Eisenüberladung, Anämie, Thalassämie und Sichelzellkrankheit · Kapitel 5 von 19 · Studienlage: Beobachtungsstudien

Thalassämie: Hypogonadismus und Hormonachse bei Erwachsenen bis Thalassämie nach Stammzelltransplantation

Dieser Abschnitt bespricht die Querschnitts-, Kohorten-, Fall-Kontroll- und Registerstudien sowie die Fallserien und Fallberichte, nach Krankheitsgruppe geordnet. Ein Wort zur Lesart: Fast alle Arbeiten sind klein, aus einem Zentrum, meist querschnittlich oder retrospektiv; sie liefern Häufigkeiten und Assoziationen, keine Wirkungen. Hypogonadismus (niedriges Testosteron mit oder ohne Gonadotropinveränderung) ist eine endokrine Diagnose und nicht gleichbedeutend mit Unfruchtbarkeit; Spermiogramme sind selten. Ferritin dient in den meisten Studien als einziger Eisenmarker, obwohl es auch bei Entzündung und Lebererkrankung steigt. Konfidenzintervalle fehlen in den meisten Abstracts; das wird nicht jedes Mal wiederholt, sondern nur genannt, wo Intervalle vorliegen. Die Studien sind nicht alle unabhängig: Viele stammen aus dem Netzwerk ICET-A (International Network on Endocrine Complications in Thalassemia) mit Zentren in Italien, Katar und Ägypten.

Thalassämie: Hypogonadismus und Hormonachse bei Erwachsenen

Safarinejad 2008 (Journal of Urology) [s176]. Vergleichsstudie: 168 Männer ab 18 Jahren mit homozygoter Beta-Thalassaemia major gegenüber 84 gesunden, altersgleichen Männern. Untersucht wurden Anamnese, körperliche Untersuchung, Spermiogramm, zwei Blutproben im Abstand von 20 Minuten (LH, FSH, Prolaktin, Testosteron, Östradiol, IGF-1, IGFBP-3) und ein LHRH-Test. Ergebnis: hypogonadotroper Hypogonadismus bei 76,2 Prozent (128 Patienten), Kleinwuchs bei 75 Patienten (44,6 Prozent), niedrigere LH-, FSH-, IGF-1-, IGFBP-3- und Testosteronwerte, geringere LH- und FSH-Antworten im LHRH-Test sowie niedrigere Gesamtspermienzahl, Beweglichkeit und Anteil normaler Morphologie als bei den Kontrollen. Stärken: für das Fachgebiet großes Kollektiv, Kontrollgruppe, dynamische Testung, Spermiogramm. Wichtiger Vorbehalt: Für diese Arbeit besteht eine Sorgfaltsmitteilung der Zeitschrift (Expression of Concern, PubMed-Kennung 36626343, 2023); die Ergebnisse sind daher mit Vorbehalt zu lesen und werden in der Zusammenschau nicht als tragende Zahl verwendet. Der Abstract nennt weder Konfidenzintervalle noch p-Werte; Ort und Rekrutierung bleiben offen.

Gamberini et al. 2008 (Pediatric Endocrinology Reviews) [s173]. Longitudinale Auswertung eines Zentrums in Ferrara (Italien) mit 273 Patienten mit Thalassaemia major in drei Geburtskohorten (1954 bis 1964: 85; 1965 bis 1974: 129; 1975 bis 2001: 59). Bei Männern entwickelte sich die Pubertät vollständig bei 48 Prozent (31, 44 und 63 Prozent in den drei Kohorten; p < 0,05); sekundärer Hypogonadismus folgte bei 24 Prozent der Patienten über 21 Jahre. Ferritin um 2000 ng/ml ging mit Hypogonadismus einher, um 3000 ng/ml mit Hypothyreose, Hypoparathyreoidismus und Diabetes. Risikofaktoren waren hohes Ferritin, schlechte Therapietreue bei Desferrioxamin, früher Transfusionsbeginn (nur für Hypogonadismus) und Splenektomie (nur für Hypothyreose). Stärken: lange Beobachtung, Trendvergleich über Behandlungsären. Schwächen: Die Kohorten unterscheiden sich in Behandlung und Beobachtungsdauer, die Zeit ist Störgröße; keine Konfidenzintervalle im Abstract.

De Sanctis et al. 2016 (Mediterranean Journal of Hematology and Infectious Diseases) [s129]. ICET-A, Ferrara: 11 erwachsene Männer (26 bis 54 Jahre, Mittel 34,3 ± 8,8) mit Thalassaemia major und erworbenem hypogonadotropem Hypogonadismus gegenüber 12 Patienten mit normaler Pubertät. LH im Mittel 2,4 ± 2,2 IU/l und FSH 1,2 ± 0,9 IU/l, signifikant niedriger als in der Vergleichsgruppe. Samenanalyse bei 5 Männern: Azoospermie bei 3, Oligoasthenozoospermie bei 2. Ferritin über 2000 ng/ml bei 5 von 11 (45,4 Prozent) gegenüber 1 von 12 (8,3 Prozent; p = 0,043); Herz-T2* signifikant niedriger (p = 0,004), Leber-Eisengehalt nicht unterschiedlich. Die Magnetresonanztomographie der drei azoospermen Männer zeigte Volumenverlust und verminderte Signalintensität der Hypophyse. Osteoporose bei 7 von 11 (63,6 Prozent), Osteopenie bei 4 von 11 (36,3 Prozent). Schwächen: sehr kleine Gruppen, Spezialzentrum, Spermiogramm bei nur 5 Männern. Einordnung: Das Muster (Herzeisen, nicht Lebereisen, hängt mit dem Hypogonadismus zusammen; Hypophysensignal vermindert) passt zur Vorstellung einer hypophysären Eisenschädigung, beweist sie aber nicht.

Chowdhury et al. 2023 (Hematology, Transfusion and Cell Therapy) [s59]. Querschnittsstudie aus Bangladesch mit 94 Patienten mit transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie (53,3 Prozent männlich; Alter 18,81 ± 4,65 Jahre). Hypogonadismus insgesamt bei 35,11 Prozent (normogonadotrop 18,1, hypogonadotrop 11,7, hypergonadotrop 5,3 Prozent). Ferritin höher bei Hypogonadismus (eugonadal 2174,79 ± 749,12 ng/ml, hypogonadal 3572,59 ± 1199,49 ng/ml; p < 0,001); die Fläche unter der ROC-Kurve für Ferritin betrug 0,83 (p < 0,001). Stärken: vollständiges Hormonprofil mit Ferritin. Schwächen: Prävalenz nicht nach Geschlecht getrennt, Querschnitt, keine Organeisenmessung.

Mahwi et al. 2023 (Annals of Medicine and Surgery) [s60]. Querschnittsstudie in der Kurdistan-Region des Irak, Juli bis Dezember 2022: 80 an die Endokrinologie überwiesene Patienten mit Beta-Thalassaemia major (53 Frauen, 27 Männer; Alter 24,86 ± 7,66 Jahre). Hypogonadismus bei 55 (68,75 Prozent), davon 53 hypogonadotrop (96,36 Prozent) und 2 hypergonadotrop (3,63 Prozent); Hypothyreose bei 3, Hypoparathyreoidismus bei 2, Diabetes bei 5. Von den 55 Hypogonadalen waren 13 männlich und 42 weiblich; bei 27 Männern in der Stichprobe entspräche das rechnerisch rund 48 Prozent (eigene Rechnung). Gesamttestosteron bei Männern 5,38 ± 1,24 ng/ml (normogonadal) gegenüber 0,36 ± 0,52 ng/ml (hypogonadal). Ferritin 2326 ± 2625 gegenüber 1220 ± 1785 ng/ml (p = 0,065, nicht signifikant); im Abstract steht für die zweite Gruppe versehentlich "± 2625". Stärken: klare hormonelle Einteilung. Schwächen: Die Auswahl durch Überweisung überschätzt die Häufigkeit, nur 27 Männer, Fehler in den Abstract-Zahlen.

Almahmoud et al. 2026 (Frontiers in Endocrinology) [s02]. Retrospektive Studie in Dubai, November 2019 bis Mai 2021: 200 Erwachsene mit Beta-Thalassaemia major (Alter 27,5 ± 4,5 Jahre). Hypogonadismus bei 46 von 200 (23,0 Prozent), Diabetes 15,0, Hypothyreose 11, Hypoparathyreoidismus 9,0, Kleinwuchs 1,5 Prozent; 77,5 Prozent erhielten Deferasirox. Die Häufigkeit des Hypogonadismus war bei beiden Geschlechtern ähnlich (nach Tabelle 4 des Volltexts 24,8 Prozent, 27 von 109, gegenüber 20,9 Prozent, 19 von 91; p = 0,515). Das Ferritin unterschied sich zwischen Gruppen unter und über 2500 µg/l nicht in Bezug auf Endokrinopathien; es war bei Frauen höher als bei Männern (Median 3415 gegenüber 2163; p = 0,042). Das Gesamttestosteron korrelierte schwach negativ mit dem Ferritin (Spearman ρ = -0,233), was nach Bonferroni-Korrektur nicht signifikant blieb; nur Ferritin und Herz-T2* blieben signifikant (ρ = -0,328; p < 0,001). Testosteronpräparate nahmen 28,4 Prozent der Männer (n = 31). Von den verheirateten Männern (22,9 Prozent) hatten 64 Prozent Kinder, nur zwei durch In-vitro-Fertilisation, die übrigen auf natürlichem Weg. Stärken: moderne Chelattherapie, große Erwachsenenkohorte. Schwächen: retrospektiv, Datenlücken, Hypogonadismus über die Problemliste definiert, keine Spermiogramme, Hodenvolumen nicht systematisch erfasst. Inkonsistenz: Der Abstract und der erste Ergebnissatz nennen 91 Männer und 109 Frauen; die Tabelle und mehrere Prozentangaben sind nur mit 109 Männern und 91 Frauen vereinbar. Die Geschlechtsaufteilung ist daher nicht sicher, und der Fertilitätsbefund beruht auf nur etwa 25 verheirateten Männern. Obwohl der Titel Fertilität nennt, liegen keine Fertilitätsendpunkte im engeren Sinn vor.

Belhoul et al. 2013 (Annals of Saudi Medicine) [s142]. Dubai Thalassemia Centre, alle bis Ende 2007 lebenden transfusionsabhängigen Patienten: 382 (193 Männer, 50,5 Prozent), mittleres Alter 15,4 ± 7,6 Jahre (2 bis 37), mittleres Ferritin 2597,2 ± 1976,8 µg/l. Hypogonadismus bei 99 Patienten (52,7 Prozent von 188, die alt genug für die Beurteilung waren); Hypoparathyreoidismus 10,5, Diabetes 10,5, Hypothyreoidismus 6,5, Kardiomyopathie 1,8 Prozent. Frauen hatten signifikant niedrigeres Ferritin (2530,8 ± 1931,2; p < 0,05). Stärke: Vollerhebung eines Zentrums. Schwächen: Ferritin als einziger Eisenmarker, Hypogonadismus nicht nach Geschlecht aufgeschlüsselt, Desferrioxamin als damaliger Chelator. Der Vergleich mit [s02] (52,7 gegenüber 23,0 Prozent) ist wegen anderer Populationen und Definitionen kein Beleg für die Wirkung besserer Chelattherapie, obwohl er damit vereinbar wäre.

Sadullah et al. 2020 (Oman Medical Journal) [s98]. Duhok, Nordirak: 150 aufeinanderfolgende Patienten mit Beta-Thalassaemia major (Alter im Median 13 Jahre, Spanne 1 bis 35; Männer zu Frauen 1 : 1,2; Ferritin im Median 2762 µg/l; 94,7 Prozent unter Chelattherapie; 38,0 Prozent splenektomiert). Hypogonadismus 52,8 Prozent, Hypothyreoidismus 7,3, Hypoparathyreoidismus 3,3, Diabetes 3,3, Herzinsuffizienz 2,7 Prozent. Hypogonadismus war die einzige Komplikation mit signifikant höheren Ferritinwerten und trat bei splenektomierten Patienten signifikant häufiger auf. Schwächen: Geschlechter nicht getrennt, viele Kinder im Nenner, ein Zentrum.

Lubis et al. 2024 (Acta Medica Indonesiana) [s43]. Querschnitt in drei indonesischen Krankenhäusern: 60 männliche Patienten mit transfusionsabhängiger Thalassämie, 31 mit Hypogonadismus. Der Hämoglobinwert vor der Transfusion korrelierte mit FSH (r = 0,388; p = 0,049), LH (r = 0,338; p = 0,008) und freiem Testosteron (r = 0,255; p = 0,049); als Prädiktor eines Hypogonadismus erreichte er in der ROC-Analyse eine Fläche von 0,655 bei Sensitivität 65,5 und Spezifität 67,7 Prozent. Die Autoren deuten dies über Gewebehypoxie und transfusionsbedingte Eisenüberladung. Schwächen: nur moderate Korrelationen, mäßige Trennschärfe, Querschnitt; die p-Werte passen nicht durchgängig zu den Korrelationskoeffizienten (r = 0,338 mit p = 0,008 neben r = 0,388 mit p = 0,049), was auf Berichtsfehler oder unterschiedliche Stichprobengrößen hindeutet. Einordnung: Die Studie stützt einen Anämie- und Hypoxiepfad neben dem Eisenpfad.

Casale et al. 2025 (Endocrine) [s15]. Querschnitt mit Vergleichsgruppe, 53 Erwachsene: 22 mit transfusionsabhängiger Thalassämie und Hypogonadismus (H-TDT), 31 ohne (NH-TDT), dazu eine Kontrollgruppe nicht thalassämischer Patienten mit hypogonadotropem Hypogonadismus (HH-C). FSH und LH waren bei H-TDT signifikant höher als bei HH-C (p < 0,001). Die Autoren schließen, der Hypogonadismus bei Thalassämie sei "gemischt" und gehe über ein rein hypogonadotropes Muster hinaus. Cholesterinwerte unterschieden sich zwischen H-TDT und NH-TDT (p = 0,046 beziehungsweise 0,004); das Herz-Kreislauf-Risiko blieb niedrig. Stärke: Vergleichsgruppe mit nicht thalassämischem Hypogonadismus. Schwächen: sehr kleine Gruppen, Geschlechterverteilung nicht im Abstract.

Hsu et al. 2026 (Taiwan) [s09]. Retrospektive Aktenauswertung über mehr als zehn Jahre, 44 Erwachsene (20 bis 50 Jahre) mit transfusionsabhängiger Thalassämie. 81,8 Prozent hatten mindestens eine endokrine Komplikation; Osteoporose 25 von 44 (56,8 Prozent), Diabetes 18 (40,9), Hypothyreose 9 (20,5), Hypogonadismus 17 (38,6 Prozent), davon 10 Männer (43,5 Prozent der Männer) und 7 Frauen (33,3 Prozent der Frauen); männlicher Hypogonadismus war als Testosteron unter 5,2 nmol/l vor Hormonersatz definiert. Ein kürzeres Transfusionsintervall (höchstens 28 Tage) hing signifikant mit Diabetes (p = 0,006) und weiblichem Hypogonadismus (p = 0,047) zusammen; für männlichen Hypogonadismus ergab sich kein signifikanter Zusammenhang mit dem Transfusionsintervall (9 von 10 betroffenen Männern im Kurzintervall; p = 1,0) oder mit Ferritin von mindestens 2247,2 pmol/l (6 Männer; p = 0,680). Alpha-Thalassämie war mit dem Fehlen endokriner Komplikationen assoziiert (p = 0,002). Stärken: Erwachsene mit langem Verlauf, getrennte Auswertung nach Geschlecht. Schwächen: kleine Fallzahl, Hypogonadismus nur ja oder nein, keine Spermiogramme, geringe Aussagekraft der Teilanalyse mit 10 betroffenen Männern.

Leung et al. 2025 (Hongkong) [s28]. Querschnitt mit 109 Patienten mit nicht transfusionsabhängiger Thalassämie (97 alpha-Thalassaemia intermedia, 12 beta-Thalassaemia intermedia; Alter 6,7 bis 72,3 Jahre, Median 32); 82 Prozent nie transfundiert, 7 Prozent chelatiert. 52 Prozent hatten chronische Gesundheitsdefizite (assoziiert mit Alter, log-Ferritin und Splenektomie), Leber-Eisenüberladung bei 43 Prozent, mindestens eine Endokrinopathie bei 13 Patienten (12 Prozent). Niedriges Testosteron wurde bei sechs Männern festgestellt; ein Mann und eine Frau erhielten Hormonbehandlung wegen Hypogonadismus. Eine Hypophysen-Eisenüberladung fand sich bei zwei Patienten (4 Prozent), einer davon mit Hypogonadismus. Die niedrigen Raten gegenüber der Literatur (dort für Hypogonadismus bei nicht transfusionsabhängiger Thalassämie 1,4 bis 83,3 Prozent) führen die Autoren auf den hohen Anteil deletionaler HbH-Erkrankung, junge Patienten, fehlende systematische Überwachung und begrenzte Verfügbarkeit der Knochendichtemessung zurück. Stärken: seltene Population, MRT-Eisenstatus. Schwächen: Hormonstatus nicht bei allen untersucht, viele sehr kleine Teilanalysen, keine Spermadaten.

Soubrier et al. 2024 (Marseille, über das französische Archiv HAL abgerufen) [s51]. Monozentrische deskriptive Studie zu Gesundheitszustand und Lebensqualität erwachsener Beta-Thalassämie-Patienten: 43 von 64 Patienten. Hypogonadotroper Hypogonadismus bei 41,9 Prozent als häufigste endokrine Störung. Schwächen: keine Fachzeitschrift mit PubMed-Kennung, kein Fertilitätsendpunkt, keine Geschlechtertrennung in den abgerufenen Angaben.

Sokkar et al. 2025 (Biochemical Genetics) [s34]. Fall-Kontroll-Studie aus Kairo, 50 Patienten mit Beta-Thalassämie und 50 Kontrollen; Genotypisierung von HBB, HAMP und HFE sowie Hepcidin-Expression. Hypogonadismus 56 Prozent, Kleinwuchs 20 Prozent. Die HAMP-Variante c.-582A>G war bei Patienten häufiger, die Hepcidin-Expression erniedrigt und mit Kleinwuchs assoziiert; der Allelotyp IVSI.1 G>A (β0) war statistisch mit Hypogonadismus verbunden. Stärke: genetische Ebene (Hepcidin als Eisenregulator). Schwächen: kleine Fallzahl, keine Effektgrößen und Konfidenzintervalle im Abstract, keine Erwähnung von Mehrfachvergleichen.

Yassin et al. 2018 [s116] und 2019 [s107] (Katar). Die erste Studie (Acta Biomedica) vergleicht 52 Erwachsene mit Beta-Thalassaemia major und 40 mit Sichelzellkrankheit unter Transfusion und Chelattherapie nach Leber-Eisenkonzentration (FerriScan). Thalassämie-Patienten mit Leber-Eisenkonzentration über 15 mg/g Trockengewicht waren kleiner, hatten niedrigeres IGF-I und höhere Leber- und Ferritinwerte; Kleinwuchs, Diabetes und Hypogonadismus waren bei schwerer Leber-Eisenüberladung signifikant häufiger. Hypothyreoidismus, Diabetes und Hypogonadismus waren bei Thalassämie signifikant häufiger als bei Sichelzellkrankheit, und bei Sichelzellpatienten waren sie bei höherer Leber-Eisenkonzentration nicht signifikant häufiger. Stärke: direkte Eisenmessung per MRT. Schwäche: ein Zentrum, kleine Gruppen, Hypogonadismusraten im Abstract nicht beziffert. Die zweite Studie betrifft 28 junge Erwachsene mit Thalassaemia intermedia (9 ohne, 19 mit seltenen Transfusionen): Kleinwuchs 25 Prozent, Diabetes 25 Prozent, hypogonadotroper Hypogonadismus 10,7 Prozent (zwei Frauen mit sekundärer Amenorrhoe und ein Mann), Leber-Eisenkonzentration über 15 mg/g und Ferritin über 2000 ng/ml bei 75 Prozent.

Papadimas et al. 1996 (Human Reproduction) [s205]. 30 Männer (17 bis 35 Jahre) mit Thalassaemia major, GnRH-Test und Spermiogramme; Gruppe A 18 eugonadal mit mäßig erhöhtem Ferritin, Gruppe B 6 hypogonadotrop mit stark erhöhtem Ferritin, Gruppe C 6 intermediär. Die Autoren schließen auf eine variable hypophysäre Eisenüberladung, die bei früh begonnener intensiver Chelattherapie seltener auftrete (Deutung der Autoren, keine Messung). Schwäche: Der Abstract nennt im Wesentlichen nur Gruppengrößen.

Wang et al. 1989 (Hongkong) [s215]. Prospektive Fallserie mit Interventionsteil: 11 Männer (alle älter als 17 Jahre) und 5 Frauen (12 bis 30 Jahre) mit schwerer Beta-Thalassämie und chronischer Eisenüberladung. Von den 11 Männern erreichten nur 3 die volle Pubertätsentwicklung; 4 hatten unternormale LH- und FSH-Antworten auf GnRH. Basales Testosteron 11,7 ± 4,9 nmol/l (Mittelwert ± Standardfehler; Normalbereich laut Autoren 10 bis 40 nmol/l); 9 von 11 reagierten auf hCG mit einem Testosteronanstieg. Sechs präpubertäre Patienten (4 Männer, 2 Frauen) wurden drei Jahre nach Beginn einer Chelattherapie beobachtet: Das mediane Ferritin sank von 11.910 auf 1.303 pmol/l, es gab aber keinen Pubertätsfortschritt, und die Hormone änderten sich nicht; drei Patienten erhielten zusätzlich sechs Monate pulsatiles GnRH ohne Besserung. Die Autoren schließen auf variable Grade eines hypogonadotropen Hypogonadismus, überwiegend durch Hypophysen-Hyporesponsivität, der auf eine spät im Krankheitsverlauf begonnene Chelattherapie nicht ansprach. Stärken: dynamische Tests, dreijährige Verlaufsbeobachtung. Schwächen: sehr kleine Gruppe, keine Kontrollen, historische Bedingungen, keine Spermiogramme.

Soliman et al. 2000 (Journal of Tropical Pediatrics) [s198]. Vergleichsstudie: 10 Jungen mit Thalassämie und verzögerter Pubertät gegenüber 10 mit konstitutioneller Verzögerung. Nächtliche LH- und FSH-Sekretion, LH-Antwort auf GnRH und Testosteronantwort auf hCG waren in der Thalassämiegruppe erniedrigt; nach sechs Monaten zeigten 5 von 10 keine wesentliche Hodenvergrößerung. In der MRT fanden sich eine leere Sella bei 5, eine verkleinerte Hypophyse bei 5 und Eisenablagerung in Hypophyse und Mittelhirn bei 8. Die Autoren sehen hypogonadotropen Hypogonadismus als Hauptursache und bei einem Teil eine Hodenatrophie durch Siderose. Schwächen: kleine Gruppen, keine Konfidenzintervalle.

Chern et al. 2003 (Taiwan) [s188]. Querschnitt mit 29 Patienten mit Thalassaemia major ab 15 Jahren (11 Jungen/Männer, 18 Mädchen/Frauen) und LHRH-Tests. Hypogonadotroper Hypogonadismus bei 72 Prozent; Ausbleiben der Pubertät bei 5 von 11 (45 Prozent) männlichen und 7 von 18 (39 Prozent) weiblichen Patienten; arretierte Pubertät bei zwei männlichen (18 Prozent) und fünf weiblichen Patienten (28 Prozent). 21 Patienten hatten den hämatologischen Phänotyp beta0/beta0, 8 beta0/beta+; der Phänotyp war der einzige Risikofaktor in der logistischen Regression (Odds Ratio 28,50; p = 0,002; ein Konfidenzintervall nennt der Abstract nicht). Die Autoren vermuten Unterschiede der transfundierten Blutmenge und der Anfälligkeit für freie Radikale. Schwächen: Eine Odds Ratio von 28,5 bei n = 29 ist statistisch instabil; Querschnitt, keine Spermadaten, keine direkte Eisenmessung.

Yang et al. 2020 (Taiwan) [s100]. Retrospektive Studie an 29 Erwachsenen (23 bis 44 Jahre) mit Beta-Thalassaemia major. Abnorme Knochendichte bei 42,9 Prozent der Frauen und 23,1 Prozent der Männer; die Endgröße lag bei Frauen 3,7 cm, bei Männern 7,3 cm unter dem Erwartungswert; Frakturanamnese bei 26,7 Prozent der Frauen und 35,7 Prozent der Männer. Die Knochendichte korrelierte negativ mit Parathormon, FGF23, TSH und HbA1c und positiv mit Testosteron, IGF-1 und ACTH (jeweils p < 0,05). Für das Thema relevant ist nur die positive Korrelation mit Testosteron. Schwächen: n = 29, geschlechtsgemischt, Korrelationen ohne Kausalaussage, keine Effektgrößen für Testosteron.

Wang et al. 2006 (Taiwan) [s182]. Der abgerufene Abstract enthält nur Ziel und Hintergrund eines Vergleichs von oralem Deferipron mit subkutanem Desferrioxamin hinsichtlich der Vorbeugung großer Endokrinopathien (Wachstumshormon-Insuffizienz, Diabetes, Gonadenfunktionsstörung); Ergebnisse, Fallzahlen und Effektgrößen stehen nicht darin. Ein Befund lässt sich daher nicht berichten.

Thalassämie: Kinder und Jugendliche, Pubertät

Bei Kindern ist Hypogonadismus schwer zu beurteilen, weil ein Teil der Patienten noch nicht in der Pubertät ist; die Häufigkeiten sind mit denen Erwachsener nicht vergleichbar.

Dülberg et al. 2026 (European Journal of Haematology) [s06]. Retrospektive, longitudinale Mehrzentrenstudie in zehn Krankenhäusern in Österreich, Deutschland und der Schweiz (2012 bis 2020) mit 140 Personen (Median 16,5 Jahre) mit Thalassämie oder Sichelzellkrankheit. Verzögerte Pubertät bei Thalassämie 14,7 Prozent (Frauen 6,7, Männer 21,1 Prozent) und bei Sichelzellkrankheit 13,2 Prozent (Frauen 6,9, Männer 20,8 Prozent). Abweichende Wachstumsverläufe bei Thalassämie 32,5 Prozent (Männer 36,8) und bei Sichelzellkrankheit 18,7 Prozent (Männer 23,5). Erhöhtes Ferritin war bei Thalassämie statistisch mit Wachstumsverzögerung assoziiert. Stärke: einzige hier gefundene Studie aus dem deutschsprachigen Raum mit Pubertätsendpunkten (publiziert auf Englisch). Schwäche: Tanner-Stadien fehlten in 80,7 Prozent der Akten, daher ist die Aussage zur Pubertät dünn; keine Konfidenzintervalle im Abstract.

Zhang et al. 2025 (Guangxi, China) [s36]. Retrospektive Querschnittsstudie an 389 Kindern und Jugendlichen (236 männlich, 153 weiblich) mit transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie (2015 bis 2024, Universitätsklinik). Ziel waren eigentlich Risikofaktoren niedriger Knochendichte; Hypogonadismus wurde mitgemessen (männlich: Testosteron unter 3,5 nmol/l). Hypogonadismus bei 36 von 389 (9,26 Prozent); bei Patienten über 13 Jahren 70,6 Prozent (36 von 51), bei männlichen 74,2 Prozent (23 von 31), bei weiblichen 65,0 Prozent (13 von 20). In der Gruppe mit niedriger Knochenmasse hatten 22,76 Prozent (28 von 123) Hypogonadismus gegenüber 3,01 Prozent (8 von 266) bei normaler Knochenmasse (p < 0,001); in der multivariaten Analyse war Hypogonadismus ein unabhängiger Risikofaktor für niedrige Knochenmasse (Odds Ratio 2,990; 95-%-Konfidenzintervall 1,087 bis 8,229), ebenso Alter (1,149; 1,052 bis 1,256) und IGF-1 unter -2 Standardabweichungen (1,832; 1,095 bis 3,067). Stärken: große Stichprobe für diese seltene Erkrankung, klare Definitionen. Schwächen: ein Zentrum; Hypogonadismus nur bei den 51 Patienten über 13 Jahren sinnvoll beurteilbar, Untergrenze der Odds Ratio nahe 1; keine Spermienparameter, keine Aussage zur Fertilität.

Luo et al. 2017 (Guangxi) [s124]. Querschnittsstudie mit 200 Kindern mit alpha-Thalassämie (126 Jungen, 74 Mädchen; Alter 3 bis 12 Jahre, Mittel 9,64 ± 1,15) und 200 gesunden Kontrollen. Hypogonadismus war die häufigste endokrine Komplikation (84,0 Prozent), gefolgt von Wachstumsretardierung (68,5) und Hypoparathyreoidismus (14,5 Prozent). Beim Genotyp -alpha4,2/-SEA betrug die Häufigkeit des Hypogonadismus 100 Prozent und die des Diabetes 73,9 Prozent (p = 0,001; Hypoparathyreoidismus p < 0,001). Hypogonadismus war über niedriges Testosteron beziehungsweise Östradiol oder erfolgte Hormonersatztherapie definiert. Stärken: gesunde Kontrollgruppe, Genotyp-Stratifizierung. Schwächen: Die Kinder waren überwiegend präpubertär, eine Hypogonadismusrate von 84 Prozent ist in diesem Alter biologisch schwer einzuordnen; niedriges Testosteron ohne pubertätsspezifische Referenzwerte kann zu Überdiagnose führen. Kein Hinweis auf Fertilität im engeren Sinn.

Okur Acar et al. 2025 (Hemoglobin) [s30]. Retrospektive Aktenauswertung in Izmir, 60 Kinder mit transfusionsabhängiger Thalassämie (Alter 11,5 ± 4,4 Jahre); Eisenlast über Ferritin und Leber-Eisenkonzentration (R2-MRT), Hypophyse über das Signalintensitätsverhältnis im 1,5-Tesla-MRT. Kleinwuchs bei 25 (41,7 Prozent), subklinische Schilddrüsenunterfunktion bei 5 (8,3), Hypogonadismus bei 9 (15 Prozent). Bei 54 Kindern mit Leber-MRT hatten 40 (74 Prozent) keine und 14 (26 Prozent) eine leichte Eisenüberladung. Weder Ferritin noch Leber-Eisenkonzentration korrelierten mit endokrinen Komplikationen, und die Leber-Eisenkonzentration korrelierte nicht mit dem Hypophysen-Signalverhältnis; die Methode zeigte nach den Autoren begrenzte diagnostische Aussagekraft. Schwächen: retrospektiv, ein Zentrum, beide Geschlechter, überwiegend niedrige Eisenlast, daher nur eingeschränkt auf stark überladene Erwachsene übertragbar.

Tüysüz Kintrup et al. 2017 (Journal of Pediatric Research, Türkei) [s128]. Retrospektive Kohorte mit 62 Kindern und Jugendlichen (3 bis 18 Jahre; 33 Mädchen, 29 Jungen) mit Thalassaemia major. Verzögerte Pubertät oder Hypogonadismus bei 37 Prozent von 19 Jugendlichen; Kleinwuchs 37,1 Prozent, subklinische Schilddrüsenunterfunktion 5,5 Prozent, Hyperparathyreoidismus 29 Prozent; insgesamt 67,7 Prozent mit Kleinwuchs und/oder mindestens einer Endokrinopathie. Schwächen: Geschlechter im Abstract nicht getrennt, nur 19 Jugendliche.

Güneş et al. 2008 (Güncel Pediatri, Türkei) [s174]. Retrospektive Auswertung der Akten von 44 Thalassaemia-major-Patienten (24 männlich, 20 weiblich; Alter 13,54 ± 7,32 Jahre) von 1976 bis 2008. Hypogonadismus bei 6 (13,6 Prozent), Osteoporose 27 (61,3), Wachstumsverzögerung 17 (38,6), Osteopenie 11 (25), Schilddrüsenunterfunktion 3 (6,8 Prozent); mittleres Ferritin 1976,15 ± 1494,75 ng/ml. Kein signifikanter Zusammenhang zwischen Ferritin, Transfusionsbedarf und den endokrinen Störungen; Wachstumsverzögerung bei 10- bis 19-Jährigen häufiger als bei 0- bis 9-Jährigen (30,6 gegenüber 8,3 Prozent; p = 0,049). Schwäche: sehr breite Altersspanne (2,75 bis 35,2 Jahre), ein Teil dürfte vor der Pubertät gewesen sein.

Kurnaz et al. 2010 (Zeynep-Kamil-Medizinbulletin, Türkei) [s160]. 43 Thalassaemia-major-Patienten in oder vor der Pubertät: Hypogonadismus bei 48 Prozent (21 von 43), Knochenerkrankung bei 30 Prozent (13 von 43). Kein signifikanter Unterschied der Knochendichte zwischen Patienten mit und ohne Hypogonadismus und kein Unterschied der Ferritinwerte zwischen den Chelatbildnern. Schwächen: Geschlechterverteilung und Hormonwerte nicht im Abstract.

Abdulzahra et al. 2011 (Asian Journal of Transfusion Science, Irak) [s156]. Fall-Kontroll-Querschnitt in Kufa: 78 Jungen (4 bis 11 Jahre) mit Beta-Thalassämie unter häufigen Transfusionen und Chelattherapie gegenüber 30 gesunden Kontrollen. LH, Wachstumshormon und Cortisol waren signifikant erniedrigt (p < 0,05); LH lag bei 33 Kindern (42,3 Prozent) unter dem Grenzwert, Wachstumshormon bei 28 (35,9 Prozent); FSH war bei 19,2 Prozent erniedrigt ohne signifikanten Gruppenunterschied, Testosteron niedriger, aber nicht signifikant. Korrelationen: Ferritin und Wachstumshormon r = -0,58, Serumeisen und Wachstumshormon r = -0,62, Ferritin und LH r = -0,48, Serumeisen und LH r = -0,53, Serumeisen und FSH r = -0,52. Schwächen: präpubertäre Kinder, bei denen niedrige Gonadotropine schwer zu deuten sind; kleine Kontrollgruppe; Eisenablagerung selbst nicht gemessen; viele Korrelationen ohne Korrektur.

Al-Rimawi et al. 2006 (Fertility and Sterility, Jordanien) [s180]. Kontrollierte klinische Studie an 33 Jungen mit Beta-Thalassaemia major, davon 17 mit Pubertätsverzögerung. Gemessen wurden Basal-LH, -FSH und -Testosteron, dann nach 100 µg eines GnRH-Analogons und bei niedrigem Testosteron nach hCG. In der Gruppe mit verzögerter Pubertät waren die Basalwerte signifikant niedriger als in der Gruppe mit normaler Pubertät und als bei Jungen mit konstitutioneller Pubertätsverzögerung, nach GnRH-Analogon noch deutlicher; das Testosteron der Thalassämiegruppe war niedriger als in der Kontrollgruppe und blieb nach hCG in der Gruppe mit verzögerter Pubertät niedriger. Schwächen: Zahlenwerte stehen nicht im Abstract, kleine Fallzahl, keine Konfidenzintervalle.

Dhouib et al. 2018 (Mediterranean Journal of Hematology and Infectious Diseases, Tunesien) [s110]. 28 transfundierte Beta-Thalassaemia-major-Patienten (16 Männer, 12 Frauen). Wachstumsverzögerung bei 16 (57 Prozent), davon 13 mit verzögerter Pubertät; spontane Pubertät bei 16; Wachstumshormonmangel bei 10 (35 Prozent), Glukosestoffwechselstörung bei 17 (60 Prozent), Nebenniereninsuffizienz bei 9 (32 Prozent); mindestens eine endokrine Komplikation bei 23 (82 Prozent). Schwäche: sehr kleine Gruppe, nach Geschlecht nicht getrennt.

Al-Agha et al. 2020 (Saudi Medical Journal) [s93]. Retrospektive deskriptive Studie in Dschidda mit 119 Kindern und Jugendlichen mit transfusionsabhängiger Thalassämie oder Sichelzellanämie (55,5 Prozent männlich). Kleinwuchs 39,5 Prozent, Diabetes 29,4, Hypogonadismus 12,6, Osteopenie 12,6, Osteoporose 9,2, Hypothyreoidismus 9,2 Prozent. Hypogonadismus (p = 0,026) und Hypokortisolismus (p = 0,012) hingen mit einer Splenektomie in der Vorgeschichte zusammen; Kleinwuchs mit männlichem Geschlecht (p = 0,001). Schwäche: mischt zwei Krankheiten, niedrige Hypogonadismusrate wegen des Kindesalters.

Shahid et al. 2021 (Cureus, Pakistan) [s89]. Mehrzentrische Querschnittsstudie mit 120 Patienten mit Beta-Thalassämie (70 Männer, Alter 18,95 ± 4,21 Jahre): 48 waren nach Tanner-Stadien sexuell unterentwickelt, 72 reif. Ein Ferritin-Grenzwert von 4900 trennte mit 73,7 Prozent Sensitivität und 71,1 Prozent Spezifität; die in der Quelle angegebene Einheit ("mg/dL") ist erkennbar fehlerhaft. Schwäche: Einheitenfehler, Querschnitt.

Weitere Kohorten aus Frankreich und Italien. Aus Frankreich liegen Registerdaten zur Pubertät unter Deferasirox vor: eine Hochschulschrift mit Daten des nationalen Registers NaThalY (50 Patienten; Pubertätsstörung oder Hypogonadismus bei 11 [22 Prozent], darunter 7 einfache Pubertätsverzögerungen; mediane Deferasirox-Dauer vor der Pubertät 7 Jahre; Pubertätsbeginn bei Jungen median 13,5 Jahre; laut Schlussfolgerung seltener als zuvor unter Desferrioxamin berichtet) [s63] und eine Hochschulschrift zur Gesundheit von 237 Kindern mit Beta-Thalassämie in Frankreich, die weitere Studien zu späteren Folgen für Pubertät, Wachstum und Fertilität fordert [s69]. Piras et al. 2003 [s189] fanden in Cagliari bei 122 Patienten mit Beta-Thalassaemia major einen Zusammenhang von Hypogonadismus und Zahnfehlstellung (Odds Ratio 4,5; 95-%-Konfidenzintervall 1,5 bis 13), ohne Fertilitätsbezug. Beide französischen Arbeiten sind Hochschulschriften mit Registerdaten und keine begutachteten Zeitschriftenartikel.

Thalassämie: Samenqualität, Spermien-DNA und oxidativer Stress

Chen et al. 2018 (Pediatric Research, Taiwan) [s108]. Querschnittsstudie (Fall-Kontroll-Vergleich) mit Hoden-MRT: 21 Männer mit transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie und 5 gesunde Kontrollen. Erstmals wurde Hodeneisen bildgebend gezeigt: Die T2-Werte des Hodens waren niedriger als bei Kontrollen (p = 0,027) und korrelierten mit Ferritin (R² = 0,258; p = 0,008). Bei Patienten ohne hypogonadotropen Hypogonadismus und mit spontaner Spermatogenese zeigten sich gegenüber Kontrollen eine geringere Spermienkonzentration (p = 0,037), ein geringerer Anteil normaler Morphologie (p = 0,001) und eine höhere Spermien-DNA-Fragmentation (p = 0,009); die Fragmentation korrelierte mit Ferritin (R² = 0,48; p = 0,009). Stärken: objektive Bildgebung des Hodeneisens, Kombination aus Bildgebung, Hormonen und Spermienfunktion. Schwächen: nur 5 Kontrollen, Querschnitt, keine absoluten Werte oder Konfidenzintervalle im Abstract; die Korrelation mit R² = 0,48 beruht auf einer Teilgruppe unbekannter Größe; die Beschränkung auf Patienten mit spontaner Spermatogenese schließt die am schwersten Betroffenen aus; Ferritin ist ein indirekter Marker.

Perera et al. 2002 (Human Reproduction) [s190]. Fall-Kontroll-Studie mit 6 eisenüberladenen Patienten mit Thalassaemia major (mediane Ferritinkonzentration 2251 µg/l, spontane Spermatogenese) und 5 altersgleichen Kontrollen: mehr Spermien-DNA-Schäden bei Patienten (SCSA und TUNEL; p < 0,01). Beweglichkeit und TUNEL-Ergebnis korrelierten negativ (p < 0,05). Ein späterer Beginn der Chelattherapie war mit mehr DNA-Schäden verbunden (SCSA R² = 0,80; p = 0,016; TUNEL R² = 0,67; p < 0,044). Schwächen: n = 6 gegenüber 5, hohe R²-Werte bei so kleinen Gruppen instabil.

De Sanctis et al. 2008 (Pediatric Endocrinology Reviews) [s172]. Prospektive Vergleichsstudie: 28 Patienten mit Thalassaemia major oder intermedia gegenüber Spenderkontrollen. Mittlere TUNEL-Rate 18,5 Prozent gegenüber 11,4 Prozent und SCSA-Wert 0,28 gegenüber 0,18 (p < 0,001). Negative Korrelation zwischen Chromatinschaden und Spermienkonzentration (r² = 0,3; p < 0,006) sowie zwischen Ferritin und abnormaler Morphologie (r² = 0,2; p < 0,05). Die Autoren vermuten einen schädigenden Einfluss des Chelators Desferrioxamin, weil höheres Ferritin mit weniger abnormer Morphologie einherging; das ist eine Deutung, keine Messung.

De Sanctis et al. 2008 (Georgian Medical News) [s171]. Querschnitt an 12 jungen Erwachsenen mit Thalassaemia major (Alter 24,8 Jahre), langfristig mit Desferrioxamin behandelt: 6 (50 Prozent) mit normaler Spermienzahl, Beweglichkeit und Morphologie, die übrigen mit Oligospermie und/oder Asthenospermie. Gonadotropine, Testosteron und Zink unterschieden sich nicht von 13 Normalpersonen. Ferritin im Mittel 543 ng/ml bei Patienten mit auffälligen Samenwerten gegenüber 1276 ng/ml bei Patienten mit normalen Samenwerten (p < 0,01). Die Autoren sehen darin einen möglichen negativen Effekt intensiver Chelattherapie. Der Befund läuft dem Ferritin-Zusammenhang bei Chen et al. [s108] entgegen; beide Datensätze sind klein und querschnittlich, die Kausalität bleibt offen. Diese Gegenläufigkeit ist ein Merkmal der Literatur, nicht eines einzelnen Fehlers.

Carpino et al. 2004 (Experimental and Clinical Endocrinology and Diabetes) [s185]. Querschnitt mit 10 transfusionsabhängigen Beta-Thalassämie-Patienten und 18 Kontrollen (28 Teilnehmende). Spermienzahl normal (Median 43 Millionen/ml), progressive Beweglichkeit unter 50 Prozent. Im Seminalplasma waren Superoxiddismutase (p < 0,01) und Katalase (p < 0,001) erhöht, der Gesamt-Antioxidanzstatus unverändert, Malondialdehyd als Marker der Lipidperoxidation erhöht (p < 0,001). Deutung der Autoren: oxidativer Stress im Samen mit enzymatischer Kompensation. Schwächen: sehr kleine Gruppe, keine Konfidenzintervalle.

Jensen et al. 1996 (International Journal of Andrology) [s204]. Fallserie mit 8 Patienten mit Beta-Thalassaemia major: schlechte Spermiogramme bei allen außer dem jüngsten; multifaktorielle Ursache, Eisenablagerung in der Hypophyse als Hauptfaktor. Der Abstract enthält kein weiteres Zahlenmaterial.

Kemal et al. 2025 (International Urology and Nephrology, Ankara) [s26]. Querschnitt an 49 Männern (21 bis 43 Jahre, Mittel 31) mit Thalassaemia minor (Trägerstatus), erkannt bei der Ehetauglichkeitsuntersuchung (2021 bis 2023). 39 hatten auffällige, 10 normale Samenparameter; Azoospermie bei 8 (16 Prozent), Oligozoospermie bei 6 (12), Teratozoospermie bei 9 (18), Asthenozoospermie bei 16 (32 Prozent). Der mittlere korpuskuläre Hämoglobingehalt (MCHC) war bei auffälligem Spermiogramm niedriger (p = 0,01); in der Regression erhöhten MCV und MCHC nach den Angaben der Autoren die Wahrscheinlichkeit auffälliger Samenwerte ("0,88-fach" beziehungsweise "2,64-fach"; Konfidenzintervalle und genaue Skalierung nicht im Abstract). Schwächen: keine Vergleichsgruppe ohne Thalassämie, nur 10 Männer mit normalem Spermiogramm; die hohe Rate auffälliger Werte (rund 80 Prozent) spricht für eine selektierte Stichprobe, möglicherweise Männer in der Kinderwunsch-Abklärung (Vermutung, der Abstract sagt es nicht); Richtung der Effektgrößen unklar. Die Studie ist nach Angabe der Autoren die erste zu dieser Frage.

Zhang et al. 2025 (Molecular Genetics and Genomics, Hainan) [s37]. Querschnitt (Prävalenz, Genotypisierung) an 13.856 infertilen Personen beiderlei Geschlechts: 3458 (24,96 Prozent) waren Thalassämie-Träger; in der Li-Volksgruppe 649 (75,12 Prozent), in der Han-Gruppe 21,62 Prozent, in anderen Gruppen 22,09 Prozent. Verglichen mit der Bevölkerung im reproduktiven Alter war die Prävalenz der alpha-Thalassämie-Trägerschaft, besonders des stillen Typs, in der infertilen Gruppe erhöht. Schwächen: nicht nach Geschlecht aufgeschlüsselt, Prävalenz ohne Kausalaussage; ein Befund zu Trägerschaft bei Infertilität sagt nichts über männliche Zeugungsfähigkeit im Besonderen.

Wu et al. 2024 (Guizhou) [s54] und Lee et al. 2019 (Korea) [s105]. Trägerscreening: 4481 Paare im gebärfähigen Alter in Guizhou, 1314 Träger (14,66 Prozent), davon 857 (9,76) alpha-, 391 (4,36) beta- und 48 (0,54 Prozent) kombinierte alpha/beta-Thalassämie; 38 der 48 Paare mit kombinierter Thalassämie waren Hochrisiko-Paare [s54]. Es geht um Nachkommenrisiko, nicht um Zeugungsfähigkeit. In Korea fanden sich in einer prospektiven multizentrischen Studie (669 Teilnehmer, 2015 bis 2017) bei 1,5 Prozent (5 Personen) alpha-Thalassämie-Träger und bei 1,9 Prozent (6) eine Beta-Thalassämie minor; die Prävalenz steige durch Zuwanderung [s105]. Beide Arbeiten belegen nur die Häufigkeit der Trägerschaft.

Thalassämie: Vaterschaft, Kinderwunsch und beschriebene Behandlungsverläufe

De Sanctis et al. 2019 (Acta Biomedica, ICET-A-Befragung) [s103]. 10 von 16 angeschriebenen Thalassämie-Zentren (62,5 Prozent) mit 966 männlichen Patienten über 18 Jahre (738 transfusionsabhängig, 228 nicht). 240 (24,8 Prozent) waren verheiratet oder in Partnerschaft (mittleres Heiratsalter 29,7 ± 0,3 Jahre); 184 von 240 (76,6 Prozent) hatten Kinder, im Mittel 1,32 ± 0,06 (transfusionsabhängig 1,27 ± 0,07, nicht transfusionsabhängig 1,47 ± 0,15; p > 0,05). Von den 184 Vätern zeugten 150 (81,5 Prozent) auf natürlichem Weg, 23 (12,5 Prozent) nach Auslösung der Spermatogenese mit Gonadotropinen, 8 (4,3 Prozent) mit ICSI; 3 adoptierten. 39 Männer suchten ärztliche Hilfe, weil natürliche Vaterschaft ausblieb: 7 hatten Azoospermie, 17 Dysspermie, 15 andere Gründe. Stärken: größte Datenmenge zur Vaterschaft bei Thalassämie, mehrere Länder. Schwächen: nur 62,5 Prozent der Zentren, Selbstauskunft, kein Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung, keine Angaben zu Männern ohne Kinderwunsch; die Prozentwerte des Abstracts beruhen auf unterschiedlichen Nennern (7 von 39 entsprechen 17,9 Prozent, während 17 und 15 mit 37,7 und 33,3 Prozent einem Nenner von 45 entsprechen). Einordnung: Die gute Vaterschaftsrate der verheirateten Männer (76,6 Prozent) steht neben Azoospermie bei 3 von 5 Untersuchten [s129] und bei 10 von 20 [s111]; beides schließt sich nicht aus, weil die Gruppen unterschiedlich ausgewählt wurden.

Takhviji et al. 2020 (Transfusion Medicine, Teheran) [s99]. Querschnitt an 213 Paaren im reproduktiven Alter: 131 Patienten (62 Prozent) hatten 228 spontane Schwangerschaften mit 198 (86,6 Prozent) erfolgreichen. Ferritin korrelierte negativ mit Testosteron, Östradiol, LH und FSH und positiv mit Leberenzymen; die Leberenzyme korrelierten negativ mit Hypophysenhormonen. Das Kollektiv umfasst beide Geschlechter; getrennte männliche Werte stehen im Abstract nicht.

Bajoria und Chatterjee 2011 (Hemoglobin) [s157]. Fallserie mit 30 Paaren aus 15 Jahren Erfahrung (28 Schwangerschaften nach assistierter Reproduktion). Männer sprachen schlechter an als Frauen: Bei 14 Männern mit pulsatilem hypogonadotropem Hypogonadismus wurden Gonadotropine über 6 bis 24 Monate mit unterschiedlichem Ergebnis gegeben; bei 6 Männern gelang eine Spermatogenese mit Oligoasthenozoospermie; zwei Männer wurden nach IVF/ICSI Väter (nach Angabe der Autoren die ersten berichteten Vaterschaften nach IVF und ICSI bei Beta-Thalassaemia major mit hypogonadotropem Hypogonadismus). Schwäche: Fallserie, keine Kontrollen.

Cisternino et al. 1998 (Journal of Pediatric Endocrinology and Metabolism) [s200]. Fallserie (Behandlungsverlauf) mit 24 Patienten (18 bis 40 Jahre) mit hypogonadotropem Hypogonadismus unter HCG plus HU-FSH (mittlere Dauer 8,6 ± 3,9 Jahre): Testosteron normalisierte sich, das Hodenvolumen stieg in den Erwachsenenbereich, Spermatogenese wurde erreicht; beim Wechsel auf Depot-Testosteron nahmen Hodenvolumen und Spermienzahl deutlich ab. Das beschreibt einen Verlauf in einer unkontrollierten Serie und ist keine Empfehlung.

Karimi et al. 2012 (Hematology) [s149]. Vergleichende Querschnittsstudie mit 106 Patienten mit Beta-Thalassaemia intermedia, 75 unter Hydroxyurea (8 bis 15 mg/kg/Tag über mindestens 5 Jahre) und 31 ohne. Hypogonadotroper Hypogonadismus bei 10 Patienten: 7 unter Hydroxyurea (9,3 Prozent) und 3 ohne (9,7 Prozent; p = 0,605). Die Autoren sehen keinen Effekt der Langzeitgabe auf die Gonadenfunktion in diesem Kollektiv. Schwächen: Altersspanne 12 bis 41 Jahre, beide Geschlechter, nicht randomisiert, zufällige Auswahl.

De Sanctis et al. 2019 (Acta Biomedica) [s102] und Brief 2017 (Indian Journal of Endocrinology and Metabolism) [s119]. Sicherheitsbeobachtungen unter Testosteronersatz bei jungen Männern mit Thalassaemia major, hier nur berichtet. Fallserie mit 95 hypogonadalen Männern: Gynäkomastie bei 41 von 95 (43,1 Prozent, meist leicht bis mittel), Schmerz oder lokale Reaktion an der Applikationsstelle bei etwa einem Drittel, Priapismus bei 2 Patienten unter intramuskulärem Testosteronenantat, ohne Rezidiv in 24 Monaten nach Wechsel auf Gel [s102]. Der Brief mit retrospektiven Registerdaten zu 424 Männern (Muscat 96, Doha 56, Ferrara 272): Pubertätsstörung bei 41 von 96 (42,7 Prozent), 22 von 56 (43 Prozent) und 95 von 272 (34,9 Prozent), davon hypogonadotroper Hypogonadismus 91,1 Prozent, verzögerte Pubertät 1,8, arretierte Pubertät 1,7, erworbener hypogonadotroper Hypogonadismus 5,4 Prozent; berichtet wird ein Fall einer linksatrialen Thrombose bei einem 19-Jährigen mit Diabetes unter Testosteronersatz, bei Patienten mit spontaner Pubertät wurden keine Thrombosen berichtet [s119]. Schwächen: Einzelfall, retrospektive Register, keine Vergleichsgruppe.

Thalassämie nach Stammzelltransplantation

Rostami et al. 2020 (Fertility Research and Practice) [s97]. Querschnitt mit 43 erwachsenen Thalassämie-Patienten nach Geschwister-Stammzelltransplantation und 52 konventionell mit Transfusion und Chelation behandelten (Alter 16 bis 41 Jahre). Hypogonadismus 32,63 Prozent, ohne Gruppenunterschied (p = 0,35). Azoospermie, Oligospermie, Asthenospermie, Teratospermie und niedriges Ejakulatvolumen waren nach Transplantation signifikant häufiger. Alter bei Transplantation und Konditionierung beeinflussten Hormon- und Samenwerte nicht signifikant. Schwächen: Querschnitt, keine Zahlen zu Samenparametern im Abstract.

Piriyapokin et al. 2025 (Journal of Clinical Research in Pediatric Endocrinology) [s31]. Querschnitt an 52 männlichen Patienten mit Beta-Thalassämie, mindestens zwei Jahre nach erfolgreicher Transplantation (Alter bei Einschluss 17 Jahre, Spanne 10 bis 31; Transplantationsalter 9 Jahre, Spanne 1 bis 19). Sertoli-Zell-Dysfunktion bei 46 (88 Prozent); relativ kleine Hoden bei 31; FSH von mindestens 5 IU/l bei 34 von 44 mit Genitalstadium V; niedriges Inhibin B bei 20 von 49. Alle 39 Patienten mit Samenanalyse hatten mindestens einen auffälligen Parameter; die Leydig-Zell-Funktion war erhalten. FSH von mindestens 8 IU/l hatte die beste diagnostische Genauigkeit für Oligo- und Azoospermie. Schwächen: Querschnitt, keine Kontrollgruppe nicht transplantierter Patienten, Konfidenzintervalle nicht im Abstract.

De Sanctis et al. 1991 (Archives of Disease in Childhood) [s212]. Kohortenstudie nach Knochenmarktransplantation (Busulfan 14 mg/kg, Cyclophosphamid 200 mg/kg): 30 präpubertär transplantierte Patienten, darunter 15 Jungen. Bei den Jungen waren Basal-FSH und -LH normal, die Gonadotropin- und Testosteronantworten nach GnRH und HCG aber vermindert; Eisenüberladung und Zytostatika kommen als Ursachen in Frage und lassen sich nicht trennen.

Alle Kapitel und Anhänge (23)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Studienlage: Metaanalysen und Übersichten
  5. Thalassämie: Hypogonadismus und Hormonachse bei Erwachsenen bis Thalassämie nach Stammzelltransplantation
  6. Sichelzellkrankheit: Samenqualität und Hydroxyurea bei Erwachsenen bis Hereditäre Hämochromatose: Fallberichte
  7. Hämochromatose in China: Registerstudien und seltene Formen bis Zusammenschau der Beobachtungsstudien
  8. Zur Belegbasis dieses Kapitels bis Klinische Studien zur Thalassämie
  9. Klinische Studien zur Sichelzellkrankheit bis Evidenz aus den einzelnen Sprachräumen
  10. Mechanismen und biologische Plausibilität
  11. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  12. Englisch bis Koreanisch
  13. Russisch bis Türkisch
  14. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  15. Limitationen der Evidenz
  16. Offene Forschungsfragen
  17. Praktische Einordnung
  18. Glossar
  19. Quellenverzeichnis
  20. Diagramme
  21. Quellen s01–s106
  22. Quellen s107–s218
  23. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle