Vorbemerkung zu Design und typischen Grenzen
Alle Humanstudien mit Spermienendpunkten zu den hier betrachteten Stoffen sind Beobachtungsstudien, überwiegend Querschnittsstudien. Die Substanzen werden meist als Biomarker in einer einzelnen Urinprobe gemessen. Das hat mehrere Folgen, die bei jeder Studie mitzudenken sind und deshalb hier einmal zusammengefasst werden. Triclosan, Parabene und Benzophenone gehören zu den nicht-persistenten Stoffen, deren Konzentration im Körper stark schwankt; eine Einzelmessung bildet die Exposition eines kurzen Zeitfensters ab, während die Spermatogenese rund 90 Tage dauert. Fehler bei der Expositionserfassung schwächen Zusammenhänge in der Regel ab, können sie aber auch verzerren. Der Querschnitt erlaubt keine Aussage über die zeitliche Abfolge. Viele Studien rekrutierten Männer in Kinderwunsch- und Fruchtbarkeitskliniken oder Samenbanken, was zu Selektion führt. Sie testen oft viele Spermaparameter und mehrere Stoffe gleichzeitig; eine Korrektur für Mehrfachvergleiche wird in den Abstracts meist nicht genannt, sodass einzelne „signifikante“ Befunde zufällig sein können. Schließlich überlappen einige Studien in ihren Teilnehmerkohorten, sodass Übereinstimmungen nicht als unabhängige Bestätigungen zählen. Die Ergebnisse werden bei den einzelnen Arbeiten mit Konfidenzintervallen wiedergegeben, wo der Abstract sie nennt.
Triclosan: Studien mit Urin- und Seminalplasmamessung
Zhu et al. 2016, Shanghai, Querschnittsstudie [s123]. 471 Männer aus einer Klinik für männliche Reproduktionsgesundheit (mittleres Alter 31 Jahre, mittlerer Body-Mass-Index 24,0 kg/m²). Triclosan wurde im Urin kreatininbereinigt gemessen und in 96,7 Prozent der Proben nachgewiesen (Median 0,97 ng/mg Kreatinin; Interquartilsabstand 0,41 bis 2,95; Nachweisgrenze 0,1 µg/l nach Volltext). Nach den WHO-Referenzwerten von 2010 hatten 27 Männer (5,7 %) eine Spermienzahl unter 39 Millionen, 21 (4,5 %) eine Konzentration unter 15 Millionen je Milliliter und 126 (26,8 %) einen Anteil vorwärtsbeweglicher Spermien unter 32 Prozent; 241 Männer lagen bei allen vier Parametern im Referenzbereich. In der multiplen linearen Regression (ln-transformierte Werte) war ln-Triclosan negativ mit der Zahl vorwärtsbeweglicher Spermien assoziiert (adjustiertes β = -0,17; 95-%-KI -0,32 bis -0,02). Im niedrigsten Terzil der Triclosan-Werte waren die Zusammenhänge deutlicher: Spermienkonzentration β = -0,21 (-0,41 bis -0,01), Gesamtzahl β = -0,25 (-0,48 bis -0,02), vorwärtsbewegliche Spermien β = -0,35 (-0,68 bis -0,03), Anteil morphologisch normaler Spermien β = -1,64 (-3,05 bis -0,23) und Zahl normal geformter Spermien β = -0,48 (-0,80 bis -0,16). Im mittleren und im hohen Terzil war nichts signifikant; Glättungskurven zeigten, dass Konzentration und Normalformenanteil bei niedrigen Werten fielen und bei höheren fast unverändert blieben. Die Autoren sprechen von einem bescheidenen Effekt bei umweltrelevanter Dosis. Stärken: ausreichende Stichprobe, kontinuierliche Zielgrößen, hohe Nachweisrate. Schwächen: eine Spot-Urinprobe; Männer aus einer Fruchtbarkeitsklinik; Mehrfachvergleiche; nichtmonotone Dosis-Wirkung (Effekt nur im niedrigsten Terzil, also gerade dort, wo die Exposition am geringsten ist). Nach der Studie lagen die Triclosan-Werte in China niedrig im Vergleich zu Europa (geometrische Mittel 2 bis 3 µg/l in Belgien, 6,1 µg/l in Spanien) und Nordamerika (13 µg/l in den USA, 12,3 µg/l in Kanada); das begrenzt die Übertragbarkeit.
Jurewicz et al. 2018, Querschnittsstudie [s107]. 315 Männer unter 45 Jahren aus einer Klinik für männliche Reproduktionsgesundheit, eingeschlossen nur mit normaler Spermienkonzentration (mindestens 15 Millionen je Milliliter). Urin-Triclosan wurde per Gaschromatografie mit Tandem-Massenspektrometrie bestimmt und in 84,13 Prozent der Proben nachgewiesen (Median 2,83 µg/l, entsprechend 2,57 µg/g Kreatinin). In der multiplen linearen Regression waren Triclosan-Konzentrationen vom 50. bis 75. Perzentil und ab dem 50. Perzentil mit einem höheren Prozentsatz morphologisch abnormaler Spermien assoziiert (p = 0,016 beziehungsweise p = 0,002). Der Abstract nennt keine Effektgrößen oder Konfidenzintervalle und kein Land. Schwächen: Einschluss nur normozoospermer Männer (Bereichseinschränkung), daher nicht auf subfertile Männer übertragbar.
Den Hond et al. 2015, Fall-Kontroll-Studie in vier Kinderwunschkliniken [s125]. 163 Männer; Fälle waren Männer mit zwei Proben (Abstand mindestens eine Woche), bei denen die Gesamtbeweglichkeitszahl (TMC) unter 20 Millionen lag; Kontrollen lagen bei beiden Proben darüber. Gemessen wurden Dioxine, PCB, chlorierte Pestizide, bromierte Flammschutzmittel, Bisphenol A, Triclosan, perfluorierte Verbindungen und Phthalate. Das Subfertilitätsrisiko stieg mit Oxychlordan (OR 1,98; 95-%-KI 1,07 bis 3,69 je Interquartilsabstand) und mit BDE209 oberhalb der Bestimmungsgrenze (OR 7,22; 1,03 bis 50,6). Urinwerte von Phthalaten und Triclosan waren negativ mit Inhibin B und positiv mit LH assoziiert; Bisphenol A korrelierte negativ mit Testosteron. Triclosan selbst wurde im Abstract nicht als Risikofaktor für Subfertilität ausgewiesen; die Hormonbefunde sind kein Spermaendpunkt. Das sehr weite Intervall für BDE209 (1,03 bis 50,6) zeigt eine geringe Präzision. Das Land nennt der Abstract nicht.
Chen et al. 2013, China, Fall-Kontroll-Studie [s132]. 877 idiopathisch infertile Männer und 713 fertile Kontrollen, die größte Fall-Kontroll-Studie dieses Kapitels. Gemessen wurden im Urin Bisphenol A, Benzophenon-3, Pentachlorphenol, Triclosan, 4-tert-Octylphenol (4-t-OP), 4-n-Octylphenol (4-n-OP) und 4-n-Nonylphenol (4-n-NP) sowie Spermienparameter. Nach multivariater Adjustierung waren 4-t-OP, 4-n-OP und 4-n-NP mit idiopathischer Infertilität assoziiert (p für Trend < 0,0001, 0,014 beziehungsweise 0,001); 4-t-OP und 4-n-NP auch mit Infertilität bei abnormen Spermaparametern; die Summe der Alkylphenole war ebenfalls assoziiert. Für die übrigen Phenole, also auch Triclosan und Benzophenon-3, fand sich kein Zusammenhang. Die Autoren nennen dies den ersten Beleg für Alkylphenole. Stärken: große Fallzahl, mehrere Stoffe in derselben Population. Schwächen: Der Abstract enthält keine Odds Ratios und Konfidenzintervalle; eine Urinprobe; Fall-Kontroll-Design ohne Zeitbezug. Für Triclosan ist es die größte Nullassoziation. Eine Verbindung der Alkylphenole mit Reinigungs- und Waschmitteln wird im Abstract nicht hergestellt und wäre eine Annahme außerhalb der Studie.
Nassan et al. 2019, EARTH-Kohorte (USA), Kohorte [s97]. 262 Männer, die an der Studie „Environment and Reproductive Health“ (EARTH) teilnahmen, lieferten 581 gepaarte Urin- und Samenproben (2009 bis 2017). Lineare gemischte Modelle mit zufälligem Achsenabschnitt je Mann, adjustiert für Alter, Body-Mass-Index, Rauchen, körperliche Aktivität, Karenzzeit sowie Jahreszeit und Jahr; Triclosan nach spezifischem Gewicht angepasst. Mittleres Alter 36,6 Jahre (SD 5,24), Body-Mass-Index 27,9 (SD 5,94); 74 Prozent der Proben mit nachweisbarem Triclosan (über 2,3 µg/l). Es zeigte sich kein signifikanter Dosis-Wirkungs-Trend. Verglichen mit Männern mit nicht nachweisbarem Triclosan hatten Männer im zweiten, dritten und vierten Quartil -1,32 % (95-%-KI -2,04 bis -0,59), -0,91 % (-1,63 bis -0,18) beziehungsweise -0,46 % (-1,25 bis 0,33) weniger morphologisch normale Spermien; bei nachweisbarem Triclosan insgesamt -0,96 % (-1,57 bis -0,35). Der Zusammenhang war in Proben vor 2013 stärker, als Triclosan häufiger nachweisbar war. Stärken: Messwiederholungen, Adjustierung. Schwächen: kein Dosis-Wirkungs-Muster; Kliniksample (Fruchtbarkeitszentrum); kleine Effekte (unter 1,5 Prozentpunkte der Normalformen).
Smarr et al. 2018, antimikrobielle Substanzen im Urin, Paare mit Kinderwunsch [s112]. 501 männliche Partner von Paaren, die eine Schwangerschaft planten; Urinbiomarker von Parabenen, Triclosan und Triclocarban in Einzelproben; zwei frische Samenproben im Abstand von etwa einem Monat mit Analyse innerhalb von 24 Stunden. Lineare gemischte Modelle, adjustiert für Kreatinin, Ethnie, Alter und Body-Mass-Index; die log-transformierten Konzentrationen wurden durch ihre Standardabweichung geteilt. Methyl-, Ethyl- und Butylparaben waren mit geringerer Spermienzahl und mehreren Beweglichkeitsparametern assoziiert; hydroxylierte Paraben-Metabolite und Triclosan waren dagegen signifikant positiv mit ausgewählten Spermaparametern assoziiert. Die Autoren folgern, dass bestimmte Parabene die Spermaqualität beeinträchtigen könnten. Effektgrößen enthält der Abstract nicht. Beitrag für Triclosan: ein gegenläufiger Befund, der die Richtung der übrigen Studien nicht stützt; ob er bei Mehrfachtests zufällig entstanden ist, lässt sich aus dem Abstract nicht beurteilen.
Yuan et al. 2022, China, Querschnittsstudie [s72]. 406 Männer aus einer Fortpflanzungsklinik; Urin-Triclosan mit UHPLC-MS/MS bestimmt (nachweisbar in 74,6 %; nach dem Volltext der Metaanalyse im Mittel 1,7 µg/l); 16 Spermaparameter nach WHO (Volumen, Zahl, Beweglichkeit, Bewegungsmuster). Lineare Regression, restricted cubic splines mit drei bis fünf Knoten, logistische Regression. Weder die Terzile noch die kontinuierlichen Werte zeigten einen monotonen Trend mit irgendeinem Spermaparameter (p > 0,05). Im zweiten gegenüber dem ersten Terzil waren Linearität und „wobble“ (Schlenkern der Bewegungsbahn) signifikant höher (p < 0,05); die Splines zeigten keine signifikante Nichtlinearität, und die Terzile waren nicht mit dem Risiko abnormer Spermienzahl oder Beweglichkeit assoziiert. Die Autoren schließen auf begrenzte (keine oder geringe) Wirkungen niedriger Triclosan-Exposition. Stärken: viele Parameter, Prüfung auf Nichtlinearität, logistische Modelle. Schwächen: Querschnitt, Einzelurinprobe, Kinderwunschpopulation; 16 Parameter ohne Hinweis auf Mehrfachtest-Korrektur im Abstract. Das Ergebnis steht in teilweisem Gegensatz zu Zhu 2016, wo im niedrigsten Terzil Assoziationen gefunden wurden [s123].
Guo et al. 2023, Shijiazhuang, Fall-Kontroll-Studie mit Messung im Seminalplasma [s59]. 100 Männer mit geringer Spermaqualität (Fälle) und 100 Männer mit normaler Samenqualität (Kontrollen) aus einer Fruchtbarkeitsklinik, 2018 bis 2019. Triclosan im Seminalplasma mit UPLC-MS/MS; Spermienkonzentration, Zahl, Beweglichkeit und progressive Beweglichkeit nach WHO; Mann-Whitney- und Kruskal-Wallis-Test, logistische Regression adjustiert für Alter, Body-Mass-Index, Karenzzeit, Rauchen und Alkohol. Die Seminalplasma-Konzentration war bei Fällen leicht, aber nicht signifikant höher; nach dem Volltext der Metaanalyse betrug der Mittelwert ± Standardabweichung in den Kontrollen 2,6 ± 11,9 µg/l, in den Fällen 4,0 ± 9,5 µg/l. Es gab signifikante Assoziationen zwischen Seminalplasma-Triclosan und Spermaparametern in beiden Gruppen. Das vierte Quartil hatte gegenüber dem ersten ein höheres Risiko geringer Spermaqualität: adjustiertes OR 2,36 (95-%-KI 1,03 bis 5,39). Stärken: Messung am Zielort, Adjustierung für wichtige Störgrößen. Schwächen: nur 200 Teilnehmer; sehr weites Konfidenzintervall mit unterer Grenze knapp über 1; Standardabweichungen über dem Mittelwert (schiefe Verteilung); Fälle und Kontrollen aus derselben Klinik.
Zhu et al. 2022, Shanghai, prospektive Kohorte zur Fekundabilität [s74]. 443 Paare aus Präkonzeptionskliniken, von denen 331 (74,7 %) nach zwölf Monaten nachverfolgt wurden; Triclosan wurde im Urin des Mannes bei der Aufnahme gemessen, Zielgrößen waren Schwangerschaftsstatus der Partnerin und Zeit bis zur Schwangerschaft. Höhere Triclosan-Konzentrationen waren mit verminderter Fekundabilität assoziiert (Fekundabilitäts-Odds-Ratio 0,77; 95-%-KI 0,62 bis 0,97), das Infertilitätsrisiko stieg (OR 1,6; 1 bis 2,6), mit einem angedeuteten Dosis-Wirkungs-Muster über Terzile (in beiden Analysen). Es ist das Ergebnis mit dem klinisch nächsten Endpunkt, der Schwangerschaft, und die einzige prospektive Studie dieses Abschnitts. Schwächen: Das Konfidenzintervall der Infertilitäts-OR berührt 1 (die Untergrenze ist 1); gut ein Viertel der Paare ging im Verlauf verloren; eine Einzelmessung von Triclosan; der Mann ist nur ein Faktor der Paarfertilität, Spermaparameter wurden in diesem Abstract nicht berichtet. Die Übersicht von Hipwell fand für Triclosan kaum Hinweise auf einen TTP-Zusammenhang [s95]; die Shanghaier Studie erschien danach.
Triclosan in Mischungs- und Exposomstudien
Génard-Walton et al. 2025, EARTH-Kohorte [s22]. 420 Männer (18 bis 55 Jahre, 2005 bis 2019, Fruchtbarkeitszentrum des Massachusetts General Hospital), 24 Biomarker (Bisphenol A, vier Parabene, Triclosan, 17 Phthalat-Metabolite im Urin, Quecksilber im Haar). Vier Mischungs- und Exposommodelle (ExWAS, DSA, BKMR, NLinteraction). Quecksilber war positiv, Triclosan negativ mit allen Spermaergebnissen außer dem Volumen assoziiert, über mehrere Modelle hinweg. Für die gesamte Mischung (Anstieg vom 10. zum 90. Perzentil) im BKMR betrug der Effekt auf die Normalform -1,42 % (95-%-Kredibilitätsintervall -12,36 bis 9,52), auf die Beweglichkeit -0,10 % (-1,78 bis 1,58), auf das Volumen -0,26 ml (-0,79 bis 0,28), auf die Spermienzahl +0,21 Millionen (-0,23 bis 0,65) und auf die Konzentration +0,33 Millionen je Milliliter (-0,14 bis 0,80); alle Mischungsintervalle schließen Null ein. Eine Wechselwirkung zwischen Urin-Triclosan und Butylparaben bei der Normalform zeigte das NLinteraction-Modell. Einordnung: Das Triclosan-Ergebnis ist modellübergreifend konsistent, die Gesamtmischung ist von Null nicht unterscheidbar. Die Studie nutzt dieselbe Kohorte wie [s97]; die Befunde sind daher nicht unabhängig. Der Abstract nennt keine Effektgröße für Triclosan allein.
Hull et al. 2026, Dänemark, Kohorte zur fetalen Exposition [s09]. 841 junge Männer der Kohorte „Fetal Programming of Semen Quality“ innerhalb der Dänischen Nationalen Geburtskohorte. Mütterliches Blut aus der Schwangerschaft wurde auf PFAS, Phthalat-Metabolite und Triclosan analysiert; die Quantil-g-Berechnung schätzte die Änderung je Quartilsanstieg aller Stoffe in drei Mischungen (Gesamtmischung, PFAS-Mischung, Mischung nicht-persistenter Stoffe). Je Quartilsanstieg der Gesamtmischung: Spermienkonzentration -4,0 Millionen je Milliliter (95-%-KI -9,1 bis 1,1), Gesamtspermienzahl -16,1 Millionen (-33,8 bis 1,6), Hodenvolumen -0,5 ml (-1,2 bis 0,3), Anteil nicht-progressiver und immotiler Spermien +5 % (Verhältnis 0,99 bis 1,11), FSH +7 % (0,99 bis 1,16). Für die PFAS-Mischung zeigten sich ähnliche Zusammenhänge, für die Mischung der nicht-persistenten Stoffe (Phthalate, Triclosan) keine. Die Autoren halten die Ergebnisse für vereinbar mit Nullzusammenhängen, führen vorhandene Effekte auf PFAS zurück und nennen die Einzelmessung von Phthalaten und Triclosan als mögliche Ursache abgeschwächter Effekte. Alle Konfidenzintervalle schließen Null beziehungsweise 1 ein. Für Triclosan allein enthält der Abstract keine Zahl.
Shen et al. 2024, Shanghai, Phenolmischung [s52]. 799 Freiwillige der Shanghai Human Sperm Bank; 18 Phenole im Urin (HPLC-MS/MS), computergestützte Spermaanalyse; Mehrfachregression und gewichtete Quantilsumme (WQS). Ethylparaben war negativ mit Spermienkonzentration und Gesamtzahl assoziiert (p < 0,05); die Phenolmischung war mit geringerer Konzentration assoziiert, wobei Methyl- und Ethylparaben die Hauptbeiträge lieferten. Der Abstract nennt für Triclosan keine Einzelwerte. Die Arbeit erschien in einer chinesischsprachigen Zeitschrift (Se Pu) mit englischem Abstract; die Teilnehmer sind Samenspender, also eine selektierte Gruppe.
Gao et al. 2024, China, 55 endokrine Disruptoren [s43]. 155 Männer eines reproduktionsmedizinischen Zentrums in Anhui; im Urin wurden 55 Chemikalien gemessen, von denen 34 häufig nachweisbar waren (Nachweisrate mindestens 55 Prozent). Sechs Stoffe mit durchgehend erhöhtem Risiko gingen in die Mischungsmodelle (Bayes-Kernel-Maschinenregression und Quantil-g-Berechnung) ein: Bisphenol A, Ethylparaben, Methylparaben, Benzophenon-1 (BP-1), Benzophenon-3 (BP-3) und Mono(3-carboxypropyl)phthalat (MCPP). Die gemeinsame Exposition war mit geringerer Gesamtmotilität (β = -0,18; 95-%-KI -0,29 bis -0,07; p = 0,002) und progressiver Beweglichkeit (β = -0,27; -0,43 bis -0,10; p = 0,002) assoziiert, nicht mit dem Volumen. Als Haupttreiber verschlechterter Bewegungsparameter wurden BP-1, Methylparaben und MCPP genannt, nicht BP-3. Hohe Omega-3-Fettsäure-Spiegel im Seminalplasma, vor allem Docosapentaensäure, schwächten die Assoziation von MCPP mit der Beweglichkeit ab (Interaktions-p = 0,047 beziehungsweise 0,003). Der Abstract nennt für die Gesamtbeweglichkeit ein Interaktions-Konfidenzintervall in der Schreibweise „0,01 - -0,51“, das mit dem angegebenen Punktschätzer 0,26 nicht vereinbar ist; dieser Wert wird hier nicht verwendet. Triclosan gehört nicht zu den ausgewählten Haupttreibern. Schwächen: nur 155 Männer; 34 Stoffe als Vorauswahl bei Mehrfachvergleichen; eine Urinprobe; Querschnitt; die Mischung aus Phenolen, Parabenen, UV-Filtern und Weichmacher erlaubt keine Aussage speziell zu UV-Filtern.
Smarr et al. 2018, Seminalplasma [s113]. 339 männliche Partner, die an einer prospektiven Schwangerschaftsstudie teilnahmen; im Seminalplasma wurden Bisphenole, Benzophenon-UV-Filter, Antimikrobiotika (darunter Triclosan) und Phthalat-Diester samt Monoester-Metaboliten mit Flüssigchromatografie und Gaschromatografie jeweils mit Massenspektrometrie gemessen; 35 Spermienendpunkte nach standardisiertem Protokoll. Gemischte Modelle mit logarithmierten und standardisierten oder am 75. Perzentil dichotomisierten Konzentrationen; zusätzlich Vergleich mit klinischen Referenzwerten. Die konsistentesten Befunde betrafen einige Phthalat-Metabolite: Seminalplasma-Konzentrationen von Mono-ethyl-, Mono-n-butyl-, Mono-2-isobutyl- und Monobenzylphthalat waren mit geringeren Chancen auf ein Volumen oberhalb des Referenzwerts verbunden (adjustiertes OR 0,46; 95-%-KI 0,32 bis 0,66; 0,40; 0,28 bis 0,57; 0,39; 0,27 bis 0,56 beziehungsweise 0,34; 0,24 bis 0,49). Für Triclosan und die Benzophenone nennt der Abstract keinen vergleichbar konsistenten Befund. Die Autoren sehen bestimmte Phthalate mit vermindertem Volumen, verminderter Beweglichkeit und Vitalität sowie Kopfveränderungen der Spermien verbunden. Die Studie ist wegen der Messung am Zielort und des Vergleichs mit Referenzwerten relevant, trägt aber für die sechs Expositionsgruppen wenig bei. Beide Studien von Smarr stammen vermutlich aus derselben Paarkohorte [s112, s113]; das nennen die Abstracts nicht ausdrücklich.
Triclosan, Bisphenol A und 4-Nonylphenol in der Samenflüssigkeit: die Studienserie aus Tscheljabinsk (Russland)
Die russischsprachigen Humanstudien zu Triclosan stammen praktisch aus einer einzigen Arbeitsgruppe (Südural-Staatliche Medizinische Universität, Tscheljabinsk; Erstautor S. V. Chigrinets), zum Teil mit Beteiligung eines privaten Labors. Es handelt sich um sieben Humanveröffentlichungen aus den Jahren 2018 und 2019 [s101, s102, s93, s92, s90, s94, s91]. Die Probensätze überlappen mit hoher Wahrscheinlichkeit: Mehrere Arbeiten berichten dieselben Basismerkmale (mittleres Alter 30,8 ± 3,6 Jahre, mittlerer Body-Mass-Index 25,4 ± 2,9 kg/m², 42 % übergewichtig, 11 % Adipositas Grad I), und die Triclosan-Nachweisraten liegen in allen Arbeiten zwischen 84,3 % und 85,4 %. Eine Überlappung wird in keiner Arbeit ausdrücklich offengelegt. Die Ergebnisse sind daher als wiederholte Auswertungen ähnlicher, teils identischer Datensätze zu lesen und nicht als unabhängige Replikationen. Gemessen wurde in der Samenflüssigkeit mit Gaschromatografie und Massenspektrometrie im Bereich von etwa 0,1 ng/ml; zu Nachweisgrenzen und Kontaminationskontrollen enthalten die gelesenen Textabschnitte keine Angaben. Die Mediane werden als Median mit Interquartilsbereich angegeben, nicht als Konfidenzintervall.
Chigrinets et al. 2018, erste Messung [s101]. „Воздействие эндокринных дисрапторов на качество эякулята у мужчин“ (Wirkung endokriner Disruptoren auf die Ejakulatqualität bei Männern), Zeitschrift „Andrologiya i genital'naya khirurgiya“. Querschnittsstudie mit 41 Samenproben von Männern mit Normozoospermie (n = 18) und Pathozoospermie (n = 23), die laut der Schwesterarbeit [s102] 2017 bis 2018 eine Kinderwunschklinik aufsuchten (Unfruchtbarkeit in der Ehe, Fehlgeburten der Partnerin, Schwangerschaftsplanung, Samenspende). Die Pathozoospermiegruppe war „idiopathisch“ mit unterschiedlichen Formen (Teratozoospermie 10, Asthenoteratozoospermie 6, Oligoteratozoospermie 3, Asthenozoospermie 2, Oligoasthenoteratozoospermie 2). Alter im Median 32 beziehungsweise 31 Jahre, Body-Mass-Index im Median 25,1 beziehungsweise 25,5 kg/m². Gemessen wurden Bisphenol A, Triclosan und 4-Nonylphenol; Ejakulatparameter nach WHO 2010; DNA-Fragmentierung per Chromatin-Dispersionstest (Normalwert unter 15 %); Gesamttestosteron im Blutplasma; Statistik mit Mann-Whitney-U-Test und Spearman-Rangkorrelation. Nachweisraten: Bisphenol A 100 %, Triclosan 85,4 %, 4-Nonylphenol 97,6 %; Mediane (Q1 bis Q3) 0,12 (0,05 bis 0,30), 0,16 (0,08 bis 0,23) und 0,170 (0,06 bis 0,40) ng/ml. Gruppenvergleich Normo- gegenüber Pathozoospermie (Median, Q1 bis Q3): Bisphenol A 0,050 (0,040 bis 0,100) gegenüber 0,210 (0,120 bis 0,470) ng/ml, p < 0,001; Triclosan 0,095 (0,00 bis 0,190) gegenüber 0,185 (0,110 bis 0,360) ng/ml, p = 0,033; 4-Nonylphenol 0,185 (0,060 bis 0,300) in beiden Gruppen, p = 0,627; Anteil Spermien mit fragmentierter DNA 14,0 (9,00 bis 18,00) % gegenüber 18,0 (16,0 bis 25,0) %, p = 0,005; Gesamttestosteron 14,80 gegenüber 14,65 nmol/l, p = 0,856. Spearman-Korrelationen mit der Konzentration in der Samenflüssigkeit:
| Parameter | Bisphenol A | Triclosan | 4-Nonylphenol |
|---|---|---|---|
| Gesamtzahl Spermien | r = -0,32; p = 0,04 | r = -0,27; p = 0,09 | r = -0,05; p = 0,73 |
| Progressiv bewegliche (A + B) | r = -0,55; p < 0,001 | r = -0,31; p = 0,049 | r = -0,03; p = 0,84 |
| Normale Morphologie | r = -0,47; p = 0,002 | r = -0,44; p = 0,004 | r = -0,17; p = 0,30 |
| DNA-Fragmentierung | r = 0,31; p = 0,06 | r = 0,61; p < 0,001 | r = -0,07; p = 0,66 |
| Nicht progressiv bewegliche (C) | r = 0,28; p = 0,08 | r = 0,21; p = 0,20 | r = 0,38; p = 0,012 |
| Gesamttestosteron (Blut) | r = -0,40; p = 0,047 | r = -0,14; p = 0,52 | r = -0,22; p = 0,29 |
Bisphenol A und Triclosan korrelierten untereinander (r = 0,45; p = 0,003); die Summe aus beiden korrelierte stärker mit dem Anteil normal geformter Spermien (r = -0,51; p = 0,001), was die Autoren als synergistischen Effekt deuten. Stärken: direkte Messung im Ejakulat statt im Urin; mehrere Spermienparameter und DNA-Fragmentierung; Gruppen in Alter, Karenzzeit, Body-Mass-Index, Rauchen und Alkohol vergleichbar. Schwächen: kleine Stichprobe ohne Fallzahlplanung (die Schwesterarbeiten verneinen sie ausdrücklich); Kontrollgruppe teils Samenspender, Fälle Männer einer Kinderwunschklinik (Selektion); keine Mehrfachtest-Korrektur trotz Dutzender Tests; Korrelationen ohne Konfidenzintervalle; Kausalität nicht prüfbar; die Synergie-Aussage beruht auf einer Summenkorrelation und wurde in späteren Arbeiten derselben Gruppe nicht bestätigt (siehe [s94, s91]).
Chigrinets et al. 2018, Cut-off-Werte [s102]. „Оценка риска патозооспермии у мужчин при измерении эндокринных дизрапторов - бисфенола А и триклозана в семенной жидкости методом газовой хроматографии с масс-спектрометрией“ (Risikobewertung der Pathozoospermie bei Messung von Bisphenol A und Triclosan in der Samenflüssigkeit mittels GC-MS), Zeitschrift „Eksperimental'naya i klinicheskaya urologiya“. Diagnostische Auswertung derselben 41 Proben mit ROC-Analyse. Fläche unter der ROC-Kurve für Bisphenol A 0,832 ± 0,073 (95-%-KI 0,689 bis 0,975; p < 0,001), für Triclosan 0,701 ± 0,086 (95-%-KI 0,531 bis 0,863; p = 0,033). Optimale Schwellenwerte 0,103 ng/ml (Bisphenol A) und 0,150 ng/ml (Triclosan); Sensitivität und Spezifität für Triclosan 71,2 % und 66,7 %, für Bisphenol A 91 % und 78 %. Stärken: erste Cut-off-Schätzung für Samenflüssigkeit; Angabe von Konfidenzintervallen. Schwächen: Schwellenwerte wurden im selben Datensatz gewonnen und bewertet, sodass die Trennschärfe überschätzt sein dürfte; sehr breite Intervalle; die untere Grenze für Triclosan (0,531) liegt nur knapp über 0,5, dem Zufallsniveau; die von den Autoren vorgeschlagene klinische Anwendung zur Risikovorhersage wird durch die Datenlage nicht getragen.
Chigrinets et al. 2019, Humanteil und Rattenteil [s93]. „Влияние эндокринных дизрапторов бисфенола А и триклозана на качество спермы у мужчин и экспериментальных животных“ (Wirkung der endokrinen Disruptoren Bisphenol A und Triclosan auf die Spermaqualität bei Männern und Versuchstieren), Kazan Medical Journal. 53 Samenproben (19 Normozoospermie, 34 Pathozoospermie). Alter (Median 32,0 gegenüber 31,0 Jahre, p = 0,157), Karenzzeit (3,0 gegenüber 4,0 Tage, p = 0,105), Body-Mass-Index (25,1 gegenüber 25,5, p = 0,356), Rauchen (p = 0,901) und Alkohol (p = 1,0) unterschieden sich nicht. Nachweis: Bisphenol A 100 %, Triclosan 84,9 %; Median 0,15 (0,06 bis 0,31) beziehungsweise 0,13 (0,05 bis 0,22) ng/ml. Normo- gegenüber Pathozoospermie: Bisphenol A 0,05 (0,04 bis 0,08) gegenüber 0,21 (0,14 bis 0,47) ng/ml (p < 0,001); Triclosan 0,09 (0,0 bis 0,19) gegenüber 0,20 (0,11 bis 0,36) ng/ml (p = 0,045); DNA-Fragmentierung 14,0 (8,5 bis 17,0) % gegenüber 19,0 (16,0 bis 25,0) %, wobei die Quelle je Substanz p = 0,001 und p = 0,004 nennt, ohne die Differenz zu erklären. Spearman-Korrelationen (Konzentration in der Samenflüssigkeit; Bisphenol A / Triclosan): Gesamtzahl -0,330 (p = 0,016) / -0,188 (p = 0,211); Konzentration -0,309 (p = 0,024) / -0,206 (p = 0,170); progressiv bewegliche -0,575 (p < 0,001) / -0,237 (p = 0,113); normale Morphologie -0,397 (p = 0,003) / -0,420 (p = 0,004); DNA-Fragmentierung 0,349 (p = 0,025) / 0,604 (p < 0,001). Die Autoren fassen zusammen, Bisphenol A verschlechtere alle Parameter, Triclosan beim Menschen nur die Morphologie und die DNA-Fragmentierung. Die Mediane und Korrelationen weichen leicht von [s101] ab (zum Beispiel Bisphenol A mit progressiver Beweglichkeit r = -0,575 gegenüber -0,55; Triclosan-Median 0,13 gegenüber 0,16), weil die Stichprobe von 41 auf 53 wuchs; das stützt die Annahme überlappender Datensätze. Der Tierteil (Wistar-Ratten, 200 mg/kg im Futter über zwei Monate) wird im Kapitel zu den Tierstudien behandelt.
Chigrinets et al. 2019, Hodenfunktion beim Menschen und in der Ratte [s92]. „Влияние эндокринного дизраптора триклозана на функцию яичек (экспериментально-клиническое исследование)“ (Wirkung des endokrinen Disruptors Triclosan auf die Hodenfunktion, experimentell-klinische Studie), Zeitschrift „Ekologiya cheloveka“. Menschlicher Teil: dieselben 53 Proben; Triclosan in 84,9 % der Proben, Median 0,13 (0,05 bis 0,22) ng/ml; Normo- gegenüber Pathozoospermie 0,09 (0,0 bis 0,19) gegenüber 0,20 (0,11 bis 0,36) ng/ml (p = 0,045); DNA-Fragmentierung 14,0 (9,0 bis 18,0) % gegenüber 18,5 (16,0 bis 25,0) % (p = 0,004); Gesamttestosteron im Blut ohne Unterschied. Spearman: Triclosan mit DNA-Fragmentierung r = 0,604 (p < 0,001), mit normaler Morphologie r = -0,420 (p = 0,004), mit Testosteron r = -0,019 (p = 0,926), mit Gesamtzahl r = -0,188 (p = 0,211), mit Konzentration r = -0,206 (p = 0,170) und mit progressiver Beweglichkeit r = -0,237 (p = 0,113). Die Autoren räumen ein, dass andere endokrine Disruptoren (ein „Cocktail“) die Ergebnisse beeinflussen könnten und dass ihre Studie nur einen Stoff erfasse und Synergien nicht analysieren könne; die Deutung des Nachweises in der Samenflüssigkeit als möglicher Ausdruck einer direkten toxischen Wirkung kann das Querschnittsdesign nicht belegen.
Chigrinets 2019, Odds Ratios für erhöhte DNA-Fragmentierung [s90]. „Влияние триклозана и бисфенола на фрагментацию ДНК сперматозоидов“ (Wirkung von Triclosan und Bisphenol auf die DNA-Fragmentierung der Spermatozoen), Vestnik Soveta molodykh uchenykh i spetsialistov Chelyabinskoy oblasti. Männer mit idiopathischer Unfruchtbarkeit; Zielgröße war ein DNA-Fragmentierungsindex von mindestens 15 %. Die Tabelle beschreibt 18 Männer mit Index unter 15 % und 29 mit mindestens 15 %, im Text stehen 53 Patienten (19 Normozoospermie, 34 Pathozoospermie); die Differenz (47 gegenüber 53) wird nicht erklärt. Triclosan mit mindestens 0,11 ng/ml (Median-Aufteilung): Odds Ratio 18,3 (95-%-KI 3,4 bis 97,7; p < 0,001). Bisphenol A mit mindestens 0,15 ng/ml: Odds Ratio 4,3 (95-%-KI 1,0 bis 17,7; p = 0,088, nicht signifikant). Die Konzentrationen waren in der Gruppe mit Index von mindestens 15 % höher (Triclosan p = 0,001; Bisphenol A p = 0,014). Nachweisraten: Bisphenol A 100 %, Triclosan 84,9 %; Mediane 0,15 (0,06 bis 0,29) und 0,11 (0,05 bis 0,21) ng/ml. Bewertung: Der Median-Split an den eigenen Daten, die breiten Intervalle (3,4 bis 97,7) und die kleine Stichprobe machen die Schätzung sehr unsicher; das Intervall von 1,0 bis 17,7 bei p = 0,088 zeigt, wie knapp die Grenze beim Bisphenol A verfehlt wurde.
Chigrinets et al. 2019, gemeinsame Wirkung auf die DNA-Fragmentierung [s94]. „Риск фрагментации ДНК сперматозоидов у мужчин при совместном воздействии эндокринных дизрапторов“ (Risiko der Spermien-DNA-Fragmentierung bei gemeinsamer Wirkung endokriner Disruptoren), Vestnik Rossiyskoy akademii meditsinskikh nauk. 84 Samenproben (36 Normozoospermie, 48 Pathozoospermie); für den Gruppenvergleich nach DNA-Fragmentierung standen 18 Männer (unter 15 %) und 29 Männer (mindestens 15 %) zur Verfügung; das Missverhältnis wird im Text nicht aufgelöst. Mittleres Alter 30,8 ± 3,9 Jahre, Body-Mass-Index 24,3 ± 2,8 kg/m². Nachweisraten: Bisphenol A 100 %, Triclosan 84,3 %, 4-Nonylphenol 98,1 %; Mediane 0,150 (0,06 bis 0,29), 0,11 (0,05 bis 0,21) und 0,16 (0,06 bis 0,40) ng/ml. Gruppenvergleich nach DNA-Fragmentierung (unter 15 % gegenüber mindestens 15 %): Bisphenol A 0,06 (0,04 bis 0,15) gegenüber 0,18 (0,11 bis 0,31) ng/ml (p = 0,014); Triclosan 0,08 (0,0 bis 0,10) gegenüber 0,19 (0,13 bis 0,32) ng/ml (p < 0,001); 4-Nonylphenol 0,20 (0,10 bis 0,30) gegenüber 0,14 (0,06 bis 0,42) ng/ml (p = 0,900). Multiple logistische Regression (Modell p = 0,005; Nagelkerke-R² 0,387; Treffgenauigkeit 80 %, Sensitivität 62 %, Spezifität 89 %): Triclosan Koeffizient 10,711 (Standardfehler 5,282; p = 0,043; OR je 1 ng/ml 44.824,281; 95-%-KI 1,430 bis 1.405.164.955,017); Bisphenol A 2,754 (p = 0,273; OR 15,710; 95-%-KI 0,114 bis 2.156,712); 4-Nonylphenol -1,373 (p = 0,569; OR 0,253; 95-%-KI 0,002 bis 28,624). Auf einen Anstieg um 0,1 ng/ml umgerechnet erhöht Triclosan die Chance auf eine DNA-Fragmentierung von mindestens 15 % um den Faktor 2,9 (signifikant), Bisphenol A um 1,3 (Intervall schließt 1 ein), und 4-Nonylphenol senkt sie auf 0,87 (Intervall schließt 1 ein). Die Autoren folgern, das Risiko hänge in erster Linie an Triclosan; ein synergistischer Effekt der drei Stoffe sei nicht erkennbar, und dem 4-Nonylphenol wird eine „schützende Rolle“ zugeschrieben, die sie selbst als Annahme formulieren. Stärken: mehrfaktorielle Analyse, offene Angabe von Intervallen, Modellgüte, Sensitivität und Spezifität. Schwächen: extrem breite Intervalle (die obere Grenze von 1,4 Milliarden ist praktisch unbegrenzt) zeigen, dass das Modell mit etwa 47 Beobachtungen und drei stark korrelierten Prädiktoren instabil ist; wenige Ereignisse je Variable; kein unabhängiger Datensatz; das Bestimmtheitsmaß (0,387) liegt unter der von den Autoren selbst genannten Schwelle von 0,5; Widerspruch zur Synergie-Aussage in [s101]; die „schützende Rolle“ ist bei einem Intervall von 0,002 bis 28,624 nicht belegt.
Chigrinets et al. 2019, Risiko der Pathozoospermie bei gemeinsamer Exposition [s91]. „[Risk of pathoosophermia in men with joint exposure to endocrine disruptors]“ (Risiko der Pathozoospermie bei gemeinsamer Exposition gegenüber endokrinen Disruptoren), Urologiia 2019(6):83-86, in PubMed indiziert. 84 Samenproben, Mann-Whitney-Test und multiple logistische Regression. Nachweisraten: Bisphenol A 100 % (Median 0,150 ng/ml), Triclosan 84,3 % (Median 0,11 ng/ml), 4-Nonylphenol 98,1 % (Median 0,16 ng/ml). Die Gruppen unterschieden sich in der Konzentration von Bisphenol A (p < 0,001) und Triclosan (p = 0,018) sowie im DNA-Fragmentierungsindex (p = 0,002). Eine Erhöhung der Bisphenol-A-Konzentration um 0,1 ng/ml erhöhte die Chance auf Pathozoospermie um das 24,9-Fache; Triclosan und 4-Nonylphenol waren im Modell nicht signifikant (das Intervall des Odds Ratio schloss 1 ein). Die Autoren folgern, die Pathozoospermie hänge vor allem mit Bisphenol A zusammen, und es sei kein synergistischer Effekt anzunehmen. Einordnung: Für den Zielparameter „Pathozoospermie“ dominiert Bisphenol A, für „DNA-Fragmentierung von mindestens 15 %“ dominiert Triclosan [s94, s91]; das ist plausibel, wenn die Parameter unterschiedlich zusammenhängen, kann bei so wenigen Beobachtungen aber auch Zufall sein.
Würdigung der Serie. Triclosan in der Samenflüssigkeit ist in allen Auswertungen mit höherer Spermien-DNA-Fragmentierung (r = 0,604 in [s93, s92]; r = 0,61 in [s101]) und mit geringerem Anteil normal geformter Spermien (r = -0,420 bis -0,44) assoziiert, kaum aber mit Zahl und Beweglichkeit. Das ist intern konsistent, aber nicht unabhängig, weil die Datensätze überlappen. Es gibt keinen Fragebogen zu Körperpflege, Reinigungsmitteln oder Beruf; eine umgekehrte Verursachung oder Störgrößen durch Lebensstil lassen sich nicht prüfen. Triclosan ist in Zahnpasta, Seife, Deodorants, Kosmetika und Haushaltsreinigern vorhanden (nach Angabe der Autoren), aber die Studien ordnen nicht zu, welche Produkte die Quelle sind. Die Berichtsqualität ist uneinheitlich: Stichprobengrößen von 41, 47, 53 und 84 und unterschiedliche p-Werte für denselben Vergleich (Triclosan, Normo- gegenüber Pathozoospermie: p = 0,033 in [s101], p = 0,045 in [s93] und p = 0,018 in [s91]). Die Autoren schlagen Cut-off-Werte für die klinische Anwendung vor [s102]; das geht über die Datenlage hinaus. Die in einer Einzelmessung der Samenflüssigkeit erfasste Konzentration spiegelt kurzfristige Exposition.
Triclosan: Zusammenschau der Humanstudien
Die Einzelstudien mit Spermaendpunkten gehen in unterschiedliche Richtungen:
| Studie | Design, Teilnehmer | Befund zu Triclosan |
|---|---|---|
| Zhu 2016 [s123] | Querschnitt, 471, Urin | β = -0,17 (-0,32 bis -0,02) für vorwärtsbewegliche Spermien; Effekte nur im niedrigsten Terzil |
| Jurewicz 2018 [s107] | Querschnitt, 315 (nur Normozoospermie), Urin | mehr abnormale Formen ab dem 50. Perzentil (p = 0,002) |
| Nassan 2019 [s97] | Kohorte, 262 (581 Proben), Urin | -0,96 % Normalformen (-1,57 bis -0,35) bei nachweisbarem Triclosan, kein Dosis-Wirkungs-Trend |
| Smarr 2018 [s112] | Kohorte, 501, Urin | teils positive Assoziationen |
| Yuan 2022 [s72] | Querschnitt, 406, Urin | kein monotoner Trend; höhere Linearität im 2. Terzil |
| Guo 2023 [s59] | Fall-Kontroll, 200, Seminalplasma | OR 2,36 (1,03 bis 5,39), 4. gegenüber 1. Quartil |
| Chen 2013 [s132] | Fall-Kontroll, 1.590, Urin | keine Assoziation mit idiopathischer Infertilität |
| Den Hond 2015 [s125] | Fall-Kontroll, 163, Urin | nicht als Risikofaktor ausgewiesen; Hormonassoziationen |
| Zhu 2022 [s74] | Kohorte, 443 Paare (331 nachverfolgt), Urin | Fekundabilitäts-OR 0,77 (0,62 bis 0,97); Infertilitäts-OR 1,6 (1 bis 2,6) |
| Génard-Walton 2025 [s22] | Kohorte, 420, Urin | negativ assoziiert modellübergreifend; Gesamtmischung nullverträglich |
| Hull 2026 [s09] | Kohorte, 841, mütterliches Blut | keine Assoziation für die nicht-persistente Mischung |
| Chigrinets-Serie [s101, s102, s93, s92, s90, s94, s91] | Querschnitt, 41 bis 84, Seminalplasma | höhere DNA-Fragmentierung und geringere Normalform; überlappende Daten |
Aus dieser Sammlung ergibt sich: schwache negative Assoziationen mit Morphologie, Beweglichkeit oder Bewegungsmuster in mehreren Studien, ein erhöhtes Risiko im obersten Quartil des Seminalplasma-Triclosans in einer kleinen Fall-Kontroll-Studie, eine gegenläufige Assoziation bei Smarr, kein Zusammenhang mit idiopathischer Infertilität in der größten Fall-Kontroll-Studie, eine verminderte Fekundabilität in einer Kohorte und Nullzusammenhänge in der Mischungsstudie zur fetalen Exposition. Die Effekte sind, wo sie auftreten, klein (unter 1,5 Prozentpunkte der Normalformen bei Nassan) und teils nichtmonoton (nur im niedrigsten Terzil bei Zhu). Die Nachweisraten von Triclosan im Urin lagen in den chinesischen Studien zwischen 74,6 % und 96,7 %, bei Jurewicz bei 84,1 %, in der EARTH-Kohorte bei 74 % der Proben. Zu beachten ist, dass die EARTH-Studien [s97, s22] dieselbe Kohorte nutzen und die russischen Studien überlappende Daten. Die Konfidenzintervalle sind in den kleinen Studien am breitesten (Odds Ratio 18,3 mit Intervall 3,4 bis 97,7 bei [s90]; 2,36 mit Intervall 1,03 bis 5,39 bei [s59]); die großen Studien (Chen 2013 mit 1.590, Hull 2026 mit 841) liefern für Triclosan keine Assoziation. Eine Aussage zur Verursachung ist aus den vorliegenden Studien nicht möglich.
UV-Filter: Studien mit Benzophenon-Biomarkern
Buck Louis et al. 2015, Kohorte [s124]. 413 Männer (2005 bis 2009); fünf Benzophenon-UV-Filter im Urin (BP-1, BP-2, BP-3, BP-8 und 4-OH-BP; Flüssigchromatografie mit Dreifach-Quadrupol-Massenspektrometrie), 35 Spermienendpunkte; lineare Regression mit Dichotomisierung am 75. Perzentil und Box-Cox-transformierten Endpunkten, adjustiert für Alter, Body-Mass-Index, Cotinin, Jahreszeit und Studienzentrum. BP-2 war mit geringerer Spermienkonzentration (β = -0,74; 95-%-KI -1,41 bis -0,08), geraderer (β = -4,57; -8,95 bis -0,18) und linearer Bewegung (β = -3,15; -6,01 bis -0,30), mehr unreifen Spermien (β = 0,38; 0,15 bis 0,62) und einem verminderten Anteil „anderer Flagellum-Fehlformen“ (β = -0,16; -0,31 bis -0,01) assoziiert. BP-8 war mit verminderter hypoosmotischer Schwellung (β = -2,57; -4,86 bis -0,29) und größerer Akrosomfläche (β = 1,14; 0,01 bis 2,26) assoziiert. Für BP-1, BP-3 und 4-OH-BP ergaben sich keine Assoziationen. Die Autoren sprechen von Hinweisen auf Zusammenhänge mit einzelnen Aspekten, die auf Bestätigung warten. Stärken: viele Endpunkte, standardisiertes Protokoll. Schwächen: 35 Endpunkte mal fünf Expositionen, also viele Tests ohne im Abstract genannte Mehrfachkorrektur; die Effektrichtungen sind nicht einheitlich (ein Endpunkt, der sich verbessert, andere, die sich verschlechtern); mehrere Konfidenzintervalle berühren fast die Null; ein Teil der Zielgrößen (etwa Akrosomfläche, hypoosmotische Schwellung) ist klinisch schwer einzuordnen. Der Abstract bezeichnet das Design nur als „Cohort“; die Studienpopulation ist nicht näher benannt.
Adoamnei et al. 2018, Südspanien (Region Murcia), Querschnittsstudie [s100]. 215 Studenten (18 bis 23 Jahre, 2010 bis 2011), die am selben Tag Urin, Blut und Samen abgaben; 97 Prozent hatten mindestens einen der fünf BP-Filter im Urin. Nach Adjustierung für Body-Mass-Index, Rauchen und Zeitpunkt der Blutentnahme waren BP-1 und BP-3 positiv mit FSH assoziiert (β = 0,08; 0,009 bis 0,15 beziehungsweise β = 0,04; 0,0002 bis 0,08), BP-1 positiv mit dem Verhältnis Testosteron zu Östradiol (β = 0,04; 0,002 bis 0,07) und negativ mit dem Verhältnis Inhibin B zu FSH (β = -0,11; -0,21 bis -0,006). Keine signifikante Assoziation fand sich zwischen irgendeinem BP-Filter und irgendeinem Spermaparameter. Die Autoren werten die Effekte als klein und von unklarer klinischer Bedeutung. Stärken: gleichzeitige Messung von Urin, Blut und Samen an einem Tag; junge gesunde Männer aus der Allgemeinbevölkerung (Studenten). Schwächen: Einzelurinprobe; mehrere Hormonquotienten, einige Intervalle mit unterer Grenze nahe Null; Studentenpopulation, also eine eng umrissene Gruppe junger Männer.
Kiwitt-Cárdenas et al. 2024, Südostspanien, Querschnittsstudie mit Mischungsmodell [s46]. 158 gesunde Studenten; im Urin Bisphenol A, vier Parabene (Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butylparaben) und fünf Benzophenone; DNA-Fragmentierungsindex im Chromatin-Dispersionstest; Bayes-Kernel-Maschinenregression. Höheres 4-OH-BP war der wichtigste Beitrag zu einer negativen Assoziation der Urinwerte mit dem DNA-Fragmentierungsindex: -5,5 % (95-%-KI -10,7 bis -0,3) beim 50. und -5,4 % (-10,8 bis -0,1) beim 75. Perzentil, also weniger DNA-Fragmentierung. Für die übrigen Stoffe gab es keine signifikanten Assoziationen. Der Befund weist damit nicht in Richtung einer Schädigung; die Autoren betonen kleine Effekte unsicherer klinischer Bedeutung. Die Intervalle berühren nahezu die Null. Ein Zusammenhang mit einem günstigeren Wert ist nicht als „Nutzen“ zu lesen; er zeigt, wie schwankend Einzelbefunde in solchen Studien sind.
Joensen et al. 2018, Dänemark, Filaggrin-Genotyp [s106]. 65 Träger von Funktionsverlust-Mutationen im Filaggrin-Gen (Hautbarriere) und 130 Nichtträger, junge Männer. Gemessen wurden Urinwerte von Bisphenol A und weiteren Phenolen, Parabenen und UV-Filtern einschließlich der Benzophenone BP-1, BP-3 und 4-HBP; Ergebnisse waren Serumhormone und Samenqualität. Bei Trägern gingen höhere Urinwerte von BPA, BP-1 und BP-3 mit höherem Testosteron und Östradiol und niedrigerem FSH einher; ähnliche Trends bei Trägern mit messbarem 4-HBP; das höchste BPA-Quartil hatte eine geringere Beweglichkeit. Bei den Nichtträgern waren dagegen nachweisbares 4-HBP mit geringerer Beweglichkeit und Konzentration assoziiert, während die Zusammenhänge der Träger dort fehlten. Es gab keine Assoziation mit Parabenen und den übrigen Phenolen oder UV-Filtern. Die Expositionshöhe unterschied sich nach den Autoren zwischen den Gruppen nicht für BPA und 4-HBP, sodass der Unterschied nicht allein durch die Konzentration erklärt wird; sie vermuten, dass der Aufnahmeweg (dermale Aufnahme bei gestörter Hautbarriere) oder Ko-Expositionen die Zusammenhänge verändern. Schwächen: kleine Untergruppen, viele Vergleiche; gegenläufige Muster zwischen den Gruppen; die Interpretation über den Aufnahmeweg ist eine Hypothese.
Holmboe et al. 2022, Kopenhagen, pränatale Exposition [s67]. 101 Männer (18 bis 20 Jahre), deren Mütter in der Schwangerschaft (1997 bis 2001) Serumproben abgegeben hatten (Bisphenol A, sieben weitere Phenole, sechs Benzophenone). Höheres mütterliches BPA und BP-3 waren mit höherem LH assoziiert (BPA, drittes gegenüber erstem Terzil +33 %, 10 bis 62 %; zweites +12 %, -8 bis 36 %; BP-3 zweites +21 %, -2 bis 49 %, drittes +18 %, -4 bis 45 %, also mit Intervallen, die Null einschließen) und mit einem niedrigeren Verhältnis Testosteron zu LH (signifikant nur BPA, p-Trend 0,01). Keine Assoziationen zeigten sich mit dem Anogenitalabstand oder mit Markern der Samenqualität. Die Autoren deuten dies als kompensierte verminderte Leydig-Zellfunktion. Schwächen: nur 101 Männer, Terzilvergleiche, Zusammenhänge mit Hormonen und nicht mit Spermien; die Aussagekraft einer einzelnen Serumprobe der Mutter ist begrenzt.
Weitere Studien, die Benzophenone mitmessen. Gao et al. 2024 [s43] nennen BP-1 unter den Haupttreibern einer verminderten Beweglichkeit in einem Mischungsmodell (siehe oben). Chen et al. 2013 fanden für Benzophenon-3 keinen Zusammenhang mit idiopathischer Infertilität [s132]. Yang et al. 2022 [s71] fanden in einer Expositionsbeschreibung bei chinesischen Männern, dass Benzophenon mit den Phthalaten nicht korrelierte (kein Spermaendpunkt). Zhou et al. 2026 [s16] beschreiben mit Armband-Sammlern (siehe unten), dass häufige Sonnenschutznutzer bis zu 3,1-fach höhere Expositionen gegenüber UV-Filtern hatten; Spermaendpunkte wurden nicht erhoben. Smarr et al. 2018 [s113] maßen Benzophenone im Seminalplasma und fanden für sie keinen vergleichbar konsistenten Befund wie für Phthalate.
Lücke bei anderen organischen UV-Filtern. Für Octocrylen, Homosalat, 4-Methylbenzylidencampher und Octinoxat ergab die Recherche in Europe PMC (Suche in Titel und Abstract) keine Humanstudie mit Spermaparametern.
Einordnung UV-Filter. Die Studien weisen auf einzelne, teils gegenläufige Assoziationen; die Befunde zu BP-2 und BP-8 [s124] und zu 4-HBP [s106, s46] stützen sich auf Einzelergebnisse unter vielen getesteten. Ein konsistenter Befund über Studien hinweg ist nicht zu erkennen. Bei Buck Louis und bei Adoamnei waren jeweils unterschiedliche Stoffe und unterschiedliche Endpunkte auffällig. Alle Studien sind Querschnitt oder Kohorte mit Einzelmessungen; eine Kausalität kann nicht abgeleitet werden. Eine Studie zur Hautaufnahme beim Menschen (Humanexpositionsstudie mit Sonnenschutzmitteln) wird nur sekundär über [s17] berichtet.