Epigenetik und Spermien-RNA: Vererbung über den Vater · Kapitel 15 von 24 · Was die Literatur in den Sprachräumen zeigt

Englisch bis Koreanisch

Dieses Kapitel ordnet die Befunde der Gesamtstudie nach der Sprache, in der die Literatur erschienen ist oder in der ihre Autorengruppen arbeiten. Es fragt je Sprachraum, welche eigenen Kohorten und Biobanken es gibt, ob nationale Register oder Leitlinien das Thema berühren, in welchen Fachzeitschriften die Arbeiten stehen, was regional typisch ist und welche Datenbanken tatsächlich erreichbar waren. Drei Vorbemerkungen sind für das Verständnis wichtig.

Erstens ist die Zuordnung zu einem Sprachraum unscharf. Die Datenbanken führen Artikel nach der Publikationssprache, nicht nach dem Studienort; ein chinesisches Zentrum, das auf Englisch veröffentlicht, erscheint im englischen Sprachraum der Metadaten, gehört thematisch aber zu China. In den Quellenlisten der Gesamtstudie sind 332 der 430 Quellen mit dem Sprachkennzeichen Englisch versehen; 35 tragen Chinesisch, 22 Französisch, 21 Japanisch, 18 Russisch, 11 Türkisch und 5 Spanisch (einzelne Quellen tragen zwei Kennzeichen, etwa Türkisch und Englisch). Für Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Koreanisch und Arabisch steht in den Quellenlisten keine einzige eigenständige Primärquelle. Das ist ein Befund der Recherche, nicht der Wissenschaft: Er gilt nur für die Datenbanken, die erreichbar waren (siehe jeweils am Ende der Abschnitte).

Zweitens sind alle Zahlen in diesem Kapitel den Zusammenfassungen (Abstracts) der Originalarbeiten oder den Volltexten der drei Leitlinien entnommen, die in den Rechercheberichten ausgewertet wurden. Volltexte von Studien wurden nur in wenigen Ausnahmen gelesen. Stärken und Schwächen sind deshalb überwiegend aus der erkennbaren Anlage abgeleitet und ersetzen keine formale Bewertung des Verzerrungsrisikos.

Drittens enthält das Kapitel keinerlei Empfehlung zu Diagnostik oder Behandlung. Es beschreibt, was veröffentlicht wurde und wie belastbar es nach den Angaben der Autoren ist. Wo nur kleine Fall-Kontroll-Studien vorliegen, steht das so da; wo Befunde einander widersprechen, werden beide Seiten genannt.

Englisch

Umfang und Rolle. Englisch ist die Sprache der Metaanalysen, der großen Humankohorten, der Leitlinien und fast aller Tierversuche. Im Teil A der Recherche stehen 114 von 141 Quellen auf Englisch (rund 81 %); alle Metaanalysen, alle Humankohorten und alle Tierversuche dieses Teils sind englischsprachig. Über die gesamte Studie gerechnet tragen 332 von 430 Quellen das Kennzeichen Englisch. Der englische Raum bestimmt damit, was als Stand des Wissens gilt; zugleich folgt daraus, dass sprachraumspezifische Fragestellungen (zum Beispiel aus Ethik oder Umweltmedizin) im englischen Material kaum erkennbar sind und nur in den übrigen Sprachen sichtbar werden.

Zusammenfassende Übersichten als Maßstab. Die wichtigste systematische Übersicht zur Spermien-DNA-Methylierung beim Menschen stammt von Åsenius und Kollegen [s243]. Sie durchsuchte PubMed, Web of Science und die Cochrane Library (Publikationen vom 1. Januar 2003 bis 2. März 2020, nur englischsprachige Texte), fand 446 Datensätze und schloss 135 Studien ein; 56 untersuchten Fertilität und Samenparameter, 20 den Schwangerschafts- und Nachkommenausgang, 59 Umweltfaktoren. Ihr Fazit lautet, dass keine Befunde zwischen Studien robust repliziert seien und dass es aus klinischer Sicht keine überzeugende Evidenz gebe, wonach Veränderungen der Spermien-DNA-Methylierung Schwangerschaftsausgang oder Gesundheit der Nachkommen beeinflussen. Die Metaanalyse von Santi und Kollegen [s325] (24 Studien) fand niedrigere H19-Methylierung bei 879 infertilen gegenüber 562 fertilen Männern (Unterschied 7,53 Prozentpunkte; 95-%-Konfidenzintervall 5,14 bis 9,93), höhere Methylierung von MEST (3,35 Prozentpunkte; 1,41 bis 5,29) und SNRPN (3,23; 0,75 bis 5,72) und keinen Unterschied bei LINE-1 (0,44; −2,04 bis 1,16). Die Autoren halten die Rolle bei der Infertilität für unklar. Zu Kindern nach assistierter Reproduktion liegen zwei Metaanalysen vor: Lazaraviciute und Kollegen [s375] (18 eingeschlossene Studien) berechneten ein kombiniertes Odds Ratio von 3,67 (1,39 bis 9,74) für eine beliebige Prägungsstörung nach IVF/ICSI, fanden aber an keinem der sieben untersuchten Methylierungsorte einen Unterschied, dessen Konfidenzintervall die Null ausschloss. Cortessis und Kollegen [s300] (13 Berichte, 23 Studien) nennen Summen-Odds-Ratios von 4,7 für das Angelman-Syndrom, 5,8 für das Beckwith-Wiedemann-Syndrom, 2,2 für das Prader-Willi-Syndrom und 11,3 für das Silver-Russell-Syndrom. Beide Metaanalysen können nicht trennen, ob der Beitrag vom Vater, von der Mutter oder von der Behandlung stammt.

Kohorten. Die englischsprachige Literatur enthält fast alle Humankohorten mit gemessenem Spermienepigenom:

  • Paarkohorten aus den USA zu Umweltexposition und Fruchtbarkeit. Die Auswertung von Nowak und Kollegen [s111] fasst drei prospektive Schwangerschaftskohorten (LIFE, SEEDS, EARTH) mit 697 Männern zusammen. Gemessen wurden 18 Phthalat- und zwei Ersatzstoff-Metaboliten im Urin und die Spermienmethylierung mit dem EPIC-Array. Kohortenspezifisch fanden sich 7979 (LIFE), 72 (SEEDS) und 23 (EARTH) differenziell methylierte Regionen; die Metaanalyse über alle drei ergab 946 Regionen für MBzP, 27 für MiBP und 1 für MEHP. Die Spannweite von 7979 zu 1 zeigt, wie wenig die Einzelbefunde repliziert sind. Die LIFE-Kohorte lieferte außerdem ein Maß für epigenetische Variabilität (EVOS): Bei 372 Paaren mit natürlichem Kinderwunsch ging höhere EVOS mit geringerer Fecundability einher (adjustiertes Fecundability Odds Ratio 0,79; 0,67 bis 0,94) [s21]. Die frühere explorative Studie der SEEDS-Kohorte umfasste 48 Männer in IVF-Behandlung und fand 131 differenziell methylierte Regionen in Zusammenhang mit Phthalat-Metaboliten [s328].
  • EARTH-Kohorte (Kinderwunschklinik am Massachusetts General Hospital). 169 Männer, wahrgenommener Stress und 811 differenziell methylierte CpG-Stellen; die Autoren schreiben selbst, die Befunde hätten nach Korrektur für multiples Testen keine statistische Signifikanz erreicht [s18].
  • FAZST-Studie in Utah. 1220 Männer; die Spermien-Epigenetik-Alterung nahm je 10 % mehr Zeit bei hohen Feuchtkugeltemperaturen um bis zu 0,173 Jahre (95-%-Konfidenzintervall 0,030 bis 0,316) zu [s20]. Die Effekte sind klein, die Außentemperatur ist ein grobes Maß für die persönliche Exposition.
  • FinnBrain-Geburtskohorte (Finnland). Verschachtelte Fall-Kontroll-Studie mit hoher gegenüber niedriger Kindheitsbelastung bei 25 gegenüber 30 Männern (Methylierung) und 14 gegenüber 16 Männern (kleine RNA); drei differenziell methylierte Regionen und 68 unterschiedlich vorkommende tRNA-abgeleitete kleine RNA und miRNA [s81].
  • EARLI-Kohorte mit erhöhtem Autismusrisiko. 44 Samenproben; 193 differenziell methylierte Regionen in einer ersten Studie [s357], in der Folgearbeit 94 kindbezogene und 14 vaterbezogene Regionen bei 45 Vätern und 31 Kindern [s96]. Eine weitere Gruppe verglich 13 Väter autistischer Kinder mit 13 Vätern ohne autistische Kinder (805 Regionen; etwa 90 % Genauigkeit in verblindeten Testsätzen von 8 bis 10 Männern) [s217]. Alle drei Arbeiten sind sehr klein; genetische Konfundierung lässt sich nicht trennen.
  • Interventions- und Querschnittsstudien zu Lebensstil. Gewichtsverlust nach bariatrischer Operation [s340], Ausdauertraining über sechs Wochen mit 330 Regionen im Spermienmethylom [s305], ein dreimonatiges Trainingsprogramm bei 24 Männern [s356], zweiwöchige Ernährungsumstellung mit Veränderungen von tRNA-Fragmenten [s271], Rauchen mit 141 differenziell methylierten Stellen bei je 78 Männern [s321] gegenüber 11 [s291] beziehungsweise nur sieben Stellen [s290] in zwei anderen Arbeiten. Besonders aufschlussreich ist der Vergleich von Blut und Spermien derselben Männer: Nur an etwa 1 % der CpG-Stellen korrelierten die Werte, und die adipositasassoziierte Methylierung des Blutes spiegelte sich im Sperma nicht wider; die Autoren nennen die Spermienmethylierung deshalb einen unwahrscheinlichen Vermittler intergenerationaler Effekte des Stoffwechsels [s244].
  • Mehrgenerationenstudien. Die Daten aus Överkalix (Nordschweden) [s421, s369], die Uppsala-Mehrgenerationenstudie mit 9039 Großeltern, 7280 Kindern und 11.561 Enkeln [s313], die ALSPAC-Kohorte [s421, s184] und die HUNT-Studie mit über 45.000 Nachkommen [s334] bilden die Kerndaten für die Frage, ob väterliche Linien beim Menschen Spuren hinterlassen. Das Muster ist nur teilweise reproduzierbar: Uppsala bestätigte den geschlechtsspezifischen Befund zur Gesamtmortalität, aber nicht die früheren Befunde zu Diabetes und Herz-Kreislauf-Mortalität [s313]; die HUNT-Studie konnte die ALSPAC-Beobachtung zum frühen väterlichen Rauchbeginn nicht bestätigen (BMI-Differenz bei Söhnen −0,18 kg/m², 95-%-Konfidenzintervall −1,75 bis 1,39, im Alter von 12 bis 19 Jahren) [s334]. In Överkalix lag das Hazard Ratio für kardiovaskuläre Mortalität bei 2,69 mit einem sehr weiten Konfidenzintervall (1,05 bis 6,92) [s369].
  • Geburtskohorten zu Neugeborenen. In der NEST-Kohorte (Duke University Hospital) mit 79 Neugeborenen war väterliche Adipositas mit Hypomethylierung der IGF2-DMR im Nabelschnurblut assoziiert (β = −5,28; P = 0,003) [s387]. Das Verzerrungsrisiko der Humanstudien zum väterlichen Einfluss auf das kindliche Epigenom ist laut systematischer Übersicht überwiegend hoch (28 Studien, alle mit DNA-Methylierung als Ergebnis; geringe Überlappung der gefundenen CpG-Stellen zwischen Studien) [s78].
  • Fertilitätsvorhersage. Eine genomweite Studie mit 127 Männern in IVF-Behandlung und 54 fertilen Männern klassifizierte den Fertilitätsstatus mit 82 % Sensitivität und 99 % positivem prädiktivem Wert, ohne dass das Abstract eine externe Validierung nennt [s355]. Eine retrospektive Kohorte (43 Spender, 1344 Männer in Behandlung) fand nach Kontrolle weiblicher Faktoren bei IUI Schwangerschaftsraten von 19,4 % (schlechte Methylierungsgruppe) gegenüber 51,7 % (ausgezeichnete Gruppe); bei IVF, überwiegend ICSI, bestand kein signifikanter Unterschied bei der Lebendgeburt [s158].

Leitlinien. Alle drei in der Studie ausgewerteten Leitlinien erscheinen auf Englisch: die AUA/ASRM-Leitlinie „Diagnosis and Treatment of Infertility in Men“ (2020, ergänzt 2024) [s115], die EAU-Leitlinie „Sexual and Reproductive Health“ (Limited Update März 2026) [s05] und die ESHRE-Leitlinie „Unexplained infertility“ (2023) [s146]. Die Volltextsuche nach Epigenetik, Methylierung, Histon und Spermien-RNA ergab: Die AUA/ASRM-Leitlinie erwähnt Epigenetik als Forschungsfeld und im Zusammenhang mit väterlichem Alter („While this association is not equated with causality, genetic counseling may be appropriate for couples with advanced paternal age“), spricht aber keine Empfehlung zu Epigenom- oder Spermien-RNA-Tests aus. Die EAU-Leitlinie nennt genetische und epigenetische Anomalien als mögliche Ursache idiopathischer Infertilität (bei 30 bis 40 % der Fälle werde kein männlicher Faktor gefunden) und stellt fest, dass Methoden zur Beurteilung der Spermien-DNA-Integrität die Behandlungsergebnisse nicht zuverlässig voraussagen und ihre routinemäßige Anwendung umstritten sei. Die ESHRE-Leitlinie empfiehlt den Spermien-Chromatinkondensationstest nicht, wenn die Samenanalyse nach WHO-Kriterien normal ist; für die zugehörige Fragestellung wurden keine Studien identifiziert. Insgesamt: Keine der drei Leitlinien empfiehlt Messungen von Spermien-DNA-Methylierung, Spermien-RNA oder Histonmodifikationen.

Fachzeitschriften. Am häufigsten erscheinen die Arbeiten in Andrologia (17 Quellen), Journal of Assisted Reproduction and Genetics (11), Scientific Reports und Nature Communications (je 10), Clinical Epigenetics (9) sowie Andrology, International Journal of Molecular Sciences und PLoS ONE (je 8). Daneben stehen Human Reproduction und Human Reproduction Update (je 5), Epigenetics (4) und Epigenetics & Chromatin (3). Die tierexperimentellen Schlüsselarbeiten zur RNA-vermittelten Übertragung erschienen in Science und Nature [s335, s346, s118]; der Humanteil stammt überwiegend aus Fachzeitschriften der Andrologie und Reproduktionsmedizin.

Besonderheiten. (1) Die experimentell stärksten Belege sind englischsprachige Mausversuche, in denen die Injektion von Spermien-RNA in befruchtete Eizellen den Phänotyp der Väter überträgt: Hochfettdiät und tRNA-Fragmente [s335], Proteinrestriktion und Glycin-tRNA-Fragmente [s346], frühe Traumatisierung [s370], chronischer Stress und neun miRNA [s386, s360], westliche Ernährung und miR-19b [s358]. Die Abstracts nennen meist keine Fallzahlen, und die Injektion definierter RNA-Mengen in die Zygote ist eine Dosis- und Zeitsituation, die dem natürlichen Ablauf nicht entspricht. (2) Die kritischen Stimmen sind ebenfalls englischsprachig: Heard und Martienssen [s373] lassen offen, wie viel epigenetische Vererbung beim Menschen umweltbedingt ist; die Übersicht zu Spermien-sncRNA bezeichnet den Übertragungsmechanismus als „unclear and under hot debate“ [s65]. (3) Die Skinner-Gruppe nutzt ein anderes Modell, nämlich die Exposition trächtiger Rattenweibchen mit Untersuchung der Spermien von F1 bis F3; solche Studien sind keine Modelle der Exposition erwachsener Männer [s403, s392, s310, s295, s211]. (4) Die jüngsten Arbeiten (2026) sind noch nicht durch Folgestudien eingeordnet [s18, s21, s20, s29, s30, s24].

Erreichbarkeit der Datenbanken. Die Recherche lief über die Europe-PMC-Schnittstelle (Hauptsuchweg, über 100 Anfragen in vier Durchläufen; einzelne Anfragen dauerten 10 bis über 60 Sekunden, ein ungültiger Parameter führte zu HTTP 503) und die NCBI-E-utilities (esearch, esummary; zuverlässig). Die PubMed-Webseite lädt zwar, die Trefferliste wird aber per Skript nachgeladen und war nicht als Text auslesbar. Die Cochrane-Webseite lieferte nur ein Skript-Gerüst; die Cochrane-Reviews wurden über Europe PMC gefunden. Die Leitlinien (AUA, EAU, ESHRE) waren als PDF abrufbar. Die englischsprachige Literatur ist damit am besten abgedeckt, aber nicht erschöpfend: Die Suche ist relevanzgereiht, und Volltexte wurden nur für Leitlinien gelesen.

Deutsch

Eigene Literatur: praktisch keine. Mit dem Sprachfilter Deutsch fanden sich in Europe PMC drei Datensätze: eine Übersicht zu frühem Stress und späterer Krankheitsanfälligkeit ohne Spermienbezug und zwei Kongressabstractbände der Deutschen Gesellschaft für Urologie ohne abrufbaren Inhalt. In PubMed ergab die Suche mit deutschem Sprachfilter 17 Treffer ohne Bezug zum Thema. Eine deutschsprachige Studie oder Leitlinie zur Spermienepigenetik wurde nicht gefunden; in der Quellenliste der Gesamtstudie steht keine deutschsprachige Primärquelle. Das passt zum allgemeinen Bild: Die deutschsprachige Forschung zu diesem Thema veröffentlicht in englischen Fachzeitschriften und erscheint in den Datenbanken deshalb als englische Literatur.

Kohorten und Register. Eine deutsche oder österreichische Kohorte, die Spermienepigenom und Kindergesundheit verbindet, wurde in den ausgewerteten Quellen nicht gefunden; ebenso kein nationales Register, das epigenetische Spermienmerkmale führt. Was sich als Arbeit deutscher Gruppen erkennen lässt, ist klein und klinisch-molekular:

  • Die Saarbrücker Humangenetik (Abu-Halima, Al Smadi und Kollegen) hat die ausführlichste Methodik zur Spermien-miRNA und Seminalplasma-RNA in den Rechercheberichten. Die Ethikvoten stammen von der Ärztekammer des Saarlandes; jordanische und palästinensische Zweitaffiliationen stellen den Bezug zum arabischen Raum her (siehe dort). Beispiele: miR-19a/b-3p war bei oligoasthenozoospermen Männern höher exprimiert, 51 Zielgene waren niedriger exprimiert [s178]; in 61 ICSI-Paaren war miR-19b-3p in allen Kulturmedien und Spermienproben nachweisbar [s242]; die Einzelspermien-sRNA-Studie umfasste 98 Männer, wobei 13 Männer mit je drei Gruppen zu 1500 einzeln selektierten Spermien untersucht wurden [s01]. Das Abstract von Al Smadi und Kollegen [s01] nennt für drei miRNA Flächen unter der ROC-Kurve von 0,76, 0,71 und 0,74 und für das kombinierte Modell 0,75; eine externe Validierung steht aus.
  • Eine Würzburger Arbeitsgruppe (mit katarischer Zweitaffiliation) verglich bei 294 Spendern aus IVF/ICSI das Spermienmethylom mit dem BMI und bei 113 Nabelschnurblutproben der Kinder die Methylierung. Die MEG3-IG-DMR in Spermien korrelierte positiv mit dem BMI; eine geschlechtsspezifische Korrelation zwischen väterlichem BMI und Nabelschnurblut-Methylierung fand sich für MEG3-IG-DMR, HIF3A und IGF2-DMR0. Kein p-Wert überstand die Korrektur für multiples Testen; die Autoren betonen das ausdrücklich [s275].
  • Eine Münsteraner Arbeit mit türkischer Co-Affiliation beschreibt 39 infertile Männer mit biallelischen Varianten in 14 Genen des piRNA-Signalwegs; in den Spermatogonien waren Pachytän-piRNA und LINE1-Expression vermindert [s116]. Das ist ein genetischer Befund, kein epigenetischer Test.

Leitlinien. Die AWMF-Leitlinienregister-Seite lädt (HTTP 200), die Suche liefert aber nur ein Skript-Gerüst. Eine AWMF-Leitlinie zum Thema konnte deshalb nicht gefunden werden; das ist eine Lücke der Recherche, kein Beleg, dass es keine gäbe. Zu deutschen, österreichischen oder schweizerischen Fachgesellschaften liegen keine Auswertungen vor. Die für Deutschland relevanten Leitlinien der Europäischen Gesellschaften (EAU, ESHRE) sind im Abschnitt Englisch beschrieben; sie enthalten keine Empfehlung zu epigenetischen Spermientests [s05, s146].

Fachzeitschriften. Deutschsprachige Zeitschriften kamen in den Trefferlisten nicht vor. Die Quellen deutscher Gruppen erscheinen in englischsprachigen Zeitschriften (etwa Non-coding RNA Research [s01]).

Regionale Besonderheiten und Erreichbarkeit. Der Sprachfilter Deutsch lieferte nur wenige Datensätze, und die Kongressabstractbände der Deutschen Gesellschaft für Urologie hatten keinen abrufbaren Inhalt. Weitere deutschsprachige Datenbanken (etwa Verbundkataloge oder Hochschulschriftenserver) werden in den Rechercheberichten nicht als durchsucht genannt. Die Aussage „kaum eigene deutschsprachige Literatur“ gilt daher nur für Europe PMC und PubMed mit Sprachfilter und für das AWMF-Register nur eingeschränkt.

Französisch

Umfang und zeitliche Struktur. Französischsprachige Arbeiten bilden eine abgrenzbare Gruppe von 22 Quellen, davon fünf Hochschulschriften aus dem Archiv HAL. Die Mehrzahl der Zeitschriftenartikel stammt aus den Jahren 2004 bis 2012 und erschien in französischen Fachzeitschriften: Gynécologie Obstétrique & Fertilité, Médecine/Sciences, Journal de la Société de Biologie, L'Encéphale, Annales d'endocrinologie, Bulletin de l'Académie nationale de médecine. Die Originaltitel konnten nicht abgerufen werden; die Quellenliste führt die englischen PubMed-Titel der französischen Texte, die hier mit eigener deutscher Übersetzung in Klammern wiedergegeben werden.

Grundlagen von Chromatin und Epigenetik. Der Schwerpunkt liegt auf der Biologie der Histon-Protamin-Umstellung, mit denselben Autoren (Rousseaux, Khochbin) über mehrere Arbeiten:

  • „Organizing the sperm nucleus“ (Die Organisation des Spermienkerns, 2004) [s426] beschreibt Kondensation des Kerns, Entfernung der meisten Histone und Ersatz durch spermienspezifische Proteine und weist auf einen „huge lack of data“ hin, welche Information epigenetisch an die Nachkommen weitergegeben wird, bei zunehmender Nutzung der ICSI.
  • „Epigenetics of the sperm cell“ (Epigenetik der Samenzelle, 2006) [s422]: Ein kleiner Anteil von Histonen bleibt im Spermienkern erhalten; die genaue Zusammensetzung des Spermienepigenoms sei unbekannt.
  • „Nuclear quality of the spermatozoon“ (Kernqualität des Spermiums, 2004) [s427] stellt Testverfahren zur Chromatinstruktur vor (saure Anilinblau-Färbung, Chromomycin A3, Acridinorange, SCSA, Dekondensationstests).
  • „Spermiogenesis: histone acetylation triggers male genome reprogramming“ (2009) [s410]: Histone werden hyperacetyliert, entfernt und durch Übergangsproteine und Protamine ersetzt; BRDT verdichtet acetyliertes Chromatin; eine homozygote Mutation wurde bei infertilen Männern gefunden. Montellier, Rousseaux und Khochbin (2012) [s393] beschreiben, dass nahezu alle Nukleosomen des männlichen Genoms nach der Meiose schrittweise modifiziert und destabilisiert werden.
  • Rassoulzadegan, Cuzin und Grandjean haben die RNA-vermittelte Vererbung früh bearbeitet: Paramutation bei der Maus als Modell einer durch RNA vermittelten, hereditär übertragenen epigenetischen Variation [s417]; RNA und miRNA, die das Spermium abgibt, als Vektoren epigenetischer Übertragung [s405]. Jordan (2016) [s342] kommentiert in Médecine/Sciences eine Demonstration spezifisch unterschiedlicher RNA und DNA-Methylierung in Spermien adipöser Personen.

Klinische und Umweltbezüge. Benchaïb und Kollegen (2006) [s419] beschreiben in der französischen Fachzeitschrift dasselbe Konzept wie die englische Originalarbeit [s424] (63 Männer, 63 IVF-Zyklen): globale Methylierung beeinflusse weder Befruchtungsrate noch Embryoqualität, die Schwangerschaftsrate liege aber oberhalb eines Schwellenwerts höher (33,3 % gegenüber 8,3 %; P < 0,05); das Abstract nennt keine Validierung des Schwellenwerts. Hazout und Kollegen (2008) [s412] verbinden Spermien-DNA-Schäden mit schlechten Befruchtungsraten, Fehlgeburten und aberranter Prägung nach assistierter Reproduktion. Mauduit und Kollegen (2006) [s420] behandeln endokrine Disruptoren beim testikulären Dysgenesiesyndrom und nennen unter den Mechanismen intergenerationale epigenetische Übertragung. Lamothe, Kerlan und Christin-Maitre (2018) [s306] halten fest, dass über 35 % der männlichen Infertilität idiopathisch seien und transgenerationale Effekte „particularly illustrated in Drosophila and Caenorhabditis elegans“ seien, nicht beim Menschen. Henckel und Feil (2008) [s413] und Le Bouc und Kollegen (2010) [s404] behandeln geprägte Gene: Beckwith-Wiedemann- und Silver-Russell-Syndrom beruhen auf abnormer 11p15-Methylierung; ART-gezeugte Personen sind unter Beckwith-Wiedemann-Patienten überrepräsentiert, die Ursache der Prägungsdefekte sei unklar. Vialard und Kollegen (2004) [s428] sprechen von genomischer Instabilität nach ICSI. Hubert und Kollegen (2011, L'Encéphale) [s399] werteten die väterliche Altersabhängigkeit der Schizophrenie aus (acht Kohorten-, fünf Fall-Kontroll-Studien, zwei Metaanalysen und ein Review aus den Jahren 2000 bis 2009): Nach Kontrolle mütterlicher Faktoren stieg das relative Risiko bei Nachkommen älterer Väter auf 1,84 bis 4,62; die Autoren halten neue Mutationen in den Spermatogonien für die plausiblere Erklärung, nennen aber Prägung als mögliche Alternative. Tremblay, Beaud und Delbès (2017) [s327] halten fest, Chemotherapeutika beeinflussten die Geburtenrate, hätten aber keinen bedeutsamen Einfluss auf die Gesundheit der geborenen Kinder; die Spermienepigenom-Veränderungen bei Krebsüberlebenden ließen eine transgenerationale Übertragung vermuten, die beim Menschen noch zu untersuchen sei.

Hochschulschriften (HAL). Fünf Arbeiten aus dem Archiv HAL sind aufgenommen; sie sind nicht im üblichen Sinn begutachtet und werden deshalb vorsichtig gewertet. Bichara-Petit (2018) [s296] verglich 50 Männer mit Krebs und 30 Kontrollen: Telomerlänge 115,7 ± 61,6 gegenüber 68,1 ± 35,6, DNA-Fragmentierung 11,7 ± 9,5 gegenüber 4,4 ± 4 und Hypermethylierung von MEST (5,8 ± 8,2 gegenüber 2,8 ± 1,3; p = 0,0015). Boitrelle (2014) [s368] verknüpfte Spermienvakuolen mit nicht kondensiertem Chromatin. Dimofski (2023) [s144] untersuchte bei der Ratte väterlichen Methylspender-Mangel: transgenerationale Beeinträchtigung der Spermienbeweglichkeit, veränderte Spermien-Small-RNA, weibliche Nachkommen vulnerabler. Champroux (2018) [s298] fand bei der Maus, dass die Oxidationsanfälligkeit von Chromosomen von ihrer Position im Spermienkern abhängt. Oblette (2019) [s273] zeigte in der In-vitro-Spermatogenese der Maus Erhalt der DNA-Methylierung, aber geringere Embryonalentwicklungsraten mit solchen Spermien.

Leitlinien, Kohorten, Register. In den französischen Quellen findet sich keine Leitlinie. Als französische Probandenkohorte erscheint die retrospektive Kohorte von 671 Männern in Infertilitätsberatung in der Picardie, die in zwei englischsprachigen Arbeiten mit tunesischer Autorenschaft ausgewertet wurde: Männer über 40 Jahre hatten mehr DNA-Fragmentierung (15 % gegenüber 9 %; p = 0,04) und niedrigere globale Methylierung (2 % gegenüber 6 %; p = 0,03) [s150]; bei selbstberichteter Pestizidexposition waren Vitalität und Beweglichkeit niedriger [s149]. Französisch geleitete Gruppen veröffentlichen heute auf Englisch, zum Beispiel zur Wirkung von Dot1l auf die Histonentfernung in der Maus (Erstaffiliation Frankreich) [s138] oder zu H2AK119ub1 beim Krallenfrosch (Nantes) [s49]. Der Schwerpunkt der Spermienepigenetik hat sich nach dieser Recherche seit etwa 2013 in englischsprachige Zeitschriften verlagert; humane Primärstudien mit Zahlen sind im französischen Material selten ([s419], [s296]).

Erreichbarkeit. Die HAL-Schnittstelle (api.archives-ouvertes.fr) funktionierte; die Webseitensuche lieferte nur ein Skript-Gerüst. Cairn leitete um und wies die Anfrage mit HTTP 403 ab. Was ausschließlich in Cairn oder in nicht in MEDLINE geführten französischen Zeitschriften steht, ist daher nicht abgebildet.

Italienisch

Eigene Literatur: in den erreichbaren Datenbanken keine. Eine gezielte Suche (Europe PMC mit Sprachfilter Italienisch; PubMed mit Sprachfilter, kombiniert mit Spermien- und Epigenetikbegriffen) erbrachte keine einschlägige italienischsprachige Arbeit: Europe PMC lieferte null Treffer, PubMed neun Treffer, alle fachfremd oder historisch (zum Beispiel zu Hepatitis-Viren und Spermienzahl oder zu Polyamin-Inhibitoren). Italienischsprachige Primärliteratur zur Spermienepigenetik ist in diesen Datenbanken nicht nachweisbar.

Kohorten, Register, Leitlinien. Der Webauftritt der Società Italiana di Andrologia war nicht erreichbar (keine Verbindung); Positionspapiere der Gesellschaft konnten deshalb nicht geprüft werden. Aus den Abstracts ist nicht erkennbar, welche englischsprachigen Studien aus Italien stammen; eine Zuordnung nach Ländern wurde im Teil A nicht vorgenommen. Der Bericht zu Ostasien nennt als Einordnung außerhalb jenes Sprachraums eine italienische Metaanalyse zur H19-Methylierung mit 11 eingeschlossenen Artikeln: Die H19-Methylierung war bei Infertilen signifikant niedriger als bei fertilen Kontrollen, am stärksten bei Oligozoospermie und bei wiederholtem Schwangerschaftsverlust, unabhängig von Alter und Spermienkonzentration in der Meta-Regression [s139]. Sie bestätigt die Richtung einiger chinesischer Einzelstudien, nicht aber deren Einheitlichkeit.

Fachzeitschriften. Welche italienischen Zeitschriften das Thema führen, lässt sich aus dem Material nicht beantworten.

Erreichbarkeit. Siehe oben: Europe PMC und PubMed (Sprachfilter) waren nutzbar, die Fachgesellschaft nicht. Nationale italienische Verzeichnisse werden in den Rechercheberichten nicht als durchsucht genannt. Die Aussage „keine italienische Literatur“ gilt nur für die erreichbaren Datenbanken.

Portugiesisch

Eigene Literatur: in den erreichbaren Datenbanken keine. Eine Suche mit Sprachfilter Portugiesisch in PubMed lieferte genau einen Treffer („Y chromosome and male infertility“ (Y-Chromosom und männliche Infertilität), Acta Médica Portuguesa, 1998), der nicht zum Thema gehört. Die wichtigsten Verzeichnisse des portugiesischsprachigen Raums waren gesperrt: SciELO (search.scielo.org: HTTP 403 mit Bot-Schutzseite; ein Teil der Meta-Schnittstelle antwortete, bietet aber keine Suche) und LILACS/BVS (Startseite erreichbar, die Suche pesquisa.bvsalud.org mit HTTP 403 und Bot-Schutzseite). Portugiesischsprachige Arbeiten aus Brasilien und Portugal konnten daher nicht gesucht werden.

Kohorten. Der einzige Bezug zum portugiesischsprachigen Raum ist die englischsprachige Studie von Santiago und Kollegen mit 333 portugiesischen Männern (Rekrutierung 2018 bis 2022): Für die miRNA-Analyse wurden 16 Normozoosperme in vier Altersgruppen (bis 30, 31 bis 35, 36 bis 40, über 40 Jahre) ausgewählt; es fand sich keine signifikante Korrelation des Alters mit konventionellen Samenparametern außer dem Volumen und es fanden sich 15 differenziell exprimierte miRNA zwischen den Gruppen, angereichert in Prozessen der Embryonalentwicklung, Morphogenese und Gonadenentwicklung [s167]. Mit 16 Männern in der RNA-Analyse ist das ein explorativer Befund. Register oder Leitlinien in portugiesischer Sprache wurden nicht gefunden.

Offene Lücke. Dass weder Brasilien noch Portugal in den Quellenlisten mit eigener Literatur vertreten sind, ist wegen der gesperrten Datenbanken nicht als Befund über die Forschungslage zu lesen.

Spanisch

Umfang. Es fanden sich fünf Arbeiten in spanischer Sprache, ausschließlich Übersichten oder kleine Pilotstudien. Nach den Zeitschriften stammen sie aus Spanien (Actas Urológicas Españolas, Archivos Españoles de Urología, Cuadernos de Bioética), Mexiko (Ginecología y Obstetricia de México) und Chile (Revista Médica de Chile):

  • Vasco und Kollegen (2008, Actas Urológicas Españolas) [s414], „Influence of the male genomic imprinting on the reproduction“ (Einfluss der männlichen genomischen Prägung auf die Fortpflanzung): veränderte Methylierung der Spermien-DNA während der Spermatogenese könne die Expression in fetoplazentaren Komponenten stören.
  • Gil Villa, Cardona-Maya und Cadavid Jaramillo (2007, Archivos Españoles de Urología) [s415], „Early embryo death: does the male factor play a role?“ (Früher Embryotod: Spielt der männliche Faktor eine Rolle?): Veränderte Chromatinverpackung, Prägungsfehler, Zentrosomenveränderungen, Telomerverkürzung und fehlende Spermien-RNA könnten zu frühen Embryoverlusten beitragen; Übersicht ohne Zahlen.
  • López Moratalla und Palacios Ortega (2011, Cuadernos de Bioética) [s400]: Aufschub des Zeugungsalters, Fertilitätsrückgang und vermehrte assistierte Reproduktion; ein Positions- und Übersichtstext aus dem Bereich Bioethik.
  • García-Ortiz und Kollegen (2011, Ginecología y Obstetricia de México) [s397]: Pilotstudie mit 27 Fällen leichter und 13 Fällen schwerer Präeklampsie und ihren Partnern sowie 40 Kontrollpaaren; die Altersvarianz der Männer in der Präeklampsie-Gruppe war größer als bei den Kontrollen (p < 0,001). Die Autoren spekulieren über Spermienseneszenz und verkürzte Telomere; einen epigenetischen Befund enthält die Studie nicht.
  • Valenzuela (2005, Revista Médica de Chile) [s425]: Das Risiko angeborener Fehlbildungen und genomischer Prägungsdefekte bei assistierten Reproduktionstechniken und Kerntransfer-Klonen sei erhöht; mögliche Ursachen seien die Grunderkrankung, ein direkter Effekt der Technik, die fehlende Passage durch den Eileiter oder evolutionäre Aspekte.

Wertung. Die Evidenzstärke dieser Texte ist niedriger als die der englischsprachigen Metaanalysen; sie sind zudem alle vor 2012 erschienen. Spanischsprachige Forschung erscheint auch in englischsprachigen Zeitschriften und wird dann als englische Quelle geführt: eine Pilotstudie an infertilen Männern einer Klinik in Buenos Aires, Argentinien, zu Histonmarken (Immunfluoreszenz; H3K4me3 und H3K4me2 korrelierten negativ, H3K9me positiv mit der Befruchtungsrate) [s92] und eine in Katalonien geförderte Fall-Kontroll-Studie zu exosomalen miRNA im Seminalplasma (9 normozoosperme Fertile, 14 Männer mit Azoospermie bei Spermatogeneseversagen, 13 mit obstruktiver Azoospermie; 623 miRNA im Profiling, davon 397 in allen Gruppen nachweisbar) [s294].

Kohorten, Register, Leitlinien, Erreichbarkeit. Spanische Kohorten, Register oder Leitlinien zum Thema wurden nicht gefunden. Die Verzeichnisse des Sprachraums waren weitgehend unerreichbar: Dialnet antwortete mit HTTP 503; scielo.isciii.es leitete um (HTTP 302), die SciELO-Suche war gesperrt (HTTP 403), und die Suche in LILACS/BVS wurde mit einer Bot-Schutzseite abgewiesen. Spanischsprachige Literatur außerhalb von MEDLINE ist daher nicht abgebildet.

Chinesisch

Umfang und Charakter. Aus China (einschließlich Hongkong und Taiwan) stammt der weitaus größte Teil der ostasiatischen Treffer, überwiegend als englischsprachige Veröffentlichung in internationalen Zeitschriften (Frontiers, Nature Communications, Clinical Epigenetics, Journal of Assisted Reproduction and Genetics, Asian Journal of Andrology). Daneben tragen 35 Quellen der Gesamtstudie das Kennzeichen Chinesisch: Beiträge in MEDLINE-indizierten chinesischen Zeitschriften mit englischem Abstract. Die Originaltexte standen nicht zur Verfügung; es lagen nur die englischen Abstracts vor, deren Titel in MEDLINE in eckigen Klammern als Übersetzung geführt werden. Typisch sind Klinikstudien aus Zentren für Reproduktionsmedizin mit Proben aus der Routine, Kandidatengenansätze an geprägten Genen (H19, MEG3, IGF2, PEG3, SNRPN, KCNQ1OT1) mit Pyrosequenzierung oder Bisulfit-Sequenzierung und Fall-Kontroll-Vergleiche mit wenigen Dutzend bis einigen Hundert Männern.

Eigene Kohorten und Studien am Menschen.

  • Geprägte Gene bei Infertilität. Tang und Kollegen untersuchten H19, GNAS und DIRAS3 bei 135 Männern mit idiopathischer Infertilität (39 Normozoospermie, 45 mäßige, 51 schwere Oligozoospermie) und 59 fertilen Kontrollen: Aberrante Muster waren bei Infertilen häufiger, besonders bei Oligozoospermie; die globale Methylierung war bei aberranten Mustern tendenziell niedriger, erreichte aber keine Signifikanz (P = 0,13) [s312]. Song und Kollegen sequenzierten 257 CpG-Stellen in 166 Samenproben (86 Kontrollen, 80 Fälle mit beeinträchtigter DNA-Integrität); 43 Stellen waren unterschiedlich methyliert, davon 22 in H19 [s229]. In einer Folgearbeit an 166 Männern waren bei DFI ≥ 30 % 111 von 323 CpG-Stellen hypomethyliert [s201]. Ni und Kollegen (66 Samenproben): Bei DFI ≥ 25 % war die Methylierung an IGF2 niedriger (13,7 ± 3 % gegenüber 31,5 ± 5,3 %; p = 0,0053) [s272]. Die Befunde zur Richtung der H19-Veränderung sind uneinheitlich: Bei Oligozoospermie fand eine Gruppe niedrigere H19-Methylierung [s249], eine ältere Arbeit aus Xi'an dagegen erhöhte Methylierung der H19-ICR bei 18 Männern mit Oligozoospermie gegenüber 20 fertilen Kontrollen ((9,19 ± 2,45) % gegenüber (0,30 ± 0,06) %) [s385].
  • Schwangerschaftsverlust und Partnerseite. Pan und Kollegen (Nanjing, 2016) verglichen 98 Männer, deren Partnerinnen unerklärte frühe Fehlgeburten hatten, mit 46 gesunden Kontrollen: niedrigere Methylierung bei den Fällen (0,36 ± 0,26 gegenüber 0,47 ± 0,33 ng/µl; P = 0,035); Konfidenzintervalle nennt das Abstract nicht [s345]. Wei und Kollegen (Shandong): Hypermethylierung von cg17985533 und einer Region im H19-Locus mit AUC 0,7838 und 0,8125; die Gruppengröße nennt das Abstract nicht [s83]. Niu und Kollegen (Guangdong) profilierten Spermien und Chorionzotten [s66], Yang und Kollegen (Sichuan) die m6A-Methylierung der Spermien-mRNA bei je 6 Männern [s84]; Tian und Zhao (Innere Mongolei) fanden bei 22 Partnern gegenüber 19 gesunden Männern 90 differenziell exprimierte Spermien-miRNA, mit herunterregulierter hsa-miR-34c-5p (OR 4,344; 95-%-Konfidenzintervall 1,119 bis 16,857) [s29]; das sehr breite Konfidenzintervall zeigt die Unsicherheit bei n = 41.
  • Umweltepidemiologie aus Shanxi und Guizhou. Eine auffällige Besonderheit ist die Gruppe um Qiang an der Shanxi Medical University mit großen Querschnittsstudien, die Urin-Biomarker mit der Spermienmethylierung und teils mit Geburtsdaten verknüpfen: Bei 616 Männern lag das Urin-Quecksilber im Median bei 9,14 µg/l, und die H19-Methylierung korrelierte negativ mit dem Quecksilber (rs = −0,346) [s308]; bei 219 Männern waren PAK-Metabolite mit höherer H19- und PEG3-Methylierung verbunden [s270]; in einer Folgearbeit mit 302 Männern und 157 Neugeborenen war die OH-PAK-Konzentration mit dem Geburtsgewicht negativ assoziiert (β = −0,081; p = 0,020) [s261]; bei 352 Männern war Urin-Arsen positiv mit der Meg3-Methylierung assoziiert (β = +0,125; p < 0,001) [s156]; bei 403 Männern in der Vorsorgeuntersuchung korrelierte die MEG3-Methylierung negativ mit der Spermienkonzentration [s268]. Stärken dieser Reihe: ungewöhnlich große Stichproben, interne Expositionsmessung, Verknüpfung mit Geburtsdaten. Schwächen: Einzel-Urinproben, Querschnitt, wenige Gene, mögliche Störgrößen (Rauchen, Ernährung), keine Mediationsanalyse. In der Provinz Guizhou (Region mit Minderheitenbevölkerung) wurden 143 Männer mit Nikotin- und Alkoholexposition untersucht [s282].
  • Weitere Humanstudien. Hepatitis-B-Infektion und Spermienmethylierung bei 35 Männern [s119], mitochondriale Methylierung bei Asthenozoospermie [s98], RRBS an je 5 bis 6 Männern je Gruppe mit vielen differenziell methylierten Regionen [s127], genomweite Spermienmethylierung bei Kallmann-Syndrom bei je 6 Männern [s82]. Die Gruppen sind für Genomanalysen sehr klein; die Autoren der Kallmann-Studie weisen selbst darauf hin, dass Krankheit und Hormontherapie nicht getrennt sind.
  • RNA im Samenplasma und in Spermien. Eine taiwanische Studie (Yeh und Kollegen) fand bei ICSI-Patienten keinen Zusammenhang von miR-34b, miR-34c, miR-122 und miR-429 mit Befruchtungsrate oder früher Embryonalentwicklung; die Grenzwerte wurden im selben Datensatz bestimmt [s206]. In einer Studie aus Changsha waren bei 44 IVF-Patienten vier miRNA (miR-21, miR-34c, miR-140, miR-375) bei niedrigem Embryo-Score niedriger [s359]. Bei Samenplasma-Vesikeln erreichten tsRNA-Marker AUC von 0,96 (Han und Kollegen; zweistufiges Fall-Kontroll-Design mit 5 bis 23 Männern je Gruppe, ohne externe Validierung) [s185].

Chinesischsprachige Zeitschriften. Die chinesischsprachigen PubMed-Beiträge stehen in „Zhonghua nan ke xue“ (Chinesische Zeitschrift für Andrologie), „Zhonghua yi xue yi chuan xue za zhi“ (Chinesische Zeitschrift für Medizinische Genetik), „Yi chuan“ (Hereditas), der Sichuan-Universitätszeitschrift (Medizinische Ausgabe), „Zhong nan da xue xue bao“, „Zhongguo yi xue ke xue yuan xue bao“ und „Zhonghua lao dong wei sheng zhi ye bing za zhi“. Eine gezielte Abfrage mit dem Sprachfilter Chinesisch (ohne Schriftzeichen im Suchstring) ergab 100 beziehungsweise 114 Treffer; ausgewertet wurden jeweils die ersten 100. Die Hälfte der Beiträge sind Übersichten, die andere Hälfte kleine Primärstudien, oft aus Einzelzentren oder Rattenversuche mit Umweltgiften; die Primärstudien stammen häufig aus der Zeit vor 2017 und nutzen einfache Methoden (kolorimetrische Gesamtmethylierung, qPCR einzelner miRNA). Beispiele für Übersichten: „Sperm small non-coding RNAs and intergenerational inheritance“ (Spermien-kleine nichtkodierende RNA und intergenerationale Vererbung, 2022) [s193]; „Paternal inheritance mediated by epigenetic changes in sperm“ (Väterliche Vererbung durch epigenetische Veränderungen der Spermien, 2025) [s54]; „Impacts of advanced male age on sperm DNA methylation“ (Auswirkungen höheren männlichen Alters auf die Spermien-DNA-Methylierung, 2025), die betont, dass wenige Studien den Einfluss auf die Gesundheit der Nachkommen untersuchen [s62]. Frühe Übersichten seit etwa 2007 [s418, s402, s409, s398, s376, s372, s378] belegen, dass die Themen in chinesischen Zeitschriften seit langem bearbeitet werden; neue Primärzahlen enthalten sie nicht.

Tierexperimente und Tradition der chinesischen Medizin. Viele Mausstudien zu Spermien-tsRNA und miRNA stammen aus Nanjing, Shanghai, Suzhou, Wuhan und Fudan. Beispiele: Die Löschung der tRNA-RNase Angiogenin hob entzündungsbedingte Stoffwechselstörungen der Nachkommen auf, und die Injektion der 30–40-Nukleotid-RNA-Fraktion in Zygoten übertrug sie [s236]; die Injektion von Spermien-tsRNA gealterter Mäuse erzeugte angstähnliches Verhalten bei F1-Männchen [s219]. Gegenpositionen stehen daneben: Eine Arbeit zeigte, dass Spermien kleine RNA vorwiegend mit zytoplasmatischen Tröpfchen austauschen, nicht mit Epididymosomen [s173], eine andere fand bei Hochfett-Mäusen keine signifikanten Unterschiede der Methylierung geprägter Gene, wohl aber 8942 differenziell methylierte Regionen im Gesamtgenom [s330]. Eine eigene Tradition ist die Kombination mit Rezepturen der Traditionellen Chinesischen Medizin im Tierversuch (zum Beispiel Schutzwirkung einer Rezeptur gegen Benzo[a]pyren bei Ratten) [s277]; sie liefert keine Aussage für den Menschen.

Register, Leitlinien, Metaanalysen. Eine ostasiatisch geleitete Metaanalyse zur Spermien-Epigenetik mit gepoolten Effektschätzern fand die Suche nicht; ebenso keine Leitlinie und keine große prospektive Vater-Kind-Kohorte mit Spermienepigenetik aus Ostasien. Der Bericht hält fest, dass eine Leitlinienaussage zu Epigenetik-Tests in der Kinderwunschbehandlung nach dieser Recherche nicht existiert. Hongkong ist durch eine Übersicht zu Spermien-sncRNA vertreten [s180], Taiwan durch klinisch-molekulare Arbeiten [s206, s41] und eine umweltepidemiologisch-tierexperimentelle Studie zu PM2,5 [s104].

Erreichbarkeit der Datenbanken. Europe PMC war die Hauptquelle (je Suchfrage bis zu 800 relevanzgereihte Treffer, danach gefiltert nach Autoraffiliation und Stichwörtern). CNKI lieferte nur einen Platzhalter („Loading“, 381 Bytes), die Suchseite antwortete nicht; Wanfang lieferte HTTP 200, aber nur das Anwendungsgerüst ohne Trefferliste. Aus CNKI und Wanfang stammt keine einzige Quelle. Chinesische Dissertationen, Konferenzbände und Zeitschriften außerhalb von MEDLINE fehlen daher. Die Zuordnung zu einem Land beruht auf Autoraffiliationen und ist bei internationalen Gemeinschaftsarbeiten unscharf.

Japanisch

Umfang und Charakter. 21 Quellen tragen das Kennzeichen Japanisch. Sie stammen überwiegend aus J-STAGE, dessen Programmierschnittstelle erreichbar war; die Trefferlisten sind Tagungsabstracts (Beiträge der Reproduktionsbiologie im Supplement des „Journal of Reproduction and Development“, Jahrestagungen der Toxikologie, DOHaD-Tagung) und Übersichtsbeiträge in Zeitschriften wie „ファルマシア“ (Pharmacia) oder „DOHaD研究“ (DOHaD-Forschung). Klinische Kohorten sind darunter nicht. Peer-Review-Tiefe, Methodik und Zahlen sind in diesen Kurzfassungen begrenzt; sie zeigen aber die tierexperimentellen Arbeitsgruppen, von denen einige später auf Englisch publizierten.

Eigene Kohorten und Register. Klinische Kohorten zur Spermienmethylierung beim Menschen wurden in Japan nicht gefunden, nur Ankündigungen wie ein Symposiumsabstract von Arima (2017) „PCBとヒト精子におけるエピジェネティクス“ (PCB und Epigenetik in menschlichen Spermien), der angibt, 15 bis 20 % der Verheirateten in Japan unterzögen sich einer Kinderwunschbehandlung, etwa 40 % davon mit Männerfaktor, und die Patientenzahl habe sich in zehn Jahren etwa 25-fach erhöht; Ergebnisse enthält das Abstract nicht [s332]. Register zur Spermienepigenetik wurden nicht gefunden. Die Tierversuche arbeiten mit Mäusen, Ratten, Rindern (Japanese-Black-Bullen) und, als Besonderheit, mit einer Termite.

Themen der japanischen Forschung.

  • Alterung und Neuroentwicklung. Osumi und Mitarbeiter verbinden väterliches Alter mit Entwicklungsstörungen: Tatehana und Osumi (2023, „POHaD“ aus der Sicht neuroentwicklungsbezogener Störungen) [s176]; Osumi (2022): altersbedingte Hypomethylierung der Spermien-DNA beeinflusst die Neurogenese der Nachkommen [s210]; Miyahara und Kollegen: 26 Unterschiede der Spermien-miRNA zwischen drei und 20 Monate alten Mäusen [s159]. Kobayashi und Kollegen (2016): Das LINE-Methylierungsniveau der Mausspermien stieg mit dem Alter [s353]. Eine Termitenstudie (Kyoto, PNAS) fand bei 39.399.411 untersuchten CpG-Stellen 21.611 mit altersabhängiger Methylierung der Königsspermien [s80]; das ist ein Insektenmodell.
  • Toxizität und Biomarker. Sakai und Kollegen (2019): Doxorubicin senkte dosisabhängig die Spermien-DNA-Methylierung [s288]; Sakurai (2018, Cynomolgus-Affen): die miR-34/449-Familie als Kandidat für Hodentoxizität [s318]; Fukushima (2019, Ratte): ein gemeinsamer miRNA-Biomarker der Hodentoxizität sei „sehr schwer“ zu entwickeln [s287]; Akaike und Kollegen (2025): Methylphenidat änderte 5245 sncRNA in Spermien von Mäusen, nach 40 Tagen Pause nur noch 712, ohne Verhaltensunterschied bei F1 [s90]. Yokota (2024, Yakugaku Zasshi) entwickelte eine Spermienfärbung (Reactive Blue 2) und ein MRT-Verfahren zur Beurteilung männlicher Reproduktionstoxizität [s124].
  • Rundspermatiden-Injektion (ROSI) und Histone. Kazama, Ooga und Nakane (2019): H3K27me3 und H3K36me3 waren im männlichen Vorkern von ROSI-Embryonen gegenüber ICSI überhöht [s289]; in englischsprachigen Folgearbeiten lag die Geburtenrate nach ROSI bei der Maus bei 20 % gegenüber 60 % nach ICSI [s162], und der HDAC-Hemmer Scriptaid senkte H3K9me3 in Spermatiden und erhöhte Lebendgeburten [s31]. Tanaka und Watanabe (klinische Übersicht) beschreiben 90 Kinder nach ROSI ohne signifikante Unterschiede zu natürlich gezeugten Kindern bei körperlichen und kognitiven Fähigkeiten, bei niedrigen klinischen Ergebnissen [s172].
  • Nutztiere. Takeda und Kollegen (2021): Bei 29 Japanese-Black-Bullen sagte die Methylierung allein die Besamungs-Konzeptionsrate am besten voraus [s241]; englischsprachig wurden 143 mit der Konzeptionsrate zusammenhängende CpG-Stellen beschrieben [s230].
  • Umweltforschung. Das National Institute for Environmental Studies (Nohara und Kollegen) arbeitet mit einem Arsen-Modell: Pränatal exponierte F1-Männchen zeigen Hypomethylierung der Spermien an LINE- und LTR-Promotoren [s67]; in F2 waren die Merkmale in Leber und Hoden wiederhergestellt, nicht aber in F2-Spermien [s79].

Fachzeitschriften und Besonderheiten. Typisch ist die Orientierung an den Konzepten DOHaD und POHaD (Paternal Origins of Health and Disease) und an Hodentoxizität als Risiko für Entwicklungstoxizität (bei etwa 10 % der Arzneimittelkandidaten, Angabe aus dem Abstract) [s175]. Kommentare in „Pharmacia“ erläutern internationale Studien für ein japanisches Fachpublikum, etwa dass im Spermium etwa 1 % der Histone (Maus) beziehungsweise 15 % (Mensch) erhalten bleiben [s352]. Englischsprachig veröffentlichte japanische Arbeiten sind fast ausschließlich Tier- und Grundlagenstudien; als Beispiel zeigen Ishikawa und Kollegen eine Verhaltens- und Transkriptomstudie zu F2-Nachkommen gestresster männlicher Ratten, ohne Spermien-Epigenetik im Abstract [s10].

Erreichbarkeit. J-STAGE war erreichbar (elf Begriffskombinationen, 30 Artikelseiten gelesen). CiNii lieferte nur ein Seitengerüst ohne Trefferliste (ci.nii.ac.jp: HTTP 200) beziehungsweise HTTP 202 ohne Inhalt (cir.nii.ac.jp). Insbesondere Dissertationen und Bulletin-Beiträge aus CiNii fehlen.

Koreanisch

Eigene Literatur: sehr dünn. Koreanischsprachige Beiträge in Hangul wurden nicht gefunden und konnten nicht abgerufen werden. Die Sprachfilter-Abfrage in MEDLINE (LANG:kor) ergab nur 12 Treffer ohne Bezug zur Spermien-Epigenetik. Die Quellenliste der Gesamtstudie enthält keine koreanischsprachige Quelle. Der Bericht hält selbst fest, dass der Befund „Korea trägt wenig bei“ möglicherweise ein Abfrageartefakt ist und kein Beleg für fehlende Forschung.

Was über Autorenaffiliationen sichtbar wird. Aus Korea stammen nur wenige, englischsprachige Arbeiten: Kim und Kollegen (Seoul; Yonsei Medical Journal, 2014) untersuchten bei 33 Männern mit Normozoospermie sechs Histon-Acetylierungsmarken; diese hingen nicht mit klassischen Spermienparametern oder DFI zusammen, die HAT-Aktivität korrelierte negativ mit der HDAC-Aktivität (r = −0,51) [s374]. Das Abstract nennt für den DFI einen Korrelationswert (r = 0,038 mit p < 0,02), der nach seiner Größe nicht mit dem p-Wert vereinbar ist; vermutlich liegt ein Druckfehler vor. Lee und Lee (Seoul, 2026) entwickelten einen forensischen Fünf-Amplikon-Assay auf Y-chromosomalen CpG-Stellen zur Altersschätzung von Samenspuren (mittlerer absoluter Fehler 6,74 beziehungsweise 6,55 Jahre bei 11 Proben) [s14]; das ist keine Vererbungsstudie. Park und Kollegen (Konkuk University) beschrieben eine veränderte DNA-Methylierung in Spermatozyten von Cfp1-Knockout-Mäusen [s70]. Bak und Kollegen (Seoul; Clinical and Experimental Reproductive Medicine, 2011) schrieben eine Übersicht zu PIWI-Proteinen und piRNA [s396]. Kim und Kollegen (BMB Reports, 2026) beschreiben das Spermium als mehrschichtiges epigenetisches Informationssystem und betonen, dass die menschliche Evidenz überwiegend beobachtend und anfällig für Störgrößen sei [s13].

Kohorten, Register, Leitlinien. Koreanische Kohorten oder Register zur Spermienepigenetik wurden nicht gefunden; Leitlinien ebenfalls nicht.

Erreichbarkeit. KCI (kci.go.kr) lieferte auf der Startseite HTTP 200 (139 KB), der Suchpfad dagegen 404. KoreaMed: Startseite und Suchformular erreichbar, eine Suche per POST lieferte nur das leere Formular. DBpia: keine Verbindung (Zeitüberschreitung nach rund 21 Sekunden). Hangul-Suchbegriffe wurden über keine erreichbare Datenbank ausgeführt. Aus den drei Verzeichnissen stammt keine Quelle dieser Studie.

Alle Kapitel und Anhänge (29)
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufbau und Methodik dieser Studie
  3. Hintergrund
  4. Metaanalysen mit gepoolten Effektschätzern bis Leitlinien
  5. Erzählende Übersichten
  6. Methylierung geprägter Gene und männliche Infertilität bis Alter des Vaters
  7. Adipositas, Diabetes, Bewegung und Ernährung bis Autismus-Spektrum-Störung und väterliche Spermienmethylierung
  8. Spermien-RNA, Samenplasma und Hodengewebe beim Menschen bis Gesamteinordnung der Beobachtungsstudien
  9. Lesehinweis und Evidenzrahmen bis Systematische Übersichten und Metaanalysen
  10. Humanstudien zur Spermien-DNA-Methylierung
  11. Humanstudien zu Spermien-RNA bis Humanstudien zu Nachkommen und Mehrgenerationenmustern
  12. Tierversuche und Reichweite und Lücken der Studienlage
  13. Mechanismen und biologische Plausibilität
  14. Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität
  15. Englisch bis Koreanisch
  16. Russisch bis Türkisch
  17. Widersprüche und ihre mögliche Erklärung
  18. Limitationen der Evidenz
  19. Offene Forschungsfragen
  20. Praktische Einordnung
  21. Glossar
  22. Quellenverzeichnis (Teil 1 von 3)
  23. Quellenverzeichnis (Teil 2 von 3)
  24. Quellenverzeichnis (Teil 3 von 3)
  25. Diagramme
  26. Quellen s01–s142
  27. Quellen s143–s285
  28. Quellen s286–s430
  29. Prüfprotokoll der Quellenkontrolle