Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI): Zahl der Atemaussetzer (Apnoen) und flachen Atemzüge (Hypopnoen) je Stunde Schlaf. Die Studien verwenden meist Schwellen um 5, 15 und 30 Ereignisse pro Stunde [s126, s167, s13].
Respiratory Disturbance Index (RDI): Atemstörungsindex, der neben Apnoen und Hypopnoen auch atmungsbedingte Weckreaktionen einschließen kann; in älteren Studien üblich [s179, s175].
Entsättigungsindex (ODI): Zahl der Abfälle der Sauerstoffsättigung im Blut je Stunde Schlaf.
Sauerstoffsättigung (SpO₂, SaO₂): Anteil des mit Sauerstoff beladenen Hämoglobins; „minimale Sättigung“ ist der tiefste Wert der Nacht, „Zeit unter 90 Prozent“ der Anteil der Schlafzeit unterhalb dieser Grenze [s146].
BOADAI (Blood Oxygen Accumulation Distribution Area Index): Von den Autoren einer Studie entwickelter Index, der die Fläche der Sättigungskurve auf die Schlafzeit bezieht [s81].
Obstruktive Schlafapnoe (OSA, OSAS, OSAHS): Wiederkehrender Verschluss der oberen Atemwege im Schlaf mit Atemaussetzern, Sauerstoffabfällen und Weckreaktionen. OSAS und OSAHS sind Schreibweisen als „Syndrom“.
Intermittierende Hypoxie: Wiederkehrender Wechsel zwischen Sauerstoffmangel und Normalwerten, wie bei OSA; Dauerhypoxie ist anhaltender Sauerstoffmangel (zum Beispiel Höhe, Kammer) [s142, s57].
CPAP / nCPAP (continuous positive airway pressure): Überdruckbeatmung mit Maske, die die Atemwege im Schlaf offen hält; „n“ steht für nasal. Sham-CPAP: Scheinbehandlung mit unwirksamem Druck [s177, s96]. Adhärenz: tatsächliche Nutzung, in Studien meist in Stunden pro Nacht und Anteil der Nächte [s85].
Unterkieferprotrusionsschiene (Mundschiene, MAD): Zahnschiene, die den Unterkiefer nach vorn hält [s136, s103]. Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP): Operation am Gaumen [s50, s189].
Polysomnographie: Schlaflabor-Untersuchung mit gleichzeitiger Messung von Hirnströmen, Atmung, Sauerstoff und weiteren Größen; ein tragbarer Atmungsmonitor ist ein vereinfachtes Gerät [s47].
Gesamttestosteron / freies Testosteron: Gesamtmenge im Blut beziehungsweise der nicht an Eiweiß gebundene Anteil. SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin): Transporteiweiß, dessen Menge unter anderem vom Gewicht abhängt [s12, s10].
LH (luteinisierendes Hormon), FSH (follikelstimulierendes Hormon): Gonadotropine der Hirnanhangdrüse, die Hoden und Testosteronbildung steuern. Prolaktin: weiteres Hormon der Hirnanhangdrüse. LHRH, hCG: Substanzen für Funktionstests der Hormonachse [s188].
Hypogonadismus: Unterfunktion der Hoden mit niedrigem Testosteron; hypogonadotrop bei niedrigem oder normalem LH (Störung zentral), hypergonadotrop bei erhöhtem LH und FSH (Störung im Hoden) [s04, s142].
Leydig-Zellen, Sertoli-Zellen: Zellen im Hoden; Leydig-Zellen bilden Testosteron, Sertoli-Zellen stützen die Samenzellbildung [s160, s185]. Spermatogenese: Bildung der Samenzellen. Keimepithel: Gewebeschicht der Samenkanälchen, in der Samenzellen reifen [s130].
Spermiogramm: Untersuchung des Ejakulats auf Konzentration, Beweglichkeit, Vitalität und Form. Asthenozoospermie: verminderte Beweglichkeit, in [s47] als progressive Beweglichkeit unter 35 Prozent definiert; Oligozoospermie: niedrige Spermienzahl; Teratozoospermie: erhöhter Anteil fehlgeformter Spermien [s103]. Progressive Motilität: vorwärts gerichtete Beweglichkeit.
Flagellum / Axonem: Geißel der Samenzelle beziehungsweise ihr inneres Röhrengerüst [s18, s57].
Erektile Dysfunktion (ED): anhaltende Schwierigkeit, eine für Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder zu halten. IIEF-5, IIEF-15: Fragebögen zur Erektionsfunktion [s118, s74]; SHIM, ASEX, GRISS, AMS, ADAM, AIPE, IPSS, SEP: weitere Fragebögen oder Tagebücher zu Sexualfunktion, Beschwerden des alternden Mannes, vorzeitigem Samenerguss, Harnbeschwerden und Erfolgsraten des Geschlechtsverkehrs [s131, s13, s166, s165, s63, s74, s136]. Nächtliche Tumeszenz (NPT): spontane Erektionen im Schlaf, objektiv messbar [s107, s132]. PDE-5-Hemmer: Arzneimittel wie Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil [s61, s122].
PSQI (Pittsburgh Sleep Quality Index): Fragebogen zur Schlafqualität [s09, s49].
Standardisierte Mittelwertdifferenz (SMD): Unterschied zweier Mittelwerte in Einheiten der Standardabweichung. Odds Ratio (OR), Hazard Ratio (HR), Inzidenzratenverhältnis: relative Maße für Chancen, Gefährdung oder Häufigkeit. 95-%-Konfidenzintervall (KI): Bereich, der mit den Daten vereinbar ist. p-Wert: Maß dafür, wie gut Daten zu einer Nullannahme passen. I²: Anteil der Unterschiede zwischen Studien, der nicht auf Zufall beruht (Heterogenität). Begg- und Egger-Test, Trichterdiagramm: Verfahren, um Publikationsverzerrung zu prüfen [s137, s85].
Metaanalyse: statistische Zusammenfassung mehrerer Studien. Querschnittsstudie: eine Messung zu einem Zeitpunkt. Fall-Kontroll-Studie: Vergleich von Betroffenen mit Kontrollen. Kohortenstudie: Beobachtung einer Gruppe über die Zeit. Randomisierte kontrollierte Studie (RCT): Zuteilung per Zufall. Vorher-nachher-Studie: Messung vor und nach einer Maßnahme ohne Vergleichsgruppe. Cross-over: Teilnehmende erhalten nacheinander beide Behandlungen [s175]. Pilotstudie: kleine Vorstudie [s53, s162].
Störgröße (Confounder): Faktor, der mit Ursache und Wirkung zusammenhängt und einen Zusammenhang vortäuschen kann (hier vor allem Adipositas). Adjustierung: statistische Berücksichtigung solcher Faktoren. Mediation: Anteil des Zusammenhangs, der über eine Zwischengröße läuft [s12]. Regression zur Mitte: Tendenz extremer Messwerte, bei Wiederholung näher am Durchschnitt zu liegen. Placebo- und Erwartungseffekt: Besserung allein durch die Erwartung. Selektionsverzerrung: verzerrte Auswahl der Teilnehmenden.
Propensity-Score-Matching: statistische Zuordnung ähnlicher Personen aus Behandlungs- und Vergleichsgruppe [s65, s52, s33]. Mendelsche Randomisierung: Verfahren, das genetische Varianten als natürliche Zufallszuteilung nutzt, um Ursache und Wirkung zu prüfen [s36, s22, s32].
NHANES, UK Biobank, SHIP-TREND, MAILES, EPISONO, MrOS: Bevölkerungs- und Kohortenstudien aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Australien, Brasilien und den USA (MrOS) [s12, s19, s117, s72, s06, s104]. NHIRD, KNHIS, TriNetX: Abrechnungs- und Registerdatenbanken aus Taiwan, Korea und den USA [s125, s44, s33].
GRADE, PROSPERO, MOOSE, PRISMA, Newcastle-Ottawa-Skala, RoB: Instrumente zur Bewertung der Sicherheit der Evidenz, zur Vorregistrierung und Berichterstattung von Übersichten und zur Bewertung des Verzerrungsrisikos [s61, s85, s02, s73].
Massenspektrometrie (LC-MS/MS) und Immunoassay: Messverfahren für Hormone; die EAU-Leitlinie nennt Massenspektrometrie als bevorzugt und Immunoassays als akzeptabel, wenn sie nicht verfügbar ist [s10, s72].
Polyzythämie / Hämatokrit: erhöhte Zahl roter Blutkörperchen beziehungsweise deren Volumenanteil [s76, s191]. Chemoreflex: Regelung der Atmung durch Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut [s140]. Hyperkapnie: erhöhtes Kohlendioxid im Blut.
StAR, HSD, CYP11A1: Eiweiße beziehungsweise Enzyme der Testosteronbildung [s151, s90, s84]. HIF-1α: Eiweiß, das auf Sauerstoffmangel reagiert [s48, s130]. ROS, oxidativer Stress: reaktive Sauerstoffverbindungen und ihre schädigende Wirkung [s16, s66]. Apoptose: programmierter Zelltod. NLR: Neutrophilen-Lymphozyten-Quotient, Maß der systemischen Entzündung [s17]. CRP: C-reaktives Protein, Entzündungsmarker [s04, s41]. HOMA-IR: Maß der Insulinresistenz [s41].
Zirkadianik: Tagesrhythmus der Körperfunktionen [s16, s187]. Epigenetik / Methylierung: Veränderungen der Genaktivität ohne Änderung der DNA-Sequenz [s113, s16].