Chinesisch
Umfang und Gliederung. Der chinesische Raum liefert nach dem englischen die größte Zahl eigener Daten, verteilt auf drei Schichten: chinesischsprachige klinische Arbeiten (Zhonghua-Zeitschriften), englischsprachige Studien chinesischer Gruppen aus dem Festland und die Registerstudien aus Taiwan. Sechs Quellen tragen den Raum als Sprache [s07, s103, s122, s136, s141, s172]; wegen der englischen Datenbanktitel und Abstracts sind die Titel im Verzeichnis meist in der englischen Fassung geführt. Die Studie behandelt hier auch Taiwan, weil die Registerdaten dort überwiegend in chinesischer Sprachumgebung entstanden, aber auf Englisch erschienen.
Chinesischsprachige klinische Studien (Zhonghua Nan Ke Xue und andere). Vier Arbeiten erschienen im National Journal of Andrology (Zhonghua nan ke xue), eine in der Zhonghua Yi Xue Za Zhi (Chinese Medical Journal) und eine Leitlinie in der Zhonghua Jie He He Hu Xi Za Zhi. Alle Abstracts in PubMed sind englisch, die Volltexte chinesisch.
- Li und Kollegen (2004), „Treatment for erectile dysfunction patients with obstructive sleep apnea syndrome by nasal continual positive airway pressure" (Behandlung von Patienten mit erektiler Dysfunktion und obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom durch nasalen kontinuierlichen Überdruck): randomisiert, 27 Patienten (15 nCPAP, 12 Kontrolle), ein Monat Behandlung von 22 bis 6 Uhr. Der Abstract nennt eine deutliche Besserung gegenüber der Kontrollgruppe, an anderer Stelle aber „P > 0,05", ein Widerspruch, der vermutlich ein Druckfehler ist; Zahlen fehlen, ebenso Hormon- und Samenbefunde [s172]. Es ist die früheste kontrollierte Studie zu CPAP und Erektionsfunktion im Verzeichnis (Einordnung der Bearbeitung).
- Xu und Kollegen (2013), Metaanalyse „Effect of continuous positive airway pressure on erectile dysfunction in patients with obstructive sleep apnea syndrome" (Wirkung von CPAP auf die erektile Dysfunktion bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom): vier Artikel (drei englisch, einer chinesisch) mit 77 Fällen. Sie ist die einzige Metaanalyse des Verzeichnisses, die chinesische Datenbanken ausdrücklich durchsuchte (China Academic Journal Full-Text Database, Chinese Biomedical Literature Database, Wanfang). Der IIEF-5 stieg nach CPAP: gewichtete Mittelwertdifferenz 4,19 (95-%-Konfidenzintervall 3,01 bis 5,36; P < 0,001), ohne messbare Heterogenität (I² = 0 Prozent). Schwächen: nur 77 Fälle, Fragebogen als einziges Maß, kein Hormon- oder Samenbefund [s141].
- Zhang und Kollegen (2014), „Oral-appliance for erectile dysfunction induced by obstructive sleep apnea-hypopnea syndrome" (Mundschiene bei erektiler Dysfunktion durch obstruktives Schlafapnoe-Hypopnoe-Syndrom): unkontrolliert, 40 Fälle, 37 ausgewertet, drei Monate Unterkieferprotrusionsschiene. Der AHI sank in Gruppe A (AHI höchstens 30/h, niedrigste Sättigung mindestens 80 Prozent) von 21,4 ± 7,3 auf 14,2 ± 6,6 und in Gruppe B von 51,4 ± 9,5 auf 29,7 ± 8,1; der IIEF-5 stieg in B stärker als in A (3,36 ± 2,48 gegenüber 1,12 ± 1,27) [s136]. Bei größerem Ausgangsdefizit ist ein größerer Zuwachs zu erwarten; ohne Kontrollgruppe sind Erwartungseffekte nicht abgrenzbar (Einordnung der Bearbeitung).
- Zhang und Kollegen (2016), „Oral-appliance combined with tadalafil for erectile dysfunction induced by severe obstructive sleep apnea-hypopnea syndrome" (Mundschiene kombiniert mit Tadalafil bei erektiler Dysfunktion durch schweres obstruktives Schlafapnoe-Hypopnoe-Syndrom): dreiarmig randomisiert, 90 Patienten, 87 ausgewertet (Mundschiene 29, Tadalafil 30, beides 28). Die Kombination verbesserte den IIEF-5 stärker (4,18 ± 1,19 gegenüber 2,66 ± 1,63 und 2,77 ± 1,74) [s122]. Eine Mundschiene lässt sich nicht verblinden; Hormon- und Samenbefunde fehlen.
- Zhang und Kollegen (2018), „Effect of oral appliance on reproductive system of the male New-Zealand rabbit with obstructive sleep apnea-hypopnea syndrome" (Wirkung einer Unterkieferprotrusionsschiene auf das Fortpflanzungssystem männlicher Neuseeland-Kaninchen mit obstruktivem Schlafapnoe-Hypopnoe-Syndrom), Zhonghua Yi Xue Za Zhi: 30 Kaninchen in drei Gruppen zu je 10 (Modell, Modell mit Schiene, Kontrolle), acht Wochen. Im Modell sanken Sättigung sowie Spermienzahl, Vitalität und Beweglichkeit, die Teratozoospermierate stieg (alle P < 0,05); mit Schiene bestand kein Unterschied zur Kontrolle; Sättigung und Teratozoospermie korrelierten (r = −0,614; P < 0,001) [s103]. Es ist im Verzeichnis das einzige Tiermodell mit einer Gegenmaßnahme an den Atemwegen, und für CPAP selbst gibt es kein vergleichbares Experiment.
- Die Leitlinie der Chinese Thoracic Society (2026) zur Diagnostik und Behandlung der OSA bei Erwachsenen (2025) folgt AGREE II und RIGHT und beantwortet 18 klinische Schlüsselfragen. Zu den typischen Symptomen zählt sie eine „reduzierte sexuelle Funktion", zu den Hochrisikogruppen „Männer mittleren und höheren Alters"; für mittelschwere bis schwere OSA (AHI mindestens 15/h) nennt sie die Überdruckbeatmung als Erstlinientherapie (Empfehlungsgrad 1, A). Zu Testosteron, Hormonen, Spermienqualität oder Fertilität enthält der Abstract keine Empfehlung [s07]. Das ist ein Hinweis auf die Versorgungslage in China, kein Beleg für die hier untersuchte Frage.
Englischsprachige Studien chinesischer Gruppen. Der Hauptteil der klinischen Daten zu Samen und Hormonen kommt aus dem Festland:
- Zwei Metaanalysen zum Testosteron: Su und Kollegen (2022; Peking) mit 18 Studien und 1.823 Männern (SMD −0,76; −1,18 bis −0,33; nach Angleichung für Alter und BMI −0,8; schwere OSA −1,21, leichte und mittelschwere nicht gesichert) [s59] und Wang und Kollegen (2023; Lanzhou) mit 24 Fall-Kontroll-Studien (SMD −0,97; −1,47 bis −0,47; I² = 94,9 Prozent; als Quellen der Heterogenität nennen die Autoren Herkunftsgruppe, Alter, BMI und Messmethode) [s46]. Die Metaanalyse zu CPAP und Testosteron mit 232 Männern (Xiamen) fand keine Änderung des Gesamttestosterons (SMD −0,14; −0,63 bis 0,34) [s137].
- Samenanalysen: Wang und Kollegen (2023; Renmin-Krankenhaus der Universität Wuhan) werteten 175 Männer eines Reproduktionszentrums aus (Alter 32,2 ± 3,6 Jahre, tragbares Atemmonitoring). Progressive Beweglichkeit in den vier Gruppen (keine, leichte, mittelschwere, schwere OSA): 43 ± 16, 42 ± 17, 36 ± 18 und 29 ± 18 Prozent (p = 0,002); Gesamtbeweglichkeit 59, 59, 49 und 42 Prozent (p = 0,010); Vitalität 80, 81, 79 und 72 Prozent (p = 0,039); der AHI blieb nach Anpassung für Alter und BMI negativ mit Beweglichkeit und Vitalität verbunden [s47]. Zhang und Kollegen (2025; Hefei) verglichen 108 neu diagnostizierte Männer mit OSA (20 bis 40 Jahre, Polysomnographie) mit 84 Männern aus der Fertilitätsabklärung: Spermienkonzentration 90,0 gegenüber 129,3 × 10⁶/ml, Gesamtbeweglichkeit 68,6 gegenüber 71,0 Prozent (p = 0,011), Testosteron 13,1 gegenüber 21,8 nmol/l (p < 0,001); nach Schweregrad (66 leicht, 18 mittel, 24 schwer) sank die Konzentration von 118,15 über 91,80 auf 29,50 × 10⁶/ml, während das Testosteron (13,35, 12,51, 12,05 nmol/l) sich nicht unterschied (p = 0,727); der AHI war unabhängig mit Konzentration (β = −0,393) und Gesamtbeweglichkeit (β = −0,640) verbunden [s30]. Die Motilitätsunterschiede zwischen OSA und Kontrolle sind absolut klein (wenige Prozentpunkte), der Konzentrations- und Testosteronunterschied deutlich; dass das Testosteron zwischen den Schweregraden nicht unterscheidet, spricht gegen eine einfache Dosis-Wirkungs-Beziehung für diese Größe (Einordnung der Bearbeitung). Beide Studien sind Querschnitte, beide mit Auswahl durch ein Fertilitätszentrum; Studien mit CPAP und Samenanalyse fand die Recherche in diesem Raum nicht, und die Wuhaner Gruppe nennt sie selbst als offene Frage.
- Hormone und Erektionsfunktion: Dong und Kollegen (2015; Wuhan; „Serum sex hormone levels in different severity of male adult obstructive sleep apnea-hypopnea syndrome among East Asians") fanden bei 116 Personen (10 Kontrollen, 15 leicht bis mittel, 91 schwer) keinen Hormonunterschied und keine Korrelation mit dem AHI, aber eine negative Korrelation von Testosteron mit dem BMI [s126]. Li und Kollegen (2016; Hangzhou) fanden bei 153 Männern mit OSA und 60 Kontrollen eine ED bei 47,1 gegenüber 13,3 Prozent; bei 32 Männern mit schwerer OSA und ED stiegen nach einem Monat CPAP IIEF-5, FSH, LH und Testosteron (p < 0,05), ohne Kontrollgruppe [s118]. Zhang und Kollegen (2016; Xiamen) fanden bei 207 Männern unter drei Monaten CPAP bei 53 Männern keine Hormonänderung bei besserem IIEF-5 [s123]. Feng und Kollegen (2022; Shanghai) berichten eine ED-Prävalenz von 64,52 Prozent (bei schwerer OSA 73,02 Prozent) bei 135 Teilnehmenden; die Hormone waren mit dem ED-Auftreten nicht signifikant korreliert; sechs Monate nach Uvulopalatopharyngoplastik wurden Fragebogenwerte erhoben [s50]. Zheng und Kollegen (2020; Shanghai) entwickelten bei 502 Männern einen Sauerstoffsättigungs-Index (BOADAI), der negativ mit dem IIEF-5 korrelierte (r = −0,2525) [s81]. Die zwei Studien aus Hangzhou und Xiamen widersprechen sich in der CPAP-Wirkung auf Testosteron; die Beobachtungszeit unterscheidet sich (ein gegenüber drei Monaten), und die Hangzhou-Studie hatte nur ausgewählte Patienten (Einordnung der Bearbeitung).
- Mechanismen und Tiermodelle: Wang und Kollegen (2020; Peking) fanden bei Ratten unter 6 Wochen intermittierender Hypoxie niedrigere Spermienzahl und Beweglichkeit sowie erhöhte Leptin-, JAK- und STAT-Werte im Hoden [s80]. Zhang und Kollegen (2013; Nanjing) sahen bei Ratten unter 17 Tagen Hypoxie (10 ± 0,5 Prozent Sauerstoff) niedrigeres Serumtestosteron bei höherem LH und FSH, mit Herunterregulation von StAR und 3β-HSD im Hoden [s142]; eine Arbeit von 2012 mit Mäusen unter 10 Prozent Sauerstoff über 28 Tage zeigte ebenfalls eine Herunterregulation von StAR und 3β-HSD [s151]. Wang und Kollegen (2019; Nantong) führen den Testosteronabfall unter Hypoxämie auf eine NRF1-abhängige Herunterregulation von StAR zurück [s90]. Li und Kollegen (2025; Chongqing) beschreiben, wie Hypoxie über Septin2 die Proliferation der Spermatogonien hemmt (24 Höhenbewohner, 6 Patienten mit pathologischer Hypoxie, 19 Kontrollen; Mausmodell mit n = 5) [s26]; Yin und Kollegen (2026) führen den Block des Übergangs von runden zu länglichen Spermatiden auf die ASXL2-EZH2-Achse zurück, mit Störung axonemaler Mikrotubuli des Spermien-Flagellums [s18]. Ein Befund aus Taiwan steht gegen die übrigen: Hwang und Kollegen (2009) sahen bei Ratten nach vier Tagen intermittierender Hypoxie (12 Prozent Sauerstoff, acht Stunden täglich) ein höheres Plasmatestosteron und eine gesteigerte Produktion in Leydig-Zellen [s160]; die Testosteronrichtung hängt von Modell, Dauer und Hypoxiemuster ab (Einordnung der Bearbeitung). Eine epigenetische Studie aus Kaohsiung beschreibt bei einem Entsättigungsindex über 30 eine erhöhte Methylierung des Androgenrezeptor-Promotors (primärer Endpunkt negativ, Befund aus einer Sekundäranalyse) [s113].
- Übersichten: Li und Kollegen (2021; Chongqing) zu Umwelt- und pathologischer Hypoxie und männlicher Fruchtbarkeit (männliche Infertilität betreffe etwa 6 bis 8 Prozent der Männer; die Kausalität sei noch zu belegen) [s66]; Li und Kollegen (2026; Lanzhou) zur Höhenhypoxie [s14]; Rong und Dong (2026; Shenyang) zu Schlafstörungen und männlicher Infertilität, die CPAP als mögliche Maßnahme nennt, ohne dafür im Abstract eine Studie anzuführen [s16]; Gu und Kollegen (2022; Chengdu) zur erektilen Dysfunktion bei OSA [s51].
- Daten anderer Populationen, von chinesischen Teams ausgewertet: NHANES [s23, s12], die UK Biobank [s19] und zwei Mendelsche Randomisierungen zur ED (Gao und Kollegen 2025; Zhu und Kollegen 2025). Die erste fand für OSA keinen kausalen Zusammenhang mit ED (OR 1,01; 0,82 bis 1,24; und 1,07; 0,87 bis 1,30), die zweite für genetisch vorhergesagtes Schnarchen, kurze Schlafdauer und Insomnie ein höheres ED-Risiko, ohne Ergebnis für das Schlafapnoe-Syndrom im Abstract [s22, s32].
Registerstudien aus Taiwan. Taiwan stellt die größte Dichte an bevölkerungsbasierten Studien, beruhend auf der Krankenversicherungsdatenbank NHIRD und ihren Teilmengen:
- Chen und Kollegen (2015) verglichen 4.835 Männer mit vermuteter OSA mit 145.050 gepaarten Kontrollen (1:30): ED-Inzidenz 5,7 gegenüber 2,3 je 1.000 Patientenjahre bei wahrscheinlicher OSA; adjustiertes Inzidenzratenverhältnis 2,0 (1,8 bis 2,2), Hazard Ratio 2,0 (1,5 bis 2,7) [s125].
- Chung und Kollegen (2016) fanden bei 1.236 Männern mit OSA und 4.944 ohne unter anderem eine ED (2,91 gegenüber 0,97 Prozent; OR 2,95; 1,89 bis 4,61), Nykturie (2,02 gegenüber 0,61 Prozent; OR 3,54) und benigne Prostatahyperplasie (15,13 gegenüber 7,28 Prozent; OR 2,54) [s114]. Die niedrige absolute ED-Häufigkeit spricht für Unterdiagnose in Abrechnungsdaten (Einordnung der Bearbeitung).
- Chen und Kollegen (2016) fanden unter 603 Menschen mit OSA, 17.182 mit anderen Schlafstörungen und 35.570 Kontrollen eine ED-Inzidenz 9,44-fach (6,49 bis 13,7) erhöht bei OSA und 3,72-fach (3,13 bis 4,41) bei anderen Schlafstörungen [s112]. Der Schätzer ist im Vergleich mit [s125] und [s114] auffällig groß; die Ursache lässt sich aus dem Abstract nicht klären.
- Jhuang und Kollegen (2021, JAMA Network Open): 4.607 Männer mit Infertilität und 18.428 Kontrollen; OSA 3,17 gegenüber 2,59 Prozent; adjustiertes OR für Infertilität 1,24 (1,10 bis 1,64); ohne OSA-Behandlung 1,80 (1,56 bis 2,07), mit CPAP allein 0,99 (0,86 bis 1,20), mit Uvulopalatopharyngoplastik allein 0,98 (0,84 bis 1,13); mit Dauer der OSA vor der Diagnose steigend (unter 1 Jahr 1,17; 1 bis unter 5 Jahre 1,26; 5 Jahre oder länger 1,86). Es fehlen Labor-, BMI-, Rauch-, Spermien- und Hormondaten; Diagnosecodes ersetzen die Samenanalyse; behandelte OSA-Fälle waren wenige [s65].
- Lin und Kollegen (2022): Infertilitätsrisiko bei Männern mit OSA und Operation aOR 2,70 (1,46 bis 4,98), bei Frauen nicht; Männer von 20 bis 35 Jahren aOR 3,19 (1,18 bis 8,66) [s55]. Die beiden Infertilitätsstudien stammen aus derselben Versicherungsdatenbank und sind nicht unabhängig; die Richtung ist gleich, die Stärke verschieden (aOR 1,24 gegenüber 2,70).
- Chen und Kollegen (2021): Männer mit Nasenscheidewandverkrümmung und Muschelhypertrophie (61.761 gegenüber 247.044 Kontrollen); Infertilität bei 46 gegenüber 72 Männern, adjustierte HR 1,080 (1,049 bis 1,514), ohne Septoturbinoplastik 2,842 [s62]. Diese Studie betrifft keine OSA, sondern nasale Atemwegsbehinderung als möglichen Auslöser; die Ereigniszahlen sind sehr klein.
- Hwang und Kollegen (2022): 20.675 Männer mit neu diagnostizierter OSA, davon nach Propensity-Matching 8.337 operierte und 2.779 nicht operierte; 396 (3,6 Prozent) entwickelten eine ED; adjustierte HR 0,79 (0,64 bis 0,98) nach Operation [s52]. Der Vergleich folgt der Behandlungsindikation und kennt weder AHI noch CPAP-Nutzung (Einordnung der Bearbeitung). Peng und Kollegen (2022): 48 Männer nach transoraler Roboterchirurgie, AHI von 53,10 ± 25,77 auf 31,66 ± 20,34, IIEF-5 von 20,98 auf 22,17 (p = 0,007), ohne Kontrollgruppe [s58].
- Mehrere Studien teilen überlappende Zeiträume der NHIRD (1997 bis 2013 [s55]; 1998 bis 2011 [s112]; 1997 bis 2012 [s52]; 2000 bis 2013 [s65]); Befunde dürfen nicht als unabhängige Bestätigung gezählt werden. Keine dieser Studien kennt Hormone oder Samenparameter; Schweregrad, Sättigung, BMI und Rauchen fehlen meist.
Fachzeitschriften. Zhonghua Nan Ke Xue (National Journal of Andrology) trägt die klinischen Studien der Jahre 2004 bis 2016 [s172, s141, s136, s122]; Zhonghua Yi Xue Za Zhi die Kaninchenstudie [s103]. Die neueren Arbeiten (2020 bis 2026) sind überwiegend englischsprachig, von Mechanismen der Hypoxie über Samenqualität bis zu Auswertungen westlicher Datensätze. Die Recherche fand außerdem in der Zhonghua Yi Xue Za Zhi eine Arbeit von 2005 zu OSA und erektiler Dysfunktion (Guangzhou), für die PubMed keinen Abstract führt; sie ist nicht ausgewertet.
Erreichbarkeit. CNKI antwortete auf der Startseite mit nur 381 Byte Inhalt, die Suchadresse war nicht erreichbar; Wanfang lieferte nur einen per Skript nachgeladenen Rahmen ohne Trefferliste. Beide waren nicht auswertbar. Chinesischsprachige Zeitschriften, die nur dort und nicht in PubMed stehen (Hochschul- und Dissertationsliteratur), sind nicht erfasst. Die breite Abfrage mit dem Sprachfilter Chinesisch in Europe PMC lieferte 32 Rohtreffer (eine Abfrage, nicht dedupliziert). Suchbegriffe in chinesischen Schriftzeichen waren wenig ergiebig; die Zahl der gefundenen Studien ist eine Untergrenze.
Wie dünn ist es? Zahlenmäßig reich, thematisch einseitig: sehr viel zu erektiler Dysfunktion, wenig zu Spermien, nichts zu CPAP und Samenqualität. Neue Interventionsstudien fehlen; die Kernarbeiten zu CPAP und Hormonen stammen von 2014 bis 2016.
Japanisch
Eigene Literatur. Sechs Quellen tragen den japanischen Raum [s165, s169, s174, s180, s187, s188]. Es sind zwei experimentell-klinische Arbeiten von 1989, ein Übersichtsartikel (2000), eine Anmerkung zur Altersandrogendefizienz (2003) und zwei urologische Kongressabstracts (2006, 2008); moderne japanische Studien zu OSA und Spermienqualität oder zu CPAP und Testosteron fand die Recherche nicht.
- Kouchiyama und Kollegen (1989) untersuchten 15 Männer in zwei aufeinanderfolgenden Nächten im Schlaflabor, mit Blutentnahmen ab 22 Uhr alle vier Stunden in der ersten Nacht und der Gesamtdauer von Sättigungsabfällen um mindestens 4 Prozent aus der zweiten. Gruppe 1 (höchstens 80 Minuten; n = 7) hatte ihr Testosteronmaximum um 6 Uhr, Gruppe 2 (mehr als 80 Minuten; n = 8) um 10 Uhr; der Quotient aus dem Wert um 10 und dem um 6 Uhr korrelierte mit der Dauer der Entsättigung. „Prediction of the degree of nocturnal oxygen desaturation in sleep apnea syndrome by estimating the testosterone level" (Vorhersage des Ausmaßes der nächtlichen Sauerstoffentsättigung beim Schlafapnoe-Syndrom durch Abschätzung des Testosteronspiegels), Nihon Kyobu Shikkan Gakkai Zasshi. Es gab keine gesunde Kontrollgruppe, die Absolutwerte und p-Werte stehen nicht im Abstract, und Adipositas als Störgröße ist dort nicht berücksichtigt [s187]. Der Schwerpunkt liegt auf der zeitlichen Verteilung des Hormons, nicht auf dem Absolutwert.
- Kouchiyama und Kollegen (1989), „Depression of testosterone secretion in male patients with respiratory failure" (Verminderte Testosteronsekretion bei männlichen Patienten mit respiratorischer Insuffizienz): drei Gruppen nach arteriellem Sauerstoffpartialdruck (unter 60 Torr; 60 bis unter 70 Torr; Kontrollen). Urin- und Serumtestosteron waren in der Gruppe mit dem niedrigsten Druck signifikant niedriger; im LHRH-Test zeigte sie eine verstärkte relative LH-Antwort mit verzögertem Gipfel; im hCG-Test fand sich kein Unterschied. Die Autoren deuten dies als Minderfunktion von Hypothalamus und Hypophyse bei erhaltener Hodenantwort. Es ging um anhaltende Hypoxie bei respiratorischer Insuffizienz, nicht um Schlafapnoe; Fallzahl und Absolutwerte fehlen im Abstract [s188].
- Narui (2000) beschreibt in einem kurzen Übersichtsartikel („Endocrine disturbances in sleep apnea syndrome", Nihon Rinsho) Wege, auf denen Schlafapnoe endokrine Rhythmen beeinflussen könne: Schlaffragmentierung, Hypoxie und plötzliche Weckreaktionen; Zahlen enthält der Abstract nicht [s180]. Itoh und Tsukamoto (2003) erwähnen Schlafapnoe nur als zu kontrollierende Nebenwirkung eines Androgenersatzes (Clinical Calcium) [s174].
- Zwei Kongressabstracts der Japanischen Urologischen Gesellschaft (2006, 94. Jahrestagung; 2008, 96. Jahrestagung) wurden als PDF mit Texterkennung (OCR) abgerufen; die Zahlen sind deshalb nur dort genannt, wo sie klar lesbar waren. 2006 („OP-250 睡眠時無呼吸症候群患者の性機能に関する検討“, Untersuchung der Sexualfunktion von Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom): 22 Männer in ihren Vierzigern mit Schlafapnoe-Syndrom, mittlerer IIEF-5 18,7; 6 Männer (27,2 Prozent) ohne erektile Dysfunktion, 5 (22,7 Prozent) mit IIEF-5 höchstens 16; AHI und IIEF-5 negativ korreliert; die Autoren halten Hormonfaktoren für künftige Untersuchungen fest [s169]. 2008 („OP-029 男性更年期障害評価用質問紙から見た睡眠時無呼吸症候群患者の性機能についての検討“, Untersuchung der Sexualfunktion von Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom anhand von Fragebögen für das männliche Klimakterium): Fragebögen ADAM und AMS; 57,5 Prozent gaben eine verminderte Erektionsfähigkeit an, die mittlere AMS-Summe der sexualbezogenen Items betrug 12,8, bei 66,7 Prozent bestand die Einstufung „schwer"; die Fallzahl war nicht zuverlässig lesbar [s165]. Der Erstautor wird in den J-STAGE-Metadaten mit zwei verschiedenen Schriftzeichen geführt (2006 und 2008); die Lesung wurde nicht geprüft und wird deshalb nicht umschrieben.
Japanische Beteiligung an englischsprachigen Arbeiten. Die Subanalyse der EARTH-Studie von Shigehara und Kollegen (2018, The Aging Male; Kanazawa University) betrifft hypogonadale Männer ohne OSA mit Schlafstörung: von 100 identifizierten Männern wurden 48 ausgewertet (je 24 mit und ohne Testosteron); nach 12 Monaten Testosteronersatz fanden sich Unterschiede bei Schlafstörung, erektilen Symptomen und Verlangen; Zahlen stehen im Abstract nicht. OSA war ausgeschlossen, Aussagen zur Schlafapnoe sind deshalb nicht möglich [s101]. Der Beitrag betrifft die Umkehrrichtung (Testosteron und Schlaf).
Leitlinien. Die „Leitlinie für männlichen Hypogonadismus 2022" der Japanischen Endokrinologischen Gesellschaft (Zeitschrift der Japan Endocrine Society 98, Beilage Juli, S. 1 bis 142) lag auf J-STAGE nur mit Titel und Seitenzahl, ohne Abstract, vor und wurde nicht ausgewertet. Eine japanische Leitlinie zu OSA und männlicher Fortpflanzung fand die Recherche nicht.
Besonderheiten. Die Hypothese „anhaltende Hypoxie senkt die Testosteronsekretion" wurde in Japan bereits 1989 formuliert und mit dem Tagesgang des Testosterons und der LHRH/hCG-Funktionsprüfung geprüft [s187, s188], zeitlich vor den meisten Arbeiten des Verzeichnisses. Das passt zu den späteren Metaanalysen mit niedrigerem Testosteron bei OSA [s59, s46], ist aber ein anderes Messkonzept (Einordnung der Bearbeitung).
Erreichbarkeit. J-STAGE (Suche, Artikelseiten, PDF) war erreichbar und serverseitig gerendert. CiNii antwortete auf der Startseite mit HTTP 200, die Suchseite lieferte HTTP 202 ohne Inhalt; japanische Arbeiten, die nur dort erfasst sind, fehlen. Die breite Abfrage in Europe PMC mit dem Sprachfilter Japanisch lieferte 4 Rohtreffer (eine Abfrage, nicht dedupliziert), darunter genau die vier japanischsprachigen Beiträge zu Narui, Itoh und den beiden Arbeiten von Kouchiyama. Auf J-STAGE sind viele Treffer Kongressabstracts ohne verwertbare Daten.
Wie dünn ist es? Sehr dünn und überwiegend alt (1989 bis 2008). Alle sechs Quellen sind Abstracts, zwei davon nur per Texterkennung lesbar.
Koreanisch
Eigene Literatur. Koreanischsprachige Treffer fand die Recherche weder über den Sprachfilter noch über Suchbegriffe in koreanischer Schrift (null Treffer); auch die breite Abfrage in Europe PMC mit dem Sprachfilter Koreanisch lieferte 0 Rohtreffer. Als Sprache der Veröffentlichung kommt Koreanisch im Quellenverzeichnis nicht vor. Das Quellenverzeichnis enthält drei englischsprachige Arbeiten koreanischer Gruppen:
- Park und Kollegen (2023, Cancers; Inha University Hospital, Incheon) werteten die nationale Versicherungsdatenbank KNHIS (2007 bis 2014) aus: 152.801 neu diagnostizierte Männer mit OSA und 764.005 gepaarte Kontrollen (1:5). Die Hazard Ratio für Hodenkrebs betrug 1,58 (95-%-Konfidenzintervall 0,92 bis 2,60), also nicht signifikant; in der Altersgruppe über 65 Jahre 3,39 (1,08 bis 10,06), bei 20 bis 40 Jahren 1,19 (0,44 bis 2,75) und bei 40 bis 64 Jahren 1,27 (0,50 bis 2,80). Die Autoren schließen, OSA beeinflusse die Hodenkrebsinzidenz in der Allgemeinbevölkerung wahrscheinlich nicht. Die Ereigniszahl nennt der Abstract nicht, der Befund bei den über 65-Jährigen ist eine Post-hoc-Teilgruppe mit sehr weitem Intervall [s44]. Der Endpunkt hat mit Spermienqualität nur indirekt zu tun; er ist die einzige koreanische Registerstudie zum männlichen Genitaltrakt im Verzeichnis.
- Kim und Kollegen (2024, The Aging Male; International St. Mary's Hospital, Incheon) untersuchten in einer mehrzentrischen Vorher-nachher-Studie 87 Männer mit OSA aus vier Schlafzentren (koreanische Fassung des IIEF) vor und nach drei Monaten CPAP: Die erektile Funktion besserte sich signifikant; die Nutzungsdauer korrelierte nicht mit der Besserung; die Lebensqualität (SF-36) war ein signifikanter Faktor. Zahlenwerte nennt der Abstract nicht; es gab keine Kontrollgruppe, keine Hormon- oder Samenwerte [s35].
- Kim und Cho (2019, World Journal of Men's Health; Pusan National University Hospital, Busan) geben in einer narrativen Übersicht an, OSA sei bei Männern mittleren Alters oft mit vermindertem Testosteron zusammen mit Adipositas und Alter verbunden; die Behandlung der OSA hebe das Testosteron in den meisten Studien nicht zuverlässig an; Testosteronersatz könne in einigen Fällen die OSA verschlechtern, bei schwerer unbehandelter OSA sei er wohl zu vermeiden. Das sind Aussagen der Autoren, keine Empfehlung dieser Studie [s86].
Leitlinien. Eine koreanische Leitlinie zum Thema wurde nicht gefunden.
Fachzeitschriften. Alle drei Arbeiten erschienen in internationalen englischsprachigen Zeitschriften. Koreanische Fachzeitschriften wurden nicht erreicht (siehe unten).
Erreichbarkeit. Der Korea Citation Index lieferte auf der Startseite HTTP 200 mit rund 1,9 kB Inhalt, die geprüfte Suchadresse HTTP 404. KoreaMed lieferte für verschiedene Suchbegriffe dieselbe Startseite ohne Trefferliste. DBpia war nicht erreichbar. Die Lücke ist daher zum Teil eine Lücke der Erreichbarkeit und nicht notwendigerweise der Forschung.
Wie dünn ist es? Drei englischsprachige Arbeiten, davon eine mit CPAP und keine mit Hormonen oder Spermien als eigenem Messwert; das ist neben Italienisch und Arabisch der dünnste der zwölf Räume, wohl auch wegen der nicht erreichbaren Datenbanken.
Russisch
Umfang und Gliederung. Elf Quellen tragen den russischen Raum: sechs klinische Arbeiten und fünf Tierversuche [s95, s107, s108, s132, s162, s164, s168, s178, s182, s183, s185]. Sie stammen aus in PubMed indizierten Zeitschriften (Urologiia, Zhurnal nevrologii i psikhiatrii imeni S. S. Korsakova, Biulleten' eksperimental'noi biologii i meditsiny, Eksperimental'naia i klinicheskaia farmakologiia, Morfologiia). Die Titel liegen in der Datenbank nur in englischer Übersetzung vor; die kyrillischen Originaltitel wurden nicht abgerufen, deshalb sind im Verzeichnis die englischen Datenbanktitel mit deutscher Übersetzung geführt.
Die klinische Linie: nächtliche Erektionen und Androgenmangel. Die russische Literatur geht einen eigenen Weg: Statt Fragebögen werden spontane nächtliche Erektionen gleichzeitig mit der Polysomnographie gemessen, und die Therapie wird als Kombination (CPAP plus Testosteron, teils plus PDE-5-Hemmer) geprüft. Vier der Arbeiten tragen denselben Erstautorennamen (Madaeva).
- Madaeva und Kollegen (2017, Urologiia), „Impact of CPAP therapy on erectile function during sleep and testosterone level in men with sleep apnea syndrome" (Einfluss der CPAP-Therapie auf die Erektionsfunktion im Schlaf und den Testosteronspiegel bei Männern mit Schlafapnoe-Syndrom): prospektive, kontrollierte, nicht randomisierte Studie bei 69 Männern mit altersbedingtem Androgenmangel; 45 hatten ein Schlafapnoe-Syndrom, bei 34 davon wurde zwei Monate lang CPAP eingestellt; die Kontrollgruppe (n = 24) hatte Androgenmangel ohne Zeichen schlafbezogener Atmungsstörungen. Das Erektionsmuster erholte sich unter CPAP; der Testosteronspiegel zeigte nur einen nicht signifikanten Anstieg. Die Folgerung der Autoren, zusätzlich zu CPAP sei eine Testosteronersatztherapie nötig, ist eine Autorenaussage und kein Ergebnis der Studie, die keinen Testosteron-Behandlungsarm hatte. Im Abstract fehlen Effektgrößen, Intervalle und genaue p-Werte [s107].
- Madaeva und Kollegen (2017, Zh Nevrol Psikhiatr), „Obstructive sleep apnea syndrome and age-related hypohonadism" (Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom und altersbedingter Hypogonadismus): 26 Männer mit OSAS und Andropause (46,1 ± 8,4 Jahre, BMI 35,2 ± 4,6 kg/m²); CPAP allein (n = 14) gegen CPAP plus Testosterongel (50 mg täglich; n = 12) über zwei Monate. Unter der Kombination verdoppelte sich das Gesamttestosteron (p < 0,05), und die Erektionsparameter im Schlaf waren gegenüber der CPAP-Gruppe besser (p < 0,05); die polysomnographischen Kennwerte änderten sich in keiner Gruppe [s108]. Dass ein Testosterongel das gemessene Testosteron erhöht, ist erwartbar und sagt nichts über die körpereigene Bildung unter CPAP (Einordnung der Bearbeitung). Es gab keine Placebo-Kontrolle.
- Madaeva und Kollegen (2018, Zh Nevrol Psikhiatr), „Pathophysiological aspects of neuro-endocrine regulation system in patients with obstructive sleep apnea syndrome" (Pathophysiologische Aspekte des neuroendokrinen Regulationssystems bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom): 51 Männer von 46 bis 55 Jahren, 37 mit schwerem OSAS (BMI 34,2 ± 1,8) und 14 Kontrollen (BMI 28,2 ± 2,1). Bei schwerem OSAS waren freies T4 und TSH niedriger, Prolaktin und Cortisol höher, LH, FSH und Testosteron niedriger (jeweils p < 0,001). Niedriges LH und FSH bei niedrigem Testosteron spricht in diesem Datensatz für eine zentrale Komponente; diese Lesart stammt von der Bearbeitung, nicht von den Autoren. Der BMI-Unterschied von rund sechs Punkten wird im Abstract nicht herausgerechnet [s95].
- Madaeva und Kollegen (2014, Urologiia), „Evaluation of erectile function during the night in men with obstructive sleep apnea syndrome: new possibilities of modern sleep medicine" (Beurteilung der Erektionsfunktion in der Nacht bei Männern mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom: neue Möglichkeiten der modernen Schlafmedizin): 51 Männer von 46 bis 55 Jahren ohne Beschwerden über die Erektionsfunktion, 37 davon mit OSAS. Das Muster der nächtlichen Spontanerektionen war bei OSAS gestört, was die Autoren als vorklinische erektile Dysfunktion werten; Zahlen nennt der Abstract nicht [s132]. Alter und Gruppengröße entsprechen [s95]; ob die Teilnehmer identisch sind, ist aus den Abstracts nicht zu klären.
- Zhuravlev und Kollegen (2008, Urologiia, russisch; 2009, Andrologia, englisch) beschreiben nach den Abstracts dieselbe Patientengruppe: 72 Männer mit polysomnographisch gesicherter OSAS, davon 32 mit erektiler Dysfunktion; bei 24 bestand ein Hypogonadismus (Gesamttestosteron unter 12 nmol/l), bei 8 war das Testosteron normal. Acht Männer mit normalem Testosteron erhielten nur Vardenafil; 6 von 8 (75 Prozent) besserten sich. Von den 24 hypogonadalen Männern erhielten 5 CPAP plus Testosteronundecanoat plus Vardenafil, alle 5 hatten nach 3 Monaten eine normale Erektionsfunktion; die 19 ohne CPAP erhielten nur Vardenafil, und 8 von 19 (42 Prozent) besserten sich [s164, s162]. Die Gruppen (5 und 19) sind klein, nicht randomisiert und im Behandlungsumfang nicht vergleichbar, sodass sich der Beitrag von CPAP, Testosteron und PDE-5-Hemmer nicht trennen lässt; der englische Titel nennt selbst „pilot study". Beide Veröffentlichungen dürfen nicht als zwei unabhängige Belege gezählt werden.
Tierversuche aus der Höhenphysiologie. Fünf Arbeiten (1991 bis 2006) untersuchen Hypoxie als Höhen- oder Kammerhypoxie, nicht als Schlafapnoe-Modell. Nach einer einmaligen akuten hypobaren Hypoxie nahm bei Ratten die Zahl der Zellen des Keimepithels, der Sertoli- und Leydig-Zellen signifikant ab, und die Zellzusammensetzung war am 60. Tag noch nicht wieder normal [s168]. Bei Ratten mit unterschiedlicher Hypoxieresistenz unterschieden sich Testosteron und Insulin nicht, wohl aber das Corticosteron [s183]; in einer weiteren Arbeit stieg das Corticosteron bei wenig resistenten Tieren auf akute Hypoxie um 179 gegenüber 24 Prozent, und Tiere mit hohem Corticosteron zeigten einen intensiveren Stoffwechsel von Testosteron und Erythromycin in der Leber [s178]. Bei Höhenhypoxie waren Synthese und Freisetzung der gonadotropen Hormone gehemmt, in den Hoden fanden sich Störungen der Barrierefunktion der Sertoli-Zellen [s185]. Nach 10 bis 12 Minuten klinischem Tod mit Wiederbelebung traten mehrkernige Zellen im Keimepithel auf, mit dem Maximum am 2. bis 3. Tag [s182]. Als Einordnung der Bearbeitung: Alle Modelle unterscheiden sich von den wiederholten nächtlichen Sättigungsabfällen der OSA; sie stützen die Vorstellung, dass Hypoxie sowohl an der Hypophyse als auch am Hoden ansetzen kann, mehr nicht.
Leitlinien. In den abgefragten Quellen wurde keine russische Leitlinie gefunden, die Testosteron oder Spermienqualität bei OSA behandelt.
Fachzeitschriften und Besonderheiten. Die Veröffentlichung erfolgt häufig doppelt, russisch und englisch; in PubMed liegen für die russischen Zeitschriften meist nur englische Abstracts vor, teilweise ohne Zahlen, weil die Tabellen im Volltext stehen. Es handelt sich um sehr wenige Arbeitsgruppen, und die Studien überschneiden sich in Teilen; die Zahl der Quellen ist keine Zahl unabhängiger Beobachtungen. Als Einordnung der Bearbeitung ist die russische Besonderheit der Bezug auf den „altersbedingten Androgenmangel" und die Messung nächtlicher Erektionen, die in den türkischen und arabischen Arbeiten weitgehend fehlt.
Erreichbarkeit. Europe PMC war erreichbar und lieferte die PubMed-indizierten Arbeiten. Die russischen Portale waren es nicht: Die Suchmaske von eLIBRARY.ru lieferte eine Fehlermeldung (Parameterfehler beziehungsweise fehlende Rechte oder abgelaufene Sitzung); die Webseite von CyberLeninka war erreichbar (HTTP 200), die Such-Schnittstelle meldete aber für jede Anfrage null Treffer, auch für den Allgemeinbegriff „сон" (Schlaf). Dissertationen, Konferenzbände und regionale Zeitschriften, die nur dort stehen, fehlen deshalb. Mit dem Sprachfilter Russisch und der Kombination aus Schlafapnoe und männlichen Fortpflanzungsmerkmalen fand die Recherche nur vier russischsprachige Treffer; die breite Kontrollabfrage mit den Begriffen Schlafapnoe oder Hypoxie in Verbindung mit Testosteron, Spermien, Infertilität oder Hypogonadismus lieferte 21 Rohtreffer (eine Abfrage, nicht dedupliziert). Als Wertung der Bearbeitung: Die Lücke bei Russisch ist zu einem großen Teil ein Zugangsproblem; eine Wiederholung mit Bibliothekszugang ist sinnvoll, bevor man „keine weitere Studie" behauptet.
Wie dünn ist es? Klein, aber nicht leer: sechs klinische Arbeiten aus zwei Gruppen mit einem eigenen Messansatz (nächtliche Erektionen), kein Spermiogramm bei Menschen mit OSA, die einzige CPAP-Hormonmessung unkontrolliert und ohne berichtete Zahlen.
Arabisch
Eigene Literatur. Arabischsprachige Originalarbeiten zum Thema fand die Recherche in keiner erreichbaren Datenbank. Die fünf Quellen, die dem arabischen Raum zugeordnet sind [s02, s57, s67, s78, s148], sind englischsprachige Veröffentlichungen von Gruppen aus Ägypten und Saudi-Arabien. Die Abfrage in Europe PMC mit dem Sprachfilter Arabisch lieferte für Spermien, Testosteron, Unfruchtbarkeit oder Hypoxie null Treffer; die breite Kontrollabfrage ebenfalls 0 Rohtreffer.
Ägypten.
- Mostafa und Kollegen (2021, American Journal of Otolaryngology; Suez-Kanal-Universität): Fall-Kontroll-Studie mit 45 gesunden Freiwilligen und 45 Patienten mit gesicherter OSA (Polysomnographie nur bei den Patienten). Alle Bereiche der Sexualfunktion waren bei den Patienten signifikant niedriger (p < 0,01), Testosteron und LH ebenfalls (p < 0,0001); die Korrelationen mit dem Schweregrad betrugen für Testosteron r = −0,29 (p = 0,046) und für LH r = −0,104 (p = 0,049), außerdem für Alter und BMI je r = 0,48. Es ist die einzige Primärstudie der Region, die bei OSA gemeinsam Testosteron, LH und Sexualfunktion gegen gesunde Kontrollen misst. Der LH-Koeffizient von −0,104 ist bei 45 Personen mit p = 0,049 nicht vereinbar (statistische Plausibilitätsüberlegung der Bearbeitung); die Zahl ist als Druck- oder Rechenfehler verdächtig. Ergebnisse zu FSH nennt der Abstract nicht, Anpassungen für Alter und BMI werden nicht berichtet [s67].
- Khafagy (2012, International Journal of Clinical Practice; Ain-Shams-Universität, Kairo): prospektive Interventionsstudie ohne Kontrollgruppe mit 80 Männern mit OSAS und erektiler Dysfunktion; 3 Monate CPAP jede Nacht sowie eine Operation (Verteilung nicht im Abstract); Epworth-Wert und AHI sanken, die Erektionsfunktion (IIEF-5 und nächtliche Messung) besserte sich signifikant. Zahlen nennt der Abstract nicht [s148]. Eine Angabe zur Sauerstoffsättigung ist im Abstract missverständlich formuliert.
- Rizk und Kollegen (2020, Reproductive Biology and Endocrinology; Menoufia-Universität) untersuchten 30 männliche Ratten in drei Gruppen zu je 10 (Kontrolle, 5 Tage paradoxer Schlafentzug, Schlafentzug mit Vitamin C). Der Schlafentzug senkte die Spermienzahl (49,42 ± 2,88 auf 16,15 ± 1,07 × 10⁶), Vitalität (93,2 auf 70,6 Prozent), Beweglichkeit (94 auf 80 Prozent) und Testosteron (3,95 ± 0,11 auf 1,79 ± 0,14 ng/ml) und hob Cortisol und Corticosteron an. Das Modell ist Schlafentzug, nicht OSA oder Hypoxie; fünf Tage sind akuter Stress und kein Abbild chronischer Schlafstörung [s78].
Saudi-Arabien.
- Almurayyi und Kollegen (2026, Archivio Italiano di Urologia e Andrologia; Abha): Metaanalyse aus 9 Studien (Suche bis September 2025, Newcastle-Ottawa-Skala, R 4.2.2), OSA gegen Schichtarbeiter-Schlafstörung. Über sieben Studien (n = 913) lag der gepoolte IIEF bei etwa 16 (I² = 97,3 Prozent), bei OSA etwa 14,4, bei der Schichtarbeiter-Schlafstörung etwa 17,5. Bei den Hormonen (n = 325) lag das Testosteron bei OSA mit etwa 7 bis 9 nmol/l niedriger als bei der Schichtarbeiter-Schlafstörung (etwa 20 nmol/l); FSH und LH waren bei OSA höher. Die Autoren mahnen wegen der hohen Heterogenität zu vorsichtiger Deutung [s02]. Kritisch ist, dass die Hauptaussage ein indirekter Vergleich zweier Schlafstörungen aus verschiedenen Studien ist und nicht ein Vergleich mit gesunden Männern; die Richtung „FSH und LH höher bei OSA" steht im Gegensatz zu den Primärstudien des Verzeichnisses, in denen LH und FSH bei OSA überwiegend normal oder erniedrigt waren [s83, s95, s171, s179] (Einordnung der Bearbeitung).
- Mohammed (2022, Journal of Family Medicine and Primary Care; Abha und Jazan) nutzte die Besonderheit, dass im Land Hoch- und Tieflandorte nahe beieinander liegen. 72 erwachsene männliche Ratten wurden im Hochland (Abha) 8, 16, 24 oder 32 Tage gehalten, ein Teil kehrte ins Tiefland (Jazan, 43 m) zurück. Zahl und Beweglichkeit der Nebenhodenspermien nahmen in den ersten drei Wochen fortschreitend ab, am stärksten in einer Gruppe um 57,3 Prozent bei der Zahl und 39,1 Prozent bei der Beweglichkeit; nach Rückkehr ins Tiefland erholte sich die Zahl weiter (109,3 ± 6,057 und 113,9 ± 8,967 gegenüber 129,2 ± 11,67 bei den Kontrollen im Tiefland; Einheit nicht genannt). Im Volltext lag die Gesamtzahl abnormer Spermien bei den Kontrollen bei 10,15 ± 2,27, in der am stärksten betroffenen Gruppe bei 61,01 ± 8,38; betroffen waren unter anderem das Fehlen von Flagellum und Kopf sowie ein aufgerolltes Flagellum; die Morphologie normalisierte sich nach 3 bis 4 Wochen im Tiefland vollständig, die Spermienzahl nicht [s57]. Abstract und Volltext nennen unterschiedliche Höhen für den Standort (2.800 m gegenüber 3.150 m) und unterschiedliche Gruppenstrukturen; die Hypoxie ist stetig, nicht intermittierend wie bei OSA, und Temperaturunterschiede sind nicht berücksichtigt.
Anderes. Der Fragebogen Arabic Index of Premature Ejaculation (AIPE) stammt aus dem arabischen Sprachraum und wurde in einer türkischen Studie verwendet (siehe Türkisch). Die Londoner Querschnittsstudie mit einem Autor aus Kairo zu Schlafstörungen bei erektiler Dysfunktion steht im Abschnitt Englisch [s106].
Leitlinien und Zeitschriften. Eine arabischsprachige Leitlinie fand die Recherche nicht. Die Arbeiten erschienen in internationalen englischsprachigen Zeitschriften, nicht in arabischsprachigen.
Erreichbarkeit. Arab World Research Source (EBSCO) scheiterte beim Verbindungsaufbau; die zweite geprüfte arabische Datenbank (Mandumah) lieferte nur eine Weiterleitung ohne Inhalt. Eine arabischsprachige Literatur könnte daher existieren und ist nicht ausgeschlossen (Wertung der Bearbeitung).
Wie dünn ist es? Aus dem arabischen Raum kommen zwei klinische Studien, eine Metaanalyse und zwei Tierversuche, aber kein Spermiogramm bei Menschen mit OSA und keine Studie zu CPAP und Testosteron.