Vorbemerkung zu Design und Verzerrung
Die Beobachtungsstudien zu GLP-1-RA bei Männern lassen sich in vier Gruppen ordnen: (1) Hormonkohorten, die Testosteron vor und unter Behandlung messen; (2) nicht randomisierte Vergleichsstudien mit Hormon- und Samenendpunkten, überwiegend aus einer einzigen Arbeitsgruppe; (3) Datenbankkohorten, Meldedatenauswertungen und eine genetische Näherungsstudie zur erektilen Dysfunktion; (4) Querschnittsstudien und Fallberichte. Fünf Verzerrungsquellen kehren in fast allen Arbeiten wieder und werden unten nicht jedes Mal wiederholt: Erstens ist der Gewichtsverlust eine Begleitwirkung, die für sich allein Testosteron und Samenparameter verändert; fast keine Studie kann Medikamenten- und Gewichtseffekt trennen. Zweitens führt die Auswahl nach auffälligen Ausgangswerten zur Regression zur Mitte: Wer wegen eines niedrigen Testosterons oder schlechten Spermiogramms eingeschlossen wird, hat bei der Nachmessung im Mittel höhere Werte, auch ohne Behandlung. Drittens besteht bei Datenbankkohorten Verzerrung durch die Behandlungswahl („Confounding by Indication“) und durch Entdeckung: Wer GLP-1-RA erhält, wird häufiger ärztlich gesehen. Viertens sind Endpunkte in Datenbanken Abrechnungs- und Verordnungscodes, nicht gemessene Funktion. Fünftens sind Männer, deren Testosteron überhaupt gemessen wurde, vorselektiert.
Hormonkohorten und Vergleichsstudien zu Testosteron
Shao und Kollegen 2018 (China): Exenatid plus Metformin gegen Glimepirid plus Metformin [s117]
Publikation. Shao N, Yu XY, Yu YM et al., Andrologia 2018; Harbin Medical University. Multizentrische, vergleichende Beobachtungsstudie über 12 Wochen. Abstract abgerufen; weitere Angaben zur Population aus der Studientabelle der Metaanalyse [s62].
Population und Intervention. 176 adipöse Männer mit Typ-2-Diabetes und unzureichender Blutzuckereinstellung: 90 unter Exenatid (10 µg zweimal täglich) plus Metformin (1 g täglich), Alter 43,0 ± 8,5 Jahre; 86 unter Glimepirid (4 mg) plus Metformin, Alter 44,0 ± 7,0 Jahre; mittlerer BMI 30,5 beziehungsweise 30,3 kg/m² (laut Tabelle in [s62]).
Ergebnisse. Das Gesamttestosteron stieg unter Exenatid um 121,72 ± 56,73 ng/dl, unter Glimepirid um 34,67 ± 16,30 ng/dl. Der Anstieg war in beiden Gruppen größer bei Männern mit mindestens 5 % Gewichtsverlust. Die Testosteronänderung hing eng mit der Änderung des Taillenumfangs zusammen (r = −0,443; p < 0,001). Die Beurteilung der Sexualfunktion besserte sich unter Exenatid stärker (p < 0,001). Schwere unerwünschte Ereignisse traten nicht auf.
Stärken. Mit 176 Männern die größte der hormonbezogenen Humanstudien zu einem klinisch eingesetzten GLP-1-RA, aktiver Vergleichsarm, Verzerrungsbewertung „gut“ (9 von 9 Punkten nach NOS bei Salvio und Kollegen [s62]).
Schwächen. Keine Randomisierung (Verzerrung durch die Behandlungswahl möglich); der Abstract nennt weder Ausgangswerte des Testosterons noch einen p-Wert oder ein Konfidenzintervall für den Gruppenunterschied, die Streuung ist als Standardabweichung angegeben; keine Samenendpunkte; Glimepirid kann das Gewicht erhöhen, was den Unterschied zugunsten von Exenatid vergrößern kann (Einschätzung der Autoren von [s62]); der Gewichtsverlust ist der stärkste genannte Begleitfaktor, sodass ein direkter Wirkstoffeffekt nicht abgegrenzt werden kann.
Einordnung. Die einzige Humanstudie aus dem ostasiatischen Sprachraum, die Testosteron und Sexualfunktion unter einem GLP-1-RA gemeinsam misst. Sie gehört zu den wenigen Studien mit Gewichts- und Taillenbezug und stützt den Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und Testosteronanstieg, nicht aber einen davon unabhängigen Effekt.
Graybill und Kollegen 2021 (USA): Exenatid, neutraler Effekt auf Testosteron [s104]
Publikation. Graybill S, Hatfield J, Kravchenko M et al., Andrology 2021. Prospektive Kohortenstudie; Abstract abgerufen, Studienmerkmale aus den Tabellen von [s62, s57].
Population. 51 Männer mit Typ-2-Diabetes, die eine GLP-1-RA-Behandlung begannen (laut Tabellen Exenatid mit verlängerter Wirkung, 2 mg wöchentlich; ein Teilnehmer wurde später auf Dulaglutid umgestellt); mittleres Alter 57,6 ± 8,8 Jahre, BMI 34,9 ± 5,3 kg/m², Nachbeobachtung sechs Monate [s57].
Ergebnisse. Nach sechs Monaten lag der Gewichtsverlust bei 2,27 kg (p = 0,00162) und der HbA1c bei −0,7 % (p = 0,000503); das Gesamttestosteron änderte sich in der Gesamtgruppe nicht signifikant (nach [s57] 334 ± 126 gegenüber 339 ± 133 ng/dl). In Untergruppen: Bei Ausgangs-Gesamttestosteron unter 320 ng/dl stieg es von 238,5 ± 56,5 auf 272,2 ± 82,3 ng/dl, bei höheren Werten sank es von 438 ± 98,2 auf 412 ± 141,2 ng/dl (Unterschied p = 0,0172); das freie Testosteron stieg bei niedrigem Ausgangswert von 55,2 ± 12,8 auf 57,2 ± 17,6 pg/ml und fiel bei höherem von 74,7 ± 16,3 auf 64,2 ± 17,7 pg/ml (p = 0,00807). Bei einer HbA1c-Verbesserung um mindestens 1 % stieg das Testosteron von 351,6 ± 123,9 auf 394,4 ± 136,5 ng/dl, bei geringerer Verbesserung fiel es von 331,8 ± 128,6 auf 316,1 ± 126,2 ng/dl (p = 0,0413).
Stärken. Prospektive Erhebung, Männer unter realen Behandlungsbedingungen, Hormonmessung vor und nach der Behandlung.
Schwächen. Kein Vergleichsarm. Die Untergruppenanalysen nach dem Ausgangswert sind für Regression zur Mitte anfällig: Männer mit niedrigem Ausgangswert steigen im Mittel, solche mit hohem fallen im Mittel, auch ohne Wirkung. Der Gewichtsverlust war gering, und Orra und Kollegen führen als mögliche Erklärung des neutralen Befunds an, Exenatid habe eine kürzere Wirkdauer und geringere Affinität als Liraglutid, obwohl in der Studie nach den Tabellen eine Depotform (2 mg wöchentlich) verwendet wurde [s57]. Keine Gonadotropine und keine Samenparameter im Abstract.
Einordnung. Der Titel („neutrale Wirkung auf das Gesamttestosteron“) trifft die Gesamtgruppe; die Untergruppenbefunde weisen auf Abhängigkeit vom Ausgangswert und von der Blutzuckerbesserung hin, sind aber explorativ. Die Studie ist neben der Placebo-Cross-over-Studie [s72] die zweite mit einem neutralen Ergebnis.
Giagulli und Kollegen 2015 (Italien): Liraglutid zusätzlich zu Testosteronersatz [s121]
Publikation. Giagulli VA, Carbone MD, Ramunni MI et al., Andrology 2015. Retrospektive Beobachtungsstudie; Abstract abgerufen.
Population und Intervention. 43 adipöse Männer mit Typ-2-Diabetes und manifestem Hypogonadismus, die wegen kürzlich aufgetretener ED vorgestellt wurden (Alter 45 bis 59 Jahre). Gruppe 1: 30 Männer mit nach der Pubertät erworbenem Hypogonadismus (25 „dysfunktional“, 5 erworbener hypogonadotroper Hypogonadismus), Gruppe 2: 13 Männer mit vorpubertärem Hypogonadismus (10 Klinefelter-Syndrom, 3 idiopathischer hypogonadotroper Hypogonadismus). Alle erhielten ein Jahr lang Testosteronundecanoat (1000 mg alle 12 Wochen) und Metformin (2000 bis 3000 mg täglich). Männer, die das glykämische Ziel verfehlten („schlechte Responder“, 16 in Gruppe 1, 10 in Gruppe 2), bekamen im zweiten Jahr zusätzlich Liraglutid (im Abstract als „1,2 µg/Tag“ angegeben, vermutlich 1,2 mg täglich; die Tabelle von [s62] nennt 1,2 mcg/Tag); gute Responder (14 und 3) blieben bei zwei Substanzen.
Ergebnisse. Nach dem ersten Jahr besserten sich ED (p < 0,01) und Stoffwechselparameter, ohne das glykämische Ziel zu erreichen; das Testosteron lag im Bereich junger Männer. Unter Liraglutid wurde das glykämische Ziel erreicht, das Körpergewicht sank (p < 0,01), SHBG (p < 0,05) und Testosteron (p < 0,01) stiegen weiter und der IIEF-Wert stieg. Bei den guten Respondern stiegen HbA1c (p < 0,05) und Gewicht (p < 0,04) im zweiten Jahr wieder an, ohne Verbesserung des IIEF.
Stärken. Langer Beobachtungszeitraum (zwei Jahre), Einbezug einer Gruppe mit angeborenem Hypogonadismus.
Schwächen. Die Zuteilung zu Liraglutid erfolgte nach dem Ansprechen auf Testosteron und Metformin, nicht zufällig; alle Männer standen unter Testosteronersatz, sodass das Testosteron nicht die Eigenproduktion widerspiegelt; vermischt sind Männer mit erworbenem und angeborenem Hypogonadismus (Klinefelter-Syndrom); keine Gonadotropine, kleine Gruppen; der Abstract enthält einen Einheitenfehler. In der Metaanalyse von Orra und Kollegen werden die Gruppen mit 30 und 13 Männern geführt, obwohl nur 16 und 10 Liraglutid erhielten [s57]; die Tabelle von Salvio und Kollegen gibt die behandelten Gruppen richtig mit 16 und 10 an [s62]. Bei Orra ist die Wirkung von Liraglutid dadurch verwässert.
Einordnung. Aus der Studie lässt sich weder auf die Wirkung auf die Eigenproduktion von Testosteron noch auf Fertilität schließen; unter Testosteronersatz ist die Samenbildung typischerweise unterdrückt, wie der Testosteronarm der Semaglutid-Studie zeigt (Konzentration −67 %) [s48]. Sie ist die früheste der gepoolten Studien und geht in alle vier quantitativen Metaanalysen ein [s62, s57, s24, s63].
Lisco und Kollegen 2024 (Italien): Lang wirksame GLP-1-RA bei Typ-2-Diabetes und ED [s73]
Publikation. Lisco G, Bartolomeo N, De Tullio A et al., Andrology 2024. Retrospektive Kohortenstudie; Abstract abgerufen (Studienmerkmale aus [s62]).
Population. 108 ambulante Männer mit Typ-2-Diabetes und ED (Alter im Median 60 Jahre; IIEF-5 zu Beginn 13 bis 19 Punkte), nach zwölf Monaten stabiler Behandlung: 63 unter GLP-1-RA (Liraglutid 1,2 mg täglich oder Dulaglutid 1,5 mg wöchentlich) zusätzlich zu Metformin, 45 unter Metformin allein. BMI 34 ± 1,7 gegenüber 33,7 ± 1,7 kg/m² [s62].
Ergebnisse. Unter GLP-1-RA plus Metformin sank der HbA1c von 8,3 ± 0,2 auf 7,0 ± 0,3 % (p < 0,0001), unter Metformin allein stieg er von 7,0 ± 0,5 auf 7,3 ± 0,4 % (p = 0,0007). Gegenüber Metformin allein: Gewicht −5,82 ± 0,69 kg, Taillenumfang −4,99 ± 0,6 cm, HbA1c −0,56 ± 0,13 %, Nüchternglukose −25,54 ± 3,09 mg/dl, Gesamttestosteron +41,41 ± 6,11 ng/dl, freies Testosteron +0,44 ± 0,09 ng/dl, IIEF-5 +2,26 ± 0,26 (jeweils p < 0,0001). Der IIEF-Zuwachs war stärker bei höherem Ausgangswert, bei Karotisstenose und bei Gewichtsverlust; wichtigster Bestimmungsfaktor des IIEF-Endwerts war die Behandlung mit GLP-1-RA plus Metformin (Koeffizient 2,74 ± 0,53; p < 0,0001).
Stärken. Kontrollgruppe, zwölf Monate, einheitliche Fragebogenerhebung, Verzerrungsbewertung „gut“ (7 von 9 Punkten nach NOS bei [s62]).
Schwächen. Retrospektiv; die Gruppen waren nicht gleich (Ausgangs-HbA1c 8,3 gegenüber 7,0 %), und GLP-1-RA werden bevorzugt bei Patienten mit hohem Risiko gegeben; keine Randomisierung, keine Verblindung; die Autoren betonen, dass Ursache und Wirkung nicht belegt sind. Der Abstand zwischen Gruppen in Gewicht und HbA1c erschwert die Trennung von Wirkstoff- und Stoffwechseleffekt; die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass die Verbesserung teilweise unabhängig von den erreichten Therapiezielen war.
Einordnung. Einer der Belege für einen höheren Erektionswert unter GLP-1-RA bei diabetischen Männern. Die Richtung (Verbesserung) steht im Gegensatz zu den Datenbankkohorten [s32, s41], die einen höheren Anteil neuer ED-Diagnosen finden; dort sind Endpunkt (Diagnosecode) und Population (neue Anwender ohne frühere ED) anders.
Portillo-Canales und Kollegen 2026 und Kongressabstract 2025: Inkretin-basierte Gewichtssenker und Testosteron [s29, s59]
Publikation. Portillo-Canales S, Iqbal I, Akande R et al., Endocrine Practice 2026 [s29]; Portillo Canales S, Iqbal I et al., Journal of the Endocrine Society 2025 (Kongressabstract) [s59]. Retrospektive Auswertung von Krankenakten; nur Abstracts abgerufen.
Population. Männer von 18 bis 89 Jahren, 2021 bis 2024; 215 mit Gesamttestosteron vor und unter Inkretintherapie, 61 mit gepaartem freiem Testosteron; Männer unter androgenbezogener Therapie ausgeschlossen. Mittleres Alter 55 ± 11 Jahre, BMI 36,3 ± 7,1 kg/m², 77 % mit Typ-2-Diabetes. Der Kongressabstract beschreibt 110 Männer mit Therapiedauer 1,6 ± 1,0 Jahren (Semaglutid, Dulaglutid, Tirzepatid). Ob sich beide Kollektive überlappen, geht aus den Abstracts nicht hervor.
Ergebnisse. Vollpublikation: Gewichtsverlust etwa 5 %, HbA1c −0,7 ± 1,6 % (p < 0,001). Gesamttestosteron 332 ± 134 auf 399 ± 152 ng/dl (p < 0,001); freies Testosteron 6,9 ± 3,0 auf 8,0 ± 4,2 ng/dl (p = 0,006); Gewichtsänderung korrelierte mit der Änderung von Gesamttestosteron (r = −0,28; p < 0,001) und freiem Testosteron (r = −0,26; p = 0,04); Anteil mit normalem Gesamttestosteron 67 % auf 86 % (p < 0,001). Kongressabstract: Gesamttestosteron 322 ± 111 auf 380 ± 130 ng/dl, freies Testosteron 7,0 ± 3,0 auf 8,2 ± 3,8 ng/dl, SHBG 36 ± 17 auf 38 ± 17 nmol/l (p = 0,23), normales Testosteron 53 % auf 77 %.
Stärken. Größte Hormonkohorte unter realen Bedingungen, freies Testosteron zusätzlich gemessen, Ausschluss androgenbezogener Therapien.
Schwächen. Retrospektiv und ohne Kontrollgruppe (Regression zur Mitte und Gewichtsverlust nicht von der Wirkung des Wirkstoffs trennbar); Männer mit gemessenem Testosteron sind vorselektiert; Mischung der Wirkstoffe; keine Gonadotropine berichtet; die Abstracts sind nicht in allen Zahlen deckungsgleich (zwei Kollektive). Die Schlussfolgerung der Autoren, die Ergebnisse stützten eine Rolle der Inkretine bei der Umkehr eines adipositasbedingten niedrigen Testosterons und könnten den Bedarf an Testosteronersatz verringern, ist eine Wertung, die über das Studiendesign hinausgeht.
Einordnung. Die Größenordnung des Testosteronanstiegs (etwa 58 bis 67 ng/dl bei etwa 5 % Gewichtsverlust beziehungsweise einer Therapiedauer von rund 1,6 Jahren) ist deutlich kleiner als in der Catania-Studie [s88] und liegt eher im Bereich der Kohorte von Lisco (+41 ng/dl gegenüber Kontrolle) [s73].
Nicht randomisierte Studien mit Hormon-, Samen- und Sexualfunktionsendpunkten
La Vignera und Kollegen 2023 (Italien): Liraglutid bei metabolischem Hypogonadismus [s88, s89]
Publikation. La Vignera S, Condorelli RA, Calogero AE, Cannarella R, Aversa A, Journal of Clinical Medicine 2023 [s88]; Vorläufer als Kongressabstract im Journal of the Endocrine Society 2023 [s89]. Prospektive, nicht randomisierte Studie, Universität Catania; Abstract und Volltext abgerufen.
Population. 110 aufeinanderfolgend aufgenommene Männer von 18 bis 35 Jahren (Mittel 26 ± 6) mit Adipositas (BMI 30 bis 39,99 kg/m²), Taillenumfang über 94 cm, schwerer ED (IIEF-5 unter 7, ohne Ansprechen auf PDE5-Hemmer in den letzten drei Monaten), Gesamttestosteron unter 12 nmol/l, niedrig-normalen Gonadotropinen, erniedrigtem SHBG und HOMA-Index über 2,5. Ausgeschlossen waren primäre Hodenerkrankung (Kryptorchismus, Tumor, Varikozele jeden Grades, frühere Orchitis oder Torsion), erhöhtes Prolaktin oder TSH, Hypothalamus-Hypophysen-Läsionen, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie, erhöhte Nüchternglukose und Diabetes. Alle folgten einer kohlenhydratarmen Kost (1400 bis 1800 kcal/Tag).
Intervention. Die Zuteilung richtete sich nach dem Kinderwunsch: Gruppe A (n = 35, aktiver Kinderwunsch) Urofollitropin 150 IE dreimal wöchentlich plus hCG 2000 IE zweimal wöchentlich; Gruppe B (n = 35, kein Kinderwunsch) Liraglutid, aufdosiert von 0,6 mg über 1,2, 1,8 und 2,4 mg bis 3,0 mg täglich ab der fünften Woche; Gruppe C (n = 40, bereits Vater) transdermales Testosterongel 2 % 60 mg täglich; jeweils vier Monate. Samenanalysen (WHO 2021) lagen nur für die Gruppen A und B vor.
Ergebnisse (Mittelwert ± Standardabweichung, ANOVA mit Tukey-Kramer-Test). Gruppe B: Gewicht 116 ± 10 auf 104 ± 6 kg (−10,3 %), BMI 36 ± 3 auf 30 ± 2 kg/m², Taillenumfang 108 ± 6 auf 99 ± 4 cm; Gesamttestosteron 1,4 ± 0,6 auf 4,1 ± 0,5 ng/ml (+192,9 %); SHBG 14,0 ± 3,0 auf 36,0 ± 4,0 nmol/l (+157,1 %). Nach der Behandlung lagen LH bei 1,0 (A), 3,2 (B) und 0,3 IU/l (C), FSH bei 0,9, 2,6 und 0,2 IU/l; der HOMA-Index bei 5,2, 3,1 und 4,8. Spermienbeweglichkeit in Gruppe B 14 ± 2 auf 34 ± 4 % (+142,9 %), in Gruppe A 12 ± 3 auf 19 ± 2 % (+58,3 %). Der Volltext nennt Konzentration und Morphologie nur als „signifikante Zunahme aller konventionellen Samenparameter“; die Werte (Konzentration 6 ± 2 auf 16 ± 4 Mio./ml, Morphologie 4 ± 2 auf 10 ± 2 %, jeweils p < 0,05) stehen im Kongressabstract [s89] und in der Auswertung von Peel und Kollegen [s28]. IIEF-5 in Gruppe B 4 ± 2 auf 21 ± 4; der Gebrauch von PDE5-Hemmern lag am Ende bei 31 % (B), 48 % (A) und 45 % (C).
Stärken. Die größte prospektive Studie mit Samenanalyse und klar definierter Population, mehrere Vergleichsgruppen, vollständige Hormonprofile, Ethikvotum.
Schwächen. (1) Keine Randomisierung; die Zuteilung nach Kinderwunsch trennt die Gruppen nach einem Merkmal, das mit der Fruchtbarkeit zusammenhängt (Gruppe C besteht aus Vätern), und vergleicht grundverschiedene Wirkstoffe; Gruppe A erhielt eine Behandlung mit anderem Ziel. (2) Keine Placebo- und keine Diätkontrolle; die Autoren nennen selbst die kleine Stichprobe, das Fehlen von Placebo und das Fehlen kontrollierter Bewegung. (3) Die Effektgrößen (fast Verdreifachung des Testosterons, IIEF-5 von 4 auf 21 in vier Monaten) sind sehr groß im Vergleich zu den randomisierten Studien [s48, s112]. (4) Die statistische Methode (einfaktorielle Varianzanalyse für Veränderungen innerhalb der Gruppen) ist für Vorher-Nachher-Daten nicht ideal. (5) Keine Angaben zu Schwangerschaften; Männer mit Diabetes waren ausgeschlossen, sodass die Ergebnisse nicht auf Männer mit Typ-2-Diabetes übertragbar sind. (6) Die Studie ist die Hauptquelle der Heterogenität in den Metaanalysen [s62, s57] und wurde dort sehr unterschiedlich bewertet (NOS 4 von 9, „schlecht“ [s62]; ROBINS-I „geringes Risiko“ [s57]). Die Arbeitsgruppe, die die Studie durchführte, hat auch die Kommentare [s102] und Übersichten [s18, s19] verfasst.
Einordnung. Die Studie berichtet als einzige der Gesamtstudie große Zuwächse von Konzentration und Morphologie unter Liraglutid. Sie lässt offen, ob der Zuwachs auf den Wirkstoff, den Gewichtsverlust (Mittel −10,3 %) oder die Kost zurückgeht; die randomisierte Studie mit Diät, Training und Liraglutid [s96] fand keinen zusätzlichen Effekt von Liraglutid über die Diät hinaus. Die Autoren nennen laufende placebokontrollierte Studien; veröffentlichte Ergebnisse dazu liegen der Gesamtstudie nicht vor.
La Vignera und Kollegen 2025 (Italien): Tirzepatid bei metabolischem Hypogonadismus [s54]
Publikation. La Vignera S, Cannarella R, Garofalo V et al., Reproductive Biology and Endocrinology 2025. Kontrollierte prospektive Pilotstudie; Abstract und Volltext abgerufen.
Population und Intervention. 83 adipöse Männer mit metabolischem Hypogonadismus (Alter 55,3 ± 5,5 Jahre, BMI 34,9 ± 3,5 kg/m²), ausgeschlossen bei kürzlicher Einnahme von Mitteln gegen Hochdruck, Fettstoffwechselstörung oder Diabetes, Antiandrogenen oder bei erhöhtem Prolaktin. Gruppe A (n = 28) Tirzepatid 2,5 mg wöchentlich im ersten Monat, danach 5 mg; Gruppe B (n = 30) keine Medikation; Gruppe C (n = 25) transdermales Testosteron. Alle: Kaloriendefizit von 20 % und täglich 20 Minuten zügiges Gehen; Auswertung nach zwei Monaten. Die Zuteilung war nicht zufällig.
Ausgangslage. Signifikant verschieden waren Taillenumfang (höher in B: 116 gegenüber 109 cm), Binge-Eating-Score (höher in A) und LH (A: 2,6; B: 2,2; C: 2,3 mIU/ml; p = 0,008); die Magermasse unterschied sich insgesamt (p = 0,032; Tabelle: niedrigster Wert in A, im Abstract als in A höher bezeichnet; im Post-hoc-Test kein signifikanter Paarunterschied). Gesamttestosteron zu Beginn im Median 186,5 (A), 192 (B), 186 ng/dl (C).
Ergebnisse (Mediane). Gesamttestosteron nach zwei Monaten: A 424 (384 bis 457) ng/dl, B 266 (235 bis 280), C 272 (254 bis 290); prozentuale Änderung +128,5 % (113,9 bis 160,7) in A gegenüber +44,3 % in B und +46,2 % in C (p < 0,00001). Körpergewicht −8,1 % (−9,9 bis −6,1) gegenüber −2,4 % und −3,0 % (p = 0,0007). LH stieg in A von 2,6 auf 4,5, FSH von 1,8 auf 3,2 mIU/ml; Östradiol sank von 33 auf 11 pg/ml (−60,0 %) in A, sank in B von 36,5 auf 33 pg/ml und stieg in C von 33 auf 40 pg/ml. In Gruppe C fielen LH (auf 1,8) und FSH (auf 1,2 mIU/ml) wie unter Testosteron erwartet. In A stiegen auch SHBG, freies und bioverfügbares Testosteron stärker als in B und C; der IIEF-5 stieg stärker als in B, nicht aber gegenüber C; die Magermasse nahm zu. Keine Behandlung musste wegen Nebenwirkungen abgebrochen werden.
Stärken. Mehrere gleichzeitige Vergleichsgruppen, Gewichts-, Hormon- und Körperzusammensetzungsdaten, einheitliche Diät- und Bewegungsvorgabe.
Schwächen. Keine Randomisierung, keine Verblindung, nur zwei Monate; Ausgangsunterschiede zwischen den Gruppen (Taillenumfang, Binge-Eating-Score, Magermasse, LH); keine Samenanalyse und damit keine Aussage zur Fertilität; auch die unbehandelte Gruppe zeigte erhebliche Hormonanstiege (+44 %) durch Diät und Bewegung. Auffällig ist, dass der Testosteronarm nur 272 ng/dl erreichte, weniger als der Tirzepatid-Arm. Der Volltext und der Kongressabstract zur Tirzepatid-Studie stellen den LH-Ausgangswert unterschiedlich dar.
Einordnung. Bisher die einzige Studie mit Kontrollgruppen zu Tirzepatid bei Männern mit Hormonendpunkten; eine kontrollierte Tirzepatid-Studie mit Samen- oder Fertilitätsendpunkt fehlt [s13]. Die Größe des Effekts nach zwei Monaten (nahezu Verdreifachung gegenüber +44 % unter Diät) übertrifft die Befunde der Kohorten und der randomisierten Studien deutlich und kann nicht ohne Bestätigung gewertet werden.
Bobkov, Rozhivanov und Vityazeva 2021 (Russland): Ejakulatparameter unter Liraglutid [s106]
Publikation. Бобков Д.Н. et al., „Показатели качества эякулята мужчин с астенозооспермией и астенотератозооспермией на фоне лечения ожирения лираглутидом“ (Parameter der Ejakulatqualität bei Männern mit Asthenozoospermie und Asthenoteratozoospermie unter Adipositastherapie mit Liraglutid), Ожирение и метаболизм 2021; Endokrinologisches Forschungszentrum Moskau. Volltext abgerufen.
Design und Population. Einzentrische, prospektive, einarmige, unkontrollierte Pilotstudie über sechs Monate (Juli 2020 bis März 2021), Ethikvotum, fortlaufende Aufnahme, keine Fallzahlplanung. 30 Männer von 23 bis 30 Jahren (Median 28), kinderlose Paare seit mindestens einem Jahr, alimentäre viszerale Adipositas (Taillenumfang ab 98 cm) und Asthenozoospermie oder Asthenoteratozoospermie; ausgeschlossen waren unter anderem BMI über 35 kg/m², Hodenvolumen unter 15 ml, Kryptorchismus, Varikozele, Diabetes, Hypogonadismus (Testosteron unter 12 nmol/l) sowie Oligo-, Kryptozoo- und Azoospermie.
Intervention und Messung. Rat zu Gewichtsabnahme (kalorienarme Ernährung, tägliche aerobe Bewegung) und Liraglutid einmal täglich, individuell dosiert, im Mittel 2,4 (2,4 bis 3,0) mg. Spermiogramm nach WHO 2010, zweimal analysiert, das beste Ergebnis gewertet; antioxidative Aktivität und reaktive Sauerstoffspezies (ROS) im Ejakulat. Wilcoxon-Test, Median und Interquartilbereich; wegen Mehrfachvergleichen Bonferroni-Korrektur, signifikant nur p < 0,005.
Ergebnisse (Median (Interquartilbereich), Ausgang gegen 6 Monate).
| Parameter | Ausgang | 6 Monate | p |
|---|---|---|---|
| BMI (kg/m²) | 31,8 (30,1 bis 33,4) | 28,1 (26,5 bis 29,7) | < 0,001 |
| Gewicht (kg) | 97 (92 bis 100) | 86 (80 bis 89) | < 0,001 |
| Spermienzahl (Mio. pro ml) | 55 (43 bis 65) | 57 (43 bis 69) | 0,007 |
| Lebende Spermien (%) | 92 (90 bis 95) | 95 (92 bis 98) | < 0,001 |
| Beweglichkeit A+B (%) | 25 (15 bis 36) | 35 (19 bis 52) | < 0,001 |
| Normalformen (%) | 5 (3 bis 6) | 6 (3 bis 8) | < 0,001 |
| Antioxidative Aktivität (mM-Äquivalente) | 1,2 (0,9 bis 1,4) | 2,8 (2,0 bis 3,1) | < 0,001 |
| ROS, natives Ejakulat | 6,7 (4,6 bis 9,0) | 4,7 (3,1 bis 6,9) | < 0,001 |
| ROS, gewaschene Spermien | 1,8 (1,3 bis 4,8) | 1,8 (1,5 bis 6,1) | 0,678 |
Der Gewichtsverlust betrug 11,7 %; unerwünschte Ereignisse traten nicht auf; Hormone wurden nicht berichtet.
Stärken. Prospektiv, klare Ausschlusskriterien (Diabetes, Hypogonadismus, andrologische Ursachen), WHO-Methodik, doppelte Spermiogramme, Mehrfachtest-Korrektur, offene Angabe des verfehlten Endpunkts.
Schwächen. Nach der eigenen Schwelle (p < 0,005) ist der Anstieg der Spermienzahl (p = 0,007) nicht signifikant, was die Autoren selbst schreiben. Die Normalformen stiegen im Median um einen Prozentpunkt (5 auf 6 %) bei weitgehend überlappenden Interquartilbereichen. Auswahl nach auffälligem Spermiogramm und „bestes von zwei Ergebnissen“ begünstigen Regression zur Mitte; Diät und Bewegung als Co-Intervention; individuelle Dosierung; keine Hormone, keine DNA-Fragmentation, keine Schwangerschaften; nur junge Männer ohne Diabetes bis BMI 35. Die Autoren schreiben selbst, große Arbeiten zu Liraglutid und Spermatogenese fehlten.
Einordnung. Die einzige interventionsähnliche Humanstudie zu GLP-1-RA und Ejakulat aus dem russischsprachigen Raum; sie generiert eine Hypothese. Bemerkenswert ist, dass die Spermienzahl, anders als in der Catania-Studie [s88], praktisch unverändert blieb (55 auf 57 Mio./ml), während Beweglichkeit und ROS-Parameter sich besserten.
Seminara und Kollegen 2026: Testosteronzusatz bei späten Ansprechern auf Tirzepatid [s30]
Publikation. Seminara G, Leuzzi M, Meduri L et al., Minerva Endocrinology 2026. Pilotstudie; Abstract abgerufen.
Design und Population. Zehn adipöse Männer (35 bis 44 Jahre, BMI 35,8 ± 2,1 kg/m²) mit funktionellem sekundärem Hypogonadismus, die nach mindestens drei Monaten Tirzepatid weniger als 5 % Gewicht verloren hatten („späte Ansprecher“). Zuteilung zu Tirzepatid allein (n = 5) oder Tirzepatid plus Testosteronundecanoat 1000 mg intramuskulär (n = 5); Kontrolle nach sechs Monaten mit Körperzusammensetzung (DXA), Hormon- und Stoffwechselprofil, IIEF-5 und Fragebogen zur körperlichen Aktivität.
Ergebnisse. Gruppe B hatte stärkere Gewichts- und Fettmassenabnahme (p < 0,05); die Magermasse erholte sich in B (66,1 ± 3,1 gegenüber 63,4 ± 3,0 kg in A; p < 0,01); HOMA-IR 2,9 ± 0,6 gegenüber 3,8 ± 0,7 (p < 0,01); IIEF-5 23,2 ± 2,1 gegenüber 18,0 ± 1,5 (p < 0,001); die körperliche Aktivität verdoppelte sich nahezu (p < 0,001).
Stärken/Schwächen. Mit fünf Männern je Gruppe, einer Zuteilung, die im Abstract nicht als randomisiert bezeichnet wird, und gleichzeitiger Gabe von Testosteron lassen sich die Wirkung von Testosteron und die von Tirzepatid nicht trennen; die Studie zeigt, was Testosteron bei Männern bewirkt, die auf Tirzepatid schlecht ansprachen, und sagt nichts über Tirzepatid selbst. Bei Testosterongabe ist mit unterdrückter Samenbildung zu rechnen (siehe den Testosteronarm der Semaglutid-Studie [s48]); Samenparameter wurden in dieser Studie nicht erhoben. Weitere Werte für Gruppe A nennt der Abstract nicht. Die Übersicht von La Vignera und Condorelli gibt diese Studie fälschlich als randomisiert mit 18 Männern wieder [s18]; Zafrani und Kollegen führen sie korrekt als Pilotstudie mit zehn Männern [s37].
Mendias und Awan 2026, Vorabdruck: Mehrkomponenten-Protokoll bei therapierefraktärer ED [s22]
Publikation. Mendias CL, Awan TM, Preprints.org 2026. Retrospektive Fallserie; nicht begutachtet; Abstract abgerufen.
Population. 71 hypogonadale Männer (38 normoglykämisch, 33 mit Typ-2-Diabetes) mit therapierefraktärer ED. Alle Männer erhielten ein Bündel aus Stoßwellen, Laser, Ultraschall, Training, Tadalafil, Testosteroncypionat und Beratung; die Männer mit Diabetes zusätzlich Tirzepatid 2,5 bis 7,5 mg wöchentlich.
Ergebnisse. Alle verbesserten sich auf einen Erektionshärte-Score von mindestens 3; 68 % (normoglykämisch) und 58 % (Diabetes) erreichten Stufe 4. Der HbA1c sank von 9,2 auf 6,2 %.
Beurteilung. Ohne Kontrollgruppe und mit sieben gleichzeitigen Maßnahmen ist kein Beitrag von Tirzepatid ableitbar; im Gegenteil erreichten die normoglykämischen Männer ohne Tirzepatid ähnliche Werte (68 gegenüber 58 %), was gegen einen entscheidenden Beitrag des Wirkstoffs zur Erektionshärte spricht (Beobachtung, kein Beleg). Nicht begutachtet; die Zahlen sind nicht prüfbar.
Guo und Kollegen 2026 (China): Semaglutid bei MOSH, DNA-Methylierung und miRNA [s12]
Publikation. Guo Y, Su J, Shen L et al., Scientific Reports 2026; Seventh Affiliated Hospital, Sun Yat-sen University, Shenzhen. Explorative Beobachtungsstudie am Menschen; Abstract abgerufen.
Design und Population. Männlicher adipositasassoziierter sekundärer Hypogonadismus (MOSH) bei schwer adipösen Männern; 13 Proben: Kontrollgruppe (n = 2), MOSH-Gruppe (n = 7) und Nachbeobachtungsgruppe unter Semaglutid (n = 4); die miRNA-Sequenzierung erfolgte an 2, 7 und 2 Proben. Auswertung mit limma und clusterProfiler, Regulations- und Protein-Interaktionsnetzwerk.
Ergebnisse. Sechs differenziell exprimierte miRNA (Zielgene vor allem in ATP-Bindung, Phosphorylierung, Zelladhäsion, Glykosphingolipid-Biosynthese); 80 differenziell methylierte Gene, die meisten auf dem X-Chromosom; hsa-miR-423-5p reguliert die meisten; im Netzwerk am stärksten vernetzt DPP6, DPP10, CACNA1C und CNTNAP2; veränderte CpG-Methylierung auf Chromosom 7 mit unklarer funktioneller Bedeutung.
Beurteilung. Der Abstract nennt keine Testosteronwerte, Samenparameter oder Sexualfunktionsendpunkte; die Titelaussage betrifft Gene des Glukose- und Fettstoffwechsels. Mit 2, 7 und 4 Personen sind keine belastbaren Gruppenvergleiche möglich; die Autoren bezeichnen die Ergebnisse selbst als explorativ und hypothesengenerierend. Für Fertilität oder Hormone ist die Studie nicht aussagekräftig; sie ist hier aufgeführt, weil sie zu den sehr wenigen Humandaten unter Semaglutid bei einem männlichen Hypogonadismus-Kollektiv gehört.