriger Samenqualität assoziiert. Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Getreide, Gemüse, Obst, fettarme Milchprodukte und Magermilch waren mit mehreren Spermienparametern positiv assoziiert, verarbeitetes Fleisch, Soja, Kartoffeln, fettreiche Milchprodukte, Käse, Kaffee, Alkohol, zuckergesüßte Getränke und Süßigkeiten in einzelnen Studien nachteilig. Für die Fekundabilität wird eine hohe Zufuhr von Alkohol, Koffein, rotem und verarbeitetem Fleisch durch den Mann als nachteilig beschrieben. Proteinpulver sind im Abstract nicht gesondert aufgeführt. Keine gepoolten Schätzer, kein I². Stärken: erste systematische Übersicht zu Beobachtungsstudien in diesem Feld, Qualitätsbewertung. Schwächen: heterogene Expositionserfassung, nur Assoziationen; die Autoren betonen selbst, Beobachtungsstudien könnten keine Kausalität zeigen. Einordnung: Der Wert liegt in der Ordnung des Feldes; die Verbindungen zu Sportnahrung sind indirekt.

Cao et al. 2022, Asian Journal of Andrology [s77]. „The effect of healthy dietary patterns on male semen quality: a systematic review and meta-analysis“ (China). Suche in Embase, Web of Science und PubMed am 21. August 2021. Eingeschlossen wurden sechs Querschnittsstudien mit zusammen 1.244 Teilnehmern (Mittelmeerkost, DASH, „prudent diet“). Hohe gegenüber niedriger Adhärenz: Spermienkonzentration plus 6,88 Millionen pro Milliliter (95-%-KI 1,26 bis 12,49; P < 0,05), Gesamtspermienzahl plus 16,70 Millionen (2,37 bis 31,03; P < 0,05), progressive Motilität plus 5,85 Prozentpunkte (2,59 bis 9,12; P < 0,01). Stärken: feste Suchstichtage, drei Datenbanken. Schwächen: nur sechs Querschnittsstudien, kleine Gesamtzahl, untere Konfidenzgrenzen nahe null, Heterogenität (I²) im abgerufenen Abstract nicht berichtet; die Autoren mahnen selbst zur Vorsicht. Einordnung: Gesunde Ernährungsmuster gehen mit etwas besseren Samenparametern einher; es sind Querschnittsdaten, kein Kausalbeleg.

Salas-Huetos et al. 2018, Advances in Nutrition [s129]. „The Effect of Nutrients and Dietary Supplements on Sperm Quality Parameters: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials“ (Reus, Spanien). Registrierung PROSPERO CRD42017058380; Suche in MEDLINE-PubMed. 28 Arbeiten gingen in die qualitative und 15 in die quantitative Analyse ein. Mittlere Differenzen der Spermienkonzentration (Millionen pro Milliliter, 95-%-KI): Selen 3,91 (3,08 bis 4,73), Zink 1,48 (0,69 bis 2,27), Omega-3-Fettsäuren 10,98 (10,25 bis 11,72), Coenzym Q10 5,93 (5,36 bis 6,51). Gesamtspermienzahl (Millionen): Omega-3 18,70 (16,89 bis 20,51), Coenzym Q10 10,15 (8,34 bis 11,97). Gesamtmotilität (Prozentpunkte): Selen 3,30 (2,95 bis 3,65), Zink 7,03 (6,03 bis 8,03), Omega-3 7,55 (7,09 bis 8,01), Coenzym Q10 5,30 (4,98 bis 5,62), Carnitine 7,84 (6,54 bis 9,13). Progressive Motilität: nur Carnitine, 7,45 (6,24 bis 8,67). Morphologie: Selen 1,87 (1,50 bis 2,24), Omega-3 0,91 (0,69 bis 1,13), Coenzym Q10 1,06 (0,72 bis 1,41), Carnitine 4,91 (3,68 bis 6,15). Die Autoren mahnen wegen kleiner Stichproben und erheblicher Heterogenität zwischen den Studien zur Vorsicht; ein I² nennt das Abstract nicht. Auffällig sind die sehr engen Konfidenzintervalle bei wenigen kleinen Studien; der Abstract erklärt das nicht (Beobachtung am Text, keine Bewertung). Stärken: nur randomisierte Studien, registriert. Schwächen: nur eine Datenbank, kleine Studien, erhebliche Heterogenität. Einordnung: betrifft Männer mit Fruchtbarkeitsfragen bzw. Probanden kleiner RCTs, keine Sportnahrung; Carnitin ist allerdings auch ein Sportsupplement.

de Ligny et al. 2022, Cochrane Database of Systematic Reviews [s80]. „Antioxidants for male subfertility“. Cochrane-Review; Suche in Cochrane-Register, CENTRAL, MEDLINE, Embase, PsycINFO, AMED und zwei Studienregistern am 15. Februar 2021. Eingeschlossen wurden RCTs zu oralen Antioxidantien gegenüber Placebo, keiner Behandlung oder anderen Antioxidantien bei subfertilen Männern in Kinderwunschkliniken. 90 Studien mit 10.303 Männern (18 bis 65 Jahre), 20 verschiedene Antioxidantien; 67 Studien gingen in die Metaanalysen ein, von denen nur 20 klinische Schwangerschaft und 12 Lebendgeburt berichteten. Primärer Endpunkt war die Lebendgeburt. Ergebnisse: Lebendgeburt OR 1,43 (95-%-KI 1,07 bis 1,91; P = 0,02; 12 RCTs, 1.283 Männer; I² = 44 %; sehr niedrige Sicherheit); ohne Studien mit hohem Verzerrungsrisiko Peto-OR 1,22 (0,85 bis 1,75; 8 RCTs, 827 Männer; P = 0,27); klinische Schwangerschaft OR 1,89 (1,45 bis 2,47; 20 RCTs, 1.706 Männer; I² = 3 %); Fehlgeburt OR 1,46 (0,75 bis 2,83; 6 RCTs, 664 Männer); leichte gastrointestinale Beschwerden OR 2,70 (1,46 bis 4,99; 16 RCTs, 1.355 Männer). Die Evidenz war von „niedriger“ bis „sehr niedriger“ Sicherheit; Hauptgründe waren schlechte Berichterstattung, hohe Ausfälle und kleine Studien. Stärken: Cochrane-Methodik, große Gesamtzahl, getrennte Betrachtung von Studien mit hohem Verzerrungsrisiko. Schwächen: Heterogene Präparate und Dosierungen, wenige Studien mit klinischen Endpunkten, Wirkung verschwindet bei Ausschluss verzerrter Studien. Einordnung: Das Ergebnis ist nicht schlüssig; es betrifft subfertile Männer, nicht Sportnahrung.

Niu et al. 2025, Reproductive Sciences [s41]. „Effects of Carnitine and Coenzyme Q10 on Sperm Quality and Pregnancy Rates in Men with Unexplained Infertility: A Systematic Review and Network Meta-Analysis“ (China). Netzwerk-Metaanalyse mit Suche in Cochrane Library, Embase, Web of Science und PubMed; 16 Studien. Zielgrößen: Konzentration, progressive Motilität, normale Morphologie, Schwangerschaftsrate. L-Carnitin, Coenzym Q10 und L-Carnitin plus Acetyl-L-Carnitin verbesserten die Spermienqualität gegenüber Placebo; Coenzym Q10 brachte den größten Zuwachs der Konzentration (SMD 2,98; 95-%-KI 1,13 bis 7,87), L-Carnitin den größten Zuwachs der progressiven Motilität (SMD 4,19; 1,60 bis 10,95). Heterogenitätsmaße nennt das Abstract nicht. Stärken: Vergleich mehrerer Präparate in einem Netzwerk. Schwächen: Sehr große standardisierte Effekte mit sehr breiten Konfidenzintervallen (Hinweis auf Unsicherheit; Ursache im Abstract nicht ausgeführt); kleine Studien an Männern mit unerklärter Unfruchtbarkeit; keine Aussage zu gesunden Sportlern. Einordnung: Hinweis auf Verbesserungen bei Subfertilen, aber unsicher.

Yang et al. 2026, Frontiers in Nutrition [s29]. „Effects of oral fenugreek-derived preparations on testosterone-related outcomes in adult men: a systematic review and meta-analysis of randomized placebo-controlled trials“ (Chengdu, China). PROSPERO CRD420261364708; Suche in fünf Datenbanken und zwei Registern bis 11. Mai 2026; RoB 2 und GRADE; Random-Effects-Modelle mit REML. 13 Studien, davon acht mit Daten zur Testosteronachse. Gesamttestosteron (sechs Studien): SMD 0,25 (95-%-KI 0,02 bis 0,48; P = 0,037; I² = 0 %, P = 0,578). Freies Testosteron (fünf Studien): SMD 0,08 (−0,48 bis 0,63; P = 0,725; I² = 66,7 %, P = 0,023). Elf Studien mit „einigen Bedenken“, zwei mit hohem Verzerrungsrisiko, keine mit niedrigem; Sicherheit der Evidenz für beide Hauptzielgrößen sehr niedrig. Fenugreek (Testofen) wird als Mittel zur Steigerung von Testosteron und Leistung vermarktet. Das Fazit lautet, die Evidenz stütze keine klinischen oder kommerziellen Testosteron-steigernden Werbeaussagen. Stärken: registriert, Risiko- und Sicherheitsbewertung, I² für beide Hauptendpunkte berichtet. Schwächen: Samenparameter sind keine Zielgröße; kleine Effekte; sehr niedrige Sicherheit. Einordnung: Für die Spermienqualität ergibt sich nichts direkt; die Arbeit ist ein Beispiel dafür, wie schwach die Wirksamkeitsbelege vermarkteter Sportsupplemente sein können.

Wang et al. 2026, Asian Journal of Andrology [s28]. „Current risk factors for male infertility and semen parameters: an umbrella review of systematic reviews and meta-analyses“ (China). Suche in Web of Science, MEDLINE und Embase von Januar 2000 bis Februar 2025; 43 Studien mit 67 Risikofaktoren; 249 Effektgrößen wurden einzeln mit GRADE bewertet: 136 (54,6 %) als „sehr niedrig“, 59 (23,7 %) als „niedrig“, 54 (21,7 %) als „moderat“. Mit schlechterer Samenqualität verbunden waren unter anderem Adipositas, Schlafstörungen und Rauchen, Schadstoffe (Schwefelkohlenstoff, Organophosphate, Blei), bestimmte Medikamente und einzelne Virusinfektionen; regelmäßige körperliche Bewegung, Nusskonsum und eine gesunde Ernährungsweise könnten diesen Prozess umkehren. Die Autoren betonen, dass für einige Faktoren die Kausalität nicht belegt ist. Kreatin, Whey und Energy-Drinks werden im Abstract nicht genannt; dass sie in der Liste von 67 Faktoren nicht auftauchen, deutet darauf hin, dass sie in den eingeschlossenen Metaanalysen nicht als eigener Faktor vorkamen, ist aber nur aus dem Abstract erschlossen. Stärken: breiter Überblick, GRADE-Bewertung jeder Effektgröße. Schwächen: Mehr als die Hälfte der Effektgrößen mit sehr niedriger Sicherheit; keine Angabe zu Überlappung und Heterogenität im Abstract. Einordnung: Die Arbeit zeigt, welche Faktoren die Fachwelt bisher in Metaanalysen untersucht hat; Sportnahrung gehört offenbar nicht dazu.

Mateus et al. 2023, Journal of Clinical Medicine [s69]. „L-Carnitine and Male Fertility: Is Supplementation Beneficial?“. Erzählende Übersicht. L-Carnitin werde von Leistungssportlern genutzt; die Evidenz spreche dafür, dass es die Fruchtbarkeit selbst bei 2 g pro Tag positiv beeinflussen könne (Spermienparameter, Hormone, oxidativer Stress); Mechanismen und optimale Dosis seien offen. Zahlen enthält der Abstract nicht. Schwächen: narrativ, keine Metaanalyse, keine Heterogenitätsangaben. Einordnung: stützt sich auf Studien an Männern mit Fruchtbarkeitsproblemen, nicht auf gesunde Sportler.

Alahmar 2018, Clinical and Experimental Reproductive Medicine [s125]. „The effects of oral antioxidants on the semen of men with idiopathic oligoasthenoteratozoospermia“ (Babylon, Irak). Narrative Zusammenfassung von Studien aus den Jahren 2002 bis 2017. Die meisten waren randomisiert und zeigten Verbesserungen in mindestens einem Parameter; Dosis, Dauer und Einzel- gegenüber Kombinationsgabe sind uneinheitlich. Zahlen und Heterogenitätsmaße enthält die Zusammenfassung nicht. Schwächen: keine systematische Suche im Abstract. Einordnung: betrifft idiopathische Subfertile.

Ayaz und Arslan 2018, Beslenme ve Diyet Dergisi [s126]. „The Role of Antioxidants in Male Infertility“ (Antioxidantien bei männlicher Infertilität; Türkei). Übersicht zu Antioxidantien in Ernährung und Supplementen. Die Autoren halten fest, dass es keine Leitlinie zu Dosis und Dauer gibt. Es liegen keine Zahlen vor. Einordnung: nur Hintergrund.

Brody 2014, Андрология и генитальная хирургия [s153]. „Мужское бесплодие и окислительный стресс: роль диеты, образа жизни и пищевых добавок“ (Männliche Unfruchtbarkeit und oxidativer Stress: Rolle von Ernährung, Lebensstil und Nahrungsergänzungsmitteln). Russische Übersetzung einer allgemeinen Übersicht (Antioxidantien, Zink, Coenzym Q10, Carnitin, Glutathion). Sportnahrung im engeren Sinn kommt nicht vor; Koffein wird allgemein als zu begrenzen erwähnt, ohne dass an der Stelle eine Studie genannt wird. Das ist eine Inhaltsangabe. Einordnung: ohne eigene Daten, älter als die meisten anderen Arbeiten.

Roy et al. 2026, Phytotherapy Research [s25]. „Effects of Ashwagandha on Reproductive Health: A Systematic Review of Sex-Specific Hormonal and Fertility Outcomes“. Systematische Übersicht zu einem pflanzlichen Sportsupplement; der Abstract berichtet allgemein ein Potenzial für die Sexualgesundheit, ohne Zahlen. Heterogenität und Studienzahl sind im Abstract nicht angegeben. Schwächen: kein Zahlenwert, kein Bezug zu Sportlern. Einordnung: Ashwagandha ist nur als Beispiel eines Sportsupplements mit Fruchtbarkeitsbezug aufgenommen.

Sengupta et al. 2018, Reproductive BioMedicine Online [s130]. „Role of Withania somnifera (Ashwagandha) in the management of male infertility“. Erzählende Übersicht früherer Studien an subfertilen Männern mit Hinweisen auf Hemmung der Lipidperoxidation, höhere Spermienzahl und Motilität und Regulation der Hormone. Der Abstract enthält keine Zahlen. Schwächen: narrativ, kleine Primärstudien. Einordnung: betrifft Subfertile.

Qin et al. 2026, Frontiers in Endocrinology [s24]. „Heat stress-mediated oxidative damage in male germ cells: potential protective effects of L-citrulline“ (Guangzhou, China). Erzählende Übersicht: Hitzestress stört die Spermatogenese über oxidativen Stress, Blut-Hoden-Schranke und Stammzellnische; L-Citrullin, eine in Sportsupplementen verbreitete Aminosäure, soll über den Arginin-Stickstoffmonoxid-Weg, mitochondriale Homöostase, Autophagie und Hemmung der Apoptose schützen. Zahlen und Humandaten nennt das Abstract nicht. Schwäche: überwiegend experimentelle Evidenz, keine Aussage zu Dosis oder Wirkung beim Menschen. Einordnung: rein mechanistisch.

Wang et al. 2026, Journal of Multidisciplinary Healthcare [s27]. „Treatment Options for Improving The Semen Quality in Obese Men: A Scoping Review“ (Peking, China). Scoping Review mit 28 klinischen Studien aus PubMed, Web of Science und CNKI. Genannt werden bariatrische Chirurgie, Lebensstiländerung (Training, Ernährung), GLP-1-Rezeptor-Agonisten, selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren, Testosteron, Aromatasehemmer, Nahrungsergänzungsmittel und traditionelle chinesische Medizin; Kombinationen könnten vorteilhaft sein. Zahlen fehlen im Abstract. Schwächen: beschreibende Zusammenstellung ohne Effektgrößen, betrifft adipöse Männer. Einordnung: keine Wirksamkeitsaussage; die Aufzählung ist eine Inhaltsangabe.

Huang 2026, Frontiers in Nutrition [s14]. „Ultra-processed food intake and male reproductive function: a mini-review“ (China). Mini-Übersicht über Fall-Kontroll-, Querschnitts-, prospektive und kurze kontrollierte Fütterungsstudien. Überwiegend ungünstige Zusammenhänge, am konsistentesten für niedrigere Konzentration und Motilität; Morphologie und Volumen uneinheitlich; prospektive Daten verknüpfen höheren väterlichen Verzehr mit geringerer Fekundabilität und mehr Subfertilität; eine kontrollierte Fütterungsstudie zeigte kurzfristige Änderungen von Hormonen, Spermienfunktion und kardiometabolischen Markern. Zahlen enthält das Abstract nicht; die Autorin nennt die Befunde selbst „suggestiv statt kausal“. Stärke: benennt die Vermengung mit der Gesamtqualität der Kost. Schwäche: narrativ. Einordnung: Ob Proteinriegel und Pulver als ultraverarbeitet gelten, ist nicht ausgeführt; der Bezug zu Sportnahrung ist eine Hypothese.

Methorst et al. 2023, Progrès en Urologie [s70]. „Infertilité masculine, environnement et mode de vie“ (Männliche Unfruchtbarkeit, Umwelt und Lebensstil; Französische Urologenvereinigung). Erzählende Übersicht mit Suche in englischer und französischer Literatur bis Juli 2023. Veränderungen von Schlaf, Bewegung, Ernährung, Tabak, Drogen und Anabolika hätten einen belegten Einfluss auf das Spermiogramm. Der Abstract enthält keine Zahlen. Schwächen: narrativ, ohne Effektgrößen. Einordnung: bezieht Anabolika als Lebensstilfaktor ein; Kreatin, Proteinpulver und Energy-Drinks werden im Abstract nicht genannt.

Schuppe und Köhn 2022, Die Urologie [s87]. „Einfluss von Lebensstil- und Umweltfaktoren auf die männliche Fortpflanzungsgesundheit“ (deutschsprachig). Erzählende Übersicht. Die Autoren halten fest, dass die Informationen zu einzelnen Faktoren beim Menschen begrenzt sind und die Extrapolation aus Tier- und In-vitro-Daten schwierig ist. Zahlen enthält der Abstract nicht; Sportnahrung wird im Abstract nicht erwähnt. Einordnung: Die Arbeit ist die einzige deutschsprachige Übersichtsarbeit der Recherche zu Lebensstil und Fortpflanzungsgesundheit.

Oliver Bonet und Mach 2016, Nutrición Hospitalaria [s140]. „Factores nutricionales y no nutricionales pueden afectar la fertilidad masculina mediante mecanismos epigenéticos“ (Ernährungsbedingte und nicht ernährungsbedingte Faktoren können die männliche Fruchtbarkeit über epigenetische Mechanismen beeinflussen; Spanien). Erzählende Übersicht zu Ernährung und Epigenetik. Der Abstract enthält keine Aussage zu Sportnahrung und keine Zahlen. Einordnung: Hintergrund.

Benatta et al. 2020, Archivio Italiano di Urologia e Andrologia [s103]. „The impact of nutrition and lifestyle on male fertility“ (italienische Zeitschrift, englischer Text). Systematische Übersicht; der Abstract erwähnt eine höhere Aufnahme von rotem, verarbeitetem Fleisch, Innereien und fettreichen Milchprodukten bei schlechteren Spermienparametern. Zahlen und Heterogenität werden im Abstract nicht berichtet. Einordnung: Ernährung im Allgemeinen; Sportnahrung ist kein Thema.

Gérard 2023, Abschlussarbeit (Pharmazie), Université de Lorraine, HAL [s62]. „Habitudes de vie et nutrition des pères : impacts sur la fertilité et la descendance“ (Lebensgewohnheiten und Ernährung der Väter: Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Nachkommen). Narrative Literaturarbeit; nur der Abstract wurde abgerufen. Behandelt Lebensgewohnheiten, Ernährung und die Reversibilität schlechter Hygienegewohnheiten; es liegen keine Zahlen vor. Schwächen: nicht begutachtete Abschlussarbeit. Einordnung: allenfalls Hintergrund.

Alle Kapitel und Anhänge (24)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Vorbemerkung zu Kapitel 02
  5. Studienlage: Metaanalysen und Übersichten
  6. Proteinpulver und Kreatin bis Muskelaufbaupräparate, Hodenkrebs und Wissen über Fruchtbarkeit
  7. Anabole Steroide im Kraftsportumfeld und Nahrungsprotein, Milch, Fleisch und Ernährungsmuster
  8. Körperliche Aktivität bis Einordnung der Beobachtungsstudien
  9. Kreatin und Whey- und Proteinpulver
  10. Energy-Drinks, zuckergesüßte Getränke, Koffein und Taurin bis Anabolika als Begleit- und Störfaktor (Nachbargebiet, keine Sportnahrung)
  11. Weitere Sportnahrung und Fertilitätspräparate (Kontext) bis Leitlinien im Einzelnen
  12. Mechanismen und biologische Plausibilität
  13. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  14. Englisch bis Russisch
  15. Arabisch und Türkisch
  16. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  17. Limitationen der Evidenz
  18. Offene Forschungsfragen
  19. Praktische Einordnung
  20. Glossar
  21. Quellenverzeichnis
  22. Diagramme
  23. Quellen
  24. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle