Studienmatrix: 33 Studien – Menschen und Reproduktionsmedizin
Filtere nach Studienart, Wirkstoff und Befund. Tippe auf eine Studie für Design, Aussagegrenze und Gewichtung. Die Befundrichtung beschreibt den gemessenen Endpunkt – nicht die Fruchtbarkeit insgesamt.
Weitere 63 Studien: Labor, Tierversuche und Pflanzenprodukte (63).
33 von 33 Studien
Humanstudie (H01–H24)
H01Purvis 2002 [1]Keine signifikante Änderungkein Nachteil gefunden
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 17 gesunde Männer, 16 abgeschlossen
- Exposition
- Sildenafil 100 mg einmalig, Crossover
- Aussagegrenze
- Akut; kleine Stichprobe
- Gewichtung
- Begrenzt, kontrollierte akute Samenwerte – Kleine gesunde Stichprobe; keine Langzeitexposition
H01 – Purvis und Mitarbeiter, 2002
Referenz: [1]. Zugriff: Originalvolltext.
Design: Doppelblindes, randomisiertes Vier-Perioden-Crossover. Die Männer erhielten wiederholt Sildenafil beziehungsweise Placebo mit mindestens fünf bis sieben Tagen Abstand. Alter 19–34 Jahre. Samenproben wurden unter anderem 1,5 Stunden nach Einnahme untersucht.
Ergebnis: Kein signifikanter Unterschied bei Motilität, Zahl, Konzentration, Morphologie, Vitalität, Volumen oder Viskosität. Sildenafil war im Samen nachweisbar.
Bewertung: Gute Kontrolle für eine akute Exposition; sehr kleine und gesunde Stichprobe. Wiederholte Messungen verbessern die Präzision, vergrößern aber nicht die Zahl unabhängiger Personen. Kein Test monatelanger Spermatogenese, keine DNA- oder Kindergesundheitsstudie. Die Arbeit ist beruhigend für die geprüften Akutparameter, nicht für sämtliche reproduktiven Endpunkte.
H02Aversa 2000 [2]Samenwerte unverändertkein Nachteil gefunden
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 20 Männer mit nachgewiesener Fertilität
- Exposition
- Sildenafil 100 mg einmalig
- Aussagegrenze
- Keine Schwangerschaftsprüfung
- Gewichtung
- Begrenzt, akute Samen-/Sexualfunktion – Kleine fertile Population; kein Paarendpunkt
H02 – Aversa und Mitarbeiter, 2000
Referenz: [2]. Zugriff: Originalabstract und institutioneller Publikationsnachweis.
Design: Untersuchung von 20 gesunden Männern in stabiler Partnerschaft mit nachgewiesener Fertilität. Sildenafil 100 mg wurde mit Placebo verglichen. Neben Samenparametern wurde die Erektionsfunktion nach sexueller Stimulation untersucht.
Ergebnis: Die üblichen Samenwerte änderten sich nicht; die postejakulatorische Refraktärzeit war kürzer.
Bewertung: Die Abkürzung einer Refraktärzeit ist kein Nachweis besserer Befruchtung. Ein akutes Sexualfunktions-Ergebnis und ein Samenbefund gehören zu unterschiedlichen Endpunkten. Die Aussagekraft für Männer mit schwerer Infertilität ist gering.
H03du Plessis 2004 [3]Kinematische/funktionelle Signalegemischt
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 20 gesunde Männer
- Exposition
- Sildenafil 50 mg einmalig gegen Placebo, Crossover
- Aussagegrenze
- Zusätzlicher Laborarm mit 8-Bromo-cGMP
- Gewichtung
- Begrenzt, akute Spermienfunktion – Kleines Crossover; separater mechanistischer Laborstoff
H03 – du Plessis, de Jongh und Franken, 2004
Referenz: [3]. Zugriff: Originalabstract/Verlagsnachweis.
Design: 20 gesunde Männer in einem doppelblinden, placebokontrollierten Crossover; akute orale Gabe von Sildenafil 50 mg, Samengewinnung nach einer Stunde. Ein zusätzlicher In-vitro-Teil verwendete 8-Bromo-cGMP, unter anderem 20 µM für 60 Minuten.
Ergebnis: Die Veröffentlichung berichtet Veränderungen kinematischer beziehungsweise funktioneller Spermienmaße, besonders bei raschen Zellen.
Bewertung: Wichtig für die Trennung von Mechanismus und Arzneimittel: 8-Bromo-cGMP ist nicht Sildenafil. Ein Effekt dieses Laborzusatzes darf nicht als Wirkung einer oral eingenommenen Sildenafiltablette angegeben werden. Die Untersuchung liefert keinen direkten Lebendgeburtennachweis.
H04Pomara 2007 [4]Unterschiedliche Motilitätsbefundegemischt
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 18 junge infertile Männer
- Exposition
- Sildenafil 50 mg / Tadalafil 20 mg einmalig
- Aussagegrenze
- Sehr kleines Kollektiv
- Gewichtung
- Begrenzt, akute Motilität – Kleine Stichprobe und Ausgangsvergleiche
H04 – Pomara und Mitarbeiter, 2007
Referenz: [4]. Zugriff: Originalabstract.
Design: Prospektives, randomisiertes, doppelblindes Crossover bei 18 jungen infertilen Männern. Einmalig Sildenafil 50 mg oder Tadalafil 20 mg; Samengewinnung ein beziehungsweise zwei Stunden nach Behandlung.
Ergebnis: Die mediane progressive Motilität betrug unter Sildenafil 37,0 % gegenüber 28,5 % vor Behandlung, unter Tadalafil 21,5 % gegenüber 28,5 %. Diese Werte beschreiben akute Ausgangsvergleiche, keinen gemessenen Unterschied der Geburtenrate.
Bewertung: Ein relevanter widersprüchlicher Einzelbefund, der nicht aus einer insgesamt beruhigenden Darstellung entfernt werden darf. Kleine Stichprobe, akute Messung und ein Vergleich mit Ausgangswerten begrenzen die Übertragbarkeit. Dies beweist weder generelle Schädlichkeit von Tadalafil noch Überlegenheit von Sildenafil bei Kinderwunsch. Keine gemessene Wirkung auf Geburten.
H05Hellstrom 2003 [5]Insgesamt beruhigendkein Nachteil gefunden
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 204 Männer ab 45 Jahren
- Exposition
- Tadalafil 10 mg täglich, 6 Monate
- Aussagegrenze
- Ausgewählte Ausgangswerte
- Gewichtung
- Relativ tragfähig, sechsmonatige Samenwerte – Selektion normaler Ausgangswerte, Ausfall-/Planprüfung unvollständig
H05/H06 – Hellstrom und Mitarbeiter, 2003
Referenz: [5]. Zugriff: Originalabstract und Zulassungsunterlagen.
Design: Zwei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudien mit insgesamt 421 Männern ab 45 Jahren, gesund oder mit milder ED. Studie 1: Tadalafil 10 mg, n=103, gegen Placebo, n=101. Studie 2: Tadalafil 20 mg, n=111, gegen Placebo, n=106. Dauer jeweils sechs Monate. Einschluss setzte definierte Samenwerte voraus.
Ergebnis: Die Autoren bewerteten die Samen- und Hormonprofile insgesamt als ohne nachteiligen Einfluss auf Spermatogenese und reproduktive Hormone.
Bewertung: Für länger dauernde Exposition wesentlich aussagekräftiger als Einzeldosisversuche. Das Ergebnis gilt besonders für Männer mit den untersuchten Ausgangsbefunden. Die offizielle Produktinformation erwähnt dennoch bei zwei der drei Tadalafil-Spermatogenesestudien Abnahmen von Spermienzahl und Konzentration mit als unwahrscheinlich klinisch relevant eingeschätzter Bedeutung. Diese Formulierung darf nicht in „sämtliche Werte stets unverändert“ umgewandelt werden. [64]
H06Hellstrom 2003 [5]Insgesamt beruhigendkein Nachteil gefunden
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 217 Männer ab 45 Jahren
- Exposition
- Tadalafil 20 mg täglich, 6 Monate
- Aussagegrenze
- Zweite Studie derselben Publikation
- Gewichtung
- Relativ tragfähig, sechsmonatige Samenwerte – Zweite Dosisstudie; keine allgemeine Infertilitätswirksamkeit
H05/H06 – Hellstrom und Mitarbeiter, 2003
Referenz: [5]. Zugriff: Originalabstract und Zulassungsunterlagen.
Design: Zwei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudien mit insgesamt 421 Männern ab 45 Jahren, gesund oder mit milder ED. Studie 1: Tadalafil 10 mg, n=103, gegen Placebo, n=101. Studie 2: Tadalafil 20 mg, n=111, gegen Placebo, n=106. Dauer jeweils sechs Monate. Einschluss setzte definierte Samenwerte voraus.
Ergebnis: Die Autoren bewerteten die Samen- und Hormonprofile insgesamt als ohne nachteiligen Einfluss auf Spermatogenese und reproduktive Hormone.
Bewertung: Für länger dauernde Exposition wesentlich aussagekräftiger als Einzeldosisversuche. Das Ergebnis gilt besonders für Männer mit den untersuchten Ausgangsbefunden. Die offizielle Produktinformation erwähnt dennoch bei zwei der drei Tadalafil-Spermatogenesestudien Abnahmen von Spermienzahl und Konzentration mit als unwahrscheinlich klinisch relevant eingeschätzter Bedeutung. Diese Formulierung darf nicht in „sämtliche Werte stets unverändert“ umgewandelt werden. [64]
H07Hellstrom 2008 [6]Nichtunterlegenheit; numerisches Konzentrationssignalgemischt
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 253 randomisiert, 191 Behandlung beendet
- Exposition
- Tadalafil 20 mg täglich, 9 Monate
- Aussagegrenze
- Kein Nullrisikonachweis
- Gewichtung
- Relativ tragfähig mit wichtigen Vorbehalten – Auswertbare 191/253; NI-Grenze und numerisches Konzentrationssignal
H07 – Hellstrom und Mitarbeiter, 2008
Referenz: [6]. Zugriff: Originalabstract/Verlagsnachweis.
Design: Nichtunterlegenheitsstudie; 125 Männer erhielten Tadalafil 20 mg täglich, 128 Placebo. Behandlung neun Monate, danach sechs Monate ohne Behandlung. 191 beendeten die Behandlung.
Ergebnis: Ein Konzentrationsabfall um mindestens 50 % wurde bei 12/95 auswertbaren Tadalafil-Männern und 2/96 Placebo-Männern beobachtet: 12,6 % gegenüber 2,1 %. Nichtunterlegenheit wurde erreicht, weil die obere Konfidenzgrenze der Anteilsdifferenz mit 17,5 Prozentpunkten unter der vorgegebenen Grenze von 20 Prozentpunkten lag. Nach der behandlungsfreien Phase waren die Ausgangskonzentrationen bei 8/12 beziehungsweise 1/2 dieser Männer wieder erreicht.
Bewertung: Die numerische Differenz beträgt rund 10,5 Prozentpunkte. Dies ist eine deskriptive Rechnung, kein zusätzlicher Signifikanztest. Die vorgegebene Nichtunterlegenheitsgrenze wurde eingehalten; exakte Gleichheit ist damit nicht bewiesen. Ein selektiver Bericht nur des beruhigenden Titels würde das Konzentrationssignal verdecken. Ebenso wäre es falsch, daraus allein eine nachgewiesene Unfruchtbarkeit abzuleiten. Schwangerschaften waren hierfür nicht der entscheidende Endpunkt.
H08Jarvi 2008 [7]Keine klinisch relevanten Unterschiedekein Nachteil gefunden
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 200 Männer, 25–64 Jahre
- Exposition
- Vardenafil 20 mg / Sildenafil 100 mg / Placebo täglich, 6 Monate
- Aussagegrenze
- Normale Ausgangsparameter
- Gewichtung
- Relativ tragfähig, sechsmonatige Samenwerte – Normale Ausgangsbefunde; keine DNA-/Geburtenprüfung
H08 – Jarvi und Mitarbeiter, 2008
Referenz: [7]. Zugriff: Originalabstract.
Design: Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Multizenterstudie mit 200 Männern im Alter von 25–64 Jahren und normalen Ausgangssamenwerten. Sechs Monate tägliche Behandlung mit Vardenafil 20 mg, Sildenafil 100 mg oder Placebo.
Ergebnis: Für den Anteil mit mindestens 50 % Konzentrationsabfall betrug die Differenz Vardenafil minus Placebo laut Abstract 0,07 %. Das angegebene 95%-Konfidenzintervall reicht ungefähr von −8,5 bis +8,4 Prozentpunkten. Weitere Samenwerte und reproduktive Hormone zeigten keine klinisch relevanten Unterschiede; Sildenafil ergab ähnliche Resultate.
Bewertung: Eine zentrale längerfristige Sicherheitsuntersuchung. Das Konfidenzintervall zeigt jedoch verbleibende statistische Unsicherheit. Die Studie beweist keine Verbesserung männlicher Infertilität und schließt spezifische DNA- oder seltene Nachkommenrisiken nicht aus.
H09Dimitriadis 2010 [8]Verbesserungen einzelner Wertegünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- Oligoasthenozoospermie, vier Gruppen
- Exposition
- Vardenafil / Sildenafil / Carnitin / unbehandelt, 12 Wochen
- Aussagegrenze
- Berichterstattung zur Teilnehmerzahl widersprüchlich
- Gewichtung
- Begrenzt, Fertilitätsmarker – Offene/unbehandelte Kontrolle; Teilnehmerwiderspruch
H09 – Dimitriadis und Mitarbeiter, 2010
Referenz: [8]. Zugriff: Originalabstract.
Design: Oligoasthenozoosperme Männer; zwölf Wochen Vardenafil, Sildenafil, L-Carnitin oder keine Behandlung. Berichtet werden Gruppen von 23, 25, 26 und 22 Männern. Der Abstract nennt zugleich 75 behandelte Männer, obwohl die drei genannten Behandlungsgruppen 74 ergeben. Eine gesicherte Gesamtzahl wird deshalb hier nicht aus dem Abstract konstruiert.
Ergebnis: In den PDE5-Hemmergruppen nahmen INSL3, Konzentration, bewegliche und normal geformte Spermien gegenüber dem Ausgangswert zu.
Bewertung: Interessant für Leydigzellfunktion und mögliche direkte Effekte. Ein Anstieg innerhalb einer Gruppe ersetzt keinen sauber berichteten zwischen den Gruppen geschätzten Effekt. Der unbehandelte Kontrollarm ist kein verblindeter Placeboarm. Die inkonsistente Teilnehmerangabe muss bei einer formalen Registerextraktion geklärt werden. Ein Fertilitätsnutzen bleibt hypothetisch.
H10Rago 2012 [9]Motilität; im längeren Arm weitere Änderungengünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 205 infertile Männer
- Exposition
- Vardenafil 10 mg einmalig oder jeden zweiten Tag, 15 Tage
- Aussagegrenze
- Offen; unbehandelte Kontrolle
- Gewichtung
- Begrenzt, kurze Samenwertänderung – Offenes Design; 15 Tage, kein vollständiger Spermatogenesezyklus
H10 – Rago und Mitarbeiter, 2012
Referenz: [9]. Zugriff: Originalabstract.
Design: 205 Männer mit Infertilität, randomisiert auf keine Behandlung, n=65; einmalig Vardenafil 10 mg, n=73; oder 10 mg jeden zweiten Tag über 15 Tage, n=67. Offene Untersuchung.
Ergebnis: Beweglichkeit verbesserte sich nach Einzeldosis; im längeren Arm wurden zusätzlich Veränderungen von Volumen und Konzentration berichtet.
Bewertung: Die größere Stichprobe macht die Arbeit beachtenswert, behebt aber nicht das offene Design. Fünfzehn Tage reichen nicht, um eine vollständige neu durchlaufene menschliche Spermatogenese zu erklären. Veränderungen können auch auf vorhandene Spermien, Sekretion oder Entleerung zurückgehen. Eine Behandlungsempfehlung zur Erhöhung der Lebendgeburtenrate folgt nicht daraus.
H11La Vignera 2013 [10]Nutzen in bestimmter Ultraschall-Untergruppegünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 80 infertile Männer mit MAGI und ED
- Exposition
- Tadalafil 5 mg, 3 Monate
- Aussagegrenze
- Spezielle Erkrankung
- Gewichtung
- Explorativ, krankheitsspezifische Entleerungs-/Samenbefunde – Spezifische MAGI-Untergruppen; Kontroll-/Dosisprüfung begrenzt
H11 – La Vignera, 2013
Referenz: [10]. Zugriff: Originalabstract; Zahl und Dosierung zusätzlich über die Studienübersicht [59] gegengeprüft.
Design: 80 infertile Männer mit Entzündung akzessorischer Geschlechtsdrüsen (MAGI) und ED. Ultraschallunterteilung in hypertrophisch-kongestive und fibrosklerotische Formen. Untersuchung über drei Monate mit Tadalafil 5 mg.
Ergebnis: In der hypertrophisch-kongestiven Untergruppe wurden bessere Entleerungsfunktion der Samenbläschen sowie Veränderungen von Gesamtzahl, progressiver Motilität, Fruktose und Volumen berichtet. Die fibrosklerotische Form verhielt sich anders.
Bewertung: Kein universeller Tadalafil-Effekt bei beliebiger Infertilität. Die Untergruppen und die Funktion der Samenbläschen sind für die Interpretation entscheidend. Ein Befund an Samenflüssigkeit oder Entleerung ist nicht automatisch Hodenregeneration. Die Arbeit begründet auch keine antibiotische oder entzündungsheilende Wirkung von Tadalafil.
H12Corvasce 2015 [11]Einzelne Werte verbessertgünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 27 Männer mit psychogener ED
- Exposition
- Tadalafil 5 mg täglich, 12 Wochen
- Aussagegrenze
- Kein Placebo; Fertilität vorab unbekannt
- Gewichtung
- Explorativ, Vorher-nachher-Samenwerte – Keine parallele Kontrolle, natürliche Schwankung
H12 – Corvasce und Mitarbeiter, 2015
Referenz: [11]. Zugriff: Originalabstract auf der Zeitschriftenseite.
Design: 27 Männer zwischen 19 und 35 Jahren mit psychogener ED; Fertilitätsstatus vorher unbekannt. Zweimalige Samenanalyse vor und nach drei Monaten Tadalafil 5 mg täglich. Keine parallele Placebogruppe.
Ergebnis: Verbesserungen insbesondere von Motilität, Anteil normaler Formen und Volumen; der mittlere Volumenzuwachs betrug 0,41 ml.
Bewertung: Der Artikeltitel spricht von fertilen Patienten, der Abstract beschreibt Männer mit unbekanntem Fertilitätsstatus. Diese Unterscheidung bleibt erhalten. Ohne Kontrolle können natürliche Schwankung, veränderte Sexualaktivität oder Regression zum Mittelwert nicht ausgeschlossen werden. Die Autorenfolgerung zu positiven Spermatogeneseeffekten ist stärker als das Design allein trägt.
H13Yang 2014 [12]Keine signifikante akute CASA-/Akrosomänderungkein Nachteil gefunden
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 40 Männer insgesamt: 20 normo-, 20 asthenozoosperm
- Exposition
- Tadalafil 20 mg / Sildenafil 100 mg akut
- Aussagegrenze
- Gesamtzahl nicht mit Zahl des oralen Arms gleichsetzen
- Gewichtung
- Begrenzt, akute CASA-/Akrosomparameter – Armzuordnung und Interventionsrandomisierung nicht vollständig belegt
H13 – Yang und Mitarbeiter, 2014
Referenz: [12]. Zugriff: Originalabstract und indexierte Verlagszusammenfassung.
Design: Die kombinierte Labor-/Humanuntersuchung rekrutierte 20 asthenozoosperme und 20 normozoosperme Männer. Für den oralen Teil werden Tadalafil 20 mg oder Sildenafil 100 mg genannt, mit Messung nach zwei beziehungsweise einer Stunde. Die genaue Zuordnung aller 40 Männer zu den Versuchsarmen ist im Abstract nicht vollständig beschrieben.
Ergebnis: Oral keine signifikanten CASA- oder vorzeitigen Akrosomreaktionsunterschiede. Im Labor wurden 0,5 ml Lösungen von 0,025–0,2 µg/ml Tadalafil zugesetzt; bei 0,2 µg/ml war die Motilität nach zwei Stunden erhöht.
Bewertung: Die Gesamtrekrutierung ist jetzt verifiziert, die vollständige Armzuordnung bleibt offen. Die Lösungskonzentration ist ohne Mischvolumen kein belegter Endwert. Human- und Laborbefunde werden nicht als zwei unabhängige klinische Kollektive gezählt.
H14Tsounapi 2018 [13]Funktionelle Verbesserungen berichtetgünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- Fünf angegebene Gruppen: 45/44/43/43/42 Männer
- Exposition
- Avanafil / Mikronährstoffe / Carnitin / Kombination / unbehandelt; 90 Tage
- Aussagegrenze
- Dosierung indirekt; Schwangerschaftseffekt nicht rekonstruiert
- Gewichtung
- Begrenzt, funktionelle Samenparameter – Kombinationen, unbehandelte Kontrolle, unvollständige Endpunktextraktion
H14 – Tsounapi und Mitarbeiter, 2018
Referenz: [13]. Zugriff: Originalabstract; Dosierung zusätzlich indirekt aus [59].
Design: Fünf Gruppen: Mikronährstoffe n=45, L-Carnitin n=44, Mikronährstoffe plus Avanafil n=43, Avanafil allein n=43 und unbehandelte Kontrolle n=42. Summe 217. Die Abstractformulierung zu „217 treated“ und zusätzlichen Kontrollen ist missverständlich; die genannten Gruppen werden deshalb weder zu 259 noch zu einem weiteren Kollektiv addiert. Behandlung 90 Tage; 25 mg Avanafil zweimal täglich bleibt eine aus dem Review übernommene, nicht am Primärvolltext geprüfte Dosis.
Ergebnis: Verbesserungen von Motilität, Membranfunktion und Hyperaktivierung in bestimmten Armen.
Bewertung: Gruppenaufteilung und Dauer sind ergänzt. Eine unbehandelte Kontrolle ist kein Placeboarm. Kombinationen beantworten den Zusatznutzen einzelner Bestandteile nur bei passenden direkten Vergleichen. Eine konkrete Schwangerschaftsrate wurde weiterhin nicht verifiziert; Schwangerschaftsschlagwörter allein ersetzen sie nicht.
H15Lee und Yu 2024 [14]Mehrere Symptom-/Samenwerte verbessertgünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 350 Männer mit CP/CPPS, sieben Gruppen
- Exposition
- Tadalafil 5 mg, Carnitin, Serenoa oder Kombination, 3 Monate
- Aussagegrenze
- Keine unbehandelte Placebogruppe
- Gewichtung
- Begrenzt, Unterschiede aktiver Regime – Kein unbehandeltes Placebo; viele Kombinationen und Endpunkte
H15 – Lee und Yu, 2024
Referenz: [14]. Zugriff: Originalvolltext.
Design: Randomisierte Einzentrumsuntersuchung mit 350 Männern, 28–40 Jahre, mit chronischer Prostatitis/chronischem Beckenschmerzsyndrom. Sieben Gruppen mit je 50 Männern: Tadalafil, L-Carnitin, Serenoa repens sowie Zweier- und Dreierkombinationen. Behandlung drei Monate.
Ergebnis: Gesamtmotilität verbesserte sich in allen Gruppen; Morphologie besonders in Carnitin enthaltenden Gruppen. Die Dreierkombination zeigte günstige Zusammenhänge mit mehreren Samen- und Symptombefunden.
Bewertung: Relevante neuere klinische Untersuchung, die in einem Bericht auf Basis älterer Reviews fehlen würde. Keine unbehandelte Placebogruppe, viele Endpunkte und Kombinationen. Der Zusatznutzen von Tadalafil für Geburten ist nicht belegt. Ergebnisse der Dreierkombination dürfen nicht als isolierter Tadalafileffekt ausgegeben werden.
H16Morales Martínez 2021 [15]Mehr bewegliche Spermien nach Aufbereitunggünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 32 Männer mit Asthenozoospermie, 20–45 Jahre
- Exposition
- Sildenafil 100 mg, Probe nach 1 h; eigener Ausgangsvergleich
- Aussagegrenze
- Unkontrolliert; kein Schwangerschaftsnachweis
- Gewichtung
- Explorativ, Ausbeute nach Aufbereitung – Eigener Ausgangsvergleich ohne Kontrolle; kein IUI-Ergebnis
H16 – Morales Martínez und Mitarbeiter, 2021
Referenz: [15]. Zugriff: Originalvolltext auf der JBRA-Zeitschriftenseite.
Design: 32 asthenozoosperme Männer, 20–45 Jahre; zwei Ausgangsspermiogramme. Zwei Wochen später dritte Probe eine Stunde nach Sildenafil 100 mg. Offener, unkontrollierter Vergleich mit eigenen Ausgangsproben; Dichtegradientenaufbereitung.
Ergebnis: Im unbehandelten Ejakulat keine signifikante Verbesserung; nach Aufbereitung mehr rasch beziehungsweise progressiv bewegliche Spermien und höhere Ausbeute.
Bewertung: Teilnehmerzahl und Ablauf sind jetzt verifiziert. Aufbereitung und Ausgangsschwankungen begrenzen die Kausalinterpretation. Es wurden keine verbesserten Schwangerschafts- oder Geburtenraten gezeigt. Der mögliche IUI-Nutzen bleibt eine Hypothese.
H17Ali und Rakkah 2007 [16]Unterschiedliche Parameteränderungengemischt
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 150 Männer: 50 insulinabhängig, 50 nicht insulinabhängig, 50 nichtdiabetisch
- Exposition
- Sildenafil 100 mg, als chronisch beschrieben
- Aussagegrenze
- Einnahmehäufigkeit und Dauer nicht sicher extrahiert
- Gewichtung
- Explorativ, diabetesbezogene Samenbefunde – Neuropathie/Grunderkrankung und unvollständige Exposition
H17 – Ali und Rakkah, 2007
Referenz: [16]. Zugriff: Originalabstract.
Design: 150 Männer, 20–65 Jahre: 50 insulinabhängig diabetische, 50 nicht insulinabhängig diabetische und 50 nichtdiabetische Kontrollen. Sildenafil 100 mg; im Abstract als chronische Behandlung bezeichnet. Einnahmehäufigkeit und Dauer bleiben nicht verifiziert; eine tägliche Einnahme wird nicht unterstellt.
Ergebnis: Bei neuropathischen Untergruppen wurden geringere Konzentration und Gesamtzahl, zugleich günstigere Beweglichkeit beziehungsweise Volumen beschrieben. Die Autoren deuteten die Befunde als Normalisierung eines besonderen Ausgangszustands.
Bewertung: Der isolierte Satz „Sildenafil senkt die Spermienzahl“ wäre ebenso irreführend wie „Sildenafil verändert niemals die Spermienzahl“. Ausgangswerte, Untergruppen und Vergleich sind erforderlich. Die Untersuchung ist kein Beweis einer generellen diabetischen Fertilitätsverbesserung; die Autoreninterpretation wird nicht mit einer gemessenen Schwangerschaftswirkung gleichgesetzt.
H18Avanafil-Zulassungsdaten [65, 76]Keine ungünstigen konventionellen Samenbefunde laut FDAkein Nachteil gefunden
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 181 randomisiert; 137 abgeschlossen und mit Samenproben
- Exposition
- Avanafil 100 mg / Placebo täglich, 26 Wochen
- Aussagegrenze
- Vollständige Armresultate fehlen; Ausfälle beachten
- Gewichtung
- Relativ tragfähiges Design, Auswertung begrenzt – Abgeschlossene Analyse 137/181; vollständige Armdaten fehlen
H18 – Avanafil und die 26-Wochen-Untersuchung
Referenz: [65, 76], Registerkontext [69]. Zugriff: EMA-Produktinformation, FDA-Zulassungstext, Registerbeschreibung.
Design: Randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert; 181 Männer, 100 mg Avanafil oder Placebo täglich über 26 Wochen. Der FDA-Text beschreibt 137 Männer mit abgeschlossenem Verlauf sowie jeweils zwei Samenproben zu Beginn und in Woche 26.
Ergebnis: Laut FDA keine nachteiligen Effekte auf Konzentration, Gesamtzahl, Motilität, normale Morphologie oder Volumen.
Bewertung: 44/181, rund 24,3 %, gehörten nicht zu diesem abgeschlossenen Analysekollektiv; dies ist eine eigene deskriptive Rechnung. Ohne armbezogene Ausfallgründe und Sensitivitätsanalyse bleibt die Bedeutung offen. Die übereinstimmenden Kennzahlen sprechen für das Kollektiv von NCT01768676; keine Doppelzählung. Die vollständige Register-Ergebnistabelle konnte nicht primär geprüft werden. Prozentpaare aus einem sekundären Spiegel ohne eindeutige Armzuordnung werden nicht als bestätigte Resultate übernommen.
H19Sikka 2014 [75]Nichtunterlegenheit; numerisches Konzentrationssignalgemischt
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 239 randomisiert: Placebo 117, Udenafil 122
- Exposition
- Udenafil 150 mg täglich, 26 Wochen
- Aussagegrenze
- Kongressabstract, fehlende vollständige Ausfallanalyse
- Gewichtung
- Begrenzt, Nichtunterlegenheitsendpunkt – Kongressniveau; Analyse-/Ausfalldetails unvollständig
H19 – Sikka und Mitarbeiter, Udenafil, Kongress 2014
Referenz: [75], Register [68]. Zugriff: indexierter Originalkongressabstract 142, gedruckte Seite 117; PDF derzeit nicht direkt abrufbar.
Design: Multizentrisch, randomisiert, doppelblind, Placebo; 239 gesunde Männer: Udenafil 122, Placebo 117. 150 mg täglich, 26 Wochen; Ausgangskonzentration mindestens 20 Millionen/ml.
Ergebnis: Mindestens 50 % Konzentrationsabfall bei 13 Männern unter Udenafil (14,29 %) und acht unter Placebo (8,99 %). Differenz 5,30 Prozentpunkte; obere 97,5%-Konfidenzgrenze 14,62 Prozentpunkte, Nichtunterlegenheitsgrenze 20 Prozentpunkte. Motilität und Morphologie ohne signifikanten Gruppenunterschied. Neun versus zwei Abbrüche wegen unerwünschter Ereignisse. Industrieinitiierte und finanzierte Untersuchung; Registerkennung ausdrücklich genannt.
Bewertung: Die bisherige reine Registerlücke ist teilweise geschlossen. Die Ergebnisprozente beziehen sich erkennbar auf weniger Männer als randomisiert; exakte Analysepopulation und Ausfallbehandlung bleiben offen. Nichtunterlegenheit schließt ein Konzentrationssignal nicht aus. Der Kongressabstract ersetzt keinen vollständig geprüften Fachartikel.
H20Zhang 2019 [78]Beide verbessert, Kombination stärker laut Abstractgünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 104 Männer mit sexueller Dysfunktion, zwei Gruppen à 52
- Exposition
- Sildenafil allein / plus Stellatumblockade
- Aussagegrenze
- Keine wirkstofffreie Kontrolle; Dosis/Dauer offen
- Gewichtung
- Begrenzt, Kombination bei sexueller Dysfunktion – Kein wirkstofffreier Vergleich; Methoden-/Expositionsdetails fehlen
H20 – Zhang und Mitarbeiter, China, 2019
Referenz: [78]. Zugriff: indexierter chinesischer Originalabstract auf dem Zeitschriftenportal.
Design: 104 Männer mit sexueller Dysfunktion, randomisiert laut Abstract in zwei Gruppen à 52: Sildenafil allein beziehungsweise zusätzlich Stellatumblockade. Rekrutierung 2011–2012; Publikation 2019. Medikamentendosis und Behandlungsdauer nicht sicher angegeben.
Ergebnis: Beide Gruppen verbesserten Samenvolumen, Konzentration und Beweglichkeitsmaße; stärkere Veränderung unter Kombination. Die Abstractdarstellung verliert Vergleichszeichen in einigen p-Angaben; exakte p-Werte werden daher nicht rekonstruiert.
Bewertung: Direkter chinesischer Originalnachweis, aber keine wirkstofffreie Kontrolle. Die Studie prüft vor allem den Zusatz zur Sildenafiltherapie. Sie belegt weder einen isolierten Sildenafil-Fertilitätsnutzen noch mehr Schwangerschaften. Zuteilungsverdeckung, Verblindung und vollständige Ausfallanalyse nicht verifiziert.
H21Du 2021 [79]Günstigere Samenwerte mit Aspirinzusatzgünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 106 Männer mit vaskulärer ED, zwei Gruppen à 53
- Exposition
- Stoßwellen plus Tadalafil / zusätzlich Aspirin, 4 Wochen
- Aussagegrenze
- Nicht als randomisiert belegt; kein isolierter Tadalafileffekt
- Gewichtung
- Explorativ, Zusatz von Aspirin – Beobachtungsdesign; Tadalafil und Stoßwellen in beiden Gruppen
H21 – Du und Mitarbeiter, China, 2021
Referenz: [79]. Zugriff: chinesischer Originalabstract auf dem Zeitschriftenportal.
Design: 106 Männer mit vaskulärer ED, zwei Gruppen à 53; als verschachtelte kontrollierte Untersuchung beschrieben, nicht als randomisiert belegt. Beide erhielten niedrigintensive extrakorporale Stoßwellen und Tadalafil, eine Gruppe zusätzlich Aspirin. Vergleich nach vier Wochen; Dosierungen offen.
Ergebnis: Mit Aspirinzusatz günstigere Werte von Volumen, Konzentration und dem als 精子活率 bezeichneten Parameter. Dessen genaue Operationalisierung als Vitalität beziehungsweise Beweglichkeit ist ohne Methodenteil nicht gesichert.
Bewertung: Keine isolierte Tadalafilprüfung. Kombinationswirkung, mögliche Gruppenunterschiede und kurze Dauer begrenzen die Schlussfolgerung. Diese Quelle erweitert die regionale Abdeckung; sie rechtfertigt keine Aspirinempfehlung bei Kinderwunsch.
H22La Vignera 2017 [84]Motilitätssignal in PVE-Untergruppegünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 120 Männer, amikrobielle MAGI und ED
- Exposition
- Tadalafil 5 mg täglich, 6 Monate
- Aussagegrenze
- Offen, keine parallele Kontrolle
- Gewichtung
- Explorativ, spezifische MAGI-Untergruppe – Offene Vorher-nachher-Untersuchung; fehlende parallele Kontrolle
H22 – La Vignera und Mitarbeiter, amikrobielle MAGI, 2017
Referenz: [84]. Zugriff: Original-PDF einschließlich Methoden und Ergebnistabellen.
Offene Studie ohne parallele Kontrollgruppe, 120 Männer, Tadalafil 5 mg täglich sechs Monate. Details und Untergruppenbefund in Abschnitt 16.6.3. Positive mikrobiologische Befunde und mehrere endokrine/metabolische Erkrankungen waren ausgeschlossen. Die Rekrutierung 2013–2015 ist dokumentiert; keine nachgewiesene Verdopplung des 2013 veröffentlichten H11-Kollektivs. Keine patientenbezogene vollständige Überlappungsprüfung.
Bewertung: Exploratives krankheitsspezifisches Signal. Ausgangs-/Nachher-Unterschiede können spontane Veränderungen und Verhaltenseinflüsse enthalten. Keine kontrollierte Absetzphase und kein belegter Lebendgeburtsnutzen.
H23La Vignera 2013, Diabetes [85]Drüsenfunktion, Volumen/Gesamtzahl/Motilität verändertgemischt
- Ebene
- Humanstudie
- Population
- 20 infertile Männer, Typ-2-Diabetes/Neuropathie, 10/10
- Exposition
- Tadalafil 5 mg täglich versus 0,500 g L-Arginin, 3 Monate
- Aussagegrenze
- Zuteilung nicht als randomisiert belegt; Leukozyten steigen
- Gewichtung
- Explorativ, Diabetes/Neuropathie – Zehn pro Arm; Zuteilung ungesichert, L-Argininvergleich, Leukozytenanstieg
H23 – La Vignera und Mitarbeiter, Diabetes mit Neuropathie, 2013
Referenz: [85]. Zugriff: Originalvolltext, insbesondere Methoden und Tabellen 4/5.
Details von Population, Regime und Vergleich in Abschnitt 16.6.2. Nach Tadalafil stiegen Samenvolumen 1,6 → 2,8 ml, Gesamtzahl 19,2 → 37,8 Millionen/Ejakulat und progressive Motilität 16 → 25 %; unter Vergleich 1,9 → 1,7 ml, 24,7 → 24,0 Millionen und 14 → 16 %. Samenblasen-Ejektionsfraktion: Tadalafil 23 → 30 %, Vergleich 23 → 23 %. Konzentration: Tadalafil 12 → 13,5 Millionen/ml, ohne Signifikanzmarkierung. Leukozyten stiegen 1,0 → 1,5 Millionen/ml; dies ist keine Entzündungsverbesserung.
Bewertung: Zehn Männer pro Arm, keine belegte Randomisierung, nicht sicher inerter Vergleich; Schwangerschaften nicht geprüft. Gesamtzahl/Volumen nicht als Produktionssteigerung interpretieren. Zahlen sind berichtete Gruppenmittel, keine individuellen Veränderungen. Einzelne Originaltabellen sind rechnerisch nicht vollständig konsistent; beispielsweise ergeben die Kontrollmittel nach Behandlung 15 × 1,7 = 25,5 statt berichteten 24,0 Millionen. Produkte von Mittelwerten müssen allerdings nicht dem Mittelwert individueller Produkte entsprechen; daraus allein wird kein Datenfehler bewiesen.
H24Moreno Acosta 2021 [101], 28 subfertile MännerAkutes Motilitätssignalgünstiges Signal
- Ebene
- Humanstudie
- Exposition
- Sildenafil 50 mg einmal / eigene Ausgangsproben
- Aussagegrenze
- Keine parallele Kontrolle, keine Geburtsdaten
- Gewichtung
- Zusätzlicher klinischer Akutbefund – Kein randomisierter Vergleich; Vorher-nachher-Änderung ist nicht isolierter Wirkstoffeffekt
Reproduktionsmedizin / Funktion (F01–F09)
F01Tur-Kaspa 1999 [44]Samengewinnung ermöglichtSexualfunktion / Probengewinnung
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- Sildenafil bei temporärer ED während ART; Fallbericht
- Aussagegrenze
- Kein kontrollierter Fertilitätseffekt
- Gewichtung
- Explorativ, Samengewinnung – Fallbericht; keine Vergleichsgruppe
F01/F02 – Orale Hilfe zur Samengewinnung
Der Bericht von Tur-Kaspa beschreibt Sildenafil als Hilfe bei vorübergehender Erektionsstörung während assistierter Reproduktion. Ein solcher Fall zeigt, dass eine praktisch blockierte Prozedur ermöglicht werden kann. Er zeigt keine durchschnittliche Steigerung der Befruchtungswahrscheinlichkeit für Männer, die ohnehin problemlos eine Probe produzieren. [44]
Jannini und Mitarbeiter untersuchten unter anderem 25 Männer vor Samengewinnung für IUI und zwölf vor geplantem Geschlechtsverkehr für einen Postkoitaltest. Der Pilotansatz fand einen Nutzen gegen situationsbedingte sexuelle Schwierigkeiten. Die fehlende Kontrolle und die besondere psychische Belastung sind wesentliche Grenzen. Die Zahlen ergeben keine allgemeine Schwangerschaftsrate. [45]
F02Jannini 2004 [45]Sexualfunktion/ComplianceSexualfunktion / Probengewinnung
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- 50 mg Sildenafil bei belastender Infertilitätsdiagnostik
- Aussagegrenze
- Unkontrollierte Pilotuntersuchung
- Gewichtung
- Explorativ, Sexualfunktion/Compliance
F01/F02 – Orale Hilfe zur Samengewinnung
Der Bericht von Tur-Kaspa beschreibt Sildenafil als Hilfe bei vorübergehender Erektionsstörung während assistierter Reproduktion. Ein solcher Fall zeigt, dass eine praktisch blockierte Prozedur ermöglicht werden kann. Er zeigt keine durchschnittliche Steigerung der Befruchtungswahrscheinlichkeit für Männer, die ohnehin problemlos eine Probe produzieren. [44]
Jannini und Mitarbeiter untersuchten unter anderem 25 Männer vor Samengewinnung für IUI und zwölf vor geplantem Geschlechtsverkehr für einen Postkoitaltest. Der Pilotansatz fand einen Nutzen gegen situationsbedingte sexuelle Schwierigkeiten. Die fehlende Kontrolle und die besondere psychische Belastung sind wesentliche Grenzen. Die Zahlen ergeben keine allgemeine Schwangerschaftsrate. [45]
F03Chinesische ART-Strategien [46]Verschiedene Gewinnungs-/KonservierungsstrategienSexualfunktion / Probengewinnung
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- Retrospektiv 93 Fälle temporärer ED am Entnahmetag
- Aussagegrenze
- Kein isolierter PDE5-Hemmer-RCT
- Gewichtung
- Explorativ, Strategie am Entnahmetag – Retrospektive gemischte Maßnahmen
F03 – Organisatorische Alternativen
Die chinesische retrospektive Untersuchung mit 93 Fällen verglich frische Samenproben, zuvor kryokonservierte Spermien und eine Strategie mit eingefrorenen Eizellen bei temporärer ED am Entnahmetag. Sie ist für die Planung eines ART-Ablaufs relevant. Da mehrere Strategien verglichen wurden, ist sie kein direkter Test der Spermienwirkung eines einzelnen PDE5-Hemmers. [46]
F04Ebner 2011 [47]Auswahl, Befruchtung und Schwangerschaftgünstiges Signal
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- Theophyllin an aufgetauten Hodenspermien; 65 Patienten
- Aussagegrenze
- Laborzusatz; besondere Population
- Gewichtung
- Begrenzt, Laboraktivierung und ICSI-Ergebnisse – Spezielle testikuläre Proben; nicht oral übertragbar
F04 – Theophyllin
Bei 65 Patienten mit aufgetauten operativ gewonnenen Hodenspermien wurde Theophyllin zur Aktivierung eingesetzt. Geschwistereizellen wurden den behandelten beziehungsweise unbehandelten Spermien zugeordnet. Der Abstract berichtet bessere Motilität bei fast allen Patienten, kürzere Auswahlzeit und höhere Befruchtung beziehungsweise Blastozystenentwicklung. Die klinische Schwangerschaft war bei Transfers aus der behandelten Gruppe häufiger. [47]
Das ist eine Studie mit klinischen Endpunkten, aber mit einer anderen Substanz, einem anderen Expositionsweg und einer speziellen Ausgangslage. Eizellzuordnung und spätere Transferauswahl sind außerdem unterschiedliche Analyseebenen. Selbst solche Ergebnisse liefern keine pauschale Wirksamkeitsbegründung für die Einnahme von Viagra durch den Vater.
F05Pentoxifyllin 2000 [48]Auswahl für ICSI; Geburten berichtetgünstiges Signal
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- Lebende unbewegliche Nebenhoden-/Hodenspermien
- Aussagegrenze
- Klein/spezialisiert
- Gewichtung
- Explorativ, ICSI mit vitalen unbeweglichen Zellen – Kleine Spezialpopulation; Auswahleffekt
F05/F06 – Pentoxifyllin und lebende unbewegliche Spermien
Frühe Berichte dokumentieren, dass nach Pentoxifyllinexposition ausgewählte unbewegliche Nebenhoden-/Hodenspermien beweglich wurden und für ICSI verwendet werden konnten; Schwangerschaften und Geburten wurden beschrieben. Ein erfolgreiches Kind in einer kleinen Serie belegt Machbarkeit, keine umfassende Sicherheit. [48]
Kovačič und Mitarbeiter behandelten testikuläre Proben für 20 Minuten mit 1,76 mM Pentoxifyllin. In 45 von 47 behandelten Zyklen begann Bewegung. Die Arbeit vergleicht auch Behandlungsperioden verschiedener Jahre. Ein historischer Vergleich ist anfällig für gleichzeitig veränderte Labormethoden oder Patientenauswahl. Der Befund unterstützt die funktionelle Auswahlmöglichkeit, nicht eine Übertragung auf jede Form der Infertilität. [49]
F06Kovačič 2006 [49]Bewegung in 45/47 Proben ausgelöstgünstiges Signal
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- 1,76 mM Pentoxifyllin für 20 min; 47 behandelte Zyklen
- Aussagegrenze
- Historischer Vergleich
- Gewichtung
- Begrenzt, Aktivierung/ICSI – Historischer Vergleich, zeitliche/laborbezogene Unterschiede
F05/F06 – Pentoxifyllin und lebende unbewegliche Spermien
Frühe Berichte dokumentieren, dass nach Pentoxifyllinexposition ausgewählte unbewegliche Nebenhoden-/Hodenspermien beweglich wurden und für ICSI verwendet werden konnten; Schwangerschaften und Geburten wurden beschrieben. Ein erfolgreiches Kind in einer kleinen Serie belegt Machbarkeit, keine umfassende Sicherheit. [48]
Kovačič und Mitarbeiter behandelten testikuläre Proben für 20 Minuten mit 1,76 mM Pentoxifyllin. In 45 von 47 behandelten Zyklen begann Bewegung. Die Arbeit vergleicht auch Behandlungsperioden verschiedener Jahre. Ein historischer Vergleich ist anfällig für gleichzeitig veränderte Labormethoden oder Patientenauswahl. Der Befund unterstützt die funktionelle Auswahlmöglichkeit, nicht eine Übertragung auf jede Form der Infertilität. [49]
F07Pentoxifyllin 2014 [50]ICSI-Ergebnisse untersuchtohne klare Richtung
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- Prospektiver Crossover-Versuch bei Asthenozoospermie
- Aussagegrenze
- Nicht mit oraler Sildenafilgabe gleichsetzen
- Gewichtung
- Begrenzt, ICSI nach Laborzusatz – Crossover-/Zyklusstruktur nicht vollständig biasgeprüft
F07/F08 – Reproduktive Ergebnisse und Neugeborene
Die Pentoxifyllin-Crossover-Untersuchung von 2014 betrachtete ICSI-Ausgänge bei leichter bis moderater Asthenozoospermie. Sie betrifft verarbeitete Proben. Die Dosierung und der Laborkontakt sind Teil der Intervention und nicht mit systemischer Einnahme austauschbar. [50]
Eine Beobachtungsuntersuchung von 2024 verglich ICSI mit pentoxifyllinaktivierten aufgetauten Hodenspermien, nicht aktivierten Hodenspermien und konventioneller ICSI. Nach Propensity-Score-Matching wurden keine signifikanten Unterschiede mehrerer Schwangerschafts- und Neugeborenenendpunkte berichtet. Die Arbeit liefert bessere klinische Anschlussdaten als reine Motilitätsexperimente. Sie schließt seltene Fehlbildungen oder Langzeitfolgen dennoch nicht vollständig aus und untersucht kein Sildenafil. [51]
F08Pentoxifyllin 2024 [51]Schwangerschafts-/Neugeborenenparameterkein Nachteil gefunden
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- Retrospektive ICSI-Daten mit statistischem Matching
- Aussagegrenze
- Beobachtungsstudie, seltene Risiken nicht ausgeschlossen
- Gewichtung
- Begrenzt, beobachtete Schwangerschafts-/Neugeborenenwerte – Retrospektiv; Matching beseitigt unbekannte Störfaktoren nicht
F07/F08 – Reproduktive Ergebnisse und Neugeborene
Die Pentoxifyllin-Crossover-Untersuchung von 2014 betrachtete ICSI-Ausgänge bei leichter bis moderater Asthenozoospermie. Sie betrifft verarbeitete Proben. Die Dosierung und der Laborkontakt sind Teil der Intervention und nicht mit systemischer Einnahme austauschbar. [50]
Eine Beobachtungsuntersuchung von 2024 verglich ICSI mit pentoxifyllinaktivierten aufgetauten Hodenspermien, nicht aktivierten Hodenspermien und konventioneller ICSI. Nach Propensity-Score-Matching wurden keine signifikanten Unterschiede mehrerer Schwangerschafts- und Neugeborenenendpunkte berichtet. Die Arbeit liefert bessere klinische Anschlussdaten als reine Motilitätsexperimente. Sie schließt seltene Fehlbildungen oder Langzeitfolgen dennoch nicht vollständig aus und untersucht kein Sildenafil. [51]
F09Boorjian 2007 [119], 30 MännerSexualfunktion verbessertSexualfunktion / Probengewinnung
- Ebene
- Reproduktionsmedizin / Funktion
- Präparat / Design
- Sildenafil, unkontrollierte Behandlung
- Aussagegrenze
- Kein direkter Samen- oder Geburtsnachweis
- Gewichtung
- Funktioneller Nutzen in einer Infertilitätspopulation – Keine Kontrolle und keine direkte Fertilitätswirkung belegt