Kreatin, Proteinpulver und Sporternährung · Kapitel 14 von 21 · Was die Literatur in den Sprachräumen zeigt

Englisch bis Russisch

Dieses Kapitel ordnet die zusammengetragene Literatur nach Sprachräumen. Es fragt nicht nur, was dort steht, sondern auch, welche Kohorten, Register, Leitlinien und Fachzeitschriften es gibt, wie gut die jeweiligen Datenbanken erreichbar waren und wo schlicht nichts zu finden ist. Das Ergebnis vorab: Die Literatur zur Kernfrage (Kreatin, Whey- und Proteinpulver, Energy-Drinks und die Spermienqualität) ist in allen Räumen dünn, und sie ist es auf Englisch kaum weniger als in den übrigen Sprachen. Nach der Sprachkennzeichnung der gemeinsamen Quellenliste sind von 175 Einträgen 158 englischsprachig (zweisprachige Einträge eingerechnet), 15 russisch, 6 spanisch, 4 türkisch, 3 chinesisch, 2 französisch sowie je einer japanisch und deutsch; für Italienisch, Portugiesisch, Koreanisch und Arabisch enthält die Liste keinen einzigen Eintrag in der jeweiligen Landessprache. Die Zahl sagt allerdings wenig über die Forschungsleistung eines Raums, denn ostasiatische, arabische und türkische Gruppen veröffentlichen ihre Arbeiten überwiegend auf Englisch. Für die Zuordnung zu einem Raum zählt in diesem Kapitel deshalb meist die Herkunft der Forschenden oder der Kohorte, und die Publikationssprache wird gesondert genannt.

Drei Vorbemerkungen gelten für alle Abschnitte. Erstens beruhen viele Angaben nur auf Abstracts; wo ein Volltext gelesen wurde, ist das in den Rechercheberichten vermerkt, und fehlende Zahlen werden hier nicht ergänzt. Zweitens sind Aussagen wie „im Sprachraum nichts gefunden" immer so zu lesen: nichts auf den erreichbaren Wegen, also PubMed über die NCBI-Schnittstellen, Europe PMC, einzelne nationale Plattformen und Repositorien. Drittens beschreibt das Kapitel die Literatur und gibt keine Handlungsempfehlung für Einzelpersonen.

Englisch

Auf Englisch erscheint nahezu die gesamte Primärliteratur zur Fragestellung. Das gilt für die einzige randomisierte Studie am Menschen mit Samenanalyse unter Kreatin, für die Beobachtungsstudien zu Proteinpulver und zuckergesüßten Getränken und für die Tierversuche. Zugleich zeigt sich gerade hier, wie schmal die Basis ist.

Kohorten und Studienpopulationen. Die englischsprachigen Humandaten stammen aus wenigen, immer wieder genutzten Populationen. Die dänische FEPOS-Kohorte (junge Männer, deren Mütter in der Dänischen Nationalen Geburtskohorte 1996 bis 2002 eingeschlossen waren) liefert zwei Auswertungen: Die Querschnittsstudie von Tøttenborg und Kollegen an 778 jungen Männern fand weder in rohen noch in adjustierten Analysen einen Zusammenhang zwischen selbstberichtetem Proteinpulvergebrauch (28 % aktuell, 24 % früher) und Ejakulatvolumen, Konzentration, Gesamtzahl, Morphologie oder Motilität; angepasst wurde unter anderem an Training, BMI und Anabolikagebrauch [s113]. Die zweite Auswertung (1.047 Männer, mittleres Alter 19 Jahre) fand bei moderatem Konsum zuckergesüßter Getränke (28 % der Teilnehmer) oder künstlich gesüßter Getränke (11 %) keine deutliche Verbindung zu Volumen, Konzentration, Gesamtzahl oder Gesamtmotilität; der Anteil normal geformter Spermien lag bei künstlich gesüßten Getränken um 11 % niedriger (angepasstes Verhältnis 0,89; 95-%-Konfidenzintervall 0,76 bis 1,04) [s84]. Tägliche Konsumenten waren selten (38 beziehungsweise 15 Männer).

Die zweite große Linie ist die Rochester Young Men's Study (189 Männer, 18 bis 22 Jahre) mit Auswertungen zu zuckergesüßten Getränken (höchstes Quartil mit mindestens 1,3 Portionen pro Tag: 9,8 Prozentpunkte niedrigere progressive Motilität; 95-%-Konfidenzintervall 1,9 bis 17,8) [s154], zu Milchprodukten [s156] und zu verarbeitetem rotem Fleisch [s152]. Hinzu kommt die amerikanische Präkonzeptionskohorte PRESTO (690 Männer, 1.247 Samenproben, Heimtest-Kit): Männer mit mindestens sieben zuckergesüßten Getränken pro Woche hatten gegenüber Nichtkonsumenten eine um 22 % niedrigere Konzentration (95-%-Konfidenzintervall −38 bis 0) und eine um 25 % niedrigere Gesamtzahl beweglicher Spermien (−43 bis −2); Energy-Drinks waren dabei Teil der Getränkegruppe und wurden nicht getrennt ausgewiesen [s51]. Die größte Studie dieser Art, eine Querschnittsstudie an 2.935 jungen Männern (Median 19 Jahre, Förderung durch dänische Stellen), fand im höchsten Konsumbereich (Median 1,1 Portionen pro Tag) eine um 13,2 Millionen pro Milliliter niedrigere Konzentration als bei Nichtkonsumenten (95-%-Konfidenzintervall −21,0 bis −5,5) [s95]. Die Befunde zu zuckergesüßten Getränken sind also nicht einheitlich, und eine Energy-Drink-spezifische Schätzung fehlt im abgerufenen Abstract.

Für Kreatin stützt sich die englische Literatur auf drei Humanarbeiten. Die randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie über acht Wochen stammt nach dem Europe-PMC-Eintrag aus dem Applied Bioenergetics Lab der Sportfakultät der Universität Novi Sad (Serbien) und umfasste 15 Freiwillige, darunter fünf mit Oligozoospermie; der primäre Konzentrationsvergleich war nicht signifikant (+7,4 Millionen pro Milliliter unter Kreatin plus Ubiquinol; P = 0,22), signifikant waren Anteilsvergleiche („Verbesserung ja oder nein") und der Kreatinwert im Sperma [s23]. Ein Kongressabstract zur selben Studie nennt für die Marker Kreatin und Kreatinkinase im Sperma keinen signifikanten paarweisen Vorher-nachher-Vergleich [s40]. Hinzu kommen eine Querschnittsstudie mit 1.350 NHANES-Teilnehmern, in der Kreatin aus der Nahrung (ohne Supplemente) rechnerisch geschätzt und mit Inhibin B und Anti-Müller-Hormon, nicht mit der Samenanalyse, verglichen wurde (adjustiert für Inhibin B: B = −2,20; P = 0,40) [s39], sowie eine Crossover-Studie an 20 südafrikanischen Rugbyspielern, die unter Kreatin einen Anstieg des Dihydrotestosterons um 56 % nach sieben Tagen bei unverändertem Testosteron zeigte, ohne dass Samenparameter erhoben wurden [s163].

Register und Studienplanung. Die Kreatin-Pilotstudie ist bei ClinicalTrials.gov als NCT06202469 registriert [s23]; die Metaanalyse zu anabolen Steroiden trägt die PROSPERO-Nummer CRD42023411294 [s71]. Ein eigenes Fertilitäts- oder Sportnahrungsregister, das den Gebrauch von Kreatin, Proteinpulver oder Energy-Drinks mit Samenparametern verknüpft, ist aus den abgerufenen Quellen nicht ersichtlich.

Leitlinien. Die englischsprachigen Leitlinien behandeln Sportnahrung nicht. Die Aktualisierung 2024 der Leitlinie von AUA und ASRM beruht auf 22 Studien in der Evidenzbasis; der am 4. Oktober 2026 abgerufene Volltext enthält die Begriffe Kreatin, Whey, Proteinpulver, Energy-Drink oder Taurin nicht [s47]. Sinngemäß stuft die Leitlinie Lebensstilfaktoren als schwer untersuchbar ein, nennt für Koffein Evidenz mittlerer Qualität für keinen Zusammenhang mit männlicher Infertilität (außer möglicherweise Spermienaneuploidie) und beschreibt für anabole Steroide einen großen Einfluss der aktuellen Einnahme auf die Spermatogenese bei niedriger Evidenz für keinen Einfluss auf eine dauerhafte Infertilität [s47]. Das EAU-Kapitel zur männlichen Infertilität enthält die Begriffe Kreatin, Whey, Proteinpulver, Energy-Drink, Taurin und Koffein ebenfalls nicht; es verweist unter anderem auf eine Besserung der Spermienzahl innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach Absetzen anaboler Steroide [s175]. Die ESHRE-Leitlinie zur ungeklärten Infertilität (52 Empfehlungen) und die zwei Übersichtsarbeiten zur WHO-Leitlinie 2025 erwähnen Sportnahrung in den Abstracts nicht [s01, s08, s63]. Das Cochrane-Review zu Antioxidantien (90 Studien, 10.303 Männer, Evidenz niedrig bis sehr niedrig) betrifft Fertilitätsbehandlung, nicht Sportnahrung [s80]. Ein Cochrane-Review zu Kreatin, Proteinpulvern oder Energy-Drinks ergab die Suche nicht.

Fachzeitschriften. Die Quellen verteilen sich auf internationale Andrologie- und Fertilitätsblätter (Andrology, Human Reproduction, Fertility and Sterility, Asian Journal of Andrology, Reproductive BioMedicine Online), Ernährungs- und Sportmedizinblätter (Nutrients, Journal of the International Society of Sports Nutrition) sowie einzelne toxikologische und tierexperimentelle Zeitschriften. Die Kreatinliteratur zur Fruchtbarkeit stammt zu einem erheblichen Teil aus einer Arbeitsgruppe, deren letzter Autor in [s39] Verbindungen zur Kreatinindustrie offenlegt (wissenschaftlicher Beirat, Patente, Forschungsgelder und Firmengründungen); die Autorenlisten von [s23, s39, s40, s86] überschneiden sich. Die Expertenübersicht zu Kreatin hält fest, Behauptungen über schädliche Wirkungen auf die Fruchtbarkeit gingen oft auf mehrkomponentige Präparate zurück, die auch anabole Steroide enthalten könnten, und es lägen keine Humanstudien zu Kreatinmonohydrat bei normo- oder oligospermischen Männern vor [s32]. Letzteres gilt nur bis zum Erscheinen der Pilotstudie [s23]. Die Übersicht stammt von einem Gremium, das sich insgesamt für Sicherheit und Wirksamkeit von Kreatin ausspricht.

Regionale und thematische Besonderheiten. Zwei Themen tauchen englisch gehäuft auf, die in den anderen Räumen schwächer vertreten sind: Verunreinigung von Präparaten und Begleitkonsum. Eine narrative Übersicht beschreibt, dass einzelne Proteinpräparate für Sportler mit anabolen Steroiden und Prohormonen verunreinigt sein können, nennt aber keine Häufigkeiten und keine Aussage zur Spermienqualität [s43]. Die Häufigkeitsangabe (14,8 % von 634 nichthormonellen Präparaten) steht nur als Sekundärzitat im Text der Beobachtungsstudie an 20 subfertilen Männern; die Originalarbeit wurde nicht abgerufen [s119]. Diese Beobachtung (Konzentration im Median von 1,8 auf 8,9 Millionen pro Milliliter nach Absetzen von Proteinpulver, ohne Kontrollgruppe, mit der Möglichkeit einer Regression zur Mitte) ist schwer zu deuten [s119]. Eine Risikobewertung zu Schwermetallen in Proteinpulvern ergab einen Gefahrenindex unter 1, mit den höchsten Werten bei Mass-Gainer-Pulvern und den niedrigsten bei Whey, betrachtete aber keine reproduktiven Endpunkte [s101]. Eine britische Umfrage (153 Fragebögen, zehn Teilnehmer in Fokusgruppen) zeigt, dass nur wenige junge Männer im Fitnessstudio über ihre Fruchtbarkeit nachgedacht hatten; sie enthält keine Samenanalyse [s56]. Die Hodenkrebs-Fall-Kontroll-Studie aus Connecticut und Massachusetts (356 Fälle, 513 Kontrollen) fand ein Odds Ratio von 1,65 (95-%-Konfidenzintervall 1,11 bis 2,46) für den Gebrauch von Muskelaufbaupräparaten; erhöht war in explorativen Schichtungen nur die Kombination aus Kreatin und Protein (2,55; 1,05 bis 6,15) [s143]. Ein Leserbrief weist darauf hin, dass gleichzeitiger Steroidgebrauch ein unerkannter Störfaktor sein könnte [s142]. Auch dort sind Produktinhalte nicht analysiert.

Erreichbarkeit der Datenbanken. PubMed ließ sich über die NCBI-E-utilities (esearch, esummary, efetch, elink) durchgehend abfragen; die Weboberfläche war nur als JavaScript-Seite erreichbar. Europe PMC war für einfache Abfragen und den Volltext nutzbar, Suchen mit Feldfiltern (Titel, Sprache, Jahr) scheiterten in zwei Läufen mit je sechs Wiederholungen an dauerhaften 503-Fehlern. Die Cochrane Library lieferte nur eine JavaScript-Hülle und einen Cookie-Fehler (HTTP 412), sodass Cochrane-Inhalt nur über den PubMed-Abstract zugänglich war. OpenAlex antwortete mit einer Ratenbegrenzung (HTTP 429). Die Leitlinienseiten von AUA/ASRM und EAU waren im Volltext lesbar.

Deutsch

Im deutschen Sprachraum fand die Recherche keine einzige Primärstudie zu Kreatin, Whey- oder Proteinpulver oder Energy-Drinks mit Spermienparametern. Die gezielte PubMed-Suche mit deutschem Sprachfilter lieferte keine passenden Treffer. Das ist ein Befund, aber kein Beweis, dass es nichts gibt: Gesucht wurde auf den erreichbaren Wegen, und deutschsprachige Dissertationen und Kongressbände sind darüber nur unvollständig abgedeckt.

Fachzeitschriften und Übersichten. Als deutschsprachige Quelle liegt die Übersichtsarbeit von Schuppe und Köhn aus der Zeitschrift Die Urologie vor, „[Impact of lifestyle and environmental factors on male reproductive health]" (Einfluss von Lebensstil- und Umweltfaktoren auf die männliche Fortpflanzungsgesundheit) [s87]. Nach dem Abstract ist die Information zu einzelnen Faktoren beim Menschen begrenzt, und die Extrapolation aus Tier- und In-vitro-Daten ist schwierig; Sportnahrung wird im Abstract nicht genannt. Ein Volltext wurde nicht ausgewertet, ob die Arbeit Kreatin, Proteinpulver oder Energy-Drinks im Text behandelt, bleibt deshalb offen. Mit Autoren aus Abu Dhabi und Innsbruck liegt außerdem ein klinischer Leitfaden zur Azoospermie nach exogenem Testosteron oder anabolen Steroiden vor, der betont, dass kaum kontrollierte Langzeitstudien existieren [s36]. Er betrifft Anabolika, nicht Sportnahrung.

Leitlinien. Die einschlägige deutschsprachige Leitlinie ist die S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie vor einer assistierten reproduktiven Behandlung" (AWMF-Register 015-085, DGGG, OEGGG und SGGG, Stand Februar 2019). Abgerufen wurde nur der englische Abstract zu Teil 2 (Hämostaseologie, Andrologie, Genetik, Malignomanamnese); er enthält keine Aussage zu Supplementen, Proteinpulvern oder Energy-Drinks [s124]. Die Seite im AWMF-Register lieferte lediglich ein Skript-Gerüst ohne Inhalt, das Register wurde nicht durchsucht. Eine eigenständige deutsche Leitlinie zu Sportnahrung und Spermienqualität wurde nicht gefunden.

Kohorten und Register. Eine deutsche oder österreichische Kohorte, die Sportnahrung mit Samenparametern verknüpft, ist aus den abgerufenen Quellen nicht ersichtlich. Auch ein deutschsprachiges Register zum Thema ist nicht belegt.

Erreichbarkeit der Datenbanken. Neben PubMed (über die E-utilities) war das AWMF-Register erreichbar, aber ohne verwertbaren Inhalt; die Leitlinie konnte nur über PubMed in Form des Abstracts erfasst werden.

Französisch

Im französischen Sprachraum liegen zwei Quellen vor, beide ohne Zahlen im abgerufenen Abstract und ohne Aussage zu Kreatin, Proteinpulver oder Energy-Drinks.

Fachzeitschrift und Übersicht. Die Übersichtsarbeit von Methorst, Perrin, Faix und Huyghe, „Infertilité masculine, environnement et mode de vie" (Männliche Unfruchtbarkeit, Umwelt und Lebensstil), erschien in Progrès en Urologie, dem Journal der Association française d'urologie und der Société française d'urologie [s70]. Nach dem Abstract wurde die englisch- und französischsprachige Literatur bis Juli 2023 durchsucht; Veränderungen von Schlaf, Bewegung, Ernährung, Tabak, Drogen und anabolen Steroiden hätten einen belegten Einfluss auf das Spermiogramm. Anabolika sind damit ausdrücklich Teil des Lebensstilkapitels, Sportnahrung im engeren Sinn wird im Abstract nicht genannt [s70]. Die zweite Quelle ist eine pharmazeutische Abschlussarbeit der Universität Lothringen im Archiv HAL: „Habitudes de vie et nutrition des pères : impacts sur la fertilité et la descendance" (Lebensgewohnheiten und Ernährung der Väter: Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Nachkommen) [s62]. Sie behandelt unter anderem die Umkehrbarkeit ungünstiger Gewohnheiten; abgerufen wurde nur der Abstract ohne Zahlen. Ihr Gewicht als Beleg ist entsprechend gering.

Eigene Studien, Kohorten, Register. Die Suche in HAL mit französischen Begriffen zu Kreatin, Proteinen, Energy-Drinks, Anabolika und Spermiogramm ergab null bis zwei nicht einschlägige Treffer, dazu die zwei genannten Arbeiten. Der einzige weitere Fund in HAL war eine englischsprachige Mäusestudie zu Red Bull; ihre Herkunft ist in den Berichten nicht angegeben, französisch ist die Arbeit jedenfalls nicht [s147]. Sie berichtet nach 28 Tagen mit 25 bis 100 % Red Bull im Trinkwasser steigende Anteile abnormaler Spermienköpfe (von 1,82 % in der Kontrollgruppe bis 21,81 % in der 100-%-Gruppe), bei unbekannter Tierzahl [s147]. Eine französische Kohorte oder ein Register zum Thema fand die Recherche nicht. Leitlinien der französischen Fachgesellschaften zu Sportnahrung sind in den Berichten nicht aufgeführt.

Erreichbarkeit der Datenbanken. Die HAL-Schnittstelle war als JSON-API erreichbar und durchsuchbar. Die Plattform Cairn, über die viele französischsprachige Fachzeitschriften laufen, ließ sich nicht durchsuchen: shs.cairn.info lieferte eine JavaScript-Sperre, cairn.info einen HTTP-Fehler 403 beziehungsweise eine Weiterleitung. Französischsprachige Arbeiten, die nur dort stehen, konnten daher nicht geprüft werden.

Italienisch

Für den italienischen Sprachraum gibt es in dieser Recherche keine einschlägige Literatur. Die PubMed-Suche mit Sprachfilter Italienisch lieferte einen einzigen Treffer, erschienen 1957 und ohne Themenbezug. Italienischsprachige Primärstudien, Leitlinien oder Positionspapiere zu Kreatin, Proteinpulver oder Energy-Drinks mit Spermienbezug wurden nicht gefunden.

Fachzeitschriften. Die italienische Zeitschrift Archivio Italiano di Urologia e Andrologia ist mit einer englischsprachigen Übersichtsarbeit zu Ernährung und Lebensstil vertreten [s103]. Sie erwähnt, dass eine höhere Aufnahme von rotem und verarbeitetem Fleisch, Innereien und fettreichen Milchprodukten mit schlechteren Spermienparametern einhergeht; zu Sportnahrung sagt der Abstract nichts. Die Arbeit ist ein Beispiel dafür, dass „italienisch" in diesem Kapitel nur den Erscheinungsort der Zeitschrift meint, nicht die Sprache des Aufsatzes.

Kohorten, Register, Leitlinien. Eine italienische Kohorte oder ein Register zum Thema ist nicht belegt. Die Fachgesellschaft Società Italiana di Andrologia betreibt eine erreichbare Website; die dortige Suche lieferte für alle vier Suchbegriffe jedoch nur seitenfremde Inhalte statt wissenschaftlicher Treffer. Leitlinien oder Positionspapiere der Gesellschaft zu Sportnahrung wurden darüber nicht gefunden, was nicht ausschließt, dass solche Dokumente an anderer Stelle der Website liegen.

Erreichbarkeit der Datenbanken. PubMed mit Sprachfilter war nutzbar, die Treffermenge ist verschwindend gering. Europe PMC mit Sprachfilter scheiterte an den beschriebenen 503-Fehlern. Die Website der Fachgesellschaft war offen, aber nicht auswertbar.

Portugiesisch

Auch für das Portugiesische ergab die Recherche keine einschlägige Primärstudie in der Landessprache. Die PubMed-Suche mit Sprachfilter Portugiesisch lieferte einen nicht einschlägigen Treffer (zu Y-Mikrodeletionen). Brasilianische Beiträge erscheinen in der gefundenen Literatur auf Englisch oder über spanischsprachige Plattformen.

Beiträge aus Brasilien. Die Zeitschrift International Braz J Urol veröffentlichte eine Übersichtsarbeit von Esteves zur WHO-Leitlinie 2025 zur Infertilität [s08]; eine Vergleichsarbeit zur WHO-Leitlinie und zu den Leitlinien von AUA/ASRM, EAU, ESHRE und NICE, bei der Esteves ebenfalls Autor ist, erschien in Andrology [s01]. Beide Abstracts erwähnen Sportnahrung nicht; nach ihnen nimmt die WHO-Leitlinie bei Antioxidantien eine neutrale Haltung ein und enthält Good-Practice-Aussagen zu Lebensstilrisiken. Die WHO-Leitlinie selbst wurde nicht abgerufen. Der Tierversuch zur Kreatingabe im Diabetesmodell (48 Wistar-Ratten in vier Gruppen) stammt nach Europe-PMC-Abruf von der Bundesuniversität Rio Grande do Norte in Natal, erschien aber auf Englisch; er berichtet Morphologie und Immunhistochemie des Hodens, keine Samenparameter [s09]. Aus dem Bundesstaat Pará (Universidade do Estado do Pará) stammt ein Rattenversuch zu Nandrolon mit und ohne Laufradtraining (24 Tiere, 12 Wochen), dessen Autoren nach den Befunden nicht sagen können, dass Nandrolon mit oder ohne Training die Fruchtbarkeit stört; er steht in einer Zeitschrift, die über Dialnet erfasst ist [s145]. Beide Arbeiten sind keine Sportnahrungsstudien am Menschen.

Kohorten, Register, Leitlinien. Brasilianische oder portugiesische Kohorten und Register zum Thema fand die Recherche nicht. Eine portugiesischsprachige Leitlinie zu Sportnahrung ist nicht belegt.

Erreichbarkeit der Datenbanken. Gerade für das Portugiesische sind die wichtigsten regionalen Datenbanken nicht auswertbar gewesen: SciELO (search.scielo.org) antwortete mit HTTP 403, die Startseite scielo.br war erreichbar, die Suchadresse lieferte 404, und die articlemeta-Schnittstelle bietet keine Volltextsuche. LILACS/BVS (pesquisa.bvsalud.org) lieferte HTTP 403, lilacs.bvsalud.org nur ein JavaScript-Gerüst, die Programmierschnittstelle verlangt einen Schlüssel (HTTP 401). Die Aussage „im portugiesischen Sprachraum nichts gefunden" hat deshalb besonders wenig Gewicht; sie bedeutet nur, dass PubMed mit Sprachfilter und Dialnet nichts Einschlägiges lieferten.

Spanisch

Der spanische Sprachraum ist mit sechs Quellen der am besten vertretene unter den romanischen Sprachen, doch auch hier fehlt jede eigene Studie zu Kreatin, Proteinpulver oder Energy-Drinks beim Menschen.

Kohorten und Studien. Zwei Linien stammen aus Murcia: Eine Querschnittsstudie an 209 jungen Studierenden in Revista Internacional de Andrología, „[Dietary intake of trace elements and semen quality and reproductive hormone levels in young men: relationship with fertility]" (Zufuhr von Spurenelementen mit der Nahrung, Samenqualität und Reproduktionshormone bei jungen Männern: Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit), fand, dass höhere Eisenzufuhr mit niedrigerer Konzentration (P für Trend = 0,01) und weniger progressiv beweglichen Spermien (P für Trend = 0,004) verbunden war [s114]. Eine verwandte Auswertung an 206 Männern im Alter von 18 bis 23 Jahren in der Zeitschrift British Journal of Nutrition fand keinen Zusammenhang der Gesamtfleischzufuhr mit Samenqualität oder Hormonen; Meeresfrüchte hingen mit höherer progressiver Motilität zusammen (Quartile 45,2; 42,0; 49,4; 53,2 %; P für Trend ≤ 0,001), Innereien mit niedrigerer (51,5 gegenüber 42,8 %; P = 0,001) [s122]. Aus dem Krankenhaus Denia stammt eine Querschnittsstudie an 117 Männern, „[Relationship between semen quality and anthropometric parameters in males]" (Zusammenhang zwischen Samenqualität und anthropometrischen Parametern bei Männern), in Revista Española de Salud Pública: Zwischen Hüftumfang und Samenvolumen zeigte sich ein positiver Zusammenhang (p = 0,027); sonst gab es keine Zusammenhänge zwischen Muskel-, Fett- oder Viszeralmasse und Samenqualität [s42]. Das ist für das Thema nur indirekt relevant und enthält keine Supplementdaten.

Aus Kolumbien stammt die In-vitro-Studie zu sieben frei verkäuflichen Vitaminpräparaten, die als Aphrodisiaka vermarktet werden („Efecto in vitro de los suplementos vitamínicos que se venden como afrodisíacos sobre la movilidad espermática"; In-vitro-Wirkung auf die Spermienbeweglichkeit), in Urología Colombiana: Die Tabletten wurden in Kochsalzlösung gelöst und mit Samenproben von 22 gesunden Freiwilligen gemischt; nach 0, 60, 120 und 180 Minuten zeigte sich keine positive Veränderung der Beweglichkeit, unabhängig vom L-Arginin-Gehalt [s123]. Das ist ein Mischversuch im Reagenzglas, keine Einnahmestudie. Der Beitrag „Factores nutricionales y no nutricionales pueden afectar la fertilidad masculina mediante mecanismos epigenéticos" (Ernährungsbedingte und nicht ernährungsbedingte Faktoren können die männliche Fruchtbarkeit über epigenetische Mechanismen beeinflussen) in Nutrición Hospitalaria sagt im Abstract nichts zu Sportnahrung [s140]. Der Rattenversuch zu Schwimmtraining (24 Wistar-Ratten, sechs Wochen) in der Zeitschrift Retos fand, dass mäßiger Sport ohne signifikante Veränderungen blieb, exzessiver Sport dagegen Konzentration, Motilität, Morphologie und Testosteron senkte und den oxidativen Stress erhöhte [s06]. Er ist als Hinweis relevant, dass Trainingsbelastung selbst ein Störfaktor ist. Schließlich liegt die spanisch-englische Doppelveröffentlichung einer systematischen Übersicht zu 13 Studien über Protokolle zur Wiederherstellung der Spermienbildung nach Steroidmissbrauch in Actas Urológicas Españolas vor [s57]; sie nennt, dass die Normalisierung mehr als ein Jahr dauern kann, und beschreibt die Datenlage zu den Protokollen als schlecht dokumentiert.

Register, Leitlinien, Zeitschriften. Spanischsprachige Register oder Leitlinien zum Thema wurden nicht gefunden. Als Fachzeitschriften sind Revista Internacional de Andrología, Actas Urológicas Españolas, Nutrición Hospitalaria, Revista Española de Salud Pública und Urología Colombiana vertreten. Die beiden über Dialnet erfassten Tierarbeiten behandeln Nandrolon beziehungsweise Training [s06, s145].

Erreichbarkeit der Datenbanken. Dialnet war als einzige regionale Plattform erreichbar: Suchseiten, Treffertitel und Abstracts ließen sich abrufen. Die Treffer sind allerdings stark von der Veterinärmedizin (Nutztiere) geprägt, die bewusst nicht einbezogen wurde. SciELO und LILACS waren, wie beim Portugiesischen beschrieben, nicht auswertbar. Beim Menschen fand sich im spanischen Raum zu Kreatin, Proteinpulvern oder Energy-Drinks nichts.

Chinesisch

Der chinesische Sprachraum (Festlandchina, Taiwan, Hongkong) stellt in der Quellenliste die meisten Arbeiten der drei ostasiatischen Räume. Nach der Herkunft der Autoren stammen von den 45 Arbeiten des ostasiatischen Teilberichts 31 aus China, je zwei aus Taiwan, Hongkong und Korea und acht aus Japan. Zur Kernfrage gibt es dort dennoch keine Studie, in der Männer Kreatin, Whey oder einen Energy-Drink einnahmen und anschließend ein Spermiogramm erhoben wurde. Was vorliegt, ist ein breites Feld an Nachbarthemen.

Kohorten und Studienbasen. Das Bild wird von klinikbasierten Beobachtungsstudien geprägt, besonders von einer Studienbasis am Shengjing Hospital in Shenyang. Drei Fall-Kontroll-Arbeiten beruhen auf annähernd denselben Gruppen (549 bis 552 Fälle mit Asthenozoospermie, 581 bis 585 Kontrollen, Erhebung Juni bis Dezember 2020) und sind nicht voneinander unabhängig: Milchprodukte (Milchprotein im obersten gegenüber dem untersten Terzil: Odds Ratio 1,19; 95-%-Konfidenzintervall 0,85 bis 1,68, also kein signifikanter Zusammenhang) [s100], Fleisch und Kochmethoden (unverarbeitetes Fleisch 0,61; 0,40 bis 0,93; verarbeitetes Fleisch 1,44; 1,01 bis 2,06) [s82] und hochverarbeitete Lebensmittel (1,53; 1,12 bis 2,10) [s83]. Aus Shenyang stammt auch eine Studie zu Ernährungsqualitätsindizes mit 254 Fällen und 633 Kontrollen [s79]; eine weitere Querschnittsstudie an 1.715 Männern einer Kinderwunschklinik (antioxidative Gesamtkapazität der Nahrung) nennt Förderung aus Liaoning und dem Shengjing Hospital, ob sich die Teilnehmer überschneiden, steht im Abstract nicht [s64]. Wer „viele Studien" zählt, zählt hier also teilweise dieselben Männer mehrfach.

Weitere Kohorten: die Chongqing-Studie MARHCS (796 gesunde junge Männer, Medianalter 20 Jahre; Kaffee war dort mit höherer Motilität verbunden, plus 8,9 % bei ein bis zwei Tassen pro Woche und plus 15,4 % bei drei und mehr; Cola mit niedrigerem Samenvolumen, minus 4,1 % beziehungsweise 12,5 %) [s148]; eine Querschnittsstudie an 3.302 Männern aus Shenzhen, in der Männer ohne Kaffeekonsum eine höhere Gesamt- und progressive Motilität hatten, vermittelt über die Einschlafzeit [s21]; 466 Männer aus der Vorsorgesprechstunde in Guangzhou, deren Abstract sich teilweise selbst widerspricht [s68]; 3.336 Männer aus Chengdu [s30]; 508 Teilnehmer aus Wuxi mit einer Mendelschen Randomisierung [s20]. Aus Taiwan stammt mit 7.282 Männern die größte Einzelstudie: Je stärker die „westliche Ernährung", desto niedriger lagen Konzentration und normale Morphologie (beide P < 0,001), und ein Muster mit vielen süßen Snacks und zuckergesüßten Getränken ging mit niedrigerer Konzentration einher (P = 0,001) [s144]. Aus Hongkong kommen eine Querschnittsstudie an 328 Männern, in der Alter, Karenzzeit und die tägliche Kaffeemenge mit Gesamtzahl und Volumen zusammenhingen [s131], und der Umbrella-Review zu Bewegung [s18].

Zu Kaffee und Koffein sind die chinesischen Befunde uneinheitlich, was die Gesamtliteratur gut abbildet. Die Mendelsche Randomisierung mit 31 Ernährungsmerkmalen nennt für Kaffeeaufnahme ein Odds Ratio von 3,6967 für männliche Infertilität (95-%-Konfidenzintervall 1,0348 bis 13,2065; P = 0,0442), mit sehr weiten Intervallen [s48]; die systematische Übersicht mit vier Studien und 12.912 Teilnehmern fand dagegen für niedrige, mittlere und hohe Koffeindosis keinen erkennbaren Anstieg des Infertilitätsrisikos (hohe Dosis: 1,86; 0,28 bis 12,22; Evidenz durchweg niedrig) [s104]. Zu zuckergesüßten Getränken liegt eine Auswertung der US-Erhebung NHANES durch chinesische Autoren vor: Das höchste Konsumviertel (mindestens 442 kcal pro Tag) hatte ein angepasstes Odds Ratio von 2,29 (p = 0,041) für niedriges Testosteron [s128]. Das betrifft Testosteron, nicht die Spermien.

Sportnahrung im engeren Sinn. Drei Arbeiten kommen dem Thema am nächsten, messen aber keine Samenparameter. Eine randomisierte, doppelblinde Studie an 24 Spitzensprintern aus Shanghai gab vier Wochen lang 19,8 g Whey täglich mit oder ohne 200 mg Tangeretin; in beiden Gruppen verliefen Testosteron und Adrenocorticotropes Hormon vergleichbar, die fettfreie Masse stieg in der Tangeretin-Gruppe stärker (2,3 % gegenüber 1,1 %; p = 0,018), ein Spermiogramm wurde nicht erhoben [s05]. Eine Crossover-Studie an zwölf Hochschulsportlern in Taipeh verglich Placebo, 220 mg Koffein und einen Energy-Drink mit derselben Koffeinmenge und weiteren Zutaten; sie ist als NCT07104188 registriert und fand eine bessere Wiederholungssprintleistung, aber weder Hormon- noch Samendaten [s19]. Die dritte ist eine narrative Übersicht aus Chengdu zu Gesundheitsrisiken von Sportsupplementen (endokrin, kardiovaskulär, gastrointestinal), deren Abstract die Spermienqualität nicht erwähnt [s04].

Tierexperimente und chinesischsprachige Aufsätze. Drei Aufsätze erschienen in chinesischer Sprache und sind über MEDLINE mit englischem Abstract zugänglich. Ein Rattenversuch aus Peking (24 Tiere, Schwimmen mit und ohne Zusatzlast von 3 % des Körpergewichts, neun Wochen) fand in der Gruppe mit Zusatzlast eine höhere Spermienkonzentration (Gruppe ohne Training 2,12 ± 0,43 gegenüber 3,54 ± 0,52 × 10^6 pro Milliliter; P < 0,01) sowie höhere LH- und Testosteronwerte; er ist die einzige chinesischsprachige Studie, die Training und Spermien kontrolliert verbindet, enthält aber keine Nahrungsergänzung [s135]. Ein Mäuseversuch aus Wuhan (70 Tiere, sieben Gruppen) zeigte, dass ein Erschöpfungsmodell allein Testosteron und Spermienqualität senkte und dass eine Abkochung der traditionellen chinesischen Medizin sowie ein PARP-Hemmer diese Marker besserten [s13]. Ein In-vitro-Vergleich an Spermien von zwölf asthenozoospermen Männern fand, dass eine Acanthopanax-Injektion die Beweglichkeit stärker steigerte als Theophyllin (3 mmol/l) und Koffein (7 mmol/l); Zahlen zur Koffeingruppe nennt der Abstract nicht [s164]. Eine Studie mit Seegurken-Peptiden an erschöpfend schwimmenden Mäusen verbesserte Hormone und Hodenmorphologie [s67], und eine Rattenstudie mit Koffein-, Nikotin- und Ethanol-Mischexposition der Väter zeigte schlechtere Spermienqualität und ungünstige Schwangerschaftsausgänge bei den Nachkommen, wobei der Anteil des Koffeins nicht trennbar ist [s81].

Übersichten und Register. Chinesische Gruppen veröffentlichen viele Übersichten auf Englisch: ein Umbrella-Review über 67 Risikofaktoren (136 von 249 Effektgrößen mit „sehr niedriger" Sicherheit; Kreatin, Whey und Energy-Drinks werden im Abstract nicht genannt) [s28], eine Netzwerk-Metaanalyse zu Carnitin und Coenzym Q10 bei ungeklärter Unfruchtbarkeit mit 16 Studien [s41], eine Metaanalyse zu gesunden Ernährungsmustern aus sechs Querschnittsstudien (1.244 Teilnehmer; Konzentration plus 6,88 Millionen pro Milliliter) [s77], eine Metaanalyse zu Bockshornklee-Präparaten mit sehr niedriger Sicherheit der Evidenz [s29] sowie narrative Übersichten zu Taurin [s66], L-Citrullin [s24], hochverarbeiteten Lebensmitteln [s14] und Bewegung [s33]. Der Umbrella-Review zu Bewegung (13 Metaanalysen, 24.470 Frauen und 8.068 Männer) ist als PROSPERO CRD42025638675 registriert und beschreibt bei Männern günstigere Samenparameter bei überwiegend niedriger oder sehr niedriger Sicherheit der Evidenz [s18]. Die Bockshornklee-Metaanalyse trägt CRD420261364708 [s29]. Eine prospektive Beobachtungskohorte mit 1.316 Männern mit auffälligem Samenbefund fand für moderate Aktivität günstigere Veränderungen nach drei Monaten, bei selbstgewählter Gruppenzugehörigkeit [s26]. Eine chinesische Leitlinie zum Thema ist in den Berichten nicht aufgeführt. Das Scoping-Review zu adipösen Männern nennt unter den durchsuchten Quellen ausdrücklich CNKI [s27], was zeigt, dass die chinesische Datenbank für Übersichtsautoren nutzbar ist.

Erreichbarkeit der Datenbanken. Europe PMC ließ sich mit dem Sprachfilter für Chinesisch (LANG:chi) nutzen und lieferte MEDLINE-indizierte Aufsätze mit englischem Abstract; bei einigen Abstracts brach der Text an Sonderzeichen ab und musste über efetch ergänzt werden. Die nationalen Datenbanken blieben für eine automatisierte Abfrage unzugänglich: www.cnki.net leitete auf oversea.cnki.net um, die Suchadresse kns.cnki.net war nicht erreichbar, bei Wanfang wurde die Trefferliste per Skript erzeugt und ließ sich mit curl nicht auslesen. Mit einer Browser-Sitzung oder einem Institutionszugang wäre dort vermutlich mehr zu finden.

Japanisch

Aus dem japanischen Sprachraum liegen acht Arbeiten nach Herkunft der Autoren vor, davon nur eine in japanischer Sprache. Die Forschung verbindet zwei Linien: Grundlagenforschung zu Kreatin im Hoden und klinische Samenmarker bei Kinderwunschpatienten, bei denen Supplemente ein üblicher Behandlungsbestandteil sind.

Kreatin im Hoden (Osaka). Die Arbeitsgruppe aus Osaka zeigte an Mäusen, dass Tiere ohne das Kreatin-Syntheseenzym Gamt zwar Spermien bilden, aber geringere Spermienzahl, verminderte Beweglichkeit und eine niedrigere Befruchtungsrate haben; das Hodenkreatin war erniedrigt, die Zellverbindungen (Tight Junctions) waren gestört, und Kreatinzufuhr behob die Störung. Mäuse ohne den Kreatintransporter Slc6a8 zeigten keine Auffälligkeiten [s53]. Die zweite Arbeit prüfte die bildgebende Methode Kreatin-CEST im 7-Tesla-Magnetresonanztomografen: Das Signal war in den Modellen ohne Keimzellen (Sertoli-Zell-only) und mit Reifungsstopp vermindert (p < 0,05), im Teratozoospermie-Modell nicht (p = 1,0) [s65]. Beide Studien betreffen Mäuse mit Gendefekt beziehungsweise ein Messverfahren, nicht Kreatinpulver bei gesunden Männern. Die Zahl der Tiere nennt der Abstract nicht (die Quellenliste gibt je fünf Mäuse pro Gruppe an) [s53].

Klinische Studien und Kohorten. Die einzige Arbeit in japanischer Sprache ist eine einarmige Vorher-nachher-Auswertung in der Zeitschrift Nihon Hinyokika Gakkai Zasshi: 46 Patienten mit hoher Spermien-DNA-Fragmentierung (über 16 %) stimmten zu, 35 schlossen die zweite Samenanalyse ab. Nach drei Monaten mit einem Coenzym-Q10-Supplement sank die Fragmentierung von 31,6 % auf 25,3 % (p < 0,05); in der Untergruppe mit hohem Oxidations-Reduktions-Potenzial stieg die Konzentration von 12,5 auf 24,3 Millionen pro Milliliter (p < 0,05). Es gibt keine Kontrollgruppe, die Untergruppe wurde nach dem Ergebnis gebildet, und es handelt sich nicht um gesunde Sportler [s49]. Der japanische Originaltitel lautet 精子DNA損傷率(SDF)高値症例に対する還元型コエンザイムQ10含有サプリメントの効果検討 (Untersuchung der Wirkung eines Supplements mit reduziertem Coenzym Q10 bei Fällen mit hoher Spermien-DNA-Schädigungsrate). Eine randomisierte Pilotstudie mit 84 Männern verglich eine Antioxidantien-Kombination mit Methylcobalamin ohne Placebogruppe und fand kaum Änderungen der Samenparameter [s89]. Eine Querschnittsstudie an 157 Männern in Kinderwunschbehandlung zu Isoflavonen im Urin fand niedrigere Spermienzahlen in höheren Quartilen, ohne gleichmäßigen Dosiseffekt; sie bezieht sich auf Zufuhr über die Nahrung, nicht auf Proteinpulver [s16]. Eine Querschnittsstudie an 323 Männern aus betrieblichen Gesundheitsuntersuchungen (Basisdaten einer laufenden randomisierten Studie) fand bei höherer Gesamtaktivität einen niedrigeren DNA-Fragmentierungsindex (drittes und viertes Quartil: minus 21 % und minus 29 %) [s37]. Eine Pilotstudie an 20 Männern mit sexueller Funktionsstörung untersuchte über 14 Tage ein Supplementgetränk mit Testofen, L-Citrullin, Resveratrol und Koffein (40 mg pro Tag) und fand Verbesserungen des Fragebogens zur Erektionsfunktion, aber keine Samenparameter [s97]. Ein Mäuseversuch aus Maebashi mit einmonatigen Koffeininjektionen zeigte eine dosisabhängig sinkende Blastozystenbildung (Kontrolle 85,0 %, 1,0 mg pro Tag 62,7 %; P < 0,001) [s149].

Titel ohne abrufbares Abstract. Die Recherche fand mehrere japanische Titel, deren Inhalt unbekannt ist und die deshalb nicht als Beleg dienen. Der wichtigste ist ein Aufsatz in der Zeitschrift der japanischen Gesellschaft für Befruchtung und Implantation (2023) zur Kreatinkonzentration im Seminalplasma und zur Wirkung eines kreatin- und ergothioneinhaltigen Supplements auf die Spermienbeweglichkeit (Autoren Akiba, Masuda, Ishikawa, Takimoto und Shimada); nach seiner Formulierung ist er der einzige gefundene Titel, der Kreatin als Supplement und Samen beim Menschen verbindet. Sein Abstract ließ sich weder über CiNii noch über NDL Search oder Europe PMC abrufen; die Ergebnisse sind unbekannt. Hinzu kommen ein Tagungstitel zur klinischen Prüfung eines Supplements bei Oligo- und Asthenozoospermie (2017), mehrere Projekttitel der Osaka-Gruppe zur Sichtbarmachung des Hodenkreatins sowie eine japanische Leitlinie zum männlichen Hypogonadismus (2022), deren Text nicht ausgelesen werden konnte. Verbrauchsstudien zu Energy-Drinks bei Studierenden und Jugendlichen behandeln Schlaf und Verhalten, nicht Samenparameter.

Register, Leitlinien, Zeitschriften. Die Kohortenstudie [s37] gehört zu einer laufenden randomisierten Studie (Preconception Research and Education Study for Men), ein öffentliches Register zum Thema fand die Recherche nicht. Fachzeitschriften sind Nihon Hinyokika Gakkai Zasshi, Reproductive Medicine and Biology, Asian Journal of Andrology und Reproductive BioMedicine Online. Eine japanische Leitlinie zu Sportnahrung und Fertilität ist nicht belegt.

Erreichbarkeit der Datenbanken. CiNii Research (OpenSearch mit zwölf japanischen Suchanfragen) lieferte bibliografische Daten ohne Abstracts, J-STAGE eine funktionierende Such-Schnittstelle, deren Trefferseiten sich aber nicht auslesen ließen. Die PDF-Datei zur japanischsprachigen Studie ließ sich laden, der Text wegen der Schriftkodierung (Adobe-Japan1) aber nicht extrahieren. NDL Search und das Repositorium der Teikyo-Universität lieferten nur Titeldaten. Japanische Suchbegriffe wie ホエイ (Whey), 筋トレ (Krafttraining) und アスリート (Athlet) blieben ohne Treffer.

Koreanisch

Der koreanische Sprachraum ist in dieser Recherche praktisch nicht vertreten. Koreanischsprachige Originalliteratur wurde nicht erreicht, und was zu Korea vorliegt, ist englischsprachig. Zu Sportnahrung und Spermien gibt es aus Korea nichts.

Vorliegende Arbeiten. Es liegen zwei Arbeiten aus Korea vor. Die erste ist eine randomisierte parallele Studie über zwölf Wochen mit jungen koreanischen Männern, in der koreanische und westliche Kost verglichen wurden: Die Motilität stieg in der koreanischen Gruppe nach acht Wochen und sank danach, in der westlichen Gruppe sank sie nach acht Wochen und blieb konstant; der Gruppenunterschied verfehlte die Signifikanz knapp (P = 0,057), das freie Testosteron unterschied sich dagegen signifikant (P = 0,020); die Teilnehmerzahl nennt der Abstract nicht [s52]. Sie ist die einzige Interventionsstudie zur Ernährung mit Samenparametern aus Korea in dieser Recherche, betrifft aber Mischkost, keine Pulver. Die zweite ist ein Rattenversuch zu Nandrolondecanoat, der die Expression der Wasserkanäle Aquaporin 1 und 9 im Nebenhoden untersuchte (Transkriptmengen, keine Spermienparameter) [s94]. Die Studie mit dem Supplementgetränk (Testofen, L-Citrullin, Resveratrol, Koffein) stammt aus Japan und erschien lediglich in einer koreanischen Zeitschrift, dem World Journal of Men's Health; Herkunft und Zeitschrift sind hier zu unterscheiden [s97].

Kohorten, Register, Leitlinien. Eine koreanische Kohorte oder ein Register zum Thema ist nicht belegt. Zwei Treffer ohne Abstract in Europe PMC (ein Kommentar zu anabolen Steroiden in Fertility and Sterility und ein koreanischer Übersichtsartikel zu steroidbedingtem Hypogonadismus) wurden nicht aufgenommen. Eine koreanische Leitlinie zum Thema wurde nicht gefunden.

Erreichbarkeit der Datenbanken. Die koreanischen Plattformen waren für eine automatisierte Abfrage durchweg nicht nutzbar: Bei KCI lieferte eine Such-Adresse einen Fehler 404 (Startseite HTTP 200), bei DBpia gab es keine Verbindung (Zeitüberschreitung), KoreaMed zeigte ein leeres, nachgeladenes Trefferfeld, und KISS wurde nicht durchsucht. Die Aussage „aus Korea nichts" gilt deshalb nur für die englischsprachige, über PubMed erreichbare Literatur; koreanischsprachige Fachzeitschriften sind unbekanntes Terrain.

Russisch

Russischsprachig ist die Quellenlage zahlenmäßig am reichsten unter den Nebenräumen (15 Einträge mit russischer Sprachkennzeichnung), und sie ist strukturell gespalten. Zwei Literaturstränge laufen nebeneinander und sind kaum miteinander verknüpft: ein klinischer Strang in PubMed-indizierten Fachzeitschriften mit englischen Abstracts und ein Sportnahrungsstrang in Lebensmittel- und Getränkefachzeitschriften, der keine Spermienmessungen enthält. In allen russischen Treffern fehlt Kreatin als Untersuchungsgegenstand; es gibt keine russische Studie zu Kreatinpulver und Spermien.

Klinischer Strang. In der Zeitschrift Urologiia (Урология) und in Problemy endokrinologii (Проблемы эндокринологии) erscheinen die Arbeiten, die Spermien messen. Zum Thema Energy-Drinks liegt eine einzige Arbeit vor: „[The impact of energy drinks consumption on male reproductive health]" (Der Einfluss des Energy-Drink-Konsums auf die männliche Fortpflanzungsgesundheit) von Akaev und Adilov, eine russischsprachige Literaturanalyse mit eigener Untersuchung an 60 Patienten im Alter von 22 bis 40 Jahren [s91]. Der Abstract berichtet eine Korrelation zwischen Energy-Drink-Konsum und schlechterer Ejakulatqualität und folgert, systematischer Konsum wirke sich negativ aus, nennt aber weder Zahlen noch Angaben zu Design, Patientenauswahl oder Störfaktoren; der Beleg ist deshalb schwach.

Besser dokumentiert ist das Nachbargebiet Anabolika, das in Fitnessstudio-Populationen jede Untersuchung von Proteinpulver, Kreatin oder Energy-Drinks stört. Eine anonyme Postumfrage unter Besuchern von Fitnessstudios in Sankt Petersburg (1.815 verschickte Fragebögen, 762 Rückläufer, 550 auswertbar; mittleres Alter 29,3 ± 7,4 Jahre) ergab, dass 30,4 % der Befragten Anabolika anwendeten; häufigstes Präparat war Testosteronpropionat (51,5 %), Testosterondosen von 500 bis 2.000 Milligramm pro Woche und mehr wurden genannt, 1.000 Milligramm pro Woche am häufigsten (23,9 %). Im Volltext steht außerdem, dass 49,5 % (n = 272) Präparate außerhalb der Anabolika verwendeten; die Einleitung verweist auf Berichte, wonach Sportlernahrung und manche als „steroidfrei" vermarktete Ergänzungsmittel Anabolika enthalten können. Spermienparameter wurden nicht erhoben, und der Rücklauf war gering [s120]. Der Originaltitel lautet „Медицинский аспект использования анаболических андрогенных стероидов у мужчин, посещающих тренажерные залы Санкт-Петербурга" (Medizinischer Aspekt der Anwendung anabolisch-androgener Steroide bei Männern, die Fitnessstudios in Sankt Petersburg besuchen). Dieselbe Gruppe legte eine prospektive, offene, unkontrollierte Studie an 44 Männern vor: Nach drei Monaten Pause und einheitlicher Erholungstherapie lag das Testosteron bei 4,55 ng/ml (Quartile 3,76 bis 6,24), und bei 35 Männern (79,5 %) war die Erholung befriedigend, bei neun (20,5 %) mangelhaft; die Erholung korrelierte negativ mit Anwendungsdauer (−0,857), Dosis (−0,7825) und Zahl der Präparate (−0,443). Die Studie hat keine Kontrollgruppe, endet nach drei Monaten und misst Hormone statt Ejakulat [s110]. Eine ergänzende Übersichtsarbeit fasst Verbreitung, Wirkung auf die Hypophysen-Gonaden-Achse und die reproduktive Rehabilitation zusammen [s121]. Eine Tierarbeit zu dem anabolen Präparat Fenobolin bei fraktioniert bestrahlten Ratten fand eine verminderte relative Masse von Hoden und Nebenhoden und weniger reife Keimzellen im Nebenhoden, mit Gruppengrößen, die im Abstract nicht genannt sind [s159].

Daneben stehen die einzigen Interventionsstudien am Menschen aus dem Raum, allesamt aus Fertilitätskliniken und nicht aus Sportlergruppen. Ein Komplex aus Acetyl-L-Carnitin, L-Carnitinfumarat und alpha-Liponsäure wurde bei 80 infertilen Männern über 180 Tage geprüft; der Titel nennt „doppelblind", der Abstract „offen", und die Größe der Verumgruppe ist im Abstract nicht genannt [s115]. In einer randomisierten, offenen, multizentrischen Studie mit 160 randomisierten und 133 ausgewerteten Männern stieg die Konzentration unter einem hydrophilen Komplex um 16 Millionen pro Milliliter (plus 41 %; p = 0,046), unter lipophilen Nährstoffen um 3 Millionen (plus 7 %, nicht signifikant); die Autoren selbst schließen auf keinen signifikanten Effekt der dreimonatigen Therapie auf Ejakulat, DNA-Fragmentierung und Schwangerschaftsrate, räumen aber eine Teststärke von höchstens 0,69 ein [s93]. Zusätzliche L- und Acetyl-L-Carnitine zu Clomifen und Antioxidantien (173 Männer) verbesserten die Konzentration, nicht aber Morphologie, progressive Beweglichkeit oder Schwangerschaftsrate [s134]. Ein Mehrkomponentenkomplex (90 Männer) unterschied sich gegenüber reiner Lebensstilberatung in progressiv beweglichen Spermien (p = 0,0037), nicht aber in Konzentration oder Gesamtzahl [s10]; ein Präparat bei Männern ab 45 Jahren mit metabolischem Syndrom (102 Männer) ging mit einem Anstieg der Konzentration von 10,5 ± 5,5 auf 21,5 ± 4,8 Millionen pro Milliliter einher, ohne Verblindung und bei gleichzeitiger Stoffwechselverbesserung als Störfaktor [s55]. Das sind keine Sportprodukte und erlauben keinen Rückschluss auf gesunde Sportler. Sie zeigen aber, wie stark die Ergebnisse je nach Studienqualität schwanken: vom Nullergebnis [s93] über gemischte Befunde [s134] bis zu deutlichen Verbesserungen in offenen oder unkontrollierten Designs.

Sportnahrungsstrang. In Fachzeitschriften der Lebensmittel- und Getränkeindustrie finden sich Texte, die Sportnahrung und Fruchtbarkeit nebeneinanderstellen, aber keine Messdaten enthalten. Die zweiteilige Übersicht „Энергетические напитки сегодня: за и против" (Energy Drinks heute: dafür und dagegen) in der Zeitschrift Pivo i napitki (Bier und Getränke) führt Inosit als Bestandteil von Sportnahrung an und schreibt, ein Mangel könne zu Unfruchtbarkeit führen [s160]; Teil II nennt Kreatin als Zutat einzelner Energy-Drinks (mit Ribose, mit der Aussage eines Synergieeffekts) und gibt die Ansicht von Andrologen wieder, eine höhere Carnitinkonzentration im Blut erhöhe die Bioenergie-Reserve der Spermien, ohne Studien mit Spermienparametern zu zitieren [s157]. Ein Entwicklungsartikel zur Nährstoffunterstützung von Sportlern („Нутриентная поддержка организма спортсменов в тренировочный, соревновательный и восстановительный периоды", Nährstoffunterstützung für Sportler in Trainings-, Wettkampf- und Erholungsphasen) behauptet ohne Studienangabe an dieser Stelle, L-Arginin „intensiviere die Spermatogenese" [s150]. Eine russische Übersetzung eines allgemeinen Überblicks zu Antioxidantien, Zink, Coenzym Q10 und Carnitin kommt ohne Sportnahrung aus [s153]. Diese Texte zeigen, wie Bestandteile von Sportnahrung im russischen Fachschrifttum über Behauptungen zur Physiologie mit Fruchtbarkeit verknüpft werden, nicht über eigene Daten.

Kohorten, Register, Leitlinien. Eine Kohorte aus Omsk (Kongressbeitrag im Rahmen von Voprosy Pitaniya, 2018) erfasste die Ernährung von 35 Männern mit idiopathischer Unfruchtbarkeit; ein Eiweißüberschuss lag bei 35,7 % der Männer vor, vor allem durch tierisches Eiweiß, und Spermienparameter korrelierten unter anderem mit pflanzlichen Lebensmitteln und Ballaststoffen (Volumen: rs = +0,62 und +0,8). Ein Zusammenhang zwischen Eiweißüberschuss und Spermienparametern wird nicht berichtet; mehrere Prozentwerte sind Vielfache von 1/14, was auf sehr kleine Auswertungsgruppen hindeutet (ein Rückschluss des Berichts, im Text steht es nicht), und der identische Wert rs = 0,9 mit p = 0,037 bei mehreren Nährstoffen spricht für sehr wenige Beobachtungspaare [s133]. Der Originaltitel lautet „Оценка связи характера питания и показателей эякулята мужчин с идиопатическим бесплодием" (Bewertung des Zusammenhangs zwischen Ernährungsweise und Ejakulatparametern bei Männern mit idiopathischer Unfruchtbarkeit). Ein russisches Register oder eine Leitlinie zu Sportnahrung und Spermienqualität wurde nicht gefunden.

Erreichbarkeit der Datenbanken. CyberLeninka war über Such-Schnittstelle und Artikelseiten mit Volltext erreichbar (24 russische Anfragen, 341 verschiedene Treffer) und liefert Kongressmaterial und Volltexte, die in PubMed fehlen. eLIBRARY.ru, das wichtigste russische Verzeichnis, war nicht zugänglich (Weiterleitung, fehlende Rechte, Registrierung nötig). Russischsprachige Arbeiten, die nur dort stehen, konnten nicht geprüft werden.

Alle Kapitel und Anhänge (24)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Vorbemerkung zu Kapitel 02
  5. Studienlage: Metaanalysen und Übersichten
  6. Proteinpulver und Kreatin bis Muskelaufbaupräparate, Hodenkrebs und Wissen über Fruchtbarkeit
  7. Anabole Steroide im Kraftsportumfeld und Nahrungsprotein, Milch, Fleisch und Ernährungsmuster
  8. Körperliche Aktivität bis Einordnung der Beobachtungsstudien
  9. Kreatin und Whey- und Proteinpulver
  10. Energy-Drinks, zuckergesüßte Getränke, Koffein und Taurin bis Anabolika als Begleit- und Störfaktor (Nachbargebiet, keine Sportnahrung)
  11. Weitere Sportnahrung und Fertilitätspräparate (Kontext) bis Leitlinien im Einzelnen
  12. Mechanismen und biologische Plausibilität
  13. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  14. Englisch bis Russisch
  15. Arabisch und Türkisch
  16. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  17. Limitationen der Evidenz
  18. Offene Forschungsfragen
  19. Praktische Einordnung
  20. Glossar
  21. Quellenverzeichnis
  22. Diagramme
  23. Quellen
  24. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle