Weitere Berufe: Feuerwehr, Piloten, Militär, Schweißer · Kapitel 10 von 22 · Studienlage: Klinische Studien, Leitlinien und Tierversuche › Humanstudien einzeln, nach Tätigkeit und Exposition

Fahrer und Verkehrsberufe bis Strahlung, elektromagnetische Felder, Luftschadstoffe

Die Einzelstudien sind nach der Art der Belastung geordnet. Zahlen stehen so, wie sie in den abgerufenen Abstracts oder Texten stehen; offensichtliche Unstimmigkeiten sind benannt.

Fahrer und Verkehrsberufe

Acht kleine bis mittelgroße Studien aus den Jahren 1993 bis 2022. Als mögliche Wirkpfade werden Ganzkörpervibration, langes Sitzen mit erhöhter Hodentemperatur, psychischer Stress, Schlafqualität, Abgase und Schwermetalle diskutiert; keine Studie trennt sie.

  • Taxifahrer in Rom [s202], Vergleichsstudie: 201 Fahrer wurden zu Arbeits- und Fortpflanzungsanamnese befragt, bei 72 wurden Speicheltestosteron, Spermienkonzentration, -morphologie und -beweglichkeit erhoben, verglichen mit 50 gesunden Kontrollen ähnlichen Alters und Rauchverhaltens. Der Anteil normaler Spermienformen war bei Fahrern signifikant niedriger (45,8 % gegenüber 64,0 %), besonders bei längerer Berufsdauer; die übrigen Parameter unterschieden sich nicht. Das Ergebnis blieb nach Kontrolle von Alter, Rauchen und Alkohol bestehen. Schwächen: Biomarker nur bei 72 von 201 Fahrern, kleine Kontrollgruppe; die Autoren verlangen selbst eine Bestätigung.
  • Berufskraftfahrer in Bulgarien [s212]: 80 Fahrer, 159 Männer aus Berufen ohne bekannte Berufsschäden. Anteil mit gestörter „inseminativer Fähigkeit“ 66,25 % gegenüber 35,85 % (P < 0,001); Pyospermie 28,75 % gegenüber 16,98 % (P < 0,05). Das Abstract nennt weder Adjustierung noch Definitionen.
  • Vibrationsbelastete Arbeiter [s204] (Berufskraftfahrer, Bergleute, Lokführer u. a.): erhöhte Prävalenz von Oligospermie und Azoospermie, vermindertes Volumen und verminderter Anteil beweglicher Spermien, mehr Fehlbildungen; keine Zahlen und Fallzahlen im Abstract.
  • Taxifahrer in Teheran, Ganzkörpervibration [s55]: 70 Taxifahrer, 70 Büroangestellte, beide aus Kinderwunschkliniken. Gemessene 8-Stunden-Vibrationsexposition (TWA, ISO 2631-1) 0,697 ± 0,13 m/s² gegenüber 0,068 ± 0,09 m/s² (P < 0,05); signifikant verschieden waren Gesamtzahl, progressive, nicht progressive und Gesamtbeweglichkeit (P < 0,05). Im Abstract steht für die Varianzanalyse, die Vibration habe negative Wirkung auf Konzentration, progressive Beweglichkeit und normale Morphologie, jeweils mit „(P > 0,05)“, was der behaupteten Wirkung widerspricht. Die Autoren betonen selbst, dass psychischer Stress, Schlafqualität, Schwermetalle und Sitzhaltung eine endgültige Aussage verhindern.
  • Fahrradtaxi-Fahrer in Malawi [s102], Fall-Kontroll-Studie: Volumen 1,66 ± 0,18 mL gegenüber 3,64 ± 0,17 mL (p = 0,0001); Konzentration 28,31 ± 4,33 gegenüber 54,95 ± 5,93 × 10^6/mL (p = 0,02); progressive Beweglichkeit 22,57 ± 3,35 % gegenüber 59,69 ± 4,82 % (p = 0,004); Morphologie 6,98 ± 3,23 % gegenüber 19,73 ± 2,32 % (p = 0,006). Die Gesamtbeweglichkeit ist im Abstract in beiden Gruppen mit identischen Werten (56,98 % ± 8,22 %) angegeben, offenbar ein Schreibfehler; der Wert ist nicht verwertbar. Teilnehmerzahl und Störgrößenkontrolle fehlen im Abstract; Verkehrs-, Sitz- und Hitzebelastung sind nicht von der körperlichen Anstrengung des Radfahrens zu trennen.
  • Berufskraftfahrer in Luoyang (China) [s170]: 1223 Männer mit Unfruchtbarkeit (78 Fahrer, 1145 Nichtfahrer) und 100 Normalmänner. Die Quote abnormer Samenbefunde war bei unfruchtbaren Fahrern höher als bei Nichtfahrern (p < 0,05) und Normalmännern (p < 0,01) sowie bei mehr als acht Jahren Fahrpraxis höher als bei weniger als acht Jahren (p < 0,05); die Quoten selbst nennt das Abstract nicht.
  • Mautstellenpersonal in Düzce (Türkei) [s132]: 38 Mautstellenbeschäftigte gegen 35 Büroangestellte; Varikozele und chronische Krankheiten ausgeschlossen, Rauchen nicht verschieden. Verminderte Beweglichkeit bei 8, niedrige Spermienzahl bei 7, beides bei einem Mann; Kontrollen: leichter Beweglichkeitsdefekt bei zwei, niedrige Zahl bei einem. Unterschiede bei abnormaler Zahl (p = 0,002) und Beweglichkeit (p = 0,003); normale Morphologie in der Mautgruppe niedriger (p = 0,001). Die Autoren vermuten Dieselabgase; die Exposition wurde nicht gemessen.
  • Soldaten, Kraftfahrer und Allgemeinbevölkerung (Polen) [s199]: 473 Spermiogramme 1995 bis 1997; keine Unterschiede, Mittelwerte über den WHO-Grenzwerten. Laborregister ohne Angaben zu Expositionsdauer und Auswahl.

Sieben der acht Studien berichten Nachteile bei mindestens einem Parameter; die polnische Registerauswertung [s199] nicht, und die Angaben zur Vibration in [s55] sind im Abstract widersprüchlich. Die Effekte betreffen je nach Studie Morphologie, Beweglichkeit, Konzentration oder Volumen und sind nicht konsistent.

Schicht-, Nacht- und Wechselschichtarbeit

  • PREBIC-Kohorte, 24 Monate [s09]: prospektive Kohorte mit 3425 Männern. Wechselschichtarbeiter hatten nach Adjustierung ein um 16 % niedrigeres Hazard für eine Schwangerschaft innerhalb eines Jahres (HR 0,84; 95-%-KI 0,70 bis 0,99; p = 0,04) und um 14 % innerhalb von zwei Jahren (HR 0,86; 0,74 bis 1,01; p = 0,06) als feste Tagarbeiter. Konzentration β = -10,77 % (-18,89 bis -2,55 %; p = 0,01), Gesamtzahl β = -11,63 % (-21,25 bis -2,02 %; p = 0,02), Vitalität β = -3,86 % (-7,00 bis -0,72 %; p = 0,02). Kein Unterschied zwischen festen Tag- und festen Schichtarbeitern. Die Konzentration erklärte 33,46 % beziehungsweise 31,12 % des Gesamteffekts (ein und zwei Jahre), die Vitalität 30,79 % beziehungsweise 23,59 %. Stärken: prospektiv, große Kohorte, Trennung von rotierender und fester Schicht. Schwächen: Zwei-Jahres-Ergebnis verfehlt knapp die Signifikanz, Arbeitsform per Selbstangabe, Paare mit Kinderwunsch.
  • Zirkadiane Desynchronisation, Mensch und Maus [s62]: Querschnitt an 1346 chinesischen Männern, Kohorte von 796 Studierenden, Mausmodell. Wechselschichtarbeiter hatten ein höheres Risiko einer niedrigen Spermienzahl (< 120 × 10^6 pro Ejakulat) als Nicht-Schichtarbeiter (OR 1,26; 95-%-KI 1,05 bis 1,52). Bei Studierenden war jede Stunde „sozialer Jetlag“ mit 1,16-fachen Chancen (1,02 bis 1,31) für eine niedrige Spermienzahl verbunden; die Spermienzahl stieg 2014 bei Männern, die die Desynchronisation verringert hatten.
  • Wechselschicht und Gesamtfruchtbarkeitsrate in 35 europäischen Ländern [s58], ökologische Studie (European Working Conditions Survey 2000 bis 2015; 54734 Männer, 52457 Frauen): Die durchschnittliche Wechselschicht-Prävalenz sank von 15,6 % (2000) auf 9,8 % (2010) und stieg bis 2015 auf 11,1 %; die Fertilitätsrate stieg von 1,45 auf 1,60 und fiel auf 1,56. Ein Anstieg der Wechselschicht um 10 % ging mit einem Rückgang der Rate um 0,114 einher (95-%-KI -0,167 bis -0,061); für Dauerschicht (β = -0,011; p = 0,801) und geteilte Schichten (β = 0,357; p = 0,189) kein Zusammenhang. Keine Spermiendaten, ökologischer Fehlschluss möglich; nur indirekte Evidenz.
  • Nacht- und Tagschicht, oxidativer Stress [s13]: 96 Männer eines Fruchtbarkeitszentrums; höherer oxidativer Stress bei Nachtarbeitern (mediane d-ROMs-Werte 340 gegenüber 280 U.CARR, p = 0,01; Anteil über der Schwelle 74,4 % gegenüber 24,4 %, p = 0,01); Nachtarbeit als unabhängiger Prädiktor (OR 2,1; p = 0,001). Kleine, selektierte Klinikpopulation; Spermienunterschiede zwischen den Schichtgruppen werden im Abstract nicht beziffert.
  • Schichtarbeit und Schlafqualität [s57] (Kinderwunschambulanz in Kahramanmaraş, 104 Schichtarbeiter, 116 Nicht-Schichtarbeiter): häufiger Oligozoospermie, schlechtere Schlafqualität und weniger normale Morphologie (p = 0,006; 0,039; 0,036). Adjustiert für Alter, Gesamttestosteron, DASS-21-Stress, Rauchen und Varikozele: Schichtarbeit OR 2,11 (1,03 bis 4,34), hoher PSQI-Wert OR 1,18 (1,01 bis 1,39) für Oligozoospermie. Die unteren Intervallgrenzen liegen dicht an 1.
  • Urinäre 5-Hydroxyindolessigsäure [s122]: 40 Männer, davon 20 Nachtschichtarbeiter (10 bewiesene Väter, 10 infertile). Der Urinwert korrelierte negativ mit Konzentration, Vorwärtsbeweglichkeit, Morphologie und Vitalität; bei Nachtschichtarbeitern lagen die Werte der Väter niedriger. Kontrolle ohne Schichtarbeit fehlt.
  • Gegenbefund: Die LIFE-Kohorte [s101] fand keine Assoziation von Schicht- oder Nachtarbeit mit der Samenqualität, und die Metaanalyse [s23] hat ein nicht signifikantes Pool-Ergebnis. Am ehesten konsistent ist die Evidenz für Wechselschicht, nicht für Festschicht.

Sitzende Tätigkeit, Hitze und Hodentemperatur

  • Sitzende Arbeit und DNA-Integrität [s66]: Männer mit mindestens 50 % der Arbeitszeit im Sitzen (≥ 17,5 h pro Woche, n = 152) gegenüber n = 102. Keine Unterschiede in Standardparametern; Spermien-DNA-Fragmentation (Halosperm) im Median 21,00 % gegenüber 16,50 %; niedrige Fragmentation (0 bis 15 %) seltener (27,63 % gegenüber 45,10 %), hohe (> 30 %) häufiger (30,92 % gegenüber 16,67 %). Klinikpopulation, Adjustierung im Abstract nicht beschrieben.
  • Dänische Fertilitätszentren [s159]: 1747 Männer (Proben 1981 bis 1983); Anteil sitzender Arbeit aus der Berufsbezeichnung zugeordnet. Spermienkonzentration 30,6 Millionen/mL im Quintil mit dem niedrigsten sitzenden Arbeitsanteil gegenüber 40,5 Millionen/mL im höchsten, nicht signifikant. Kein Hinweis auf sitzende Arbeit als Risikofaktor. Expositionszuordnung auf Berufsebene; Proben aus einer anderen Arbeitswelt.
  • Skrotaltemperatur und Samenqualität [s173, s187, s174]: Bei 99 gesunden Männern sank die Spermienkonzentration um 40 % pro 1 °C Anstieg der medianen Tagestemperatur (95-%-KI 8 bis 71 %), ähnlich Gesamtzahl, FSH und Inhibin B; Beweglichkeit, Morphologie, pH und Testosteron nicht signifikant; zwischen sitzender Position und Samenqualität nur „weak and inconsistent associations“ [s173]. In einer Kohorte von 60 Männern (Paare mit erster Schwangerschaftsplanung) lag die mediane Tagestemperatur bei 33,3 °C, nachts bei 34,8 °C, in Phasen sitzender Arbeit im Mittel 0,7 °C höher (SE 0,2 °C); die mediane Konzentration bei Männern mit mehr als 75 % der Tageswerte über 35 °C betrug 33,4 × 10^6/mL gegenüber 91,8 × 10^6/mL bei Männern mit weniger als der Hälfte der Werte über 35 °C (Differenz 58,4; 95-%-KI 25,9 bis 77,8) [s187]. Bei 101 Männern korrelierte die Temperatur stark mit sitzender Arbeitsposition mit Dosis-Wirkungs-Beziehung (6 h sitzend: 34,7 °C, Median); die Variation der sitzenden Arbeit erklärte 31,5 % der Variation der Mediantemperatur über 24 Stunden, sitzende Freizeitposition nicht [s174]. Die Temperatur ist ein Zwischenparameter; die direkte Verbindung sitzende Arbeit und Konzentration ist in diesen Studien schwach oder fehlt.
  • Hitzearbeit in der Stahlindustrie (Iran) [s76]: 30 hitzeexponierte, 14 nicht exponierte Arbeiter. Zeitgewichtete Mittelwerte von WBGT und PHS 35,76 °C beziehungsweise 491,56 W/m² über den Grenzwerten; Gruppenunterschiede bei Umwelt-, physiologischen und Spermienparametern (außer pH) signifikant (p < 0,05); WBGT und PHS korrelierten laut Abstract „negativ“ mit Skrotal- und Oraltemperatur, was physiologisch unplausibel wirkt (vermutlich ungenaue Wiedergabe, Volltext prüfen), und mit den meisten Spermienparametern (p < 0,05); die Mittelwerte lagen noch im normozoospermen Bereich.
  • Berufliche Hitzeexposition und Fertilitätsstress (Xinjiang) [s05]: 485 Männer (256 normale, 229 niedrige Samenqualität nach WHO, 6. Auflage; niedrig definiert als Konzentration unter 16 × 10^6/ml oder progressive Beweglichkeit unter 30 %). Hitzeexposition in der Gruppe mit niedriger Qualität häufiger (8,73 % gegenüber 1,95 %; p = 0,002; 20 von 25 Exponierten gehörten zur Gruppe mit niedriger Qualität); adjustierte OR 4,188 (95-%-KI 1,527 bis 11,484; p = 0,005). Höhere Bildung schützend (OR 0,624; 0,415 bis 0,937); Fertilitätsstress als Trend (OR 1,005 pro Punkt; p = 0,068). Lärm (12,99 % insgesamt; p = 0,456) und Gefahrstoffe (10,10 %; p = 0,476) unterschieden die Gruppen nicht. Das Intervall ist sehr weit, weil nur 25 Männer exponiert waren; Art der Hitzeexposition nicht beschrieben.
  • Hodenhyperthermie bei Berufs- oder Varikozele-bedingter Hitze [s163]: 122 infertile Männer, 25 fertile Kontrollen; 20 azoosperme und 14 oligozoosperme Männer hatten hohe testikulo-epididymale Temperaturen „either due to occupational exposure to high temperature or varicocele“; alle 14 oligozoospermen hatten einen sehr hohen Anteil abnormer Formen und eingeschränkte Beweglichkeit. Beruf und Varikozele nicht getrennt; die Nennung von Färbern, Köchen und Hochofenarbeitern ist eine Hintergrundannahme der Autoren.
  • Fragebogen, 336 Männer mit Konzentration ≥ 15 Mio/ml [s109]: Lärm mit verminderter Beweglichkeit (p = 0,005) und erhöhtem DNA-Schaden (p = 0,02), PVC mit verminderter Konzentration (p = 0,02) und Beweglichkeit (p = 0,03), hohe Temperaturen (p = 0,03) und Sitzen > 6 Stunden (p = 0,001) mit dem DNA-Fragmentationsindex. Nach Korrektur für multiples Testen blieben nur Lärm (Beweglichkeit) und Sitzen ≥ 6 Stunden (DFI) bestehen.
  • Organochlorverbindungen, sitzende Berufe [s149]: 25 Männer mit schlechter Samenqualität, 20 normal und idiopathisch subfertil, 27 normal bei weiblicher Subfertilität; Organochlorspiegel unterschieden sich nicht, Männer mit schlechter Samenqualität waren dreimal so häufig adipös, „the prevalence of sedentary work was lowest among men with the best semen quality“.

Zusammenschau: Hodentemperatur und Spermienkonzentration hängen in Studien mit direkter Messung zusammen. Ob lange sitzende Berufstätigkeit die konventionellen Parameter verschlechtert, ist widersprüchlich (kein Zusammenhang in [s159, s173]); für den DNA-Fragmentationsindex zeigen zwei Studien eine Verschlechterung [s66, s109].

Körperliche Arbeitsbelastung

  • LIFE-Studie [s101]: prospektive Kohorte von 501 Paaren nach Absetzen der Verhütung; 456 Männer mit vollständigen Daten (mittleres Alter 31,8 Jahre). Schwere körperliche Anstrengung bei der Arbeit war konsistent mit niedrigerer Konzentration und Gesamtzahl assoziiert; 13 % der Männer mit schwerer Anstrengung hatten eine Oligospermie gegenüber 6 % ohne Anstrengung. Schichtarbeit, Nachtarbeit, Vibration, Lärm, Hitze und langes Sitzen waren nicht mit der Samenqualität assoziiert. Hoher Blutdruck war mit niedrigeren Morphologiewerten verbunden (17 % gegenüber 21 %).
  • Körperliche Arbeitsbelastung bei 280 Männern [s04]: Schwitzen bei der Arbeit negativ mit Konzentration, Morphologie und Beweglichkeit (Spearman r = -0,14 bis -0,18, p < 0,05); körperliche Müdigkeit bei der Arbeit mit Gesamtzahl, Konzentration, Morphologie und Beweglichkeit (r = -0,15 bis -0,26); in der Regression sagte Müdigkeit niedrigere Konzentration (β = -0,17) und Morphologie (β = -0,29) unabhängig voraus (p < 0,01). Sehr kleine Korrelationen; 280 von 593 Männern ausgewählt.
  • Weißkragen- und Blaukragen-Beschäftigte [s03]: 2555 Männer (1383 Weißkragen, 1172 Blaukragen). Rauchen, Alkohol, Hitze und chemische Exposition waren bei Blaukragen häufiger, Stress und sitzender Lebensstil bei Weißkragen; progressive Beweglichkeit und Morphologie hatten hohe Trennschärfe für hohen Stress bei Weißkragen (AUC 0,924 und 0,878). Ein direkter Vergleich der Spermienqualität zwischen den Gruppen wird im Abstract nicht beziffert, die hohen AUC-Werte sollten im Volltext geprüft werden.
  • Berufsklassen in einer Moskauer Klinik [s99]: 54 „gesunde“ Männer; Konzentration bei Leitern 64, bei Mechanikern, Ingenieuren und Bauleitern 61, bei Bauarbeitern und Fahrern 48, bei Büro-, Bank-, Lehr- und Managementberufen 46, bei Ladern 23 und bei Arbeitslosen 15 Mio./ml; ohne Gruppengrößen, Streuung und Statistik.

Psychosozialer Arbeitsstress und Bildschirmarbeit

  • 384 chinesische Arbeiter [s71]: Hoher Arbeitsstress ging mit höherem Risiko einher, unter die WHO-Schwellen zu fallen (Konzentration OR 2,14; 1,24 bis 3,68; p = 0,006; Gesamtzahl OR 1,95; 1,13 bis 3,36; p = 0,02); bei hoher sozialer Unterstützung kein Zusammenhang (p = 0,80 und 0,39); Interaktion p = 0,002 und 0,02. Querschnitt, reverse Kausalität nicht ausschließbar.
  • Kalifornien, 193 Männer [s108]: wahrgenommener Stress invers mit Konzentration (b = -0,09), Beweglichkeit (b = -0,39; Intervall schließt null ein) und Morphologie (b = -0,14; -0,25 bis -0,04); „Jobstrain war nicht mit Spermienparametern assoziiert.“
  • Dänemark, 399 Paare [s157]: Nach Adjustierung keine Assoziation zwischen Jobstrain und Samenmerkmalen, Sexualhormonen oder Schwangerschaftswahrscheinlichkeit.
  • Moskau, langdauernder Produktionsstress [s11]: 56 Männer mit mehr als einem Jahr „Produktionsstress“ (Mittel 9,8 Jahre) gegen 25 „praktisch gesunde“ Kontrollen. Gesamtzahl 18,90 ± 1,02 gegenüber 42,48 ± 2,33 Mio., Konzentration 13,92 ± 0,52 gegenüber 35,88 ± 1,99 Mio./ml, progressiv bewegliche 22,13 ± 1,01 gegenüber 38,72 ± 1,09 %, normale Morphologie 28,17 ± 0,86 gegenüber 90,56 ± 0,85 %, Gesamttestosteron 13,24 ± 0,44 gegenüber 23,80 ± 0,69 nmol/l (p < 0,001); LH und FSH im Referenzbereich. Klassischer Selektionsfehler (Patienten gegen Gesunde); Stress nicht quantifiziert; 90,56 % normale Formen bei Kontrollen sind mit WHO-Kriterien kaum vereinbar, eine andere Morphologiedefinition ist wahrscheinlich.
  • Chinesische Computerberufe [s133]: 224 Männer einer Männerklinik (118 in Computerberufen) und 125 fertile Kontrollen; bei Computerbeschäftigten Volumen, Vitalität und Beweglichkeit niedriger als bei Patienten ohne Computerberuf (p < 0,05); bei mehr als zehn Stunden täglich Konzentration, Vitalität und Beweglichkeit niedriger als in den Gruppen mit 0 bis 5 und 6 bis 10 Stunden.
  • Shanghai [s152]: 178 Männer, 91 mit Computerexposition (≥ 20 Stunden pro Woche): keine Unterschiede, nach Adjustierung kein Risikofaktor. Polnische Computeroperateure [s209]: 20 Operateure aus 2376 infertilen Patienten, Fallserie ohne Kontrolle; Anteil pathologischer Formen nahm mit den Arbeitsjahren zu.
  • Guangzhou, 465 Männer [s42]: Computerzeit mit Gesamtbeweglichkeit (adjustiert OR 2,29; 1,11 bis 4,73; p = 0,025); Wohnen nahe einer Hochspannungsleitung mit Konzentration (OR 4,03; 1,15 bis 14,18); Nähe zu einer Chemiefabrik erschien „schützend“ (OR 0,15; 0,05 bis 0,46), biologisch unplausibel; Effektgrößen sehr klein (Cohen d 0,033 bis 0,181), viele Einzeltests; nicht als belastbar zu werten.

Die Evidenz zu Bildschirmarbeit insgesamt ist uneinheitlich, auch mit Blick auf den Fall-Kontroll-Befund OR 8,01 für Bildschirmgeräte bei infertilen Männern [s120].

Berufsübergreifende Studien: Berufsbezeichnungen als Expositionsmaß

  • 12301 Samenspender in Ostchina [s53]: Soldaten und Polizisten hatten das höchste Volumen (Median 3,8 mL), aber die niedrigste Konzentration (53,6 × 10^6/ml) und Beweglichkeit (45,5 %). Finanz- oder Versicherungsberufe: erhöhte Risiken für niedriges Volumen, niedrige Konzentration, niedrige Gesamtzahl (OR 1,43; 1,57; 1,98; für die Gesamtzahl Intervall 1,24 bis 3,03; für Volumen und Konzentration verfehlten die adjustierten Werte die Signifikanz, p = 0,08). Arbeitslose: OR 1,84 (1,18 bis 2,77) für niedrige Konzentration, 1,58 (1,02 bis 2,37) für niedrige Gesamtzahl. IT: OR 1,27 (1,03 bis 1,57) für verminderte progressive Beweglichkeit. Unterhaltung und Sport: OR 1,86 für niedrige Konzentration (p = 0,04). Referenzgruppe Studierende (n = 4450); Beruf selbst berichtet; sehr viele Vergleiche; die Autoren betonen, dass die Soldaten- und Polizistengruppe klein war.
  • Singapur [s208, s185, s179]: Bei 614 Männern einer andrologischen Klinik hatten „Plant and machine operators“ ein höheres Oligozoospermie-Risiko (OR 1,93; 1,12 bis 3,30), „Senior officials and managers“ ein niedrigeres (OR 0,52; 0,32 bis 0,84); Beschäftigte in „transport and communication“ ein höheres Risiko abnormer Beweglichkeit (OR 1,80; 1,08 bis 3,00) [s208]. In einer Fall-Kontroll-Studie (218 Fälle, 240 Kontrollen, deren Frauen schwanger waren) hatten Techniker OR 2,81 (1,51 bis 4,24) und „professional, senior officials and managers“ OR 2,36 (1,26 bis 4,40) [s185]; die Folgearbeit (218 Fälle, 227 Kontrollen) nennt Ingenieur-Techniker OR 2,75 (1,36 bis 5,54), Finanzanalysten OR 4,66 (1,90 bis 11,40), Unternehmens- und Computermanager OR 2,49 (1,04 bis 5,98) und Lehrer OR 7,72 (1,86 bis 32,10) [s179]. Beide Arbeiten stammen von denselben Autoren mit je 218 Fällen, eine Überschneidung ist wahrscheinlich. Das Intervall bei Lehrern ist extrem weit.
  • Fall-Kontroll-Studie mit 255 infertilen und 267 fertilen Männern [s120]: adjustierte OR Lösungsmittel und Malermaterialien 3,88 (1,50 bis 10,03), Blei 5,43 (1,28 bis 23,13), Bildschirmgeräte 8,01 (4,03 bis 15,87), Schichtarbeit 3,60 (1,12 bis 11,57), Arbeitsstress „fairly present“ 3,11 (1,85 bis 5,24), „often present“ 3,76 (1,96 bis 7,52). Samenanalyse nur bei den Fällen, da die fertilen Kontrollen sie verweigerten; Zielgröße ist die Infertilitätsdiagnose, Expositionen sind Selbstauskunft.
  • 402 Männer, Fragebogen [s125]: Schwermetalle OR 5,4 (1,6 bis 18,1), Lösungsmittel OR 2,5 (1,4 bis 4,4), Rauch oder Dämpfe OR 1,9 (1,1 bis 3,4), PAK OR 1,9 (1,1 bis 3,5); Pestizide OR 3,6 (0,8 bis 15,8) und Zement OR 2,5 (0,95 bis 6,5) knapp nicht signifikant; mechanische Vibrationen mit Oligo- und Teratozoospermie, übermäßige Hitze und langes Sitzen mit eingeschränkter Beweglichkeit; ionisierende Strahlung und elektromagnetische Felder nicht, wobei „very few subjects reported such exposure“.
  • 2122 Männer in Sfax (Tunesien) [s86]: Pestizide mit Asthenozoospermie (adjustierte OR 1,6; 1,0 bis 2,4) und Nekrozoospermie (OR 2,6; 1,4 bis 4,7); Zement mit Oligozoospermie (OR 1,1; 0,9 bis 1,4, Intervall schließt 1 ein); kein Zusammenhang mit Lösungsmitteln, übermäßiger Hitze und mechanischen Vibrationen.
  • Niederlande [s195, s198]: 899 Männer, drei Falldefinitionen; ein Zusammenhang zwischen aromatischen Lösungsmitteln und verminderter Samenqualität zeigte sich unabhängig von der Expositionsmethode (Fragebogen, Job-Exposure-Matrix, Urinmessung), war bei strengeren Schwellen und primärer Infertilität stärker; andere Schadstoffe nicht [s195]. Eine weitere Fall-Kontroll-Studie fand dichotom keine Assoziationen, bei kontinuierlicher Auswertung aber Dosis-Wirkungs-Beziehungen zwischen wahrgenommenem Arbeitsstress und progressiven Spermien, Gesamtzahl beweglicher Spermien, Morphologie, abnormen Köpfen und aufgerollten Flagellen [s198].
  • Norwegen und USA [s191, s207]: Verminderte Samenqualität bei Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (OR 3,22; 1,46 bis 7,09); Tendenzen bei Pendlern (OR 1,52; 0,89 bis 2,59), Schichtarbeitern (1,46; 0,89 bis 2,40), Schwermetall-Exponierten (1,47; 0,76 bis 2,87); die Autoren werten den Einfluss beruflicher Exposition bei infertilen Paaren als „minor“ [s191]. In den USA war die Wahrscheinlichkeit hoher Magnetfeldexposition (> 3 mG) nicht erhöht (OR 0,6 für Morphologie, 1,1 für Motilität, 1,0 für Konzentration) [s207].
  • Weitere Berufsstudien: Libanon [s134] (74 infertile, 76 fertile Männer): berichtete Berufsexposition mit doppeltem Infertilitätsrisiko, Blutmetalle im Referenzbereich. Fall-Kontroll-Studie von 1984 [s215] (112 azoo-/oligospermische, 127 Kontrollen): kein Berufsfaktor signifikant. Sozialklasse [s162] (207 Männer): Azoospermie häufiger in Sozialklasse 3m (angelernte Handarbeit), die Autoren vermuten Lebensstilunterschiede. Junge chinesische Männer [s68]: Volumen bei Handarbeitern erhöht (p = 0,050). Study for Future Families [s50]: niedrigere Konzentration und Beweglichkeit bei Berufen in Installation, Wartung und Reparatur; höhere Prävalenzverhältnisse für Blei (4,1), Pestizide (1,6) und Lösungsmittel (1,4) in Berufen mit niedrigerer mittlerer Konzentration; die Männer waren nachweislich fertil. Münster [s180]: 2054 infertile Männer in 29 Berufsgruppen; Landwirte und Maler/Lackierer hatten häufiger verminderte Spermienzahlen, Metallarbeiter/Schweißer verminderte Beweglichkeit (hier nur als Kontext, diese Gruppen werden in anderen Kapiteln behandelt). Anamnese-Studien: Marokko, 3025 Patienten, „occupational exposure“ als häufigster Risikofaktor ohne Aufschlüsselung, Hitzeexposition 30,08 % [s21]; in der Studie mit 826 Teilnehmern hielten berufliche Faktoren der multivariaten Adjustierung im Abstract nicht stand [s34].

Lösungsmittel, Glykolether, Benzol, Kunststoffe, Bisphenol A

  • Glykolether [s138, s131]: In der Pariser Stadtverwaltung (109 Männer) war frühere Glykolether-Exposition mit erhöhtem Risiko für Konzentration, schnelle progressive Beweglichkeit und normale Morphologie unter WHO-Referenzwerten verbunden, aktuelle Exposition (niedrig) nicht [s138]. In Großbritannien (CHAPS-UK; 2118 beschäftigte Männer, 874 Fälle = 41,3 %) war die unadjustierte OR für mäßige und hohe Exposition 1,70 (1,11 bis 2,61) und 2,54 (1,24 bis 5,21); adjustiert mäßig 1,46 (0,93 bis 2,28), hoch 2,25 (1,08 bis 4,69) [s131]. Stärken: Bewertung durch verblindete Arbeitshygieniker, Beweglichkeit zentral aus Videos beurteilt.
  • Benzol in China, nicht unabhängige Studien. Spermien-DNA bei 27 Arbeitern mit mehr als zwei Jahren Benzolexposition und 35 Kontrollen: Benzol in der Luft 86,49 ± 2,83 mg/m³ (nach Angabe der Autoren das Doppelte des Höchstwerts), Anteil der DNA im Kopf nach Einzelzell-Gelelektrophorese 70,18 ± 7,36 % (n = 13) gegenüber 90,62 ± 2,94 % (n = 16; p < 0,001) [s151]. Vier FISH-Arbeiten zu Chromosomenzahl und -struktur (Kollektive teilweise identisch): Gesamtdisomie 0,48 % gegenüber 0,33 % bei 13 Exponierten und 13 Kontrollen [s188]; alle numerischen Aberrationen 0,570 ± 0,144 % gegenüber 0,218 ± 0,071 % (14 gegen 16) [s181]; Chromosomen 1 und 18 (15 gegen 14) mit erhöhter Disomie und Nullisomie sowie strukturellen Abweichungen von 1p [s167]; alle numerischen Aberrationen 0,745 % gegenüber 0,289 % (15 gegen 12) [s161]. Das Benzol-Kollektiv aus Nanjing [s189] (Benzol 0,7 bis 27,0 mg/m³; Samenanalyse bei 70 Exponierten, 90 internen, 132 externen Kontrollen) zeigte eine Gesamtanomalie von 85,71 % (exponiert), 70,00 % (intern), 76,51 % (extern; p < 0,05), wobei die interne Kontrolle im Samen ähnlich verändert war wie die Exponierten, was gegen eine Benzolwirkung allein spricht. Die Studie zu Benzol, Toluol, Xylol [s196, s183] (24 Arbeiter aus Schuhherstellung, Spritzlackierung oder Farbenfabriken; vermutlich dieselben in beiden Arbeiten) fand Lösungsmittel in Blut und Samen; Vitalität, Beweglichkeit und Akrosin-Aktivität waren niedriger und korrelierten negativ mit der Beschäftigungsdauer. Die China Benzene and Sperm Study [s117] (30 exponierte, 11 nicht exponierte Arbeiter in Tianjin) ist die am besten beschriebene: adjustierte Inzidenzratenverhältnisse (IRR) für alle strukturellen Aberrationen 1,42 (1,10 bis 1,83), 1,44 (1,12 bis 1,85) und 1,75 (1,36 bis 2,24) in der niedrigen, mäßigen und hohen Gruppe; für die Deletion 1p36.3 4,31 (1,18 bis 15,78), 6,02 (1,69 bis 21,39), 7,88 (2,21 bis 28,05). In der Arzneimittelindustrie [s116] (160 Exponierte, 200 Kontrollen) nahmen mit der Expositionsdauer Gesamtzahl und Beweglichkeit ab (p < 0,05) und abnorme Morphologie zu (p < 0,01). Die Richtung ist über alle Studien gleich, die Gruppen sind klein, die Expositionen lagen nach den Abstracts über damaligen Höchstwerten.
  • Styrol [s193, s175, s169]: ASCLEPIOS-Studie, 23 Arbeiter bei Einstellung und nach 6 Monaten Styrolexposition: Spermiendichte von 63,5 auf 46,0 Millionen/ml, Gesamtzahl nahezu halbiert (Ausgangswert 175 Millionen pro Ejakulat); bei internen Expositionswerten (Mandelsäure) kein Zusammenhang; die Autoren stufen die Befunde als vorläufig und inkonsistent ein [s193]. 46 Exponierte gegen 27 Kontrollen: keine Unterschiede in Standardparametern, deutlicher Unterschied im Comet-Verfahren (P < 0,001) [s175]; Sperma-FISH an 18 Exponierten und 13 Kontrollen: kein signifikanter Unterschied in Aneuploidie und Diploidie, Rauchen und Alter wichtiger als Styrol [s169].
  • PVC und Weichmacher, DMF, Schwefelkohlenstoff, Bisphenol A [s118, s154, s93, s129]: 45 Arbeiter in zwei taiwanischen PVC-Werken, geteilt am Median der DEHP-Luftkonzentration (23,7 µg/m³): DEHP positiv mit DNA-Denaturierungsneigung (β = 0,038) und DFI (β = 0,140), negativ mit Beweglichkeit (β = -0,227) nach Adjustierung für Kaffee, Rauchen und Alter [s118]. 12 DMF-exponierte Arbeiter einer Kunstlederfabrik und 8 Kontrollen: Beweglichkeit signifikant erniedrigt, dosisabhängig mit dem Urin-Metaboliten NMF, nicht mit DMF in der Luft [s154]. Schwefelkohlenstoff in einer Chemiefaserfabrik (76 Exponierte bei 9,73 ± 2,76 mg/m³, 94 Nicht-Exponierte): höheres FSH und LH, niedrigeres Testosteron, geringere Vitalität und Beweglichkeit, Chromatin, antioxidative Kapazität und mitochondriales Membranpotenzial [s93]. Bisphenol-A-Pilotstudie (20 Exponierte, 16 Kontrollen): Spermiendichte (68,65 ± 44,00) gegenüber (118,56 ± 98,36) × 10^6/ml; BPA im Blut bei 94,4 % gegenüber 18,8 %; Anteil normaler Spermien mit BPA r = -0,62 (P = 0,01), schnell vorwärts bewegliche Spermien dagegen positiv mit BPA (r = 0,44), was der Hauptaussage widerspricht [s129]. Ein Fallbericht zu einem Laborarbeiter (Chloroform nach Lüftungsausfall auf das 10- bis 50-Fache des Grenzwerts rekonstruiert) belegt keine Kausalität [s178].
  • Textilarbeiter [s06]: 60 teratozoosperme Männer mit Lösungsmittel- und Schwermetallexposition gegen 30 normozoosperme Kontrollen: ROS 32,0 ± 9,0 gegenüber 15,0 ± 5,0, MDA 4,8 ± 1,1 gegenüber 2,1 ± 0,6 nmol/mL, akrosomintakte Spermien 38,3 ± 9,2 % gegenüber 62,4 ± 10,1 %. Die Gruppen unterscheiden sich schon durch die Auswahl (teratozoosperm gegen normozoosperm); die Studie zeigt Mechanismen bei bereits erkrankten Männern, belegt aber keinen Expositionseffekt.

Formaldehyd

Zwei Studien einer Xi'an-Arbeitsgruppe (Überschneidung nicht ausgeschlossen). Die erste [s104] (114 Exponierte, 76 Referenzen): progressive und Gesamtbeweglichkeit sowie VCL, VSL, VAP bei Exponierten niedriger; Formaldehyd-Expositionsindex (FEI) negativ mit progressiver (β = -0,19; P = 0,01) und Gesamtbeweglichkeit (β = -0,23; P = 0,004); OR für abnorme progressive Beweglichkeit 2,58 (1,11 bis 5,97) in der niedrigen und 3,41 (1,45 bis 7,92) in der hohen Gruppe; für abnorme Gesamtbeweglichkeit 3,21 (1,24 bis 8,28) und 4,84 (1,83 bis 12,81). Die zweite [s49] (205 Männer, 124 Exponierte mit mittlerem FEI 73,72 ± 54,86, 81 Kontrollen; FEI = Konzentration in mg/m³ × Arbeitszeit pro Tag in Stunden × kumulierte Arbeitstage in Jahren): je 1 Einheit FEI veränderten sich nach dem Abstract Gesamtbeweglichkeit um -0,99 % (-1,00 bis -0,98 %), progressive Beweglichkeit um -0,99 % (-0,99 bis -0,97 %), normale Morphologie um -0,98 % (-0,99 bis -0,93 %), Seminalplasma-Zink um -0,61 % (-0,66 bis -0,56 %) und der DNA-Fragmentierungsindex um +0,10 % (0,06 bis 0,14 %); die Zusammenhänge blieben nach Adjustierung bestehen, bei hohem oxidativem Stress waren sie stärker, und die Autoren sprechen von Dosis- und Zeitabhängigkeit. Die Skala der Änderungen (nahe -1 % je Einheit bei einem Mittelwert von 73,72) geht aus dem Abstract nicht eindeutig hervor; die Zahlen werden daher nur zitierend wiedergegeben. Nach dem Volltext von [s104] wurden nur Formaldehyd selbst gemessen und Messungen an drei Zeitpunkten eines Arbeitstages ohne Spitzen vorgenommen.

Petrochemie, Kokerei und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

  • Kokerei in Südtaiwan, mehrere Arbeiten derselben Gruppe (Überschneidung möglich) [s95, s112, s79, s41, s46]: 52 Kokereiarbeiter gegen 35 Verwaltungsangestellte: nicht signifikant niedrigere Beweglichkeit, Vitalität und Morphologie, aber signifikant mehr sperrige DNA-Addukte (p = 0,009) und 8-oxo-dGuo (p = 0,048), DNA-Fragmentation nicht erhöht (p = 0,232) [s95]. Bei nichtrauchenden Arbeitern war nur in der Hochexpositionsgruppe der Anteil normaler Morphologie niedriger (p = 0,0001), sperrige Addukte erhöht (p = 0,04) [s112]. 106 Teilnehmer: hohe Exposition mit niedrigerer Beweglichkeit (p = 0,046) und weniger normaler Morphologie (p = 0,049) sowie höheren 8-oxoGuo-Werten (p = 0,027) [s79]. Mischungsanalysen (38 Arbeiter, 24 Kontrollen): inverse Assoziation der PAK-Mischung mit der Vitalität (Hauptprädiktor Benzo(b)fluoranthen), positive Trends für DNA-Fragmentation und MDA, von den Autoren als „suggestiv“ bezeichnet [s41, s46]. Solarthermisches Kraftwerk [s30]: 32 Exponierte, 29 Nicht-Exponierte, nach einem Jahr keine Änderung der Standardparameter, aber höhere seminale Leukozyteninfiltration und niedrigere Superoxiddismutase-Aktivität. Die Standardparameter sind inkonsistent betroffen, das DNA-Adduktsignal ist konsistenter.
  • Petrochemie [s22, s182, s121]: In einer Pilotstudie (22 Arbeiter, 154 Kontrollen) waren die Expositionen niedrig, die Konzentration bei Arbeitern signifikant höher; Blei war positiv mit der Gesamtbeweglichkeit assoziiert (β 3,58 %; 1,01 bis 6,15) [s22]. Eine ältere Studie (68 Arbeiter, davon 23 Nichtraucher, 130 Nicht-Exponierte): exponierte Raucher hatten signifikant schlechtere Dichte, Gesamtzahl und Vorwärtsbeweglichkeit als nicht exponierte Nichtraucher (P < 0,01), exponierte Nichtraucher eine niedrigere Vorwärtsbeweglichkeitsrate (P < 0,05) [s182]. Die elektronenmikroskopische Studie [s121] (Abstract nur mit Schlussfolgerung) berichtet, die berufliche Exposition scheine Beweglichkeit und Ultrastruktur zu verschlechtern.
  • Erdöl, Erdgas, Kondensat (Russland, Kasachstan) [s56, s103, s94, s107]: In vitro mit 0,001 µg/ml Benzol inkubiertes Ejakulat von 50 Erdölbeschäftigten zeigte Unterschiede der Membranproteine CD95 und CD25 um 20 % und 10 % (p < 0,05), intrazelluläre Apoptosemarker nicht; keine unexponierte Kontrolle, Konzentration vom Autor gewählt [s56]. Fallserie mit 40 Männern: stärkster Konzentrations- und Beweglichkeitsrückgang bei Erdöl- und Gasarbeitern, Morphologieveränderungen bei Radar- und Rundfunkbeschäftigten, keine Zahlen im Abstract [s103]. Bei 139 Männern auf nordsibirischen Erdölfeldern waren Teratozoospermie und Zellkernveränderungen bei Arbeitern mit Varikozele signifikant häufiger als in allen anderen Gruppen, bei Männern ohne Varikozele wird kein Unterschied zwischen Bohrarbeitern und Verwaltung berichtet [s94]. Gaskondensat-Arbeiter in Aktobe (30 gegen 20): Spermien je ml 45,2 ± 8,8 (Kontrollen), 32,1 ± 20,6 (3 bis 9 Jahre), 20,4 ± 8,5 Mio. (über 10 Jahre) [s107]; die Aufteilung der 30 Arbeiter ist nicht genannt, die Beweglichkeit fällt nicht stetig.

Metalle und Halbmetalle

  • Blei: Neben der Metaanalyse [s39] liegen mehrere Studien mit uneinheitlichem Bild vor. Multizentrische Querschnittsstudie in drei Ländern (503 Männer, 362 Bleiexponierte mit mittlerem Blutblei 31,0 µg/dl, 141 Referenzen mit 4,4 µg/dl): mediane Konzentration um 49 % reduziert bei Blutblei über 50 µg/dl, wahrscheinliche Schwelle bei 44 µg/dl, keine Chromatinänderungen; unterhalb von 45 µg/dl seien Effekte unwahrscheinlich [s171]. 81 Bleihütten-Arbeiter: Gesamtzahl und Konzentration sanken mit steigendem Blutblei (p für Trend 0,003 und 0,009); Semenblei invers mit Gesamtzahl (p = 0,05), Volumen (p = 0,001) und Testosteron (p = 0,004), die Assoziation mit der Zahl entfiel nach Berücksichtigung des Volumens [s197]. Thailand [s201]: keine konsistenten Veränderungen der Spermatogenese bei kurzfristiger Exposition. 18 Batteriearbeiter gegen 18 Zementarbeiter: Median 45 gegen 73 × 10^6 Zellen/cc (p < 0,025), ohne Unterschiede bei FSH, Testosteron, Prolaktin und LH [s214]. Französische Batteriefabrik (229 Exponierte, 125 Nicht-Exponierte): Bleiexposition auf keinem Niveau signifikant mit verminderter Fertilität assoziiert [s213]. Batteriefabrik (80 gegen 40; Abnahme von Zahl, Dichte, Beweglichkeit, Volumen, P < 0,001) [s150]; Zink- und Bleihütte (63 Arbeiter): MDA im Seminalplasma um 56 % höher und Anteil beweglicher Spermien um 34 % niedriger bei Blutblei > 40 µg/dl [s135]. Taiwanische Batteriearbeiter [s127]: Raucher mit deutlich höheren Blutbleiwerten; nach Adjustierung für Rauchen positive Korrelation zwischen Blutblei und DNA-Denaturierbarkeit (αT, COMP αT) und morphologischer Abnormität. Vorstudie mit 5 gegen 8 Männern [s200]: Blei in Blut und Samen höher, Spermienzahl, Beweglichkeit und Viskosität nicht verschieden; ohne Aussagekraft für Wirkungen. Größte Hormondatenlage (1573 Arbeiter): nichtlinearer Zusammenhang Blutblei–LH/FSH, linearer mit Testosteron; bei 35 Patienten mit Bleivergiftung sank das Blutblei von 61,7 auf 36,3 µg/dl, Testosteron und FSH sanken signifikant (p < 0,001) [s24]; ohne Kontrollgruppe und ohne Spermienparameter, daher kein Beleg für eine Wirkung.
  • Mangan: 84 Exponierte, 92 Referenzen, Urin-Mangan 15,92 ± 8,49 µg/l: GnRH und LH erhöht, Testosteron erniedrigt, progressive und Gesamtbeweglichkeit vermindert mit negativem linearem Zusammenhang zum Urin-Mangan [s70]. Die einzige Studie des chinesischen Sprachraums, die Elektroschweißer einschließt [s205] (310 Arbeiter, 211 exponiert; Mangan 0,14 bis 5,5 mg/m³, Schweißrauch 6,5 bis 82,3 mg/m³), fand höhere Metallgehalte im Samen sowie niedrigere Zahl und Vitalität; Schweißer werden in einem anderen Kapitel behandelt, die Studie ist drei Jahrzehnte alt.
  • Chrom [s148]: 61 Arbeiter einer Chromsulfat-Herstellung und 15 Kontrollen; etwa 53 % der Exponierten mit weniger als 30 % Normalformen gegenüber 10 % der Kontrollen, keine signifikanten Änderungen von Volumen, Konzentration, Beweglichkeit; r = 0,301 (p = 0,016) zwischen abnormer Morphologie und Blut-Chrom.
  • Quecksilber [s206]: 38 exponierte Männer, 18 Kontrollen; Transferrin und Fruktose im Seminalplasma signifikant niedriger, keine Spermienparameter im Abstract.
  • Cadmium und Nickel: siehe Metaanalyse [s38] und Nickelübersicht [s33]. Die Querschnittsstudie an 300 wegen Infertilität untersuchten Männern [s105] fand bei Exponierten (54,6 %) alle Parameter niedriger; Blei und Cadmium waren im Seminalplasma bei 38,3 % und 23 % nachweisbar.
  • Bor (Türkei), der methodisch am besten ausgeführte Block [s75, s65, s69, s64, s115, s119, s92, s184]: 212 Arbeiter, extreme Gruppe (n = 98) mit mittlerer täglicher Borzufuhr 47,17 ± 17,47 mg B/Tag (Spanne 7,95 bis 106,8) und Blutbor 570,6 ± 160,1 ng B/g (402,6 bis 1100): keine borassoziierten Effekte auf Samenparameter oder FSH, LH, Testosteron [s75]. 304 Arbeiter: höchste Gruppe (n = 69) 44,91 ± 18,32 mg B/Tag, Samenbor 1643,23 ± 965,44 ng B/g; keine Verschiebung des Y:X-Verhältnisses der Spermien [s65], ebenso bei 163 Arbeitern (86 Exponierte, 77 Kontrollen) [s69]. DNA-Schäden: Comet-Test in Spermien p = 0,861 [s64] (die Statistik im Abstract ist auffällig: p-Werte über 1 und p = 0,042 neben dem Satz, es sei keine Zunahme beobachtet worden; für den Mikrokerntest ist das Abstract unbrauchbar); schwache Korrelation zwischen Blutbor und DNA-Strangbrüchen [s115]. Bor im Wohngebiet (Trinkwasser 1,4 bis 6,5 mg/l, 6,5 mg/Tag nach Urinanalyse) ohne negative Effekte [s119]. Übersicht [s92]: bei 204 Beschäftigten auch bei 0,21 mg B/kg Körpergewicht/Tag keine borvermittelten Effekte; der NOAEL der Ratte entspricht 2020 ng/g Blutbor, der mittlere Blutborwert der Hochexponierten betrug 223,89 ± 69,49 ng/g, ein Abstand um den Faktor 9. Befragung von 799 Borarbeitern [s184] ohne Samenanalyse: Infertilitätsraten 1,2 %, 1,1 % und 4,1 %, gesamt 1,8 %; Verhältnis Jungen zu Mädchen 1,12. Ob und wie stark sich die Stichproben überlappen (Standort Bandırma, Gruppengröße 212), ist nicht ausgewiesen; die Studien sind nicht als unabhängig zu zählen. Zusammen mit der Übersicht von Bonde [s111] ist dies der klarste Befund ohne Effekt in der gesichteten Literatur.

Strahlung, elektromagnetische Felder, Luftschadstoffe

  • Ionisierende Strahlung im Gesundheitswesen: Fall-Kontroll-Studie (30 Radiologie-Beschäftigte, 30 Kontrollen, WHO 2021): niedrigere Konzentration und mehr morphologische Anomalien (p < 0,05), mehr NK-Zellen (p < 0,001), niedrigere TNP1-Expression (p < 0,001) [s02]. Querschnitt mit 134 Männern (83 exponiert): signifikante Unterschiede bei Beweglichkeit, Vitalität und Morphologie, höhere DNA-Fragmentation, mehr hypermethylierte Spermien, keine Unterschiede bei Aneuploidie [s113]. Jilin [s98]: niedrigere Beweglichkeit und Morphologie, höherer DFI, keine Zahlen im Abstract. Japanische Wirbelsäulenchirurgen [s17]: 209 Chirurgen, 436 Kinder; weibliches Kind adjustiert RR 1,35 (1,04 bis 1,73), 53 % gegenüber 39 %; mit expositionsförderlicher Körperhaltung 1,36 (1,04 bis 1,78), ohne 1,30 (0,96 bis 1,78); Zielgröße ist das Geschlecht der Kinder, keine Spermienparameter. Türkische Ärzte [s54] (177): Orthopäden hatten signifikant weniger Söhne als Gynäkologen und Kinderärzte (p = 0,002); Kinderarzt gegenüber Orthopäde OR für einen Sohn 3,813 (1,682 bis 8,642); mehr als 50 Durchleuchtungen pro Woche OR 0,353 (0,178 bis 0,703; p = 0,030). Das Intervall passt rechnerisch nicht zu p = 0,030 (Rückrechnung des Rechercheberichts: etwa 0,003), möglicherweise ein Fehler im Abstract. Kein Samen untersucht.
  • Radar und Seeleute (China) [s140, s156, s166]: 348 Seeleute mit Unfruchtbarkeit, gestaffelt nach Expositionsdauer (12 bis über 109 Monate), gegen 35 gesunde Männer: Konzentration, Beweglichkeit und Klasse-a-Anteil niedriger, Fehlformen höher (p < 0,01) [s140]. Radarpersonal [s156]: Dosis-Wirkungs-Beziehung, abnorme Formen spielten die Hauptrolle; die Autoren schließen, dass bei langer Exposition und schlechter Abschirmung subklinische Spermienschäden auftreten, die männliche Fortpflanzungsfunktion insgesamt aber nicht beeinträchtigt sei. Radarbediener [s166]: 88 stark, 143 gering Exponierte, 39 Kontrollen; Beweglichkeit und Vitalität bei stark Exponierten vermindert, COMPα erniedrigt, tägliche Arbeitszeit Risikofaktor für abnorme Spermien. Panzersoldaten [s164]: Normalformen 81,28 ± 11,18 % gegenüber 93,56 ± 5,03 % (p < 0,01), Vitalität 36,4 % gegenüber 43,5 %; die Autoren geben an, alle Werte lägen im Normalbereich, was der Aussage zur Vitalität widerspricht; Comet-Test und SCSA ohne Änderung. Militärische Gruppen werden in einem anderen Kapitel behandelt; die Studien sind hier nur als Strahlenexpositionen aufgeführt.
  • Tschernobyl-Liquidatoren [s210, s211, s155]: 125 Männer (Dosen bis 25 rem): bei allen verringertes Volumen und verringerte Spermienzahl, zwei Männer mit mehr als 10 rem mit Azoospermie [s210]; 164 Männer, bei 125 Samenanalyse, ein Drittel mit sexueller Dysfunktion, nicht dosisabhängig, keine „typischen strahlungsbedingten Läsionen“ [s211]; histologisch keine Veränderungen bei 1 bis 10 cGy, Veränderungen der Hodenkanälchen bei 10 bis 20 cGy, Sklerose von 50 % der Kanälchen bei 30 bis 50 cGy nach 10 bis 15 Jahren [s155]. Ohne Kontrollgruppen, nur Abstracts; die Gruppe überschneidet sich teilweise mit dem anderweitig behandelten Militär.
  • Elektromagnetische Felder [s186, s51, s191, s207]: 12 Exponierte, 34 Nicht-Exponierte bei Heizgeräte-Bedienern, nur geringe Unterschiede (FSH 7,6 gegenüber 5,8 mIU/mL) [s186]; im Automobilteilewerk hatte die Exposition gegenüber elektrischen Feldern einen signifikanten Effekt auf Spermienzahl, Morphologie und Beweglichkeit [s51]. Insgesamt uneinheitlich; nach der Übersicht „very uncertain“ [s31].
  • Stadtpolizisten und Luftverschmutzung [s60]: 54 nichtrauchende Polizisten in Ostrava, Eigenkontrolle Winter und Sommer: SCSA-Chromatinschaden im Winter höher (Median 22,6 gegenüber 18,6 %, p = 0,003), unreife Spermien 11,2 gegenüber 9,9 % (p = 0,001), Gesamt- und progressive Beweglichkeit im Winter höher (p = 0,001). Die Saison vermengt Schadstoffe mit Temperatur und Lebensstil.
  • Maschinenbau (Russland) [s90]: 318 Männer in Maschinenbau-Arbeitsbereichen gegen 148 ohne Kontakt; Abweichungen von Testosteron, Lutropin und Follitropin bei 25,5 %; Lärm beeinflusse den Testosteronspiegel; keine Spermiendaten.
Alle Kapitel und Anhänge (26)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Studienlage: Metaanalysen und Übersichten
  5. Berufsklassen, Berufsvergleiche und Arbeitsplatzfragebögen bis Schicht-, Nacht- und Wechselschichtarbeit
  6. Sitzende Tätigkeit, Hitze und Hodentemperatur bis Pestizid-Herstellung und Bromverbindungen
  7. Blei und Batterieherstellung bis Zement und Kernbohrung (Türkei)
  8. Weitere Beobachtungsstudien bis Einordnung der Evidenz im Überblick
  9. Vorbemerkung: Was „klinische Studie“ in diesem Feld bedeutet bis Systematische Übersichten und Metaanalysen
  10. Fahrer und Verkehrsberufe bis Strahlung, elektromagnetische Felder, Luftschadstoffe
  11. Metallurgie und Bergbau (russischsprachiger Raum) bis Fragebogenstudien zur Fruchtbarkeit ohne Samenanalyse
  12. Tierversuche und Experimente an Zellen und Was in der Literatur fehlt
  13. Mechanismen und biologische Plausibilität
  14. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  15. Englisch bis Japanisch
  16. Koreanisch bis Türkisch
  17. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  18. Limitationen der Evidenz
  19. Offene Forschungsfragen
  20. Praktische Einordnung
  21. Glossar
  22. Quellenverzeichnis
  23. Diagramme
  24. Quellen s01–s104
  25. Quellen s105–s216
  26. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle