Die Frage dieses Kapitels lautet nicht, welche Berufsgruppe welchen Befund hat (das behandeln die Fachkapitel), sondern wo die Literatur zu den weiteren Berufsgruppen eigentlich entsteht, in welcher Sprache sie erscheint, welche eigenen Kohorten und Register es gibt, was Leitlinien dazu sagen und wie gut man die jeweilige Literatur überhaupt erreicht. Das ist keine Nebensache. Wer nur in englischsprachigen Datenbanken sucht, sieht ein verzerrtes Bild: Manche Räume erscheinen leer, obwohl sie nur anders publizieren, und in anderen steht ein einziger Befund so oft in der Literatur, dass er wie eine Bestätigung aussieht, obwohl es immer dieselbe Arbeitsgruppe oder derselbe Betrieb ist.
Reichweite und Grenzen. Ausgeschlossen sind laut Auftrag Feuerwehr, Piloten, Militär, Schweißer, Friseure, Maler und Lackierer sowie Landwirte; wo eine Studie diese Gruppen nur als Teilgruppe enthält, steht das jeweils dabei. Alle Zahlen stammen aus den abgerufenen Abstracts oder Online-Texten der Rechercheberichte; Volltexte wurden nur in wenigen Fällen gelesen (Leitlinien-Webseiten von AUA und EAU, einzelne chinesische Arbeiten, die in den Berichten ausdrücklich genannt sind, sowie russischsprachige Volltexte aus CyberLeninka). Was ein Abstract nicht nennt, etwa die Kontrolle von Störgrößen, ist daher nicht als Mangel der Studie zu lesen, sondern als Lücke in dem, was hier gesichtet werden konnte. Nirgends wird in diesem Kapitel eine Therapie- oder Verhaltensempfehlung ausgesprochen.
Verteilung nach Sprache. Von 130 Quellen des Teils A (Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch) sind 115 englischsprachig, 8 französisch, 2 deutsch, 1 spanisch, 2 polnisch, 1 bulgarisch und 1 chinesisch; Italienisch und Portugiesisch sind nicht vertreten. Gezählt ist die Veröffentlichungssprache, nicht die Herkunft der Autoren. Im Teil B (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch) stammen 63 Quellen aus den Zielländern, vier weitere sind Randfälle; im Teil C (Russisch, Arabisch, Türkisch) sind es 44 Quellen, davon 23 russischsprachig (16 Volltexte, 7 PubMed-Einträge), 16 aus der Türkei, 4 aus dem arabischen Raum und eine Übersicht aus russischer Autorenschaft mit internationaler Studienbasis. Als grobe Gegenprobe wurde am 05.10.2026 bei Europe PMC eine sehr weit gefasste Abfrage (Spermien- oder Samenbegriffe verbunden mit Berufs- oder Arbeitsbegriffen) nach Sprachfilter ausgezählt. Sie lieferte rund 26 600 Treffer für Englisch, 102 für Chinesisch, 32 für Deutsch, 26 für Spanisch, 20 für Russisch, 17 für Französisch, 5 für Japanisch, 3 für Italienisch, 2 für Portugiesisch, 2 für Koreanisch und keinen für Arabisch und Türkisch. Diese Zahlen sind ungeprüfte Rohtreffer einer breiten Abfrage, enthalten viel Unpassendes und sagen nichts über die tatsächliche Zahl einschlägiger Studien. Sie zeigen aber das Größenverhältnis, mit dem man rechnen muss: Die Literatur ist praktisch ein englischsprachiges Feld mit einzelnen Inseln.
Ein wiederkehrendes Muster. Quer durch alle Räume gilt, dass Studien an Beschäftigten selten groß, selten prospektiv und selten mit gemessener Exposition sind. Die großen Einzelstudien (eine prospektive Kohorte mit 3425 Männern [s09], 12 301 Samenspender [s53], 2555 Männer in einem indischen Vergleich von Weiß- und Blaukragen-Berufen [s03], 3025 Patienten in Ostmarokko [s21]) sind meist Klinik- oder Spenderpopulationen mit selbst berichteter Berufsangabe. Die Studien mit gemessener Exposition (Biomonitoring, Atemzonenmessung) haben dagegen oft nur wenige Dutzend Männer. Was die Sprachräume voneinander unterscheidet, ist daher weniger das Ergebnis als die Art, wie das Thema bearbeitet wird: als arbeitsmedizinische Betriebsstudie, als Kinderwunschklinik-Auswertung, als Übersicht ohne eigene Daten oder als Ereignis, das einmal Aufsehen erregte und seither zitiert wird.
Englisch
Rolle. Der englischsprachige Raum trägt praktisch die gesamte quantitative Evidenz. Alle Metaanalysen und dosisbezogenen Auswertungen der gesichteten Literatur sind englisch publiziert: zu beruflicher Lösungsmittelexposition (sieben Studien; standardisierte Mittelwertdifferenz für das Ejakulatvolumen -0.35, 95 %-KI -0.63 bis -0.07, und für die Spermienkonzentration -0.36, -0.64 bis -0.08) [s78], zu Blei (zehn Beobachtungsstudien; Semenvolumen -0.76 ml, Spermienkonzentration -0.63 × 10^6/ml, Vitalität -2.18 Prozentpunkte, Gesamtbeweglichkeit -1.31 Prozentpunkte, jeweils mit Konfidenzintervallen knapp unterhalb von null) [s39], zu Cadmium (gepoolter Korrelationskoeffizient mit Spermienparametern r = -0.122) [s38], zu Nachtschichtarbeit (acht Studien, davon drei für die Spermienzahl; gepoolte Differenz -18.38 × 10^6 mit einem Konfidenzintervall von -59.82 bis 23.07, also ohne statistisch gesicherten Unterschied) [s23] und zu Radiofrequenzstrahlung (neun Studien, nur zwei davon berufsbezogen; Sicherheit der Evidenz „very uncertain“) [s31]. Hinzu kommen systematische Übersichten zu Nickel [s33], zu physikalischen und chemischen Arbeitsplatzfaktoren (57 Artikel) [s43], zu psychosozialen Arbeitsfaktoren (Scoping Review, 18 Volltexte) [s12], zu Schichtarbeit und urogenitalen Erkrankungen [s74], zu körperlicher Aktivität (32 Manuskripte) [s67] und zu Mobiltelefonstrahlung (39 Studien aus Mensch und Tier) [s61].
Eigene Kohorten und Register. Die englischsprachige Literatur hat mehrere eigene, nach Ländern geordnete Datengrundlagen, die in anderen Räumen fehlen:
- USA. Die LIFE-Studie [s101] ist eine prospektive Kohorte von 501 Paaren nach Absetzen der Verhütung mit bis zu einem Jahr Nachbeobachtung; 473 Männer (94 %) gaben eine Samenprobe, 456 Männer lieferten vollständige Daten. Schwere körperliche Anstrengung bei der Arbeit war mit niedrigerer Konzentration und Gesamtzahl verbunden (13 % der Männer mit schwerer Anstrengung hatten eine Oligospermie gegenüber 6 % ohne), Schichtarbeit, Nachtarbeit, Vibration, Lärm, Hitze und langes Sitzen dagegen nicht. Die Study for Future Families [s50] untersuchte nachweislich fertile Männer und fand niedrigere Konzentration und Beweglichkeit in Installations-, Wartungs- und Reparaturberufen; ein Vorzug ist, dass die Männer wegen der Vaterschaft nicht auf Infertilität ausgewählt sind. Aus Kalifornien stammen 193 Männer der Child Health and Development Studies [s108]: Wahrgenommener Stress hing umgekehrt mit Konzentration und Morphologie zusammen, Jobstrain nicht. Eine verschachtelte Fall-Kontroll-Studie zu Magnetfeldern am Arbeitsplatz fand keine erhöhte Wahrscheinlichkeit hoher Exposition bei Männern mit Auffälligkeiten [s207]. Für Blei liegen Daten von 81 Bleihütten-Arbeitern aus einer Arbeitsgruppe der University of Washington (Seattle) vor, mit sinkender Gesamtzahl und Konzentration bei steigendem Blutblei [s197].
- Dänemark. Die dänischen Gruppen um Bonde und Hjollund (Aarhus) bilden eine eigene Linie: eine Pregnancy-Planner-Kohorte mit Messung der Skrotaltemperatur, in der Männer mit mehr als 75 % der Tageswerte über 35 °C eine mediane Konzentration von 33.4 × 10^6/ml hatten gegenüber 91.8 × 10^6/ml bei Männern mit weniger als der Hälfte der Werte darüber [s187]; die Beobachtung, dass sitzende Arbeit die Skrotaltemperatur erhöht, ohne die Spermienqualität erkennbar zu verändern [s173, s174]; eine prospektive Kohorte von 399 Paaren ohne Zusammenhang zwischen Jobstrain und Samenmerkmalen [s157]; eine Auswertung von 1747 Männern aus vier Fertilitätszentren mit Proben aus den Jahren 1981 bis 1983, in der sitzende Arbeit nicht mit abnormen Samenmerkmalen zusammenhing [s159]; und die multizentrische Bleistudie in drei Ländern mit 503 Männern, die eine um 49 % geminderte mediane Konzentration erst bei Blutblei über 50 µg/dl fand [s171].
- Singapur. Drei Arbeiten aus Singapur mit Berufsklassifikation (Fall-Kontroll-Studien mit je 218 Fällen und eine klinische Querschnittsstudie mit 614 Männern) nennen Technikberufe, Manager, Finanzanalysten und Lehrer als Gruppen mit erhöhtem Risiko, teils mit sehr weiten Intervallen (Lehrer OR 7.72, 95 %-KI 1.86 bis 32.10); die beiden Fall-Kontroll-Arbeiten stammen von denselben Autoren und überlappen wahrscheinlich [s185, s179, s208].
- Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Kanada. CHAPS-UK (2118 beschäftigte Männer aus 14 Kliniken) fand für hohe Glykolether-Exposition nach Adjustierung eine OR von 2.25 (1.08 bis 4.69) [s131]; eine niederländische Fall-Kontroll-Studie an 899 Männern fand einen Zusammenhang mit aromatischen Lösungsmitteln, unabhängig von der Methode der Expositionserfassung [s195]; in Norwegen war der Einfluss beruflicher Exposition bei infertilen Paaren nach Einschätzung der Autoren gering [s191]; eine Fall-Kontroll-Studie aus einer Arbeitsgruppe in Calgary (Kanada) zeigte, dass sich feine Veränderungen nur mit kontinuierlichen statt dichotomen Auswertungen erkennen ließen [s198]. Aus Island liegt ein kleiner Vergleich mit Organochlorverbindungen vor [s149], aus Großbritannien eine Auswertung nach Sozialklasse an 207 Männern [s162].
Leitlinien. Die AUA/ASRM-Leitlinie [s27, s28] empfiehlt in Statement 8 (Conditional Recommendation, Evidenzgrad C), dass Behandelnde Risikofaktoren einschließlich beruflicher Exposition besprechen dürfen und darauf hinweisen, dass die Datenlage für die Mehrzahl der Risikofaktoren begrenzt sei. Im Volltext heißt es ausdrücklich, für Hitzeexposition, Schlaf und Sport habe keine systematische Übersicht die Einschlusskriterien erfüllt; für Blei und Pestizide gilt die Evidenz als „conclusive for some heavy metals and pesticides“. Berufsgruppen im Sinne von Tätigkeiten (Fahrer, Büroarbeit, Schichtarbeit) werden nicht einzeln bewertet. Die Aktualisierung 2024 stützt sich auf 22 neue Studien und erwähnt im Abstract keine berufliche Exposition [s28]. Die EAU-Leitlinie führt im Online-Kapitel Umwelttoxine und Strahlung als Anamnesepunkte auf, formuliert als Evidenzaussage (LE 2a) nur Lebensstilfaktoren wie Adipositas, geringe Bewegung, Rauchen und hohen Alkoholkonsum und enthält nach der Durchsicht keine eigene Empfehlung zu Berufsgruppen [s216]; die Kurzfassung 2025 nennt im Abstract ebenfalls keine berufliche Exposition [s19]. Die erste australische evidenzbasierte Leitlinie rät, Männer über „potentially modifiable risk factors“ zu beraten, ohne im Abstract Berufe zu nennen [s18]. Ein Vergleich der WHO-Leitlinie 2025 mit AUA/ASRM, EAU, ESHRE und NICE hält fest, dass die WHO eine Public-Health-Perspektive mit Betonung der Prävention einnimmt, ESHRE und NICE dagegen paarzentriert mit begrenztem Fokus auf männerspezifische Wege vorgehen [s01]. Ein Cochrane-Review zu Berufsgruppen und Spermienqualität wurde nicht gefunden; die 465 Cochrane-Treffer zu Sperma und männlicher Subfertilität betrafen Antioxidantien und Varikozelenbehandlung.
Fachzeitschriften. Die Arbeiten erscheinen in arbeitsmedizinischen Blättern (Journal of Occupational and Environmental Medicine, American Journal of Industrial Medicine, Occupational and Environmental Medicine, Annals of Work Exposures and Health, Archives of Environmental & Occupational Health) und in reproduktionsmedizinischen und andrologischen Zeitschriften (Fertility and Sterility, Human Reproduction, Andrology, Journal of Andrology). Das erklärt, warum Arbeitsplatzstudien in der Andrologie leicht übersehen werden und umgekehrt.
Regionale Besonderheiten. Unter den englischsprachig publizierten Arbeiten sind viele aus Ländern, in denen Englisch nur die Publikationssprache ist: eine indische Auswertung mit 2555 Männern (Weißkragen 1383, Blaukragen 1172) [s03], indische Studien zu Textilarbeitern (60 teratozoosperme Männer mit Lösungsmittel- und Schwermetallexposition, 30 Kontrollen) [s06] und zu Blei in Batteriewerken [s150], eine Studie aus Sri Lanka mit 300 wegen Infertilität untersuchten Männern, von denen 54.6 % Giftstoffen aus Umwelt oder Beruf ausgesetzt waren [s105], eine Fall-Kontroll-Studie an Fahrradtaxi-Fahrern in Malawi [s102], eine ägyptische Fall-Kontroll-Studie mit 255 infertilen und 267 fertilen Männern [s120] und ein Scoping Review zu psychosozialen Arbeitsfaktoren von Autoren aus Ghana [s12].
Erreichbarkeit. Europe PMC (REST-Schnittstelle) und die NCBI-E-utilities waren erreichbar und lieferten Abstracts und Metadaten; die PubMed-Webseite war nach Vorgabe gesperrt und wurde nicht ausgewertet. Die Cochrane-Library-Seite lieferte dynamische Inhalte, sodass Cochrane-Reviews nur indirekt über Europe PMC gesucht werden konnten. Die AUA- und die EAU-Webseite waren im Volltext erreichbar.
Belastbarkeit. Auch in diesem Raum bleibt die Evidenz überwiegend beobachtend. Die Metaanalysen beruhen auf wenigen Studien (sieben bei Lösungsmitteln, drei für die Spermienzahl bei Nachtschicht), mischen Umwelt- und Berufsexposition (Blei, Cadmium) oder haben Konfidenzintervalle, die null berühren oder einschließen. Die Studien mit den klarsten Ergebnissen für schwere körperliche Arbeit [s101, s04] und für Hodentemperatur [s187, s173, s174] liefern zugleich das Gegenbeispiel: Sitzende Arbeit erhöht die Skrotaltemperatur, ohne dass sich die konventionellen Spermienparameter in denselben Studien verlässlich verschlechtern.
Deutsch
Eigene Literatur: dünn. Eine deutschsprachige Primärstudie zu Berufsgruppen und Spermienqualität wurde nicht gefunden. Was es gibt, sind zwei Übersichtsartikel aus der Urologie und eine Klinikauswertung, die zwar aus Deutschland stammt, aber auf Englisch erschienen ist.
Übersichten. Köhn und Schuppe haben 2016 in „Der Urologe“ den Aufsatz „[Environmental factors and male fertility]“ (Umweltfaktoren und männliche Fruchtbarkeit) veröffentlicht [s96], Schuppe und Köhn 2022 in „Urologie“ „[Impact of lifestyle and environmental factors on male reproductive health]“ (Einfluss von Lebensstil- und Umweltfaktoren auf die männliche Reproduktionsgesundheit) [s52]. Beide halten übereinstimmend fest, dass neben Medikamenten und Lebensstilfaktoren wie Alkohol und Tabakrauch „various environmental and occupational agents, both chemical and physical“ die männliche Fortpflanzung beeinträchtigen können, dass die Informationslage zu einzelnen Faktoren und ihren Wirkmechanismen beim Menschen begrenzt und die Übertragung aus Tier- und In-vitro-Versuchen schwierig sei und dass relevante Expositionen in der andrologischen Diagnostik sorgfältig erfasst werden sollten. Die jüngere Fassung unterscheidet Störungen auf hypothalamisch-hypophysärer, testikulärer und posttestikulärer Ebene [s52]. Zahlen und berufsgruppenspezifische Aussagen enthalten die Abstracts nicht. Die Texte sind damit eher ein Indiz dafür, dass das Thema in der deutschen Urologie als Teil der Umwelt- und Lebensstildiskussion geführt wird, als dass sie eine eigene Berufsliteratur wiedergäben.
Die Münsteraner Klinikauswertung. Die einzige größere Datengrundlage aus Deutschland ist die Analyse von Kenkel, Rolf und Nieschlag aus dem Institut für Reproduktionsmedizin der Universität Münster, „Occupational risks for male fertility: an analysis of patients attending a tertiary referral centre“ (Berufsrisiken für die männliche Fruchtbarkeit: eine Analyse von Patienten eines tertiären Zentrums) [s180]. Ausgewertet wurden retrospektiv 2054 infertile Männer, eingeteilt in 29 Berufsgruppen und verglichen mit der Gesamtbevölkerung des Einzugsgebiets. Berichtet wird, dass Landwirte überrepräsentiert waren, dass Landwirte und Maler und Lackierer häufiger verminderte Spermienzahlen hatten (OR 2.13 und 2.17; 95 %-KI 1.18 bis 3.88 und 1.02 bis 4.65) und dass Metallarbeiter und Schweißer häufiger eine verminderte Beweglichkeit zeigten (OR 5.99; 1.38 bis 26.00). Diese Berufsgruppen sind in der vorliegenden Studie anderweitig behandelt; hier interessiert die Datenart: Es ist ein Vergleich innerhalb einer Spezialsprechstunde, also eine Auswahl, in der bestimmte Berufe schon deshalb häufiger vertreten sein können, weil sie ein Zentrum häufiger aufsuchen. Für die hier betrachteten weiteren Berufe liefert die Auswertung nach den vorliegenden Angaben keine Ergebnisse.
Leitlinien. Eine AWMF-Leitlinie mit Aussagen zu Berufsgruppen und Spermienqualität konnte nicht abgerufen werden. Die AWMF-Leitliniensuche antwortete zwar mit HTTP 200, lieferte im abgerufenen Antworttext aber keine auswertbare Trefferliste. Das ist ausdrücklich keine Aussage, dass es keine einschlägige Leitlinie gibt, sondern eine Lücke der Recherche. Berufliche Reproduktionsgefahren erscheinen in Deutschland ohnehin in einer anderen Form, nämlich als Stoffbegründungen der Kommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (MAK-Begründungen). Unter den deutschen Europe-PMC-Treffern zu „Beruf“ und „Arbeit“ fanden sich überwiegend solche Begründungen zu Einzelstoffen (genannt wurden 2-Methoxyethanol, 2-Butoxyethanol, Xylol und Cadmium); sie betreffen Grenzwerte einzelner Stoffe und wurden nicht als Studien zu Berufsgruppen gewertet und nicht in die Quellenliste aufgenommen.
Erreichbarkeit. Europe PMC lieferte deutsch gefilterte Treffer mit Abstract; bei der groben Auszählung am 05.10.2026 ergab ein Sprachfilter für Deutsch 32 Rohtreffer, die nicht geprüft wurden. Die AWMF-Seite war erreichbar, aber ohne auswertbare Liste. Weitere deutschsprachige Datenbanken wurden nicht durchsucht.
Belastbarkeit. Für den deutschen Raum lässt sich daher nur sagen, dass er das Thema in Übersichten und Stoffbewertungen behandelt, aber in den abgerufenen Quellen keine eigene Kohorte, kein Register und keine Studie an Beschäftigten hat; die Klinikauswertung aus Münster ist die einzige Ausnahme. Warum das so ist, geben die Quellen nicht her. Die japanischen Erfahrungen (siehe dort) zeigen immerhin, wie schwierig es ist, Beschäftigte zur Abgabe einer Samenprobe zu gewinnen.
Französisch
Eigene Literatur: klein, aber mit erkennbarem Profil. Der französische Raum hat eine arbeitsmedizinisch geprägte Tradition, die sich um die Marseiller Gruppe um Perrin und Sari-Minodier gruppiert, ergänzt durch urologisch-reproduktionsmedizinische Leitlinien und durch Hochschulschriften, die nur über das Archiv HAL (DUMAS) greifbar sind.
Eigene Studien und Übersichten. Die Gruppe um Perrin hat mehrere Bausteine geliefert. Eine Übersicht in französischer Sprache zu Berufsfaktoren in Fall-Kontroll-Studien („[Association between sperm abnormalities and occupational environment among male consulting for couple infertility]“, Zusammenhang zwischen Spermienanomalien und beruflichem Umfeld bei Männern in der Kinderwunschabklärung) wählte 13 PubMed-Artikel mit 61 bis 2619 Teilnehmern aus. Signifikant mit veränderten Spermaparametern verbunden waren demnach die Berufe Arbeiter, Maler, Landwirte, Schweißer, Klempner und Techniker sowie die Expositionen Lösungsmittel, Schwermetalle, Hitze, Vibrationen und nichtionisierende Strahlung; zu Pestiziden fand keine der ausgewählten Studien einen Zusammenhang [s97]. Hinzu kommt ein Fragebogen zur Erfassung beruflicher Exposition in der klinischen Praxis an 402 Männern, in dem Schwermetalle (adjustierte OR 5.4; 95 %-KI 1.6 bis 18.1), Lösungsmittel (OR 2.5; 1.4 bis 4.4), Rauch und Dämpfe (OR 1.9; 1.1 bis 3.4) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (OR 1.9; 1.1 bis 3.5) mit Samenbeeinträchtigung zusammenhingen, Pestizide (OR 3.6; 0.8 bis 15.8) und Zement (OR 2.5; 0.95 bis 6.5) knapp nicht [s125]. Dieser Fragebogen erschien auf Englisch. Eine Pilotstudie prüfte ein vom Arbeitsmediziner geführtes Interview vor der Samenanalyse: Der mittlere Wissenswert über reproduktionstoxische Stoffe lag bei 9.6 ± 2.7 von 16 Punkten, am häufigsten unterschätzt wurde übermäßige Hitze (34.7 % richtige Antworten) [s91]. Das ist eine Akzeptanzstudie, keine Studie zur Spermienqualität. Aus derselben Gruppe stammen die Metaanalyse zu Lösungsmitteln [s78] und die systematische Übersicht zu nichtionisierender Strahlung mit 12 Studien [s20].
Zwei Beschäftigtenstudien mit Samenanalyse liegen aus dem französischen Umfeld vor. Die Studie an der Pariser Stadtverwaltung mit 109 Männern fand für frühere Glykolether-Exposition ein erhöhtes Risiko für Konzentration, schnelle progressive Beweglichkeit und normale Morphologie unter den WHO-Referenzwerten, während die aktuelle, niedrige Exposition nicht mit Samenqualität oder Hormonen zusammenhing [s138]. Eine französische Batteriefabrik lieferte eine Personenjahre-Analyse mit 229 Bleiexponierten und 125 Nichtexponierten, in der Bleiexposition auf keinem Niveau signifikant mit verminderter Fertilität verbunden war [s213].
Hochschulschriften über HAL. Zwei Masterarbeiten sind nur dort greifbar. Die Arbeit von Ianos zur Lösungsmittel-Metaanalyse [s77] nennt die Zusammensetzung (sieben Studien mit 272 exponierten und 247 nicht exponierten Arbeitern; Exposition gegenüber Glykolethern, Perchlorethylen, aromatischen Kohlenwasserstoffen, N,N-Dimethylformamid und Schwefelkohlenstoff) und berichtet, dass Morphologie, Beweglichkeit und Vitalität „également diminuées mais de façon non statistiquement significative“ seien. Diese Angabe fehlt im englischen Zeitschriftenabstract [s78] und zeigt, dass die Aussage auf Volumen und Konzentration beschränkt bleibt. Die zweite Arbeit [s29] wertete Daten des Artemis-Zentrums am Universitätsklinikum Bordeaux (2016 bis 2021) mit der Job-Expositions-Matrix PESTIPOP „toutes professions confondues“ aus; es zeigten sich nicht signifikante Abwärtstendenzen für Konzentration (OR 0.5) und Vitalität (OR 0.31). Fallzahl und Konfidenzintervalle stehen im Abstract nicht. Beide Arbeiten sind keine begutachteten Zeitschriftenartikel.
Übersichten in Französisch. Bendayan und Mitarbeiter nennen Tabak, Marihuana, Gewicht, Hitze, Ernährungszustand, elektromagnetische Wellen und Höhenlage als Umwelt- und Lebensstilfaktoren mit möglichem negativem Einfluss [s73]. Lamothe und Mitarbeiter beschreiben, dass die Spermienqualität sich seit 40 Jahren verschlechtere, dass mehr als 35 % der Ursachen männlicher Infertilität idiopathisch seien und dass Umwelteinflüsse vor allem über epigenetische und hormonelle Veränderungen wirkten; Berufsgruppen werden nicht genannt [s81]. Ein Dossier der Zeitschrift „Références en santé au travail“ aus dem Jahr 2002 behandelt endokrine Disruptoren bei beruflicher Exposition und erwähnt eine beschriebene Abnahme der Spermienqualität „dans certaines régions agricoles“ [s176].
Leitlinien. Die gemeinsame Empfehlung von AFU und SALF zur Abklärung der männlichen Infertilität fordert eine systematische Anamnese einschließlich „lifestyle habits“ und „treatments“, zwei Spermiogramme nach WHO-Vorgaben, wenn das erste auffällig ist, eine Skrotalsonographie, Hormonbestimmung mit mindestens Testosteron und FSH und einen Karyotyp bei einer Konzentration von höchstens 10 × 10^6/ml [s59]. Die CNGOF-Leitlinie 2022 zur Erstabklärung des infertilen Paares (28 Fragen im PICO-Format, erschienen 2024) hat unter ihren fünf Themenblöcken die „prevention of exposure to environmental factors“; die im Abstract genannten Empfehlungen betreffen aber Spermiogramm, Spermozytogramm, Spermakultur, Ernährung, Bewegung sowie Rauch- und Cannabisverzicht und Alkoholbegrenzung. Eine berufsbezogene Empfehlung steht im Abstract nicht [s32]. Berufliche Exposition erscheint in den französischen Leitlinien also höchstens am Rand.
Erreichbarkeit. HAL (api.hal.science) war erreichbar; einfache Suchbegriffe funktionierten, einzelne Abfragen mit Akzenten oder bestimmten Phrasen lieferten „Error. See help“. Cairn war im Rechercheprotokoll mit HTTP 403 vermerkt und damit nicht nutzbar. Die Literatur des Maghreb, die ebenfalls teils auf Französisch erscheint, wurde nicht gesondert durchsucht. Im Europe-PMC-Rohzähler lagen 17 Treffer für Französisch (ungeprüft).
Belastbarkeit. Die französischen Arbeiten sind überwiegend Übersichten, Fragebögen und Hochschulschriften; Primärstudien mit Samenanalyse an Beschäftigtengruppen sind selten (Pariser Stadtverwaltung, Batteriefabrik). Der eigentliche Beitrag liegt in der Methode, nämlich in der Frage, wie man berufliche Exposition in der Klinik strukturiert erfasst, nicht in großen Effektschätzungen.
Italienisch
Eigene Literatur: keine italienischsprachige Primärstudie. Primärstudien zu Berufsgruppen und Spermienqualität in italienischer Sprache wurden nicht gefunden. Ein italienischsprachiger Übersichtsartikel von 1982 („Male infertility and occupational exposure to chemical agents: a review“) ist in der Datenbank ohne Abstract verzeichnet und wurde deshalb nicht aufgenommen. Die Società Italiana di Andrologia hat eine erreichbare Startseite (HTTP 200 im Rechercheprotokoll), aber es konnte kein Leitlinien- oder Positionspapier zu Berufsgruppen abgerufen werden. Im Europe-PMC-Rohzähler lagen 3 Treffer für Italienisch (ungeprüft).
Italienische Gruppen schreiben auf Englisch. Dennoch ist Italien in der Literatur gut vertreten, nur nicht in der Landessprache. Die Gruppe um Giulioni (Ancona) veröffentlichte die Metaanalyse zu Blei (zehn Arbeiten) [s39], eine kritische Übersicht zur Exposition gegenüber physikalischen Agenzien (Strahlung beeinträchtige insgesamt die Spermien; Konzentrationsänderungen seien nach psychischem Stress und sitzender Arbeit beschrieben; das Evidenzniveau sei außer für körperliche Belastung „not adequate“) [s40] und ein Scoping Review zu Schwermetallen (1709 Studien identifiziert, 21 eingeschlossen) [s15]. Cofone und Mitarbeiter aus Rom legten eine systematische Übersicht zu Umwelt- und Berufsexposition mit 21 Artikeln vor, die in Urin und Blut gemessene Schadstoffe (Bisphenole, Phthalate, Pestizide, PCB, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle) mit einzelnen Veränderungen der Spermienqualität verband, ohne Berufsgruppen getrennt auszuweisen [s37]. Aus Mailand stammt eine retrospektive Querschnittsstudie an 96 Männern einer Fruchtbarkeitsabklärung, die bei Nachtarbeitern höheren oxidativen Stress fand (mediane d-ROMs-Werte 340 gegenüber 280 U.CARR, p = 0.01; Nachtarbeit als unabhängiger Prädiktor, OR 2.1) [s13]. Aus Catanzaro kommt die systematische Übersicht zu intensivem Training bei Berufs- und Nichtberufssportlern (vier Studien, 156 Teilnehmer; 16 Wochen intensives Radtraining senkten Volumen, Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie, Sicherheit der Evidenz „very low“) [s16].
Ältere eigene Studien. Aus Pisa stammen zwei Studien an Beschäftigten der Styrolverarbeitung: eine mit 46 Exponierten und 27 Kontrollen, die keine Unterschiede in den Standardparametern, aber einen deutlichen Unterschied im Comet-Assay fand (P < 0.001) [s175], und eine Spermien-FISH-Studie mit 18 Exponierten und 13 Kontrollen, die keinen signifikanten Unterschied in Aneuploidie und Diploidie zeigte und bei der Rauchen und Alter größeren Einfluss hatten als Styrol [s169]. Eine römische Vergleichsstudie an Taxifahrern interviewte 201 Fahrer und untersuchte bei 72 Speicheltestosteron und Samen; der Anteil normaler Spermienformen war mit 45.8 % gegenüber 64.0 % bei 50 Kontrollen signifikant niedriger und blieb in der multivariaten Analyse mit Alter, Rauchen und Alkohol bestehen, besonders bei längerer Berufsdauer [s202]. Zwei weitere Arbeiten aus den Jahren 1984 und 1987 betreffen eine Fall-Kontroll-Befragung (112 azoo- oder oligospermische Männer, 127 Kontrollen; kein Berufsfaktor war mit Azoo- oder Oligospermie verbunden) [s215] und den Vergleich von 18 Batteriearbeitern mit 18 Zementarbeitern (Spermienzahl median 45 gegenüber 73 × 10^6, p < .025) [s214]; die Abstracts nennen das Herkunftsland nicht, sodass sie hier nur der Vollständigkeit halber stehen.
Fachzeitschriften. Zwei italienische Zeitschriften sind in den Quellen vertreten, beide mit englischen Beiträgen: die „Annali di igiene“ (Cofone et al.) [s37] und das „Archivio italiano di urologia, andrologia“ (Giulioni et al.) [s40].
Belastbarkeit. Italien liefert Übersichten und Metaanalysen mit englischem Titel und einige kleine Beschäftigtenstudien; eine italienische Berufskohorte oder ein Register zur Spermienqualität kommt in den Quellen nicht vor.
Portugiesisch
Eigene Literatur: in den zugänglichen Quellen nicht auffindbar. Portugiesischsprachige Primärstudien wurden nicht gefunden, und das ist der klarste Fall einer Lücke der Recherche, nicht des Forschungsstandes. Die dafür zuständigen Verzeichnisse SciELO und LILACS/BVS waren im Rechercheprotokoll mit HTTP 403 vermerkt; bei einer erneuten Prüfung am 05.10.2026 antwortete die BVS-Suche (pesquisa.bvsalud.org) ebenfalls mit HTTP 403. Ohne diese Datenbanken ist keine Aussage darüber möglich, ob es brasilianische oder portugiesische Beschäftigtenstudien gibt. Im Europe-PMC-Rohzähler lagen zwei Treffer für Portugiesisch (ungeprüft).
Brasilianische Beiträge in englischer Sprache. Zwei Arbeiten mit brasilianischer Herkunft sind in den Quellen. Achermann, Pereira und Esteves (Campinas) verglichen die WHO-Infertilitätsleitlinie 2025 mit den Leitlinien von AUA/ASRM, EAU, ESHRE und NICE; berufliche Faktoren werden im Abstract nicht gesondert angesprochen [s01]. Zanin und Mitarbeiter (Rio Grande) untersuchten an Mäusen die berufliche Exposition gegenüber dem Narkosegas Isofluran (50 ppm, 5 Stunden täglich über 30 Tage): Spermienkinetik und Vitalität waren beeinträchtigt, mit oxidativem Stress, mitochondrialer Dysfunktion und Genomschäden, und die Effekte kehrten nach Ende der Exposition nicht sicher zurück [s35]. Das ist ein Tierversuch und für Beschäftigte in Operationssälen höchstens ein Hinweis auf Plausibilität; eine Humanstudie zu Narkosegasen wurde in den gesichteten Quellen nicht gefunden.
Leitlinien. Eine portugiesischsprachige Leitlinie mit Berufsbezug wurde nicht abgerufen.
Belastbarkeit. Für den portugiesischen Sprachraum ist die Aussage „keine Literatur“ nicht zulässig; zulässig ist nur „in den erreichbaren Quellen nichts gefunden“.
Spanisch
Eigene Literatur: eine kleine Studie aus Venezuela, dazu spanische Gruppen auf Englisch. Spanischsprachig gefunden wurde eine kleine Vergleichsstudie zu Beschäftigten mit Cholinesterasehemmern in Insektiziden („[Seminal profile in workers exposed to cholinesterase inhibitor insecticides]“, Samenprofil bei Beschäftigten mit Exposition gegenüber Cholinesterasehemmer-Insektiziden), erschienen 2003 in „Investigacion clinica“ aus dem Institut für Arbeitsmedizin und Industriehygiene der Universität Zulia in Maracaibo, Venezuela [s168]. Verglichen wurden 29 Männer, die vier Stunden täglich seit mindestens einem Jahr exponiert waren, mit 30 Nichtexponierten. Signifikante Unterschiede (p < 0.05) gab es bei Spermienzahl pro ml, Anteil schneller, beweglicher und unbeweglicher sowie lebender und toter Spermien; die Morphologie lag innerhalb der WHO-Grenzen, aber Anteile von Spermien mit großem Kopf und amorphe Formen unterschieden sich signifikant. Berufsbezeichnungen nennt das Abstract nicht; ob Landwirte darunter sind, ist unklar, weshalb die Studie hier aufgeführt wird.
Spanische Gruppen schreiben auf Englisch. Aus Reus (Universitat Rovira i Virgili) stammt eine Pilotstudie in einem petrochemischen Komplex: 176 Personen, davon 22 Arbeiter und 154 Kontrollen, mit Blutwerten von Arsen, Chrom, Blei, Zinn und Thallium. Die Expositionen waren niedrig, Arbeiter hatten niedrigere Blutwerte für Chrom, Zinn und Blei als Kontrollen, und die Autoren betonen, dass Lebensstil und andere Faktoren die Samenqualität beeinflussen können; im Abstract steht ein p-Wert über 0.05 in einem Satz, der einen Unterschied behauptet, ein erkennbarer Widerspruch [s22]. Aus Córdoba (Reina-Sofía-Universitätsklinikum) kommt eine Fall-Kontroll-Studie in einem solarthermischen Kraftwerk mit 32 exponierten und 29 nicht exponierten Männern: Nach einem Jahr Exposition gegenüber polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen änderten sich Spermienzahl, Beweglichkeit, Vitalität, Morphologie und DNA-Fragmentation nicht, aber seminale Leukozyteninfiltration, Superoxiddismutase-Aktivität und GSH/GSSG-Verhältnis waren ungünstiger [s30]. Aus Badajoz (Extremadura Centre for Human Assisted Reproduction) stammt eine Korrelationsstudie mit 40 Männern zur Ausscheidung von 5-Hydroxyindolessigsäure im Urin, bei der 20 Nachtschichtarbeiter eingeschlossen waren (zehn bewiesene Väter gegenüber zehn infertilen Männern); der Urinwert korrelierte negativ mit Konzentration, Vorwärtsbeweglichkeit, normaler Morphologie und Vitalität, aber eine Kontrolle ohne Schichtarbeit fehlte [s122]. Die baskische Gruppe an der Universität des Baskenlandes beteiligte sich mit einer systematischen Übersicht und Metaanalyse zu körperlicher Aktivität und Samenqualität (32 Manuskripte; überwiegend keine großen Effekte) [s67].
Datenbanken. Dialnet war erreichbar (HTTP 200, Trefferliste lesbar); ein einziger passender Titel („Calidad seminal y toxicidad de metales pesados y plaguicidas“) wurde gefunden, seine Zusammenfassung konnte aber nicht abgerufen werden, weshalb er nicht in der Quellenliste steht. SciELO und LILACS/BVS waren nicht abrufbar (HTTP 403). Im Europe-PMC-Rohzähler lagen 26 Treffer für Spanisch (ungeprüft). Spanische oder lateinamerikanische Leitlinien mit Berufsbezug wurden nicht abgerufen.
Belastbarkeit. Die spanischsprachige Literatur ist in den frei zugänglichen Verzeichnissen kaum auffindbar. Die Einzelstudie aus Venezuela ist klein (29 gegen 30), hat im Abstract keine Berufsangabe und ist damit nur ein Hinweis. Wie bei Portugiesisch gilt: Die Lücke ist eine Lücke des Zugangs.
Chinesisch
Rolle. Der chinesische Sprachraum ist nach dem englischen der größte in den Quellen: 35 der 63 Quellen aus China, Taiwan, Korea und Japan stammen aus China. Dazu gehören Festlandchina und Taiwan, die sich in Sprache, Zeitschriften und Methodik deutlich unterscheiden. Alle Angaben zu den älteren chinesischsprachigen Arbeiten beruhen auf den englischen PubMed-Abstracts; Originaltabellen und Methodenteile wurden nicht gesehen, weil CNKI und Wanfang nicht auswertbar erreichbar waren. Die Titel stehen in PubMed in englischer Übersetzung, die chinesischen Originaltitel wurden nicht abgerufen.
Zwei Generationen von Studien. Die Arbeiten der Jahre 1995 bis 2009 sind überwiegend chinesischsprachig und nur mit englischem Abstract auffindbar (Zeitschriften wie Zhonghua nan ke xue, Zhonghua yu fang yi xue za zhi und Acta Genetica Sinica). Sie untersuchen kleine Beschäftigtengruppen an benzol-, lösungsmittel-, pestizid- oder metallbelasteten Arbeitsplätzen. Die Arbeiten ab etwa 2015 sind überwiegend englischsprachig, größer und beschäftigen sich mit Lebensstil, sitzender Tätigkeit, Schichtarbeit und Stress.
Die neuen, großen Studien. Die größte ist die prospektive PREBIC-Kohorte mit 3425 Männern und 24 Monaten Nachbeobachtung: Rotierende Schichtarbeiter hatten gegenüber festen Tagarbeitern ein um 16 % niedrigeres Hazard für eine Schwangerschaft innerhalb eines Jahres (HR 0.84; 95 %-KI 0.70 bis 0.99), innerhalb von zwei Jahren verfehlte der Unterschied knapp die Signifikanz (HR 0.86; 0.74 bis 1.01), und Konzentration (-10.77 %), Gesamtzahl (-11.63 %) und Vitalität (-3.86 %) waren niedriger; zwischen festen Tag- und festen Schichtarbeitern gab es keinen Unterschied [s09]. Dazu passt eine kombinierte Studie aus Mensch und Maus mit 1346 Männern, in der Wechselschichtarbeiter ein höheres Risiko einer niedrigen Spermienzahl hatten (OR 1.26; 1.05 bis 1.52) [s62], sowie eine ökologische Studie mit überlappender Autorenschaft zu Wechselschicht und Fruchtbarkeitsrate in 35 europäischen Ländern [s58]. Eine zweite Linie sind Spenderstudien: 12 301 Samenspender in Zhejiang (Referenzgruppe Studierende), in denen Informationstechnik-Berufe eine OR von 1.27 (1.03 bis 1.57) für verminderte progressive Beweglichkeit und Finanz- und Versicherungsberufe Risiken für niedriges Volumen, niedrige Konzentration und niedrige Gesamtzahl (OR 1.43, 1.57 und 1.98) zeigten [s53]. Hinzu kommen 465 Männer in Guangzhou, bei denen Computerzeit mit der Gesamtbeweglichkeit zusammenhing (OR 2.29; 1.11 bis 4.73), während Effektgrößen (Cohen d) überwiegend sehr klein waren und eine „schützende“ Wirkung der Nähe zu einer Chemiefabrik für Zufall oder Störgrößen spricht [s42], 826 auswertbare Teilnehmer einer Online-Befragung in Anhui, bei denen berufliche Hitze und Chemikalien nur in der univariaten Analyse eine Rolle spielten [s34], 384 Beschäftigte in Chongqing mit Arbeitsstress (OR 2.14 für niedrige Konzentration; 1.24 bis 3.68), der bei hoher sozialer Unterstützung keinen Zusammenhang zeigte [s71], und eine klinikbasierte Studie in Xinjiang mit 485 Männern, in der berufliche Hitzeexposition der stärkste Risikofaktor war (adjustierte OR 4.188; 1.527 bis 11.484), allerdings bei nur 25 exponierten Männern und deshalb mit sehr weitem Intervall [s05]. Eine ältere Urumqi-Studie fand bei Patienten einer Männerklinik niedrigere Werte bei Computerberufen, besonders bei mehr als zehn Stunden Nutzung täglich [s133].
Eigene Kohorten und Register. Ein Register im engeren Sinn gibt es in den Quellen nicht. Die PREBIC-Kohorte [s09] und die Spendergrundlage der Samenbank in Zhejiang [s53] kommen einem Register am nächsten; beide enthalten Berufsangaben nur als Selbstangabe. Auf der Ebene einzelner Betriebe gibt es dichte Datensätze: das benzolexponierte Kollektiv, in dem Chromosomenfehler per Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung gemessen wurden. Fünf Arbeiten aus Guangzhou, Zhongshan und Tianjin nennen teils dieselben zeitgewichteten Benzolkonzentrationen (42.29 und 86.49 mg/m³), sodass die Kollektive wahrscheinlich teilweise identisch oder aus demselben Betrieb sind; sie sind keine unabhängigen Replikationen [s188, s181, s167, s161, s117]. Die jüngste dieser Arbeiten, die „China Benzene and Sperm Study“ mit 30 benzolexponierten und 11 nicht exponierten Arbeitern, fand abgestufte, auf Biomarkern beruhende Zusammenhänge (adjustierte Inzidenzratenverhältnisse für alle strukturellen Aberrationen 1.42, 1.44 und 1.75 in niedriger, mäßiger und hoher Gruppe) [s117].
Weitere Studien aus China nach Exposition. Auffällig sind die Betriebsstudien: Formaldehyd in der Holzwerkstoffindustrie in Xi'an (124 Exponierte, 81 Kontrollen; ein quantitativer Expositionsindex, aber sehr schmale Konfidenzintervalle, deren Skala im Abstract nicht erklärt ist) [s49] und eine frühere Studie derselben Arbeitsgruppe (114 gegen 76; Odds Ratios für abnorme Beweglichkeit bis 4.84) [s104], Schwefelkohlenstoff in einer Chemiefaserfabrik (76 gegen 94 Männer, mit niedrigerer Vitalität und Beweglichkeit und veränderten Hormonen) [s93], eine Pilotstudie zu Bisphenol A (20 gegen 16 Arbeiter) [s129], Carbaryl (31 Exponierte, 46 interne und 22 externe Kontrollen) [s153] und Fenvalerat in chinesischer und englischer Fassung derselben Studie [s177, s144], Mangan im Urin (84 gegen 92) [s70] und Quecksilberdampf (38 gegen 18; Seminalplasma) [s206]. Bei Blei liegt die größte Datenlage zu Hormonen: 1573 bleiexponierte Arbeiter in Shanxi mit Testosteron und FSH, aber ohne Spermienparameter [s24]. Eine Fall-Kontroll-Studie in Changchun an 68 Paaren mit wiederholten Fehlgeburten fand schlechtere Spermienmerkmale und eine OR von 11.965 für das Zusammentreffen von beruflicher Exposition und ungesunden Gewohnheiten, ohne die Art der Exposition zu benennen [s114]. In derselben Linie stehen Berufsgruppenstudien zu Fahrern: Bei 78 unfruchtbaren Berufskraftfahrern aus Luoyang war die Quote abnormer Samenbefunde höher als bei Nichtfahrern, besonders bei mehr als acht Jahren Fahrpraxis, aber die Quoten nennt das Abstract nicht [s170].
Taiwan. Alle taiwanischen Studien sind englischsprachig und stammen aus wenigen Arbeitsgruppen. Themen sind Kokerei und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in vier Arbeiten derselben Gruppe mit teils überlappenden Kollektiven (52 Kokereiarbeiter gegen 35 Verwaltungsangestellte; Mischungsanalysen mit 38 gegen 24) [s95, s79, s46, s41], Blei in Batteriewerken (80 Arbeiter; bei Blutblei ab 25 µg/dl Veränderungen der DNA-Denaturierbarkeit) [s127] und eine Vorstudie mit fünf Exponierten und acht Kontrollen [s200], DEHP in PVC-Werken (45 Arbeiter, personenbezogene Luftmessung) [s118], Dimethylformamid in der Kunstlederherstellung (12 gegen 8) [s154] und ein Fallbericht zu Lösungsmitteln [s178]. Die taiwanischen Studien messen die Exposition häufiger personenbezogen als die Festlandstudien und adjustieren für Rauchen und Kaffee, haben dafür aber meist nur 12 bis 106 Teilnehmer.
Leitlinien. Eine chinesische Leitlinie mit Grenzwerten für Spermienparameter bei Berufsgruppen wurde nicht abgerufen. In der Studie zur zirkadianen Desynchronisation dient ein chinesischer Referenzwert (niedrige Spermienzahl unter 120 × 10^6 pro Ejakulat nach den Kriterien des chinesischen Gesundheitsministeriums) als Maßstab [s62].
Fachzeitschriften. Zhonghua nan ke xue (National Journal of Andrology), Zhonghua yu fang yi xue za zhi, Zhonghua lao dong wei sheng zhi ye bing za zhi (Chinese Journal of Industrial Hygiene and Occupational Diseases) und Acta Genetica Sinica prägen die ältere Literatur; die neuere erscheint in internationalen Titeln (Andrology, Scientific Reports, BMJ Open, JAMA Network Open). Die Formaldehyd-Studie in JAMA Network Open [s49] ist ein Beispiel dafür, dass eine chinesische Berufsstudie inzwischen in einer allgemeinen medizinischen Zeitschrift erscheint.
Erreichbarkeit. Europe PMC (mit PubMed, PMC und den Chinese Biological Abstracts) war die Hauptquelle. CNKI (kns.cnki.net) lieferte im Rechercheprotokoll keinen Verbindungsaufbau, Wanfang antwortete mit HTTP 200, aber nur mit dem Gerüst einer Skriptanwendung ohne Ergebnisdaten. Es ist daher wahrscheinlich, dass in CNKI und Wanfang weitere chinesischsprachige Arbeiten (Dissertationen, nicht PubMed-indizierte Zeitschriften) existieren, die nicht geprüft werden konnten. Im Europe-PMC-Rohzähler lagen 102 Treffer mit Sprachfilter Chinesisch (ungeprüft); das ist der höchste Wert nach Englisch.
Belastbarkeit und Überschneidungen. Mehrere Befunde sind keine unabhängigen Belege: die Benzol-FISH-Arbeiten, die Kokerei-Arbeiten, die Carbaryl- und Fenvalerat-Studien (gemeinsame Kontrollen; die chinesische und die englische Fassung sind eine Studie) und die zwei Formaldehyd-Studien derselben Gruppe. Die Richtung der Befunde ist überwiegend einheitlich ungünstig; zugleich ist die Wahrscheinlichkeit einer Publikationsverzerrung hoch, weil Studien mit Befund häufiger publiziert und indexiert werden als solche ohne.
Japanisch
Eigene Literatur: methodisch zurückhaltend, überwiegend Übersichten und Methodenarbeiten. Japanische Primärstudien am Menschen zum Thema sind selten und klein. Kamijima stellte 2005 fest, dass in Japan bisher nur sehr wenige Samenindex-Studien an Arbeitsplätzen durchgeführt wurden, und beschrieb die Gründe: Einwilligung von Arbeitgeber und Beschäftigten, Teilnahmesteigerung, Störgrößen wie Karenzzeit und Krankengeschichte, Standardisierung und Vorsicht bei der Mitteilung niedriger Samenqualität an eine exponierte Gruppe [s147].
Das Teilnahmeproblem. Wie berechtigt diese Vorsicht ist, zeigen Nakazono und Kollegen 2026 [s07]: Die Elternstudie lud von November 2024 bis Januar 2025 rund 2000 männliche Beschäftigte aus drei Firmen ein; nur 6 schlossen das Protokoll ab. In der anonymen Nachbefragung (April und Mai 2025, etwa 900 Eingeladene einer Firma, 108 ausgewertet) kannten 74 von 108 (68.5 %; 95 %-KI 59.3 bis 76.5) die Studie nicht. Gründe der 34 informierten Nichtteilnehmer waren wahrgenommene Irrelevanz (9 von 34), Widerstand gegen die Samengewinnung (9 von 34), Verlegenheit oder Zurückhaltung (8 von 34) und Aufwand (7 von 34); im zweiten Teil nannten 52 von 83 die Sorge vor ungünstigen Ergebnissen, 48 von 83 die Sorge um Ort oder Privatsphäre, und 36 von 83 (43.4 %) wären unter vereinfachten Bedingungen zur Samenanalyse bereit. Die Autoren deuten die niedrige Beteiligung vor allem als begrenzte Reichweite der Rekrutierung; Aussagen über Ursachen sind ausdrücklich nicht möglich. Die Nachfolge-Studie N-SEED (Protokoll) soll den DNA-Fragmentationsindex mit Umwelt- und Lebensstilfaktoren verbinden: 124 Personen wurden vom 18. Januar bis 21. Februar 2026 rekrutiert, erste Analysen werden bis März 2028 erwartet; Berufsgruppen sind nicht der Fokus [s08].
Eigene Primärstudien. Eine Erhebung bei 18 männlichen Insektizid-Sprühern in Zentraljapan (von 54 Beschäftigten; 18 Kontrollen, Messung im Sommer und im folgenden Winter) fand vergleichbare Spermienzahl und Vitalität, aber in der Sommeruntersuchung doppelt so hohe Anteile langsam progressiver und nichtprogressiver Spermien; die Autoren schließen auf eine mit der Sprühtätigkeit verbundene niedrigere Samenqualität, auch wenn Unterschiede zwischen den Gruppen inhärent sein könnten [s158]. Diese Gruppe liegt im Grenzbereich der hier ausgenommenen landwirtschaftlichen Berufe. Eine zweite Erhebung betraf 25 Beschäftigte (elf Männer) einer 2-Brompropan-Fabrik mit niedriger Exposition; Spermienindizes standen nicht im Zusammenhang mit der zeitgewichteten Exposition, unterhalb von 10 ppm wurden keine schweren Störungen gefunden [s190]. Eine einzige japanische Studie betrifft einen Strahlenberuf, zielt aber nicht auf Spermien: Bei 209 Wirbelsäulenchirurgen mit 436 Kindern war das Risikoverhältnis für ein weibliches Kind bei hoher Strahlenbelastung nach Art der Bleischürze 1.35 (1.04 bis 1.73); das Geschlechterverhältnis ist ein indirekter und von den Autoren selbst als umstritten bezeichneter Marker [s17]. Dieselbe Frage wurde in der Türkei an Ärzten mit ähnlichem Aufbau untersucht (siehe dort).
Übersichten, Methodik und Recht. Ichihara fasste 2005 den koreanischen Fall von 1995 und die japanischen Tierversuche zu 2-Brompropan in japanischer und englischer Sprache zusammen [s145, s146]. Takahashi und Mitarbeiter halten fest, dass epidemiologische Befunde zu beruflichen Expositionen und männlicher Reproduktion durch Schwierigkeiten bei der Bestimmung exponierter Gruppen und der Expositionsbeurteilung begrenzt bleiben [s160]. Kamijima beschrieb 2018 in japanischer Sprache, dass Japan den Schutz Schwangerer vor Reproduktionsgefahren am Arbeitsplatz verstärkt hat, männliche Beschäftigte über die Risikobewertung nach dem Arbeitssicherheits- und Gesundheitsgesetz geschützt werden könnten und aus Sicherheitsdatenblättern oft nicht erkennbar sei, ob keine Reproduktionstoxizität vorliegt oder nur Daten fehlen; Grenzwerte für Spermienparameter nennt die Arbeit nicht [s80]. Otani und Miura (2016, japanischsprachig, nur J-STAGE-Metadaten) erinnern an Schwermetalle, die Dibromchlorpropan-Ausbrüche der 1960er und 1970er Jahre und den Fall von 1995 und beschreiben die Entwicklung einfacher Spermientoxizitätstests, weil konventionelle Methoden (Zahl, Beweglichkeit, Kopfmorphologie) teuer oder nicht einfach seien [s100]. Als Tierversuch mit Arbeitsplatzbezug dient die Wistar-Ratten-Studie zu Organophosphat-Pestiziden (verminderte Beweglichkeit, mehr gebrochene Spermien) [s128].
Leitlinien. Eine japanische Leitlinie mit Grenzwerten für Spermienparameter bei Berufsgruppen wurde nicht abgerufen. Ein Beitrag des Komitees der Japanischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin zu reproduktionstoxischen Stoffen (2015) wurde über J-STAGE gefunden, hat dort aber kein Abstract und wurde deshalb nicht ausgewertet.
Erreichbarkeit. J-STAGE war über seine Such-Schnittstelle (Atom-XML) erreichbar, lieferte aber Treffer ohne Abstracts; Abstracts mussten von der Artikelseite geholt werden, und viele Treffer waren Tagungsbeiträge ohne Relevanz. CiNii war über die OpenSearch-Schnittstelle erreichbar; fünf japanische Suchen ergaben nur wenige Treffer (drei für „精子 職業“), eine Abfrage über eine andere Adresse lieferte nur HTTP 202 ohne Inhalt. Im Europe-PMC-Rohzähler lagen fünf Treffer für Japanisch (ungeprüft). Hochschulschriften, die nicht über J-STAGE oder CiNii erschlossen sind, konnten nicht geprüft werden.
Belastbarkeit. Japan liefert für das Thema vor allem methodische Einsicht, nämlich dass die Beschäftigtenstudie mit Samenanalyse an Betriebsbedingungen und Teilnahmebereitschaft scheitern kann, und weniger Befunde. Eine japanische Studie zu einer der hier betrachteten Berufsgruppen mit Spermienparametern fehlt.