Arbeitsteilung und Quellenbasis
Die Recherche lief in drei Sprachgruppen, die jeweils einen eigenen Bericht erzeugten. Gruppe a umfasste Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch (141 Quellen), Gruppe b Chinesisch, Japanisch und Koreanisch (175 Quellen), Gruppe c Russisch, Arabisch und Türkisch (124 Quellen). Zusammen waren das 440 Einträge. Zehn Arbeiten wurden von zwei Gruppen gefunden und in der Gesamtliste zusammengeführt, sodass 430 eigenständige Quellen mit den Kennungen s01 bis s430 übrig blieben. Die Kennungen sind nach Erscheinungsjahr absteigend vergeben; nur mit ihnen wird in dieser Studie zitiert.
Die Liste reicht von 2002 bis 2026. 241 der 430 Quellen stammen aus den Jahren 2021 bis 2026, 55 allein aus 2025 und 35 aus 2026. Für 377 Quellen liegt eine PubMed-Kennung vor; 53 Quellen haben keine. Das sind vor allem Leitlinien, Hochschulschriften und Beiträge aus nationalen Portalen. Die Sprachmarken der Quellenliste lauten: 332 Einträge Englisch (darunter 14 russisch oder türkisch geführte Quellen mit englischem Abstract), 35 Chinesisch, 22 Französisch, 21 Japanisch, 18 Russisch, 11 Türkisch und 5 Spanisch. Weil einzelne Einträge zwei Marker tragen, liegt die Summe über 430. Quellen mit den Markern Arabisch, Koreanisch, Deutsch, Italienisch oder Portugiesisch gibt es nicht.
Suchwege
Hauptweg war die REST-Schnittstelle von Europe PMC, ergänzt um die E-utilities des NCBI (esummary, esearch), die französische Hochschulschriftenplattform HAL, die japanische Plattform J-STAGE, die russische Plattform CyberLeninka, die türkische Datenbank TR Dizin und Crossref-Abfragen mit arabischen Suchbegriffen. Die Webseite von PubMed ist für automatisierte Abrufe gesperrt und wurde nicht genutzt. Die Gruppe a führte über 100 Anfragen in vier Durchläufen aus. Die Gruppe b stellte 13 thematische Suchfragen mit je bis zu 800 nach Relevanz gereihten Treffern und filterte anschließend nach der Herkunft der Autoren (China, Japan, Korea, Taiwan, Hongkong); in J-STAGE wurden elf Begriffskombinationen abgefragt und 30 Artikelseiten gelesen. Die Gruppe c suchte in Europe PMC über das Affiliationsfeld für die Türkei, Russland und 16 arabische Länder oder Gebiete, in CyberLeninka mit 18 russischen Suchbegriffen und in TR Dizin mit türkischen und englischen Begriffen. Zusätzlich wurden die Leitlinien der AUA/ASRM, der EAU und der ESHRE als PDF abgerufen und im Volltext nach den Begriffen epigen*, methylat*, Histon, Spermien-RNA und miRNA durchsucht.
Die Suche ist damit nicht erschöpfend. Sie ist nach Relevanz gereiht und danach gefiltert; die Trefferzahlen je Suchfrage lagen weit über den abgerufenen Datensätzen. Die Zuordnung zu einem Land beruht auf den Affiliationen der Autoren und ist bei internationalen Gemeinschaftsarbeiten unscharf. Die Gruppe c führte Arbeiten, die nur über Mitautoren in die Treffermenge kamen, als Randtreffer und zählte sie nicht als regionale Forschung.
Aufnahme, Datengrundlage und Zahlen
Aufgenommen wurde nur, was mindestens als Abstract abgerufen und gelesen wurde. Volltexte wurden bei den drei Leitlinien ausgewertet und in wenigen Einzelfällen bei den Gruppen b und c. Alle anderen Angaben beruhen auf Abstracts. Das hat Folgen: Mehrfachtestkorrektur, Verblindung, Zellreinheit der Spermienproben, Störgrößen und Fallzahlen sind in Abstracts oft nicht genannt. Wo ein Abstract eine Angabe nicht enthält, steht in dieser Studie „nicht berichtet“ und keine Schätzung. Stärken und Schwächen einer Studie sind aus der im Abstract erkennbaren Anlage abgeleitet. Eine formale Risikobewertung am Volltext (zum Beispiel mit ROBINS-E oder GRADE) fand für die Einzelstudien nicht statt. Die Übersichten mit eigener formaler Bewertung werden als solche gekennzeichnet [s243, s78].
Die Zahlen in dieser Studie stammen aus den Abstracts oder Leitlinientexten der Quellenliste. Für dieses Kapitel wurden sieben Schlüsselstudien über die Europe-PMC-Schnittstelle erneut abgerufen (die Metaanalyse zu geprägten Genen [s325], die systematische Übersicht zur Methylierung in Spermien [s243], die Metaanalyse zu Prägungsstörungen [s300], die Altersstudie [s246], die Paarkohorte [s21], die Autismus-Kohortenstudie [s357] und die Studie zu Nebenhoden-RNA [s299]). Die lesbaren Zahlen der Abstracts stimmten mit den Berichten überein; bei der Paarkohorte [s21] waren Fallzahl und Median lesbar, die Effektschätzer wurden aus dem Bericht der Gruppe a übernommen. Für die WHO-Referenzwerte im Abschnitt „Hintergrund“ wurden zusätzlich Abstracts abgerufen, die nicht in der Quellenliste stehen; sie werden dort im Text mit PubMed-Kennung genannt.
Einzelne Abstracts enthalten erkennbare Unstimmigkeiten. Beispiele sind ein Korrelationskoeffizient von 0,038 bei p < 0,02 in einer koreanischen Studie zur Histon-Acetylierung [s374] und ein Konfidenzintervall, das den Punktschätzer nicht umschließt, in einer chinesischen Geburtsgewichtsstudie [s261]. Solche Angaben werden in den Kapiteln nur wörtlich berichtet und als fraglich gekennzeichnet. Zwei Artikel tragen den Vermerk „zurückgezogen“ [s251, s177]; ihre Zahlen werden nicht verwendet.
Bewertungsskala
Die Studie verwendet zwei getrennte Einordnungen. Die Evidenzstärke richtet sich nach der Art der Belege: „hoch“ für Metaanalysen mit konsistenten Ergebnissen, große prospektive Kohorten, replizierte Experimente und gesicherte Grundlagenbiologie; „mäßig“ für Metaanalysen mit hoher Heterogenität, mittelgroße Kohorten oder gut kontrollierte Tierexperimente; „niedrig“ für kleine Fall-Kontroll- und Querschnittsstudien, Kandidatengenansätze und narrative Übersichten; „sehr niedrig“ für Hypothesen, Fallberichte und Befunde, die nur in einer anderen Spezies vorliegen, wenn für den Menschen eine Aussage getroffen werden soll. Die Gewissheit beschreibt, wie belastbar die Aussage nach Widersprüchen, Replikation, Verzerrungsrisiko und Übertragbarkeit ist: „hoch“, „mittel“ oder „gering“. Beide Skalen sind eine nachvollziehbare Einordnung der Autoren dieser Studie auf Grundlage der Abstracts; sie ersetzen kein GRADE-Verfahren. Tierversuche sind immer als solche gekennzeichnet. Sie belegen Mechanismen im Modell und keine Wirkung beim Menschen.
Grenzen der Datenbankabdeckung
Mehrere nationale Datenbanken waren für automatisierte Abfragen nicht nutzbar. Aus CNKI, Wanfang, CiNii, KCI, KoreaMed und DBpia stammt keine Quelle; chinesische Dissertationen, Konferenzbände und Zeitschriften außerhalb von MEDLINE fehlen daher, koreanische Literatur ist nur über Autoraffiliationen in MEDLINE sichtbar. Für den russischen Raum war eLIBRARY.ru nicht erreichbar (HTTP 403), für den arabischen Raum Mandumah, e-Marefa, ASJP und IASJ nicht, für den türkischen DergiPark nicht. Im romanischen Raum waren SciELO, LILACS, Cairn, Dialnet und die Webseite der Società Italiana di Andrologia nicht nutzbar, und das Register der AWMF lieferte nur ein Skript-Gerüst. Die Aussagen „keine arabische, koreanische, italienische, portugiesische oder deutsche Primärstudie“ gelten deshalb nur für die erreichbaren Datenbanken, nicht für die Literatur insgesamt. Insbesondere könnte der Befund „Korea trägt wenig bei“ ein Abfrageartefakt sein.
Weitere Grenzen betreffen die Literatur selbst. Veröffentlichungsverzerrung (positive Befunde erscheinen eher) lässt sich mit dieser Anlage nicht prüfen. Die jüngsten Arbeiten (2026) sind noch nicht durch Folgestudien eingeordnet. Eine Therapie- oder Handlungsempfehlung enthält diese Studie nicht; sie ist eine Literaturübersicht und keine Bewertung für einzelne Personen.