AMS (Aging Male Symptoms Scale): Fragebogen zur Erfassung von Beschwerden, die dem Testosteronmangel zugeschrieben werden [s48, s112].
Aromatasehemmer: Wirkstoffe, die die Umwandlung von Testosteron in Östradiol blockieren; im Scoping-Review als eine Option bei adipösen Männern genannt [s34].
Asthenozoospermie: verminderte Beweglichkeit der Spermien im Ejakulat [s106].
Blut-Hoden-Schranke: Barriere zwischen Blut und den Keimzellen im Hoden, gebildet vor allem von Sertoli-Zellen; bei jungen Ratten unter Liraglutid vorübergehend durchlässiger [s04].
cAMP/PKA: Signalweg in der Zelle (zyklisches Adenosinmonophosphat, Proteinkinase A), über den GLP-1-Rezeptoren in Tiermodellen wirken [s75, s17].
DPP-4-Hemmer: Gruppe von Antidiabetika (zum Beispiel Sitagliptin), häufig als Vergleichsgruppe verwendet [s32, s46].
Estradiol (Östradiol): wichtigstes Östrogen; sank in der Tirzepatid-Pilotstudie im Median um 60 Prozent [s54].
FAERS: Meldesystem der US-Arzneimittelbehörde für Nebenwirkungen; liefert Spontanmeldungen ohne Nenner und erlaubt keine Risikoschätzung [s20, s60].
Ferroptose: eisenabhängige Form des Zelltods; in einer Mausstudie als Schadensweg im diabetischen Hoden und Angriffspunkt von Semaglutid beschrieben [s77].
Flagellum: der Geißelfaden der Spermie, der für die Fortbewegung sorgt; in der Morphologie neben Kopf und Mittelstück beurteilt [s87].
FSH (follikelstimulierendes Hormon): Hypophysenhormon, das beim Mann die Spermienbildung unterstützt [s48].
Funktioneller Hypogonadismus: Testosteronmangel ohne strukturelle Schädigung von Hoden oder Hypophyse, oft durch Adipositas und Diabetes bedingt und potenziell reversibel [s36, s37]. Verwandt: MOSH (Male Obesity-associated Secondary Hypogonadism, männlicher adipositasassoziierter sekundärer Hypogonadismus) [s12].
GIP (glukoseabhängiges insulinotropes Polypeptid): weiteres Inkretinhormon, dessen Rezeptor Tirzepatid mit anspricht [s25].
GLP-1-Rezeptoragonist (GLP-1-RA): Wirkstoff, der den Rezeptor des Inkretinhormons GLP-1 aktiviert (zum Beispiel Semaglutid, Liraglutid, Dulaglutid, Exenatid); Tirzepatid ist ein dualer GIP/GLP-1-Agonist [s39].
GRADE: System zur Bewertung der Sicherheit von Evidenz; in der Metaanalyse von Mirghani durchgehend „sehr niedrig“ [s24].
hCG, Urofollitropin: Gonadotropinpräparate, in der Catania-Studie in Gruppe A verwendet [s88].
HbA1c: Langzeit-Blutzuckerwert [s48, s112].
Hämatokrit: Anteil der roten Blutkörperchen am Blutvolumen; unter Testosterontherapie erhöht [s36].
HOMA-IR: rechnerischer Index der Insulinresistenz [s88, s30].
I²: Maß für die Heterogenität in Metaanalysen; hohe Werte bedeuten, dass die Studien sich stark unterscheiden [s24].
IIEF (International Index of Erectile Function): Fragebogen zur Erektionsfunktion; IIEF-5 ist die Kurzform mit fünf Fragen, IIEF-15 die längere Fassung [s48, s88].
Interquartilbereich: Bereich zwischen dem 25. und 75. Perzentil, Streuungsmaß für Mediane; kein Konfidenzintervall [s48, s39].
Kisspeptin/GnRH-Achse: hormonelle Steuerkette im Gehirn, die die Hormonfreisetzung der Hypophyse anregt; in Rattenstudien als Wirkweg von Liraglutid und Semaglutid diskutiert [s87, s95].
Konfidenzintervall (KI): Bereich, in dem der wahre Wert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (hier 95 Prozent) liegt [s62].
Leydig-Zellen: Zellen im Hoden, die Testosteron bilden [s108].
LH (luteinisierendes Hormon): Hypophysenhormon, das die Testosteronbildung in den Leydig-Zellen anregt [s48].
Mendelsche Randomisierung: Verfahren, das genetische Varianten als natürliches Experiment nutzt, um Ursache-Wirkungs-Beziehungen abzuschätzen [s66].
Metaregression: Auswertung, die den Zusammenhang zwischen einem Studienmerkmal (hier Gewichtsverlust) und dem Effekt über mehrere Studien prüft [s62].
Morphologie (Spermien): äußere Form der Spermien; der Anteil normal geformter Spermien lag in der Semaglutid-Studie bei 2 und 4 Prozent [s48].
Motilität: Beweglichkeit der Spermien; progressive Motilität bezeichnet die Vorwärtsbewegung [s96, s72].
Nrf2/Keap1: Signalweg der Zelle gegen oxidativen Stress; in Tierstudien mit Tirzepatid untersucht [s01].
Oligozoospermie: niedrige Spermienkonzentration (in der S-LITE-Teilstudie unter 15 Mio./ml) [s96].
Organoid: im Labor aus Stammzellen gezüchtetes, gewebeähnliches Zellgebilde, hier mit Hodenmerkmalen [s52].
PDE5-Hemmer: Wirkstoffgruppe zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (zum Beispiel Tadalafil) [s88, s22].
Perzentil, WHO-Referenzwerte: Vergleichswerte für Samenparameter; die Teilnehmer der Semaglutid-Studie lagen überwiegend unter dem 5. Perzentil [s48].
PRISMA, PROSPERO, RoB 2, ROBINS-I, CINeMA, Newcastle-Ottawa-Skala: Berichtsstandard, Registrierungsplattform und Instrumente zur Verzerrungs- und Evidenzbewertung von Übersichten und Studien [s05, s36, s24, s47].
Regression zur Mitte: statistischer Effekt, bei dem extreme Ausgangswerte bei Wiederholung zum Durchschnitt zurückkehren, auch ohne Behandlung [s106, s104].
Risikoverhältnis (RR), Hazard Ratio (HR), Odds Ratio (OR), Reporting Odds Ratio (ROR): Verhältnismaße zum Vergleich von Häufigkeiten; Werte über 1 bedeuten höhere, unter 1 niedrigere Raten oder Chancen [s41, s32, s66, s20].
Sertoli-Zellen: Stützzellen im Hoden, die die Spermienbildung nähren und die Blut-Hoden-Schranke bilden [s69, s113].
SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin): Bindungsprotein im Blut; sein Anstieg kann den Anstieg des freien Testosterons dämpfen [s05].
SMD, MD: standardisierte beziehungsweise nicht standardisierte Mittelwertdifferenz [s62, s24].
Spermatogenese: Bildung der Spermien im Hoden; dauert nach einer Quelle etwa drei Monate [s70].
STZ (Streptozotocin): Substanz, die in Tieren Diabetes auslöst; Grundlage vieler Tiermodelle [s38, s87].
Target-Trial-Emulation: Auswertung von Beobachtungsdaten, die den Aufbau einer randomisierten Studie nachahmt [s32].
Testosteronersatztherapie (TRT): Gabe von Testosteron bei Mangel; unterdrückt LH und FSH und kann die Spermienbildung hemmen [s48, s36].
TriNetX: Datenbank elektronischer Krankenakten, Grundlage mehrerer Kohortenauswertungen [s41, s46].
Typ-2-Diabetes: Stoffwechselerkrankung mit erhöhtem Blutzucker, häufig mit Adipositas verbunden [s48].
Vorabdruck (Preprint): wissenschaftlicher Text ohne abgeschlossene Begutachtung [s25, s22].