# Snus, Nikotinbeutel, Kautabak, Shisha/Wasserpfeife und die Spermienqualität im Vergleich zur Zigarette

Quelle: https://bosslevel.eu/recherche/nikotinprodukte.html · Stand 22. Oktober 2026 · Redaktion: Bernd Peter (bosslevel.eu) · 68.785 Wörter, 244 Quellen

> Mit KI-Unterstützung aus Fachliteratur in zwölf Sprachräumen zusammengestellt. Zahlen stammen überwiegend aus Abstracts. Keine individuelle Diagnose, keine Therapieempfehlung.

## Kurzantwort

Zu Snus, Kautabak und Wasserpfeife ist die Literatur dünn, uneinheitlich und kaum geeignet, Ursache und Wirkung zu trennen. Für Nikotinbeutel gibt es keine einzige Studie am Menschen mit Spermien- oder Hormonendpunkt. Ob ein Produkt weniger oder mehr schadet als die Zigarette, lässt sich aus den Studien nicht beantworten. Die Gewissheit ist insgesamt gering; bei der Zigarette sind die Effekte im Mittel klein bis mäßig.

## Häufige Fragen

### Beeinträchtigt Snus die Spermienqualität?

Die Datenlage ist uneinheitlich. Vier Humanstudien mit Samenanalyse liegen vor. Die größte, aus Schweden, fand bei 109 Nutzern eine um 24 Prozent niedrigere Gesamtspermienzahl, aber keinen Unterschied bei Beweglichkeit und Morphologie. Zwei Studien an jungen Männern fanden keinen Zusammenhang, eine Kliniksstudie mit nur 17 Nutzern schlechtere Werte. Der Befund ist weder bestätigt noch widerlegt, die Gewissheit gering.

### Gibt es Studien zu Nikotinbeuteln und Spermien?

Nein. Die Recherche fand keine einzige Studie am Menschen mit Spermien- oder Hormonendpunkt. Eine Übersicht von 2026 spricht von begrenzter Evidenz zu Gesundheitswirkungen der Beutel überhaupt. Dass keine Studie gefunden wurde, ist ein Suchergebnis und belegt keine Unschädlichkeit. Übertragungen aus Snus-, Tier- und Zellbefunden sind nicht belegt, denn die Beutel enthalten keinen Tabak.

### Wie wirkt Kautabak auf die Spermien?

Die Humanstudien stammen überwiegend aus Indien und zeigen bei Konsumenten beziehungsweise stärkerem Konsum durchweg schlechtere Werte. Die größte Studie mit Vergleichsgruppe nennt Odds Ratios von 2,2 (Oligozoospermie), 3,2 (Asthenozoospermie) und 8,4 (Teratozoospermie). Meist fehlen jedoch saubere Kontrollgruppen oder beschriebene Adjustierung; die Evidenz ist niedrig bis sehr niedrig. Im Rattenversuch wirkte rauchloser Tabak stärker als Zigarettenrauch.

### Schadet Shisha den Spermien?

Die Befunde sind widersprüchlich. Eine Metaanalyse mit 191 Beobachtungsstudien fand keine signifikanten Unterschiede bei Zahl, Beweglichkeit und Volumen, wohl aber geringere normale Morphologie und höhere DNA-Fragmentierung, bei sehr niedriger Evidenzsicherheit nach GRADE. Die Studien stammen fast nur aus wenigen Ländern der Region. Sehr große Effekte einer einzelnen Arbeitsgruppe aus Gaza sind nicht unabhängig bestätigt.

### Sind Snus, Nikotinbeutel oder Shisha weniger schädlich als Zigaretten?

Das lässt sich aus den Studien nicht beantworten. Direkte Vergleiche sind selten, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen und sind alle nicht randomisiert; sie reichen von kein klarer Unterschied bis Wasserpfeife schädlicher. Auch bei der Zigarette ist die Lage nicht eindeutig: Metaanalysen finden eine niedrigere Konzentration, eine norwegische Kohorte mit 27 096 Männern aber keinen belastbaren Zusammenhang mit Infertilität.

### Was zeigen Tierversuche und Zellmodelle zu Nikotin?

Für Nikotin allein zeigen Tierversuche und Zellmodelle Hodenschäden, oxidativen Stress und eine direkte Wirkung an Nikotinrezeptoren der Spermien. Das belegt Plausibilität, aber keine Wirkung bei der Dosis, die ein Mensch aus Snus, Beuteln oder Wasserpfeife aufnimmt. Zudem gibt Tabak mehr als Nikotin ab: Ein Befund zu reinem Nikotin ist kein Befund zu einem tabakhaltigen Produkt.

### Wie aussagekräftig sind die Studien insgesamt?

Nur begrenzt. Die meisten Zahlen stammen aus Zusammenfassungen, nicht aus Volltexten. Fast alle Humanstudien sind Querschnitte in Kinderwunschkollektiven, oft ohne Adjustierung und mit Selbstauskunft zum Konsum. Wer Snus nutzt, raucht oft auch, was Wirkungen schwer trennbar macht. Samenwerte sind zudem kein direktes Maß der Fruchtbarkeit. Die Studie enthält keine Therapie- und keine Verhaltensempfehlung.

*Stand 4. Oktober 2026*

## Kurzfassung

Diese Studie fragt, was die Forschung über den Zusammenhang zwischen nikotinhaltigen Produkten außerhalb der Zigarette und der Spermienqualität des Mannes weiß: Snus, tabakfreie Nikotinbeutel, Kautabak und andere rauchlose Tabakprodukte sowie Wasserpfeife (Shisha, Hookah, Narghile). Maßstab ist die Zigarette. Grundlage ist eine Literaturrecherche in zwölf Sprachen (elf davon kommen als Sprachkennung in der Quellenliste vor; für Italienisch fand sich keine Quelle), von Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch über Chinesisch, Japanisch und Koreanisch bis zu Russisch, Arabisch und Türkisch. Sie ergab 244 Quellen. Die meisten Zahlen stammen aus Zusammenfassungen (Abstracts), nicht aus Volltexten. Das ist die wichtigste Einschränkung aller folgenden Aussagen.

Das Ergebnis in einem Satz: Zu den erfragten Produkten ist die Literatur dünn, uneinheitlich und fast nie geeignet, Ursache und Wirkung zu trennen. Für die Zigarette ist die Lage besser, aber auch dort sind die Effekte im Mittel klein bis mäßig und nicht in jeder Studie wiederzufinden.

**Zigarette.** Zwei Metaanalysen finden bei Rauchern eine niedrigere Spermienkonzentration (Mittelwertdifferenz −9,72 Millionen pro ml bei 20 Studien mit 5865 Teilnehmern) [s148] und häufiger Oligozoospermie (Risikoverhältnis 1,29 bei 16 Studien mit 10 823 infertilen Männern) [s110]. Eine norwegische Kohorte mit 27 096 Männern fand dagegen keinen belastbaren Zusammenhang mit Infertilität [s71].

**Snus.** Vier Humanstudien mit Samenanalyse liegen vor. Die größte, aus Schweden, fand bei 109 Nutzern eine um 24 Prozent niedrigere Gesamtspermienzahl (p = 0,03) bei höherem Testosteron, aber ohne Unterschied bei Beweglichkeit und Morphologie [s73]. Zwei weitere Studien an jungen Männern fanden keinen Zusammenhang [s99, s216]; eine Kliniksstudie mit nur 17 Nutzern fand schlechtere Werte [s163].

**Kautabak.** Die Humandaten stammen überwiegend aus Indien und zeigen in allen Studien schlechtere Werte bei Konsumenten beziehungsweise bei stärkerem Konsum, haben aber meist keine saubere Kontrollgruppe oder keine beschriebene Adjustierung [s223, s180, s244, s48]. Im Rattenversuch wirkte rauchloser Tabak stärker als Zigarettenrauch und als reines Nikotin [s154].

**Nikotinbeutel.** Es gibt keine einzige Studie am Menschen mit Spermien- oder Hormonendpunkt. Eine Übersicht von 2026 spricht von begrenzter Evidenz zu Gesundheitswirkungen der Beutel überhaupt [s11].

**Wasserpfeife.** Die Humanstudien sind widersprüchlich und stammen fast nur aus Jordanien, Iran, Katar, Saudi-Arabien und dem Gazastreifen. Eine Metaanalyse mit 191 Beobachtungsstudien fand keine signifikanten Unterschiede bei Zahl, Beweglichkeit und Volumen, wohl aber geringere normale Morphologie und höhere DNA-Fragmentierung, bei Evidenzsicherheit „sehr niedrig“ nach GRADE [s31].

**Vergleich mit der Zigarette.** Ob eines der Produkte weniger oder mehr schadet als die Zigarette, lässt sich aus den Studien nicht beantworten. Direkte Vergleiche sind selten, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen und sind alle nicht randomisiert [s99, s216, s24, s38, s57, s26]. Leitlinien äußern sich nur zum Rauchen; die WHO schließt rauchlosen Tabak ausdrücklich aus dem Geltungsbereich ihrer Leitlinie von 2026 aus [s10].

**Mechanismen.** Tierversuche und Zellmodelle zeigen für Nikotin allein Hodenschäden, oxidativen Stress und eine direkte Wirkung an Nikotinrezeptoren der Spermien [s21, s133, s89]. Sie belegen Plausibilität, aber keine Wirkung bei der Dosis, die ein Mensch aus Snus, Beuteln oder Wasserpfeife aufnimmt.

Diese Studie enthält keine Therapie- und keine Verhaltensempfehlung. Sie beschreibt, was gemessen wurde, wie sicher es ist und was fehlt.

## Das Wichtigste in Kürze

Die Einstufung folgt einem einfachen eigenen Raster, das im Abschnitt zur Methodik erklärt wird. Evidenzstärke beschreibt, wie gut das Studiendesign einen Zusammenhang tragen kann. Gewissheit beschreibt, wie sicher die Richtung der Aussage nach Abwägung aller Studien ist.

1. **Zigarette und Spermienqualität.** Rauchen ist in Metaanalysen mit niedrigerer Spermienkonzentration, Beweglichkeit und Morphologie verbunden [s148, s110, s204]; die Effekte sind im Mittel klein bis mäßig und bei infertilen Männern sowie bei stärkerem Rauchen größer [s148]. *Evidenzstärke:* mäßig (viele Beobachtungsstudien, Metaanalysen, aber keine Randomisierung). *Gewissheit:* mittel. Gegenbefunde: Eine große Kohorte und genetische Analysen stützen keinen robusten Effekt auf Infertilität [s71]; die Nanjinger Kohorte fand bei mindestens 10 Packungsjahren sogar höhere Beweglichkeit [s114].

2. **Snus.** Eine Studie mit 109 Nutzern fand eine um 24 Prozent niedrigere Gesamtspermienzahl, zwei Studien fanden nichts [s73, s99, s216]. *Evidenzstärke:* niedrig (Querschnitt, kleine Gruppen). *Gewissheit:* gering. Der Befund ist weder bestätigt noch widerlegt.

3. **Snus und Testosteron.** Höheres Testosteron bei Snus-Nutzern fand sich in zwei bevölkerungsbasierten schwedischen Studien [s73, s02], nicht in den Untersuchungen an jungen Männern in Dänemark und bei Richthoff et al. [s99, s216]. *Evidenzstärke:* niedrig. *Gewissheit:* gering bis mittel für die Richtung, keine für eine klinische Bedeutung.

4. **Kautabak.** Alle Humanstudien berichten schlechtere Werte bei Konsumenten beziehungsweise bei stärkerem Konsum, die größte ohne unbehandelte Vergleichsgruppe [s223]; die größte mit Vergleichsgruppe nicht kauender Männer nennt Odds Ratios von 2,2 (Oligozoospermie), 3,2 (Asthenozoospermie) und 8,4 (Teratozoospermie) [s180]. *Evidenzstärke:* niedrig bis sehr niedrig. *Gewissheit:* gering.

5. **Nikotinbeutel.** Keine Humanstudie zu Spermien, Hormonen oder Fruchtbarkeit. *Evidenzstärke:* keine. *Gewissheit:* keine Aussage möglich; Übertragungen aus Snus-, Tier- und Zellbefunden sind nicht belegt.

6. **Wasserpfeife, konventionelle Samenwerte.** Volumen, Konzentration und Beweglichkeit blieben in mehreren Querschnittsstudien unverändert [s96, s24, s46]; auffällig waren nur das Volumen [s24] oder, nach Adjustierung, die Morphologie [s38]. *Evidenzstärke:* sehr niedrig (GRADE für alle Spermienendpunkte der Metaanalyse) [s31]. *Gewissheit:* gering.

7. **Wasserpfeife, Morphologie und DNA-Integrität.** Die Metaanalyse fand geringere normale Morphologie (standardisierte Mittelwertdifferenz −0,71) und höhere DNA-Fragmentierung (+3,36) bei sehr hoher Heterogenität [s31]. Eine einzelne Arbeitsgruppe aus Gaza berichtet sehr große Effekte [s57], die weit über die Werte anderer Studien hinausgehen und nicht unabhängig bestätigt sind. *Evidenzstärke:* sehr niedrig. *Gewissheit:* gering.

8. **Direkter Vergleich mit der Zigarette.** Kein Design erlaubt die Aussage „weniger“ oder „mehr“ schädlich. Die Ergebnisse der wenigen Vergleiche reichen von „kein klarer Unterschied“ [s24, s38] über „Wasserpfeife schädlicher“ [s57] bis zu „E-Zigarette günstiger als Zigarette“ ohne Nichtraucher-Kontrolle [s26]. *Evidenzstärke:* sehr niedrig. *Gewissheit:* keine belastbare Antwort.

9. **Tierversuche und Zellmodelle.** Rauchloser Tabak wirkte an Ratten stärker als Rauch und Nikotin [s154]; Nikotin allein senkte bei Mäusen und Ratten die Spermienqualität und störte die Spermatogenese [s21, s100, s132]; am menschlichen Spermium wirkt Nikotin in vitro über nikotinische Rezeptoren [s133]. *Evidenzstärke:* niedrig für den Menschen (Plausibilität). *Gewissheit:* mittel für die Richtung im Tiermodell, gering für die Übertragbarkeit.

10. **Rauchstopp.** In einer Beobachtungsstudie ohne Kontrollgruppe verbesserten sich nach Rauchstopp Volumen, Konzentration, Gesamtzahl, Beweglichkeit und Morphologie [s30]; eine kontrollierte Studie fand Besserungen bei Volumen, Konzentration und Gesamtzahl, nicht bei Beweglichkeit und Morphologie [s74]. *Evidenzstärke:* niedrig. *Gewissheit:* gering bis mittel. Zu Snus, Kautabak, Beuteln oder Wasserpfeife gibt es keine Rauchstopp- oder Wechselstudie.

11. **Leitlinien.** AUA/ASRM und EAU äußern sich zum Rauchen, nicht zu Snus, Kautabak, Beuteln oder Wasserpfeife; die WHO schließt rauchlosen Tabak, Vapes und E-Zigaretten aus [s90, s29, s10]. *Evidenzstärke:* nicht anwendbar. *Gewissheit:* hoch für den Inhalt der Dokumente.

12. **Grenzen der Datenlage insgesamt.** Fast alle Humanstudien sind Querschnitte in Kinderwunschkollektiven, oft ohne Adjustierung und mit Selbstauskunft zum Konsum; die Samenwerte sind kein direktes Maß der Fruchtbarkeit. *Evidenzstärke:* durchgängig niedrig. *Gewissheit:* hoch, dass diese Einschränkung besteht.

## Aufbau und Methodik dieser Studie

### Aufbau der Gesamtstudie

Die Studie besteht aus mehreren Kapiteln. Dieses erste Kapitel liefert Kurzfassung, Kernbefunde, Methodik und Hintergrund. Die folgenden Kapitel behandeln die Befunde nach Produkt und Sprachraum. Alle Aussagen stützen sich auf dieselbe Quellenliste mit 244 Einträgen, die mit den Kennungen s01 bis s244 durchnummeriert ist (sortiert nach Erscheinungsjahr absteigend, innerhalb des Jahres nach Erstautor). Zitiert wird in eckigen Klammern, etwa [s73] oder [s73, s99]. Zusätzlich liegen der Studie 61 Diagramme zugrunde, die ausschließlich Zahlen aus diesen Quellen darstellen; Dubletten (zum Beispiel mehrere Darstellungen derselben Wasserpfeifen-Metaanalyse) wurden zugunsten je einer Fassung verworfen.

### Wie recherchiert wurde

Die Recherche lief in drei parallelen Strängen nach Sprachgruppen. Jeder Strang führte zunächst einen eigenen Quellenkatalog; die drei Kataloge enthielten zusammen 272 Quellennennungen. Nach Zusammenführung von Mehrfachfunden (dieselbe Arbeit wurde von mehreren Strängen gefunden, etwa die Metaanalyse von Bundhun et al. oder die Studie von Kimblad et al.) blieben 244 verschiedene Quellen [s110, s73].

**Strang A (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch).** Gesucht wurde mit Begriffen wie Snus, Kautabak, tabac à chiquer, tabacco da masticare, tabaco mascado, fumo sem fumaça, Wasserpfeife, narguilé, chicha, narghilè, cachimba, Spermiogramm, spermogramme und espermograma. Abfragewege waren die REST-Schnittstelle von Europe PMC, die E-utilities der NCBI, die Schnittstelle des französischen Archivs HAL sowie die Webseiten von Dialnet, der Cochrane Library, der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU), der American Urological Association (AUA) und der Società Italiana di Andrologia. Eine gezielte Abfrage zu Nikotinbeuteln (unter anderem „nicotine pouch*“ und „oral nicotine“, jeweils mit „sperm“ und „semen“) lieferte keine Humanstudie. Die Datenbanken SciELO, LILACS/BVS und Cairn lieferten HTTP 403 (Bot-Schutz) und waren nicht abrufbar; einzelne Artikelseiten von Dialnet waren nach der Trefferliste gesperrt. Das schränkt vor allem die portugiesisch- und spanischsprachige sowie die französischsprachige Primärliteratur ein.

**Strang B (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch).** Gesucht wurde in Europe PMC mit englischen, chinesischen, japanischen und koreanischen Begriffen sowie über Detailseiten von CQVIP (Chongqing VIP) und J-STAGE. Die englische Kernabfrage (Snus, oraler Tabak, rauchloser Tabak, Nikotinbeutel, Kautabak, verbunden mit Spermien oder Samen, eingeschränkt auf Einrichtungen in China, Japan, Korea und Taiwan) ergab 14 Treffer ohne eine einzige einschlägige Humanstudie; die Wasserpfeifen-Abfrage mit derselben Einschränkung ergab 5 Treffer, die E-Zigaretten-Abfrage 20. Die koreanischsprachige Abfrage lieferte 0 Treffer. Die chinesischen Treffermengen (bis zu 1675) und die japanischen (27) waren wegen mehrdeutiger Begriffe wenig aussagekräftig; die chinesischen Treffer wurden nicht einzeln durchgesehen. CNKI und Wanfang wurden nicht erreicht. Bei der Nachprüfung am 4. Oktober 2026 leiteten die CQVIP-Detailseiten auf eine Anmeldeseite um; 44 der 122 Quellen dieses Strangs (41 chinesische CQVIP-Artikel und drei japanische Kongressseiten) konnten deshalb nicht erneut auf Effektgrößen geprüft werden. Für sie werden in dieser Studie nur Design und Stichprobengröße genannt, keine Ergebnisse.

**Strang C (Russisch, Arabisch, Türkisch).** Gesucht wurde in Europe PMC (mit Länder- und Institutionsfiltern für 18 arabische Staaten, die Türkei, Russland und Kasachstan), in CyberLeninka, in TR Dizin (zweisprachige Abstracts türkischer Zeitschriften) und in Crossref. Europe PMC lieferte für kyrillische und arabische Suchwörter 0 Treffer; der Sprachfilter für Russisch ergab 7 Treffer, für Türkisch und Arabisch jeweils 0. Nicht erreichbar waren eLIBRARY.ru (fehlende Sitzung), DergiPark (Cloudflare-Prüfung), Arab World Research Source, Mandumah, ASJP und Google Scholar (HTTP 403). Vier Arbeiten aus arabischen Zeitschriften ließen sich nicht mit Abstract abrufen und wurden nicht aufgenommen. Die Aussagen zum arabischen Sprachraum beruhen deshalb auf englischsprachig veröffentlichten Arbeiten aus arabischen Ländern, nicht auf arabischsprachigen Originalartikeln.

**Zugang zu PubMed.** Die PubMed-Webseite ist gesperrt und lieferte keinen Inhalt. Zugriff auf Titel, Abstracts und, wo frei verfügbar, Volltexte lief über Europe PMC und die NCBI-E-utilities. Aufgenommen wurde eine Quelle nur, wenn mindestens ihr Abstract tatsächlich abgerufen wurde.

**Ergänzende Abrufe für dieses Kapitel.** Für den Abschnitt zu den WHO-Referenzwerten wurden zusätzlich drei Arbeiten über Europe PMC abgerufen, die nicht in der Quellenliste stehen und deshalb im Text mit Autor, Jahr und PubMed-Nummer genannt werden statt mit einer Kennung: Cooper et al. 2010 (PMID 19934213), Boitrelle et al. 2021 (PMID 34947899) und Paffoni et al. 2022 (PMID 35849333).

### Sprachräume im Überblick

Von den 244 Quellen tragen 128 die Sprachkennung Englisch, 105 Chinesisch (teils chinesischsprachig, teils aus China mit englischem Abstract), 31 Arabisch, 23 Türkisch, 13 Russisch, 11 Japanisch, 6 Koreanisch, 3 Französisch und je eine Deutsch, Spanisch und Portugiesisch. Da 79 Quellen zwei Kennungen tragen (zum Beispiel Chinesisch und Englisch), ergeben die Zahlen zusammen mehr als 244. Von den 244 Quellen haben 178 eine PubMed-Kennung; 66 sind nicht in PubMed indiziert, darunter die erwähnten chinesischen CQVIP-Arbeiten und die türkischen, russischen und japanischen Beiträge aus lokalen Datenbanken. Nach Erscheinungsjahr verteilen sich die Quellen so: 2 aus den Jahren 1990 bis 1994, 7 aus 1995 bis 1999, 11 aus 2000 bis 2004, 16 aus 2005 bis 2009, 38 aus 2010 bis 2014, 66 aus 2015 bis 2019, 69 aus 2020 bis 2024 und 35 aus 2025 und 2026. Die Forschung hat also in den letzten zwanzig Jahren stark zugenommen; für die Produkte dieser Studie ist der Zuwachs aber gering (siehe Hintergrund).

Inhaltlich ist die Verteilung schief. Die Quellenliste enthält 59 Querschnittsstudien, 28 Übersichtsarbeiten, 14 Kohortenstudien, 9 Fall-Kontroll-Studien, 8 Metaanalysen und 7 Leitlinien oder Stellungnahmen (Mehrfachzuordnung möglich; Stichwortzählung in der Designangabe der Quellenliste, daher Näherungswerte). Dazu kommt eine große Gruppe von Tierversuchen an Ratten und Mäusen (Stichwortzählung: jeweils rund 30 Quellen mit Ratte beziehungsweise Maus in der Designangabe). Die überwältigende Mehrheit der Humanstudien betrifft die Zigarette. Humanstudien mit Samenanalyse zu Snus (vier), Kautabak (wenige, überwiegend indische) und Wasserpfeife (etwa ein halbes Dutzend plus eine Metaanalyse) sind die Ausnahme, zu Nikotinbeuteln gibt es keine.

### Grenzen der Methode

1. **Überwiegend Abstracts.** Zahlen und Bewertungen stammen aus Zusammenfassungen und frei zugänglichen Volltexten. Bei wichtigen Studien lag nur der Abstract vor (zum Beispiel bei Holmboe et al. zu Snus [s99], bei Byhamre et al. [s02] und bei Laqqan et al. [s57]). Abstracts enthalten nachweislich Zahlenfehler und Widersprüche, die an Ort und Stelle genannt werden: Bei Hamadneh et al. weicht der p-Wert des Volumens zwischen Abstract und Ergebnisteil ab (0,0097 gegenüber 0,0122) [s24]; bei Alenzi nennt der Abstract eine Testosteronabnahme, aber Zahlen, die eine Zunahme bedeuten [s84]; bei Kimblad et al. stehen in einer Tabelle für zwei Parameter identische Werte, was auf einen Übertragungsfehler hindeutet [s73]; bei Kanetkar et al. weicht eine Prozentangabe im Text von der Tabelle ab [s48]. In solchen Fällen folgt die Studie dem Ergebnisteil und weist auf den Widerspruch hin.

2. **Keine formale systematische Übersicht.** Die Recherche war eine strukturierte Literaturrecherche, keine registrierte systematische Übersicht mit Protokoll und formaler Verzerrungsbewertung wie bei Cochrane. Stärken und Schwächen sind je Studie beschrieben, aber nicht mit einem einheitlichen Instrument bewertet. Die Zahl nicht gefundener Arbeiten lässt sich nicht beziffern; die genannten nicht erreichbaren Datenbanken können regionale Arbeiten enthalten.

3. **Negative Befunde sind Suchergebnisse.** Dass keine Humanstudie zu Nikotinbeuteln, zu Snus im ostasiatischen Raum oder zu Maraş-Pulver mit Spermienendpunkt gefunden wurde, ist ein Ergebnis der Suche. Es belegt keine Unschädlichkeit.

4. **Selbstauskunft und Mehrfachkonsum.** Der Konsum wurde fast immer per Fragebogen erfasst. Nur wenige Studien nutzen Cotinin als objektiven Marker [s73, s177, s176, s159]. Wer Snus nutzt, raucht oft auch; wer Wasserpfeife raucht, häufig auch Zigaretten. Studien, die das adjustieren, sind die Ausnahme.

5. **Sekundärangaben.** Wo eine Zahl nur aus der Darstellung einer anderen Studie bekannt ist (etwa die Zahl der Snus-Nutzer in Richthoff et al. oder in Pärn et al., übernommen aus Kimblad et al.), ist das gekennzeichnet [s216, s163, s73].

### Das Raster für Evidenzstärke und Gewissheit

Die beiden Begriffe im Abschnitt „Das Wichtigste in Kürze“ sind ein eigenes, grobes Raster. Sie ersetzen keine GRADE-Bewertung; GRADE wird nur dort genannt, wo eine Quelle sie selbst berichtet, etwa die Metaanalyse zur Wasserpfeife [s31] und der Umbrella-Review zu Risikofaktoren der Samenqualität [s09].

- **Evidenzstärke** beschreibt das Design. *Mäßig*: mehrere Metaanalysen oder große, adjustierte Kohorten, die in dieselbe Richtung weisen, aber ohne Randomisierung. *Niedrig*: einzelne Querschnitts- oder Fall-Kontroll-Studien mit begrenzter Adjustierung oder kleinen Gruppen. *Sehr niedrig*: widersprüchliche Studien, Abstract-Zahlen mit Fehlern, sehr kleine Gruppen oder keine Vergleichsgruppe. *Keine*: keine Humandaten.
- **Gewissheit** beschreibt, wie sicher die Richtung einer Aussage ist, wenn man alle Studien zusammen betrachtet: *hoch*, *mittel*, *gering*. Eine geringe Gewissheit bedeutet, dass weitere Studien die Aussage leicht umkehren könnten.
- Die Aussage „kein Unterschied“ heißt bei kleinen Studien nicht „kein Effekt“; dort fehlt oft die statistische Trennschärfe. So nennen die Autoren einer russischen Studie mit je 33 Männern selbst die kleine Stichprobe als Schwäche [s81], und bei einem p-Wert von 0,06 in einer türkischen Studie spricht vieles eher für mangelnde Trennschärfe als für Wirkungslosigkeit [s227].

### Umgang mit Zahlen und Sprache

Zahlen in dieser Studie stammen aus den Eingabedateien (Rechercheberichte und Quellenliste) oder aus den oben genannten ergänzenden Abrufen; Zahlen aus dem Gedächtnis wurden nicht ergänzt. Originaltitel nicht englischer und nicht deutscher Arbeiten bleiben im Original, die deutsche Übersetzung steht in Klammern. Streuungsmaße werden so bezeichnet, wie die Quelle sie nennt (Standardabweichung oder Standardfehler). Prozentangaben wie „24 Prozent niedriger“ sind Gruppenunterschiede im Querschnitt, sofern nicht anders vermerkt. Aussagen von Leitlinien werden als deren Inhalt wiedergegeben, nicht als Empfehlung der Studie.

## Hintergrund

### Biologie in Kürze: Wo Nikotinprodukte und Rauch den Samen beeinflussen könnten

Spermien entstehen im Hoden in den Samenkanälchen. Dort reifen Keimzellen schrittweise zu Spermatiden und Spermien heran und werden von Sertoli-Zellen gestützt; die Leydig-Zellen im Gewebe zwischen den Kanälchen bilden Testosteron. Gesteuert wird das System über die Hirnanhangdrüse mit den Hormonen LH und FSH, die ihrerseits von Testosteron und von Inhibin B aus dem Hoden zurückgemeldet werden. Diese Hormone sind in den Studien dieser Arbeit häufige Zielgrößen neben den Samenwerten selbst, so etwa in den schwedischen Untersuchungen an jungen Männern, die Testosteron, LH, FSH, SHBG, Östradiol und Inhibin B maßen [s73, s216]. Nach der Reifung im Hoden durchlaufen die Spermien den Nebenhoden; dort wirkt Nikotin im Mausversuch auf Enzym- und Stoffwechselvorgänge, die für die Reifung wichtig sind [s142].

Für die Frage dieser Studie sind vier Angriffspunkte wichtig, die in den Quellen untersucht werden.

**Die Blut-Hoden-Schranke.** Zellverbindungen zwischen den Sertoli-Zellen trennen das Innere der Samenkanälchen vom Blut. Im Mausversuch störte Nikotin diese Schranke (Proteine wie ZO-1, N-Cadherin, Occludin und Connexin-43) und löste Ferroptose aus, eine eisenabhängige Form des Zelltods [s64]; auch ein Zigarettenrauchextrakt machte die Schranke bei Mäusen durchlässiger [s14]. Dagegen fanden sich bei 12 rauchenden Freiwilligen Nikotin und Cotinin in den Spermien in ähnlicher Höhe wie im Blutplasma [s140]. Nikotin erreicht die Keimzellen also beim Rauchen nachweislich.

**Nikotinrezeptoren am Spermium.** Nikotin wirkt über nikotinische Acetylcholinrezeptoren. An Spermien von 30 gesunden Männern ließ sich die α7-Untereinheit als Protein nachweisen; Nikotin (100 ng/ml) veränderte in vitro Beweglichkeit, Mitochondrienpotenzial, Chromatin, Apoptose und DNA-Fragmentierung, und ein Rezeptorblocker (Hexamethonium) hob diese Effekte auf [s133]. Bei Mäusen wurde die Untereinheit ε in Hoden und Spermien gefunden; Acetylcholin und Nikotin unterdrückten die Akrosomreaktion, und ein spezifischer Gegenspieler hob das auf [s89]. Das spricht für eine direkte Wirkung am Spermium, nicht nur über Hormone oder Entzündung. Der Befund stammt aus dem Labor und sagt nichts darüber, welche Konzentration ein Mensch aus einem bestimmten Produkt am Spermium erreicht.

**Oxidativer Stress und DNA-Schaden.** Als häufigster Mechanismus der Rauchwirkung gelten oxidativer Stress, DNA-Schäden und Apoptose, wobei die Autoren einer Übersicht selbst einräumen, dass die mechanistischen Studien unzureichend sind [s157]. In Tierversuchen mit Nikotin allein stiegen Malondialdehyd im Hoden (ein Marker der Fettperoxidation) und sank die Superoxiddismutase [s132, s100]; bei Ratten mit rauchlosem Tabak stieg Malondialdehyd im Hoden ebenfalls [s154]. Beim Menschen sind ROS im Samen, DNA-Fragmentierungsindex und der Oxidationsmarker 8-OHdG bei Tabaknutzern verändert, in einer indischen Fall-Kontroll-Studie bei Tabaknutzern [s162].

**Chromatin, Protamine und Epigenetik.** Beim Reifen der Spermien wird das Erbgut von Histonen auf Protamine umgepackt. Nikotin störte diesen Wechsel in Mäusen und veränderte die Methylierung der Spermien-DNA; nach Absetzen war dies teilweise rückbildungsfähig [s21]. Beim Menschen berichten Rauchstudien Anomalien des Histon-Protamin-Verhältnisses und Zusammenhänge mit Cotininwerten [s183, s177]. Die auffälligsten Zahlen zu Protamindefizit und Methylierung bei Wasserpfeife stammen aus einer einzigen Arbeitsgruppe und sind unbestätigt [s57].

**Andere Bestandteile als Nikotin.** Tabakrauch enthält nach einer Übersicht mehr als 4000 Bestandteile, darunter Nikotin, Teer, Kohlenmonoxid, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle [s157]. Auch einzelne Stoffe können Hodenschäden tragen: 5-Hydroxymethylfurfural schädigte bei Mäusen die Spermatogenese, ohne die Sexualhormone zu ändern [s13]. Cadmium war in einer US-Kohorte bei Rauchern höher als bei Nutzern rauchlosen Tabaks und bei Nie-Nutzern [s147], und in ägyptischen Studien waren Blei, Arsen und Cadmium im Samenplasma von Rauchern erhöht [s45, s69]. Daraus folgt für diese Studie ein methodischer Grundsatz: Nikotin ist nur ein Teil dessen, was ein Produkt abgibt. Ein Befund zur Zigarette ist deshalb kein Befund zu Snus, und ein Befund zu reinem Nikotin ist kein Befund zu einem tabakhaltigen Produkt.

### Produkte und Begriffe

**Zigarette** bedeutet in den Quellen verbrannten Tabak, inhaliert als Rauch. Sie ist der Vergleichsmaßstab.

**Snus** ist feuchter oraler Tabak, der als Beutelchen oder Portion unter die Oberlippe gelegt wird. In der englischsprachigen Literatur wird das Produkt auch als „snuff“ bezeichnet, was nicht mit dem trockenen Nasen-Schnupftabak zu verwechseln ist. In den Studien dieser Arbeit nutzten 25 Prozent der 1221 jungen Männer in Dänemark mit Angaben zu Snus dieses Produkt [s99], und in einer bevölkerungsbasierten Stichprobe nie rauchender Menschen in Nordschweden 21 Prozent der Männer [s02]. Bei 69 Snus-Nutzern lag das mittlere Cotinin im Urin bei 3200 ng/ml (Standardabweichung 2300), bei 290 Nichtnutzern bei 590 ng/ml (1100) [s73]. Der Wert zeigt, dass Snus zu einer erheblichen Nikotinaufnahme führt.

**Kautabak und andere rauchlose Tabakprodukte** sind ein uneinheitliches Feld. In Indien umfasst es Gutkha, Khaini und getrocknetes Tabakblatt mit Betel; in einer Kinderwunschklinik kauten 50,5 Prozent der kauenden Männer Gutkha, 27,9 Prozent Khaini und 21,6 Prozent Tabakblatt mit Betel [s180]. Regionale Produkte sind Maraş-Pulver (Maraş otu, Nicotiana rustica, Region Kahramanmaraş in der Türkei) [s203, s137], Shammah in Saudi-Arabien [s17] sowie Nasvay und Toombak, zu denen die Recherche keine Spermienstudie fand. Die Menge wird in den Studien in Portionen, Packungen oder Kauhäufigkeit pro Tag angegeben; eine einheitliche Einheit gibt es nicht [s223, s180].

**Nikotinbeutel** (englisch nicotine pouches) enthalten keinen Tabak, sondern Nikotin, meist als Salz, in einer Beutelhülle. Nach einer Übersicht von 2026 stieg ihr Absatz in den USA von 126 Millionen Einheiten in den letzten fünf Monaten des Jahres 2019 auf 808 Millionen Einheiten in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 [s11]. Dieselbe Übersicht hält fest, dass die Evidenz zu Gesundheitswirkungen der Beutel begrenzt ist und die Datenlage vor allem Mundhöhle und Herz-Kreislauf-System betrifft [s11].

**Wasserpfeife** (Shisha, Hookah, Narghile, Nargile, „Hubble-Bubble“) leitet den Rauch von erhitztem oder verbranntem, meist aromatisiertem Tabak durch Wasser. Die Humanstudien erfassen die Exposition als Sitzungen pro Woche, in einer jordanischen Studie im Mittel 11,51 Sitzungen pro Woche über 11,5 Jahre [s24]; Tabak- und Kohleart, Sitzungsdauer und Mitrauchen bleiben meist unerfasst. Im Tierversuch wird oft das Tabakgemisch Moasel verwendet [s153]. Der Medwakh (kleine Rauchpfeife) ist ein Rauchprodukt und kein rauchloser Tabak.

**Nachbarprodukte.** E-Zigaretten und erhitzter Tabak standen nicht im Auftrag, werden aber in den Quellen oft mituntersucht und liefern Vergleichsdaten: tägliche E-Zigaretten-Nutzer hatten in Dänemark eine niedrigere Gesamtspermienzahl [s99], eine koreanische IVF-Kohorte verglich E-Zigaretten- und Zigarettennutzer [s26], und im Mausversuch beeinträchtigte pränatale Exposition gegenüber erhitztem Tabak die Spermienproduktion der Nachkommen [s102]. Arekanuss (Betel) ist kein Tabak; Arecolin senkte die Beweglichkeit menschlicher Spermien in vitro [s220] und gilt hier nur als strukturelle Parallele zum Kauen.

### Die Messgrößen der Samenanalyse

Die Studien dieser Arbeit verwenden dieselben Grundgrößen, aber in unterschiedlicher Methodik und mit unterschiedlichen Effektmaßen. Wer die Zahlen vergleicht, sollte diese Unterschiede kennen.

**Standardparameter.** Das **Ejakulatvolumen** wird in Millilitern angegeben, die **Spermienkonzentration** in Millionen pro Milliliter und die **Gesamtzahl** in Millionen pro Ejakulat. Die **Beweglichkeit** wird in progressiv, nicht progressiv und unbeweglich gegliedert; die Gesamtbeweglichkeit ist die Summe aus progressiv und nicht progressiv beweglichen Spermien. Die **Vitalität** (Anteil lebender Spermien) wird per Färbung oder per hypoosmotischem Schwelltest bestimmt [s180]. Die **Morphologie** bezeichnet den Anteil normal geformter Spermien; sie hängt stark vom Bewertungsverfahren ab (siehe unten). In der Morphologie unterscheiden die Studien Kopf-, Hals- bzw. Mittelstück- und Flagellumdefekte; Bundhun et al. fanden bei Rauchern Mittelwertdifferenzen von 1,76 bei Kopf-, 1,97 bei Hals- und 1,29 bei Flagellumdefekten [s110].

**Erweiterte Parameter.** Die **DNA-Fragmentierung** misst Brüche im Erbgut der Spermien; verwendet wurden der Sperm Chromatin Structure Assay mit dem DNA-Fragmentierungsindex [s73] und der Spermienchromatin-Dispersionstest [s65]. Weitere Marker sind das **Protamindefizit** (zum Beispiel CMA3-Positivität [s67]), **8-OHdG** als Oxidationsprodukt der DNA [s162], **Malondialdehyd** und ROS als Maße des oxidativen Stresses im Samenplasma [s62], die **globale DNA-Methylierung** [s57] sowie Zink, Cadmium und Blei im Samenplasma [s69, s45]. Hormone werden im Blut gemessen.

**Die Streuung der Methodik zeigt sich an der Morphologie.** Der Anteil normaler Formen lag in den Studien dieser Arbeit zwischen etwa 2,6 und 35 Prozent: 2,6 bis 3,9 Prozent in einer russischen Aktenanalyse [s103], 5,06 Prozent bei Nichtrauchern in einer weiteren russischen Studie [s81], 5,4 Prozent bei Nichtrauchern in der jordanischen Studie zu Wasserpfeife und Zigarette [s38], 12,85 bis 16,01 Prozent in der anderen jordanischen Studie [s24] und 30 bis 35 Prozent bei einer türkischen Varikozele-Kohorte, was nach dem Bericht auf ein anderes Bewertungsverfahren hindeutet [s08]. Ein Vergleich absoluter Prozentwerte zwischen Studien ist daher nicht sinnvoll; sinnvoll sind nur Vergleiche innerhalb einer Studie.

**Weitere Einflussgrößen auf die Werte.** Volumen und Gesamtzahl stiegen in einer Studie mit normozoospermen Spendern in allen Gruppen mit der Dauer der sexuellen Karenz (7 gegenüber 1 Tag) [s72]; die Karenzzeit ist deshalb in vielen Studien Adjustierungsvariable [s73, s12]. Auch die Jahreszeit wurde adjustiert [s12].

**Effektmaße.** Die Quellen berichten Unterschiede auf mehreren Skalen. *Mittelwertdifferenzen* und prozentuale Unterschiede sind unmittelbar lesbar, etwa „24 Prozent niedriger“ [s73]. *Standardisierte Mittelwertdifferenzen (SMD)* teilen den Unterschied durch die Streuung und machen unterschiedliche Maßeinheiten vergleichbar; ein negatives Vorzeichen bei der normalen Morphologie bedeutet weniger normale Formen bei den Exponierten [s31]. *Risikoverhältnis (RR)* und *Odds Ratio (OR)* beziehen sich auf den Anteil auffälliger Befunde nach einem Grenzwert, nicht auf Mittelwerte; die Odds Ratios zu Kautabak gelten für Befunde unterhalb der WHO-Grenzwerte [s180]. Die *Fecundability Odds Ratio (FOR)* beschreibt die Chance auf eine Schwangerschaft je Zyklus; Werte unter 1 bedeuten eine längere Zeit bis zur Schwangerschaft [s147]. Der *exponenzierte Regressionskoeffizient* eines logarithmierten Werts ist ein Faktor gegenüber der Bezugsgruppe: 0,66 bedeutet 34 Prozent weniger normale Formen [s38]. Wo Zahlen nur als Standardfehler vorliegen, wird das genannt, weil Standardfehler viel kleiner sind als Standardabweichungen und Streuung vortäuschen können [s24, s19].

### Die WHO-Referenzwerte 2010 und 2021

Fast alle Studien dieser Arbeit beurteilen Samenbefunde nach den Handbüchern der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ältere Arbeiten folgen der fünften Ausgabe von 2010 [s44, s65], die jüngste jordanische Studie der sechsten Ausgabe von 2021 [s24].

**Fünfte Ausgabe, 2010.** Cooper et al. leiteten untere Referenzgrenzen aus Samenproben von Männern ab, deren Partnerinnen innerhalb von höchstens 12 Monaten schwanger wurden. Grundlage waren Proben von über 4500 Männern aus 14 Ländern auf vier Kontinenten; als untere Referenzgrenze dient die fünfte Perzentile, also der Wert, den fünf Prozent der fertilen Männer unterschreiten. Die Werte (Cooper et al. 2010, PMID 19934213): Volumen 1,5 ml, Gesamtzahl 39 Millionen je Ejakulat, Konzentration 15 Millionen pro ml, Vitalität 58 Prozent, progressive Beweglichkeit 32 Prozent, Gesamtbeweglichkeit 40 Prozent, normale Formen 4,0 Prozent. Die Autoren betonten, die Samenqualität dieser Referenzpopulation sei der der allgemeinen Bevölkerung überlegen gewesen.

**Sechste Ausgabe, 2021.** Das Handbuch erschien im Juli 2021 (Boitrelle et al. 2021, PMID 34947899). Es erweitert die Referenzpopulation auf 3589 fertile Männer mit Zeit bis zur Schwangerschaft von höchstens 12 Monaten, rund doppelt so viele wie 2010. Die Herkunft wird in den abgerufenen Arbeiten uneinheitlich angegeben: nach Paffoni et al. 2022 (PMID 35849333) 12 Länder auf fünf Kontinenten und 10 Studien, nach Boitrelle et al. 13 Länder auf sechs Kontinenten. Wichtigste Neuerung ist der Verzicht auf Referenzgrenzen im bisherigen Sinn: Die fünfte Perzentile sei nur eine von mehreren Möglichkeiten, Ergebnisse zu deuten, und reiche allein nicht aus, um männliche Infertilität zu diagnostizieren. Als Ersatz werden „Entscheidungsgrenzen“ (decision limits) genannt, für die aber weder für die Basis- noch für erweiterte Parameter Werte vorgeschlagen werden.

| Parameter | WHO 2010 (5. Perzentile, 95-%-Intervall) | WHO 2021 (5. Perzentile, 95-%-Intervall) |
|---|---|---|
| Volumen (ml) | 1,5 (1,4 bis 1,7) | 1,4 (1,3 bis 1,5) |
| Gesamtzahl (Millionen je Ejakulat) | 39 (33 bis 46) | 39 (35 bis 40) |
| Konzentration (Millionen pro ml) | 15 (12 bis 16) | 16 |
| Gesamtbeweglichkeit (%) | 40 (38 bis 42) | 42 (40 bis 43) |
| Progressive Beweglichkeit (%) | 32 (31 bis 34) | 30 (29 bis 31) |
| Vitalität (%) | 58 (55 bis 63) | 54 (50 bis 56) |
| Normale Formen (%) | 4 (3 bis 4) | 4 (3,9 bis 4) |

Quellen der Tabelle: 2010 nach Cooper et al. (PMID 19934213); 2021 nach Boitrelle et al. (PMID 34947899), die Konzentration 2021 nach Paffoni et al. (PMID 35849333). Die 2021er Tabelle in Boitrelle et al. enthält keine Konzentration; der Wert 16 Millionen pro ml steht bei Paffoni et al. ohne Intervall.

**Warum diese Werte kein Schwellenwert für Fruchtbarkeit sind.** Die fünfte Perzentile einer fertilen Gruppe liegt per Definition so, dass fünf Prozent der fertilen Männer darunter liegen. Wer darunter liegt, ist deshalb nicht unfruchtbar, und wer darüber liegt, ist nicht automatisch fruchtbar. Paffoni et al. stellten außerdem fest, dass wesentliche Voraussetzungen für gemeinsame Referenzintervalle nicht erfüllt waren und keine der einzelnen Studienpopulationen von den gemeinsamen Perzentilen richtig beschrieben wurde: Die fünfte Perzentile der Konzentration schwankte zwischen den 10 Studien von 11 bis 36 Millionen pro ml, die der Gesamtzahl von 22 bis 65 Millionen, die der Gesamtbeweglichkeit von 33 bis 55 Prozent und die der normalen Formen von 2 bis 23 Prozent. Auch regionale Referenzwerte weichen ab: In Guangdong (China) lagen die fünften Perzentilen bei 1213 fertilen Männern bei 1,3 ml Volumen, 20 Millionen pro ml Konzentration, 40 Millionen Gesamtzahl, 48 Prozent Vitalität, 39 Prozent Gesamtbeweglichkeit, 25 Prozent progressiver Beweglichkeit und 5,0 Prozent normalen Formen [s164]. Für diese Studie folgt: Wo Studien Befunde als „unter dem WHO-Grenzwert“ einordnen, ist das eine Näherung, und die Studie bewertet Mittelwertunterschiede und Odds Ratios nicht als Diagnosen.

**WHO-Leitlinie zur Infertilität, 2026.** Davon zu trennen ist die WHO-Leitlinie zur Infertilität (Fassung in Human Reproduction 2026). Sie enthält eine Empfehlung zur Tabakprävention mit Kurzberatung für alle Tabaknutzer und begründet sie mit dem Zusammenhang von Infertilität und Rauchen; Cannabis, Vapes, E-Zigaretten und rauchlosen Tabak schließt sie ausdrücklich aus dem Geltungsbereich aus [s10]. Die Leitlinie ist daher für Snus, Kautabak und Beutel keine Evidenzquelle.

### Vom Samenwert zur Fruchtbarkeit

Der Samenbefund ist ein Surrogat. Die eigentlich interessierenden Ereignisse sind Schwangerschaft und Lebendgeburt. Die Studien dieser Arbeit liefern dazu wenig. Eine US-Kohorte (501 Paare, bis zu 12 Monate beobachtet) fand für rauchende Männer eine längere Zeit bis zur Schwangerschaft (FOR 0,41; 95-%-KI 0,24 bis 0,68); rauchloser Tabak verlängerte die Zeit gegenüber Nie-Nutzern nicht, bei sehr kleiner Zahl von Nutzern [s147]. In einer IVF-Studie aus der Türkei hatte das Rauchen des Mannes, mit Cotinin bestätigt, keinen signifikanten negativen Effekt auf Befruchtung und Schwangerschaft [s176]; eine andere türkische IVF-Kohorte fand Rauchen beider Partner unabhängig mit geringeren Lebendgeburtschancen verbunden [s07]. Die Autoren der größten Snus-Studie rechnen ihren Befund (niedrigere Gesamtspermienzahl) anhand einer Beziehung aus der Literatur auf eine etwa 10 Prozent geringere Chance auf eine Zeugung um; das ist eine Extrapolation und kein Studienergebnis [s73]. Zudem ist bei Kinderwunschpaaren die Ursache oft nicht männlich: In der jordanischen Studie war die Ursache bei 31,4 Prozent ungeklärt, bei 30,6 Prozent weiblich und bei 23,1 Prozent männlich [s38]. Samenwerte spiegeln also nur einen Teil des Fruchtbarkeitsgeschehens.

### Studiendesigns und typische Verzerrungen

Die meisten Humanstudien dieser Arbeit sind Querschnitte; sie erfassen Konsum und Samenwert zum selben Zeitpunkt und können deshalb weder Reihenfolge noch Ursache klären. Hinzu kommen wiederkehrende Verzerrungen.

1. **Selektion.** Viele Studien rekrutieren Männer in Kinderwunschkliniken oder IVF-Labors, also eine Gruppe, die ohnehin ein Fruchtbarkeitsproblem hat. In der größten Kautabak-Studie sind alle 638 Männer Konsumenten, eine Nichtkonsumenten-Gruppe fehlt [s223]. In der jordanischen Studie zu Wasserpfeife und Zigarette hatten Nichtraucher in der unadjustierten Analyse die niedrigste Konzentration, was die Autoren selbst als Hinweis auf Selektion deuten [s38]. Bevölkerungsbasierte Studien haben dafür geringe Teilnahmequoten: In der schwedischen Snus-Studie nahmen 305 von 2255 und 241 von 1618 eingeladenen Wehrpflichtigen teil [s73].

2. **Störgrößen.** Alkohol, Cannabis, Übergewicht, Varikozele, sozioökonomischer Status und Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft beeinflussen Samenwerte. In der schwedischen Snus-Studie schwächte die Adjustierung für den Beruf der Mutter beziehungsweise Rauchen der Mutter die Cotinin-Beziehung um etwa ein Drittel ab (36 und 38 Prozent), während der Unterschied zwischen Nutzern und Nichtnutzern in der Gesamtzahl sich durch keine Zusatzadjustierung um mehr als 5 Prozent änderte [s73]. In einer russischen Kinderwunsch-Kohorte war die DNA-Fragmentierung bei Männern, die ausschließlich hochprozentigen Alkohol tranken, höher als bei Männern ohne Gewohnheiten (16,0 gegenüber 12,8 Prozent) [s65]. In dänischen Daten nutzten 33 Prozent der jungen Männer Marihuana [s99], und eine deutsch-arabische Arbeit fand bei Cannabisrauchern teils schlechtere Werte als bei Tabakrauchern [s20].

3. **Mehrfachkonsum.** Männer nutzen Produkte nebeneinander: In Dänemark rauchten 52 Prozent Zigaretten, 25 Prozent nutzten Snus und 13 Prozent E-Zigaretten [s99]. Ohne gemeinsame Modelle lassen sich die Wirkungen nicht trennen.

4. **Dosis und Messung.** Es gibt keine gemeinsame Dosiseinheit für Zigaretten (pro Tag, Packungsjahre), Kautabak (Portionen, Packungen), Snus (Dosen pro Woche, Cotinin) und Wasserpfeife (Sitzungen). Ein einmaliger Cotininwert ist ein unsicherer Marker [s73].

5. **Deckeneffekt und fehlende Trennschärfe.** Bei normozoospermen Spendern hat der Samenwert wenig Spielraum für messbare Verschlechterung [s72]; bei kleinen Gruppen bleiben kleine Effekte unentdeckt [s81, s227].

6. **Regression zur Mitte.** Samenwerte schwanken von Probe zu Probe. In Studien zum Rauchstopp ohne Kontrollgruppe kann deshalb ein Teil der Besserung Zufall sein [s30, s74].

7. **Mehrfachvergleiche und Berichtsfehler.** Viele Studien testen zahlreiche Parameter ohne Korrektur; Abstracts enthalten Zahlenfehler (siehe Methodik).

8. **Regionale Häufung.** Auffällige Befunde stammen teils von einzelnen Arbeitsgruppen, etwa die sehr großen Wasserpfeifen-Effekte aus Gaza [s57, s58] und die Tierversuche zum Wasserpfeifenrauch aus Oman [s131, s108], deren Gruppen in mehreren Arbeiten dasselbe Modell verwenden. Unabhängige Replikationen fehlen.

### Zur Geschichte der Forschungsfrage

**Bis etwa 2000: Zigarette und Hoden.** Die frühesten Studien dieser Arbeit untersuchen fast ausschließlich das Rauchen. Banerjee et al. verglichen 1993 in Indien 79 Tabakkonsumenten (Raucher, Kauer und Mehrfachkonsumenten) mit 21 Männern ohne Tabakkonsum; Kauer hatten niedrigere Beweglichkeit und Gesamtzahl, Raucher und Mehrfachkonsumenten mehr abnormale Formen [s244]. Vine et al. fassten 1994 die Literatur zusammen: Die Spermiendichte von Rauchern lag im Mittel 13 bis 17 Prozent niedriger, ohne klare Dosis-Wirkungs-Beziehung [s243]. 1995 beschrieb die Gruppe um Sofikitis in Japan an Hodenbiopsien von 49 Rauchern und 28 Nichtrauchern niedrigere Testosteronwerte in der Hodenvene und schlechtere Spermienfunktion [s241]; 1998 zeigte ein Rattenversuch derselben Gruppe, dass Zigarettenrauch, nicht aber Räucherstäbchenrauch ohne Nikotin, die Fruchtbarkeit senkte [s238]; im Jahr 2000 wurde Cotinin allein an menschlichen Spermien in Konzentrationen von 400 und 800 ng/ml wirksam [s233]. Aus China stammen aus dieser Zeit die frühesten Querschnittsstudien der Quellenliste, etwa zu infertilen Männern in Shandong [s234, s230].

**2000 bis 2015: Größere Studien und Produktvielfalt.** Sepaniak et al. beschrieben in französischen Übersichten den Weg von Tabakinhaltsstoffen durch die Blut-Hoden-Schranke und oxidativen Stress als Hauptmechanismus [s226, s224]. Said et al. berichteten 2005 aus Indien eine Studie an 638 Kautabak-Konsumenten mit abgestuftem Konsum [s223]. Ramlau-Hansen et al. fanden 2007 in dänischen Daten (2562 Männer) eine inverse Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Rauchen und Samenwerten [s218]. Richthoff et al. untersuchten 2008 302 junge schwedische Wehrpflichtige und erfassten dabei auch Snus [s216]. Li et al. fassten 2011 57 Querschnittsstudien mit 29 914 Teilnehmern aus 26 Ländern zusammen: Rauchen verschlechterte alle Samenparameter bei fertilen wie infertilen Männern, mit Ausnahmen in einzelnen Ländern [s204]. Zwischen 2012 und 2015 erschienen aus China viele mechanistische Arbeiten, die Nikotin vom Rauch trennten (Apoptose, Methylierung, Telomere) [s156, s146]. Sunanda et al. veröffentlichten 2014 die indische Studie mit Kontrollgruppe nicht kauender Männer [s180]; Aprioku und Ugwu verglichen 2015 in der Ratte Tabakrauch, rauchlosen Tabak und Nikotin [s154]; Pärn et al. fanden 2015 in einer kleinen Klinikstichprobe schlechtere Werte bei Snus-Nutzern [s163].

**2015 bis 2026: Metaanalysen, Wasserpfeife, Snus und Leitlinien.** Sharma et al. (2016) und Bundhun et al. (2019) legten Metaanalysen zur Zigarette vor [s148, s110]. Sapra et al. untersuchten 2016 Zigarette, Zigarre und rauchlosen Tabak bei Paaren mit Kinderwunsch [s147]. Tierversuche mit Wasserpfeifenrauch aus Oman erschienen ab 2015 [s153, s131]; Albeitawi et al. nannten 2020 ihre Studie nach eigener Angabe die erste Untersuchung zur Wasserpfeife und menschlicher Fruchtbarkeit [s96]. Holmboe et al. (2020) und Kimblad et al. (2022) legten größere Snus-Studien an der Allgemeinbevölkerung mit Samenanalyse vor [s99, s73]; Hernáez et al. fanden 2022 in einer norwegischen Kohorte keinen belastbaren Zusammenhang zwischen Rauchen und Infertilität [s71]. Hamadneh et al. verglichen 2025 nach eigener Angabe erstmals Wasserpfeifen- und Zigarettenraucher mit einer Nichtraucher-Kontrolle [s24], und Sepidarkish et al. fassten 2025 191 Beobachtungsstudien zur Wasserpfeife zusammen [s31]. 2026 erschien die WHO-Leitlinie zur Infertilität [s10], gefolgt von einem Umbrella-Review, in dem von 249 Effektgrößen zu Risikofaktoren der Samenqualität 136 (54,6 Prozent) als „sehr niedrig“, 59 (23,7 Prozent) als „niedrig“ und 54 (21,7 Prozent) als „moderat“ bewertet wurden [s09], sowie von der Übersicht zur Sicherheit oraler Nikotinprodukte [s11].

**Was sich verschoben hat.** Die Frage hat sich von „Schadet Rauchen?“ zu „Schadet Nikotin allein, und wie verhalten sich andere Produkte?“ verlagert. Die Marktentwicklung (Snus, Beutel, Wasserpfeife, E-Zigaretten, erhitzter Tabak) hat die Forschung jedoch nicht eingeholt: Für die Beutel fehlt jede Humanstudie, für Snus gibt es vier, für Kautabak wenige methodisch schwache, für die Wasserpfeife etwa ein halbes Dutzend. Die Kapitel dieser Studie ordnen diese Lücken Produkt für Produkt.

## Studienlage: Metaanalysen und Übersichten

### Vorbemerkung: Umfang, Lesart und Grenzen

Dieses Kapitel stellt zuerst die Arbeiten vor, die andere Studien zusammenfassen (Metaanalysen, systematische Übersichten, ein Umbrella-Review, eine Cochrane-Übersicht, erzählende Übersichten). Danach folgen unter „Studienlage: Beobachtungsstudien“ die Einzelstudien am Menschen, geordnet nach Produkt: Snus, Kautabak und andere rauchlose Tabakprodukte, Nikotinbeutel, Wasserpfeife, E-Zigarette und erhitzter Tabak sowie die Zigarette als Vergleichsmaßstab. Tierversuche, Zellversuche und Leitlinientexte sind Gegenstand anderer Kapitel; sie erscheinen hier nur, wo eine Übersicht sie ausdrücklich einbezieht.

Die Zahlen stammen aus den Rechercheberichten der Sprachgruppen und aus Abstracts, die für dieses Kapitel zusätzlich über die Europe-PMC-Schnittstelle abgerufen und mit den Berichten abgeglichen wurden (Sharma 2016, Li 2011, Vine 1994, Bundhun 2019, Wang 2025, Wang 2026 [Umbrella-Review], Boedt 2021, Hernáez 2022, Ramlau-Hansen 2007, Holmboe 2020). Konfidenzintervalle (KI) werden genannt, wo die Quelle sie nennt. Fehlt im Abstract ein Intervall oder ein Heterogenitätsmaß, steht das ausdrücklich dabei; es wird nichts nachgerechnet. Bei vielen Arbeiten lag nur der Abstract vor. Das ist jeweils vermerkt, weil Methodik und Störgrößenkontrolle dann nicht beurteilbar sind. Aussagen von Autoren, die sich auf Verhalten oder Behandlung beziehen, werden als deren Aussage wiedergegeben und sind keine Empfehlung dieser Studie.

Die Ausgangslage vorweg. Für die Zigarette gibt es mehrere Metaanalysen, die im Mittel einen kleinen bis mäßigen Zusammenhang zwischen Rauchen und schlechterer Spermienqualität zeigen. Für die Wasserpfeife gibt es genau eine Metaanalyse, mit sehr niedriger Evidenzsicherheit. Für Snus und Kautabak gibt es keine Metaanalyse und keine systematische Übersicht mit Spermienendpunkt, nur erzählende Übersichten, die auf wenige Einzelstudien verweisen. Für Nikotinbeutel gibt es weder Metaanalyse noch Humanstudie mit Spermien- oder Hormonendpunkt. Alle Humanstudien zu den Spermienendpunkten sind beobachtend; die einzige randomisierte Evidenz, die Cochrane-Übersicht zur Lebensstilberatung, misst nicht die Spermienqualität.

### Metaanalysen mit gepoolten Zahlen

**Sepidarkish et al. 2025 (Iran; Systematic Reviews) [s31]: Wasserpfeife und Gesundheit, 191 Beobachtungsstudien.** Systematische Übersicht mit Metaanalyse zu Wasserpfeifenrauchen und Gesundheit insgesamt, nicht allein zur Fruchtbarkeit. Durchsucht wurden MEDLINE (PubMed), Embase, Scopus und Web of Science bis Januar 2025; die Studienqualität wurde mit der Newcastle-Ottawa-Skala, die Sicherheit der Evidenz nach GRADE bewertet. Eingeschlossen wurden 191 Studien mit 807 174 Teilnehmenden (98 Fall-Kontroll-, 77 Querschnitts- und 16 Kohortenstudien aus 24 Ländern). Von 62 Zielgrößen waren 31 (50 %) im Random-Effects-Modell signifikant. Für Fruchtbarkeit und Spermien gab es nur wenige Studien; verglichen wurden aktuelle Wasserpfeifenraucher mit Menschen, die nie geraucht hatten. Infertilität: Odds Ratio (OR) 1,67 (95-%-KI 1,05 bis 2,65), drei Studien (zwei Fall-Kontroll-Studien, eine Kohortenstudie) mit 849 Teilnehmenden, I² = 0 %, Prädiktionsintervall 0,07 bis 36,80. Für die Spermienendpunkte wurden standardisierte Mittelwertdifferenzen (SMD) berechnet:

- DNA-Fragmentierung: SMD +3,36 (0,29 bis 6,43), drei Studien, 712 Teilnehmende, I² = 98,98 %.
- Normale Morphologie: SMD −0,71 (−1,33 bis −0,10), sechs Studien, 1509 Teilnehmende, I² = 95,66 %.
- Samenvolumen: SMD −0,50 (−1,29 bis 0,26), fünf Studien, 890 Teilnehmende, I² = 94,79 %.
- Spermienzahl: SMD 0,26 (−1,13 bis 1,65), sechs Studien, 1014 Teilnehmende, I² = 98,65 %.
- Progressive Beweglichkeit: SMD 0,33 (−3,04 bis 3,70), fünf Studien, 1403 Teilnehmende, I² = 99,74 %.
- Gesamtbeweglichkeit: SMD −1,58 (−3,88 bis 0,72), drei Studien, 767 Teilnehmende, I² = 99,10 %.
- Nichtprogressive Beweglichkeit: SMD 0,01 (−0,46 bis 0,49), drei Studien, 767 Teilnehmende, I² = 83,28 %.
- Unbewegliche Spermien: SMD 1,24 (−0,52 bis 3,01), vier Studien, 871 Teilnehmende, I² = 98,88 %.

Signifikant waren also nur die Infertilität, die DNA-Fragmentierung und die normale Morphologie. Die Sicherheit der Evidenz wurde für alle diese Zielgrößen als „sehr niedrig“ eingestuft. Stärken: breite Suche in vier Datenbanken, standardisierte Qualitäts- und Evidenzbewertung, Prädiktionsintervalle. Schwächen: pro Spermienzielgröße nur drei bis sechs Studien; Heterogenität zwischen 83 und 99,7 %, die Zahlen sind also kaum als ein gemeinsamer Effekt lesbar; sehr weite Prädiktionsintervalle (bei der Infertilität von 0,07 bis 36,80); gemischte Designs und Populationen. Ein Teil der eingeschlossenen Studien stammt von Arbeitsgruppen in Jordanien und Gaza, die auch in diesem Kapitel einzeln besprochen werden; die Unabhängigkeit der Datenbasis ist dadurch begrenzt [s31]. Die Metaanalyse enthält keinen direkten Vergleich mit der Zigarette. Die Einleitung verweist auf frühere Übersichten, nach denen die Evidenz nicht ausreichte, um einen Zusammenhang zwischen Wasserpfeife und Spermienparametern, Lipid- und Hormonprofilen zu bestätigen oder auszuschließen [s31].

**Sharma et al. 2016 (European Urology): Metaanalyse mit Bezug auf das WHO-Handbuch 2010 [s148].** Systematische Übersicht mit Metaanalyse zum Zigarettenrauchen. Gesucht wurde in PubMed, Saint Joseph’s University Discover und Google Scholar nach Studien, die nach Erscheinen der WHO-Labormethoden von 2010 veröffentlicht wurden. Die Teilnehmer stammten aus Kinderwunsch- und urologischen Kliniken sowie andrologischen Laboren. Eingeschlossen wurden 20 Studien mit 5865 Teilnehmern. Zielgrößen waren Volumen, Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie. Rauchen war mit niedrigerer Spermienkonzentration verbunden (Mittelwertdifferenz −9,72 × 10⁶/ml; 95-%-KI −13,32 bis −6,12), mit niedrigerer Beweglichkeit (−3,48 %; −5,53 bis −1,44) und mit niedrigerer Morphologie (−1,37 %; −2,63 bis −0,11). Die Untergruppenanalysen zeigten größere Effekte bei infertilen Männern als in der Allgemeinbevölkerung und bei mäßigen bis starken Rauchern als bei leichten Rauchern. Die Effektgrößen für Volumen, Zahl und Beweglichkeit blieben ähnlich, wenn Studien nach dem WHO-Handbuch 2010 oder davor verwendet wurden; bei der Morphologie war der Effekt nach den neueren Kriterien kleiner. Das Heterogenitätsmaß steht nicht im Abstract. Stärken: aktuelle Labormethodik, Untergruppen nach Rauchintensität und Population. Schwächen: nur drei Suchquellen, darunter Google Scholar; Klinikpopulationen; die Obergrenze des Intervalls bei der Morphologie liegt mit −0,11 knapp unter null. Die Arbeit betrifft die Zigarette als Vergleichsmaßstab und sagt nichts über die anderen Produkte. Die Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) stützt ihre Rauchaussage auf genau diese Metaanalyse mit 20 Studien und 5865 Teilnehmern [s29].

**Bundhun et al. 2019 (BMC Public Health) [s110]: infertile Männer.** Systematische Übersicht mit Metaanalyse nur bei infertilen Männern. Durchsucht wurden Cochrane Central, MEDLINE und EMBASE nach englischsprachigen Arbeiten; ausgewertet wurde mit RevMan 5.3 (mittlere Differenz, MD, und Risikoverhältnis, RR, mit 95-%-KI). Eingeschlossen wurden 16 Studien mit 10 823 infertilen Männern (5257 Raucher, 5566 Nichtraucher). Oligozoospermie war bei Rauchern häufiger (RR 1,29; KI 1,05 bis 1,59; p = 0,02). Morphologische Defekte insgesamt waren häufiger (MD 2,44; KI 0,99 bis 3,89; p = 0,001), im Einzelnen Kopfdefekte (MD 1,76; 0,32 bis 3,20; p = 0,02), Halsdefekte (MD 1,97; 0,75 bis 3,18; p = 0,002) und Defekte des Flagellums (im Abstract „tail“; MD 1,29; 0,35 bis 2,22; p = 0,007). Kein Effekt auf den pH (MD 0,04; −0,03 bis 0,11; p = 0,30) und auf die Beweglichkeit (RR 1,42; 0,97 bis 2,09; p = 0,07); keine Unterschiede bei den Fortpflanzungshormonen. Stärken: große Gesamtstichprobe, klar definierte Endpunkte. Schwächen: ausschließlich infertile Männer, also eine vorselektierte Gruppe; nur englischsprachige Studien, sodass die umfangreiche chinesische Primärliteratur teilweise fehlt; die Heterogenität ist im Abstract nicht ausgewiesen. Ein russischer Übersichtsartikel zitiert aus dieser Arbeit eine um 26 % höhere Wahrscheinlichkeit einer Oligozoospermie [s80]; das Original nennt RR 1,29 (also +29 %), die Abweichung lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht aufklären.

**Li et al. 2011 (Fertility and Sterility) [s204]: soziale, psychische und Verhaltensfaktoren.** Systematische Übersicht mit Metaanalysen; durchsucht wurden Medline/PubMed, EMBASE und CNKI (die chinesische Datenbank, wodurch auch chinesischsprachige Literatur einging). Eingeschlossen wurden 57 Querschnittsstudien mit 29 914 Teilnehmern aus 26 Ländern beziehungsweise Regionen, die 13 Faktoren behandelten; sechs davon (Alter, Body-Mass-Index, psychischer Stress, Rauchen, Alkohol, Kaffee) gingen in Metaanalysen ein. Nach dem Abstract kann Rauchen alle Spermienparameter sowohl bei fertilen als auch bei infertilen Männern verschlechtern, war aber kein Risikofaktor für das Samenvolumen in der Schweiz und im Iran und für die Spermiendichte in den USA, in Dänemark und in Brasilien. Konkrete gepoolte Zahlen, Konfidenzintervalle und Heterogenitätswerte stehen im Abstract nicht. Stärken: früher und breiter Überblick über viele Länder. Schwächen: ausschließlich Querschnittsstudien; die landesbezogenen Ausnahmen zeigen die Uneinheitlichkeit der Befunde; eine Beurteilung der Effektstärke ist anhand des Abstracts nicht möglich.

**Vine et al. 1994 (Fertility and Sterility): Cigarette smoking and sperm density: a meta-analysis [s243].** Ältere Metaanalyse nur zur Spermiendichte. Die Autoren regressierten den Logarithmus des Verhältnisses der mittleren Spermiendichte von Rauchern zu Nichtrauchern gegen mehrere Studienmerkmale: Herkunft der Population (Kinderwunschpatienten oder normale Männer), Mindestzahl gerauchter Zigaretten pro Tag (10 oder mehr), Ausschluss azoospermer Männer, Zahl der analysierten Proben (eine oder zwei) und Verblindung des Laborpersonals. Die Regression wurde ungewichtet und nach Studiengröße gewichtet gerechnet. Ergebnis: Die Spermiendichte der Raucher lag im Mittel 13 % bis 17 % unter der der Nichtraucher (95-%-KI 8,0 bis 21,5). Keiner der anderen Faktoren war ein unabhängiger Prädiktor. Eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Zahl der Zigaretten pro Tag und der Spermiendichte zeigte sich nicht. Nach Angabe der Autoren stützte eigene Forschung der Gruppe den Befund; die Inkonsistenz der Literatur führten sie auf kleine Stichproben der meisten Einzelstudien zurück. Die Zahl der eingeschlossenen Studien steht nicht im Abstract. Stärke: sehr früh, mit ausdrücklicher Prüfung von Studienmerkmalen. Schwäche: Literaturstand vor 1994, Spermienanalyse vor den modernen WHO-Handbüchern.

**Wang S und Zhou J 2025 (Hormones, Athen): Risikofaktoren der reproduktiven Dysfunktion beim Mann [s33].** Metaanalyse nach PRISMA; aus 3931 Publikationen wurden 28 Artikel (44 Studien) mit 23 316 infertilen Männern und 40 934 gesunden Kontrollen eingeschlossen. „Reproduktive Dysfunktion“ umfasst Samenanomalien und sexuelle Funktionsstörungen; der Endpunkt ist also breiter als die Spermienqualität. Rauchen: OR 1,33 (95-%-KI 1,16 bis 1,53; I² = 79,2 %). Zum Vergleich: Alkohol OR 1,36 (1,00 bis 1,85; I² = 94,8 %), Adipositas OR 1,43 (1,02 bis 1,99; I² = 76,2 %), Bluthochdruck OR 1,34 (1,04 bis 1,74; I² = 67,5 %), Diabetes OR 2,53 (1,48 bis 4,33; I² = 68,1 %), Depression OR 4,24 (1,25 bis 14,41; I² = 91,9 %), Angst OR 2,16 (1,60 bis 2,90). Höheres Alter: SMD 1,15 (0,68 bis 1,61; I² = 99,6 %); erhöhter Body-Mass-Index: SMD 1,68 (0,17 bis 3,18; I² = 100 %). Stärken: viele Studien, Untergruppen nach Population und Erkrankung. Schwächen: hohe bis extreme Heterogenität (beim Rauchen 79,2 %), gemischter Endpunkt, keine Trennung nach Tabakprodukten; beim Befund zur Angst steht im Abstract ein p-Wert von 0,714 neben einem signifikanten Konfidenzintervall, was im Berichtstext nicht aufgelöst wird. Tabak außer der Zigarette wird nicht erwähnt.

**Wang QH et al. 2026 (Asian Journal of Andrology): Umbrella-Review [s09].** Umbrella-Review systematischer Übersichten und Metaanalysen; durchsucht wurden Web of Science, MEDLINE und Embase von Januar 2000 bis Februar 2025, Endpunkte waren Infertilität, Volumen, Konzentration, Gesamtzahl, Morphologie, Gesamt- und Progressivmotilität. Eingeschlossen wurden 43 Studien mit 67 Risikofaktoren und 249 Effektgrößen. Die Bewertung nach GRADE ergab 136 (54,6 %) „sehr niedrig“, 59 (23,7 %) „niedrig“ und 54 (21,7 %) „moderat“. Schlechte Lebensgewohnheiten (Adipositas, Schlafstörungen und Rauchen) wurden zu den Faktoren gezählt, die mit verminderter Samenqualität verbunden waren; ebenso Schadstoffe wie Schwefelkohlenstoff, Organophosphate und Blei, einige Medikamente und manche Virusinfektionen. Regelmäßige Bewegung, Nüsse und eine gesunde Ernährung könnten diesen Zusammenhang umkehren. Die Autoren weisen selbst darauf hin, dass bei einem Teil der Zusammenhänge der ursächliche Beleg fehlt. Der Abstract nennt für das Rauchen weder eine einzelne Effektgröße noch eine GRADE-Stufe und erwähnt keine anderen Tabakprodukte als die Zigarette. Einordnung: Der Umbrella-Review zeigt vor allem, dass über die Hälfte der Effektgrößen im Feld nur „sehr niedrige“ Evidenzsicherheit hat; das ist der Rahmen auch für die Zigarettenbefunde.

**Boedt et al. 2021 (Cochrane Database of Systematic Reviews): Lebensstilberatung vor der Zeugung [s86].** Cochrane-Übersicht mit Metaanalyse, die nicht die Spermienqualität, sondern die Wirkung von Beratung auf Lebendgeburten und Verhaltensänderung bei Menschen mit Infertilität untersucht. Gesucht wurde bis Januar 2021 in den Cochrane-Registern, CENTRAL, MEDLINE, Embase, PsycINFO, AMED, CINAHL, Studienregistern, Google Scholar und Epistemonikos. Eingeschlossen wurden sieben randomisierte Studien mit 2130 Teilnehmenden, von denen nur eine männliche Partner einschloss; die Evidenz war „niedrig bis sehr niedrig“ (Verzerrungsrisiko durch fehlende Verblindung, Ungenauigkeit, mangelhafte Berichterstattung). Beratung zu mehreren Themen zugleich erbrachte kaum einen Unterschied bei den Lebendgeburten (RR 0,93; 95-%-KI 0,79 bis 1,10; eine Studie, 626 Teilnehmende). Für den Rauchstopp bei Männern ist wegen sehr niedriger Evidenzsicherheit keine sichere Aussage möglich (RR 1,01; 0,91 bis 1,12; eine Studie, 212 Teilnehmende); ebenso wenig für den Alkoholverzicht bei Männern (RR 1,08; 0,74 bis 1,58; eine Studie, 210 Teilnehmende). Beratung nur zum Rauchen wurde ausschließlich bei rauchenden Frauen geprüft, ohne Daten zu Lebendgeburt, Schwangerschaft oder Fehlgeburt. Die Autoren halten fest, dass die Übersicht keine klare Anleitung für die klinische Praxis liefere und hochwertige randomisierte Studien nötig seien. Einordnung für diese Studie: Die Übersicht ist die einzige randomisierte Evidenzquelle im Feld, belegt aber nur, dass die Beratung wenig bewirkt hat; sie sagt nichts darüber, ob ein Rauchstopp die Spermienqualität verändert. Eine Cochrane-Übersicht zu Tabakprodukten und Spermienqualität wurde nicht gefunden.

### Systematische Übersichten ohne Metaanalyse

**Liu X, Tayyarah R, Liu S 2026 (Archives of Toxicology): Tierstudien zu erhitzten Tabakprodukten [s05].** Systematische Übersicht nach SYRCLE-Vorgaben zu 48 Tierstudien (PubMed, Medline, Scopus, Web of Science, Google Scholar bis Juli 2024). Von den 48 Studien stützten 28 geringere toxikologische Wirkungen erhitzter Tabakprodukte gegenüber Zigaretten, 20 wiesen auf fortbestehende Sicherheitsbedenken hin, darunter im Vergleich mit Luftkontrollen Hodenschäden. Der Abstract schlüsselt die Hodenbefunde nicht nach Studien auf; die Autoren schließen, dass methodische Grenzen endgültige Sicherheitsaussagen nicht erlauben. Die Übersicht betrifft Tiere und erhitzten Tabak, nicht den Menschen und nicht Snus oder Beutel; sie steht hier, weil sie eine nikotinhaltige, nicht verbrennende Produktklasse bewertet.

**Yang X et al. 2025 (International Journal of Molecular Sciences): Lebensstilfaktoren und männliche Urogenitalgesundheit [s34].** Systematische Übersicht chinesischer Autoren zu fünf Faktoren (Tabak, Alkohol, Mikroplastik, Bewegungsmangel, Schlafstörung). Der Abstract nennt keine Zahlen und trennt Tabakprodukte nicht auf. Erwähnt wird die Angabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2023, dass etwa 17,5 % der Erwachsenen weltweit von Infertilität betroffen seien und männliche Faktoren in 30 bis 50 % der Fälle beteiligt seien. Für die Fragestellung dieser Studie ohne eigenen Informationswert.

### Erzählende Übersichten zu rauchlosen und alternativen Produkten

**Yang Y et al. 2026 (Current Research in Toxicology): Sicherheit oraler Nikotinprodukte [s11].** Erzählende Übersicht chinesischer Autoren zu oralen Nikotinprodukten: Einteilung, schädliche Substanzen und deren Konzentrationen, Wirkungen auf Mundraum und Herz-Kreislauf-System. Nach der Auswertung in den Rechercheberichten hält der Text fest, dass Nikotin an mehreren Organen toxisch wirke, unter anderem an der Gonadenfunktion, dass aber nur „begrenzte Evidenz“ zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Nikotinbeutel vorliege; für den Hoden wird auf den Rattenversuch zu Mundtabak von Aprioku und Ugwu verwiesen [s11]. Der Abstract selbst nennt weder Spermien noch Fruchtbarkeit [s11]. Als Marktdaten nennt der Text einen Anstieg des US-Absatzes von 126 Millionen Einheiten in den letzten fünf Monaten 2019 auf 808 Millionen Einheiten in den ersten drei Monaten 2022 [s11]. Die Autoren betonen, dass Langzeitdaten und Daten zu Zusatzstoffen begrenzt sind. Einordnung: Gerade für die Produktklasse der Nikotinbeutel enthält die jüngste Übersicht keinen Fortpflanzungsendpunkt und keine eigenen Spermiendaten.

**Afolabi SO et al. 2025 (Toxicology Reports): alternative Tabakprodukte im Vergleich mit der Zigarette [s18].** Erzählende Übersicht. Der Abschnitt zur Fortpflanzung stützt sich für die E-Zigarette auf Rattenversuche und betont fehlende Langzeitdaten; Nikotinbeutel werden nur als Beispiel für neuartige Produkte genannt. Keine eigenen Samendaten.

**Chami A et al. 2026 (TheScientificWorldJournal): Nicotiana tabacum, Übersicht zu rauchlosem Tabak [s03].** Erzählende Übersicht. Sie nennt Fruchtbarkeitsprobleme unter den Folgen rauchlosen Tabaks und stützt sich dafür auf die Studie von Said et al. 2005 [s223, s03]. Der Beitrag liefert keine neuen Daten; die Aussage geht also auf eine einzige Kliniksstudie ohne Nichtkonsumenten-Kontrolle zurück (siehe Abschnitt Kautabak).

**Bjurlin MA et al. 2021 (Central European Journal of Urology): alternative Tabakprodukte und urologische Gesundheit, Kommentar und Übersicht [s85].** Erzählende Übersicht zu E-Zigaretten und erhitztem Tabak. Der Hinweis, den die Rechercheberichte daraus übernehmen: Reife Langzeitdaten zu E-Zigaretten und erhitzten Tabakprodukten fehlen. Zahlen zu Spermien nennt der abgerufene Abstract nicht.

**Willis D, Popovech M, Gany F, Zelikoff J 2012 (Journal of Toxicology and Environmental Health, Part B): Toxikologie rauchlosen Tabaks [s196].** Erzählende Übersicht zu Immun-, Fortpflanzungs- und Herz-Kreislauf-System. Sie sammelt Hinweise auf verminderte Spermienvitalität, perinatale Sterblichkeit, Frühgeburt und weitere Folgen rauchlosen Tabaks und betont dabei die bestehenden Wissenslücken. Die gleiche Arbeitsgruppe zeigte später im Mausversuch, dass Gutkha stärker wirkte als reines Nikotin [s181].

**Firouzabadi AM, Henkel R, Tofighi Niaki M, Fesahat F 2025 (World Journal of Men’s Health): Nikotin und Spermienkernproteine [s23].** Erzählende Übersicht zu den Wirkungen von Nikotin auf die Kernproteine der Spermien. Sie fasst experimentelle Befunde zusammen, nach denen Nikotin den Austausch von Histonen gegen Protamine stören kann; eigene Messdaten enthält sie nicht. Ihr Wert liegt in der biologischen Plausibilität eines Nikotinbeitrags, nicht in Aussagen über eine bestimmte Dosis aus Beuteln oder Snus.

**Barbagallo F et al. 2024 (Journal of Clinical Medicine): nikotinische Acetylcholinrezeptoren und Hodenfunktion [s41].** Erzählende Übersicht zu den Rezeptoren, über die Nikotin im Hoden angreifen kann. Es handelt sich um Mechanismen, nicht um Befunde bei Konsumenten bestimmter Produkte.

**Rotimi DE und Singh SK 2024 (JBRA Assisted Reproduction): Lebensstilfaktoren und männliche Reproduktionsgesundheit [s51].** Erzählende Übersicht, in der Tabak einer von mehreren Faktoren ist; keine produktspezifischen Zahlen.

**Dai JB, Wang ZX, Qiao ZD 2015 (Asian Journal of Andrology): The hazardous effects of tobacco smoking on male fertility [s157].** Erzählende Übersicht einer chinesischen Arbeitsgruppe. Tabakrauch enthält nach den Autoren mehr als 4000 Bestandteile, darunter Nikotin, Teer, Kohlenmonoxid, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle. Die meisten Studien berichteten verminderte Samenqualität, Störungen des Hormonsystems und beeinträchtigte Spermatogenese, Spermienreifung und -funktion bei Rauchern. Als Mechanismen kommen oxidativer Stress, DNA-Schäden und Apoptose in Betracht; die Autoren räumen ein, dass die mechanistischen Studien unzureichend sind. Die Übersicht trennt den Anteil des Nikotins nicht von dem der übrigen Bestandteile; genau diese Trennung wäre für Snus und Nikotinbeutel nötig.

**Harlev A, Agarwal A, Gunes SO, Shetty A, du Plessis SS 2015 (World Journal of Men’s Health): Smoking and Male Infertility: An Evidence-Based Review [s158].** Evidenzbasierte erzählende Übersicht. In den Eingabedateien liegt über Titel und Einordnung hinaus keine Auswertung des Inhalts vor; die Arbeit wird deshalb nur genannt und nicht beschrieben.

**Sepaniak S, Forges T, Monnier-Barbarino P 2005 (Journal de Gynécologie Obstétrique et Biologie de la Reproduction): Folgen des Zigarettenrauchens für die männliche Fruchtbarkeit [s224], und Sepaniak S, Forges T, Fontaine B et al. 2004 (ebenda): Negative Auswirkung des Zigarettenrauchens auf die männliche Fruchtbarkeit, von den Spermien bis zur Nachkommenschaft [s226].** Zwei erzählende Übersichten in französischer Sprache (Titel im Original englisch angegeben: „Consequences of cigarette smoking on male fertility“ und „Negative impact of cigarette smoking on male fertility: from spermatozoa to the offspring“). Beschrieben werden der Übertritt von Tabakinhaltsstoffen durch die Blut-Hoden-Schranke sowie oxidativer Stress mit DNA-Fragmentierung als Hauptmechanismus. Snus, Kautabak oder Wasserpfeife sind nicht Gegenstand.

**Bendayan M et al. 2018 (Gynécologie Obstétrique Fertilité & Sénologie): „Toxiques, mode de vie, environnement : quels impacts sur la fertilité masculine ?“ (Giftstoffe, Lebensstil, Umwelt: Auswirkungen auf die männliche Fruchtbarkeit) [s124].** Erzählende Übersicht in französischer Sprache; Tabak ist darin einer von mehreren Faktoren. In der HAL-Datenbank ist die Arbeit ohne Abstract nachgewiesen. Keine produktspezifischen Zahlen.

**Gromenko DD et al. 2022 (Medizina truda i ekologija cheloveka): „Табакокурение как негативный фактор, влияющий на мужское бесплодие“ (Tabakrauchen als negativer Faktor der männlichen Infertilität) [s80].** Erzählende Übersicht (Literatur 1993 bis 2021 aus PubMed, MEDLINE und Scopus). Rauchen sei mit Astheno-, Oligo- und Teratozoospermie verbunden; Nikotin, Kohlenmonoxid und Schwermetalle seien die Hauptgifte; als Mechanismen nennen die Autoren oxidativen Stress, DNA-Schäden mit gestörter Reparatur (verminderte Expression der Checkpoint-Kinase 1) und eine verminderte Kreatinkinase-Aktivität der Spermien. Der schädliche Effekt sei „reversibel“, weil er bei Ex-Rauchern nicht gefunden worden sei. Der Volltext liegt nur als teilweise unlesbarer Texterkennungsauszug vor; weitere Zahlen wurden nicht übernommen. Schwäche: Die Reversibilitätsaussage stützt sich auf Querschnittsvergleiche mit Ex-Rauchern, nicht auf Verlaufsdaten.

**Belyi LE 2024 (Urologiia): The impact of e-cigarettes smoking on the male reproductive system and spermatogenesis [s42].** Erzählende Übersicht. Zur Wirkung von E-Zigaretten-Aerosol auf Hoden und Spermatogenese gebe es wenig klinische Daten; Liquids und Aerosole enthielten über 80 verschiedene Verbindungen; experimentelle Daten zeigten negative Effekte auf die Samenkanälchen und die hormonelle Regulation. Nach Aussage des Autors erlaubten die Ergebnisse nicht, das Vapen als sichere Alternative für Männer mit Kinderwunsch zu bezeichnen. Snus oder Tabakerhitzer sind nicht Gegenstand.

**Kolesnikova LI et al. 2015 (Vestnik Rossijskoj akademii medicinskich nauk): Causes and Factors of Male Infertility [s161].** Erzählende Übersicht; nennt Alkoholismus, Rauchen und Drogenkonsum unter vielen Stressoren der verschlechterten Spermienproduktion, ohne eigene Rauchzahlen.

**Gölbaşı Z und Duman FN 2025 (Turkish Journal of Family Medicine and Primary Care): „Tütün Bağımlılığı ve Fertilite“ (Tabakabhängigkeit und Fertilität) [s35].** Erzählende Übersicht. Beim Mann könne Tabakkonsum die Spermienqualität verschlechtern und die Chance auf eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg oder mit assistierter Reproduktion mindern; hervorgehoben wird die Beratung. Keine eigenen Daten.

**Fares KS et al. 2025 (International Journal of Reproductive Biomedicine): Umwelt- und chemische Einflüsse auf die Fruchtbarkeit in der Region Östliches Mittelmeer [s22].** Erzählende Übersicht von 63 Studien (2012 bis Juni 2024). Starke Raucher hätten eine schlechtere Samenqualität als regelmäßige Raucher; die Evidenz zu Umweltfaktoren, Rauchen und Behandlungsergebnissen sei begrenzt und regional ungleich verteilt.

**Übersicht zu Nikotin und männlichem Fortpflanzungssystem (Shandong Yiyao, 2017; Titel: „尼古丁对雄性生殖系统功能的影响研究进展“, Forschungsfortschritte zum Einfluss von Nikotin auf die Funktion des männlichen Fortpflanzungssystems) [s129].** Nach den Quellendaten ein Übersichtsartikel; der Inhalt konnte nicht erneut abgerufen werden, belegt ist nur der Titel.

## Studienlage: Beobachtungsstudien

### Vorbemerkung zu den Beobachtungsstudien

Alle hier besprochenen Studien sind beobachtend. Sie können Zusammenhänge zeigen, aber keine Ursache. Gemeinsame Schwächen, die bei den Einzelstudien nicht jedes Mal wiederholt werden: Der Konsum beruht fast immer auf Selbstauskunft, Raucher und Nichtraucher unterscheiden sich auch in anderen Lebensgewohnheiten (Alkohol, Ernährung, Bewegung, Beruf, Gewicht), viele Studien kommen aus Kinderwunschkliniken und betreffen deshalb Männer, die ohnehin ein Fruchtbarkeitsproblem haben, und die Spermienanalyse schwankt bei demselben Mann von Probe zu Probe erheblich. Sofern Konfidenzintervalle oder Adjustierungen fehlen, ist das vermerkt.

### Snus (feuchter oraler Tabak, englisch „snuff“)

Zu Snus liegen sechs Humanstudien vor, vier davon mit Samenanalyse. Alle stammen aus Schweden, Dänemark oder den USA.

**Kimblad A, Ollvik G, Lindh CH, Axelsson J 2022 (Schweden; Andrology): Decreased sperm counts in Swedish users of oral tobacco [s73].** Querschnittsstudie auf Basis zweier Kohorten aus der schwedischen Allgemeinbevölkerung. Die erste Kohorte (2000 bis 2001) bestand aus Wehrpflichtigen aus der Untersuchung von Richthoff et al. [s216]; von 242 telefonisch erreichten Männern gaben 51 Snusgebrauch an. Die zweite Kohorte (2008 bis 2010) umfasste 241 Wehrpflichtige und 73 Schüler im Alter von 17 bis 20 Jahren. Zusammen standen 619 Männer zur Verfügung; nach Ausschluss von sechs Männern mit anderen Rauchprodukten als Zigaretten blieben 613, für 538 lag die Angabe zum Snusgebrauch vor. Die Teilnehmer waren 17 bis 21 Jahre alt. Methodik: Spermienkonzentration, Gesamtspermienzahl, Volumen, normale Morphologie und progressive Beweglichkeit nach WHO-Vorgaben, DNA-Fragmentierungsindex (Sperm Chromatin Structure Assay), Hormone (Testosteron, LH, FSH, SHBG; in Teilkohorten Östradiol und Inhibin B) und Cotinin im Urin (bei 396 Männern). Allgemeine lineare Modelle, adjustiert für Zigarettenrauchen und Karenzzeit (Hormone: Rauchen und Kohorte); für signifikante Befunde zusätzlich einzeln für Dauererkrankungen, Varikozele, Alkohol, Beruf der Mutter sowie Rauchen von Mutter und Vater in der Schwangerschaft.

Ergebnisse: Das mittlere Cotinin im Urin betrug bei 69 Snus-Nutzern 3200 ng/ml (Standardabweichung 2300) und bei 290 Nichtnutzern 590 ng/ml (Standardabweichung 1100). Die Gesamtspermienzahl war bei Nutzern 34 Millionen oder 24 % niedriger (Tabelle 2: 120 Millionen bei 109 Nutzern gegenüber 160 Millionen bei 411 Nichtnutzern; p = 0,03). Die übrigen Samenparameter unterschieden sich nicht signifikant: Konzentration 47 gegenüber 57 Mio./ml (p = 0,10), Volumen 2,8 gegenüber 2,6 ml (p = 0,33), Gesamtzahl progressiv beweglicher Spermien 67 gegenüber 84 Millionen (p = 0,11), DNA-Fragmentierung 11 gegenüber 12 % (p = 0,32), progressive Beweglichkeit 42 gegenüber 42 % (p = 0,98), normale Morphologie 8,3 gegenüber 8,7 % (p = 0,63). Beim Hormonprofil lag Testosteron bei Nutzern um 3,0 nmol/l höher (24 gegenüber 21 nmol/l; p < 0,001), FSH um 1,7 IE/l höher (5,9 gegenüber 4,3; p = 0,04); freies Testosteron (0,43 gegenüber 0,43; p = 0,81), LH, SHBG, Östradiol und Inhibin B unterschieden sich nicht.

Dosisbezug: Die Zahl der Snusdosen pro Woche (nur in der zweiten Kohorte erhoben, bei 71 Nutzern) war nicht signifikant mit den Samenparametern verknüpft (Gesamtspermienzahl, kubikwurzeltransformiert: B = −0,16; 95-%-KI −0,33 bis 0,014; p = 0,07), wohl aber positiv mit Testosteron (B = 2,0; KI 1,2 bis 2,7; p < 0,001) und FSH (B = 2,2; KI 1,5 bis 3,0; p < 0,001). Cotinin war negativ mit der Gesamtspermienzahl verknüpft (B = −0,12 × 10⁻³; KI −0,23 × 10⁻³ bis −0,01 × 10⁻³; p = 0,02 in der Tabelle, p = 0,03 im Text), positiv mit Testosteron und Östradiol (jeweils p < 0,001). Diese Cotinin-Beziehung schwächte sich nach Adjustierung für den Beruf der Mutter beziehungsweise Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft um etwa ein Drittel ab (36 beziehungsweise 38 %); der Unterschied zwischen Nutzern und Nichtnutzern in der Gesamtspermienzahl änderte sich durch keine Zusatzadjustierung um mehr als 5 %. Die Autoren rechnen den Befund mit einer in der Literatur berichteten Beziehung zwischen Spermienzahl und Schwangerschaftschance auf eine etwa 10 % geringere Chance um, ein Kind zu zeugen; das ist eine Extrapolation und kein Studienergebnis.

Stärken: Mit 109 Nutzern die größte Snusgruppe mit Samenanalyse; Cotinin als objektiver Marker; viele Sensitivitätsanalysen; Allgemeinbevölkerung statt Kinderwunschklinik. Schwächen: Querschnitt; viele Variablen nur in Teilkohorten (Snusdosen bei 71 Nutzern); geringe Teilnahmequoten (305 von 2255 beziehungsweise 241 von 1618 eingeladenen Wehrpflichtigen); Restverzerrung durch den sozioökonomischen Status möglich; ein einmaliger Cotininwert ist ein unsicherer Marker. Zwei Auffälligkeiten im Text: In Tabelle 3 stehen für DNA-Fragmentierung und progressive Motilität identische Werte (B = −0,048; KI −0,11 bis 0,018; p = 0,15), was auf einen Übertragungsfehler hindeutet; in Tabelle 1 trägt die Zeile „Rauchen“ einen Korrekturhinweis (Nutzer- und Nichtnutzerzahlen waren vertauscht). Die Autoren halten den FSH-Befund selbst für möglicherweise zufällig, weil eine dänische Studie mit rund 3500 Männern keinen Zusammenhang zwischen Rauchen und FSH fand. Einordnung: Von den zehn geprüften Samenparametern war nur einer (die Gesamtzahl, die aus Konzentration und Volumen entsteht) signifikant; bei vielen Vergleichen ist ein Zufallsbefund nicht auszuschließen.

**Holmboe SA, Priskorn L, Jensen TK, Skakkebaek NE, Andersson AM, Jørgensen N 2020 (Dänemark; Human Reproduction): Use of e-cigarettes associated with lower sperm counts in a cross-sectional study of young men from the general population [s99].** Querschnittsstudie mit jungen Männern aus der Allgemeinbevölkerung (Medianalter 19,0 Jahre). Eingeschlossen waren 2008 Männer mit Angaben zu Zigaretten und Marihuana (Rekrutierung 2012 bis 2018), von denen 1221 auch Angaben zu E-Zigaretten und Snus machten (2015 bis 2018). Die Männer gaben eine Samen- und eine Blutprobe ab und füllten einen Lebensstilfragebogen aus. Statistik: multiple lineare Regression, adjustiert für relevante Störgrößen. 52 % der Männer rauchten Zigaretten, 13 % nutzten E-Zigaretten, 25 % Snus und 33 % Marihuana; Nutzer von E-Zigaretten und Marihuana rauchten häufig auch Zigaretten. Ergebnisse: Tägliche E-Zigaretten-Nutzer hatten eine niedrigere Gesamtspermienzahl als Nichtnutzer (91 gegenüber 147 Millionen), ebenso tägliche Zigarettenraucher (103 gegenüber 139 Millionen). Das Gesamttestosteron war bei täglichen und gelegentlichen Zigarettenrauchern um 6,2 % beziehungsweise 4,1 % höher, das freie Testosteron jeweils um 6,2 %, nicht aber bei E-Zigaretten-Nutzern; tägliche Marihuana-Nutzer hatten ein um 8,3 % höheres Gesamttestosteron. Für Snus wurden keine Zusammenhänge mit Markern der Hodenfunktion beobachtet. Nach Angabe der Studie von Kimblad et al. gab es in der Holmboe-Stichprobe 68 tägliche Snusnutzer [s73]; das ist eine Sekundärangabe. Stärken: große Stichprobe, mehrere Produkte im selben Modell, Hormone und Samen aus derselben Untersuchung. Schwächen (laut Autoren): Restverzerrung durch nicht berücksichtigte Verhaltensfaktoren, begrenzte Zahl täglicher E-Zigaretten-Nutzer, überlappende Konsumgruppen. Der Abstract nennt für Snus weder Mittelwerte noch Konfidenzintervalle; der Volltext war nicht frei abrufbar. Für die Snus-Auswertung liegen also nur die Aussage „keine Zusammenhänge“ und die Fallzahl aus Sekundärangabe vor.

**Richthoff J, Elzanaty S, Rylander L, Hagmar L, Giwercman A 2008 (Schweden; International Journal of Andrology): Association between tobacco exposure and reproductive parameters in adolescent males [s216].** Querschnittsstudie mit 302 jungen Wehrpflichtigen (217 Nichtraucher, 85 Raucher, Medianalter 18 Jahre); Samenanalyse einschließlich Markern der Nebenhoden- und Anhangsdrüsenfunktion sowie Hormone. Snusgebrauch war ein erfasster Lebensstilfaktor; die Information über Snus wurde nach Darstellung von Kimblad et al. erst nachträglich per Telefon erhoben (51 von 242 erreichten Männern nutzten Snus) [s73]. Ergebnisse zur Zigarette: Nichtraucher hatten eine um 49 % höhere Gesamtspermienzahl als Raucher (95-%-KI 4,5 bis 112 %; p = 0,01), die Konzentration war 37 % höher (KI −4 bis 95 %; p = 0,08). FSH war bei Nichtrauchern 17 % höher (KI 3 bis 33 %; p = 0,02); Inhibin B, Testosteron, SHBG, LH und Östradiol unterschieden sich nicht. Wer mehr als 10 Zigaretten täglich rauchte, hatte ein um 37 % niedrigeres FSH (KI 10 bis 69 %; p = 0,005) als weniger starke Raucher. Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft wirkte sich negativ auf Nebenhoden- und Samenbläschenmarker aus. Zu Snus gibt der Abstract selbst keine Zahlen an; nach Darstellung von Kimblad et al. war Snus bei 51 Nutzern nicht mit Spermienqualität oder Hormonen assoziiert [s73]. Das ist eine Sekundärangabe. Stärken: Zigarette und Snus in einer Stichprobe; Anhangsdrüsenmarker. Schwächen: kleine Snusgruppe, nachträgliche telefonische Erfassung von Snus, geringe Teilnahme; das Konfidenzintervall für die Konzentration schließt null ein.

**Pärn T, Grau Ruiz R, Kunovac Kallak T et al. 2015 (Schweden; Reproductive Biomedicine Online): Physical activity, fatness, educational level and snuff consumption as determinants of semen quality [s163].** Querschnittsstudie an 62 Männern einer Kinderwunschklinik; die Hauptfrage war die körperliche Aktivität (Beschleunigungsmesser). Als Determinanten der Samenqualität wurden außerdem Fettleibigkeit, Bildungsniveau und Snusgebrauch untersucht. Ergebnis im Abstract: Teilnehmer, die keinen Snus konsumierten, hatten höhere Werte der Spermienparameter (p < 0,05); adipöse Männer (BMI ≥ 30) hatten ein geringeres Volumen. Effektgrößen für Snus nennt der Abstract nicht. Laut Kimblad et al. waren 17 der 62 Männer Snus-Nutzer, mit niedrigerer Gesamtspermienzahl, Konzentration, Konzentration beweglicher Spermien und Gesamtzahl beweglicher Spermien [s73]. Schwächen: sehr kleine Gruppe, selektierte Kinderwunschpatienten, mehrere Determinanten gleichzeitig getestet, Snus nicht die Hauptfragestellung; die Kimblad-Gruppe erklärt die stärkeren Befunde mit der Patientenselektion. Die Zahlen sind aus dem Abstract nicht verwertbar.

**Byhamre ML, Blankenberg S, Dahlqvist P et al. 2026 (Nordschweden; Scandinavian Journal of Clinical and Laboratory Investigation; Northern Sweden MONICA): Associations between snus use and concentrations of CRP, 25(OH)D and testosterone [s02].** Bevölkerungsbasierte Querschnittsanalyse mit 6158 Nie-Rauchern (21 % der Männer und 3,3 % der Frauen waren Snus-Nutzer), Untersuchungen 1990 bis 2014. Gemessen wurden hochsensitives C-reaktives Protein (hs-CRP), 25-Hydroxy-Vitamin-D und berechnetes freies Testosteron (cfT); lineare und logistische Regression. Samenparameter wurden nicht gemessen. Ergebnisse: Snus gegenüber Nie-Gebrauch war bei beiden Geschlechtern mit niedrigerem hs-CRP (exp(β) 0,88; 95-%-KI 0,81 bis 0,96) und niedrigerem 25(OH)D (β −1,01; KI −1,70 bis −0,33) verknüpft. Bei Männern war Snus mit höherem cfT verbunden (exp(β) 1,04; KI 1,01 bis 1,07). Ehemalige Snus-Nutzer unterschieden sich nicht signifikant von Nie-Nutzern. Einordnung: Die Studie stützt in der Richtung den höheren Testosteronwert aus Kimblad et al. [s73]; die Effektgröße ist klein (4 %). Schwächen: Querschnitt, keine Spermiendaten, nur der Abstract war abrufbar.

**Sapra KJ, Barr DB, Maisog JM, Sundaram R, Buck Louis GM 2016 (USA; Nicotine & Tobacco Research): Time-to-Pregnancy Associated With Couples’ Use of Tobacco Products [s147].** Prospektive Kohorte (bevölkerungsbasierte Stichprobe aus 16 Landkreisen) mit 501 Paaren, die die Verhütung beendeten und bis zu 12 Monate oder bis zum positiven Schwangerschaftstest beobachtet wurden. Interview zu Zigaretten, Zigarren und Kau-/Schnupftabak; Blutproben für Schwermetalle und Cotinin. Zielgröße: die Fecundability Odds Ratio (FOR; Werte unter 1 bedeuten eine längere Zeit bis zur Schwangerschaft). 15 % der Männer rauchten Zigaretten, 14 % Zigarren, 9 % nutzten Snuff und 2 % Kautabak. Gegenüber Nie-Nutzern von Tabak war Rauchen des Mannes mit längerer Zeit bis zur Schwangerschaft verbunden (FOR 0,41; 95-%-KI 0,24 bis 0,68), ebenso Rauchen der Frau (FOR 0,53; 0,33 bis 0,85); im gemeinsamen Modell blieb der männliche Effekt signifikant (FOR 0,46; 0,27 bis 0,79). Cadmium war bei Rauchern höher als bei Nutzern rauchlosen Tabaks und Nie-Nutzern; die Adjustierung für Cadmium schwächte den Zusammenhang mit der Zigarette ab, besonders bei Frauen. Die Zeit bis zur Schwangerschaft war bei Nutzern rauchlosen Tabaks kürzer als bei Rauchern (FOR 2,86; KI 1,47 bis 5,57). Gegenüber Nie-Nutzern verlängerte rauchloser Tabak die Zeit nicht; einen numerischen Schätzwert dafür nennt der Abstract nicht. Stärken: prospektiv, beide Partner, objektive Biomarker. Schwächen: sehr kleine Zahl Nutzer rauchlosen Tabaks (9 % und 2 % von 501), Samenparameter nicht gemessen, nur das Endergebnis Schwangerschaft; das Intervall der Aussage zu rauchlosem Tabak ist nicht bekannt.

**Zusammenfassung Snus.** Von den drei Studien an jungen Männern aus der Allgemeinbevölkerung fand nur die mit der größten Snusgruppe (109 Nutzer) eine niedrigere Gesamtspermienzahl, nicht aber niedrigere Konzentration, Beweglichkeit oder Morphologie [s73]; die beiden anderen fanden keine Zusammenhänge [s99, s216]. Die Kliniksstudie mit 17 Nutzern fand mehr Auffälligkeiten [s163]. Höheres Testosteron bei Snus fand sich in zwei Studien [s73, s02], nicht in den beiden anderen [s99, s216]. Ein direkter Vergleich Snus gegen Zigarette mit denselben Methoden liegt nur in [s99] und [s216] sowie adjustiert in [s73] vor; kein Design lässt auf Ursache und Wirkung schließen. Eine Studie mit der Zeit bis zur Schwangerschaft als Endpunkt [s147] fand keine Verlängerung bei rauchlosem Tabak gegenüber Nie-Nutzern.

### Kautabak und andere rauchlose Tabakprodukte

Die Humanstudien zu rauchlosem Tabak stammen überwiegend aus Indien und Pakistan. Gemeinsame Merkmale: Die Produkte sind uneinheitlich (Gutkha, Khaini, Tabakblatt mit Betel, Kautabak ohne nähere Angabe), die Menge wird als Zahl der Packungen oder Portionen pro Tag erfasst, und die meisten Studien kommen aus Kinderwunschkliniken.

**Said TM, Ranga G, Agarwal A 2005 (Fertility and Sterility): Relationship between semen quality and tobacco chewing in men undergoing infertility evaluation [s223].** Retrospektive Studie in einer privaten Kinderwunschklinik mit 638 Männern, die alle Kautabak konsumierten. Gruppiert wurde nach der Häufigkeit: mild (weniger als 3-mal täglich, n = 177), mäßig (3 bis 6-mal täglich, n = 264), stark (mehr als 6-mal täglich, n = 197). Zielgrößen: Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie und Vitalität der Spermien. Ergebnisse: Alle vier Merkmale waren in der Gruppe „mild“ signifikant höher als in der Gruppe „mäßig“ und in dieser höher als in der Gruppe „stark“. Der Anteil azoospermer Männer stieg mit der Intensität (1 %, 3 %, 14 %), ebenso der Anteil mit Oligoasthenoteratozoospermie (2 %, 8 %, 29 %); diese Unterschiede waren statistisch nicht signifikant. Der Abstract nennt weder Mittelwerte noch p-Werte. Stärke: große Stichprobe, abgestufte Exposition. Zentrale Schwäche: Es gibt keine Kontrollgruppe ohne Kautabak, alle 638 Männer sind Konsumenten. Die Studie kann einen Dosisgradienten innerhalb der Konsumenten zeigen, aber keinen Unterschied zu Nichtkonsumenten. Außerdem retrospektiv, eine Klinik, keine Angaben zu Störgrößen im Abstract, Produktart nicht unterschieden.

**Sunanda P, Panda B, Dash C, Ray PK, Padhy RN, Routray P 2014 (Indien; Journal of Human Reproductive Sciences): Prevalence of abnormal spermatozoa in tobacco chewing sub-fertile males [s180].** Retrospektive Studie über drei Jahre an der Kinderwunscheinheit eines Universitätsklinikums. Samenanalysen von 642 männlichen Partnern im Alter von 20 bis 40 Jahren (3 bis 5 Tage Karenz); 194 Männer (30,2 %) kauten Tabak. Von diesen kauten 50,5 % Gutkha, 27,9 % Khaini und 21,6 % getrocknetes Tabakblatt mit Betel; die Dauer der Gewohnheit lag zwischen 2 und 18 Jahren. Unterteilt wurde in weniger oder mehr als 10 Packungen pro Tag. Samenanalyse nach WHO-Kriterien, Morphologie nach Kruger-Kriterien im Papanicolaou-Ausstrich, Vitalität über den hypoosmotischen Schwelltest. Statistik: logistische Regression mit Odds Ratios auf Basis dichotomisierter Parameter (WHO-Grenzwerte) und Pearson-Korrelation; im Methodenteil ist keine Adjustierung für weitere Einflussgrößen beschrieben.

Ergebnisse: Im Vergleich mit Männern ohne Kaugewohnheit lagen die Mittelwerte bei Kauern bei der Spermienzahl um 18,9 %, bei der Beweglichkeit um 23,4 %, bei der Vitalität um 8,4 % und bei der normalen Morphologie um 28,4 % niedriger. Odds Ratios für den jeweils auffälligen Befund (p = 0,001): Oligozoospermie 2,2 (95-%-KI 1,5 bis 3,09), Asthenozoospermie 3,2 (2,05 bis 4,9), Teratozoospermie 8,4 (4,9 bis 14,6); die Vitalität unterschied sich nicht signifikant (OR 1,6; KI 0,739 bis 3,6). Unter den Kauern waren 66 % oligozoosperm, 85 % asthenozoosperm und 28 % teratozoosperm. Beim Vergleich intensiver Kauer (mindestens 10 Packungen täglich) mit weniger intensiven war nur die normale Morphologie signifikant verschieden (OR 2,7; KI 1,41 bis 5,08; p = 0,003), nicht die Spermienzahl (OR 0,81; KI 0,441 bis 1,5; p = 0,534) und nicht die Beweglichkeit (OR 1,1; KI 0,478 bis 2,5; p = 1,0). Kopfdefekte (r = 0,400; p = 0,001) und Zytoplasmatröpfchen (r = 0,611; p = 0,001) korrelierten positiv mit der Zahl der Tabakpackungen; Defekte des Mittelstücks (p = 0,122) und des Flagellums (p = 0,411) unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht signifikant.

Stärken: Kontrollgruppe nicht kauender Männer aus derselben Klinik; Odds Ratios mit Konfidenzintervallen; Intensitätsstufen; Morphologie im Detail. Schwächen: retrospektiv, eine Klinik, keine beschriebene Mehrgrößenadjustierung (Rauchen, Alkohol, Alter, Varikozele); gemischte Produkte; die Odds Ratios beziehen sich auf WHO-Grenzwerte, nicht auf Mittelwertdifferenzen; die Gesamtgruppe sind subfertile Männer, daher nicht auf die Allgemeinbevölkerung übertragbar. Die Konfidenzintervalle der Odds Ratios sind teilweise sehr weit (Teratozoospermie 4,9 bis 14,6).

**Banerjee A, Pakrashi A, Chatterjee S, Ghosh S, Dutta SK 1993 (Indien; Archives of Andrology): Semen characteristics of tobacco users in India [s244].** Vergleich von Samenproben von 79 Tabakkonsumenten (Raucher, Kauer und Mehrfachkonsumenten) mit 21 Männern, die nie Tabak konsumiert hatten. Ergebnisse laut Abstract: Der Anteil beweglicher Spermien und die Gesamtspermienzahl waren bei den Tabakkauern signifikant niedriger (p < 0,05). Der Anteil abnormaler Spermien war bei Rauchern und Mehrfachkonsumenten signifikant höher (p < 0,001). Der Abstract diskutiert „unterschiedliche Wirkungen“ von Rauchen und Kauen; Zahlen zu den Gruppengrößen je Konsumform und zu Mittelwerten fehlen. Stärke: frühe Studie, die Rauchen und Kauen im selben Design vergleicht. Schwächen: kleine Kontrollgruppe (21), keine Effektgrößen im Abstract, Rekrutierungsweg und Kontrolle von Störgrößen nicht erkennbar.

**Kanetkar SR, Mohite S, Kadam RS, Gupta N, Vadhel CR 2024 (Indien; Journal of Pharmacy & Bioallied Sciences): Effect of Tobacco Use on Semen in Infertile Male [s48].** Prospektive analytische Studie über zwei Jahre (Juni 2018 bis Mai 2020) mit 98 Samenproben von Männern mit unerfülltem Kinderwunsch; ausgeschlossen waren Alkoholkonsum, Varikozele und Diabetes. Aufteilung im Text: 14 reine Raucher, 29 Nutzer rauchlosen Tabaks, 3 mit beidem, 52 ohne Tabak; Tabelle 2 nennt 17 Raucher, 32 Kauer und 52 Nichtnutzer. Ergebnisse: Ein normales Spermiogramm hatten 41 von 52 Nichtnutzern, 2 von 17 Rauchern und 9 von 32 Kauern (Chi-Quadrat 52,411; p < 0,0001). Die mittlere Spermienkonzentration betrug 83,9 Mio./ml bei Nichtnutzern, 34,7 Mio./ml bei Tabaknutzern und 32,6 Mio./ml bei Rauchern (p < 0,0001); das mittlere Volumen 2,41 ml (Nichtnutzer), 2,26 ml (Raucher) und 2,21 ml (Kauer) ohne signifikanten Unterschied. Nach den Autoren waren Spermienzahl und Beweglichkeit bei Rauchern stärker reduziert als bei Nutzern rauchlosen Tabaks, die Verflüssigungszeit bei Rauchern länger; bei beiden Gewohnheiten zusammen waren die Veränderungen am stärksten. Stärken: drei Gruppen im selben Design, Raucher-Kauer-Vergleich. Schwächen: kleine Gruppen; im Abstract keine Methodik, in der Arbeit weder Adjustierung noch Konfidenzintervalle; im Text steht an einer Stelle „23 (3,4 %)“ für Asthenozoospermie, die Tabelle nennt 23 (23,4 %), ein Tippfehler im Text; die Gruppenzahlen weichen zwischen Text und Tabelle ab.

**Shah SS, Shah M, Habib SH, Shah FA, Malik MO 2019 (Pakistan; Andrologia): Correlation of plasma kisspeptin with total testosterone levels in smokeless tobacco and smokers [s113].** Querschnittsstudie an 180 per Zufallsstichprobe ausgewählten Männern: Nutzer rauchlosen Tabaks, Raucher und gesunde Kontrollen. Gemessen wurden Plasma-Kisspeptin und Gesamttestosteron (ELISA) sowie Blutfette; keine Samenanalyse. Ergebnisse: Das Gesamttestosteron war bei Rauchern und Nutzern rauchlosen Tabaks signifikant höher als bei Kontrollen; Kisspeptin war nur bei Nutzern rauchlosen Tabaks signifikant höher. Cholesterin war bei Nutzern rauchlosen Tabaks niedriger, HDL und Triglyzeride waren höher. Die Autoren deuten dies als Einfluss auf die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse und schreiben, rauchloser Tabak habe stärkere zentrale Wirkungen als Rauchen; diese Deutung geht über die gemessenen Querschnittswerte hinaus. Die Richtung beim Testosteron entspricht dem Snus-Befund [s73, s02]. Schwächen: Querschnitt, keine Zahlenwerte im Bericht, keine Spermien.

**Kumar SB, Chawla B, Bisht S, Yadav RK, Dada R 2015 (Indien; Asian Pacific Journal of Cancer Prevention): Tobacco Use Increases Oxidative DNA Damage in Sperm – Possible Etiology of Childhood Cancer [s162].** Fall-Kontroll-Studie mit 145 Vätern von Kindern mit sporadischem erblichem Retinoblastom und 53 Kontrollvätern; Tabakanamnese per Interview; gemessen wurden reaktive Sauerstoffspezies (ROS) im Samen, Fragmentierungsindex der DNA und 8-Hydroxy-Desoxyguanosin in den Spermien. ROS, DNA-Fragmentierung und 8-OHdG unterschieden sich zwischen Tabaknutzern und Nichtnutzern signifikant (jeweils p < 0,05). Die Odds Ratios für das Retinoblastom des Kindes betrugen bei rauchenden Vätern 7,29 (95-%-KI 2,9 bis 34,5), bei kauenden Vätern 4,75 (2,07 bis 10,9) und bei beiden Gewohnheiten 9,11 (3,79 bis 39,2). Einordnung: Die Studie betrifft einen DNA-Schadensmarker und eine Krebserkrankung des Kindes, nicht die Standard-Samenparameter. Schwächen: klein, Selbstauskunft zum Tabak, sehr weite Konfidenzintervalle (bis 34,5 bzw. 39,2).

**Çelik H, Moçin Yazıcıoğlu Ö, Gencer M, Köse E 2011 (Türkei; Türk Toraks Dergisi): Dumansız tütün „Maraş Otu“ kullanımına bağlı artmış oksidatif stres (Erhöhter oxidativer Stress durch den rauchlosen Tabak „Maraş-Pulver“) [s203].** Vergleichsstudie mit 21 Konsumenten des rauchlosen Tabaks Maraş otu (Nicotiana rustica, Region Kahramanmaraş) ohne Zigaretten, 27 reinen Zigarettenrauchern und 24 Kontrollen. Gemessen wurden im Serum die Gesamtantioxidanskapazität (TAC: 1,35 ± 0,18, 1,48 ± 0,11 und 1,57 ± 0,17), die Gesamtoxidanzien (TOL: 9,73 ± 2,68, 11,21 ± 3,54 und 8,83 ± 1,28) und der oxidative Stressindex (OSI: 7,44 ± 2,84, 7,62 ± 2,61 und 5,67 ± 0,99). TAC war bei Maraş-Konsumenten niedriger als in beiden anderen Gruppen (p < 0,05); OSI war in beiden Konsumgruppen höher als bei Kontrollen (p < 0,05), ohne Unterschied zwischen Maraş und Zigarette. Die Autoren folgern, Maraş-Pulver wirke auf den oxidativen Stress wie Tabak. Einschränkung: Serumwerte, kein Spermienendpunkt; die Studie ist nur als Hinweis auf einen Mechanismus aufgeführt, den die Spermienliteratur diskutiert. Kleine Gruppen, keine Adjustierung im Abstract.

**Atilla N, Kahraman H, Arpag H, Bozkuş F, Şimşek S, Samur A 2017 (Türkei; Tüberküloz ve Toraks): Maraş otu kullanan ve sigara içenlerde serum telomeraz düzeyleri (Serum-Telomerasespiegel bei Konsumenten von Maraş-Pulver und Rauchern) [s137].** Vergleich von 36 Maraş-Konsumenten, 32 Rauchern und 30 Nichtrauchern (die Quellendatei nennt insgesamt 98 Personen). Serumtelomerase und Malondialdehyd waren bei Rauchern und Maraş-Konsumenten gegenüber Nichtrauchern höher (jeweils p < 0,001) und bei Maraş-Konsumenten höher als bei Rauchern (p < 0,001). Kein Spermienendpunkt; als Nebenbefund zur Biologie des rauchlosen Tabaks aufgeführt.

**Zu Shammah (Saudi-Arabien), Toombak (Sudan) und Naswar:** Eine Spermastudie beim Menschen wurde in keinem der drei Sprachräume gefunden; der Rattenversuch zu Shammah-Extrakt gehört in das Kapitel zu den Tierversuchen [s17].

### Nikotinbeutel (tabakfreie orale Nikotinprodukte)

Unter den gefundenen Quellen gibt es keine Studie an Menschen, die Nikotinbeutel („nicotine pouches“) mit Spermienqualität, Hodenfunktion oder Fruchtbarkeit in Verbindung bringt. Das gilt auch für eine gezielte Suche in Europe PMC mit Begriffen wie „nicotine pouch*“, „oral nicotine“ und „sperm/semen“ [s11]. Auch in den chinesischen, japanischen, koreanischen, russischen, türkischen und arabischen Sprachräumen fand sich keine einschlägige Studie; die koreanischsprachige Abfrage mit Begriffen für Snus, rauchlosen Tabak, Kautabak, Nikotinbeutel und Wasserpfeife kombiniert mit Spermien oder Samen ergab null Treffer. Das ist ein negativer Befund der Suche und kein Beleg für Unschädlichkeit. Der Marktanteil der Beutel wächst; nach der Übersicht [s11] stieg der Absatz in den USA von 126 Millionen Einheiten in den letzten fünf Monaten 2019 auf 808 Millionen Einheiten in den ersten drei Monaten 2022. Die nächstliegende indirekte Evidenz stammt aus der Snus-Forschung (siehe oben), aus Tiermodellen mit Nikotin allein und aus In-vitro-Daten an menschlichen Spermien; diese sind Gegenstand anderer Kapitel. Ob und wie weit sich solche Befunde auf Nikotinbeutel übertragen lassen, ist durch keine Studie belegt, weil die Beutel keinen Tabak enthalten und die Nikotinfreisetzung nicht mit der von Snus gleichzusetzen ist. Eine Aussage über Nikotinbeutel ist auf der Grundlage der abgerufenen Quellen nicht möglich.

### Wasserpfeife (Shisha, Hookah, Narghile)

Die Humanstudien zur Wasserpfeife stammen ausschließlich aus dem Nahen Osten, der Golfregion und dem Iran. Es sind Querschnittsstudien oder Fall-Kontroll-Vergleiche; die meisten rekrutieren Männer aus Kinderwunschkliniken oder IVF-Laboren. Gemeinsame Schwächen sind die ungenaue Erfassung der Exposition (Sitzungen pro Woche, Dauer, Tabak- und Kohleart), Doppelkonsum mit Zigaretten und kleine Gruppen von Wasserpfeifenrauchern. Die einzige Metaanalyse (Sepidarkish 2025 [s31]) steht im ersten Teil dieses Kapitels.

**Hamadneh J, Al-Zenati AA, Banihani SA 2025 (Jordanien; TheScientificWorldJournal): Semen Quality Measures in Hookah and Cigarette Smokers Compared to Nonsmokers [s24].** Prospektiv rekrutierte Querschnittsstudie mit 558 Teilnehmern: 300 Zigarettenraucher, 95 Wasserpfeifenraucher und 163 Nichtraucher als Kontrolle. Die Samenanalyse erfolgte etwa eine Stunde nach der Ejakulation nach den WHO-Vorgaben (2021). Zigarettenraucher rauchten im Mittel seit 14,18 ± 7,55 Jahren etwa 23,92 ± 10,84 Zigaretten täglich; Wasserpfeifenraucher seit 11,5 ± 8,16 Jahren mit 11,51 ± 8,16 Sitzungen pro Woche (die identische Standardabweichung bei Dauer und Sitzungszahl ist im Text so gedruckt). Statistik: einfaktorielle Varianzanalyse mit Tukey-Test, keine Adjustierung für Störgrößen.

Ergebnisse (Mittelwert ± Standardfehler): Das Ejakulatvolumen betrug bei Nichtrauchern 3,457 ± 0,1996 ml, bei Zigarettenrauchern 3,152 ± 0,182 ml (p = 0,1772 gegenüber der Kontrolle) und bei Wasserpfeifenrauchern 2,871 ± 0,150 ml (p = 0,0122 gegenüber der Kontrolle), also rechnerisch rund 17 % weniger als bei Nichtrauchern (die Autoren nennen etwa 16,4 %); zwischen Zigaretten- und Wasserpfeifenrauchern lag p = 0,2246. Der Abstract nennt für den Volumenunterschied p = 0,0097, der Ergebnisteil p = 0,0122; dieses Kapitel folgt dem Ergebnisteil. Der Abstract enthält auch Druckfehler (zum Beispiel „p = 8614“ statt 0,8614), und die p-Wert-Liste ist gegenüber der Parameterliste verschoben; im Volltext lauten die Werte unter anderem progressive Beweglichkeit p = 0,2714, Gesamtbeweglichkeit 0,8752, Immobile 0,6671, Spermienzahl 0,8614, Morphologie 0,9261 [s24]. Progressive Beweglichkeit: Zigarette 29,51 ± 2,268 %, Wasserpfeife 28,4 ± 1,878 %, Kontrolle 32,47 ± 2,487 % (alle Vergleiche nicht signifikant). Gesamtbeweglichkeit 37,29 %, 39,41 % und 37,84 % (nicht signifikant). Spermienzahl: Zigarette 44,20 ± 4,46, Wasserpfeife 41,88 ± 3,700, Kontrolle 47,48 ± 4,900 Millionen pro ml (p = 0,8614 zwischen den Rauchergruppen; p = 0,6494 und p = 0,4876 gegenüber der Kontrolle). Normale Morphologie: 15,34 ± 1,794 %, 16,01 ± 1,485 % und 12,85 ± 1,967 % (p = 0,2156 und p = 0,2440 gegenüber der Kontrolle); die Nichtraucher hatten also die niedrigsten Normalformen. Vitalität (Teilprobe von 152 Männern): 65,71 %, 67,67 % und 64,07 %, ohne signifikanten Unterschied.

Stärken: Nach Angabe der Autoren der erste Vergleich von Wasserpfeifen- und Zigarettenrauchern mit einer Nichtraucher-Kontrolle in Bezug auf Samenparameter; aktuelle WHO-Methodik. Schwächen (teils von den Autoren selbst genannt): Querschnitt; keine Adjustierung für Störgrößen; die Wasserpfeifengruppe ist die kleinste (95); Expositionsquantifizierung unsicher; DNA-Fragmentierung und oxidativer Stress wurden nicht gemessen; mehrere Vergleiche ohne Korrektur für Mehrfachtests, und von etwa acht Parametern ist nur das Volumen auffällig. In dieser Stichprobe unterschieden sich auch Zigarettenraucher nicht von Nichtrauchern, was von der Metaanalyse von Sharma et al. [s148] abweicht; die Autoren führen das auf die Stichprobengröße und die Eigenschaften der nordjordanischen Population zurück.

**Albeitawi S, Hamadneh J, Alnatsheh M, Soudah O, Marar EA, Ayasrah L et al. 2024 (Jordanien; Tobacco Induced Diseases): Effect of dual tobacco smoking of hookah and cigarettes on semen parameters of infertile men [s38].** Querschnittsstudie in Kinderwunsch- beziehungsweise IVF-Laboren (Juli 2020 bis Juli 2021) mit 761 Männern im Alter von 18 bis 45 Jahren: 108 Doppelraucher (Wasserpfeife und Zigarette), 219 Wasserpfeifenraucher, 222 Zigarettenraucher und 212 Nichtraucher. Mittleres Alter 35,4 ± 7,69 Jahre, BMI 28,4 ± 6,4. Als Ursache der Infertilität waren 31,4 % ungeklärt, 30,6 % weiblich und 23,1 % männlich. Mehrgrößenregression, adjustiert für Alter, BMI, Bildung, Kinder, chronische Erkrankungen, Varikozele, frühere Hodenoperationen, Infertilitätsdauer und Ursache; für den Doppelkonsum wurde ein Interaktionsterm aus Zigaretten- und Wasserpfeifenindex gebildet.

Ergebnisse: Nach Adjustierung gab es keinen signifikanten Unterschied bei Spermienkonzentration und progressiver Beweglichkeit zwischen Nichtrauchern, Zigaretten- und Wasserpfeifenrauchern. Dagegen war das (logarithmierte) Prozent normaler Morphologie bei Rauchern beider Arten niedriger. Die exponenzierten Regressionskoeffizienten (Faktor gegenüber Nichtrauchern; 0,66 entspricht 34 % weniger normalen Formen) lauteten bei leichten Zigarettenrauchern 0,66 (95-%-KI 0,56 bis 0,77), bei mäßigen 0,63 (0,54 bis 0,73), bei starken 0,68 (0,62 bis 0,76); bei leichten Wasserpfeifenrauchern 0,66 (0,60 bis 0,74), bei mäßigen 0,80 (0,67 bis 0,94), bei starken 0,81 (0,70 bis 0,92). Beim Doppelkonsum waren die Werte am niedrigsten: leichte Doppelraucher 0,43 (0,33 bis 0,55), starke Doppelraucher 0,36 (0,24 bis 0,53), also etwa 57 beziehungsweise 64 % niedrigere Anteile normaler Formen. In den Tabellen lag die Normalform-Rate bei Nichtrauchern bei 5,4 % gegenüber 2,34 bis 2,7 % je nach Zigarettenindex [s38]. In der unadjustierten Analyse hatten Nichtraucher die niedrigste Spermienkonzentration; Wasserpfeifenraucher hatten die höchste Konzentration, gefolgt von Doppelrauchern und Zigarettenrauchern, und eine bessere Morphologie als Zigarettenraucher, was die Autoren selbst als der Erwartung widersprechend beschreiben (die Wasserpfeife enthalte mehr Toxine). Sie vermuten selektionsbedingte Einflüsse, weil die Männer ohnehin wegen Infertilität kamen.

Stärken: Größte Stichprobe unter den direkten Vergleichen von Wasserpfeife und Zigarette mit Adjustierung; Dosisstufen; Doppelkonsum. Schwächen: infertile Population (mögliche unerkannte Begleiterkrankungen, Selektionsverzerrung), Exposition schwer zu quantifizieren, Nichtraucher möglicherweise Passivraucher oder Ex-Raucher; Konzentration und Beweglichkeit ohne Effekt; das Muster, dass Dosisstufen bei der Wasserpfeife nicht klar abfallen (0,66, 0,80, 0,81, also eher schwächer bei stärkerem Konsum), spricht nicht für eine einfache Dosis-Wirkungs-Beziehung. Die Autoren zitieren zwei weitere Vergleiche, die in den Berichten nicht selbst abgerufen wurden (Sekundärangaben aus [s38]): eine saudische Studie (30 Zigaretten-, 20 Wasserpfeifenraucher, 50 Nichtraucher) und eine ägyptische (42 Wasserpfeifen-, 65 Zigarettenraucher, 81 Nichtraucher); beide fanden bei beiden Raucherarten schlechtere Werte als bei Nichtrauchern, die ägyptische zusätzlich eine schlechtere Morphologie bei Wasserpfeifen- als bei Zigarettenrauchern.

**Albeitawi S, Hamadneh J, Al-Shatanawi TN, Al Mehaisen L, Al-Zubi M 2020 (Jordanien; Andrologia): Effect of hookah (water pipe) smoking on semen parameters [s96].** Querschnittsstudie an 104 Männern (25 bis 45 Jahre) ohne Zigarettenkonsum und ohne chronische Krankheit, die IVF-Labore zur Samenanalyse aufsuchten: 54 Wasserpfeifenraucher und 50 Nichtraucher. Volumen, normale Morphologie und progressive Beweglichkeit lagen bei Wasserpfeifenrauchern numerisch niedriger (3,21 ml, 10,2 % und 29,56 % gegenüber 3,45 ml, 11,5 % und 33,20 %), aber nicht signifikant. Nach den Autoren lag bis dahin keine Forschung zur Wasserpfeife und menschlichen Fruchtbarkeit vor; sie halten weitere Studien für nötig. Die Richtung der Mittelwerte ist durchgehend gleich. Schwäche: kleine Stichprobe, daher geringe Teststärke; Konfidenzintervalle stehen im Bericht nicht. Spätere, größere jordanische Studien fanden Effekte auf die Morphologie [s38] oder das Volumen [s24].

**Tofighi Niaki M, Hasan Sheikhha M, Ali Khalili M, Fesahat F et al. 2023 (Iran; Substance Abuse: Research and Treatment): Possible Harmful Effects of Smoking Hookah on Sperm DNA Fragmentation Index and Protamine Genes Expression in Normozoospermic Men [s62].** Querschnittsstudie an 62 Männern (Partner von Paaren mit weiblichem Infertilitätsfaktor, Yazd), alle mit normalen Spermienparametern: 32 Wasserpfeifenraucher (mindestens dreimal pro Woche, 30 bis 45 Minuten) und 30 Nichtraucher. Ausgeschlossen waren chronische Erkrankungen, Urogenitalinfekte, starkes Zigarettenrauchen und Alkohol. Bei Wasserpfeifenrauchern waren DNA-Fragmentierung, Protamindefizit und anomale Chromatinkondensation signifikant häufiger (p < 0,0001). Die Protamingenexpression war niedriger (PRM1 1,55 ± 2,54 gegenüber 3,49 ± 5,41; PRM2 0,33 ± 0,54 gegenüber 1,22 ± 1,96), aber nicht signifikant (p = 0,155 und p = 0,066); Malondialdehyd im Samen war höher (0,39 ± 1,04 gegenüber 0,15 ± 0,21; p = 0,013). Konventionelle Parameter waren nicht verändert. Stärke: Männer mit normalem Spermiogramm, strenge Ausschlusskriterien. Schwächen: kleine Gruppen; die Streuung der Genexpressionswerte übersteigt die Mittelwerte; selektierte Stichprobe; Rauchexposition per Selbstauskunft.

**Laqqan MM, Al-Ghora SS, Yassin MM 2023 (Gaza; Inhalation Toxicology): Impact of waterpipe and tobacco cigarette smoking on global DNA methylation and nuclear proteins genes transcription in spermatozoa: a comparative investigation [s57].** Querschnittsvergleich von 900 Samenproben (je 300 von Wasserpfeifenrauchern, starken Zigarettenrauchern und Nichtrauchern; Alter 32,5 ± 6,3 Jahre). Wie berichtet: globale DNA-Methylierung 8,6 ± 0,6 ng/µl (Wasserpfeife) gegenüber 7,1 ± 0,6 (Zigarette) und 4,7 ± 0,6 (Nichtraucher); Protamindefizit 72,8 ± 15,3 %, 51,7 ± 19,2 % und 15,3 ± 5,9 %; DNA-Fragmentierung 73,4 ± 13,4 %, 50,5 ± 18,9 % und 9,3 ± 4,3 % (jeweils p < 0,001). Zur Transkription von PRM1, PRM2 und H2BFWT sagt der Abstract einerseits, sie sei bei Wasserpfeifenrauchern gegenüber den anderen Gruppen signifikant erhöht, und andererseits, sie sei bei allen Rauchergruppen gegenüber Nichtrauchern herabreguliert; dieser Widerspruch lässt sich ohne Volltext nicht auflösen. Die Autoren folgern, Wasserpfeifenrauchen sei für Samenparameter, Methylierung und Transkription schädlicher als Zigarettenrauchen. Es ist die einzige abgerufene Studie mit diesem Ergebnis und zugleich die größte Hookah-Studie. Die berichteten DNA-Fragmentierungswerte liegen jedoch weit über denen anderer Studien (zum Beispiel 11 bis 12 % bei Kimblad et al. [s73], im Mittel 14,66 % bei starken Rauchern in Nowosibirsk [s59] und Median 24,5 % bei starken Rauchern bei Amor et al. [s67]). Rekrutierung, Verblindung, Störgrößenkontrolle, Dosis und Messverfahren konnten nicht geprüft werden; der Volltext war nicht abrufbar. Ohne unabhängige Bestätigung sollten die Ergebnisse nicht als gesichert gelten.

**Laqqan MM, Yassin MM 2023 (Gaza; Journal of Environmental Science and Health, Part A): Effect of hubble-bubble smoking on global DNA methylation and transcription levels of protamine and histone genes in human spermatozoa [s58].** Vergleichsstudie mit 500 Samenproben (300 Hubble-Bubble-Raucher, 200 Nichtraucher; Alter 32,2 ± 6,1 Jahre). Globale Methylierung, Protamindefizit und DNA-Fragmentierung waren höher (p < 0,0001), die Transkription von Protamin- und Histongenen niedriger (Faltenänderung 0,0001 beziehungsweise 0,007). Zahlenwerte im Abstract nur als Signifikanz und Faltenänderung. Dieselbe Arbeitsgruppe wie oben; die Einschränkungen gelten entsprechend (sehr große Effekte ohne bekannte Rekrutierungsangaben, keine unabhängige Replikation).

**Firouzabadi AM, Imani M, Tofighi Niaki M, Fesahat F 2024 (Iran; American Journal of Men’s Health): Modulation of NRF2 and CYP24A1 Pathways by Hookah Smoke [s46].** Fall-Kontroll-Vergleich bei jungen fertilen Männern: 32 Wasserpfeifenraucher gegenüber 52 Nichtrauchern. Die konventionellen Spermienparameter (Konzentration, Volumen, Beweglichkeit, Morphologie) unterschieden sich nicht; die mRNA des antioxidativen Regulators NRF2 war bei Rauchern signifikant höher (p = 0,01), CYP24A1 war unverändert. Die Autoren deuten die NRF2-Zunahme als mögliche zelluläre Abwehrreaktion auf oxidativen Stress; die funktionelle Bedeutung sei unklar. Der Abstract nennt keine Effektgrößen für die Spermienparameter. Schwächen: kleine Gruppen, Genexpression als Surrogat.

**Alenzi MJ 2021 (Saudi-Arabien; Urology Annals): Synergetic effect of hookah smoking on varicocele-associated male reproductive impairment [s84].** Vergleich von 192 Patienten mit Varikozele: 100 mit Wasserpfeifenrauchen (VH) und 92 ohne Rauchen (NHV); Hormone, Samenanalyse und Ultraschall; die Stichprobe wurde laut Text nach Bequemlichkeit aus Zentren der Primärversorgung gewonnen; es gab keine Männer ohne Varikozele und keine Zigarettenraucher. Wie berichtet: Varikozele Grad 2 bei 57 % und Grad 3 bei 52,5 % in der Hookah-Gruppe; Grad 1 bei 55,6 % in der Vergleichsgruppe. Spermienzahl 21,96 ± 6,31 gegenüber 22,5 ± 5,49, Morphologie 14,09 ± 0,45 gegenüber 14,51 ± 5,02 (ohne p-Werte im Abstract), Venendurchmesser 3,52 ± 0,71 gegenüber 3,42 ± 0,72. Der Abstract nennt eine signifikante Abnahme des Testosterons in der Hookah-Gruppe (p = 0,05), gibt die Zahlen aber als 2,83 ± 0,21 (VH) gegenüber 2,33 ± 0,07 (NHV) an, was einer Zunahme entspräche; der Widerspruch bleibt ungeklärt. Die Sitzungszahl pro Woche beeinflusste die Beweglichkeit (p = 0,02); chronisches Rauchen wirkte auf Testosteron (p = 0,015) und LH (p < 0,041). Einordnung: Die Aussage, Wasserpfeife verschlechtere Hormone und Samen bei Varikozele, stützt sich auf sehr kleine Differenzen und eine widersprüchliche Testosteronangabe; der Beitrag der Studie ist gering.

**Haik MY, Ashour AA, Alahmad YFM et al. 2019 (Katar; Tobacco Induced Diseases): Water-pipe smoking and serum testosterone levels in adult males in Qatar [s112].** Querschnittsauswertung innerhalb der Qatar-Biobank-Kohorte: Aus 1000 männlichen Freiwilligen wurden 541 Männer verglichen (277 Wasserpfeifenraucher, 264 Nichtraucher). Mehrgrößenregression mit Adjustierung nach einem Kausaldiagramm (unter anderem Alter, gleichzeitiges Zigarettenrauchen, BMI, Triglyzeride, HbA1c, körperliche Aktivität, Prolaktin). Keine Samenanalyse. Ergebnisse: Kein signifikanter Unterschied bei Gesamttestosteron, freiem und bioverfügbarem Testosteron und SHBG (alle p > 0,05). Das Risiko eines niedrigen Gesamttestosterons war bei leichten (OR 0,83; 95-%-KI 0,46 bis 1,49) und starken (OR 0,80; 0,43 bis 1,49) Wasserpfeifenrauchern nicht verändert. Die Autoren sprechen von einem ersten Hinweis auf fehlende Hormonwirkung und fordern Bestätigung in anderen Populationen. Stärken: große Stichprobe, gut begründete Auswahl der Störgrößen, objektive Hormonmessung. Schwächen: Querschnitt; Wasserpfeifenstatus per Selbstauskunft; Stichprobe aus Katar; nur die Testosteronachse, keine Samenqualität; die Konfidenzintervalle sind breit und schließen klinisch relevante Effekte in beide Richtungen nicht aus.

**Trapphoff T, Ontrup C, Krug S, Dieterle S 2024 (Deutschland; Scientific Reports): Consumption of hookahs, e-cigarettes, and classic cigarettes and the impact on medically assisted reproduction treatment [s52].** Prospektive Studie bei 320 Frauen unter ICSI (wegen männlicher Subfertilität), die Nikotin und Cotinin in der Follikelflüssigkeit maß: Cotinin fand sich in 20,3 % und Nikotin in 6,8 % der Proben, auch bei ausschließlichem Konsum von E-Zigaretten oder Wasserpfeife. Fertilisations-, Reifungs- und Schwangerschaftsraten unterschieden sich nicht. Die Studie liefert keine Daten zur Spermienqualität und betrifft die Frauen; sie steht hier, weil sie die einzige deutschsprachige Arbeit mit Wasserpfeife im Fortpflanzungsbezug ist.

**Zusammenfassung Wasserpfeife.** Konventionelle Samenparameter blieben in drei Studien unverändert (nur das Volumen in [s24] war niedriger) [s24, s96, s46]; in der adjustierten jordanischen Studie war nur die Morphologie schlechter [s38], ebenso in der Metaanalyse, die zusätzlich eine höhere DNA-Fragmentierung zeigt [s31]. Molekulare Marker waren in [s62] und in den Gaza-Studien verändert; Letztere finden die Wasserpfeife schädlicher als die Zigarette, [s24] und [s38] zeigen keinen klaren Unterschied zwischen beiden. Testosteron blieb bei Wasserpfeife in [s112] unverändert. Die Evidenz ist widersprüchlich, geografisch eng und von niedriger Sicherheit.

### E-Zigarette und erhitzter Tabak

Diese Produkte standen nicht im Zentrum der Fragestellung, sind aber die einzigen weiteren nikotinhaltigen Alternativen, zu denen Humandaten mit Samenbezug vorliegen und die in den Snus-Studien mitgeführt werden.

**Kim HK, Choi WY, Lee JI, Kim TJ 2025 (Südkorea; Scientific Reports): Impact of conventional cigarette and electronic cigarette use on sperm quality and IVF/ICSI outcomes [s26].** Retrospektive Kohortenstudie an IVF/ICSI-Paaren zwischen Mai 2022 und Januar 2024 mit 151 konventionellen Zigarettenrauchern und 145 E-Zigaretten-Nutzern (männliche Partner). Die Infertilität lag überwiegend beim Tubenfaktor, polyzystischen Ovarsyndrom, bei Schilddrüsenstörung und Hyperprolaktinämie. Ausgeschlossen waren unter anderem Oligoteratozoospermie, schwere Asthenospermie (unter 32 % progressive Motilität), Varikozele und Azoospermie. Es gab keine Nichtraucher-Kontrolle. Ergebnisse: Die Lebendgeburtenrate war in der E-Zigaretten-Gruppe höher (55,86 % gegenüber 41,06 %; p = 0,011), die klinische Fehlgeburtenrate niedriger (11,96 % gegenüber 36,27 %). Biochemische, klinische und fortlaufende Schwangerschaftsraten unterschieden sich nicht. Bei den Samenparametern war die Spermienkonzentration in der Zigarettengruppe höher (81,55 ± 57,19 gegenüber 71,78 ± 44,40 Mio./ml; p = 0,007), die Beweglichkeit in der E-Zigaretten-Gruppe höher (die Mittelwerte 48,15 ± 13,29 und 48,91 ± 11,75 % sind in den Berichten nicht eindeutig den Gruppen zugeordnet; p = 0,014 im Abstract und in der Tabelle, p = 0,04 im Ergebnistext). Volumen, Leukozyten im Samen und Morphologie unterschieden sich nicht. Das basale Prolaktin war bei E-Zigaretten-Nutzern niedriger (13,02 ± 4,80 gegenüber 13,84 ± 5,97 ng/ml; p = 0,029). Für die Lebendgeburt waren in der multivariaten Analyse das männliche FSH und die Zahl der Zweikernstadien unabhängig bedeutsam. Die Autoren betonen, ihr Befund sei keine Befürwortung der E-Zigarette; ohne Nichtraucher-Kontrolle ließen sich die Befunde nicht als pathologisch deuten. Stärken: direkter Vergleich beider Produkte in einer IVF-Population, harter Endpunkt Lebendgeburt. Schwächen: retrospektiv, ohne Nichtraucher-Kontrolle, Zusammensetzung der Gruppen nach Expositionsdauer und Menge fehlt, Unterschiede in der Beweglichkeit klein, höhere Spermienkonzentration der Zigarettengruppe entgegen der Erwartung; die Behandlungsindikation war überwiegend weiblich, sodass die männliche Komponente nur ein Teil des Ergebnisses ist. Es ist die einzige Studie dieser Recherche, die ein nicht verbranntes Nikotinprodukt beim Menschen mit Spermienparametern direkt gegen die Zigarette stellt; die Holmboe-Studie [s99] fand bei täglichen E-Zigaretten-Nutzern eine niedrigere Gesamtspermienzahl (91 gegenüber 147 Millionen), siehe Abschnitt Snus.

**Kim H, Kim SK, Yu EJ, Lee JR, Jee BC, Suh CS et al. 2015 (Südkorea; Clinical and Experimental Reproductive Medicine): The prevalence of positive urinary cotinine tests in Korean infertile couples and the effect of smoking on assisted conception outcomes (Häufigkeit positiver Urin-Cotinintests bei koreanischen Kinderwunschpaaren und Einfluss des Rauchens auf die Ergebnisse der assistierten Empfängnis) [s159].** Prospektive Kohorte, 127 Paare (IVF n = 92, IUI n = 35), qualitativer Urin-Cotinintest. Positiv waren 43,3 % (55 von 127) der Männer und 10,2 % (13 von 127) der Frauen. Spermienmerkmale, Marker der ovariellen Reserve und Oozytenzahl waren zwischen Cotinin-positiven und -negativen Männern vergleichbar; die Spermienzahl war bei Cotinin-positiven Männern sogar höher. Die Cotininergebnisse waren nicht mit dem Behandlungsausgang verbunden. Schwächen: kleine Stichprobe, qualitativer Test, keine Unterscheidung der Nikotinquellen; der Cotininnachweis betrifft Nikotin gleich welcher Herkunft und ist deshalb auch ein (unspezifischer) Hinweis für die nicht verbrannten Produkte.

**Epanchintseva EA und Selyatitskaya VG 2023 (Russland; Sibirskij naučnyj medicinskij žurnal): „Распространенность социальных факторов риска развития мужского бесплодия: курения, употребления алкоголя и наркотических веществ …“ (Häufigkeit sozialer Risikofaktoren der männlichen Infertilität: Rauchen, Alkohol und Drogen bei Männern aus unfruchtbaren Paaren) [s65]** liefert eine Randzahl zu neuen Produkten: In der Fragebogen-Teilgruppe (n = 239) rauchten 92,7 % der Raucher Zigaretten und 7,3 % „elektronische Zigaretten“ (im Text „Aikos“ genannt, gemeint offenbar IQOS-Tabakerhitzer); rauchlose Produkte wurden nicht erfasst. Zur Methodik der Studie siehe Abschnitt Russland.

**Zusammenfassung E-Zigarette und erhitzter Tabak.** Beim Menschen liegen nur die koreanische IVF-Studie ohne Nichtraucherkontrolle [s26] und die dänische Querschnittsstudie [s99] vor, die zu entgegengesetzt gerichteten Einschätzungen führen können: In der einen schnitt die E-Zigarette bei Lebendgeburten besser ab als die Zigarette, in der anderen war die Gesamtspermienzahl bei täglichem E-Zigaretten-Gebrauch niedriger als bei Nichtnutzern. Beide Studien erlauben keinen Schluss über Ursache und Wirkung; Langzeitdaten fehlen [s85].

### Die Zigarette als Vergleichsmaßstab: Beobachtungsstudien nach Region

Zur Zigarette gibt es sehr viel mehr Studien als zu allen anderen Produkten zusammen. Sie sind hier nicht erschöpfend beschrieben, sondern so vollständig, wie sie in den Rechercheberichten vorliegen (über 100 Humanstudien). Sie liefern den Maßstab, an dem sich die Befunde zu Snus, Kautabak, Beuteln und Wasserpfeife messen lassen müssten, und zeigen zugleich, wie uneinheitlich selbst die Zigarettenbefunde sind: Ein Teil der Studien findet Unterschiede bei einem oder mehreren Parametern, ein anderer nicht, und die Richtung ist nicht in allen Parametern einheitlich. Aus diesen Studien lässt sich nicht ableiten, wie sich die anderen Produkte auswirken.

#### Skandinavien, Westeuropa, USA

**Ramlau-Hansen CH, Thulstrup AM, Aggerholm AS, Jensen MS, Toft G, Bonde JP 2007 (Dänemark; Human Reproduction): Is smoking a risk factor for decreased semen quality? A cross-sectional analysis [s218].** Querschnittsanalyse von sieben gebündelten berufs- und umweltbezogenen Studien der Jahre 1987 bis 2004; es nahmen 2562 gesunde Männer teil, die Samen- und Blutproben abgaben und einen Fragebogen zu Lebensstil und Gesundheit beantworteten; auswertbare Daten zu Samen und Rauchen lagen bei 2542 Männern vor. Nach Adjustierung für Studie, Alter und weitere Einflussgrößen zeigte sich eine inverse Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Rauchen und Samenvolumen, Gesamtspermienzahl und Anteil beweglicher Spermien; starke Raucher hatten eine um 19 % niedrigere Spermienkonzentration als Nichtraucher. Zwischen Rauchen und Testosteron, LH sowie dem Verhältnis LH zu freiem Testosteron bestand eine positive Dosis-Wirkungs-Beziehung. Die Autoren sprechen von einer mäßigen Verschlechterung der Samenqualität. Stärken: sehr große, gesunde Stichprobe, Dosisstufen, Hormone. Schwächen: gebündelte Studien mit unterschiedlichen Rekrutierungswegen, Querschnitt, Selbstauskunft; Konfidenzintervalle stehen im Abstract nicht.

**Hernáez Á, Wootton RE, Page CM, Skåra KH et al. 2022 (Norwegen; Fertility and Sterility): Smoking and infertility: multivariable regression and Mendelian randomization analyses in the Norwegian Mother, Father and Child Cohort Study [s71].** Prospektive landesweite Kohorte (MoBa) mit 28 606 Frauen und 27 096 Männern, die Fragebogen- und Genotypdaten hatten. Selbstberichtet wurden „jemals geraucht“ (beide Geschlechter), Rauchbeginn, Rauchstopp (nur Frauen) und Zigaretten pro Woche bei aktuellen Rauchern; für die Mendelsche Randomisierung wurden genetisch vorbestimmte Merkmale geschätzt. Zielgröße: Infertilität (Zeit bis zur Schwangerschaft von mindestens 12 Monaten). Ergebnisse: „Jemals geraucht“ war weder bei Frauen noch bei Männern mit Infertilität verbunden. Bei Frauen war höhere Rauchintensität mit größerer Infertilitätschance verbunden (je +1 Standardabweichung, 48 Zigaretten pro Woche: OR roh 1,19; 95-%-KI 1,11 bis 1,28; OR adjustiert 1,12; 1,03 bis 1,21), auch nach Adjustierung für den Tabakgebrauch des Partners; späterer Rauchbeginn (OR adjustiert 0,89; 0,84 bis 0,95) und Rauchstopp (OR adjustiert 0,83; 0,75 bis 0,93) waren bei Frauen mit weniger Infertilität verbunden. Die Mendelschen Randomisierungsergebnisse waren bei Frauen für Intensität und Rauchstopp nicht richtungskonsistent und in der Zwei-Stichproben-Analyse ungenau. Bei Männern war größere Rauchintensität weder in der Regression noch in der Mendelschen Randomisierung robust mit Infertilität verbunden. Die Autoren sehen keinen belastbaren Beleg für einen Effekt des Rauchens auf Infertilität; das könne an einem echten Fehlen, an schwachen genetischen Instrumenten oder an Verzerrung durch Störgrößen liegen. Stärken: sehr große prospektive Kohorte, beide Partner, genetischer Ansatz. Schwächen: Infertilität als Zeit bis zur Schwangerschaft statt als Samenparameter; Selbstauskunft; schwache genetische Instrumente für die Rauchintensität bei Männern. Einordnung: Diese Studie ist der wichtigste Gegenbefund zu den Querschnittsstudien, weil sie den Endpunkt Schwangerschaftsdauer in der Bevölkerung betrachtet; sie schließt aber kleine Effekte auf Samenparameter nicht aus.

**Axelsson J, Lindh CH, Giwercman A 2022 (Schweden; Andrology): Exposure to polycyclic aromatic hydrocarbons and nicotine, and associations with sperm DNA fragmentation [s68].** Querschnittsstudie an 381 jungen schwedischen Männern, Einteilung in 165 Rauchende und 216 Nichtrauchende nach Cotinin im Urin; gemessen wurden außerdem Urinmetaboliten polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (Pyren, Phenanthren) und die Spermien-DNA-Fragmentierung. Ergebnis: Weder Cotinin noch die Metaboliten waren mit der DNA-Fragmentierung verbunden (11,1 % gegenüber 11,8 % bei Nichtrauchenden und Rauchenden; p = 0,31). Stärken: objektive Expositionsmarker. Schwächen: junge, gesunde Männer, nur ein Endpunkt; der Abstract nennt keine Konfidenzintervalle.

**Dupont C, Faure C, Daoud F, Gautier B, Czernichow S, Lévy R, ALIFERT collaborative group 2019 (Frankreich; Basic and Clinical Andrology): Metabolic syndrome and smoking are independent risk factors of male idiopathic infertility [s111].** Fall-Kontroll-Studie (ALIFERT) mit 96 infertilen und 100 fertilen Männern. Rauchen war bei Infertilen häufiger (27 von 94 gegenüber 14 von 99; p = 0,014). Nach dem Titel der Arbeit sind sowohl Rauchen als auch das metabolische Syndrom unabhängige Risikofaktoren der idiopathischen Infertilität. Schwächen: kleine Gruppen, Fall-Kontroll-Design mit Selbstauskunft, Effektschätzer und Intervalle im vorliegenden Bericht nicht angegeben.

**Coelho C, Júlio C, Silva G, Neves A 2009 (Portugal; Acta Médica Portuguesa): Tobacco and male infertility: a retrospective study in infertile couples (Tabak und männliche Infertilität: eine retrospektive Studie bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch; Originalsprache Portugiesisch) [s211].** Retrospektive Vergleichsstudie in einer Kinderwunschambulanz mit 327 Männern (417 Spermiogramme), davon 135 Raucher. Raucher hatten mehr Oligozoospermie, sonst fanden sich keine Unterschiede. Dies ist die einzige portugiesischsprachige Studie. Der Abstract nennt keine Zahlen zur Oligozoospermiehäufigkeit; Schwächen: retrospektiv, eine Ambulanz, Störgrößen nicht erkennbar.

**Reina Bouvet B, Vicenta Paparella C, Nestor Feldman R 2007 (Argentinien; Archivos Españoles de Urología): Effect of tobacco consumption on the spermatogenesis in males with idiopathic infertility (Wirkung des Tabakkonsums auf die Spermatogenese bei Männern mit idiopathischer Infertilität; Originalsprache Spanisch) [s219].** Prospektive Studie mit 131 Männern mit idiopathischer Infertilität in Rosario. Starke Raucher (über 20 Zigaretten täglich; p < 0,001) und leichte Raucher (p < 0,005) unterschieden sich von Nichtrauchern in Konzentration, Morphologie und Anteil unreifer Keimzellen, nicht aber voneinander (p > 0,1). Das spricht gegen eine einfache Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen leichtem und starkem Rauchen. Schwächen: kleine Gruppen, Konfidenzintervalle und Mittelwerte nicht im Bericht, Selektion durch Infertilität.

**Kobayashi N, Miyauchi N, Tatsuta N et al. 2017 (Japan): Factors associated with aberrant imprint methylation and oligozoospermia [s135].** Strukturgleichungsmodell mit 221 aufgereinigten Spermienproben infertiler Paare und 22 geprägten Genorten; bei 24,8 % der Patienten fanden sich Methylierungsveränderungen. Aktuelles Rauchen und viel kohlensäurehaltige Getränke waren mit schwerer Oligozoospermie verbunden, höheres Alter indirekt über die Anhäufung von PCB. Bei Methylierungsfehlern sank die Lebendgeburtenrate und stieg die Fehlgeburtenrate (Zahlen stehen im Abstract nicht). Schwächen: Kinderwunschpaare, Pfadmodell mit mehreren Annahmen, keine Zahlen im Bericht.

**Komiya A, Kato M, Shibata H, Imamura Y et al. 2023 (Japan): Results of lifestyle modification promotion and reproductive/general health check for male partners [s56].** Interventionsbeobachtung mit 402 männlichen Partnern mit auffälligem Erstspermiogramm. Rauchen 22,6 %, chronischer Alkohol 47,0 %, genitale Wärmebelastung 75,1 %. Nach Lebensstilberatung verbesserten sich Spermienparameter und DNA-Fragmentierung insgesamt. Der Beitrag des Rauchverzichts ist nicht einzeln ausgewiesen; Schwäche: keine Kontrollgruppe, Regression zur Mitte nicht auszuschließen.

#### Naher Osten und arabischer Raum

**Al-Odat I und Al-Fawaeir S 2025 (Jordanien; Health Science Reports): Impact of Tobacco Cigarette Smoking on Semen Quality and Serum Levels of Sex Hormones in Men: A Cross-Sectional Population-Based Study [s19].** Querschnittsstudie mit 145 Rauchern und 136 Nichtrauchern. Das Volumen betrug 2,14 ± 0,03 gegenüber 2,65 ± 0,02 ml (p < 0,001); Konzentration, Gesamtbeweglichkeit und Morphologie waren bei Rauchern niedriger. Gesamttestosteron 400,17 ± 4,29 gegenüber 510,15 ± 5,17 (der Abstract nennt als Einheit „IU/L“, was für Testosteron nicht stimmen kann), FSH 6,23 ± 0,02 gegenüber 7,75 ± 0,52 IE/l (p < 0,05), LH 8,34 ± 0,03 gegenüber 7,04 ± 0,05 IE/l (p < 0,001). Die extrem kleinen Streuungen deuten auf Standardfehler hin; ohne Volltext lassen sie sich nicht einordnen. Schwächen: Querschnitt, keine Konfidenzintervalle, Einheiten- und Streuungsangaben fehlerhaft oder unklar.

**Al-Matubsi HY, Kanaan RA, Hamdan F et al. 2011 (Jordanien; Central European Journal of Public Health): Smoking practices in Jordanian people and their impact on semen quality and hormonal levels among adult men (Rauchgewohnheiten bei Jordaniern und ihre Wirkung auf Samenqualität und Hormonspiegel erwachsener Männer) [s202].** Querschnittsumfrage mit 804 Rauchenden (530 Männer, 274 Frauen, 15 bis 45 Jahre) und eine Teilstudie: 111 Männer mit Samen- und Hormonanalyse gegenüber 93 altersgleichen Nichtrauchern. Raucher hatten signifikant niedrigere Spermienkonzentration und Beweglichkeit (p < 0,001) sowie höhere Testosteron- und LH-Werte (p < 0,001). Der Testosteronbefund steht im Gegensatz zu den saudischen und jordanischen Studien mit niedrigerem Testosteron [s19, s152] und ähnelt den Ergebnissen aus Nowosibirsk [s138] und Schweden [s73]. Beim Rauchbeginn nannten 65 % der Männer den Einfluss von Freunden; 89 % der Männer rauchen in der Öffentlichkeit; einkommensschwächere Jordanier konsumierten mehr Tabak. Schwächen: Umfrage und Teilstudie, Konfidenzintervalle im Bericht nicht angegeben.

**Al-Turki HA 2015 (Saudi-Arabien; Urology Annals): Effect of smoking on reproductive hormones and semen parameters of infertile Saudi Arabians [s152].** Retrospektive Studie an 258 von 279 Patienten einer Infertilitätsklinik in Dammam (2010 bis 2012). Raucher gegenüber Nichtrauchern: Gesamttestosteron 383,8 ± 239,5 gegenüber 422,5 ± 139,2 ng/dl (p = 0,009); Prolaktin 18,68 ± 13,28 gegenüber 12,85 ± 12,34 ng/ml (p = 0,001); Volumen 2,8 ± 1,35 gegenüber 3,08 ± 0,76 ml (p < 0,008); progressive Beweglichkeit 31,5 ± 23,1 gegenüber 40,05 ± 25,43 % (p = 0,002); Gesamtzahl 119,52 ± 114,12 gegenüber 139,71 ± 104,82 Mio. (p = 0,07). Primäre Infertilität war bei Rauchern häufiger (p < 0,001). Schwächen: retrospektiv, Aktenlage, sehr große Streuungen, keine Dosisangaben im Abstract; die Gesamtzahl verfehlt die Signifikanz.

**Hamad MF, Shelko N, Kartarius S, Montenarh M, Hammadeh ME 2014 (Saudi-Arabien und Saarland; Andrology): Impact of cigarette smoking on histone (H2B) to protamine ratio in human spermatozoa and its relation to sperm parameters [s177].** Prospektive Studie mit 35 Rauchern gegenüber 19 Nichtrauchern. Histon H2B 292,27 ± 58,24 gegenüber 109,1 ± 43,70 ng je 10⁶ Spermien (p = 0,001); Protamin-P1/P2-Verhältnis 1,71 ± 0,071 gegenüber 1,05 ± 0,033; H2B/(H2B+P1+P2) 0,29 ± 0,71 gegenüber 0,12 ± 0,01 (p < 0,0001); Malondialdehyd im Samenplasma 7,13 ± 1,15 gegenüber 4,42 ± 1,16 µM (p = 0,001); Cotinin 60,44 ± 31,32 gegenüber 2,01 ± 2,84 ng/ml; Spermienzahl niedriger (p ≤ 0,002), Beweglichkeit (p = 0,018), Vitalität (p = 0,009) und Membranintegrität (p = 0,0001). Stärke: objektiver Expositionsmarker Cotinin im Samen. Schwäche: sehr kleine Gruppen, keine Konfidenzintervalle.

**Amor H, Jankowski PM, Dahadhah FW, Al Zoubi MS, Hammadeh ME 2022 (Saarland, jordanische Koautoren; Andrologia): Impact of tobacco smoking in association with H2BFWT, PRM1 and PRM2 genes variants on male infertility [s67].** Querschnittsstudie mit 167 Männern (54 Nichtraucher, 113 Raucher). Starke Raucher gegenüber Kontrollen (Mediane, p < 0,01): Spermienzahl 46,00 gegenüber 78,50 Mio./ml; progressive Beweglichkeit 15,00 gegenüber 22,00 %; Morphologie 4,00 gegenüber 5,00 %; CMA3-Positivität 29,50 gegenüber 20,50 %; DNA-Fragmentierung 24,50 gegenüber 12,00 %. Keine Verbindung zu den untersuchten Varianten der Gene H2BFWT, PRM1 und PRM2. Schwächen: Zentrumspatienten, keine Adjustierung im Abstract, Gruppen sehr ungleich groß.

**Amor H, Ismaeil A, Jankowski PM, Smadi MAA, Zoubi MSA et al. 2025 (Saarland und Jordanien; Scientific Reports): Effects of marijuana and tobacco on male fertility and their relationship to genetic variation of mitochondrial cytochrome C oxidase genes [s20].** Querschnittsstudie Tabak gegen Cannabis mit 37 Nichtrauchern, 39 Tabakrauchern und 37 Cannabisrauchern. Normale Formen und nichtprogressive Beweglichkeit waren bei Tabak- und Cannabisrauchern vermindert (p < 0,001); mehr unbewegliche Spermien und höhere Werte in AO- und CMA3-Tests fanden sich bei Cannabisrauchern gegenüber Tabakrauchern und Nichtrauchern (p < 0,001); keine Unterschiede bei Varianten der mitochondrialen Gene MT-CO1 bis MT-CO3. Schwächen: kleine Gruppen, Nutzer können beide Substanzen mischen.

**Aljabali SM und Banihani SA 2024 (Jordanien; Journal of Nutrition and Metabolism): Effect of Smoking on Seminal Plasma Vitamin B6 in Fertile and Subfertile Men [s39].** Querschnittsstudie mit 195 Männern (fertil: 32 Raucher und 43 Nichtraucher; subfertil: 65 und 55). Vitamin B6 im Seminalplasma unterschied sich zwischen Rauchern und Nichtrauchern weder bei fertilen (p = 0,5096) noch bei subfertilen Männern (p = 0,5224). Endpunkt ist ein Mikronährstoff, kein Standardparameter.

**Farag AGA, Badr EA, Kholif AOA, Khalifa MN, Ghanem MMM 2024 (Ägypten; Biological Trace Element Research): Serum and Seminal Plasma Levels of Lead and Arsenic in Cigarette Smokers and Their Relation to the Semen Parameters [s45].** Querschnittsstudie mit 80 Männern (60 Raucher, 20 Nichtraucher). Spermienzahl, Beweglichkeit und Vitalität waren niedriger (p = 0,001, 0,025 und 0,034), abnorme Formen höher (p = 0,002); Blei im Serum und Seminalplasma war höher (p = 0,002 und 0,001), seminales Blei korrelierte negativ mit der Spermienzahl (r = −0,320; p = 0,004); seminales Arsen war bei Rauchern höher (p = 0,024). Schwächen: sehr kleine Kontrollgruppe, Querschnitt, Korrelation ohne Kausalbeleg; Blei und Arsen können auch aus anderen Quellen stammen.

**Bazid HAS, Attia AM, Yousef AM, Fawal AN, Mostafa MI 2022 (Ägypten; Biological Trace Element Research): Evaluating the Serum and Seminal Plasma Levels of Zinc and Cadmium in Smokers and Their Relation to the Semen Parameters [s69].** Querschnittsstudie mit 70 Männern (35 Raucher mit mehr als 20 Zigaretten täglich, 35 Nichtraucher). Dichte und Beweglichkeit waren niedriger (p = 0,001), die Vitalität ebenfalls (p = 0,002); seminales Zink war niedriger (p = 0,038), seminales Cadmium höher (p = 0,022). Schwächen: kleine Gruppen, Querschnitt, nur starke Raucher.

**Aboulmaouahib S, Madkour A, Kaarouch I et al. 2018 (Marokko; Andrologia): Impact of alcohol and cigarette smoking consumption in male fertility potential: Looks at lipid peroxidation, enzymatic antioxidant activities and sperm DNA damage [s122].** Studie an 108 infertilen Männern mit normalen konventionellen Parametern in vier Gruppen (Kontrolle, Alkohol, Rauchen, Alkohol und Rauchen). In den drei Expositionsgruppen waren die Aktivitäten von Katalase, Superoxiddismutase und Glutathionreduktase und der Malondialdehydspiegel höher, besonders bei Rauchen und der Kombination; die DNA-Fragmentierung lag in der Kombinationsgruppe bei 31 % und die Chromatindekondensation bei 39 %, über dem Normbereich. Schwächen: Gruppengrößen im Bericht nicht angegeben, Exposition kombiniert.

**Al Omrani B, Al Eisa N, Javed M et al. 2018 (Saudi-Arabien; Reproductive Biology and Endocrinology): Associations of sperm DNA fragmentation with lifestyle factors and semen parameters of Saudi men and its impact on ICSI outcome [s123].** Retrospektive Studie mit 94 Paaren unter ICSI. Eine hohe DNA-Fragmentierung (über 30 %) fand sich bei 13,83 % der saudischen Männer (niedrig 53,19 %, mäßig 32,98 %); in der Gruppe mit hoher Fragmentierung trat keine Schwangerschaft ein. Rauchen war positiv mit der niedrigen Fragmentierungskategorie korreliert, im Abstract ohne Erklärung und entgegen der Erwartung.

**Al-Kandari AM, Al-Enezi AN, Ibrahim H, Alkandari O 2020 (Kuwait; Urology Annals): A population-based study of the epidemiology and the risk factors for male infertility in Kuwait [s95].** Populationsbezogene Fallserie mit 608 männlichen Patienten; 478 (78,6 %) mit primärer Infertilität; in der Samenanalyse waren nur 43 (8,2 %) normal, Oligoasthenozoospermie fand sich bei 158 (30,2 %). Als Risikofaktoren nennen die Autoren positive Familienanamnese, Rauchen und Varikozele (Effektgrößen im Abstract nicht angegeben; Varikozele „bei 507 Patienten (86 %)“, was zu 507 von 608 nicht passt und auf einen Berichtsfehler im Abstract deutet). Schwäche: reine Fallserie ohne Kontrollgruppe.

**Al-Bader A, Omu AE, Dashti H 1999 (Kuwait; Archives of Andrology): Chronic cadmium toxicity to sperm of heavy cigarette smokers: immunomodulation by zinc [s237].** Randomisierte klinische Studie mit 125 männlichen Rauchern mit Infertilität plus Rattenversuch. Starkes Rauchen ging mit niedriger Zahl, Beweglichkeit und Morphologie sowie erhöhtem seminalem Cadmium einher; eine Zinktherapie verbesserte die Spermienqualität und erhöhte das seminale IL-4 bei gesenktem TNF-α und IFN-γ. Die Autoren sprechen von einer immunmodulierenden Wirkung von Zink. Hinweis: Die Studie testete eine Zinkgabe und ist deshalb keine reine Beobachtungsstudie; Zahlen stehen im Abstract nicht.

**Almukhtar S, Al-Watar Y, Aljebory K, Ibrahim R 2013 (Irak; Kufa Journal for Nursing Sciences): Effect of Smoking on Semen Quality of Infertile Men in Mosul City, Iraq [s185].** Fall-Kontroll-Studie (1. Januar bis 1. April 2011) mit infertilen Rauchern (n = 150), infertilen Nichtrauchern (n = 100) und gesunden Nichtrauchern (n = 100); Spermienmorphologie auch mit Transmissionselektronenmikroskopie; Rauchergruppen leicht (1 bis 10 Zigaretten täglich), mäßig (10 bis 20) und stark (über 20). Der Abstract berichtet, die Spermienparameter seien bei Rauchern „etwa niedriger“; Rauchen und Dosis hätten einen signifikant negativen Effekt. Zahlenwerte fehlen.

#### China: große Querschnitts- und Kohortenstudien

Alle Studien dieses Abschnitts betreffen Zigarettenrauch. Typische Probanden sind infertile Männer aus Kliniken, Samenspender, Frischvermählte und Männer in der Präkonzeptionsberatung; die Übertragbarkeit auf andere Populationen ist begrenzt, und Selektionseffekte der Klinikpopulationen sind wahrscheinlich. Die chinesischen Kohorten berichten zum Teil widersprüchliche Richtungen innerhalb derselben Studie.

**Yao HL, Yang TT, Tian R, Zhao C, Yang F, Liu ZM et al. 2026 (Chengdu; Asian Journal of Andrology): Modifiable key factors and semen quality in men undergoing preconception evaluation [s12].** Retrospektive Querschnittsanalyse von 3336 Männern der Andrologie des West China Second University Hospital (Januar 2019 bis Juni 2023); multivariable Regression mit natürlichen kubischen Splines, adjustiert für Alter, Karenzzeit und Jahreszeit. Rauchen zeigte einen dosisabhängigen ungünstigen Effekt: Abnahme von Spermienkonzentration, Gesamtspermienzahl und Beweglichkeit bei mehr als 20 Zigaretten pro Tag oder mehr als 10 Jahren Rauchdauer. Konfidenzintervalle stehen im Abstract nicht. Stärke: große Stichprobe, nichtlineare Modellierung. Schwächen: retrospektiv, Klinikpopulation, Selbstauskunft.

**Lin M, Feng Y, Zhang Y, He Q, Feng N 2026 (Annals of Medicine and Surgery): The influence of unhealthy lifestyle on semen quality: results from a cross-sectional study and Mendelian randomization [s04].** 508 Teilnehmer in der Querschnittsanalyse (logistische Regression), danach Zwei-Stichproben-Mendelsche-Randomisierung (inverse-variance-weighted, MR-PRESSO, MR-Egger). Rauchen, starker Alkohol- und Kaffeekonsum und sitzende Lebensweise waren mit häufiger niedriger Samenqualität assoziiert; die MR-Analyse stützte einen ursächlichen Zusammenhang für Rauchen, Alkohol, Koffein, Cannabis und Bewegungsmangel. Zahlenwerte stehen im Abstract nicht (die p-Werte sind im Abstract abgeschnitten). Stärke: genetische Instrumente verringern das Problem von Störgrößen. Schwäche: Die MR betrifft Rauchen als Verhalten, nicht ein einzelnes Produkt; ohne Zahlen nicht beurteilbar.

**Fan S, Zhang Z, Wang H, Luo L, Xu B 2024 (China; Frontiers in Endocrinology): Associations between tobacco inhalation and semen parameters in men with primary and secondary infertility [s44].** Querschnittsstudie mit 1938 infertilen Männern, davon 1067 Nichtraucher und 871 Raucher (568 mäßig, 1 bis 10 Zigaretten pro Tag; 303 stark, mehr als 10 pro Tag), WHO-2010-Kriterien, logistische Regression. Bei primärer Infertilität lag die mediane Spermienkonzentration starker Raucher bei 59,2 × 10⁶/ml gegenüber 68,6 × 10⁶/ml bei Nichtrauchern (p = 0,01). Bei sekundärer Infertilität betrug die mediane Progressivmotilität starker Raucher 44,7 % gegenüber 48,1 % bei Nichtrauchern (p = 0,04). Stärke: große Stichprobe, Trennung nach primärer und sekundärer Infertilität. Schwächen: Selbstangabe des Rauchens, die absoluten Unterschiede sind klein, keine Konfidenzintervalle im Abstract.

**Zhou M, Yao T, Li J, Hui H, Fan W, Guan Y et al. 2022 (Shanghai; Frontiers in Medicine): Preliminary prediction of semen quality based on modifiable lifestyle factors by using the XGBoost algorithm [s79].** Daten von 5109 Männern eines reproduktionsmedizinischen Zentrums; XGBoost-Modell mit 13 Faktoren, Prüfung durch logistische Regression mit k-facher Kreuzvalidierung. Die AUC-Werte lagen zwischen 0,648 und 0,697 für Volumen, Konzentration, Progressiv- und Gesamtmotilität sowie DNA-Fragmentierungsindex, für die Morphologie nur bei 0,506. Rauchen war der wichtigste Einflussfaktor für Volumen, Konzentration und Motilität. Starkes Rauchen (mehr als 20 Zigaretten pro Tag) war mit ungünstigen Werten verbunden (OR 4,69 für das Volumen, 6,97 für die Konzentration, 11,16 für die Progressivmotilität und 10,35 für die Gesamtmotilität); ein Alter über 35 Jahre mit erhöhtem DFI (OR 5,47). Schwächen: Die AUC-Werte sind mäßig (die Vorhersagekraft ist gering), Konfidenzintervalle fehlen im Abstract; die sehr großen Odds Ratios gelten für die Gruppe mit mehr als 20 Zigaretten täglich, die klein sein dürfte; die Population besteht aus Männern einer Kinderwunschklinik.

**Tang Q, Pan F, Wu X, Nichols CE, Wang X, Xia Y, London SJ, Wu W 2019 (Nanjing; Environmental Epidemiology): Semen quality and cigarette smoking in a cohort of healthy fertile men [s114].** 1631 gesunde fertile Männer (NMU-LIFE-Kohorte), multivariable lineare Regression. Bei Männern mit mindestens 10 Packungsjahren fanden sich gegenüber Nie-Rauchern ein geringeres Ejakulatvolumen (β = −0,10; p = 0,001) und eine geringere Gesamtspermienzahl (β = −0,42; p = 0,037), aber eine höhere Gesamtmotilität (β = 6,02; p = 0,037) und Progressivmotilität (β = 5,52; p = 0,037). Dosisabhängig: Das Volumen sank (p für Trend 0,042), die Motilität stieg (p für Trend 0,048). Ehemalige Raucher unterschieden sich nicht von Nie-Rauchern. Das ist ein Beispiel dafür, dass auch bei Zigaretten die Richtung nicht für alle Parameter einheitlich ist; die Autoren und die Berichte nennen keine abschließende Erklärung (eine Tierstudie vermutet einen motilitätssteigernden Nikotineffekt, siehe Kapitel Tierversuche). Stärken: Anpassung an Störgrößen, Angaben zu Rauchbeginn und Rauchstopp. Schwächen: Selbstauskunft, nur gesunde Männer, mögliche Selektion; mehrere p-Werte liegen nahe 0,04, bei vielen Vergleichen ist Zufall nicht auszuschließen.

**Wu JQ, Li YY, Gao ES, Rong F, Zhou JS, Hovel MF et al. 2012 (fünf Provinzen; Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi, chinesisch mit englischem Abstract): 吸烟对精液质量常规指标影响的研究 (Der Einfluss des Rauchens auf die Routineparameter der Samenqualität) [s197].** 727 Teilnehmer (421 Raucher, 306 Nichtraucher) aus Hebei, Shanxi, Guizhou, Zhejiang und Shandong, erhoben 2004 bis 2006; vier logistische Modelle, adjustiert für Region, Alter, Karenzzeit, Bildung, Alkohol und Pestizidexposition. Auffällige Vitalität: OR 1,77 (95-%-KI 1,12 bis 2,80); auffällige Beweglichkeit OR 1,51 (1,00 bis 2,27); auffällige Morphologie OR 2,55 (1,68 bis 3,88). Verringerte Dichte bei mehr als 20 Zigaretten pro Tag OR 1,70 (1,05 bis 2,76) und bei mehr als 150 000 gerauchten Zigaretten insgesamt OR 1,84 (1,03 bis 3,29). Stärken: mehrere Provinzen, ausführliche Adjustierung. Schwächen: Querschnitt, Fragebogen; das Intervall für die Beweglichkeit berührt mit 1,00 die Grenze der Signifikanz.

**Bao HQ, Sun L, Yang XN, Ding J, Ma SY, Yang L et al. 2019 (Chongqing; Zhonghua Nan Ke Xue): 吸烟对育前男性精浆活性氧含量及精子质量的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf reaktive Sauerstoffspezies im Samenplasma und die Spermienqualität bei Männern vor der Konzeption) [s109].** Querschnittsstudie an 368 Männern vor der Konzeption (196 Raucher, 172 Nichtraucher; Raucher aufgeteilt in leichte, n = 88, und mittlere bis starke, n = 108). 53,26 % hatten eine Rauchanamnese, 29,35 % waren mittlere bis starke Raucher. Nur 55,4 % hatten eine normale Morphologie, 52,6 % eine normale Progressivmotilität. Mittlere bis starke Raucher hatten ein geringeres Volumen (Nichtraucher 3,33 ± 1,20 ml gegenüber 2,78 ± 1,08 ml). Laut Schlussfolgerung erhöht Rauchen reaktive Sauerstoffspezies im Samenplasma, senkt Spermienzahl und Progressivmotilität und erhöht Fehlbildungen und DNA-Fragmentierung; weitere Zahlen sind im Abstract abgeschnitten. Schwächen: Querschnitt, Selbstauskunft, im Bericht nur ein Zahlenpaar.

**Cui X, Jing X, Wu X, Wang Z, Li Q 2016 (Taiyuan; Molecular Medicine Reports): „吸烟对男性精液质量、精子DNA完整性及Chk1基因表达的影响“ (Der Einfluss des Rauchens auf Samenqualität, Spermien-DNA-Integrität und Chk1-Genexpression) [s141].** Kohortenstudie mit 841 rauchenden und 287 nichtrauchenden Männern (zusammen 1128); untersucht wurden Konzentration, Beweglichkeit, Vitalität, Zink im Samenplasma, Akrosinaktivität und DNA-Fragmentierung sowie die Chk1-Expression (RT-qPCR, Western Blot). Die Progressivmotilität war bei mittlerem und starkem Rauchen vermindert, nicht bei leichtem; bei Langzeitrauchern waren auch Konzentration und Zahl vermindert; Kopfanomalien stiegen bei starken Rauchern und Langzeitrauchern. Vitalität und Zink im Samenplasma waren in der Rauchergruppe erhöht, die DNA-Fragmentierung ebenfalls erhöht, die Chk1-Expression vermindert. Die erhöhte Vitalität und der erhöhte Zinkgehalt laufen der Erwartung entgegen; Zahlenwerte stehen im Abstract nicht. Hinweis: Das Zink steht im Gegensatz zu Liu et al. 2010 [s206], wo es bei Rauchern niedriger war.

**Niu ZH, Liu JB, Shi TY, Yuan Y, Shi HJ 2010 (Shanghai; Zhonghua Nan Ke Xue): 吸烟对精子染色质结构完整性影响的探讨 (Zum Einfluss des Rauchens auf die Integrität der Spermien-Chromatinstruktur) [s207].** Auswertung einer Falldatenbank von 784 Männern mit Infertilität mit dem Spermienchromatinstruktur-Assay (SCSA, Durchflusszytometrie). Volumen und Anteil der Grade a und b waren in den Gruppen mit mindestens 20 Zigaretten pro Tag oder mindestens 10 Jahren Rauchdauer niedriger, Morphologieanomalien höher; DNA-Integrität und Kernreifung waren vermindert. Zahlen stehen nicht im Bericht; Schwächen: Datenbankauswertung, Infertilitätspopulation.

**Zhang ZH, Zhu HB, Li LL, Yu Y, Zhang HG, Liu RZ 2013 (Changchun; Iranian Journal of Reproductive Medicine): Decline of semen quality and increase of leukocytes with cigarette smoking in infertile men [s191].** Retrospektive Studie mit 1512 infertilen Patienten (2007 bis 2010). Raucher hatten ein geringeres Volumen (p = 0,006), eine geringere schnelle Progressivmotilität (p = 0,002), eine geringere Vitalität (p = 0,019), mehr unbewegliche Spermien (p = 0,005) und mehr Leukozyten (p = 0,002). pH (p = 0,789) und Konzentration (p = 0,297) unterschieden sich nicht. Die Normalmorphologie war geringer (p = 0,003), mit zunehmendem Rauchgrad. Schwächen: retrospektiv, Infertilitätspopulation, keine Effektgrößen.

**Zhang M, Zhang QS, Zheng HS, Wang XY, Feng SQ, Tian WJ et al. 2016 (Nordostchina; The Journal of International Medical Research): Clinical, demographic and psychological characteristics of infertile male smokers in Northeast China [s149].** Querschnittsstudie mit 704 rauchenden und 372 nichtrauchenden infertilen Männern; Spermien, Hormone sowie Angst- und Depressionsskalen (SAS, SDS). Raucher hatten höhere SDS- und SAS-Werte; Vitalität und Beweglichkeit waren niedriger; es gab positive Spearman-Korrelationen zwischen Rauchdauer beziehungsweise Zigarettenzahl und SDS/SAS. Schwächen: Querschnitt, psychometrische Skalen nicht kausal deutbar, keine Zahlen im Bericht.

**Zhang JP, Meng QY, Wang Q, Zhang LJ, Mao YL, Sun ZX 2000 (Shandong; Asian Journal of Andrology) und Zhang JP et al. 2002 (Zhonghua Nan Ke Xue; chinesische Fassung) [s234, s230].** Zwei Veröffentlichungen, die nach den Abstracts dieselben Probanden betreffen und nicht doppelt gezählt werden dürfen: 110 Nichtraucher und 191 Raucher aus einer Infertilitätsambulanz sowie 61 fertile Kontrollen. Volumen, Azidität, Dichte, Vitalität, Vorwärtsbeweglichkeit sowie Zink, Kupfer und Superoxiddismutase im Samenplasma waren bei mittleren, starken und Langzeitrauchern niedriger als bei Nichtrauchern. Schwächen: Zahlen im Bericht nicht angegeben, Querschnitt.

**Tang YG, Tang LX, Wang QL, Song G, Jiang YJ, Deng SM et al. 2015 (Guangdong; Asian Journal of Andrology) und Tang LX, Wang QL, Tang YG, Jiang F, Wang LL, Huang JT 2013 (Zhonghua Nan Ke Xue): Referenzwerte der Samenparameter fertiler Männer [s164, s188].** [s164]: 1213 fertile Männer (Zeit bis zur Schwangerschaft höchstens 12 Monate), WHO-2010; 5. Perzentile 1,3 ml Volumen, 20 × 10⁶/ml Konzentration, 40 × 10⁶ Gesamtzahl, 48 % Vitalität, 39 % Gesamtmotilität, 25 % Progressivmotilität, 5,0 % Normalmorphologie; Beruf, Rauchen, Alkohol und Varikozele schienen die Qualität zu mindern. [s188]: 1152 fertile Männer im Alter von 18 bis 50 Jahren mit einer Zeit bis zur Schwangerschaft von höchstens 12 Monaten; Median Volumen 1,5 ml, Konzentration 17 Millionen/ml, Gesamtzahl 39 Millionen, Gesamtmotilität 41 %, Progressivmotilität 33 %, Normalmorphologie 5,0 %; Alter, BMI und Lebensstil beeinflussten einzelne Parameter. Ob sich die Probanden überlappen, ist aus den Abstracts nicht erkennbar. Rauchen ist hier nur einer von mehreren Einflussfaktoren, nicht der Gegenstand.

**Zhou NY, Cao J, Cui ZH, Han X, Cai M, Bao HQ et al. 2009 (Chongqing; Zhonghua Nan Ke Xue): 吸烟对重庆主城区成年男性精子凋亡及精液质量的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf Spermienapoptose und Samenqualität bei erwachsenen Männern im Stadtgebiet Chongqing) [s215].** Querschnittsstudie mit 235 gesunden Männern (89 Nichtraucher, 146 Raucher), Computer-gestützte Samenanalyse und Annexin-V/PI-Durchflusszytometrie. Früh apoptotische Spermien (AN+/PI−): 8,1 ± 5,1 % bei Rauchern gegenüber 6,8 ± 3,8 % (p = 0,039); spät apoptotisch 5,6 ± 5,2 % gegenüber 5,5 ± 5,1 % (p = 0,87). Die Routineparameter unterschieden sich nicht (Volumen p = 0,30, Dichte 0,82, Motilität 0,37, Vitalität 0,81, Normalmorphologie 0,84). Die Autoren lesen Apoptose als sensitiveren Marker; der Befund zeigt vor allem das Fehlen eines Routineeffekts bei gesunden Männern. Schwächen: ein einziger signifikanter Befund bei kleinem Unterschied (1,3 Prozentpunkte), Querschnitt.

**Li WW, Li N, Wu QY et al. 2012 (Zhonghua Nan Ke Xue): 流式细胞术检测吸烟对精子质膜完整性的影响 (Durchflusszytometrischer Nachweis des Einflusses des Rauchens auf die Integrität der Spermienplasmamembran) [s195].** 132 rauchende infertile Männer (68 starke Raucher mit mehr als 20 Zigaretten pro Tag) gegenüber 70 fertilen Kontrollen; SYBR-14/PI-Durchflusszytometrie. Beide Rauchergruppen unterschieden sich in den Anteilen SYBR-14−/PI+ und SYBR-14+/PI− von den Kontrollen (die p-Werte sind im Abstract abgeschnitten); die Schlussfolgerung lautet, Rauchen mindere die Membranintegrität. Schwäche: Kontrollen sind fertile, Raucher infertile Männer, der Rauchereffekt ist also mit dem Fertilitätsstatus vermengt.

**Guo H, Zhang HG, Xue BG, Sha YW, Liu Y et al. 2006 (Zhonghua Nan Ke Xue): 吸烟、饮酒和桑拿对精子形态的影响 (Der Einfluss von Rauchen, Alkohol und Sauna auf die Spermienmorphologie) [s221].** Auswertung einer Falldatenbank mit 602 infertilen Männern in den Untergruppen Rauchen (243), Alkohol (224) und Sauna (135). Die Anteile normal geformter Spermien lagen in allen drei Gruppen unter denen der Kontrollen, besonders nahmen Kopfanomalien zu (automatisierte Morphologieanalyse). Zahlenwerte nicht im Bericht; Schwäche: gemeinsame Betrachtung mehrerer Expositionen, Überlappung der Untergruppen möglich.

**Zhou YL, Chen K, Yu BL, Gao XC 2013 (Guangzhou; Zhonghua Nan Ke Xue): 吸烟对男性不育患者精子核蛋白成熟度的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf die Reifung der Spermienkernproteine bei unfruchtbaren Männern) [s192].** Querschnittsvergleich von 116 Nichtrauchern und 113 starken Rauchern (Rauchindex mindestens 200 Zigaretten-Jahre) mit Infertilität, Anilinblau-Färbung. Schlussfolgerung: Rauchen korreliere nicht signifikant mit der Motilität, mindere aber den Übergang der Kernproteine. Zahlenwerte im Abstract abgeschnitten.

**Liu RZ, Gao JC, Zhang HG, Wang RX et al. 2010 (Changchun; Zhonghua Nan Ke Xue): Seminal plasma zinc level may be associated with the effect of cigarette smoking on sperm parameters [s206].** Querschnittsvergleich von 79 Nichtrauchern und 68 Rauchern. Das Zink im Samenplasma war bei Rauchern signifikant niedriger und mit dem Rauchausmaß korreliert; Konzentration, Motilität und Morphologie waren bei Rauchern niedriger, besonders bei Rauchern mit auffälligem Zink. Der Befund steht im Gegensatz zu Cui et al. [s141], wo Zink bei Rauchern höher war.

**Ou Z, Wen Q, Deng Y, Yu Y, Chen Z, Sun L 2020 (Guangzhou; Reproductive Biology and Endocrinology): Cigarette smoking is associated with high level of ferroptosis in seminal plasma and affects semen quality [s101].** Humanproben von 70 starken Rauchern und 75 Nichtrauchern aus der Kinderwunschbehandlung sowie ein Zellmodell (GC-2Spd-Zellen mit Zigarettenrauchkondensat). Starke Raucher hatten häufiger auffällige Vitalität und Progressivmotilität; das Glutathion im Samenplasma war vermindert; Lipid-ROS, Eisen und GPX4 wurden untersucht (Zahlen im Abstract abgeschnitten). Schwächen: Kinderwunschpopulation, Zellmodell mit Rauchkondensat in nicht übertragbarer Konzentration.

**Yu B, Qi Y, Liu D, Gao X, Chen H, Bai C et al. 2014 (Guangzhou; Fertility and Sterility): Cigarette smoking is associated with abnormal histone-to-protamine transition in human sperm [s183].** Humanproben von 147 starken Rauchern und 175 Nichtrauchern plus Zellmodell (TM3 mit Zigarettenrauchkondensat). Auch normozoosperme Raucher zeigten mehr Anomalien als ihre nichtrauchenden Gegenstücke; Anomalien beim Histonersatz korrelierten eng mit Motilität, Vitalität, Konzentration, Zahl und Cotininwerten; das Verhältnis der mRNA von Protamin 1 zu Protamin 2 stieg bei starken Rauchern und in TM3-Zellen unter Rauchkondensat. Stärke: Cotinin als objektiver Marker. Schwäche: Zahlen im Bericht nicht angegeben.

**Yu B, Chen J, Liu D, Zhou H, Xiao W, Xia X et al. 2013 (Guangzhou; Biology of Reproduction): Cigarette smoking is associated with human semen quality in synergy with functional NRF2 polymorphisms [s190].** Genetische Assoziationsstudie mit 314 starken Rauchern und 314 gematchten Nichtrauchern. Der Genotyp rs6721961 TT war bei starken Rauchern mit niedriger Samenqualität verbunden (OR 2,370; 95-%-KI 1,106 bis 5,081); diese Raucher hatten niedrigere Konzentration und Zahl (p < 0,05) und eine verminderte Superoxiddismutase-Aktivität im Samenplasma (p < 0,05). Der Effekt galt nicht für Nichtraucher oder für Raucher ohne diesen Genotyp. Schwäche: ein einzelnes Gen, breites Konfidenzintervall, keine Replikation im Bericht.

**Ji G, Yan L, Liu W, Qu J, Gu A 2013 (Nanjing; Toxicology Letters): OGG1 Ser326Cys polymorphism interacts with cigarette smoking to increase oxidative DNA damage in human sperm and the risk of male infertility [s187].** Fall-Kontroll-Studie mit 620 idiopathisch infertilen Männern und 480 fertilen Kontrollen. Cys/Cys-Träger hatten höhere 8-OHdG-Spiegel in Spermien, nur bei Rauchern mit mindestens 5 Packungsjahren. Das Cys-Allel war im dominanten Modell mit einem Infertilitätsrisiko verbunden (OR 1,35; KI 1,01 bis 1,82; p für Trend < 0,001); die Interaktion zwischen Genotyp und Rauchen hatte p = 0,0003. Schwäche: Untergrenze des Konfidenzintervalls bei 1,01; Gen-Umwelt-Interaktionen sind anfällig für Mehrfachtestung.

**Yu B, Ding Q, Zheng T, Jiang L, Li Q, Sun X et al. 2015 (Südchina; Andrologia): Smoking attenuated the association between IκBα rs696 polymorphism and defective spermatogenesis [s165].** Fall-Kontroll-Studie mit 338 Patienten mit gestörter Spermatogenese und 342 Kontrollen, ergänzt durch ein Zellmodell. rs696 AA: 21,60 % gegenüber 14,33 % (p = 0,013); GG: 28,99 % gegenüber 37,13 % (p = 0,024). Der Unterschied zeigte sich nur bei Nichtrauchern (AA in allen Probanden OR 1,647, p = 0,014; bei Nichtrauchern OR 1,889, p = 0,036). Gegenstand ist die Genassoziation und ihre Überlagerung durch Rauchen, nicht der Raucher-Effekt an sich.

**Chen X, Xu W, Miao M et al. 2015 (Spermienproteom; Maus mit Validierung am Menschen) [s155].** Mäuse unter täglichem Zigarettenrauch plus 30 männliche Raucher und 30 Nichtraucher. 22 differenziell exprimierte Proteine wurden identifiziert; vier der fünf geprüften Proteine (Aldoa, ATP5a1, Gpx4, Cs) unterschieden sich auf Proteinebene (p < 0,05); beim Menschen waren Aldoa und Cs verändert. Schwäche: kleine menschliche Stichprobe (60 Männer); die Mausdaten gehören in das Kapitel zu den Tierversuchen.

**Zhang W, Li M, Sun F et al. 2019 (Guizhou): Association of Sperm Methylation at LINE-1, Four Candidate Genes, and Nicotine/Alcohol Exposure With the Risk of Infertility [s116].** Querschnittsstudie mit DNA-Methylierungsanalyse (MassARRAY) an 143 Männern eines von Minderheiten bewohnten Bezirks. Die Motilität war in der Nikotin-Gruppe (p = 0,0064) und in der Nikotin-plus-Alkohol-Gruppe (p = 0,0008) niedriger, FSH in der Nikotin-Gruppe höher (p = 0,0026); LINE-1 war in den exponierten Gruppen hypermethyliert. Schwächen: kleine Gruppen, kombinierte Exposition, Nikotinexposition per Selbstauskunft.

**Liu Y, Chen S, Pang D et al. 2022 (China): Effects of paternal exposure to cigarette smoke on sperm DNA methylation and long-term metabolic syndrome in offspring [s76].** Humane Spermien-Methylierungsprofile bei rauchenden normozoospermen Männern, nichtrauchenden normozoospermen Männern und nichtrauchenden oligoasthenozoospermen Männern sowie ein Mausmodell mit Nachkommen. Die globale Methylierung war erhöht (der p-Wert ist im Abstract abgeschnitten); in der ersten Nachkommengeneration der Mäuse veränderten sich die DLK1-Regionen, mit möglichen Folgen für den Stoffwechsel. Schwäche: kleine Gruppen; der Nachkommenbefund stammt aus der Maus.

**Wang C, Zhang J, Gao F et al. 2024 (China; Reproductive Toxicology): Investigating the effects of COVID-19 on sperm in male smokers [s53].** Prospektive Kohorte mit 90 Rauchern und 90 Nichtrauchern vor und nach COVID-19 (Proteomik, Metabolomik). Beide Gruppen zeigten nach der Infektion eine niedrigere Konzentration, Progressivmotilität und Normalmorphologie und eine höhere DNA-Fragmentierung; Raucher hatten deutlichere Rückgänge. Ein Bezug zu anderen Nikotinprodukten besteht nicht; die Studie zeigt vor allem, dass die Infektion selbst Samenparameter verändert, wodurch die Rauchwirkung schwer abgrenzbar ist.

**Cui J, Wang C, Zheng Y, Zhang Y, Luo S et al. 2025 (China; Communications Biology): Mechanisms and reversibility of nicotine-induced spermatogenesis impairment and DNA methylation [s21].** Mensch (Querschnitt: 18 Nichtraucher, 19 Raucher und 14 Ex-Raucher, mindestens drei Monate abstinent) und Mausmodell mit Nikotin (8 Tiere je Gruppe, CASA). Nach dem Abstract waren die Spermienmerkmale bei Ex-Rauchern teilweise erholt, im Mausmodell ebenso; ein Rauchstopp kehrte die Methylierung um. Konkrete Messwerte nennt der Abstract nicht. Die Mausbefunde (Nikotin im Trinkwasser, acht Wochen ab dem Alter von drei Wochen; weniger späte Spermatiden, gehemmte Meiose, gestörter Histon-Protamin-Wechsel) gehören in das Kapitel zu den Tierversuchen. Schwächen: sehr kleine menschliche Gruppen, Querschnittsvergleich statt Verlauf, keine Zahlen im Bericht.

**Zusammenfassung China.** Die chinesischen Studien zeigen überwiegend schlechtere Werte bei Rauchern, am häufigsten bei Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie, vor allem bei starkem Rauchen oder langer Rauchdauer [s12, s44, s79, s197, s191]. Zugleich gibt es Studien ohne Routineeffekt [s215], Studien mit höherer Motilität bei Rauchern [s114], widersprüchliche Zinkbefunde [s141, s206] und Doppelveröffentlichungen derselben Stichprobe in chinesischer und englischer Fassung [s234, s230].

#### Taiwan und Südkorea

**Wang SL, Wang XR, Chia SE et al. 2001 (Taiwan): A study on occupational exposure to petrochemicals and smoking on seminal quality [s232].** Querschnittsstudie mit 68 Petrochemie-Arbeitern (23 Nie-Raucher, 45 Raucher) und 130 nicht Exponierten (49 Nie-Raucher, 81 Raucher). Bei nicht exponierten Rauchern bestand eine inverse Beziehung zwischen Rauchjahren und Spermiendichte (r = −0,24; p < 0,05). Exponierte Raucher hatten gegenüber nicht exponierten Nichtrauchern deutlich schlechtere Dichte, Gesamtzahl und Vorwärtsbeweglichkeit (p < 0,01); kombinierte Exposition und Rauchjahre hingen mit der Dichte zusammen (r = −0,28; p < 0,05). Schwächen: Mischexposition, kleine Gruppen.

**Kurniawan AL, Hsu CY, Chao JC et al. 2021 (Taiwan): Interactive Effects of Unhealthy Lifestyle Behaviors on Testicular Function among Healthy Taiwanese Men [s88].** Querschnittsstudie mit 3283 Männern (2009 bis 2015), Fragebogen, Hormone, Spermien. Rauchen und Alkohol zusammen waren mit höherem Testosteron verbunden (β = 0,81); die weiteren Koeffizienten sind im Abstract abgeschnitten. Schwäche: kombinierte Exposition, kaum Zahlen im Bericht.

**Hsu PC, Chang HY, Guo YL et al. 2009 (Taiwan): Effect of smoking on blood lead levels in workers and role of reactive oxygen species in lead-induced sperm chromatin DNA damage [s212].** Querschnittsstudie in einer Batteriefabrik mit 80 Arbeitern. Raucher hatten höhere Blutbleiwerte; Blei korrelierte mit Chromatinschäden und Morphologieanomalien, nach Anpassung an das Rauchen. Der Rauchbefund ist hier Störgröße und kein Hauptendpunkt.

**Joo KJ, Kwon YW, Myung SC, Kim TH 2012 (Südkorea): The effects of smoking and alcohol intake on sperm quality: light and transmission electron microscopy findings [s194].** Querschnittsstudie mit 62 gesunden Männern. Starkes Rauchen (mehr als 20 Zigaretten pro Tag) war mit verminderter Spermienzahl verbunden; die Transmissionselektronenmikroskopie zeigte keinen Rauchereffekt auf die Ultrastruktur, dagegen Alkohol (morphologisch abnorme Kerne und Plasmamembranen). Schwäche: sehr kleine Stichprobe.

**Lee HD, Lee HS, Lee JS, Park YS, Seo JT 2014 (Südkorea): Do cigarette smoking and obesity affect semen abnormality in idiopathic infertile males? [s179].** Querschnittsstudie; von 1073 Patienten wurden nach den Einschlusskriterien 193 analysiert (72 mit normalem, 121 mit auffälligem Samen). Rauchanamnese und Alter waren Risikofaktoren für auffälligen Samen, Adipositas nicht. Zahlenwerte stehen im Abstract nicht; die Auswahl von 193 aus 1073 Patienten ist ein erhebliches Selektionsrisiko.

**Kim SK, Jee BC, Kim SH 2015 (Südkorea): Histone methylation and acetylation in ejaculated human sperm: effects of swim-up and smoking [s160].** Prospektive Laborstudie mit 50 gesunden Freiwilligen. Nach Swim-up stiegen Motilität und Normalformen, der DFI sank; 8-OHdG war in der Swim-up-Fraktion nur bei Rauchern signifikant höher. Schwäche: Laborstudie mit kleiner Gruppe, Rauchen nicht Hauptfragestellung.

#### China: Arbeiten aus der Plattform CQVIP (nur Design und Stichprobengröße belegt)

Die folgenden 22 Arbeiten wurden in einer früheren Suchrunde über Detailseiten der chinesischen Plattform CQVIP gefunden. Bei der Nachprüfung am 4. Oktober 2026 leiteten die Detailseiten auf eine Anmeldeseite um. Eine Anmeldung ist nicht erfolgt. Deshalb stehen hier nur Design und Stichprobengröße aus der Quellendatei; Effektgrößen werden nicht wiedergegeben, weil sie in dieser Runde nicht überprüfbar waren. Alle Studien betreffen das Zigarettenrauchen. Dass ein erheblicher Teil der chinesischen Zigarettenliteratur in nicht PubMed-indizierten Zeitschriften erscheint, ist selbst ein Befund zur Erreichbarkeit der Evidenz.

- **2015, Huanjing yu Jiankang Zazhi: 基于社区人群的吸烟与男性睾酮水平关系的初步研究 (Vorstudie zum Zusammenhang von Rauchen und Testosteronspiegel bei Männern auf Basis einer Gemeindestichprobe) [s170].** Querschnittsstudie, Gemeindestichprobe (Zunyi), Sexualhormone, 1213 Männer ab 20 Jahren.
- **2018, Linchuang Miniao Waike Zazhi: 吸烟对男性不育患者生育能力的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf die Fruchtbarkeit infertiler Männer) [s120].** Retrospektive Auswertung einer Infertilitätsambulanz mit 5447 Patienten; die größte Einzelstichprobe unter den Studien dieser Gruppe.
- **2018, Zhongguo Xiandai Yaowu Yingyong: 孕前检查男性中吸烟因素对精液质量影响的分析 (Analyse des Einflusses des Rauchens auf die Samenqualität bei Männern in der Vorsorgeuntersuchung vor der Schwangerschaft) [s121].** Vergleich dreier Gruppen: 280 infertile Männer (100 Raucher, 180 Nichtraucher) und 100 Kontrollen.
- **2024, Xiandai Shiyong Yixue: 精浆中尼古丁和可替宁含量对精液参数的影响 (Der Einfluss von Nikotin- und Cotiningehalt im Samenplasma auf Samenparameter) [s36].** Prospektive Querschnittsstudie mit Gaschromatographie-Massenspektrometrie von Nikotin und Cotinin im Samenplasma (Ningbo), 293 Männer; die einzige Studie der Gruppe mit direkter Nikotinmessung beim Menschen.
- **2025, Yiyao Qianyan: 吸烟对≤35岁男性精液质量及宫腔内夫精人工授精妊娠结局的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf Samenqualität und Schwangerschaftsergebnis nach intrauteriner Insemination bei Männern bis 35 Jahre) [s16].** Retrospektive Kohorte (Qingyuan), 73 Paare und 95 Zyklen (19 Zyklen Raucher, 76 Kontrolle); sehr kleine Raucherzahl.
- **2024, Anhui Yike Daxue Xuebao: 安徽省人类精子库志愿者精液质量与生活方式的关联研究 (Zusammenhang zwischen Samenqualität und Lebensstil bei Freiwilligen der Humanspermienbank der Provinz Anhui) [s55].** Querschnittsstudie an 1222 Samenspender-Freiwilligen.
- **2021, Dazhong Keji: 广西柳州市男性精液质量与生活方式关系研究 (Zusammenhang zwischen Samenqualität und Lebensstil bei Männern in Liuzhou, Guangxi) [s91].** Querschnittsstudie mit Kovarianzanalyse, 369 Männer.
- **2020, Guangxi Yixue: 弱精子症的发生情况及其相关危险因素 (Häufigkeit der Asthenozoospermie und zugehörige Risikofaktoren) [s104].** Retrospektive Studie mit logistischer Regression (Suqian), 396 Patienten.
- **2001, Zhonghua Nankexue Zazhi: 吸烟与精子密度 (Rauchen und Spermiendichte) [s231].** Querschnittsstudie bei Frischvermählten, 257 Männer.
- **2000, Zhongguo Nankexue Zazhi: 吸烟对男性精液参数、精子功能及睾酮影响的研究 (Der Einfluss des Rauchens auf Samenparameter, Spermienfunktion und Testosteron bei Männern) [s235].** Vergleich dreier Gruppen (Raucher und Nichtraucher mit Zeugungsanamnese) mit 38, 51 und 55 Männern.
- **2011, Jianyan Yixue: 吸烟对男性不育患者精子活力和动态参数的影响及相关性研究 (Der Einfluss des Rauchens auf Spermienmotilität und dynamische Parameter bei infertilen Männern und deren Korrelationen) [s199].** Vergleich mit computergestützter Bewegungsanalyse (CASA): 255 infertile Patienten und 112 fertile Männer.
- **2016, Wuhan Daxue Xuebao (Yixue Ban): 吸烟对男性精子DNA及RNA甲基化水平的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf das DNA- und RNA-Methylierungsniveau in Spermien) [s139].** Querschnittsstudie, LC-MS/MS der DNA- und RNA-Methylierung; Stichprobengröße im Abstract nicht angegeben.
- **1997, Zhongguo Xingwei Yixue Kexue: 吸烟对男性不育症精浆超氧化物歧化酶的影响及相关性研究 (Der Einfluss des Rauchens auf die Superoxiddismutase im Samenplasma bei männlicher Infertilität und Korrelationen) [s239].** Querschnittsstudie mit Samenplasma-SOD (Radioimmunoassay), 143 infertile Männer.
- **2014, Zhongguo Xingkexue: 吸烟对男性精液中抗精子抗体及精子形态的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf Antispermienantikörper im Samen und die Spermienmorphologie) [s171].** Kohortenansatz; Stichprobengröße im Abstract nicht angegeben.
- **2015, Yan’an Daxue Xuebao: 吸烟对男性精液质量影响的探讨 (Zum Einfluss des Rauchens auf die Samenqualität) [s150].** Vergleichsstudie mit 141 rauchenden infertilen Männern und 53 nichtrauchenden fertilen Kontrollen; Raucher- und Kontrollgruppe unterscheiden sich im Fertilitätsstatus.
- **2014, Zhongguo Yousheng yu Yichuan Zazhi: 吸烟对精子参数、精子形态及精子DNA完整性的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf Spermienparameter, Spermienmorphologie und Spermien-DNA-Integrität) [s172].** Querschnittsstudie mit dem Spermienchromatin-Dispersionstest (SCD), 210 infertile Männer.
- **2012, Linchuang Junyi Zazhi: 吸烟对精子DNA完整性和精子参数的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf Spermien-DNA-Integrität und Spermienparameter) [s193].** Querschnittsstudie mit SCD-Test, 200 infertile Männer.
- **2009, Zhongguo Yishi Jinxiu Zazhi: 生活习惯对男性精液质量的影响 (Der Einfluss von Lebensgewohnheiten auf die Samenqualität bei Männern) [s209].** Querschnittsstudie an 300 gesunden jungen Männern.
- **2007, Chongqing Yike Daxue Xuebao: 吸烟对男性精液质量、血睾酮水平及精浆左卡尼汀水平影响的研究 (Der Einfluss des Rauchens auf Samenqualität, Serumtestosteron und L-Carnitin im Samenplasma bei Männern) [s217].** Dreigruppenvergleich nach Menge und Dauer; Stichprobengröße im Abstract nicht angegeben.
- **2011, Zhongguo Fuyou Baojian: 男性职业、吸烟及精液质量与自然流产的相关性 (Zusammenhang von Beruf, Rauchen und Samenqualität der Männer mit Spontanaborten) [s200].** Querschnittsstudie zu Spontanaborten der Partnerinnen (Xiamen), 2431 Männer.
- **2020, Zhonghua Shengzhi yu Biyun Zazhi: 精子DNA碎片指数与精液常规参数和生活方式关系及其对夫精人工授精妊娠结局的影响 (Zusammenhang der Spermien-DNA-Fragmentierung mit Routineparametern und Lebensstil und ihr Einfluss auf das Schwangerschaftsergebnis nach Insemination mit Partnersamen) [s92].** Retrospektive Studie (Zhengzhou), 1185 Inseminationszyklen.
- **2009, Zhongguo Shengyu Jiankang Zazhi: 吸烟对精液质量和月经功能的影响 (Der Einfluss des Rauchens auf Samenqualität und Menstruationsfunktion) [s210].** Vergleichsstudie mit 597 infertilen Männern (395 Raucher, 202 Nichtraucher) und 304 Frauen.

Einordnung: Diese Arbeiten decken Sexualhormone (zwei Studien), Nikotin und Cotinin im Samenplasma, Rauchen und Insemination, Epigenetik, Spermien-DNA-Fragmentierung, Antispermienantikörper und Spontanaborte ab. Ohne Ergebnisse tragen sie zur Bewertung nichts bei; sie zeigen vor allem Umfang und Streuung der chinesischen Literatur.

#### Japan: ältere Studien

**Sofikitis N, Miyagawa I, Dimitriadis D et al. 1995 (Tottori; The Journal of Urology): Effects of smoking on testicular function, semen quality and sperm fertilizing capacity [s241].** Vergleich von 49 Rauchern und 28 Nichtrauchern mit linker Hodenbiopsie. Testosteron in der linken Hodenvene, In-vitro-Sekretion des androgenbindenden Proteins, Motilität, Anteil morphologisch normaler Spermien, Spermienmorphometrie und Funktionstests waren bei Rauchern signifikant niedriger (die p-Werte sind im Abstract abgeschnitten). Die Autoren deuten die Anomalien als Folge einer sekretorischen Störung der Leydig- und Sertoli-Zellen. Stärke: seltene invasive Hodengewebedaten beim Menschen. Schwächen: kleine Gruppen, alte Methodik, keine Zahlen im Bericht.

**Ono T et al. 1995 (Japan; Japanese Journal of Urology, Kongressabstract): Sperm acrosin systemにおける喫煙の影響 (Der Einfluss des Rauchens auf das Spermien-Acrosin-System) [s242].** Vergleich von 16 Rauchern und 13 Nichtrauchern. In J-STAGE war nur die erste Seite als PDF erreichbar; Effektgrößen wurden nicht ausgewertet.

**Matsumiya K et al. 2003 (Japan; Japanese Journal of Urology, Kongressabstract): 男性不妊患者の生活様式についてのアンケート調査 : 妊孕性確認男性との比較検討 (Fragebogenuntersuchung zum Lebensstil männlicher Infertilitätspatienten: Vergleich mit Männern bestätigter Fertilität) [s228].** Fragebogenstudie mit 251 fertilen Männern und 271 Patienten; die Inhalte wurden nicht ausgewertet (nur der Seitenkopf war lesbar).

#### Türkei

Auch hier gibt es viele Zigarettenstudien, aber keine einzige Studie zu Wasserpfeife (Nargile), Snus oder Nikotinbeuteln mit Spermienendpunkt. Eine Suche in TR Dizin nach „nargile“, „snus“, „çiğneme tütünü“ und „nikotin poşet“ lieferte Arbeiten zu Kohlenmonoxidvergiftung, Atemfunktion und Konsumverhalten, aber keine zur Fertilität. Die türkischen Arbeiten liegen oft nur als zweisprachiger Abstract vor.

**Fıçıcıoğlu C et al. 2002 (Ankara; Zeynep Kamil Tıp Bülteni): „Sigara içiminin semen kalitesi üzerine etkisi“ (Der Einfluss des Zigarettenrauchens auf die Samenqualität) [s229].** Vergleich von 224 infertilen Männern (mindestens ein Jahr Infertilität): 122 Raucher, 102 Nichtraucher; zwei Samenanalysen im Abstand von sieben Tagen. Ejakulatvolumen sowie Spermien pro Milliliter und Gesamtzahl waren bei Rauchern signifikant niedriger (p < 0,05); Beweglichkeit, Morphologie, hypoosmotischer Schwelltest (HOS) und Akrosomreaktion unterschieden sich nicht (p > 0,05). Die Autoren folgern, bei ausreichender Zahl normaler Spermien verursache Rauchen keine Infertilität, bei grenzwertiger Fertilisationsfähigkeit könne es über Volumen und Zahl zur Infertilität beitragen. Schwächen: ältere Arbeit, keine Konfidenzintervalle, keine Dosisangabe im Abstract, keine Adjustierung.

**Özçakır HT, İnceboz Ü, Laçin S 2003 (Türk Fertilite Dergisi): „İnfertil çiftlerde sigaranın erkeğin sperm parametreleri üzerine etkileri“ (Wirkung des Rauchens auf die Spermaparameter des Mannes in infertilen Paaren) [s227].** 117 Männer mit mindestens 10 Zigaretten täglich gegen 69 Männer, die nie geraucht hatten, alle aus Paaren in Infertilitätsabklärung. Die Spermiendichte war bei Rauchern niedriger, aber nicht signifikant: 49,4 ± 38,2 gegenüber 38,5 ± 34,9 Mio./ml, p = 0,06 (Zuordnung nach dem Wortlaut: Nichtraucher gegenüber Raucher). Spermienzahl vor und nach Swim-up, Volumen, Beweglichkeit und Morphologie ohne signifikanten Einfluss. Die Autoren halten fest, sie hätten keinen statistisch signifikanten Schaden für die Spermatogenese zeigen können; bei Männern mit grenzwertiger Samenqualität sei das Aufhören „nützlich“ (Aussage der Autoren). Der p-Wert von 0,06 bei einer kleinen Stichprobe spricht eher für mangelnde Teststärke als für Wirkungslosigkeit.

**Ozgur K, Isikoglu M, Seleker M, Donmez L 2005 (Antalya; Archives of Gynecology and Obstetrics): Semen quality of smoking and non-smoking men in infertile couples in a Turkish population [s222].** Retrospektive Studie an 296 infertilen türkischen Männern, eingeteilt in Nichtraucher sowie leichte und starke Raucher. Der Anteil schnell vorwärtsbeweglicher Spermien war bei starken Rauchern höher als bei leichten Rauchern (p < 0,05). In der Morphologie schnitten Nichtraucher besser ab als starke Raucher bei Flagellumanomalien und beim Anteil aufgerollter Flagellen (p < 0,05). Die Autoren schließen, starkes Rauchen habe bei infertilen türkischen Männern schädliche Wirkungen auf das Flagellum des Spermiums; der höhere Anteil schnell beweglicher Spermien bei starken gegenüber leichten Rauchern sei „interessant“. Schwächen: retrospektiv, Zahlen im Abstract nur als Signifikanzaussage, Schichtung nach Rauchmenge ohne Definition.

**Keskin MZ, Budak S, Gubari S et al. 2016 (Izmir; Archivio Italiano di Urologia, Andrologia): Do cigarette and alcohol affect semen analysis? [s145].** Prospektive Studie: 762 Patienten einer urologischen Poliklinik (Januar bis März 2015) wurden befragt, 356 eingeschlossen. Einteilung nach Zigarettenkonsum (fünf Gruppen), Alkohol (fünf Gruppen) und kombiniert (vier Gruppen). Nur in der Gruppe mit mehr als 20 Packungsjahren war das Ejakulatvolumen gegenüber der Kontrolle signifikant niedriger (Mann-Whitney-U, p = 0,009). Alle weiteren Parameter (Konzentration, Gesamt- und Vorwärtsbeweglichkeit, Normalform, Kopf-, Hals- und Flagellumanomalien) unterschieden sich nicht signifikant (p > 0,05). Stärken: Zigarette und Alkohol gleichzeitig betrachtet, Dosisstufen. Schwächen: nur 356 von 762 eingeschlossen (Selektion), viele Vergleiche, keine Mehrfachtestkorrektur im Abstract.

**Demirel G und İrez T 2020 (Istanbul; Androloji Bülteni): „Alkol ve sigara kullanımının infertil erkeklerde semen parametreleri üzerine etkisinin araştırılması“ (Untersuchung der Wirkung von Alkohol- und Tabakkonsum auf Spermaparameter infertiler Männer) [s98].** Retrospektiv, 426 infertile Männer, Vergleich nach Alkohol- und Tabakkonsum. Der Abstract nennt niedrigere FSH-Werte, verminderte Beweglichkeit bei Rauchern und als Schlussfolgerung einen signifikanten Rückgang des Ejakulatvolumens durch Rauchen; er ist sprachlich unklar, Zahlenwerte und p-Werte fehlen. Methodisch kaum beurteilbar.

**Özkavukcu İS, Doğan Ö, Baysal E 2022 (TÜBİTAK-Projektbericht, TR Dizin): „Sigara İçen Bireylerde Cinsel Perhiz Süresinin Sperm Parametrelerine Etkisi“ (Einfluss der Karenzzeit auf Spermaparameter bei Rauchern) [s72].** Experimentelle Studie mit normozoospermen Spendern: starke Raucher (mindestens 20 Zigaretten, Angabe „?20“ im Abstract) gegen Nichtraucher, Probengewinnung nach 7 und nach 1 Tag sexueller Karenz. Volumen und Gesamtzahl stiegen in allen Gruppen mit der Karenzdauer. Zwischen Rauchern und Nichtrauchern fanden sich keine signifikanten Unterschiede bei Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie, verbliebenem Histon, Vitalität, DNA-Fragmentierung und intrazellulären reaktiven Sauerstoffspezies. Der Malondialdehyd-Wert im Seminalplasma war nach langer Karenz bei Nichtrauchern höher. Die Autoren folgern, die empfohlenen Karenzzeiten seien optimal und die Parameter blieben „trotz starken Zigarettenkonsums“ unbeeinflusst. Schwächen: Fallzahl im Abstract nicht angegeben (vermutlich klein); normozoosperme Spender (wenig Raum für messbare Verschlechterung); Projektbericht ohne Hinweis auf Begutachtung.

**Çimen S, Öksüz E, Buğday MS, Dursun M, Sulukaya M, Çakmak BS 2023 (İnönü-Universität): Negative effects of smoking on semen parameters after varicocelectomy [s61].** Retrospektiv, 378 Männer nach mikrochirurgischer Varikozelenoperation (Alter 16 bis 52, Mittel 27,20 ± 6,74 Jahre). Gruppen: 220 Nichtraucher, 52 Raucher mit weniger als 10 Zigaretten täglich, 106 mit mindestens 10 täglich. Die im Abstract genannten Prozentwerte (52,82 %, 13,8 % und 28,0 %) passen für die erste Gruppe nicht zur Zahl 220; hier werden die Absolutzahlen verwendet. Spermienkonzentration und Beweglichkeit drei Monate nach der Operation verbesserten sich in der Gruppe mit mindestens 10 Zigaretten täglich weniger als in den anderen Gruppen. Einordnung: Hinweis auf eine Dosis-Antwort-Beziehung; keine Effektgrößen im Abstract, keine Adjustierung für Varikozelengrad und Alter, Nachbeobachtung nur drei Monate.

**Nursal AF, Akkoç H, Afşin M, Yavuz D 2024 (Fırat Tıp Dergisi): A Single-Center Study Assessing the Relationship Between Smoking Habits and sperm Parameters in Men with Suspected Infertility [s40].** Einzentrische Studie mit 1005 Männern mit Infertilitätsverdacht: 599 Raucher (59,60 %), 406 Nichtraucher (40,40 %). Spermaparameter (Leukozyten, Konzentration, Gesamtzahl, Beweglichkeit, Gesamtzahl progressiv beweglicher Spermien) waren bei Rauchern und Nichtrauchern ähnlich; der BMI war bei Nichtrauchern höher. Kein Unterschied zwischen bis zu 30 und mehr als 30 Zigaretten täglich. Bei einer Rauchdauer von 20 Jahren und mehr war die nichtprogressive Beweglichkeit am niedrigsten und die Immotilität am höchsten. Die Autoren nennen es die umfassendste türkische Studie zum Thema und schließen auf einen Einfluss der Rauchdauer. Stärken: Größe, Dauer- und Mengenstufen. Schwächen: Selektion (Infertilitätsverdacht), retrospektiv, keine Konfidenzintervalle im Abstract, BMI-Ungleichgewicht zwischen den Gruppen.

**Asçı R, Ergun S, Güneş S, Hekim N, Ulusoy O 2024 (Samsun; Annals of Medical Research): Investigating the relationship of seminal oxidative damage with smoking and occupations in infertile men with normal semen parameters [s50].** Pilotstudie mit 13 normozoospermen infertilen Männern und 10 fertilen Kontrollen; 8-OHdG im Seminalplasma. Die fertilen Kontrollen hatten höhere Werte (487,33 ± 209,42 gegenüber 283,12 ± 102,73; p = 0,013). Die Gesamtspermienzahl war bei Rauchern niedriger (84,94 ± 24,09 gegenüber 115,80 ± 25,46; p = 0,036), der oxidative Schaden unterschied sich zwischen Rauchern und Nichtrauchern nicht (p > 0,05). Sehr kleine Fallzahl, kaum verwertbar.

**Toprak T, Akbal C, Arslan U et al. 2026 (Androloji Bülteni): „Varikosel derecesi ve sigara kullanımının semen parametreleri üzerindeki sinerjistik etkisi: Retrospektif bir analiz“ (Synergistischer Effekt von Varikozelengrad und Zigarettenrauchen auf Spermaparameter: eine retrospektive Analyse) [s08].** Retrospektiv, 182 Männer mit linksseitiger Varikozele (2005 bis 2010): 94 Nichtraucher, 47 leichte (1 bis 10 pro Tag), 30 mäßige (11 bis 20) und 11 starke Raucher (mehr als 20). Die Spermienkonzentration nahm mit dem Varikozelengrad ab (Grad I etwa 55 bis 60 Mio./ml; Grad III etwa 30 bis 41 Mio./ml; p < 0,01). Starke Raucher hatten eine niedrigere Konzentration (30,1 ± 42,3 Mio./ml), niedrigere Beweglichkeit (22 bis 26 %) und niedrigere Normalform-Rate (30 bis 35 %) als Nichtraucher (p < 0,01); bei leichten Rauchern waren die Unterschiede nicht signifikant. Multivariat zeigte sich ein synergistischer negativer Effekt von Varikozelengrad und Rauchen auf Beweglichkeit und Morphologie (p < 0,01). Schwächen: nur 11 starke Raucher; eine Normalform-Rate von 30 bis 35 % liegt weit über den üblichen Werten nach strengen Kriterien und deutet auf eine andere Morphologiebewertung hin, die im Abstract nicht erläutert ist.

**Aksakallı T, Utlu A, Demirdogen SO, Cinislioglu AE, Karabulut İ 2024 (Erzurum; International Urology and Nephrology): Effects of smoking on varicocelectomy outcomes: a retrospective cohort study [s37].** Retrospektive Kohorte mit 63 Männern mit primärer Infertilität nach Varikozelektomie (2020 bis 2023): 27 Raucher, 36 Nichtraucher; die Ausgangsmerkmale waren vergleichbar. Progressive Beweglichkeit nach drei Monaten 28,11 ± 5,78 % (Nichtraucher) gegenüber 24,51 ± 4,24 % (Raucher) und nach sechs Monaten 29,61 ± 5,16 gegenüber 26,22 ± 4,14 % (jeweils p < 0,05). Schwangerschaftsrate bei Nichtrauchern 53 % (nicht signifikant); Zeit bis zur spontanen Schwangerschaft 5,84 ± 2,26 gegenüber 9,20 ± 2,30 Monaten (p < 0,05; Zuordnung nach Wortlaut). Die Autoren fordern prospektive, größere Studien. Schwächen: kleine Stichprobe, retrospektiv, die p-Wert-Angabe zur Schwangerschaftsrate im Abstract ist widersprüchlich.

**Kulaksiz D, Toprak T, Tokat E et al. 2022 (Trabzon; International Journal of Impotence Research): Sperm concentration and semen volume increase after smoking cessation in infertile men [s74].** Prospektive kontrollierte Studie mit 90 infertilen Männern mit mindestens 20 Zigaretten täglich seit mindestens einem Jahr; 48 in der Studiengruppe (Rauchstopp), 42 in der Kontrollgruppe. Alter 34,69 ± 5,3 Jahre, Infertilitätsdauer 34,12 ± 12,1 Monate, 30,14 ± 6,69 Zigaretten täglich, 8,31 ± 3,53 Raucherjahre; der Rauchstopp dauerte im Mittel 104,2 ± 11,51 Tage. Nach mindestens drei Monaten: Volumen 2,48 ± 0,79 auf 2,90 ± 0,77 ml (p = 0,002); Konzentration 18,45 ± 8,56 auf 22,64 ± 11,69 × 10⁶/ml (p = 0,001); Gesamtzahl 45,04 ± 24,38 auf 65,1 ± 34,9 × 10⁶ (p < 0,001). Beweglichkeit und Morphologie verbesserten sich ohne Signifikanz. Stärke: Kontrollgruppe. Schwächen: Selbstauskunft über den Rauchstopp (kein Biomarker im Abstract), Spontanschwankungen von Samenwerten (Regression zur Mitte).

**Aydın MS, Şentürk GE, Ercan F 2013 (Istanbul; Acta Histochemica): Cryopreservation increases DNA fragmentation in spermatozoa of smokers [s186].** Experimentelle Studie an Humanproben von 40 normozoospermen Freiwilligen (20 Raucher, 20 Nichtraucher); Proben vor und 1 und 3 Monate nach dem Einfrieren und Auftauen. Vor dem Einfrieren war der Unterschied der DNA-Fragmentierung bei Rauchern nicht signifikant. Nach dem Auftauen stieg sie in beiden Gruppen signifikant, bei Rauchern deutlich stärker; die Morphologie war bei Rauchern stärker betroffen; im Elektronenmikroskop zeigten sich Membranveränderungen und subakrosomale Schwellung. Schwächen: kleine Stichprobe, Zahlen im Abstract nicht angegeben; die Studie ist für die Kryokonservierung bei Rauchern relevant, nicht für die frische Probe.

**Kılıç S, Lortlar N, Bardakcı Y et al. 2009 (Ankara; Journal of Assisted Reproduction and Genetics): Caspase-3 and VEGF immunopositivity in seminiferous tubule germ cells in cases of obstructive and non-obstructive azoospermia in smokers versus non-smokers [s213].** Hodenbiopsien von 75 azoospermen Männern (37 Nichtraucher, 38 Raucher). Caspase-3 (Apoptosemarker) war in Keimzellen bei rauchenden Patienten mit Reifungsarrest erhöht; VEGF-positive Leydig-Zellen waren bei Rauchern häufiger. Die Autoren vermuten eine durch Hypoxie und Umweltgifte verstärkte Keimzellapoptose. Schwächen: Azoospermie-Kohorte, nicht auf normale Fertilität übertragbar.

**Cinar O, Dilbaz S, Terzioglu F, Karahalil B et al. 2014 (Ankara; European Journal of Obstetrics, Gynecology, and Reproductive Biology): Does cigarette smoking really have detrimental effects on outcomes of IVF? [s176].** Prospektive Vergleichsanalyse von IVF-Paaren; der Raucherstatus wurde anhand von Cotinin im Follikel- beziehungsweise Samenplasma bestimmt: Frauen 171 Nichtraucherinnen und 43 Raucherinnen; Männer 118 Nichtraucher und 96 Raucher. Bei Raucherinnen wurden mehr Eizellen gewonnen (p = 0,005 gesamt, p = 0,006 reife); Eizellqualität, Befruchtungsrate, Embryoentwicklung und Schwangerschaftsrate unterschieden sich nicht. Rauchen des Mannes hatte keinen signifikanten negativen Effekt auf die IVF-Ergebnisse; in der Regression gab es keine Unterschiede bei Befruchtungsrate, Embryoqualität und klinischer Schwangerschaft. Stärke: objektiver Biomarker (Cotinin). Einschränkung: IVF umgeht natürliche Selektionsbarrieren; die Aussage gilt nur für diesen Behandlungsweg.

**Tiske PK und Özgü-Erdinç AS 2026 (Ankara; Clinical and Experimental Reproductive Medicine): Impact of smoking and antioxidant use on in vitro fertilization success rates: A retrospective cohort study [s07].** Retrospektive Kohorte mit 327 IVF-Paaren (2018 bis 2019). Rauchen nur durch den Mann bei 38,5 % der Paare, nur durch die Frau bei 8,0 %, durch beide bei 21,4 %. Rauchen war univariat nicht mit klinischer Schwangerschaft oder Lebendgeburt assoziiert; Rauchen beider Partner war multivariat unabhängig mit geringeren Lebendgeburtschancen verbunden (die Odds Ratio nennt der Abstract nicht). Eine Antioxidanzien-Einnahme des Mannes war unadjustiert mit besseren Raten verbunden, nach Adjustierung nicht mehr. Keine Spermaparameter.

**Zusammenfassung Türkei.** Mehrere ältere Studien (2002 bis 2005) fanden nur begrenzte Unterschiede [s229, s227, s222]; die neuere große Einzelstudie fand insgesamt ähnliche Werte bei Rauchern und Nichtrauchern, aber eine Verschlechterung ab 20 Rauchjahren [s40]. Drei Arbeiten verbinden Rauchen mit Varikozele und Operationserfolg [s61, s08, s37]; sie liefern Dosis-Antwort-Hinweise, aber mit kleinen Gruppen starker Raucher.

#### Russland und Kasachstan

Der russische Raum liefert ausschließlich Zigarettenstudien und Übersichtsarbeiten. In keiner der gefundenen Arbeiten wird Snus, Kautabak, Nasvay (Nasswar) oder Wasserpfeife als Exposition mit Samenendpunkt untersucht; Suchen in CyberLeninka nach den entsprechenden russischen Begriffen in Kombination mit Fertilität, Sperma oder Ejakulat ergaben keinen einschlägigen Treffer. Rauchen kommt in diesem Raum oft mit hohem Alkoholkonsum zusammen, was die Zuordnung der Effekte zum Tabak erschwert.

**Grigorenko DA und Kutorova EE 2020 (Saratow; Bjulleten medicinskich internet-konferencij): „Оценка влияния курения табака на показатели спермограммы у мужчин с патоспермией“ (Bewertung des Einflusses des Tabakrauchens auf die Spermiogramm-Parameter bei Männern mit Patospermie) [s103].** Retrospektive Aktenanalyse eines Reproduktionszentrums, Konferenzthese in einem Absatz. 140 zufällig ausgewählte Akten von Männern mit Kinderwunschproblem (2011 bis 2018), alle mit pathologischem Spermiogramm nach WHO 2010; 46,4 % (n = 65) gaben regelmäßiges Rauchen an. Nach Ausschluss von Azoospermie, ausgeprägter Oligozoospermie, hypergonadotropem Hypogonadismus, Varikozele, Harnwegsinfekten und Voroperationen wurden 87 Männer in zwei vergleichbare Gruppen geteilt: 41 Nichtraucher, 46 regelmäßige Raucher. Der Anteil morphologisch normaler Spermatozoen war bei Rauchern signifikant niedriger (2,6 ± 0,31 % gegenüber 3,88 ± 0,36 %; p < 0,05); Konzentration, Beweglichkeit und Vitalität unterschieden sich nicht signifikant (p > 0,05). Stärken: Ausschluss wichtiger Störfaktoren (Varikozele, Infektionen). Schwächen: retrospektiv, nur Akten, Raucherstatus ohne Menge und Dauer, keine Adjustierung für Alter und BMI, Kohorte mit bereits pathologischem Spermiogramm (Selektion), nur ein Absatz publiziert, Angabe als Mittelwert ± Fehler ohne Konfidenzintervall.

**Lesnikov AI, Shmelev AA, Trishkin AG et al. 2022 (Kemerowo; Medicina v Kuzbasse): „Курение как экзогенный фактор, влияющий на показатели фертильности мужчин Кузбасса“ (Rauchen als exogener Faktor mit Einfluss auf Fertilitätsparameter von Männern aus Kuzbass) [s81].** Querschnittsvergleich im Zentrum „Krasnaja Gorka“ mit 66 Männern (Alter 34,07 ± 5,78 Jahre, BMI 22,53 ± 1,58) mit Infertilitätsdiagnose oder Kinderwunsch; Ausschluss BMI unter 18,5 oder über 25, Azoospermie und Erkrankungen der Geschlechtsorgane. 33 Raucher, 33 Nichtraucher; Ejakulat nach WHO 2010, Test nach Mann und Whitney. Ergebnisse (Raucher gegenüber Nichtrauchern, Mittelwert ± Standardabweichung, p): Volumen 3,30 ± 1,32 gegenüber 3,46 ± 1,46 ml (0,58); Konzentration 65,51 ± 28,93 gegenüber 68,12 ± 33,15 Mio./ml (0,88); Gesamtbeweglichkeit 65,66 ± 11,08 gegenüber 66,33 ± 8,33 % (0,95); progressive Beweglichkeit 33,63 ± 11,04 gegenüber 31,84 ± 10,59 % (0,59); normale Morphologie 4,75 ± 1,56 gegenüber 5,06 ± 1,36 % (0,22); Vitalität 75,42 ± 8,78 gegenüber 76,84 ± 4,55 % (0,41). Alle Unterschiede sind nicht signifikant; die Nichtraucher lagen bei Volumen, Konzentration, Morphologie und Vitalität numerisch höher. Die Autoren schließen, Rauchen beeinflusse die Spermatogenese „vermutlich“ nicht direkt oder nur begrenzt; sie nennen selbst die kleine Stichprobe und die fehlende Berücksichtigung von Zigaretten pro Tag und Raucherjahren als Schwächen. Mit 33 pro Gruppe kann die Studie kleine Effekte nicht ausschließen.

**Epanchintseva EA und Selyatitskaya VG 2023 [s65] und 2022 (Advances in Gerontology; Analysis of risk factors for the development of infertility in men from infertile couples, depending on age) [s70], Nowosibirsk.** Dreistufige Analyse (Aktenanalyse, Fragebogen, Ejakulatvergleich) in einem Zentrum für Reproduktionsmedizin (2014 bis 2020) mit 1198 Männern aus Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch (93 % aus Nowosibirsk; Alter 33, Spanne 30 bis 38 Jahre). Rauchprävalenz: 73 % Alkoholkonsum, 41 % Rauchen, 17 % Drogenkonsum (meist früher). In der Fragebogen-Teilgruppe (n = 239) rauchten 45,6 % (n = 109); Rauchdauer 15 (10 bis 20) Jahre, 15 (10 bis 20) Zigaretten pro Tag; 92,7 % rauchten Zigaretten, 7,3 % „elektronische Zigaretten“ (im Text „Aikos“, offenbar IQOS-Tabakerhitzer); rauchlose Produkte wurden nicht erfasst. Der Ejakulatvergleich betraf nur Alkohol: bei ausschließlich hochprozentigem Alkohol (n = 46) war die DNA-Fragmentierung höher als bei Männern ohne Gewohnheiten (n = 60), 16,0 (13,5 bis 19,6) % gegenüber 12,8 (8,8 bis 19,4) %, p = 0,018. Zum Rauchen selbst enthält die Arbeit keinen Samenvergleich. Die Arbeit von 2022 [s70] (1198 Männer, fünf Altersgruppen) nennt im Abstract: Rauchen 41 %, Alkohol 73 %, Stress 47 %; unter den medizinischen Faktoren sexuell übertragbare Infektionen 54 %, Prostatitis 32 %, Adipositas 27 %; Infektionen, Adipositas, Prostatitis, Hepatitis B/C und Mumps nahmen mit dem Alter signifikant zu. Stärken: große Stichprobe, standardisierte Methodik (WHO 2010, strenge Kriterien nach Kruger, SCD-Test). Schwächen: Selektion (nur Männer aus einem Kinderwunschzentrum), Selbstangabe, keine Rauch-Samen-Auswertung.

**Andreeva MV, Khayat SS, Sorokina TM et al. 2015 (Moskau; Andrologija i genitalnaja chirurgija): „Распространенность курения среди мужчин с бесплодием в браке и/или заболеваниями органов половой системы“ (Rauchprävalenz bei Männern mit Kinderlosigkeit und/oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane) [s167].** Fragebogen-Querschnitt mit 255 Männern mit Fortpflanzungsproblemen oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane (2012 bis 2013, überwiegend Moskau). Nie geraucht hatten 35 %, aufgehört 27 %, aktuell rauchten 38 % (davon mehr als 70 % regelmäßig). 58 % der regelmäßigen Raucher rauchten länger als 10 Jahre; die meisten 10 bis 20 Zigaretten täglich, bevorzugt „leichte“ und „mittelstarke“ Sorten. Unter den Aufgehörten hatten 63 % mehr als 6 Jahre geraucht; bei 54 % lag der Rauchstopp weniger als ein Jahr zurück. Die Raucherquote lag nach Angabe der Autoren etwa 20 % unter der der männlichen Gesamtbevölkerung. Reine Prävalenzstudie ohne Spermaparameter und ohne Kontrollgruppe.

**Osadchuk LV, Popova AV, Erkovich AA, Voroshilova NA, Osadchuk AV 2017 (Westsibirien; Urologiia): Effects of smoking and alcohol consumption on reproductive and metabolic indicators in young men in western Siberia [s138].** Querschnittsstudie mit 133 Freiwilligen (Durchschnittsalter 21,1 ± 0,3 Jahre); Spermienkonzentration, Beweglichkeit, Morphologie, Hormone (FSH, LH, Prolaktin, Testosteron, Östradiol, Inhibin B) und Stoffwechselwerte. Die untersuchten Lebensstilfaktoren hatten keinen Effekt auf die Spermatogenese. Rauchen von mehr als 10 Zigaretten pro Tag und mäßiger Alkoholkonsum (bis einmal pro Woche) gingen mit höherem Serumtestosteron und häufigeren Sexualkontakten einher; häufigeres Trinken (mehr als einmal pro Woche) und mehr als 8 Zigaretten pro Tag zusätzlich mit niedrigerem FSH und höheren Triglyzeriden. Die Autoren folgern, dass häufiges Rauchen und Trinken bei jungen Männern das hormonelle und metabolische Gleichgewicht verändern könne. Stärken: gesunde junge Männer, breites Panel. Schwächen: kleine Stichprobe, keine Konfidenzintervalle im Abstract, überlappende Raucher- und Trinkergruppen.

**Osadchuk L, Kleshchev M, Osadchuk A 2023 (Nowosibirsk; Frontiers in Endocrinology): Effects of cigarette smoking on semen quality, reproductive hormone levels, metabolic profile, zinc and sperm DNA fragmentation in men: results from a population-based study [s59].** Bevölkerungsbasierte Querschnittsstudie mit 1222 jungen Männern (Median 23 Jahre) aus einer multiethnischen russischen Allgemeinbevölkerung: 450 Raucher, 772 Nichtraucher; Raucher unterteilt in mäßig (bis 10 Zigaretten pro Tag, n = 274) und stark (mehr als 10, n = 176); 36,8 % rauchten täglich. Die größten Gruppen waren Slawen (n = 654, 53,5 %), Burjaten (n = 191) und Jakuten (n = 125). Ergebnisse (Mittelwert, Standardabweichung in Klammern, Tabelle 1; Nichtraucher / mäßige Raucher / starke Raucher): Ejakulatvolumen 3,6 (1,6) / 3,3 (1,6) / 3,3 (1,6) ml; Gesamtspermienzahl 196,8 (188,4) / 157,6 (145,6) / 147,2 (118,3) Mio.; Konzentration 55,15 (40,74) / 48,26 (36,31) / 47,36 (35,25) Mio./ml; progressive Beweglichkeit 46,6 (25,9) / 43,6 (26,7) / 39,3 (26,0) %; normale Morphologie 6,9 (3,0) / 6,4 (3,0) / 6,6 (3,0) %; DNA-Fragmentierungsindex 8,25 (5,37) / 10,11 (7,95) / 14,66 (12,72) % (nur bei 180 / 36 / 29 Männern gemessen); Zink im Seminalplasma 5,77 (4,65) / 5,03 (4,11) / 4,52 (3,53) µmol je Ejakulat. Serum-LH, -FSH, -Testosteron und -Östradiol unterschieden sich nicht signifikant. Im Text: Starke Raucher hatten gegenüber Nichtrauchern weniger Volumen, Gesamtzahl, Konzentration und Beweglichkeit sowie mehr DNA-Fragmentierung und Teratozoospermie (p < 0,05). Ethnische Besonderheit: Die Verschlechterung der Samenwerte und der Seminalzinkwerte sowie der Anstieg der DNA-Fragmentierung und der Teratozoospermie fanden sich nur bei rauchenden Slawen (p < 0,05); bei rauchenden Jakuten zeigte sich ein mäßiger Testosteronabfall und höhere Triglyzeride, bei Burjaten keine signifikante Änderung. Die Autoren vermuten eine unterschiedliche Aktivität des antioxidativen Systems im Seminalplasma. Slawen rauchten intensiver als Burjaten oder Jakuten; die Rauchintensität ist also mit der Ethnie vermengt. Stärken: mit Abstand größte russische Studie, DNA-Fragmentierung, Zink und Hormone gemessen, Ethnien verglichen. Schwächen: beobachtend, Raucherstatus selbst angegeben; DNA-Fragmentierung nur bei 245 von 1222 Teilnehmern; Zink als einziges Antioxidans; kleine Burjaten- und Jakutengruppen; kein Konfidenzintervall im Abstract.

**Yarosh SL, Kokhtenko EV, Starodubova NI, Churnosov MI, Polonikov AV 2013 (Kursk; Reproductive Sciences): Smoking status modifies the relation between CYP1A1*2C gene polymorphism and idiopathic male infertility [s189], und Yarosh SL, Kokhtenko EV, Churnosov MI et al. 2014 (Reproductive BioMedicine Online): Synergism between the N-acetyltransferase 2 gene and oxidant exposure increases the risk of idiopathic male infertility [s182].** Fall-Kontroll-Studien zur idiopathischen männlichen Infertilität (zusammen 430 Teilnehmende, nach den Berichten 203 Fälle und 227 fertile Kontrollen) zu Genvarianten und Gen-Umwelt-Interaktion; Spermaparameter sind kein Endpunkt, das Rauchen dient als Effektmodifikator. 2013 (CYP1A1): Das Risiko für idiopathische Infertilität bei Trägern des Genotyps 462Ile/Val war nur bei Rauchern erhöht (OR 1,91; 95-%-KI 1,01 bis 3,59), bei Nichtrauchern nicht (OR 1,58; 0,66 bis 3,76). 2014 (NAT2): Der Genotyp 590GA (langsame Acetylierung) war mit erhöhtem Risiko bei Zigarettenrauchern assoziiert (OR 1,71; 1,02 bis 2,87; p = 0,042), ebenso bei Alkoholmissbrauch (OR 2,14; 1,08 bis 4,27) und niedrigem Obst- und Gemüseverzehr (OR 1,68; 1,01 bis 2,79). Schwächen: Die Konfidenzintervalle sind breit und reichen knapp über 1; es handelt sich um Pilotbefunde mit Mehrfachvergleichen, ohne Replikation.

**Alchinbaev MK, Mukhamedzhan IT et al. 2015 (Almaty, Kasachstan; West Kazakhstan Medical Journal): „Взаимосвязь уровня тестостерона с табакокурением“ (Zusammenhang zwischen Testosteronspiegel und Tabakrauchen) [s166].** Klinische Beobachtungsstudie. Bei Rauchern mit mehr als 20 Jahren Rauchdauer (32 Männer, 32 % der Untersuchten) lag das Testosteron bei 1,65 ng/ml gegenüber einer altersbezogenen Norm von 2,0 ng/ml, mit einer Korrelation zur erektilen Dysfunktion. Kein Spermaendpunkt; im Abstract kein Kontrollgruppenvergleich; hier nur als hormoneller Randbefund geführt.

**Zusammenfassung Russland.** Hormonbefunde sind nicht einheitlich: höheres Testosteron bei jungen Rauchern in Nowosibirsk [s138], bei starken Rauchern in der Großstudie keine Änderung [s59], niedrigeres Testosteron in Kasachstan nach über 20 Jahren Rauchdauer [s166]. Lokale russische Arbeiten sind häufig kleine Aktenanalysen oder Thesen ohne Adjustierung [s103, s81]; Lesnikov et al. weisen selbst darauf hin, dass solche Studien im russischen Schrifttum „äußerst selten“ seien [s81].

#### Rauchstopp und Nikotinmessung beim Menschen

**Ragheb A, Abdelbary A, Massoud A, Abd Elkhalek M, Elbatanony A 2025 (Beni-Suef, Ägypten; Reproduction & Fertility): Evaluating the effect of smoking and its cessation on semen parameters [s30].** Prospektive Beobachtungsstudie bei 60 Teilnehmern eines Rauchentwöhnungsprogramms: Proben vor dem Rauchstopp sowie nach drei und sechs Monaten (je zwei Proben im Abstand von zwei Wochen), Urin-Nikotin als Kontrolle der Abstinenz. Volumen 3,33 ± 1,07, 3,88 ± 0,80 und 4,34 ± 0,67 ml; Konzentration 14,77 ± 6,49, 17,71 ± 6,41 und 19,27 ± 6,46 Mio./ml; Gesamtzahl 49,33 ± 25,31, 70,16 ± 30,85 und 84,01 ± 31,00 Mio.; progressive Beweglichkeit 20,7, 35,3 und 42,28 %; Gesamtbeweglichkeit 41,48, 60,33 und 67,67 %; abnorme Morphologie 69,32, 50,88 und 40,82 % (jeweils p < 0,001). Die Verbesserung stieg mit der Zeit nach dem Rauchstopp; höhere Raucherindizes gingen mit stärkerer Verbesserung einher (Flächen unter der Kurve 0,867, 0,852 und 0,863). Stärken: wiederholte Messungen, biochemisch kontrollierte Abstinenz. Schwächen: keine Kontrollgruppe, Regression zur Mitte und saisonale Effekte nicht ausgeschlossen, Teilnehmer mit Entwöhnungswunsch. Dies ist die Studie mit den größten Veränderungen im Berichtsmaterial; die Ausgangswerte (Konzentration 14,77 Mio./ml, abnorme Morphologie 69 %) liegen sehr niedrig, sodass eine Rückkehr zur Mitte nach unten ausgelesener Werte nicht ausgeschlossen ist.

**Lin M, Feng Y, Zhang Y, He Q, Feng N 2024 (China; Revista Internacional de Andrología): By ameliorating redox imbalance, patients of oligoasthenospermia increased sperm acrosin activity after quitting smoking [s49].** Prospektive Beobachtungsstudie ohne Kontrollgruppe: 90 Patienten mit Oligoasthenospermie und langer Rauchanamnese wurden zum Aufhören angeleitet, 81 wurden nachverfolgt (3 bis 6 Monate); nur 19 (23,5 %) erreichten mindestens 70 % Reduktion. In dieser Gruppe veränderte sich nur die Akrosinaktivität signifikant; Glutathion stieg und ROS sank in Spermien und Samenplasma. Konzentration, Progressivmotilität, Volumen, Gesamtzahl, Morphologie und DFI zeigten laut Abstract keinen signifikanten Unterschied. Schwächen: kleine aktive Gruppe (19), fehlende Kontrolle.

**Mahdi Ali Al-khafaji F 2017 (Diwaniya, Irak; Al-Qadisiyah Medical Journal): Role of antioxidant therapy and cessation of smoking in treatment of infertile men [s136].** Nicht randomisierter Therapievergleich bei 152 infertilen Rauchern (15 bis 40 Zigaretten täglich seit 2 bis 15 Jahren): 90 mit Antioxidanzien ohne, 62 mit Rauchstopp. Asthenozoospermie: Beweglichkeit bei Rauchstopp (n = 27) von 16,4 auf 30,1 %, ohne Rauchstopp (n = 53) von 15,3 auf 31 %. Oligozoospermie: Zahl bei Rauchstopp (n = 23) von 6,3 auf 15,2 Mio., ohne (n = 33) von 6,4 auf 9,2 Mio. Teratozoospermie: bei Rauchstopp (n = 5) 1,8 auf 12,4 %, ohne (n = 11) 1,7 auf 5,6 % (im Abstract „abnormal morphology“, gemeint offenbar Normalformen). Schwächen: nicht randomisiert, kleine Untergruppen, keine Statistik im Abstract, Antioxidanzien als Störfaktor, unklare Gruppenzuteilung.

Die Rauchstoppstudien zeigen in der Beobachtungszeit Verbesserungen von Volumen, Konzentration und Gesamtzahl [s74, s30, s136]; eine Studie mit Kontrollgruppe liegt nur in [s74] vor. Zur Studie von Cui et al. mit Ex-Rauchern siehe den Abschnitt China [s21].

**Abu-Awwad A, Arafat T, Schmitz OJ 2016 (Analytical and Bioanalytical Chemistry): Simultaneous determination of nicotine, cotinine, and nicotine N-oxide in human plasma, semen, and sperm by LC-Orbitrap MS [s140].** Methodenvalidierung mit Proben von 12 rauchenden Freiwilligen. Nikotin und Cotinin waren in den Spermien ähnlich hoch wie im Plasma. Die Arbeit ist keine Studie zur Spermienqualität; sie zeigt, dass Nikotin und Metaboliten den Samen und die Spermien erreichen. Schwäche: nur 12 Probanden, Methodenarbeit.

#### Nachtrag: Gaza, Zigaretten-Starkraucher

**Laqqan MM und Yassin MM 2022 (Gaza; Zigaretten-Starkraucher): Cigarette heavy smoking alters DNA methylation patterns and gene transcription levels in human spermatozoa [s75].** Screening- und Validierungsstudie: Screening mit dem 450K-Array an 15 Starkrauchern und 15 Nichtrauchern, Validierung mit Tiefensequenzierung an 200 Starkrauchern und 100 Nichtrauchern (insgesamt 330 Männer). Signifikante Methylierungsunterschiede an den Genen PRICKLE2 und ALS2CR12 (alle CpG-Stellen, p < 0,001), ALDH3B2 (neun von dreizehn CpG-Stellen, p < 0,01) und PTGIR (18 von 26 CpG-Stellen, p < 0,01); globale Methylierung, Chromatin-Nichtkondensation und DNA-Fragmentierung waren erhöht (p < 0,001); die Transkription der vier Gene war gesenkt. Die Zahlen aus dem Abstract nennen keine Effektgrößen für die Fragmentierung. Wie bei den übrigen Gaza-Studien fehlen im Abstract Angaben zu Rekrutierung, Verblindung, Störfaktoren und Dosis; die Kombination hoher Probenzahlen und großer Effekte bei einer einzelnen Arbeitsgruppe verlangt unabhängige Bestätigung.

### Gesamtbild der Beobachtungsstudien

**Befunde nach Produkt.** Für die Zigarette finden mindestens dreizehn Studien einen signifikanten Unterschied bei einem Samenparameter (zum Beispiel [s103, s59, s229, s222, s145, s08, s19, s202, s152, s177, s67, s45, s69]), meist bei Volumen, Konzentration, Beweglichkeit oder Morphologie, häufiger bei starkem Rauchen. Mehrere Studien fanden keinen signifikanten Unterschied [s81, s138, s227, s72]; die größte türkische Einzelstudie fand insgesamt ähnliche Werte und einen Effekt erst bei langer Rauchdauer [s40]; die große norwegische Kohorte fand keinen belastbaren Zusammenhang mit Infertilität beim Mann [s71]. Für Snus ist die Befundlage gemischt: eine Studie mit geringerer Gesamtspermienzahl bei sonst unveränderten Parametern [s73], zwei ohne Unterschied [s99, s216], eine kleine Kliniksstudie mit mehr Auffälligkeiten [s163]. Für Kautabak ist die Richtung in allen Studien gleich (schlechtere Werte bei Kauern beziehungsweise bei stärkerem Kauen), doch fehlen in der größten Studie Nichtkonsumenten [s223], bei anderen fehlen Angaben zur Störgrößenkontrolle [s180, s244, s48]; bemerkenswert ist der Vergleich in [s48], wo Raucher stärker betroffen waren als Kauer. Für die Wasserpfeife sind die Befunde widersprüchlich mit Hinweisen auf Morphologie und DNA-Integrität bei sehr niedriger Evidenzsicherheit [s31]. Für Nikotinbeutel gibt es keine Studie.

**Ob ein Produkt weniger schädlich ist als die Zigarette, lässt sich nicht beantworten.** Direkte Vergleiche mit denselben Methoden sind selten: Snus gegen Zigarette [s99, s216], Wasserpfeife gegen Zigarette [s24, s38, s57], Kautabak gegen Rauchen [s244, s48], E-Zigarette gegen Zigarette [s26]. Sie kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, und kein Design ist randomisiert. Dass die Richtung beim Testosteron bei Snus, rauchlosem Tabak und Zigarette ähnlich (höhere Werte) ausfiel [s73, s02, s113], bedeutet nicht, dass die Spermienqualität gleich betroffen ist.

**Wiederkehrende Schwächen.** (1) Selektion: Ein großer Teil der Studien stammt aus Kinderwunschkliniken. (2) Querschnittsdesign: Reihenfolge von Exposition und Befund ist offen. (3) Selbstauskunft: Nur wenige Studien nutzen Cotinin [s183, s36, s159, s73, s176, s177]. (4) Störgrößen: Alkohol, Gewicht, Varikozele, Karenzzeit und Beruf sind nur in einem Teil der Studien berücksichtigt. (5) Mehrfachvergleiche: Viele Studien prüfen eine große Zahl von Parametern, ohne zu korrigieren. (6) Kleine Gruppen: Gerade bei Snus, Kautabak und Wasserpfeife liegen die Gruppen häufig bei 17 bis 100 Männern. (7) Extreme Einzelergebnisse: Die Gaza-Studien berichten Effekte, die weit über denen aller anderen Studien liegen, ohne unabhängige Bestätigung [s57, s58, s75].

**Lücken.** Keine Humanstudie zu Nikotinbeuteln. Keine Längsschnittstudie zu Snus oder Wasserpfeife mit Wechsel des Konsums. Keine Studie mit objektiver Dosismessung und Spermienanalyse für Snus außer [s73] (Cotinin). Keine deutschsprachige Primärstudie. Wasserpfeifendaten fast nur aus wenigen Ländern. Kautabak-Daten fast nur aus Indien und Pakistan. Zu rauchlosem Tabak in der Türkei, Saudi-Arabien und im Sudan gibt es keine Studie mit Spermienendpunkt.

**Grenzen dieses Kapitels.** Es wurden Abstracts und frei zugängliche Volltexte ausgewertet; bei mehreren Arbeiten (zum Beispiel [s99], [s02], [s57]) lag nur der Abstract vor. Die Datenbanken SciELO, LILACS, Cairn, eLIBRARY, DergiPark, CNKI und Wanfang waren nicht abrufbar oder wurden nicht durchsucht; sie können zusätzliche regionale Arbeiten enthalten. Arabischsprachige Originalartikel waren nicht erreichbar; die Aussagen zum arabischen Raum beruhen auf englischsprachigen Arbeiten aus arabischen Ländern. Für die Studien der CQVIP-Gruppe liegen nur Design und Stichprobengröße vor. Wo Abstracts untereinander oder mit den Tabellen widersprüchlich sind (zum Beispiel bei Hamadneh 2025, Alenzi 2021, Kim 2025, Al-Odat 2025), ist das bei der jeweiligen Studie vermerkt; es wurde nichts geglättet. Ein Ergebnis dieser Art von Evidenz ist keine Handlungsempfehlung, und das Kapitel spricht keine aus.

## Studienlage: Klinische Studien, Leitlinien und Tierversuche

### Zur Lesart dieses Abschnitts

Dieser Abschnitt geht die verfügbare Literatur Arbeit für Arbeit durch. Er beginnt mit den Produkten, nach denen gefragt wurde (Snus, Nikotinbeutel, Kautabak und andere rauchlose Tabakprodukte, Wasserpfeife), und führt danach die Zigarette als Vergleichsmaßstab, Studien zum Rauchstopp, die Nachbarprodukte E-Zigarette und erhitzter Tabak, die Leitlinien und schließlich die Tierversuche an. Alle Zahlen stammen aus Abstracts oder frei zugänglichen Volltexten, die im Rahmen der Recherche tatsächlich abgerufen wurden; wo nur der Abstract vorlag, steht das dabei. Wo ein Abstract in sich widersprüchlich ist, wird der Widerspruch benannt und nicht aufgelöst. Die Studien werden als Beobachtungen wiedergegeben. Eine Handlungsempfehlung folgt daraus nicht.

Das Ergebnis der Recherche vorweg, weil es die Gewichtung des gesamten Kapitels bestimmt: Für Snus liegen vier Humanstudien mit Samenanalyse vor, eine davon mit nur 17 Nutzern, dazu zwei Studien ohne Samenanalyse. Für Kautabak gibt es einige überwiegend indische Klinikstudien ohne saubere Kontrollgruppe. Für die Wasserpfeife gibt es rund ein halbes Dutzend Querschnittsstudien aus dem Nahen Osten und dem Iran sowie eine Metaanalyse. Für Nikotinbeutel gibt es keine einzige Studie am Menschen mit Spermien- oder Hormonendpunkt. In den ostasiatischen, russischen, türkischen und arabischen Sprachräumen fand sich keine Humanstudie zu Snus, Nikotinbeuteln oder Kautabak mit Samenendpunkt [s11, s73]. Die Zigarette ist durch mehrere Metaanalysen besser belegt, doch auch dort sind die Effekte klein bis mäßig und nicht einheitlich. Kein Humandesign zu den erfragten Produkten erlaubt für sich genommen einen ursächlichen Schluss; dieser Hinweis wird bei den Einzelstudien nicht wiederholt.

### Snus: Studien am Menschen

**Kimblad et al. 2022, Schweden („Decreased sperm counts in Swedish users of oral tobacco“) [s73].** Querschnittsstudie auf Basis zweier Kohorten aus der schwedischen Allgemeinbevölkerung. Die erste Kohorte (2000 bis 2001) bestand aus Wehrpflichtigen der Untersuchung von Richthoff et al. [s216]; von 242 telefonisch erreichten Männern gaben 51 Snusgebrauch an. Die zweite Kohorte (2008 bis 2010) umfasste 241 Wehrpflichtige und 73 Schüler im Alter von 17 bis 20 Jahren. Es standen 619 Männer zur Verfügung; nach Ausschluss von sechs Männern mit anderen Rauchprodukten als Zigaretten blieben 613, für 538 lag die Angabe zum Snusgebrauch vor. Die Teilnehmer waren 17 bis 21 Jahre alt. Gemessen wurden Spermienkonzentration, Gesamtspermienzahl, Volumen, normale Morphologie und progressive Motilität nach WHO-Vorgaben, der DNA-Fragmentierungsindex (Sperm Chromatin Structure Assay), Hormone (Testosteron, LH, FSH, SHBG, in Teilkohorten Östradiol und Inhibin B) und Cotinin im Urin (bei 396 Männern). Die Modelle waren für Zigarettenrauchen und Karenzzeit adjustiert (Hormone: Rauchen und Kohorte); für signifikante Befunde wurde zusätzlich einzeln für Dauererkrankungen, Varikozele, Alkohol, Beruf der Mutter sowie Rauchen von Mutter und Vater in der Schwangerschaft adjustiert.

Das mittlere Cotinin im Urin betrug bei 69 Snus-Nutzern 3200 ng/ml (Standardabweichung 2300) und bei 290 Nichtnutzern 590 ng/ml (Standardabweichung 1100). Die Gesamtspermienzahl war bei Nutzern um 34 Millionen oder 24 % niedriger (Tabelle 2: 120 Millionen bei 109 Nutzern gegenüber 160 Millionen bei 411 Nichtnutzern; p = 0,03). Die übrigen Samenparameter unterschieden sich nicht signifikant: Konzentration 47 gegenüber 57 Mio./ml (p = 0,10), Volumen 2,8 gegenüber 2,6 ml (p = 0,33), Gesamtzahl progressiv beweglicher Spermien 67 gegenüber 84 Millionen (p = 0,11), DNA-Fragmentierung 11 gegenüber 12 % (p = 0,32), progressive Motilität 42 gegenüber 42 % (p = 0,98), normale Morphologie 8,3 gegenüber 8,7 % (p = 0,63). Beim Hormonprofil lag das Testosteron bei Nutzern um 3,0 nmol/l höher (24 gegenüber 21 nmol/l; p < 0,001), FSH um 1,7 IE/l höher (5,9 gegenüber 4,3; p = 0,04); freies Testosteron (0,43 gegenüber 0,43; p = 0,81), LH, SHBG, Östradiol und Inhibin B unterschieden sich nicht.

Zum Dosisbezug: Die Zahl der Snusdosen pro Woche (nur in der zweiten Kohorte bei 71 Nutzern erhoben) war nicht signifikant mit den Samenparametern verknüpft (Gesamtspermienzahl, kubikwurzeltransformiert: B = −0,16; 95-%-KI −0,33 bis 0,014; p = 0,07), wohl aber positiv mit Testosteron (B = 2,0; KI 1,2 bis 2,7; p < 0,001) und FSH (B = 2,2; KI 1,5 bis 3,0; p < 0,001). Das Cotinin war negativ mit der Gesamtspermienzahl verknüpft (B = −0,12 × 10⁻³; KI −0,23 × 10⁻³ bis −0,01 × 10⁻³; p = 0,02 in der Tabelle, p = 0,03 im Text) und positiv mit Testosteron und Östradiol (je p < 0,001). Diese Cotinin-Beziehung schwächte sich nach Adjustierung für den Beruf der Mutter beziehungsweise das Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft um etwa ein Drittel ab (36 beziehungsweise 38 %); der Unterschied zwischen Nutzern und Nichtnutzern in der Gesamtspermienzahl änderte sich durch keine Zusatzadjustierung um mehr als 5 %. Die Autoren rechnen den Befund mit einer in der Literatur berichteten Beziehung zwischen Spermienzahl und Schwangerschaftschance auf eine etwa 10 % geringere Chance um, ein Kind zu zeugen; das ist eine Extrapolation und kein Studienergebnis [s73].

Stärken: Mit 109 Nutzern die größte Snusgruppe mit Samenanalyse unter den abgerufenen Studien, Cotinin als objektiver Marker, viele Sensitivitätsanalysen, Allgemeinbevölkerung statt Kinderwunschklinik. Schwächen: Querschnitt; viele Variablen nur in Teilkohorten; geringe Teilnahmequoten (305 von 2255 beziehungsweise 241 von 1618 eingeladenen Wehrpflichtigen); Rest-Confounding durch den sozioökonomischen Status möglich; ein einmaliger Cotininwert ist ein unsicherer Marker. Zwei Auffälligkeiten im Text: In Tabelle 3 stehen für DNA-Fragmentierung und progressive Motilität identische Werte (B = −0,048; KI −0,11 bis 0,018; p = 0,15), was auf einen Übertragungsfehler hindeutet; in Tabelle 1 trägt die Zeile „Rauchen“ einen Korrekturhinweis (Nutzer- und Nichtnutzerzahlen waren vertauscht). Den FSH-Befund halten die Autoren selbst für möglicherweise zufällig, weil eine dänische Studie mit rund 3500 Männern keinen Zusammenhang zwischen Rauchen und FSH fand [s73].

**Holmboe et al. 2020, Dänemark („Use of e-cigarettes associated with lower sperm counts in a cross-sectional study of young men from the general population“) [s99].** Querschnittsstudie mit jungen Männern aus der Allgemeinbevölkerung (Medianalter 19,0 Jahre). Eingeschlossen waren 2008 Männer mit Angaben zu Zigaretten und Marihuana (Rekrutierung 2012 bis 2018), von denen 1221 auch Angaben zu E-Zigaretten und Snus machten. 52 % der Männer rauchten Zigaretten, 13 % nutzten E-Zigaretten, 25 % Snus und 33 % Marihuana. In der multiplen linearen Regression hatten tägliche E-Zigaretten-Nutzer eine niedrigere Gesamtspermienzahl als Nichtnutzer (91 gegenüber 147 Millionen), ebenso tägliche Zigarettenraucher (103 gegenüber 139 Millionen). Das Testosteron war bei Zigarettenrauchern höher (Gesamttestosteron 6,2 % bei täglichen und 4,1 % bei gelegentlichen Rauchern), nicht bei E-Zigaretten-Nutzern. Für Snus wurden keine Zusammenhänge mit Markern der Hodenfunktion beobachtet. Stärken: große Stichprobe, mehrere Produkte im selben Modell, Hormone und Samen aus derselben Untersuchung. Schwächen: Rest-Confounding, Überlappung der Nutzer mehrerer Produkte; der Abstract berichtet für die Snus-Auswertung keine Konfidenzintervalle, und der Volltext war nicht frei abrufbar, es lagen also nur Abstract-Angaben vor.

**Richthoff et al. 2008, Schweden („Association between tobacco exposure and reproductive parameters in adolescent males“) [s216].** Querschnittsstudie an 302 jungen Wehrpflichtigen (217 Nichtraucher, 85 Raucher, Medianalter 18 Jahre) mit Samenanalyse einschließlich Markern der Nebenhoden- und Anhangsdrüsenfunktion sowie Hormonen. Nichtraucher hatten eine 49 % höhere Gesamtspermienzahl als Raucher (95-%-KI 4,5 bis 112 %; p = 0,01), die Konzentration war 37 % höher (KI −4 bis 95 %; p = 0,08). FSH war bei Nichtrauchern 17 % höher (KI 3 bis 33 %; p = 0,02); Inhibin B, Testosteron, SHBG, LH und Östradiol unterschieden sich nicht. Wer mehr als 10 Zigaretten täglich rauchte, hatte ein um 37 % niedrigeres FSH (KI 10 bis 69 %; p = 0,005) als weniger starke Raucher. Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft wirkte sich negativ auf Nebenhoden- und Samenbläschenmarker aus. Zu Snus nennt der Abstract keine Zahlen; nach Darstellung von Kimblad et al. war Snus bei 51 Nutzern nicht mit Spermienqualität oder Hormonen assoziiert [s73]. Das ist eine Sekundärangabe, die Snusinformation wurde erst nachträglich per Telefon erhoben, und die Snusgruppe ist klein.

**Pärn et al. 2015, Schweden (ActiART; „Physical activity, fatness, educational level and snuff consumption as determinants of semen quality“) [s163].** Querschnittsstudie an 62 Männern einer Kinderwunschklinik; Hauptfragestellung war die körperliche Aktivität (Akzelerometer). Teilnehmer, die keinen Snus konsumierten, hatten höhere Werte der Spermienparameter (P < 0,05); adipöse Männer (BMI ≥ 30) hatten ein geringeres Volumen. Der Abstract nennt keine Effektgrößen für Snus. Nach Kimblad et al. waren 17 der 62 Männer Snus-Nutzer, und die Studie fand niedrigere Gesamtspermienzahl, Konzentration, Konzentration beweglicher Spermien und Gesamtzahl beweglicher Spermien [s73]. Schwächen: sehr kleine Gruppe, selektierte Kinderwunschpatienten, mehrere Determinanten gleichzeitig getestet, Snus nicht Hauptfragestellung; die Autoren von [s73] erklären den stärkeren Befund mit der Patientenselektion. Die Zahlen sind aus dem Abstract nicht verwertbar [s163].

**Byhamre et al. 2026, Nordschweden (Snus, CRP, Vitamin D und Testosteron) [s02].** Querschnittsanalyse der bevölkerungsbasierten Northern Sweden MONICA-Studie mit 6158 Nie-Rauchern (21 % der Männer und 3,3 % der Frauen Snus-Nutzer), Untersuchungen 1990 bis 2014. Gemessen wurden hs-CRP, 25(OH)-Vitamin D und berechnetes freies Testosteron; Samenparameter wurden nicht erhoben. Snus gegenüber Nie-Gebrauch war bei beiden Geschlechtern mit niedrigerem hs-CRP (exp(β) 0,88; 95-%-KI 0,81 bis 0,96) und niedrigerem 25(OH)D (β −1,01; KI −1,70 bis −0,33) verknüpft. Bei Männern war Snus mit höherem berechnetem freiem Testosteron verbunden (exp(β) 1,04; KI 1,01 bis 1,07). Ehemalige Snus-Nutzer unterschieden sich nicht signifikant. Die Studie stützt in der Richtung den höheren Testosteronwert aus [s73], ist aber eine reine Hormonstudie; es war nur der Abstract abrufbar.

**Sapra et al. 2016, USA (Zeit bis zur Schwangerschaft; „Time-to-Pregnancy Associated With Couples' Use of Tobacco Products“) [s147].** Prospektive Paarkohorte (bevölkerungsbasierte Stichprobe aus 16 Landkreisen in Michigan und Texas) mit 501 Paaren, die die Verhütung beendeten und bis zu 12 Monate oder bis zum positiven Schwangerschaftstest verfolgt wurden; Interview zu Zigaretten, Zigarren und Kau-/Schnupftabak, Blutproben für Schwermetalle und Cotinin. Zielgröße war die Fecundability Odds Ratio (FOR; Werte unter 1 bedeuten eine längere Zeit bis zur Schwangerschaft). 15 % der Männer rauchten Zigaretten, 14 % Zigarren, 9 % nutzten Snuff und 2 % Kautabak. Gegenüber Nie-Nutzern von Tabak war das Rauchen des Mannes mit längerer Zeit bis zur Schwangerschaft verbunden (FOR 0,41; 95-%-KI 0,24 bis 0,68), ebenso das Rauchen der Frau (FOR 0,53; KI 0,33 bis 0,85); im gemeinsamen Modell blieb der männliche Effekt signifikant (FOR 0,46; KI 0,27 bis 0,79). Cadmium war bei Rauchern höher als bei Nutzern rauchlosen Tabaks und bei Nie-Nutzern; die Adjustierung für Cadmium schwächte den Zigarettenzusammenhang ab, besonders bei Frauen. Die Zeit bis zur Schwangerschaft war bei Nutzern rauchlosen Tabaks gegenüber Rauchern kürzer (FOR 2,86; KI 1,47 bis 5,57). Gegenüber Nie-Nutzern verlängerte rauchloser Tabak die Zeit nicht; einen numerischen Schätzwert dafür nennt der Abstract nicht. Stärken: prospektiv, beide Partner, objektive Biomarker. Schwächen: sehr kleine Zahl rauchloser Nutzer, Samenparameter nicht gemessen.

**Gesamtbild Snus.** Von den drei Studien an jungen Männern aus der Allgemeinbevölkerung fand nur die mit der größten Snusgruppe (109 Nutzer [s73]) eine niedrigere Gesamtspermienzahl, nicht aber niedrigere Konzentration, Beweglichkeit oder Morphologie; die beiden anderen [s216, s99] fanden nichts. Die Klinikstudie mit 17 Nutzern fand mehr Auffälligkeiten [s163]. Höheres Testosteron bei Snus fand sich in [s73] und [s02], nicht in [s99] und [s216]. Ein gleich definierter Direktvergleich Snus gegen Zigarette liegt nur in [s99] und [s216] sowie adjustiert in [s73] vor.

### Nikotinbeutel und orale Nikotinprodukte

Unter den gefundenen Quellen gibt es keine Studie an Menschen oder Tieren, die tabakfreie Nikotinbeutel („nicotine pouches“) mit Spermienqualität, Hodenfunktion oder Fruchtbarkeit in Verbindung bringt. Das gilt auch für eine gezielte Suche in Europe PMC mit Begriffen wie „nicotine pouch*“, „oral nicotine“ und „sperm/semen“ [s11]. Dieser Befund ist ein negatives Suchergebnis und kein Beleg für Unschädlichkeit.

**Yang et al. 2026 („Research on the safety risk of oral nicotine products and its prospects“) [s11].** Die narrative Übersicht beschreibt als Datenlage Kohortenstudien mit Schwerpunkt Mundhöhle und Herz-Kreislauf-System. Sie hält fest, dass Nikotin an mehreren Organen toxisch wirke, unter anderem an der Gonadenfunktion, dass aber nur „begrenzte Evidenz“ zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Beutel vorliege, und sie verweist für den Hoden auf den Rattenversuch zu Mundtabak von Aprioku et al. [s154]. Der Abstract erwähnt weder Spermien noch Fruchtbarkeit; betont werden fehlende Langzeitdaten und begrenzte Daten zu Zusatzstoffen. Nach [s11] stieg der Absatz in den USA von 126 Millionen Einheiten in den letzten fünf Monaten 2019 auf 808 Millionen Einheiten in den ersten drei Monaten 2022. Afolabi et al. 2025 nennen Nikotinbeutel nur als Beispiel für neuartige Produkte [s18].

Die nächstliegende indirekte Evidenz stammt aus der Snus-Forschung [s73, s99], aus dem Nikotinmodell am Tier [s132, s154] und aus In-vitro-Daten an menschlichen Spermien [s133]. Ob und wie weit sich diese Befunde auf Nikotinbeutel übertragen lassen, ist durch keine Studie belegt: Die Beutel enthalten keinen Tabak, und die Nikotinfreisetzung ist nicht mit der von Snus gleichzusetzen. Eine Aussage über Nikotinbeutel ist auf Grundlage der abgerufenen Quellen nicht möglich.

### Kautabak und andere rauchlose Tabakprodukte beim Menschen

Gemeinsames Merkmal dieser Studien: Die Produkte sind uneinheitlich (Gutkha, Khaini, Tabakblatt mit Betel, Kautabak ohne nähere Angabe), die Menge wird als „Packungen oder Portionen pro Tag“ erfasst, und fast alle Studien stammen aus Kinderwunschkliniken, also aus einer ohnehin selektierten Population.

**Said, Ranga und Agarwal 2005, Indien [s223].** Retrospektive Studie in einer privaten Kinderwunschklinik mit 638 Männern, die alle Kautabak konsumierten. Gruppiert wurde nach der Häufigkeit: mild (weniger als 3-mal täglich, n = 177), mäßig (3 bis 6-mal täglich, n = 264), stark (mehr als 6-mal täglich, n = 197). Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie und Vitalität waren in der Gruppe „mild“ signifikant höher als in „mäßig“ und in dieser höher als in „stark“. Der Anteil azoospermer Männer stieg mit der Konsumintensität (1 %, 3 %, 14 %), ebenso der Anteil mit Oligoasthenoteratozoospermie (2 %, 8 %, 29 %); diese Unterschiede waren statistisch nicht signifikant. Der Abstract nennt keine Mittelwerte und keine p-Werte. Die zentrale Schwäche: Es gibt keine Kontrollgruppe ohne Kautabak, alle 638 Männer sind Konsumenten. Die Studie kann einen Gradienten innerhalb der Konsumenten zeigen, aber keinen Unterschied zu Nichtkonsumenten. Außerdem retrospektiv, eine Klinik, keine Angabe zu Confoundern im Abstract, Produktart nicht differenziert.

**Sunanda et al. 2014, Indien [s180].** Retrospektive Studie über drei Jahre an der Kinderwunscheinheit eines Universitätsklinikums. Samenanalysen von 642 männlichen Partnern im Alter von 20 bis 40 Jahren bei 3 bis 5 Tagen Karenz; 194 Männer (30,2 %) kauten Tabak, davon 50,5 % Gutkha, 27,9 % Khaini und 21,6 % getrocknetes Tabakblatt mit Betel. Die Dauer der Gewohnheit lag zwischen 2 und 18 Jahren; unterteilt wurde in weniger oder mehr als 10 Packungen pro Tag. Morphologie nach Kruger-Kriterien, Vitalität über den hypoosmotischen Schwelltest; logistische Regression mit Odds Ratios auf Basis dichotomisierter WHO-Grenzwerte sowie Pearson-Korrelation, ohne beschriebene Adjustierung. Verglichen mit Männern ohne Kaugewohnheit lagen die Mittelwerte bei Kauern bei der Spermienzahl um 18,9 %, bei der Beweglichkeit um 23,4 %, bei der Vitalität um 8,4 % und bei der normalen Morphologie um 28,4 % niedriger. Odds Ratios für den jeweils auffälligen Befund (p = 0,001): Oligozoospermie 2,2 (95-%-KI 1,5 bis 3,09), Asthenozoospermie 3,2 (2,05 bis 4,9), Teratozoospermie 8,4 (4,9 bis 14,6); die Vitalität unterschied sich nicht signifikant (OR 1,6; KI 0,739 bis 3,6). Unter den Kauern waren 66 % oligozoosperm, 85 % asthenozoosperm und 28 % teratozoosperm. Beim Vergleich intensiver (mindestens 10 Packungen täglich) mit weniger intensiven Kauern war nur die normale Morphologie signifikant unterschiedlich (OR 2,7; KI 1,41 bis 5,08; p = 0,003), nicht die Spermienzahl (OR 0,81; KI 0,441 bis 1,5; p = 0,534) und nicht die Beweglichkeit (OR 1,1; KI 0,478 bis 2,5; p = 1,0). Kopfdefekte (r = 0,400; p = 0,001) und Zytoplasmatröpfchen (r = 0,611; p = 0,001) korrelierten positiv mit der Zahl der Tabakpackungen; Defekte des Mittelstücks (p = 0,122) und des Flagellums (p = 0,411) unterschieden sich nicht signifikant. Stärken: Kontrollgruppe aus derselben Klinik, Odds Ratios mit Konfidenzintervallen, Intensitätsstufen. Schwächen: retrospektiv, eine Klinik, keine beschriebene Mehrgrößenadjustierung (Rauchen, Alkohol, Alter, Varikozele), gemischte Produkte, subfertile Männer und daher nicht auf die Allgemeinbevölkerung übertragbar.

**Banerjee et al. 1993, Indien [s244].** Vergleich von Samenproben von 79 Tabakkonsumenten (Raucher, Kauer und Mehrfachkonsumenten) mit 21 Männern, die nie Tabak konsumiert hatten. Der Anteil beweglicher Spermien und die Gesamtspermienzahl waren bei den Tabakkauern signifikant niedriger (p < 0,05); der Anteil abnormaler Spermien war bei Rauchern und Mehrfachkonsumenten signifikant höher (p < 0,001). Zahlen zu Gruppengrößen je Konsumform und Mittelwerten fehlen im Abstract; die Kontrollgruppe ist klein, Rekrutierungsweg und Confounderkontrolle sind nicht erkennbar.

**Shah et al. 2019, Pakistan (Hormone) [s113].** Querschnittsstudie an 180 per Zufallsstichprobe ausgewählten Probanden: Nutzer rauchlosen Tabaks, Raucher und gesunde Kontrollen; Messung von Plasma-Kisspeptin, Gesamttestosteron und Blutfetten, keine Samenanalyse. Das Gesamttestosteron war bei Rauchern und bei Nutzern rauchlosen Tabaks signifikant höher als bei Kontrollen; Kisspeptin war nur bei Nutzern rauchlosen Tabaks signifikant höher. Die Autoren deuten dies als Einfluss auf die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse und schreiben, rauchloser Tabak habe stärkere zentrale Wirkungen als Rauchen; diese Deutung geht über die gemessenen Querschnittswerte hinaus. Die Richtung beim Testosteron entspricht dem Snus-Befund in [s73] und [s02].

**Kanetkar et al. 2024, Indien [s48].** Prospektive analytische Studie über zwei Jahre mit 98 Samenproben von Männern mit unerfülltem Kinderwunsch; ausgeschlossen waren Alkoholkonsum, Varikozele und Diabetes. Aufteilung: 14 reine Raucher, 29 Nutzer rauchlosen Tabaks, 3 mit beidem, 52 ohne Tabak (in Tabelle 2: 17 Raucher, 32 Kauer, 52 Nichtnutzer). Ein normales Spermiogramm hatten 41 von 52 Nichtnutzern, 2 von 17 Rauchern und 9 von 32 Kauern (Chi-Quadrat 52,411; p < 0,0001). Die mittlere Spermienkonzentration betrug 83,9 Mio./ml bei Nichtnutzern, 34,7 Mio./ml bei Tabaknutzern (Kauern) und 32,6 Mio./ml bei Rauchern (p < 0,0001); das mittlere Volumen 2,41 ml (Nichtnutzer), 2,26 ml (Raucher) und 2,21 ml (Kauer) ohne signifikanten Unterschied. Nach den Autoren waren Spermienzahl und Beweglichkeit bei Rauchern stärker reduziert als bei Nutzern rauchlosen Tabaks; bei beiden Gewohnheiten zusammen waren die Veränderungen am stärksten. Schwächen: kleine Gruppen, im Abstract keine Methodik, in der Arbeit weder Adjustierung noch Konfidenzintervalle; im Text steht an einer Stelle „23 (3,4 %)“ für Asthenozoospermie, die Tabelle nennt 23 (23,4 %), ein Tippfehler im Text.

**Kumar et al. 2015, Indien (DNA-Schaden, Retinoblastom) [s162].** Fall-Kontroll-Studie mit 145 Vätern von Kindern mit sporadischem erblichem Retinoblastom und 53 Kontrollvätern; Tabakanamnese per Interview; gemessen wurden reaktive Sauerstoffspezies im Samen, der DNA-Fragmentierungsindex und 8-OHdG in den Spermien. Alle drei Marker unterschieden sich zwischen Tabaknutzern und Nichtnutzern signifikant (jeweils p < 0,05). Die Odds Ratios für das Retinoblastom des Kindes betrugen bei rauchenden Vätern 7,29 (95-%-KI 2,9 bis 34,5), bei kauenden Vätern 4,75 (2,07 bis 10,9) und bei beiden Gewohnheiten 9,11 (3,79 bis 39,2). Die Studie betrifft einen DNA-Schadensmarker und keine Standard-Samenparameter; sie ist klein und stützt sich auf Selbstauskunft.

**Maraş-Pulver (Türkei) und Shammah (Saudi-Arabien).** Für den türkischen rauchlosen Tabak Maraş otu (Nicotiana rustica) gibt es keine Studie zur männlichen Fertilität, nur zwei Serumstudien zum oxidativen Stress: Çelik et al. 2011 verglichen 21 Maraş-Konsumenten ohne Zigaretten, 27 reine Zigarettenraucher und 24 Kontrollen; der oxidative Stressindex war in beiden Konsumgruppen höher als bei den Kontrollen (7,44, 7,62 und 5,67; p < 0,05), ohne Unterschied zwischen Maraş und Zigarette, die Gesamtantioxidanskapazität bei Maraş-Konsumenten niedriger als in beiden anderen Gruppen (1,35, 1,48 und 1,57; p < 0,05) [s203]. Atilla et al. 2017 fanden bei 36 Maraş-Konsumenten, 32 Rauchern und 30 Nichtrauchern höhere Serumtelomerase und Malondialdehyd bei Rauchern und Maraş-Konsumenten gegenüber Nichtrauchern (jeweils p < 0,001) und bei Maraş-Konsumenten höher als bei Rauchern (p < 0,001) [s137]. Beide Arbeiten haben keinen Spermienendpunkt. Für Shammah, den rauchlosen Tabak in Saudi-Arabien, existiert nur ein Rattenversuch (siehe Tierversuche) [s17]; zu Toombak, Naswar und Nasvay wurde keine Spermienstudie gefunden.

**Gesamtbild Kautabak.** Die Humandaten stammen fast ausschließlich aus Indien und Pakistan. Ein Teil der Studien hat keine nicht exponierte Kontrollgruppe [s223], bei anderen fehlen Angaben zur Confounderkontrolle [s180, s244, s48]. Die Richtung ist in allen Studien gleich (schlechtere Werte bei Kauern beziehungsweise bei stärkerem Kauen); die Stärke der Beziehung lässt sich wegen der Designs nicht seriös beziffern. Bemerkenswert ist der Vergleich in [s48]: Dort waren Raucher stärker betroffen als Kauer; in [s244] zeigten Kauer geringere Beweglichkeit und Zahl, während der Abstract einen Anstieg abnormaler Formen nur für Raucher und Mehrfachkonsumenten nennt.

### Wasserpfeife (Shisha, Hookah, Narghile): Studien am Menschen

Die abgerufenen Humanstudien zur Wasserpfeife stammen ausschließlich aus dem Nahen Osten, der Golfregion und dem Iran. Es sind Querschnittsstudien oder Fall-Kontroll-Vergleiche, die meisten rekrutieren Männer aus Kinderwunschkliniken oder IVF-Laboren. Gemeinsame Schwächen sind die ungenaue Erfassung der Exposition (Sitzungen pro Woche, Dauer, Tabak- und Kohleart), Doppelkonsum mit Zigaretten und kleine Hookah-Gruppen. Studien in arabischer, türkischer oder russischer Originalsprache zur Wasserpfeife mit Spermienendpunkt waren nicht auffindbar; die türkische Literatur zur Nargile betrifft Konsumverhalten, Kohlenmonoxid und Atemwege, nicht die Fruchtbarkeit [s31, s38].

**Hamadneh et al. 2025, Jordanien [s24].** Prospektiv rekrutierte Querschnittsstudie mit 558 Teilnehmern: 300 Zigarettenraucher, 95 Wasserpfeifenraucher und 163 Nichtraucher als Kontrolle. Die Samenanalyse erfolgte etwa eine Stunde nach der Ejakulation nach den WHO-Vorgaben (2021). Zigarettenraucher rauchten im Mittel seit 14,18 ± 7,55 Jahren etwa 23,92 ± 10,84 Zigaretten täglich; Wasserpfeifenraucher seit 11,5 ± 8,16 Jahren mit 11,51 ± 8,16 Sitzungen pro Woche (die identische Standardabweichung bei Dauer und Sitzungszahl ist im Text so gedruckt). Einfaktorielle Varianzanalyse mit Tukey-Test, keine Adjustierung für Störgrößen. Das Ejakulatvolumen betrug bei Nichtrauchern 3,457 ± 0,1996 ml (Standardfehler), bei Zigarettenrauchern 3,152 ± 0,182 ml (p = 0,1772 gegenüber der Kontrolle) und bei Wasserpfeifenrauchern 2,871 ± 0,150 ml (p = 0,0122 gegenüber der Kontrolle), also rechnerisch rund 17 % weniger als bei Nichtrauchern (die Autoren nennen etwa 16,4 %); zwischen Zigaretten- und Wasserpfeifenrauchern lag p = 0,2246. Der Abstract nennt für den Volumenunterschied p = 0,0097, der Ergebnisteil p = 0,0122; hier wird dem Ergebnisteil gefolgt. Der Abstract enthält auch Druckfehler (zum Beispiel „p = 8614“ statt 0,8614). Progressive Motilität: Zigarette 29,51 ± 2,268 %, Wasserpfeife 28,4 ± 1,878 %, Kontrolle 32,47 ± 2,487 % (alle Vergleiche nicht signifikant, p = 0,2305 bis 0,2714). Gesamtmotilität 37,29 %, 39,41 % und 37,84 % (nicht signifikant). Spermienzahl: Zigarette 44,20 ± 4,46, Wasserpfeife 41,88 ± 3,700, Kontrolle 47,48 ± 4,900 Millionen pro ml (p = 0,8614 zwischen den Rauchergruppen; p = 0,6494 und p = 0,4876 gegenüber der Kontrolle). Normale Morphologie: 15,34 ± 1,794 %, 16,01 ± 1,485 % und 12,85 ± 1,967 % (p = 0,2156 und p = 0,2440 gegenüber der Kontrolle); die Nichtraucher hatten also numerisch die niedrigsten Normalformen. Vitalität (Teilprobe von 152 Männern): 65,71 %, 67,67 % und 64,07 %, ohne signifikanten Unterschied. Stärken: Nach Angabe der Autoren der erste Vergleich von Wasserpfeifen- und Zigarettenrauchern mit einer Nichtraucher-Kontrolle in Bezug auf Samenparameter, aktuelle WHO-Methodik. Schwächen (teils von den Autoren genannt): Querschnitt, keine Adjustierung, die Wasserpfeifengruppe ist die kleinste, DNA-Fragmentierung und oxidativer Stress wurden nicht gemessen. Zigarettenraucher unterschieden sich in dieser Stichprobe nicht von Nichtrauchern, was von der Metaanalyse [s148] abweicht; die Autoren führen das auf Stichprobengröße und die Eigenschaften der nordjordanischen Population zurück [s24].

**Albeitawi et al. 2024, Jordanien [s38].** Querschnittsstudie an 761 Männern (Juli 2020 bis Juli 2021), die für eine Samenanalyse IVF-Labore aufsuchten: 108 Doppelraucher (Wasserpfeife und Zigarette), 219 Wasserpfeifenraucher, 222 Zigarettenraucher und 212 Nichtraucher; Altersspanne 18 bis 45 Jahre, mittleres Alter 35,4 ± 7,69 Jahre, BMI 28,4 ± 6,4. Die Ursache der Infertilität war bei 31,4 % ungeklärt, bei 30,6 % weiblich und bei 23,1 % männlich. Mehrgrößenregression, adjustiert für Alter, BMI, Bildung, Kinder, chronische Erkrankungen, Varikozele, frühere Hodenoperationen, Infertilitätsdauer und Ursache; für den Doppelkonsum wurde ein Interaktionsterm aus Zigaretten- und Wasserpfeifenindex gebildet. Nach Adjustierung gab es keinen signifikanten Unterschied bei Spermienkonzentration und progressiver Motilität zwischen Nichtrauchern, Zigaretten- und Wasserpfeifenrauchern. Dagegen war das (logarithmierte) Prozent normaler Morphologie bei Rauchern beider Arten niedriger. Die exponenzierten Regressionskoeffizienten (Faktor gegenüber Nichtrauchern; 0,66 entspricht 34 % weniger normalen Formen) lauteten: leichte Zigarettenraucher 0,66 (95-%-KI 0,56 bis 0,77), mäßige 0,63 (0,54 bis 0,73), starke 0,68 (0,62 bis 0,76); leichte Wasserpfeifenraucher 0,66 (0,60 bis 0,74), mäßige 0,80 (0,67 bis 0,94), starke 0,81 (0,70 bis 0,92). Beim Doppelkonsum waren die Werte am niedrigsten: leichte Doppelraucher 0,43 (0,33 bis 0,55), starke Doppelraucher 0,36 (0,24 bis 0,53). In der unadjustierten Analyse hatten Nichtraucher die niedrigste Spermienkonzentration; Wasserpfeifenraucher hatten die höchste Konzentration, gefolgt von Doppelrauchern und Zigarettenrauchern, und eine bessere Morphologie als Zigarettenraucher, was die Autoren selbst als der Erwartung widersprechend beschreiben (die Wasserpfeife enthalte mehr Toxine). Sie vermuten selektionsbedingte Einflüsse, weil die Männer ohnehin wegen Infertilität kamen. Stärken: größte Stichprobe unter den direkten Hookah-Zigarette-Vergleichen mit Adjustierung, Dosisstufen, Doppelkonsum. Schwächen: infertile Population mit Selektionsverzerrung, Exposition schwer zu quantifizieren, Nichtraucher möglicherweise Passivraucher oder Ex-Raucher. Die Autoren zitieren zwei weitere Vergleiche, die nicht selbst abgerufen wurden (Sekundärangaben): eine saudische Studie (30 Zigaretten-, 20 Wasserpfeifenraucher, 50 Nichtraucher) und eine ägyptische (42 Wasserpfeifen-, 65 Zigarettenraucher, 81 Nichtraucher); beide fanden bei beiden Raucherarten schlechtere Werte als bei Nichtrauchern, die ägyptische zusätzlich eine schlechtere Morphologie bei Wasserpfeifen- als bei Zigarettenrauchern [s38].

**Albeitawi et al. 2020, Jordanien [s96].** Querschnittsstudie an 104 Männern (25 bis 45 Jahre) ohne Zigarettenkonsum und ohne chronische Krankheit, die IVF-Labore zur Samenanalyse aufsuchten: 54 Wasserpfeifenraucher, 50 Nichtraucher. Volumen, normale Morphologie und progressive Motilität waren bei Wasserpfeifenrauchern etwas niedriger (3,21 ml, 10,2 %, 29,56 % gegenüber 3,45 ml, 11,5 %, 33,20 %), aber nicht signifikant. Nach den Autoren lag bis dahin keine Forschung zu Wasserpfeife und menschlicher Fruchtbarkeit vor. Schwäche: kleine Stichprobe, die Richtung der Mittelwerte ist allerdings durchgehend gleich; spätere, größere jordanische Studien fanden Effekte auf die Morphologie [s38] oder das Volumen [s24].

**Tofighi Niaki et al. 2023, Iran [s62].** Querschnittsstudie an 62 Männern (Partner von Paaren mit weiblichem Infertilitätsfaktor, Yazd): 32 Wasserpfeifenraucher (mindestens dreimal pro Woche, 30 bis 45 Minuten) und 30 Nichtraucher, beide mit normalen Spermienparametern; ausgeschlossen waren chronische Erkrankungen, Urogenitalinfekte, starkes Zigarettenrauchen und Alkohol. Bei Wasserpfeifenrauchern waren DNA-Fragmentierung, Protamindefizit und anomale Chromatinkondensation signifikant häufiger (p < 0,0001). Die Protamingenexpression war niedriger (PRM1 1,55 ± 2,54 gegenüber 3,49 ± 5,41; PRM2 0,33 ± 0,54 gegenüber 1,22 ± 1,96), aber nicht signifikant (p = 0,155 und p = 0,066); Malondialdehyd im Samen war höher (0,39 ± 1,04 gegenüber 0,15 ± 0,21; p = 0,013). Konventionelle Parameter waren nicht verändert. Schwächen: kleine Gruppen, die Streuung der Genexpressionswerte übersteigt die Mittelwerte, selektierte Stichprobe.

**Laqqan et al. 2023, Gaza (Methylierung, Protamine; „Impact of waterpipe and tobacco cigarette smoking on global DNA methylation and nuclear proteins genes transcription in spermatozoa: a comparative investigation“) [s57].** Querschnittsvergleich von 900 Samenproben (je 300 von Wasserpfeifenrauchern, starken Zigarettenrauchern und Nichtrauchern; Alter 32,5 ± 6,3 Jahre). Globale DNA-Methylierung 8,6 ± 0,6 ng/µl (Wasserpfeife) gegenüber 7,1 ± 0,6 (Zigarette) und 4,7 ± 0,6 (Nichtraucher); Protamindefizit 72,8 ± 15,3 %, 51,7 ± 19,2 % und 15,3 ± 5,9 %; DNA-Fragmentierung 73,4 ± 13,4 %, 50,5 ± 18,9 % und 9,3 ± 4,3 % (jeweils p < 0,001; Abstract im Rahmen dieser Arbeit erneut abgerufen und bestätigt). Zur Transkription von PRM1, PRM2 und H2BFWT sagt der Abstract zugleich, sie sei bei Wasserpfeifenrauchern gegenüber den anderen Gruppen erhöht und bei allen Rauchergruppen gegenüber Nichtrauchern erniedrigt; dieser Widerspruch lässt sich ohne Volltext nicht auflösen. Die Autoren folgern, Wasserpfeifenrauchen sei schädlicher als Zigarettenrauchen. Es ist die einzige abgerufene Studie mit diesem Ergebnis und zugleich die größte Hookah-Studie; die berichteten DNA-Fragmentierungswerte liegen jedoch weit über denen anderer Studien (zum Beispiel 11 bis 12 % in [s73]; Mittel 14,66 % bei starken Rauchern in einer russischen Studie [s59]; Median 24,5 % bei starken Rauchern in einer Homburger Arbeit [s67]). Rekrutierung, Confounderkontrolle und Messverfahren konnten nicht geprüft werden. Dieselbe Gruppe berichtet in zwei weiteren Arbeiten Ähnliches: Laqqan und Yassin 2023 (500 Proben, 300 Hubble-Bubble-Raucher, 200 Nichtraucher; Methylierung, Protamindefizit und DNA-Fragmentierung höher, p < 0,0001; Transkription von Protamin- und Histongenen niedriger) [s58] sowie Laqqan 2022 bei Zigaretten-Starkrauchern (Methylierungsunterschiede an PRICKLE2, ALS2CR12, ALDH3B2 und PTGIR; globale Methylierung, Chromatin-Nichtkondensation und DNA-Fragmentierung erhöht, p < 0,001) [s75]. Die Kombination hoher Probenzahlen und sehr großer Effekte bei einer einzelnen Arbeitsgruppe verlangt eine unabhängige Bestätigung.

**Firouzabadi et al. 2024, Iran [s46].** Fall-Kontroll-Vergleich bei jungen fertilen Männern: 32 Wasserpfeifenraucher gegenüber 52 Nichtrauchern. Konventionelle Spermienparameter (Konzentration, Volumen, Beweglichkeit, Morphologie) unterschieden sich nicht. Die mRNA des antioxidativen Regulators NRF2 war bei Rauchern signifikant höher (p = 0,01), CYP24A1 unverändert. Die Autoren deuten die NRF2-Zunahme als mögliche zelluläre Abwehrreaktion auf oxidativen Stress; die funktionelle Bedeutung sei unklar. Der Abstract nennt keine Effektgrößen für die Spermienparameter.

**Alenzi 2021, Saudi-Arabien (Varikozele) [s84].** Vergleich von 192 Patienten mit Varikozele: 100 mit Wasserpfeifenrauchen und 92 ohne Rauchen; Hormone, Samenanalyse, Ultraschall; bequemlichkeitsbasierte Stichprobe aus Primärversorgungszentren, keine Männer ohne Varikozele, keine Zigarettenraucher. Varikozele Grad 2 und 3 war in der Hookah-Gruppe häufiger (57 % und 52,5 %), Grad 1 bei 55,6 % in der Gruppe ohne Rauchen. Spermienzahl 21,96 ± 6,31 gegenüber 22,5 ± 5,49, Morphologie 14,09 ± 0,45 gegenüber 14,51 ± 5,02, Venendurchmesser 3,52 ± 0,71 gegenüber 3,42 ± 0,72. Der Abstract nennt eine signifikante Abnahme des Testosterons in der Hookah-Gruppe (p = 0,05), gibt die Zahlen aber als 2,83 ± 0,21 (Hookah) gegenüber 2,33 ± 0,07 (ohne Rauchen) an, was einer Zunahme entspräche; der Widerspruch bleibt ungeklärt. Die Sitzungszahl pro Woche beeinflusste die Beweglichkeit (p = 0,02), chronisches Rauchen das Testosteron (p = 0,015) und das LH (p < 0,041). Die Aussage, Hookah verschlechtere Hormone und Samen bei Varikozele, stützt sich auf sehr kleine Differenzen und eine widersprüchliche Testosteronangabe; der Beitrag der Studie ist gering.

**Haik et al. 2019, Katar (Testosteron) [s112].** Querschnittsauswertung innerhalb der Qatar-Biobank-Kohorte: Aus 1000 männlichen Freiwilligen wurden 541 Männer verglichen (277 Wasserpfeifenraucher, 264 Nichtraucher). Mehrgrößenregression mit Adjustierung nach einem Kausaldiagramm (unter anderem Alter, gleichzeitiges Zigarettenrauchen, BMI, Triglyzeride, HbA1c, körperliche Aktivität, Prolaktin). Es gab keinen signifikanten Unterschied bei Gesamttestosteron, freiem und bioverfügbarem Testosteron und SHBG (alle p > 0,05). Die Wahrscheinlichkeit eines niedrigen Gesamttestosterons war bei leichten (OR 0,83; 95-%-KI 0,46 bis 1,49) und starken (OR 0,80; KI 0,43 bis 1,49) Wasserpfeifenrauchern nicht verändert. Die Autoren sprechen von einem ersten Hinweis auf fehlende Hormonwirkung. Stärken: große Stichprobe, begründete Confounderauswahl, objektive Hormonmessung. Schwächen: Querschnitt, Selbstauskunft, Stichprobe aus Katar, keine Samenqualität; die breiten Konfidenzintervalle schließen klinisch relevante Effekte in beide Richtungen nicht aus.

**Sepidarkish et al. 2025, Metaanalyse mit 191 Beobachtungsstudien („The waterpipe smoking and human health: a systematic review and meta-analysis of 191 observational studies“) [s31].** Systematische Übersicht mit Metaanalyse zu Wasserpfeifenrauchen und Gesundheit; Suche in MEDLINE (PubMed), Embase, Scopus und Web of Science bis Januar 2025; Qualitätsbewertung mit der Newcastle-Ottawa-Skala, Evidenzsicherheit nach GRADE. Eingeschlossen wurden 191 Studien mit 807 174 Teilnehmern (98 Fall-Kontroll-, 77 Querschnitts- und 16 Kohortenstudien aus 24 Ländern); 62 Zielgrößen, von denen 31 (50 %) im Random-Effects-Modell signifikant waren. Zu Fruchtbarkeit und Spermien (aktuelle Wasserpfeifenraucher gegenüber Nie-Rauchern): Infertilität OR 1,67 (95-%-KI 1,05 bis 2,65; drei Studien, 849 Teilnehmer; I² = 0 %; Prädiktionsintervall 0,07 bis 36,80). Standardisierte Mittelwertdifferenzen (SMD): DNA-Fragmentierung des Samens +3,36 (0,29 bis 6,43; drei Studien, 712 Teilnehmer; I² = 98,98 %); normale Morphologie −0,71 (−1,33 bis −0,10; sechs Studien, 1509 Teilnehmer; I² = 95,66 %); Samenvolumen −0,50 (−1,29 bis 0,26; fünf Studien, 890; I² = 94,79 %); Spermienzahl 0,26 (−1,13 bis 1,65; sechs Studien, 1014; I² = 98,65 %); aktive progressive Beweglichkeit 0,33 (−3,04 bis 3,70; fünf Studien, 1403; I² = 99,74 %); Gesamtbeweglichkeit −1,58 (−3,88 bis 0,72; drei Studien, 767; I² = 99,10 %); nichtprogressive Beweglichkeit 0,01 (−0,46 bis 0,49; drei Studien, 767; I² = 83,28 %); unbewegliche Spermien 1,24 (−0,52 bis 3,01; vier Studien, 871; I² = 98,88 %). Die Evidenzsicherheit nach GRADE wurde für alle diese Zielgrößen als „sehr niedrig“ eingestuft. Schwächen: pro Spermienzielgröße nur drei bis sechs Studien, Heterogenität der Spermienmaße zwischen 83 und 99,7 %, weite Prädiktionsintervalle, gemischte Designs; ein Teil der eingeschlossenen Studien stammt von den hier ebenfalls besprochenen Gruppen aus Jordanien und Gaza, die Unabhängigkeit der Datenbasis ist dadurch begrenzt, und die Metaanalyse liefert keinen direkten Vergleich mit der Zigarette. Die Einleitung verweist auf frühere Übersichten, nach denen die Evidenz nicht ausreichte, um einen Zusammenhang zwischen Wasserpfeife und Spermienparametern, Lipid- und Hormonprofilen zu bestätigen oder auszuschließen.

**Trapphoff et al. 2024, Deutschland (Frauen, Follikelflüssigkeit) [s52].** Die Studie misst bei 320 Frauen unter ICSI wegen männlicher Subfertilität Nikotin und Cotinin in der Follikelflüssigkeit (Cotinin in 20,3 %, Nikotin in 6,8 % der Proben, auch bei ausschließlichem E-Zigaretten- oder Wasserpfeifenkonsum); Fertilisations-, Reifungs- und Schwangerschaftsraten unterschieden sich nicht. Sie liefert keine Daten zur Spermienqualität des Mannes.

**Gesamtbild Wasserpfeife.** Konventionelle Samenparameter blieben in [s24], [s96] und [s46] unverändert (nur das Volumen in [s24] war niedriger); in [s38] war nach Adjustierung nur die Morphologie schlechter, ebenso in der Metaanalyse [s31], die zusätzlich eine höhere DNA-Fragmentierung zeigt. Molekulare Marker waren in [s62] und [s57] verändert; [s57] findet die Wasserpfeife schädlicher als die Zigarette, [s24] und [s38] zeigen keinen klaren Unterschied zwischen beiden. Das Testosteron blieb in [s112] unverändert. Die Evidenz ist widersprüchlich, geografisch eng und von niedriger Sicherheit.

### Die Zigarette als Vergleichsmaßstab: Metaanalysen

Die Zigarettenliteratur ist groß und dient hier als Referenzrahmen. Aus ihr lässt sich nicht ableiten, wie sich Snus, Beutel, Kautabak oder Wasserpfeife verhalten [s11, s110].

**Bundhun et al. 2019 („Tobacco smoking and semen quality in infertile males: a systematic review and meta-analysis“) [s110].** 16 Studien mit 10 823 infertilen Männern (5257 Raucher, 5566 Nichtraucher); Suche in CENTRAL, MEDLINE und EMBASE, nur englischsprachige Arbeiten. Oligozoospermie war bei Rauchern häufiger (RR 1,29; 95-%-KI 1,05 bis 1,59; p = 0,02). Morphologische Defekte insgesamt: Mittelwertdifferenz 2,44 (0,99 bis 3,89; p = 0,001); Kopfdefekte 1,76 (0,32 bis 3,20; p = 0,02), Halsdefekte 1,97 (0,75 bis 3,18; p = 0,002) und Flagellumdefekte 1,29 (0,35 bis 2,22; p = 0,007). Kein Effekt auf den pH (0,04; −0,03 bis 0,11) und die Beweglichkeit (RR 1,42; 0,97 bis 2,09; p = 0,07); keine Störung der Fortpflanzungshormone. Schwächen: nur infertile Männer, nur englischsprachige Studien, Heterogenität aus dem Abstract nicht ersichtlich.

**Sharma et al. 2016 („Cigarette Smoking and Semen Quality: A New Meta-analysis Examining the Effect of the 2010 World Health Organization Laboratory Methods for the Examination of Human Semen“) [s148].** 20 Studien mit 5865 Teilnehmern (Studien nach Erscheinen des WHO-Handbuchs 2010). Rauchen war mit niedrigerer Spermienkonzentration verbunden (Mittelwertdifferenz −9,72 × 10⁶/ml; 95-%-KI −13,32 bis −6,12), niedrigerer Beweglichkeit (−3,48 %; −5,53 bis −1,44) und niedrigerer Morphologie (−1,37 %; −2,63 bis −0,11). Die Effekte waren bei infertilen Männern größer als in der Allgemeinbevölkerung und bei mäßigen bis starken Rauchern größer als bei leichten Rauchern; das neue WHO-Handbuch änderte die Effektstärke kaum, außer bei der Morphologie.

**Li et al. 2011 („Association between socio-psycho-behavioral factors and male semen quality“) [s204].** 57 Querschnittsstudien mit 29 914 Teilnehmern aus 26 Ländern; Rauchen verschlechterte alle Spermienparameter bei fertilen wie infertilen Männern, war aber kein Risikofaktor für das Volumen in der Schweiz und im Iran und für die Spermiendichte in den USA, Dänemark und Brasilien.

**Vine et al. 1994 („Cigarette smoking and sperm density: a meta-analysis“) [s243].** Die Spermiendichte von Rauchern lag im Mittel 13 % bis 17 % niedriger (Konfidenzintervall 8,0 bis 21,5); keine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung; Inkonsistenzen der Literatur führten die Autoren auf kleine Stichproben zurück.

**Weitere Übersichten.** Wang et al. 2026 (Umbrella-Review, 43 Studien, 67 Risikofaktoren, 249 Effektgrößen) stuften 136 Effektgrößen (54,6 %) als „sehr niedrig“, 59 (23,7 %) als „niedrig“ und 54 (21,7 %) als „moderat“ nach GRADE ein; Rauchen gehörte zu den mit verminderter Samenqualität assoziierten Lebensstilfaktoren, Effektgrößen für das Rauchen nennt der Abstract nicht, andere Nikotinprodukte werden nicht erwähnt [s09]. Eine Metaanalyse zu Risikofaktoren der reproduktiven Dysfunktion (28 Artikel, 44 Studien, 23 316 infertile Männer, 40 934 gesunde Kontrollen) fand für Rauchen OR 1,33 (95-%-KI 1,16 bis 1,53; I² = 79,2 %), verglichen mit Alkohol OR 1,36 (1,00 bis 1,85), Adipositas OR 1,43 (1,02 bis 1,99) und Diabetes OR 2,53 (1,48 bis 4,33); der Endpunkt mischt Samenanomalien und sexuelle Dysfunktion [s33]. Narrative Übersichten nennen oxidativen Stress, DNA-Schäden und Apoptose als Mechanismen, räumen aber ein, dass die mechanistischen Studien unzureichend sind [s157]; eine russischsprachige Übersicht hält den schädlichen Effekt für „reversibel“, weil er bei Ex-Rauchern nicht gefunden worden sei [s80].

### Die Zigarette als Vergleichsmaßstab: Einzelstudien

**Kohorten und Querschnitte aus Europa, Nordamerika und Asien.** Ramlau-Hansen et al. 2007 (2562 Männer, sieben dänische Studien) fanden eine inverse Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Rauchen und Volumen, Gesamtspermienzahl und Anteil beweglicher Spermien; starke Raucher hatten eine um 19 % niedrigere Konzentration, dagegen bestand eine positive Dosisbeziehung zu Testosteron und LH [s218]. Tang et al. 2019 (1631 gesunde fertile Männer, China) fanden ab 10 Packungsjahren ein niedrigeres Volumen (β = −0,10; p = 0,001) und eine niedrigere Gesamtspermienzahl (β = −0,42; p = 0,037), aber eine höhere Gesamt- (β = 6,02) und progressive Beweglichkeit (β = 5,52; je p = 0,037); ehemalige Raucher unterschieden sich nicht von Nie-Rauchern [s114]. Fan et al. 2024 (1938 infertile Männer, China; 1067 Nichtraucher, 871 Raucher) fanden bei primärer Infertilität eine niedrigere mediane Konzentration bei starken Rauchern (59,2 gegenüber 68,6 × 10⁶/ml; p = 0,01), bei sekundärer eine niedrigere progressive Beweglichkeit (44,7 % gegenüber 48,1 %; p = 0,04) [s44]. Hernáez et al. 2022 und Axelsson et al. 2022 lieferten Gegenbefunde (siehe unten). Coelho et al. 2009 (portugiesische Zeitschrift, 327 Männer, 135 Raucher): mehr Oligozoospermie bei Rauchern, sonst keine Unterschiede [s211]. Reina Bouvet et al. 2007 (131 Männer mit idiopathischer Infertilität, Rosario): starke (über 20 Zigaretten täglich; p < 0,001) und leichte Raucher (p < 0,005) unterschieden sich von Nichtrauchern in Konzentration, Morphologie und Anteil unreifer Keimzellen, nicht aber voneinander (p > 0,1) [s219]. Dupont et al. 2019 (ALIFERT, 96 infertile und 100 fertile Männer): Rauchen häufiger bei Infertilen (27 von 94 gegenüber 14 von 99; p = 0,014) [s111].

**Chinesische Studien.** Eine Chengdu-Kohorte (3336 Männer, 2019 bis 2023) fand einen dosisabhängigen ungünstigen Effekt mit Abnahme von Konzentration, Gesamtzahl und Motilität bei mehr als 20 Zigaretten täglich oder mehr als 10 Jahren Rauchdauer (nichtlineare Modellierung, Konfidenzintervalle im Abstract nicht angegeben) [s12]. Eine Querschnittsstudie mit Mendelscher Randomisierung (508 Teilnehmer) stützte einen ursächlichen Zusammenhang für Rauchen, Alkohol, Koffein, Cannabis und Bewegungsmangel mit niedriger Samenqualität; die Randomisierung betrifft das Rauchen als Verhalten, nicht ein einzelnes Nikotinprodukt, Zahlenwerte stehen im Abstract nicht [s04]. Ein Modell des maschinellen Lernens mit 5109 Männern sah das Rauchen als wichtigsten Einflussfaktor für Volumen, Konzentration und Motilität; starkes Rauchen (mehr als 20 Zigaretten täglich) war mit ungünstigen Werten verbunden (OR 4,69 für Volumen, 6,97 für Konzentration, 11,16 für Progressivmotilität, 10,35 für Gesamtmotilität), die AUC-Werte lagen aber nur bei 0,648 bis 0,697, Konfidenzintervalle fehlen [s79]. Die Fünf-Provinzen-Studie (727 Teilnehmer, 421 Raucher, 306 Nichtraucher; adjustiert für Region, Alter, Karenzzeit, Bildung, Alkohol und Pestizidexposition) fand auffällige Vitalität OR 1,77 (1,12 bis 2,80), auffällige Beweglichkeit OR 1,51 (1,00 bis 2,27) und auffällige Morphologie OR 2,55 (1,68 bis 3,88); verringerte Dichte bei mehr als 20 Zigaretten täglich OR 1,70 (1,05 bis 2,76) [s197]. In einer Chongqing-Studie an 368 präkonzeptionellen Männern hatten mittlere bis starke Raucher ein geringeres Volumen (2,78 ± 1,08 gegenüber 3,33 ± 1,20 ml bei Nichtrauchern) [s109]. Bei 841 rauchenden und 287 nichtrauchenden Männern war die Progressivmotilität bei mittlerem und starkem Rauchen vermindert, nicht bei leichtem; Vitalität und Zink im Samenplasma waren in der Rauchergruppe erhöht, DNA-Fragmentierung ebenfalls erhöht, die Chk1-Expression vermindert [s141]. Eine Studie mit 1512 infertilen Patienten in Nordostchina fand bei Rauchern geringeres Volumen (p = 0,006), geringere schnelle Progressivmotilität (p = 0,002), geringere Vitalität (p = 0,019) und geringere Normalmorphologie (p = 0,003), aber keinen Unterschied bei Konzentration (p = 0,297) und pH [s191]. In einer Chongqing-Studie mit 235 gesunden Männern (89 Nichtraucher, 146 Raucher) unterschieden sich die Routineparameter nicht (zum Beispiel Dichte p = 0,82, Motilität p = 0,37, Normalmorphologie p = 0,84), wohl aber der Anteil früh apoptotischer Spermien (8,1 ± 5,1 gegenüber 6,8 ± 3,8 %; p = 0,039; spät apoptotisch 5,6 gegenüber 5,5 %; p = 0,87) [s215]. In einer weiteren Studie war der Zinkgehalt im Samenplasma bei Rauchern niedriger (79 Nichtraucher, 68 Raucher), im Gegensatz zu [s141] [s206]. Aus der Sammlung von 22 chinesischsprachigen Arbeiten der Plattform CQVIP lassen sich keine Effektgrößen berichten, weil die Seiten bei der Nachprüfung auf eine Anmeldeseite umleiteten; sie betreffen durchweg Zigaretten, mit Stichproben von 38 bis 5447 Männern [s120, s235].

**Russischer Raum.** Osadchuk et al. 2023 (1222 junge Männer, Median 23 Jahre; 450 Raucher, 772 Nichtraucher; Raucher in mäßig bis 10 Zigaretten täglich, n = 274, und stark über 10, n = 176): Konzentration 55,15 (40,74) / 48,26 (36,31) / 47,36 (35,25) Mio./ml bei Nichtrauchern / mäßigen / starken Rauchern; progressive Beweglichkeit 46,6 / 43,6 / 39,3 %; normale Morphologie 6,9 / 6,4 / 6,6 %; DNA-Fragmentierungsindex 8,25 / 10,11 / 14,66 % (nur bei 245 Männern gemessen); Serumhormone ohne signifikanten Unterschied. Im Text: Starke Raucher hatten gegenüber Nichtrauchern weniger Volumen, Gesamtzahl, Konzentration und Beweglichkeit sowie mehr DNA-Fragmentierung und Teratozoospermie (p < 0,05). Die Verschlechterung fand sich nur bei rauchenden Slawen, die zugleich intensiver rauchten als Burjaten oder Jakuten, sodass Rauchintensität und Ethnie vermengt sind [s59]. Lesnikov et al. 2022 (66 Männer, 33 Raucher, 33 Nichtraucher): Konzentration 65,51 gegenüber 68,12 Mio./ml (p = 0,88), Morphologie 4,75 gegenüber 5,06 % (p = 0,22), alle Unterschiede nicht signifikant; mit 33 pro Gruppe können kleine Effekte nicht ausgeschlossen werden [s81]. Grigorenko und Kutorova 2020 (87 Männer mit pathologischem Spermiogramm, 41 Nichtraucher, 46 Raucher): normale Morphologie 2,6 ± 0,31 gegenüber 3,88 ± 0,36 % (p < 0,05), Konzentration, Beweglichkeit und Vitalität nicht verschieden; nur ein Absatz publiziert [s103]. Osadchuk et al. 2017 (133 Freiwillige, im Mittel 21,1 Jahre): kein Effekt der Lebensstilfaktoren auf die Spermatogenese, aber höheres Testosteron bei mehr als 10 Zigaretten täglich [s138]. Epanchintseva und Selyatitskaya 2023 (1198 Männer eines Kinderwunschzentrums, Rauchen 41 %) enthalten keinen Samenvergleich zum Rauchen, nur zum Alkohol [s65, s70]. Andreeva et al. 2015 (255 Männer) ist eine reine Prävalenzstudie [s167]. Bei Alchinbaev et al. 2015 (Kasachstan) lag das Testosteron bei Rauchern mit mehr als 20 Jahren Rauchdauer bei 1,65 ng/ml gegenüber einer Norm von 2,0 ng/ml, ohne Samenendpunkt [s166]. Die Kursker Gen-Umwelt-Studien (203 Fälle, 227 Kontrollen) zeigten ein erhöhtes Infertilitätsrisiko für CYP1A1-462Ile/Val nur bei Rauchern (OR 1,91; 95-%-KI 1,01 bis 3,59; Nichtraucher OR 1,58; 0,66 bis 3,76) und für NAT2-590GA bei Zigarettenrauchern (OR 1,71; 1,02 bis 2,87); die Intervalle sind breit, es handelt sich um Pilotbefunde ohne Replikation [s182, s189].

**Türkischer Raum.** Fıçıcıoğlu et al. 2002 (224 infertile Männer, 122 Raucher, 102 Nichtraucher): Volumen, Konzentration und Gesamtzahl bei Rauchern signifikant niedriger (p < 0,05), Beweglichkeit, Morphologie, hypoosmotischer Schwelltest und Akrosomreaktion nicht verschieden [s229]. Özçakır et al. 2003 (117 Männer mit mindestens 10 Zigaretten täglich, 69 Nichtraucher): Dichte 38,5 ± 34,9 bei Rauchern gegenüber 49,4 ± 38,2 Mio./ml, p = 0,06; der p-Wert bei kleiner Stichprobe spricht eher für mangelnde Teststärke als für Wirkungslosigkeit [s227]. Ozgur et al. 2005 (296 infertile Männer): Nichtraucher schnitten bei Flagellumanomalien und aufgerollten Flagellen besser ab als starke Raucher (p < 0,05), der Anteil schnell vorwärtsbeweglicher Spermien war bei starken gegenüber leichten Rauchern höher (p < 0,05) [s222]. Keskin et al. 2016 (356 Männer eingeschlossen): nur bei mehr als 20 Packungsjahren war das Volumen niedriger (p = 0,009), alle weiteren Parameter ohne Unterschied [s145]. Demirel und İrez 2020 (426 infertile Männer): Abstract sprachlich unklar, ohne Zahlen, kaum beurteilbar [s98]. Özkavukcu et al. 2022 (TÜBİTAK-Projektbericht, normozoosperme Spender): zwischen starken Rauchern und Nichtrauchern keine signifikanten Unterschiede bei Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie, Histon, Vitalität, DNA-Fragmentierung und reaktiven Sauerstoffspezies; Fallzahl im Abstract nicht angegeben [s72]. Nursal et al. 2024 (1005 Männer, 599 Raucher): ähnliche Spermaparameter bei Rauchern und Nichtrauchern, bei Rauchdauer von 20 Jahren und mehr die niedrigste nicht-progressive Beweglichkeit und die höchste Immotilität [s40]. Asçı et al. 2024 (Pilotstudie, 13 und 10 Männer): Gesamtzahl bei Rauchern niedriger (84,94 gegenüber 115,80 Mio.; p = 0,036), kaum verwertbar [s50]. Çimen et al. 2023 (378 Männer nach Varikozelenoperation, 220 Nichtraucher, 52 Raucher mit weniger als 10, 106 mit mindestens 10 Zigaretten täglich): Konzentration und Beweglichkeit drei Monate nach der Operation verbesserten sich bei den Starkrauchern weniger [s61]. Toprak et al. 2026 (182 Männer mit linksseitiger Varikozele, davon nur 11 starke Raucher): niedrigere Konzentration (30,1 ± 42,3 Mio./ml), Beweglichkeit und Normalform-Rate bei starken Rauchern (p < 0,01), Hinweis auf einen synergistischen Effekt von Varikozelengrad und Rauchen [s08]. Aksakallı et al. 2024 (63 Männer nach Varikozelektomie, 27 Raucher, 36 Nichtraucher): progressive Beweglichkeit nach drei Monaten 24,51 ± 4,24 gegenüber 28,11 ± 5,78 % und nach sechs Monaten 26,22 gegenüber 29,61 %, die Zeit bis zur spontanen Schwangerschaft war nach Wortlaut des Abstracts bei Rauchern länger (9,20 gegenüber 5,84 Monaten) [s37]. Weitere Arbeiten: Aydın et al. 2013 (40 normozoosperme Freiwillige): nach Einfrieren und Auftauen stieg die DNA-Fragmentierung bei Rauchern deutlich stärker [s186]; Kılıç et al. 2009 (Hodenbiopsien von 75 azoospermen Männern): mehr Caspase-3 in Keimzellen bei rauchenden Patienten mit Reifungsarrest [s213]; Cinar et al. 2014 (IVF-Paare, Raucherstatus per Cotinin; 118 Nichtraucher und 96 Raucher): kein signifikanter negativer Effekt des männlichen Rauchens auf Befruchtung, Embryoqualität und Schwangerschaft [s176]; Tiske und Özgü-Erdinç 2026 (327 IVF-Paare): Rauchen beider Partner war multivariat mit geringeren Lebendgeburtschancen verbunden [s07].

**Arabischer Raum.** Al-Odat und Al-Fawaeir 2025 (145 Raucher, 136 Nichtraucher, Jordanien): Volumen 2,14 ± 0,03 gegenüber 2,65 ± 0,02 ml (p < 0,001), schlechtere Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie; Testosteron 400,17 ± 4,29 gegenüber 510,15 ± 5,17 (der Abstract nennt die Einheit „IU/L“, die für Testosteron nicht stimmen kann), LH 8,34 ± 0,03 gegenüber 7,04 ± 0,05; die extrem kleinen Streuungen deuten auf Standardfehler und lassen sich ohne Volltext nicht einordnen [s19]. Al-Matubsi et al. 2011 (111 rauchende Männer, 93 Nichtraucher, Jordanien): niedrigere Konzentration und Beweglichkeit (p < 0,001), aber höheres Testosteron und LH (p < 0,001) [s202]. Al-Turki 2015 (258 Patienten, Saudi-Arabien): Raucher gegenüber Nichtrauchern Testosteron 383,8 ± 239,5 gegenüber 422,5 ± 139,2 ng/dl (p = 0,009), Prolaktin 18,68 gegenüber 12,85 ng/ml (p = 0,001), Volumen 2,8 gegenüber 3,08 ml, progressive Beweglichkeit 31,5 gegenüber 40,05 % (p = 0,002), Gesamtzahl 119,52 gegenüber 139,71 Mio. (p = 0,07) [s152]. Hamad et al. 2014 (35 Raucher, 19 Nichtraucher): Cotinin im Samen 60,44 ± 31,32 gegenüber 2,01 ± 2,84 ng/ml, Histon H2B und Malondialdehyd höher, Spermienzahl, Beweglichkeit, Vitalität und Membranintegrität niedriger [s177]. Amor et al. 2022 (167 Männer, Homburg): starke Raucher gegenüber Kontrollen (Mediane, p < 0,01) Spermienzahl 46,00 gegenüber 78,50 Mio./ml, progressive Beweglichkeit 15,00 gegenüber 22,00 %, Morphologie 4,00 gegenüber 5,00 %, DNA-Fragmentierung 24,50 gegenüber 12,00 % [s67]; Amor et al. 2025: verminderte Normalformen und nicht-progressive Beweglichkeit bei Tabak- und Cannabisrauchern (je etwa 37 bis 39 Männer pro Gruppe) [s20]. Farag et al. 2024 (60 Raucher, 20 Nichtraucher) und Bazid et al. 2022 (35 und 35 Männer, Ägypten): niedrigere Zahl, Beweglichkeit und Vitalität, höheres Blei, Arsen und Cadmium im Samenplasma bei Rauchern [s45, s69]. Aboulmaouahib et al. 2018 (108 infertile Männer, Casablanca): höhere antioxidative Enzymaktivitäten und Malondialdehyd bei Rauchern [s122]. Al Omrani et al. 2018 (94 ICSI-Paare): Rauchen war unerwartet positiv mit der niedrigen Fragmentierungskategorie korreliert [s123]. Al-Bader et al. 1999 (125 infertile Raucher, Kuwait): starkes Rauchen mit niedriger Zahl, Beweglichkeit und Morphologie und erhöhtem seminalem Cadmium [s237]. Almukhtar et al. 2013 (Mosul; infertile Raucher n = 150, infertile Nichtraucher n = 100, gesunde Nichtraucher n = 100): Abstract ohne Zahlenwerte, nennt einen signifikant negativen Effekt von Rauchen und Dosis [s185]. Aljabali und Banihani 2024 (195 Männer): kein Unterschied im seminalen Vitamin B6 [s39]. Viele Abstracts dieser Gruppe enthalten Zahlenfehler oder Widersprüche; für die meisten lag nur der Abstract vor [s24, s57, s84, s95].

**Gegenbefunde und Nullbefunde.** Hernáez et al. 2022 (norwegische MoBa-Kohorte, 27 096 Männer) fanden keinen Zusammenhang zwischen „jemals geraucht“ und Infertilität (Zeit bis zur Schwangerschaft ab 12 Monaten); die Rauchintensität war weder in der Regression noch in den Mendelian-Randomization-Analysen robust mit Infertilität verbunden. Die Autoren sehen keinen belastbaren Effekt und nennen als mögliche Gründe ein echtes Fehlen, schwache genetische Instrumente oder Confounding [s71]. Axelsson et al. 2022 (381 junge schwedische Männer) fanden keinen Zusammenhang zwischen Urin-Cotinin oder Pyren- beziehungsweise Phenanthren-Metaboliten und der DNA-Fragmentierung (11,1 % gegenüber 11,8 % bei Nichtrauchenden und Rauchenden; p = 0,31) [s68]. Auch die jordanische Studie [s24] und mehrere türkische und russische Arbeiten [s145, s227, s72, s81] fanden bei Zigarettenrauchern wenig oder nichts. Insgesamt zählt die Sammlung mindestens dreizehn Zigarettenstudien mit einem signifikanten Unterschied bei mindestens einem Samenparameter (zum Beispiel [s08, s103, s145, s152, s177, s19, s202, s222, s229, s45, s59, s67, s69]) und mehrere ohne einen solchen [s138, s227, s72, s81].

**Französischsprachige Übersichten.** Zwei Übersichten von Sepaniak et al. beschreiben den Übertritt von Tabakinhaltsstoffen durch die Blut-Hoden-Schranke und oxidativen Stress mit DNA-Fragmentierung als Hauptmechanismus [s224, s226]; ein Überblick zu Umwelt und Lebensstil nennt Tabak als einen von mehreren Faktoren [s124]. Eine deutschsprachige Primärstudie zu den erfragten Produkten wurde nicht gefunden.

### Rauchstopp: Beobachtungen zur Reversibilität beim Menschen

Alle Rauchstoppstudien betreffen Zigarettenrauchen. Zu Snus, Beuteln, Kautabak oder Wasserpfeife liegt keine Studie vor, die den Wechsel oder das Beenden des Konsums mit Samenparametern verfolgt [s30, s49].

**Ragheb et al. 2025, Ägypten [s30].** Prospektive Beobachtungsstudie bei 60 Teilnehmern eines Rauchentwöhnungsprogramms; Proben vor dem Rauchstopp sowie nach drei und sechs Monaten (je zwei Proben im Abstand von zwei Wochen), Urin-Nikotin als Kontrolle der Abstinenz. Volumen 3,33 ± 1,07, 3,88 ± 0,80 und 4,34 ± 0,67 ml; Konzentration 14,77 ± 6,49, 17,71 ± 6,41 und 19,27 ± 6,46 Mio./ml; Gesamtzahl 49,33 ± 25,31, 70,16 ± 30,85 und 84,01 ± 31,00 Mio.; progressive Beweglichkeit 20,7, 35,3 und 42,28 %; Gesamtbeweglichkeit 41,48, 60,33 und 67,67 %; abnorme Morphologie 69,32, 50,88 und 40,82 % (jeweils p < 0,001). Die Verbesserung stieg mit der Zeit nach dem Rauchstopp; höhere Raucherindizes gingen mit stärkerer Verbesserung einher. Stärken: wiederholte Messungen, biochemisch kontrollierte Abstinenz. Schwächen: keine Kontrollgruppe, Regression zur Mitte und saisonale Effekte nicht ausgeschlossen, Teilnehmer mit eigenem Entwöhnungswunsch.

**Kulaksiz et al. 2022, Trabzon [s74].** Prospektive kontrollierte Studie mit 90 infertilen Männern, die mindestens 20 Zigaretten täglich seit mindestens einem Jahr rauchten; 48 in der Studiengruppe (Rauchstopp), 42 in der Kontrollgruppe. Alter 34,69 ± 5,3 Jahre, 30,14 ± 6,69 Zigaretten täglich, 8,31 ± 3,53 Raucherjahre; der Rauchstopp dauerte im Mittel 104,2 ± 11,51 Tage. Nach mindestens drei Monaten stiegen Volumen von 2,48 ± 0,79 auf 2,90 ± 0,77 ml (p = 0,002), Konzentration von 18,45 ± 8,56 auf 22,64 ± 11,69 × 10⁶/ml (p = 0,001) und Gesamtzahl von 45,04 ± 24,38 auf 65,1 ± 34,9 × 10⁶ (p < 0,001); Beweglichkeit und Morphologie verbesserten sich ohne Signifikanz. Stärke: Kontrollgruppe. Schwächen: Selbstauskunft über den Rauchstopp, Spontanschwankungen der Samenwerte.

**Lin et al. 2024, China [s49].** Interventionsstudie ohne Kontrollgruppe: 90 Männer mit Oligoasthenospermie und langer Rauchanamnese wurden zum Aufhören angeleitet, 81 über 3 bis 6 Monate nachverfolgt; nur 19 (23,5 %) erreichten eine Reduktion um mindestens 70 %. Bei ihnen verbesserte sich nur die Akrosin-Aktivität signifikant; Glutathion stieg und reaktive Sauerstoffspezies sanken in Spermien und Samenplasma. Konzentration, Progressivmotilität, Volumen, Gesamtzahl, Morphologie und DNA-Fragmentierungsindex zeigten laut Abstract keinen signifikanten Unterschied.

**Al-khafaji 2017, Irak [s136].** 152 infertile Raucher (15 bis 40 Zigaretten täglich seit 2 bis 15 Jahren), 90 mit Antioxidanzien ohne und 62 mit Rauchstopp. Bei Asthenozoospermie stieg die Beweglichkeit mit Rauchstopp (n = 27) von 16,4 auf 30,1 %, ohne Rauchstopp (n = 53) von 15,3 auf 31 %; bei Oligozoospermie die Zahl mit Rauchstopp (n = 23) von 6,3 auf 15,2 Mio., ohne (n = 33) von 6,4 auf 9,2 Mio. Nicht randomisiert, kleine Untergruppen, keine Statistik im Abstract, Antioxidanzien als Störfaktor.

**Weitere Hinweise.** Cui et al. 2025 fanden bei 14 Ex-Rauchern (mindestens drei Monate abstinent) gegenüber 19 Rauchern und 18 Nichtrauchern eine teilweise Erholung der Spermienmerkmale, im Mausmodell mit Nikotin ebenso; konkrete Messwerte nennt der Abstract nicht [s21]. Tang et al. 2019: Ehemalige Raucher unterschieden sich nicht von Nie-Rauchern [s114]. Bei Sapra et al. war die Zeit bis zur Schwangerschaft bei Nutzern rauchlosen Tabaks gegenüber Nie-Nutzern nicht verlängert [s147]. Eine Cochrane-Übersicht zur Lebensstilberatung fand keine sichere Aussage zum Rauchstopp bei Männern (siehe Leitlinien) [s86]. Eine japanische Lebensstilberatung bei 402 Partnern mit auffälligem Erstspermiogramm verbesserte Spermienparameter und DNA-Fragmentierung insgesamt, der Beitrag des Rauchverzichts ist nicht einzeln ausgewiesen, eine Kontrollgruppe fehlt [s56].

### E-Zigarette und erhitzter Tabak als Nachbarprodukte

Diese Produkte standen nicht im Auftrag, sind aber die einzigen weiteren nikotinhaltigen Alternativen, zu denen Humandaten mit Samenbezug vorliegen und die in den Studien zu Snus mitgeführt werden.

**Kim et al. 2025, Südkorea („Impact of conventional cigarette and electronic cigarette use on sperm quality and IVF/ICSI outcomes“) [s26].** Retrospektive Kohortenstudie an IVF/ICSI-Paaren zwischen Mai 2022 und Januar 2024 mit 151 konventionellen Zigarettenrauchern und 145 E-Zigaretten-Nutzern (männliche Partner); die Infertilität lag überwiegend beim Tubenfaktor, polyzystischen Ovarsyndrom, Schilddrüsenstörung und Hyperprolaktinämie; ausgeschlossen waren unter anderem Oligoteratozoospermie, schwere Asthenospermie (unter 32 % progressive Motilität), Varikozele und Azoospermie. Es gab keine Nichtraucher-Kontrolle. Die Lebendgeburtenrate war in der E-Zigaretten-Gruppe höher (55,86 % gegenüber 41,06 %; p = 0,011), die klinische Fehlgeburtenrate niedriger (11,96 % gegenüber 36,27 %). Biochemische, klinische und fortlaufende Schwangerschaftsraten unterschieden sich nicht. Die Spermienkonzentration war in der Zigarettengruppe höher (81,55 ± 57,19 gegenüber 71,78 ± 44,40 Mio./ml; p = 0,007); die Beweglichkeit nennt der Abstract als in der E-Zigaretten-Gruppe höher (p = 0,014; im Ergebnistext p = 0,04). Volumen, Leukozyten im Samen und Morphologie unterschieden sich nicht. Das basale Prolaktin war bei E-Zigaretten-Nutzern niedriger (13,02 ± 4,80 gegenüber 13,84 ± 5,97 ng/ml; p = 0,029). Unabhängige Prädiktoren der Lebendgeburt waren in der multivariaten Analyse das männliche FSH und die Zahl der Zweikernstadien (2PN). Die Autoren betonen, ihr Befund sei keine Befürwortung der E-Zigarette; ohne Nichtraucher-Kontrolle ließen sich die Befunde nicht als pathologisch deuten. Schwächen: retrospektiv, Expositionsdauer und -menge fehlen, kleine Beweglichkeitsunterschiede, und die höhere Konzentration in der Zigarettengruppe läuft der Erwartung entgegen. Es ist die einzige Studie dieser Recherche, die ein nicht verbranntes Nikotinprodukt beim Menschen mit Spermienparametern verbindet, außer der dänischen Studie [s99].

**Weitere Humandaten und Übersichten.** Holmboe et al. fanden bei täglichen E-Zigaretten-Nutzern eine niedrigere Gesamtspermienzahl (91 gegenüber 147 Millionen) [s99]. Eine koreanische Studie an 127 Kinderwunschpaaren fand Urin-Cotinin bei 43,3 % der Männer (55 von 127) und 10,2 % der Frauen (13 von 127); Spermienmerkmale unterschieden sich zwischen Cotinin-positiven und -negativen Männern nicht, die Zahl war bei Cotinin-positiven Männern sogar höher [s159]. Eine Übersicht hält fest, dass reife Langzeitdaten zu E-Zigaretten und erhitzten Tabakprodukten fehlen [s85]. Eine russische Übersicht kann Vapen nicht als sichere Alternative für Männer mit Kinderwunsch bezeichnen und nennt über 80 Verbindungen in Liquids und Aerosolen [s42]. Eine systematische Übersicht von 48 Tierstudien zu erhitzten Tabakprodukten fand in 28 Studien geringere toxikologische Wirkungen als bei Zigaretten, 20 Studien wiesen auf fortbestehende Sicherheitsbedenken hin, darunter gegenüber Luftkontrollen auch Hodenschäden; die Hodenbefunde werden nicht nach Studie aufgeschlüsselt [s05].

### Leitlinien, Stellungnahmen und Übersichten zu Leitlinien

Die Aussagen werden als Inhalt der Dokumente wiedergegeben. Keine der gesichteten Leitlinien äußert sich zu Snus, Kautabak, Nikotinbeuteln oder Wasserpfeife als eigenen Expositionen.

**AUA/ASRM, „Diagnosis and Treatment of Infertility in Men: AUA/ASRM Guideline Part I“ (2021, Webfassung mit Änderung 2024) [s90].** Die Webfassung nennt als Evidenzaussage, es gebe „low quality evidence (due to high risk of bias)“ für einen kleinen Einfluss des Rauchens auf Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie; die DNA-Fragmentierung sei nicht gezielt untersucht worden. Eine Aussage („moderate recommendation“, Grad B) betrifft die Beratung infertiler Männer über Gesundheitsrisiken anomaler Spermienproduktion; eine weitere („conditional recommendation“, Grad C) erlaubt, Risikofaktoren wie Lebensstil zu besprechen und darauf hinzuweisen, dass die Datenlage für die meisten Risikofaktoren begrenzt ist. Der Text hält zudem fest, dass die Wirkungen von Vaping und Cannabis auf die Fortpflanzung „unklar“ seien. Snus, Kautabak, Nikotinbeutel und Wasserpfeife kommen in dem abgerufenen Webtext nicht vor.

**EAU, „European Association of Urology Guidelines on Male Sexual and Reproductive Health: 2025 Update on Male Infertility“ [s29].** Das Kapitel führt unter Lebensstil Übergewicht, wenig Bewegung, Rauchen und hohen Alkoholkonsum als mit verminderter Spermienqualität verbunden (Evidenzgrad 2a) und stützt die Rauchaussage auf eine Metaanalyse mit 20 Studien und 5865 Teilnehmern (nach Zahlen identisch mit [s148]). Die starke Empfehlung lautet, infertile Männer über schädliche Wirkungen dieser Faktoren auf Spermienqualität und Testosteron zu informieren. Rauchloser Tabak, Wasserpfeife und E-Zigaretten werden im abgerufenen Kapiteltext nicht erwähnt (Webfassung ohne eindeutige Datierung).

**WHO, „Recommendations from the WHO guideline for the prevention, diagnosis, and treatment of infertility“ (Human Reproduction 2026) [s10].** Die Leitlinie enthält eine Empfehlung zur Tabakprävention: Kurzberatung (30 Sekunden bis 3 Minuten) für alle Tabaknutzer in jeder Gesundheitseinrichtung, begründet mit dem Zusammenhang zwischen Infertilität und Rauchen; das Infertilitätsrisiko durch Rauchen sei bei Frauen höher als bei Männern. Cannabis, Vapes, E-Zigaretten und rauchlosen Tabak schließt die WHO ausdrücklich aus dem Geltungsbereich dieser ersten Ausgabe aus.

**Australien, „The first Australian evidence-based guidelines on male infertility“ (2025) [s25].** Männern mit Infertilität werde mitgeteilt, dass Gewichtskontrolle, Bewegung, Rauchverzicht und weniger Alkohol die Spermienqualität verbessern könnten.

**ASRM, „Smoking and infertility: a committee opinion“ (2018) [s127].** Die Stellungnahme behandelt Rauchen und Infertilität insgesamt; nur der Abstract war abrufbar.

**Deutschland, S2k-Leitlinie DGGG/OEGGG/SGGG, AWMF 015-085, Teil 2 („Diagnosis and Treatment Before Assisted Reproductive Treatments“, 2019) [s115].** Im abgerufenen Abstract steht keine Aussage zu Tabak; der Volltext war nicht zugänglich. Eine deutschsprachige Primärstudie zu den erfragten Produkten wurde nicht gefunden.

**Bewertungen der Leitlinien.** Eine AGREE-II-Bewertung von zehn Leitlinien findet Mängel bei der Strenge der Entwicklung und der Unabhängigkeit [s27]. Ein Vergleich der WHO-Leitlinie mit AUA/ASRM, EAU, ESHRE und NICE beschreibt ESHRE und NICE als paarorientiert mit begrenztem männlichem Schwerpunkt [s01]. Die ESHRE-Leitlinie selbst wurde nicht ausgewertet.

**Cochrane, „Preconception lifestyle advice for people with infertility“ (2021) [s86].** Sieben randomisierte Studien mit 2130 Teilnehmenden, nur eine Studie mit männlichen Partnern; Evidenz niedrig bis sehr niedrig. Kombinierte Lebensstilberatung ergab kaum Unterschied bei Lebendgeburten (RR 0,93; 95-%-KI 0,79 bis 1,10) und keine sichere Aussage zum Rauchstopp bei Männern (RR 1,01; 0,91 bis 1,12). Eine Cochrane-Übersicht zu Rauchen oder Tabakprodukten und Spermienqualität wurde nicht gefunden.

Fazit zu den Leitlinien: Sie sprechen vom Rauchen, nicht von den erfragten Produkten, und ihre Evidenzaussagen sind selbst als niedrig eingestuft. Aus ihnen lässt sich weder ableiten, dass Snus, Beutel, Kautabak oder Wasserpfeife die Spermienqualität verschlechtern, noch dass sie es nicht tun.

### Tierversuche

Tierversuche sind die einzige experimentelle Evidenz, in der Nikotin, rauchloser Tabak und Rauch getrennt oder im Vergleich untersucht werden. Übertragbarkeit auf den Menschen ist begrenzt: Dosis, Applikationsweg (meist Injektion oder Schlundsonde), Zeitraum und Tierart unterscheiden sich von der Nutzung von Beuteln, Snus oder Kautabak.

**Rauchloser Tabak.** Aprioku und Ugwu 2015 (Ratte, 30 Tage; Nigeria) exponierten präpubertäre und adulte männliche Ratten (sieben Gruppen mit je sechs Tieren je Altersstufe) gegenüber Tabakrauch (äquivalent zu 0,25, 0,5 und 1 mg Nikotin), rauchlosem Tabak (Nasenschnupftabakpulver, per Schlundsonde) und Nikotin (subkutan, 0,5 und 1 mg/kg). Die Beweglichkeit der Spermien sank um 77,5 % (Tabakrauch) und 89,0 % (rauchloser Tabak) bei präpubertären Tieren und um 71,1 % beziehungsweise 86,4 % bei adulten Tieren. Die Spermienzahl sank um 64,7 % und 89,9 % bei präpubertären sowie um 64,9 % und 47,0 % bei adulten Tieren. Nikotin senkte bei präpubertären Tieren Beweglichkeit (82,2 %) und Zahl (62,6 %), hatte bei adulten Tieren keine Wirkung. Die Morphologie änderte sich nicht. Testosteron fiel (präpubertär um 73 % bei Rauch, 75,9 % bei rauchlosem Tabak und 71,6 % bei Nikotin; adult um 63,8 %, 53,8 % und 0 %), LH und FSH stiegen. Der Malondialdehydgehalt im Hoden stieg (präpubertär bei Rauch um 596,4 %, bei rauchlosem Tabak um 432,7 % und bei Nikotin um 585,5 %; adult um 29,8 % und 102,9 % bei Rauch und rauchlosem Tabak). Signifikant waren meist nur die höheren Dosen. Die Autoren ordnen die Wirkung auf die Spermienmerkmale in der Rangfolge rauchloser Tabak > Tabakrauch > Nikotin. Schwächen: nur sechs Tiere pro Gruppe, Applikationswege unterscheiden sich vom Gebrauch im Mund, Reversibilität nicht untersucht, Dosen nicht auf menschliche Gewohnheiten umgerechnet [s154].

Das et al. 2016 und 2018 gaben Mäusen 90 Tage lang oral rauchlosen Tabak („Sadagura“, 5 mg/kg täglich) und Natriumarsenit (0,2 und 2 mg/kg täglich), getrennt und kombiniert; die Kombination von rauchlosem Tabak mit der niedrigen Arsenitdosis erhöhte die Spermienkopfanomalien signifikant gegenüber jeder Substanz allein, die Autoren sehen die Veränderungen als oxidativ vermittelt [s143]. Hoher Eiweißgehalt des Futters war mit geringerer Genotoxizität, weniger Keimzellanomalien und weniger oxidativem Stress verbunden [s125]. Keine Zahlenwerte zur Spermienzahl und keine Gruppengrößen im Abstract; der Beitrag des Tabakextrakts allein ist neben Arsen schwer abzugrenzen. Willis et al. 2014 gaben adulten männlichen Mäusen drei Wochen lang (fünf Tage pro Woche) über die Mundschleimhaut 50 µl Wasser, eine Nikotinlösung (0,24 mg Nikotin) oder gelöstes lyophilisiertes Gutkha (21 mg); das Serum-Cotinin lag bei 36 ng/ml (Gutkha) und 48 ng/ml (Nikotin). Beide Behandlungen verringerten das Herzgewicht, nur Gutkha senkte Lebergewicht, Körpergewicht und Serumtestosteron; die Autoren schließen, die Toxizität von Gutkha werde nicht allein vom Nikotin getragen. Spermienparameter berichtet der Abstract nicht [s181]. Eine frühere Übersicht derselben Gruppe sammelt Hinweise auf reduzierte Spermienvitalität und weitere Folgen rauchlosen Tabaks, mit Betonung auf Wissenslücken [s196]. Abo-Zaid et al. 2025 gaben Ratten einen Extrakt des rauchlosen Tabaks Shammah: Die behandelten Hoden zeigten erweiterte Gefäße, Ödem und verminderte Spermatogenese, das Malondialdehyd bei Männchen stieg um 70,8 %; Spermienzahl und Dosis nennt der Abstract nicht [s17]. Die Übersichten von Chami et al. 2026 und Afolabi et al. 2025 nennen Fruchtbarkeitsprobleme unter den Folgen rauchlosen Tabaks beziehungsweise fehlende Langzeitdaten, stützen sich dafür aber auf Said et al. beziehungsweise Rattenversuche und liefern keine eigenen Samendaten [s03, s18].

**Wasserpfeifenrauch.** Die Arbeitsgruppe um Ali und Nemmar (Oman) untersuchte Mäuse mit Wasserpfeifenrauch (30 Minuten pro Tag). Nach sechs Monaten fielen Testosteron und Östradiol, LH stieg leicht; Glutathionreduktase, Katalase und Ascorbinsäure waren erniedrigt, TNF-α und IL-6 erhöht, Leptin erniedrigt. Histologisch war der Durchmesser der Samenkanälchen verringert, die Spermatogenese reduziert; in der Elektronenmikroskopie zeigten sich verformte Basalmembranen und abnormale Spermienformen, der Rezeptor VEGFR1 war im Hoden überexprimiert, und das Cotinin im Urin war erhöht [s131]. In einem 30-Tage-Modell fielen Testosteron, Östradiol, LH und androgenbindendes Protein, während Inhibin B, Lipidperoxidation und 8-Oxo-dG stiegen und im Hodenhomogenat NF-κB, IL-6, IL-1β und TNF-α zunahmen; Gummi arabicum beziehungsweise Nootkaton (90 mg/kg) milderten diese Wirkungen [s108, s97]. Nach nur einem Monat mit nasaler Exposition gegenüber Moasel-Tabakrauch waren Leptin, Testosteron, LH und antioxidative Indikatoren vermindert, Körper- und Hodengewicht, Histologie und Östrogen aber unverändert [s153]. Bei pränataler Exposition (2 Stunden täglich) senkte Wasserpfeifenrauch Wurfgröße, Weibchenanteil und Geburtsgewicht (p < 0,05) und erhöhte FSH, testikuläres Östrogen und Testosteron [s107]; bei Exposition in der Stillzeit waren FSH und Prolaktin der erwachsenen männlichen Nachkommen niedriger (p < 0,05), LH (p = 0,1146) und Östradiol (p = 0,0773) nicht signifikant, Testosteron unverändert, Katalase erhöht [s83]. Die Befunde sind konsistent in Richtung Hodenschädigung und oxidativer Stress, stammen aber aus sehr wenigen Labors, die Gruppengrößen stehen nicht in den Abstracts, und die Expositionen lassen sich nicht auf menschliche Sitzungen umrechnen. Mehrere dieser Arbeiten testen zugleich Schutzstoffe, was einen Schaden als Ausgangsannahme voraussetzt.

**Reines Nikotin.** Cui et al. 2025: Nikotin im Trinkwasser (acht Wochen ab dem Alter von drei Wochen) senkte bei Mäusen Spermienkonzentration, Gesamt- und progressive Beweglichkeit und die Durchschnittsgeschwindigkeit; die Einzelzell-RNA-Sequenzierung zeigte eine verringerte Zahl später Spermatiden, gehemmte Meiose, gestörten Histon-Protamin-Wechsel und gestörten Energiestoffwechsel; das Spermien-Methylom änderte sich, nach Absetzen war der Schaden teilweise reversibel, und ein Rauchstopp kehrte die Methylierung um [s21]. Budin et al. 2017: 0,6 mg/kg Nikotin intraperitoneal über 28 Tage bei jungen Ratten veränderte Spermienzahl, Beweglichkeit, Vitalität und Morphologie, erhöhte Malondialdehyd im Hoden (p < 0,001) und senkte die Superoxiddismutase (p < 0,05) [s132]. Eine Pilotstudie mit 40 Mäusen (Nikotin 0,75 mg/kg und Tag intraperitoneal über 35 Tage) fand eine niedrigere Nebenhodenspermiendichte und niedrigeres Serumtestosteron, die Begleitsubstanz Icariin milderte dies [s100]. Weitere chinesische Gruppen fanden unter Nikotin Seneszenz spermatogonialer Stammzellen [s54], eine gestörte Blut-Hoden-Schranke mit Ferroptose [s64], mehr Keimzellapoptose mit verkürzten Telomeren [s144], Apoptose über den TNF-Weg [s146] und eine gestörte Nebenhodenreifung [s142]. Ein gegenläufiger Befund: Bei nikotinbehandelten Mäusen waren Spermienbewegungsparameter erhöht, über eine Hypomethylierung des Pfn1-Promotors, was zur höheren Motilität bei Rauchern in der Nanjinger Kohorte passt, aber nur eine Hypothese der Autoren ist [s114, s156]. Elf weitere chinesische Nikotin-Tierarbeiten aus CQVIP ließen sich nicht erneut abrufen; erkennbar ist nur der Versuchsaufbau, darunter ein Vergleich von entnikotinisiertem Rauchextrakt mit Nikotin allein (je 30 Ratten) [s151, s173]. Die Gesamtbewertung: Nikotin allein verursachte in diesen Modellen Hodenschäden, wenn auch bei Dosen und Zugangswegen, die nicht mit der Nutzung von Beuteln gleichzusetzen sind [s21].

**Zigarettenrauch und Passivrauch.** Ein Mausmodell mit Zigarettenrauchextrakt über fünf Wochen zeigte atrophische Hodenkanälchen, ungeordnete Keimzellen, verminderte Spermienqualität, eine gestörte Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse und eine durchlässigere Blut-Hoden-Schranke [s14]. Eine Einzelzellanalyse fand ein niedrigeres Hodengewicht (Kontrolle 126,90 ± 8,26 gegenüber Rauchgruppe 111,60 ± 6,91) und mehr apoptotische Zellen (0,24 ± 0,08 gegenüber 1,06 ± 0,20) sowie Störungen der Flagellenentwicklung und des mitochondrialen Energiestoffwechsels; der starke Körpergewichtsverlust der Rauchgruppe (37,10 ± 1,55 gegenüber 27,73 ± 1,20) ist ein Störfaktor [s06]. 5-Hydroxymethylfurfural als Rauchbestandteil schädigte bei Mäusen (60 Tage) Hodenmorphologie und Spermatogenese ohne Änderung der Sexualhormone; das zeigt, dass nichtnikotinische Rauchbestandteile den Schaden tragen können [s13]. Weitere Rattenstudien zeigten dosis- und zeitabhängige Hodenatrophie und Apoptose ab der 6. Woche (200 Ratten, 10, 20 oder 30 Zigaretten pro Tag) [s78, s87], Veränderungen von Zilien und Spermienflagellen [s32] sowie nach Rauchstopp eine teilweise Rückbildung der Keimzellveränderungen (Passivrauchen über 8 Wochen, je 10 Tiere, Beobachtung nach 48 Tagen Rauchpause) [s214]. Koreanische Mäuse mit mütterlicher Exposition zeigten bei den Nachkommen eine um 40 bis 60 % (F1) und 23 bis 40 % (F2) verminderte epididymale Spermienzahl [s126]. In türkischen Rattenmodellen senkte Zigarettenrauch Serumtestosteron und Kanälchendurchmesser, intrauterin exponierte Neugeborene zeigten mehr Sertoli- und Keimzellapoptose (Apoptoseindex 49,6 ± 9,57 gegenüber 29,98 ± 2,34; Kontrollgruppe nur sechs Tiere) [s184, s225]; Zigaretten- und E-Zigaretten-Rauch veränderten den Hoden histologisch, Spermienzahl und Beweglichkeit aber nicht signifikant [s60]. Ein Rattenversuch aus Japan zeigte nach 10 Wochen Rauch von 20 Zigaretten pro Tag eine niedrigere Testosteronantwort auf hCG und eine verminderte Spermienzahl und Motilität; die Kontrollgruppe mit Räucherstäbchenrauch (Rauch ohne Nikotin) war zum Vergleich mitgeführt [s238].

**Erhitzter Tabak.** Pränatale IQOS-Exposition verringerte bei Mäusen die Spermienproduktion mit fünf Wochen und erhöhte abnorme Hodenkanälchen, nach Zigarettenrauch (3R4F) nicht; mit 15 Wochen waren laut Kongressabstract keine Effekte mehr vorhanden [s102, s82]. In einem 90-Tage-Versuch an Ratten verursachten die höchste Dosis des erhitzten Tabakaerosols (50 µg/l Nikotinäquivalent) und Zigarettenrauch (23 µg/l) oxidative Hodenschäden mit weniger Spermien und niedrigerem Testosteron; die niedrigeren Dosen wirkten schwächer [s63]. Weitere Rattenarbeiten sahen unter erhitztem Tabak oxidativen Stress und verminderte Testosteronsynthese [s47]; unter E-Liquid sank die Spermienvitalität um mindestens 50 % [s128].

**Arekanuss als strukturelle Parallele.** Arekanuss ist kein Tabak und nur als gekautes alkaloidhaltiges Genussmittel eine Parallele zum Kautabak. Arecolin senkte in vitro die Motilität menschlicher Spermien (30 Freiwillige) und steigerte die COX-2-Expression dosisabhängig [s220]; Arecolin wirkte am stärksten, Arecaidin deutlich schwächer, Guvacin am schwächsten [s198]; in Sertoli-Zellen senkte Arecolin das ZO-1 und steigerte TNF-α [s178]. Humanstudien zu Betelkauern mit Spermienendpunkt fanden sich nicht.

**Cotinin und Nikotinrezeptoren am Spermium (in vitro).** Menschliche Spermien wurden acht Stunden mit 0, 100, 200, 400 oder 800 ng/ml Cotinin inkubiert; bei 400 oder 800 ng/ml waren Motilität, hypoosmotischer Schwelltest, Hyperaktivierung und Penetrationstest im Hamsteroozyten-Assay signifikant vermindert, nach Injektion in Hamsteroozyten blieben Vitalität und Dekondensation unbeeinträchtigt; das ist ein Laborbefund zu einem Nikotinmetaboliten [s233]. An Spermien von 30 gesunden Männern wirkte Nikotin (100 ng/ml) über nikotinische Rezeptoren (α7-Untereinheit als Protein nachgewiesen); der Antagonist Hexamethonium hob die Effekte auf Beweglichkeit, Mitochondrienpotenzial, Chromatin, Apoptose und DNA-Fragmentierung auf [s133]. Bei 12 rauchenden Freiwilligen waren Nikotin und Cotinin in Spermien ähnlich hoch wie im Plasma [s140]. Bei Mäusen war die Untereinheit ε des nikotinischen Rezeptors im Hoden und in etwa 50 % der Spermien (Akrosomregion) nachweisbar; Acetylcholin und Nikotin unterdrückten die Akrosomreaktion, was ein spezifischer Antagonist aufhob [s89].

## Mechanismen und biologische Plausibilität

### Ordnungsprinzip

Die Mechanismen werden in drei Stufen eingeteilt. „Bewiesen“ heißt hier ausdrücklich nur: In der abgerufenen Literatur direkt gemessen oder experimentell gezeigt, und zwar an dem Ort, um den es geht (am menschlichen Spermium, am Menschen, im definierten Tiermodell). Es heißt nicht, dass dadurch bewiesen wäre, dass ein bestimmtes Produkt beim Menschen die Fruchtbarkeit mindert. „Plausibel“ heißt: Es gibt Befunde in Tiermodellen, Zellkulturen oder Rauchstudien, die zu dem Mechanismus passen, aber keine direkte Prüfung am Produkt und am Menschen. „Spekulativ“ heißt: Die Erklärung ist von den Autoren vorgeschlagen, von den Daten aber nicht getragen oder widerspricht anderen Befunden. Für Nikotinbeutel gibt es keine eigenen Daten; für sie gilt durchgängig nur, was für Nikotin allein gezeigt ist [s11].

### Bewiesen (im oben definierten, engen Sinn)

**Nikotin und Cotinin gelangen in die Spermien und in die Keimdrüse.** Bei 12 rauchenden Freiwilligen waren Nikotin und Cotinin in Spermien ähnlich hoch wie im Plasma [s140]. Im Samen von 35 Rauchern lag das Cotinin bei 60,44 ± 31,32 ng/ml gegenüber 2,01 ± 2,84 ng/ml bei 19 Nichtrauchern [s177]. Die systemische Aufnahme aus Snus ist durch das Urin-Cotinin belegt: 3200 ng/ml bei 69 Snus-Nutzern gegenüber 590 ng/ml bei 290 Nichtnutzern [s73]. Bei den Wasserpfeifen-Mäusen war das Cotinin im Urin erhöht [s131]. Dass ein Nikotinprodukt Nikotin systemisch zuführt, ist damit kein Mechanismus-Streit; offen ist, was die Konzentration im Hoden bewirkt.

**Spermien tragen nikotinische Rezeptoren, und Nikotin wirkt in vitro über sie.** An Spermien von 30 gesunden Männern wirkte Nikotin (100 ng/ml) über nikotinische Rezeptoren (α7-Untereinheit als Protein nachgewiesen); der Antagonist Hexamethonium hob die Effekte auf Beweglichkeit, Mitochondrienpotenzial, Chromatin, Apoptose und DNA-Fragmentierung auf [s133]. Bei Mäusen war die Untereinheit ε im Hoden und in etwa 50 % der Spermien (Akrosomregion) nachweisbar, und Nikotin unterdrückte über sie die Akrosomreaktion [s89]. Das ist ein direkter Angriffspunkt am Spermium und nicht nur ein Umweg über Hormone und oxidativen Stress. Der Beleg gilt für Laborbedingungen; welche Konzentration am Spermium im Alltag erreicht wird, ist nicht bekannt, und ein Zusammenhang mit der Spermienzahl ist damit nicht gezeigt.

**Cotinin allein vermindert in vitro die Spermienfunktion.** Menschliche Spermien, acht Stunden mit 400 oder 800 ng/ml Cotinin inkubiert, zeigten signifikant verminderte Motilität, Membranfunktion (hypoosmotischer Schwelltest), Hyperaktivierung und Penetrationsfähigkeit im Hamsteroozyten-Assay; bei 0, 100 und 200 ng/ml war das nicht der Fall [s233]. Die Konzentrationen sind Laborwerte; ein Vergleich mit Urin- oder Samenwerten aus den Studien wäre irreführend, weil Urin, Seminalplasma und Inkubationsmedium verschiedene Kompartimente sind.

**Rauchen erhöht Marker des oxidativen Stresses im Samen von Männern.** Malondialdehyd im Seminalplasma war bei 35 Rauchern höher als bei 19 Nichtrauchern (7,13 ± 1,15 gegenüber 4,42 ± 1,16 µM; p = 0,001) [s177]. Bei Wasserpfeifenrauchern war Malondialdehyd im Samen höher (0,39 ± 1,04 gegenüber 0,15 ± 0,21; p = 0,013) [s62]. In einer chinesischen Studie (132 rauchende infertile Männer) war die Plasmamembranintegrität gemindert und die Chk1-Expression vermindert [s141, s195]. In einer Gruppe normozoosperm infertiler Männer waren die antioxidativen Enzymaktivitäten (Katalase, SOD, Glutathionreduktase) und Malondialdehyd bei Rauchern höher [s122]. Die Beobachtungen betreffen Zigaretten- und Wasserpfeifenrauch, nicht Snus, Kautabak oder Beutel; die Studien sind klein, und die Richtung der Enzymaktivitäten ist nicht einheitlich (Zink im Samenplasma war in [s141] erhöht, in [s206] erniedrigt).

**Nikotin allein schädigt im Tiermodell den Hoden.** Bei Mäusen und Ratten verursachte Nikotin ohne jeden Rauch Veränderungen an Spermienzahl, Beweglichkeit, Vitalität und Morphologie, erhöhte Malondialdehyd im Hoden und senkte die Superoxiddismutase [s132], senkte Konzentration, Gesamt- und Progressivmotilität unter gestörter Meiose und gestörtem Histon-Protamin-Wechsel [s21], und verringerte bei präpubertären Ratten Beweglichkeit (82,2 %) und Zahl (62,6 %), nicht aber bei adulten [s154]. Dass Nikotin allein im Tiermodell wirkt, ist damit gezeigt; die Dosen und der Weg (intraperitoneal, subkutan, Trinkwasser) sind mit dem Gebrauch von Snus oder Beuteln nicht gleichzusetzen.

**Rauchloser Tabak wirkt im Rattenmodell stärker als Nikotin allein.** In [s154] war die Wirkung auf Spermienbeweglichkeit und -zahl in der Reihenfolge rauchloser Tabak > Tabakrauch > Nikotin; bei Mäusen senkte Gutkha, nicht aber Nikotin allein, Körpergewicht und Serumtestosteron [s181]. Beides zeigt: Nikotin ist nicht der einzige wirksame Bestandteil. Das gilt in der Konsequenz auch für Snus, der Tabak enthält, nicht aber ohne Weiteres für tabakfreie Beutel.

### Plausibel

**Oxidativer Stress und DNA-Schäden der Spermien.** Der meistgenannte Mechanismus der Rauchstudien. Gestützt wird er durch Marker beim Menschen (siehe oben), durch erhöhte reaktive Sauerstoffspezies, DNA-Fragmentierung und 8-OHdG bei tabaknutzenden Vätern (Kau- und Rauchtabak) [s162], durch Rattenversuche mit erhöhtem Malondialdehyd im Hoden unter rauchlosem Tabak, Rauch und Nikotin [s154] und durch Wasserpfeifen-Mäuse (verminderte Glutathionreduktase, Katalase, Ascorbinsäure; erhöhte Entzündungsmarker TNF-α und IL-6) [s131]. Bei Snus fand die einzige Studie mit DNA-Fragmentierung (SCSA) keinen Unterschied (11 gegenüber 12 %; p = 0,32) [s73]; bei Zigaretten waren die Befunde zur DNA-Fragmentierung uneinheitlich (kein Zusammenhang mit Urin-Cotinin bei 381 jungen Schweden [s68], höhere Werte in Nowosibirsk und Homburg [s59, s67]). Plausibel ist der Mechanismus damit für Rauch; für Snus ist er nicht bestätigt.

**Störung der Chromatinreifung (Histon-Protamin-Austausch) und epigenetische Veränderungen.** Bei Rauchern waren Histone erhöht und das Protamin-Verhältnis verändert (H2B 292,27 ± 58,24 gegenüber 109,1 ± 43,70 ng/10⁶ Spermien; P1/P2-Verhältnis 1,71 gegenüber 1,05) [s177]; Wasserpfeifenraucher zeigten mehr Protamindefizit und anomale Chromatinkondensation [s62]; Nikotin störte im Mausmodell den Histon-Protamin-Übergang und veränderte die Spermien-DNA-Methylierung, ein Rauchstopp kehrte die Methylierung um [s21]. Die Gaza-Arbeiten melden besonders große Methylierungs- und Protamineffekte bei Wasserpfeifenrauchern [s57, s58], die ohne unabhängige Replikation nicht als gesichert gelten können. Der Mechanismus ist plausibel und gut zu Nikotin im Tiermodell passend; ob er beim Menschen für Snus oder Beutel relevant ist, ist nicht geprüft.

**Störung der Blut-Hoden-Schranke, Apoptose und Ferroptose der Keimzellen.** Nikotin störte im Mausmodell die Blut-Hoden-Schranke (ZO-1, N-Cadherin, Occludin, Connexin-43) über den zirkadianen Rhythmus und induzierte Ferroptose; ein Ferroptose-Hemmer milderte die Schädigung [s64]. Nikotin erhöhte die Keimzellapoptose und verkürzte Telomere [s144], förderte Apoptose über den TNF-Weg [s146], löste Seneszenz spermatogonialer Stammzellen aus [s54] und senkte die Spermiendichte im Nebenhoden bei erhöhtem Malondialdehyd [s100]. Auch Zigarettenrauchextrakt öffnete im Mausmodell die Blut-Hoden-Schranke [s14]. Beim Menschen fanden sich bei Rauchern mehr früh apoptotische Spermien (8,1 gegenüber 6,8 %; p = 0,039) [s215] und in Hodenbiopsien azoospermer Männer mehr Caspase-3 in Keimzellen bei Rauchern mit Reifungsarrest [s213]. Diese Linie ist plausibel, aber an Tiermodellen mit hoher Nikotindosis erarbeitet.

**Endokrine Wirkungen (Testosteron, FSH, LH, Prolaktin, Kisspeptin).** Hier gehen die Richtungen auseinander. Snus-Nutzer hatten ein höheres Testosteron (24 gegenüber 21 nmol/l; p < 0,001) und höheres FSH (p = 0,04) [s73], höheres berechnetes freies Testosteron [s02]; Nutzer rauchlosen Tabaks und Raucher in Pakistan hatten höheres Testosteron, Nutzer rauchlosen Tabaks zusätzlich höheres Kisspeptin [s113]; bei Zigarettenrauchern war das Testosteron in Dänemark, Nowosibirsk und Jordanien (Al-Matubsi) höher [s138, s202, s99], in Saudi-Arabien und Jordanien (Al-Odat) niedriger [s152, s19], bei Wasserpfeifenrauchern in Katar unverändert [s112]. Im Tiermodell fiel das Testosteron unter rauchlosem Tabak, Rauch, Nikotin, Gutkha und Wasserpfeifenrauch bei erhöhtem LH und FSH [s131, s154, s181]. Ein plausibler Gedanke ist ein kompensatorischer Anstieg beim Menschen (höheres Testosteron und FSH bei gleichzeitig niedrigerer Spermienzahl), den Kimblad et al. selbst nur vorsichtig deuten; sie halten den FSH-Befund sogar für möglicherweise zufällig [s73]. Eine gesicherte Erklärung gibt es nicht.

**Schwermetalle und Nicht-Nikotin-Bestandteile.** Bei Zigarettenrauchern waren Blei, Arsen und Cadmium im Samenplasma höher, und seminales Blei korrelierte negativ mit der Spermienzahl (r = −0,320; p = 0,004) [s45, s69]. Bei Sapra et al. schwächte die Adjustierung für Cadmium den Zigarettenzusammenhang mit der Zeit bis zur Schwangerschaft ab, besonders bei Frauen; Cadmium war bei Nutzern rauchlosen Tabaks niedriger als bei Rauchern [s147]. Der Rauchbestandteil 5-Hydroxymethylfurfural schädigte Mäusehoden ohne Änderung der Sexualhormone [s13]. Das spricht dafür, dass bei Rauch nicht allein das Nikotin wirksam ist; für Snus, dessen Zusammensetzung in den Studien nicht gemessen wurde, bleibt offen, welche Anteile Tabakalkaloide und andere Bestandteile haben.

**Vorgeburtliche und frühe Exposition.** Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft wirkte sich negativ auf Nebenhoden- und Samenbläschenmarker junger Männer aus [s216]; im Tiermodell waren pränatale Zigarettenrauch- und IQOS-Exposition mit Keimzell- und Sertoli-Zellschäden beziehungsweise verminderter Spermienproduktion bei den Nachkommen verbunden [s102, s184], und mütterliche Exposition senkte die Spermienzahl der Nachkommen in F1 und F2 [s126]. Bei Kimblad et al. schwächten das Rauchen der Mutter und der Beruf der Mutter die Cotinin-Beziehung um etwa ein Drittel ab [s73]. Das macht den Zusammenhang mit der Eigenexposition zu einem zusätzlichen Confounding-Problem; für Snus und Beutel ist die Exposition in der Schwangerschaft nicht untersucht.

**Oxidativer Stress bei rauchlosem Tabak am Menschen (systemisch).** Bei Konsumenten von Maraş-Pulver waren der oxidative Stressindex gegenüber Kontrollen erhöht (7,44 gegenüber 5,67; p < 0,05) und Telomerase und Malondialdehyd gegenüber Rauchern und Nichtrauchern erhöht [s137, s203]. Das stützt die Annahme, dass rauchloser Tabak systemisch oxidativ wirkt; ein Spermienbezug fehlt.

### Spekulativ

**Eine höhere Spermienmotilität durch Nikotin.** Beim Menschen fand sich in einer Nanjinger Kohorte bei 1631 gesunden Männern ab 10 Packungsjahren eine höhere Gesamt- und Progressivmotilität (β = 6,02 und 5,52; je p = 0,037) [s114]; bei Mäusen waren die Spermienbewegungsparameter unter Nikotin erhöht, mit Hypomethylierung des Pfn1-Promotors als Erklärung [s156]. Auch in türkischen Kollektiven war die Vorwärtsbeweglichkeit bei starken gegenüber leichten Rauchern höher [s222]. Die Erklärung ist eine Hypothese der Autoren, durch die Daten nicht getragen (mehrere Vergleiche, kleine absolute Unterschiede) und widerspricht den Mehrzahlbefunden verminderter Beweglichkeit.

**Eine schützende Wirkung von Snus (niedrigeres CRP).** Snus-Nutzer hatten ein niedrigeres hs-CRP (exp(β) 0,88; 95-%-KI 0,81 bis 0,96) [s02]. Eine entzündungshemmende Wirkung als Schutz für die Spermatogenese ist reine Spekulation; die Studie misst keine Spermien, und Querschnittsunterschiede im CRP können viele Ursachen haben.

**Eine Sonderwirkung der Wasserpfeife auf Epigenetik und DNA.** Dass Wasserpfeifenrauch schädlicher sei als Zigarettenrauch [s57], stützt sich auf Werte (DNA-Fragmentierung 73,4 %), die weit über denen aller anderen Studien liegen; dazu enthält der Abstract einen inneren Widerspruch zur Transkription [s57]. Dagegen stehen Studien, in denen sich Wasserpfeife und Zigarette nicht unterschieden [s24, s38], und eine Metaanalyse mit sehr niedriger Evidenzsicherheit [s31]. Als Mechanismus ist die Sonderwirkung spekulativ.

**NRF2-Zunahme als Abwehrreaktion.** Bei 32 Wasserpfeifenrauchern war die NRF2-mRNA höher (p = 0,01); die Autoren deuten dies als zelluläre Abwehr gegen oxidativen Stress, bei unklarer funktioneller Bedeutung [s46]. Die Deutung ist eine Hypothese; Genotypstudien zeigen zwar, dass Varianten antioxidativer und Entgiftungsgene bei Rauchern ein erhöhtes Risiko markieren (NRF2 rs6721961 TT bei starken Rauchern, OR 2,370; 95-%-KI 1,106 bis 5,081 [s190]; OGG1 Cys-Allel, OR 1,35; 1,01 bis 1,82 [s187]; CYP1A1, OR 1,91 bei Rauchern [s189]), die Befunde sind aber kleine Pilotstudien ohne Replikation und beziehen sich auf Zigaretten.

**Übertragung auf Nikotinbeutel.** Dass Beutel aufgrund ihres Nikotins ähnlich wirken wie Snus oder wie Nikotin im Tiermodell, ist eine Extrapolation ohne Daten. Die Beutel enthalten keinen Tabak, und die Nikotinfreisetzung ist nicht mit der von Snus gleichzusetzen [s11]. Ebenso spekulativ wäre die Gegenannahme, dass das Fehlen von Tabak die Beutel unschädlich mache.

**Übertragung der Tierdosen auf Menschen.** Die Prozentzahlen aus [s154] (Verminderung der Beweglichkeit um bis zu 89 %) lassen sich nicht auf menschlichen Gebrauch übertragen; die Dosen wurden nicht umgerechnet, der Applikationsweg war eine Schlundsonde beziehungsweise Injektion.

### Zusammenfassung der Plausibilität

| Mechanismus | Stufe | Wichtigste Belege | Hauptgrenze |
|---|---|---|---|
| Nikotin und Cotinin erreichen die Spermien | bewiesen (Rauch, Snus systemisch) | [s140], [s177], [s73] | n = 12 beziehungsweise 35; Beutel und Kautabak ohne Messung |
| Nikotinische Rezeptoren am Spermium, Nikotinwirkung in vitro | bewiesen (Labor) | [s133], [s89], [s233] | Laborkonzentrationen, Maus und Mensch gemischt |
| Nikotin allein senkt Spermienqualität im Tier | bewiesen (Tier) | [s132], [s21], [s154] | Hohe Dosen, Injektion oder Schlundsonde |
| Nicht-Nikotin-Bestandteile tragen zum Schaden bei | bewiesen im Tiermodell, für Snus offen | [s154], [s181], [s13] | Kein Snus-Nikotin-Vergleich beim Menschen |
| Oxidativer Stress im Samen | bewiesen für Rauch (Marker), plausibel für Snus | [s177], [s62], [s162] | Kleine Studien, Snus ohne Befund bei DNA-Fragmentierung [s73] |
| Chromatin- und epigenetische Veränderungen | plausibel | [s177], [s21], [s62] | Gaza-Daten unreplizert; Mausmodell |
| Blut-Hoden-Schranke, Apoptose, Ferroptose | plausibel | [s64], [s144], [s146], [s215] | Tiermodell mit hoher Nikotindosis |
| Hormonelle Verschiebung | plausibel, Richtung uneinheitlich | [s73], [s02], [s113], [s152] | Gegenläufige Befunde |
| Schwermetalle | plausibel für Rauch | [s45], [s69], [s147] | Querschnitt, kleine Gruppen |
| Pränatale Exposition | plausibel | [s216], [s184], [s126] | Nicht für Snus untersucht |
| Höhere Motilität durch Nikotin | spekulativ | [s114], [s156] | Hypothese der Autoren |
| Entzündungshemmender Schutz durch Snus | spekulativ | [s02] | Keine Spermiendaten |
| Sonderwirkung der Wasserpfeife | spekulativ | [s57] | Unreplizierte Extremwerte |
| Übertragung auf Nikotinbeutel | spekulativ | [s11] | Keine Daten |

## Dosis-Wirkung, Subgruppen und Reversibilität

### Was sich über Dosis und Wirkung sagen lässt

Eine belastbare Dosis-Wirkungs-Beziehung setzt eine objektive, abgestufte Expositionsmessung und eine Kontrollgruppe voraus. Beides liegt für die erfragten Produkte nur in Ansätzen vor: bei Snus als Urin-Cotinin und Dosen pro Woche in einer einzigen Studie [s73], bei Kautabak als Konsumhäufigkeit ohne Kontrollgruppe [s223] oder als Packungen pro Tag [s180], bei der Wasserpfeife als Sitzungen pro Woche oder als Index [s24, s38]. Für Nikotinbeutel fehlt jede Dosisinformation. Die Zigarette ist am besten abgestuft (Zigaretten pro Tag, Packungsjahre, Rauchdauer), liefert aber auch keine einheitliche Kurve. Alle folgenden Tabellen fassen berichtete Zahlen zusammen; sie sind keine eigenen Berechnungen und keine Schätzung eines Risikos für Einzelne.

### Snus

| Größe | Snus-Nutzer | Nichtnutzer | Quelle |
|---|---|---|---|
| Urin-Cotinin (ng/ml, Mittel) | 3200 (n = 69) | 590 (n = 290) | [s73] |
| Gesamtspermienzahl, adjustiert (Mio.) | 120 (n = 109) | 160 (n = 411) | [s73] |
| Konzentration (Mio./ml) | 47 | 57 | [s73] |
| Progressive Motilität (%) | 42 | 42 | [s73] |
| Normale Morphologie (%) | 8,3 | 8,7 | [s73] |
| DNA-Fragmentierung (%) | 11 | 12 | [s73] |
| Testosteron (nmol/l) | 24 (n = 112) | 21 (n = 425) | [s73] |
| Berechnetes freies Testosteron (Verhältnis der geometrischen Mittel) | 1,04 (95-%-KI 1,01 bis 1,07) | Bezug | [s02] |

Die Dosisabstufungen innerhalb der Snus-Studie: Snusdosen pro Woche (71 Nutzer) und Gesamtspermienzahl B = −0,16 (KI −0,33 bis 0,014; p = 0,07), also kein signifikanter Dosiszusammenhang; Cotinin und Gesamtspermienzahl B = −0,12 × 10⁻³ (p = 0,02 beziehungsweise 0,03), signifikant, nach Adjustierung für Beruf oder Rauchen der Mutter um etwa 36 beziehungsweise 38 % schwächer [s73]. Die Dosisabhängigkeit ist damit nicht eindeutig: Das objektive Maß (Cotinin) zeigt einen Gradienten, das berichtete Maß (Dosen pro Woche) nicht. Ob der Unterschied zwischen Nutzern und Nichtnutzern von der Menge abhängt, bleibt offen. Die Autoren übertragen die 24 % auf eine um etwa 10 % geringere Schwangerschaftschance; das ist eine Extrapolation [s73]. In der Kopenhagener Studie wurde für Snus kein Zusammenhang berichtet, getrennt nach Dosis ist nichts angegeben [s99].

### Kautabak und rauchloser Tabak

| Studie | Gruppe | Befund | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Said et al. 2005 [s223] | mild (n = 177) / mäßig (n = 264) / stark (n = 197) | Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie, Vitalität abnehmend in dieser Reihenfolge; Azoospermie 1 / 3 / 14 %; OAT 2 / 8 / 29 % (nicht signifikant) | alle Männer Konsumenten, keine Kontrolle |
| Sunanda et al. 2014 [s180] | Kauer (n = 194) gegenüber Nichtkauern | Zahl −18,9 %, Beweglichkeit −23,4 %, Vitalität −8,4 %, Normalmorphologie −28,4 %; OR Teratozoospermie 8,4 (4,9 bis 14,6) | keine Adjustierung beschrieben |
| Sunanda et al. 2014 [s180] | intensiv (mindestens 10 Packungen täglich) gegenüber weniger intensiv | nur Normalmorphologie signifikant (OR 2,7; 1,41 bis 5,08); Zahl OR 0,81, Beweglichkeit OR 1,1 nicht signifikant | Dosisabhängigkeit nur für die Morphologie |
| Sunanda et al. 2014 [s180] | Zahl der Tabakpackungen | Kopfdefekte r = 0,400; Zytoplasmatröpfchen r = 0,611; Mittelstück und Flagellum nicht signifikant | Korrelation, p = 0,001 |
| Kanetkar et al. 2024 [s48] | Nichtnutzer (n = 52) / Kauer (n = 32) / Raucher (n = 17) | Konzentration 83,9 / 34,7 / 32,6 Mio./ml; normales Spermiogramm 41 von 52 / 9 von 32 / 2 von 17 | keine Adjustierung; keine Dosisstufen |

Im Ergebnis zeigen die Kautabakstudien einen Gradienten nach Häufigkeit innerhalb der Konsumenten [s223] und Unterschiede zu Nichtkonsumenten [s180, s244, s48], aber die Dosisabstufung ist inkonsistent (bei Sunanda et al. nur für die Morphologie). Eine Zahl der Art „pro zusätzlicher Portion sinkt die Konzentration um x“ lässt sich aus keiner Studie berechnen.

### Wasserpfeife

| Rauchart | leicht | mäßig | stark | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Normale Morphologie, Zigarette, exp(β) gegenüber Nichtrauchern | 0,66 (0,56 bis 0,77) | 0,63 (0,54 bis 0,73) | 0,68 (0,62 bis 0,76) | [s38] |
| Normale Morphologie, Wasserpfeife | 0,66 (0,60 bis 0,74) | 0,80 (0,67 bis 0,94) | 0,81 (0,70 bis 0,92) | [s38] |
| Normale Morphologie, beide Produkte | 0,43 (0,33 bis 0,55) | nicht angegeben | 0,36 (0,24 bis 0,53) | [s38] |

Die Tabelle zeigt, dass die Normalform-Effekte bei der Wasserpfeife mit der Intensität nicht größer, sondern in dieser Studie eher kleiner werden, und dass der Doppelkonsum die niedrigsten Werte hat; eine lineare Dosiskurve liegt nicht vor [s38]. Bei Hamadneh et al. unterschied sich nur das Volumen (Wasserpfeife 2,871 gegenüber Kontrolle 3,457 ml; p = 0,0122), dosisgestuft wurde nicht ausgewertet [s24]. Bei Alenzi beeinflusste die Sitzungszahl pro Woche die Beweglichkeit (p = 0,02) [s84]. In Katar war das Risiko eines niedrigen Gesamttestosterons bei leichten (OR 0,83) wie starken Wasserpfeifenrauchern (OR 0,80) nicht verändert [s112]. In der Metaanalyse sind die Effektschätzer ohne Dosisabstufung dargestellt [s31]. In der Metaanalyse sind nur die Morphologie (SMD −0,71; −1,33 bis −0,10) und die DNA-Fragmentierung (SMD +3,36; 0,29 bis 6,43) signifikant, bei sehr niedriger Evidenzsicherheit [s31].

### Zigarette als Vergleichsgradient

| Studie | Abstufung | Befund | Quelle |
|---|---|---|---|
| Osadchuk et al. 2023 (1222 Männer) | Nichtraucher / bis 10 / über 10 Zigaretten täglich | Konzentration 55,15 / 48,26 / 47,36 Mio./ml; progressive Beweglichkeit 46,6 / 43,6 / 39,3 %; DNA-Fragmentierung 8,25 / 10,11 / 14,66 % | [s59] |
| Ramlau-Hansen et al. 2007 (2562 Männer) | starke Raucher | Konzentration 19 % niedriger; inverse Dosisbeziehung zu Volumen, Gesamtzahl, Beweglichkeit; positive zu Testosteron und LH | [s218] |
| Sharma et al. 2016 (20 Studien) | leichte gegenüber mäßigen bis starken Rauchern | Effekte bei mäßigen bis starken Rauchern größer | [s148] |
| Vine et al. 1994 | Zigarettenzahl | Dichte 13 bis 17 % niedriger, keine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung | [s243] |
| Fan et al. 2024 (1938 infertile Männer) | über 10 Zigaretten täglich | primäre Infertilität: Konzentration 59,2 gegenüber 68,6 × 10⁶/ml; sekundäre: Progressivmotilität 44,7 gegenüber 48,1 % | [s44] |
| Tang et al. 2019 (1631 Männer) | ab 10 Packungsjahren | Volumen β = −0,10; Gesamtzahl β = −0,42; Gesamtmotilität β = +6,02 | [s114] |
| Chengdu 2026 (3336 Männer) | über 20 Zigaretten täglich oder über 10 Jahre | Konzentration, Gesamtzahl und Motilität nehmen ab (nichtlineare Modellierung) | [s12] |
| Fünf Provinzen 2012 (727 Männer) | über 20 Zigaretten täglich | verringerte Dichte OR 1,70 (1,05 bis 2,76); über 150 000 Zigaretten insgesamt OR 1,84 (1,03 bis 3,29) | [s197] |
| Reina Bouvet et al. 2007 (131 Männer) | stark (über 20) / leicht | beide gegenüber Nichtrauchern verändert, unter sich kein Unterschied (p > 0,1) | [s219] |
| Nursal et al. 2024 (1005 Männer) | bis 30 gegenüber über 30 Zigaretten; Dauer | kein Mengenunterschied; bei 20 Jahren und mehr niedrigste nicht-progressive und höchste Immotilität | [s40] |
| Keskin et al. 2016 (356 Männer) | Packungsjahre | nur über 20 Packungsjahre niedrigeres Volumen (p = 0,009) | [s145] |
| Ozgur et al. 2005 (296 Männer) | Nichtraucher, leicht, stark | Flagellumanomalien bei starken häufiger; schnelle Vorwärtsbeweglichkeit bei starken höher als bei leichten | [s222] |
| Toprak et al. 2026 (182 Männer mit Varikozele) | 1 bis 10 / 11 bis 20 / über 20 Zigaretten | nur starke Raucher (n = 11) signifikant; Konzentration 30,1 ± 42,3 Mio./ml | [s08] |
| Albeitawi et al. 2024 | leicht / mäßig / stark (Normalform exp(β)) | 0,66 / 0,63 / 0,68 | [s38] |

Aus der Zigarettenliteratur ergibt sich also eher ein Schwellen- als ein linearer Eindruck: Mehrere Studien finden Effekte erst bei starkem Rauchen oder langer Dauer [s08, s12, s145, s40, s59], andere finden keinen Unterschied zwischen leicht und stark [s219, s38], und die Metaanalyse von Vine et al. fand keine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung [s243]. Die Beobachtung, dass sich die Wirkung bei Wasserpfeife und Zigarette mit der Intensität kaum steigert, stützt eher die Vorsicht gegenüber einfachen Dosisannahmen als eine Aussage über die Produkte.

### Tierversuche: Dosis und Alter

| Studie | Modell | Dosisabstufung | Befund |
|---|---|---|---|
| Aprioku und Ugwu 2015 [s154] | Ratte, 30 Tage, präpubertär und adult | Tabakrauch (0,25, 0,5, 1 mg Nikotinäquivalent), rauchloser Tabak, Nikotin (0,5 und 1 mg/kg) | Beweglichkeit −77,5 / −89,0 / −82,2 % (präpubertär) und −71,1 / −86,4 / 0 % (adult) für Rauch / rauchlosen Tabak / Nikotin; meist nur die höheren Dosen signifikant |
| Wang et al. 2023 [s63] | Ratte, 90 Tage | erhitzter Tabak 10, 23, 50 µg/l; Zigarettenrauch 23 µg/l | nur höchste Dosis und Zigarettenrauch mit Schaden; niedrigere Dosen schwächer |
| Rattenstudie [s87] | Ratte, 2 bis 12 Wochen | 10, 20, 30 Zigaretten pro Tag | dosis- und zeitabhängige Hodenatrophie, Apoptose ab der 6. Woche |
| Mausstudie [s117] | Nrf2-Knockout-Maus | Exposition ab 4 gegenüber ab 8 Wochen | Konzentration und Motilität bei Beginn ab 4 Wochen niedriger |
| Mausstudie [s126] | Maus, Korea | mütterliche Exposition, Dosisstufen | F1 Spermienzahl −40 bis −60 %, F2 −23 bis −40 % |
| Mausstudie [s28] | Maus, 10 Wochen | 0,075 und 0,15 µg/kg | Epithelhöhe und Hodenkanälchenfläche nur bei höherer Dosis kleiner |

Die Tierversuche zeigen regelmäßig Dosisabhängigkeit, aber die Dosen sind nicht umgerechnet. Die Prozentzahlen aus [s154] dürfen nicht als Maß für menschlichen Konsum gelesen werden.

### Subgruppen

| Subgruppe | Befund | Quelle |
|---|---|---|
| Infertile gegenüber Allgemeinbevölkerung | Rauchen-Effekte bei infertilen Männern größer als in der Allgemeinbevölkerung (Metaanalyse); Snus-Befunde in der Klinik (17 Nutzer) auffälliger als in der Allgemeinbevölkerung | [s148], [s163, s73] |
| Fertile, gesunde Männer | Zigarette: kein Routineeffekt bei 235 gesunden Chinesen (Dichte p = 0,82); Spender: keine Unterschiede bei starken Rauchern; höhere Gesamtmotilität in der Nanjinger Kohorte | [s215], [s72], [s114] |
| Junge Männer (17 bis 21 Jahre) | Snus: 24 % niedrigere Gesamtspermienzahl; Zigarette: 49 % höhere Gesamtspermienzahl bei Nichtrauchern (Wehrpflichtige) | [s73], [s216] |
| Ethnie und Region | Russland: Verschlechterung nur bei rauchenden Slawen, die zugleich intensiver rauchten; Jordanien: Zigaretten ohne Unterschied zu Nichtrauchern | [s59], [s24] |
| Männer mit Varikozele | Starke Raucher mit schlechteren Werten und synergistischem Effekt; schlechtere Erholung nach Operation bei Rauchern (Beweglichkeit nach 3 Monaten 24,51 gegenüber 28,11 %) | [s08], [s61], [s37] |
| Doppelkonsum | Wasserpfeife plus Zigarette: niedrigste Normalform-Werte (exp(β) 0,43 und 0,36); Kauen plus Rauchen: Veränderungen am stärksten | [s38], [s48] |
| Präpubertäre gegenüber adulten Tieren | Nikotin wirkte bei präpubertären Ratten, nicht bei adulten | [s154] |
| Genotypen | Erhöhtes Risiko nur bei Rauchern: NRF2 rs6721961 TT (OR 2,370), CYP1A1 (OR 1,91), NAT2 (OR 1,71) | [s190], [s189], [s182] |
| IVF-Kollektive | Kein negativer Effekt des männlichen Rauchens auf Befruchtung und Schwangerschaft (Cotinin-bestimmt); Rauchen beider Partner mit geringeren Lebendgeburtschancen | [s176], [s07] |
| Geschlecht | Rauchen von Mann und Frau verlängerte die Zeit bis zur Schwangerschaft (FOR 0,41 und 0,53); die WHO nennt das Infertilitätsrisiko durch Rauchen bei Frauen höher als bei Männern | [s147], [s10] |
| Nichtraucher in Rauchumgebung | Passivrauch im Tier führt zu Hodenatrophie | [s78, s87] |

Mehrere Subgruppenbefunde stützen sich auf kleine Gruppen (zum Beispiel nur 11 starke Raucher bei Toprak et al.) oder auf selektierte Klinikkollektive und sind nicht verallgemeinerbar.

### Reversibilität

| Studie | Design | Zeitraum | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Ragheb et al. 2025 [s30] | 60 Teilnehmer, Rauchstopp, ohne Kontrollgruppe | 3 und 6 Monate | Gesamtzahl 49,33 → 70,16 → 84,01 Mio.; Konzentration 14,77 → 17,71 → 19,27 Mio./ml; progressive Beweglichkeit 20,7 → 35,3 → 42,28 % (p < 0,001) |
| Kulaksiz et al. 2022 [s74] | 48 Rauchstopp gegenüber 42 Kontrollen | mindestens 3 Monate (Mittel 104,2 Tage) | Volumen 2,48 → 2,90 ml; Konzentration 18,45 → 22,64 Mio./ml; Gesamtzahl 45,04 → 65,1 Mio.; Beweglichkeit und Morphologie nicht signifikant |
| Lin et al. 2024 [s49] | 81 nachverfolgt, nur 19 mit Reduktion von mindestens 70 % | 3 bis 6 Monate | nur Akrosin-Aktivität signifikant verbessert |
| Al-khafaji 2017 [s136] | 152 Raucher, Antioxidanzien | nicht genau angegeben | Besserungen in beiden Gruppen, mit Rauchstopp teils deutlicher (Zahl bei Oligozoospermie 6,3 → 15,2 gegenüber 6,4 → 9,2 Mio.) |
| Tang et al. 2019 [s114] | Querschnitt | ehemalige Raucher | ehemalige Raucher unterschieden sich nicht von Nie-Rauchern |
| Cui et al. 2025 [s21] | 14 Ex-Raucher, 19 Raucher, 18 Nichtraucher; Mausmodell | mindestens 3 Monate abstinent | teilweise Erholung der Spermienmerkmale; im Mausmodell ebenso |
| Byhamre et al. 2026 [s02] | Querschnitt Snus | ehemalige Nutzer | ehemalige Nutzer unterschieden sich bei CRP, Vitamin D und Testosteron nicht signifikant von Nie-Nutzern |
| Passivrauch-Ratten [s214] | 8 Wochen Exposition, 48 Tage Rauchpause | 48 Tage | Veränderungen teilweise reversibel |
| IQOS-Mäuse [s102, s82] | pränatal | 5 gegenüber 15 Wochen | Effekte mit 5 Wochen, mit 15 Wochen nicht mehr |

Was daraus folgt: Für die Zigarette zeigen mehrere kleine Beobachtungsstudien nach drei bis sechs Monaten Verbesserungen von Zahl, Konzentration und Volumen [s30, s74]; die Beweglichkeit und die Morphologie verbessern sich nicht in allen Studien [s49, s74]. Keine dieser Studien hat eine unbeobachtete Vergleichsgruppe mit gleichem Verlauf ohne Rauchstopp, sodass Schwankungen der Samenwerte, Regression zur Mitte und saisonale Effekte nicht ausgeschlossen sind. Für Snus gibt es als einzigen Hinweis die Beobachtung, dass ehemalige Nutzer bei Hormonmarkern nicht von Nie-Nutzern abweichen, ohne Spermiendaten [s02]. Für Kautabak, Wasserpfeife und Beutel gibt es keine Rückbildungsstudie. Eine Aussage über eine Dauer oder Vollständigkeit der Erholung für diese Produkte lässt sich nicht treffen. Im Tiermodell war die Wirkung von Nikotin nach dem Absetzen teilweise reversibel [s21], und nach einer Rauchpause bildeten sich Keimzellveränderungen teilweise zurück [s214].

### Vergleichsübersicht der Produkte

| Produkt | Humanstudien mit Samenendpunkt | Richtung der Befunde | Sicherheit der Evidenz |
|---|---|---|---|
| Zigarette | viele, mehrere Metaanalysen [s110, s148, s204, s243] | meist niedrigere Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie; Gegenbefunde [s227, s40, s68, s71, s72, s81] | niedrig [s90]; Effekte klein bis mäßig |
| Snus | 4 (17 bis 109 Nutzer) [s163, s216, s73, s99] | eine Studie 24 % niedrigere Gesamtzahl, zwei ohne Befund, eine Klinikstudie auffälliger; Testosteron höher [s02, s73] | niedrig, Querschnitt, kleine Gruppen |
| Kautabak | wenige, Indien [s180, s223, s244, s48] | schlechtere Werte bei Kauern und bei stärkerem Kauen | sehr niedrig, keine Adjustierung, teils ohne Kontrollgruppe |
| Wasserpfeife | etwa 6 und eine Metaanalyse [s24, s31, s38, s46, s57, s62, s96] | meist keine Veränderung konventioneller Parameter; Morphologie schlechter in [s31, s38]; DNA-Marker verändert in [s57, s62] | sehr niedrig (GRADE) [s31] |
| Nikotinbeutel | keine | nicht beurteilbar | keine Daten [s11] |

Ob eines der Produkte weniger oder mehr Schaden verursacht als die Zigarette, lässt sich aus den abgerufenen Studien nicht beantworten: Es gibt nur wenige direkte Vergleiche, sie kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen [s216, s24, s26, s38, s57, s99], und kein Design ist randomisiert.

### Lücken und Grenzen

Es fehlen: eine Humanstudie zu Nikotinbeuteln mit Spermien- oder Hormonendpunkt; eine zweite, unabhängige Snus-Studie mit objektiver Dosismessung und Samenanalyse; Längsschnittstudien zu Snus oder Wasserpfeife mit Wechsel oder Beenden des Konsums; Studien zu Kautabak mit Kontrollgruppe und Adjustierung; eine unabhängige Replikation der Gaza-Befunde zur Wasserpfeife; deutschsprachige Primärstudien; arabischsprachige Originalliteratur, die nicht erreichbar war [s31]. Für die meisten Quellen lag nur der Abstract vor; bei 44 chinesischen und japanischen Quellen konnten Effektgrößen nicht erneut geprüft werden [s170, s242]. Die Samenparameter sind Surrogatmaße: Aus ihnen allein lässt sich die klinische Bedeutung für die Fruchtbarkeit nicht ableiten. Dieses Kapitel gibt keine Empfehlung zu Behandlung oder Verhalten; die Leitlinien äußern sich zum Rauchen, nicht zu den erfragten Produkten [s10, s29, s90].

## Was die Literatur in den Sprachräumen zeigt

Dieses Kapitel ordnet die 244 Quellen der Studie nach Sprachräumen. Ein Sprachraum bedeutet dabei zweierlei: die Sprache, in der eine Arbeit oder ihre Zeitschrift erscheint, und die Region, aus der die Kohorte stammt. Beides fällt oft auseinander. Eine jordanische Kohorte ist in der Regel auf Englisch veröffentlicht, eine türkische Studie kann nur über ein nationales Verzeichnis mit zweisprachigem Abstract auffindbar sein, und ein schwedisches Snus-Kollektiv steht in einer englischsprachigen Fachzeitschrift. Die Quellendatei trägt deshalb Sprachraumkennzeichen, und eine Quelle kann mehrere tragen. Gezählt wurden: Englisch 128, Chinesisch 105, Arabisch 31, Türkisch 23, Russisch 13, Japanisch 11, Koreanisch 6, Französisch 3 sowie je eine Quelle mit den Kennzeichen Deutsch, Portugiesisch und Spanisch. Italienisch kommt als Kennzeichen nicht vor.

Drei Vorbemerkungen gelten für alle Abschnitte. Erstens ist die Zahl der Studien, die Snus, Nikotinbeutel, Kautabak oder Wasserpfeife überhaupt mit einem Spermien- oder Hormonendpunkt verbinden, klein, und sie liegt zum größten Teil in nur zwei Sprachräumen, dem englischen (Skandinavien, Indien) und dem arabischen (Jordanien, Gaza, Saudi-Arabien, Katar). In allen anderen Sprachräumen betrifft die Literatur die Zigarette, den erhitzten Tabak oder das reine Nikotin im Tierversuch; sie dient hier als Vergleichsmaßstab, nicht als Beleg für die gefragten Produkte. Zweitens stammen fast alle Zahlen aus Abstracts, nicht aus Volltexten; wo nur ein Abstract vorlag, steht das im Text. Drittens enthält dieses Kapitel keine Therapie- und keine Verhaltensempfehlung. Aussagen von Leitlinien werden als deren Inhalt wiedergegeben.

### Englisch

**Umfang und Rolle.** Praktisch die gesamte belastbare Evidenz erscheint auf Englisch, und zwar auch dann, wenn die Kohorte aus Jordanien, Iran, Indien, Ägypten, Südkorea oder China stammt. Die einzigen größeren Humanstudien zu Snus (Schweden, Dänemark) sind englischsprachig, ebenso alle Leitlinien, die in der Studie ausgewertet wurden. Englisch ist damit zugleich Hauptsprache der Primärliteratur und der Sammelsprache, in der Befunde aus anderen Räumen international sichtbar werden.

**Snus: die skandinavischen Kohorten.** Vier Humanstudien mit Samenanalyse und zwei weitere ohne Samenanalyse bilden die gesamte Humanliteratur zu Snus. Die größte ist die Querschnittsstudie von Kimblad et al. 2022 aus Schweden [s73]. Sie fasst zwei Kohorten aus der Allgemeinbevölkerung zusammen (Wehrpflichtige und Schüler im Alter von 17 bis 21 Jahren, Erhebung 2000 bis 2001 und 2008 bis 2010). Von 619 Männern blieben nach Ausschluss von sechs Männern mit anderen Rauchprodukten als Zigaretten 613, für 538 lag die Angabe zum Snusgebrauch vor. Das Urin-Cotinin lag bei 69 Snus-Nutzern im Mittel bei 3200 ng/ml (Standardabweichung 2300) und bei 290 Nichtnutzern bei 590 ng/ml (Standardabweichung 1100). Die Gesamtspermienzahl war bei 109 Nutzern um 34 Millionen oder 24 Prozent niedriger als bei 411 Nichtnutzern (120 gegenüber 160 Millionen; p = 0,03). Konzentration, Volumen, progressive Motilität, normale Morphologie und DNA-Fragmentierung unterschieden sich nicht signifikant. Das Testosteron war bei Nutzern höher (24 gegenüber 21 nmol/l; p < 0,001), ebenso das FSH (5,9 gegenüber 4,3 IE/l; p = 0,04). Die Autoren halten den FSH-Befund selbst für möglicherweise zufällig. Die Studie ist die größte Snusgruppe mit Samenanalyse unter den ausgewerteten Arbeiten, sie nutzt Cotinin als objektiven Marker und stützt sich auf die Allgemeinbevölkerung statt auf eine Kinderwunschklinik; sie bleibt aber ein Querschnitt mit geringen Teilnahmequoten und mit Variablen, die nur in Teilkohorten erhoben wurden (Snusdosen bei 71 Nutzern). Die Berechnung der Autoren, daraus ergebe sich eine um etwa 10 Prozent geringere Chance, ein Kind zu zeugen, ist eine Extrapolation und kein Studienergebnis.

Die dänische Studie von Holmboe et al. 2020 [s99] umfasst 2008 junge Männer (Medianalter 19,0 Jahre), von denen 1221 auch zu E-Zigaretten und Snus befragt wurden; 25 Prozent nutzten Snus. Für Snus wurden keine Zusammenhänge mit Markern der Hodenfunktion beobachtet, wohingegen tägliche Zigarettenraucher eine niedrigere Gesamtspermienzahl hatten (103 gegenüber 139 Millionen) und tägliche E-Zigaretten-Nutzer ebenfalls (91 gegenüber 147 Millionen). Für diese Studie lag nur der Abstract vor. Die ältere schwedische Wehrpflichtigenstudie von Richthoff et al. 2008 [s216] mit 302 Männern fand bei Rauchern eine um 49 Prozent niedrigere Gesamtspermienzahl (95-%-Konfidenzintervall 4,5 bis 112 Prozent; p = 0,01); zu Snus nennt ihr Abstract keine Zahl, und nach der Darstellung von Kimblad et al. war Snus bei 51 Nutzern nicht mit Spermienqualität oder Hormonen verknüpft. Das ist eine Sekundärangabe. Die Kinderwunschstudie von Pärn et al. 2015 [s163] mit 62 Männern, in der Snus nur nebenbei als Determinante geprüft wurde, fand bei Nichtnutzern höhere Spermienwerte (P < 0,05); nach Kimblad et al. waren 17 der 62 Männer Snus-Nutzer. Eine Hormonstudie aus Nordschweden, Byhamre et al. 2026 [s02], mit 6158 nie rauchenden Männern und Frauen (21 Prozent der Männer Snus-Nutzer) fand bei Männern ein höheres berechnetes freies Testosteron (exp(β) 1,04; 95-%-KI 1,01 bis 1,07), aber keine Spermienmessung. Insgesamt fand nur die Studie mit der größten Snusgruppe eine niedrigere Gesamtspermienzahl, die beiden anderen Studien an jungen Männern fanden nichts, und das höhere Testosteron zeigte sich in zwei von vier Studien. Kein Design erlaubt einen ursächlichen Schluss.

**Aus den USA** stammt die prospektive Kohorte von Sapra et al. 2016 [s147] mit 501 Paaren aus 16 Landkreisen in Michigan und Texas; 9 Prozent der Männer nutzten Schnupftabak, 2 Prozent Kautabak, 15 Prozent rauchten Zigaretten. Rauchen des Mannes war mit längerer Zeit bis zur Schwangerschaft verbunden (Fecundability Odds Ratio 0,41; 95-%-KI 0,24 bis 0,68). Rauchloser Tabak verlängerte die Zeit gegenüber Nie-Nutzern nicht; einen Schätzwert dafür nennt der Abstract nicht. Die Gruppe der Nutzer rauchlosen Tabaks war sehr klein, Samenparameter wurden nicht gemessen.

**Nikotinbeutel.** Unter den gefundenen Quellen gibt es keine Studie an Menschen oder Tieren, die Nikotinbeutel mit Spermienqualität, Hodenfunktion oder Fruchtbarkeit verbindet, auch nicht bei gezielter Suche in Europe PMC mit „nicotine pouch“, „oral nicotine“ und „sperm/semen“. Yang et al. 2026 [s11] beschreiben in einer Übersicht zu oralen Nikotinprodukten Kohortenstudien mit Schwerpunkt Mundhöhle und Herz-Kreislauf-System und halten fest, dass nur „begrenzte Evidenz“ zu gesundheitlichen Auswirkungen vorliege; für den Hoden verweisen sie auf einen Rattenversuch zu Mundtabak. Nach dieser Übersicht stieg der Absatz in den USA von 126 Millionen Einheiten in den letzten fünf Monaten 2019 auf 808 Millionen Einheiten in den ersten drei Monaten 2022. Die Übertragbarkeit von Snus-Befunden auf Beutel ist durch keine Studie belegt, weil die Beutel keinen Tabak enthalten.

**Kautabak und rauchlose Produkte in englischsprachiger Literatur aus Indien.** Die Humanbefunde zu Kautabak sind überwiegend indisch und stammen aus Kinderwunschkliniken. Said, Ranga und Agarwal 2005 [s223] untersuchten 638 Männer, die alle Kautabak konsumierten, nach Häufigkeit gruppiert (unter 3-mal täglich n = 177, 3- bis 6-mal n = 264, über 6-mal n = 197). Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie und Vitalität waren in der leichten Gruppe höher als in der mäßigen und dort höher als in der starken; der Anteil azoospermer Männer stieg von 1 über 3 auf 14 Prozent, der Anteil mit Oligoasthenoteratozoospermie von 2 über 8 auf 29 Prozent, wobei diese beiden Unterschiede nicht signifikant waren. Es fehlt eine Kontrollgruppe ohne Kautabak. Sunanda et al. 2014 [s180] verglichen in einer retrospektiven Studie 194 kauende mit 448 nicht kauenden Männern (642 insgesamt) und fanden bei Kauern niedrigere Mittelwerte bei Spermienzahl (18,9 Prozent), Beweglichkeit (23,4 Prozent), Vitalität (8,4 Prozent) und normaler Morphologie (28,4 Prozent); die Odds Ratios für den auffälligen Befund lagen bei 2,2 (Oligozoospermie), 3,2 (Asthenozoospermie) und 8,4 (Teratozoospermie). Eine beschriebene Mehrgrößenadjustierung fehlt. Kanetkar et al. 2024 [s48] fanden bei 98 Samenproben ein normales Spermiogramm bei 41 von 52 Nichtnutzern, 2 von 17 Rauchern und 9 von 32 Kauern; hier waren die Raucher stärker betroffen als die Kauer. Banerjee et al. 1993 [s244] verglichen 79 Tabakkonsumenten mit 21 Nie-Konsumenten und fanden bei Kauern niedrigere Beweglichkeit und Gesamtspermienzahl (p < 0,05). Die Richtung ist in allen Studien gleich; die Stärke der Beziehung lässt sich wegen der Designs nicht seriös beziffern. Im Tierversuch aus Nigeria war rauchloser Tabak (Nasenschnupftabakpulver per Schlundsonde) wirksamer als Tabakrauch und Nikotin allein, mit einer um 89,0 Prozent geminderten Beweglichkeit bei präpubertären Ratten gegenüber 77,5 Prozent bei Rauch [s154]; pro Gruppe standen nur sechs Tiere zur Verfügung.

**Wasserpfeife in der englischsprachigen Literatur.** Die einzige Metaanalyse stammt aus dem Iran und erschien auf Englisch: Sepidarkish et al. 2025 [s31] werteten 191 Beobachtungsstudien mit 807 174 Teilnehmern aus. Für aktuelle Wasserpfeifenraucher gegenüber Nie-Rauchern fanden sie ein Odds Ratio von 1,67 für Infertilität (95-%-KI 1,05 bis 2,65; drei Studien, 849 Teilnehmer; Prädiktionsintervall 0,07 bis 36,80), eine höhere DNA-Fragmentierung (standardisierte Mittelwertdifferenz 3,36; 0,29 bis 6,43) und eine geringere normale Morphologie (−0,71; −1,33 bis −0,10), aber keine signifikanten Unterschiede bei Volumen, Spermienzahl und Beweglichkeit. Die Sicherheit der Evidenz wurde nach GRADE durchgängig als „sehr niedrig“ eingestuft. Die Einzelstudien aus dem Nahen Osten stehen im Abschnitt Arabisch.

**Die Zigarette als Maßstab.** Die englischsprachigen Metaanalysen bilden den Vergleichsrahmen. Bundhun et al. 2019 [s110] (16 Studien, 10 823 infertile Männer) fanden bei Rauchern häufiger Oligozoospermie (RR 1,29; 95-%-KI 1,05 bis 1,59) und mehr morphologische Defekte, aber keinen Effekt auf Beweglichkeit (RR 1,42; 0,97 bis 2,09). Sharma et al. 2016 [s148] (20 Studien, 5865 Teilnehmer) berichten eine um 9,72 Millionen pro Milliliter niedrigere Konzentration (−13,32 bis −6,12). Li et al. 2011 [s204] (57 Studien, 29 914 Teilnehmer aus 26 Ländern) und Vine et al. 1994 [s243] (Dichte im Mittel 13 bis 17 Prozent niedriger) stützen die Richtung. Dem stehen Kohorten gegenüber, die keinen belastbaren Zusammenhang fanden: In der norwegischen MoBa-Kohorte mit 27 096 Männern war die Rauchintensität weder in der Regression noch in der Mendelschen Randomisierung robust mit Infertilität verbunden [s71], und bei 381 jungen schwedischen Männern gab es keinen Zusammenhang zwischen Urin-Cotinin und DNA-Fragmentierung (11,1 gegenüber 11,8 Prozent; p = 0,31) [s68].

**Leitlinien und Fachgesellschaften.** Die AUA/ASRM-Leitlinie [s90] nennt in ihrer Webfassung „low quality evidence (due to high risk of bias)“ für einen kleinen Einfluss des Rauchens auf Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie; Snus, Kautabak, Nikotinbeutel und Wasserpfeife kommen im abgerufenen Webtext nicht vor. Die EAU-Leitlinie [s29] führt Rauchen unter den Lebensstilfaktoren mit verminderter Spermienqualität (Evidenzgrad 2a) und stützt sich auf die Metaanalyse mit 20 Studien und 5865 Teilnehmern; rauchloser Tabak, Wasserpfeife und E-Zigaretten werden im abgerufenen Kapiteltext nicht erwähnt. Die WHO-Leitlinie [s10] enthält eine Empfehlung zur Kurzberatung für Tabaknutzer, begründet mit dem Zusammenhang zwischen Infertilität und Rauchen, und schließt rauchlosen Tabak, Vapes, E-Zigaretten und Cannabis ausdrücklich aus dem Geltungsbereich der ersten Ausgabe aus. Die australischen Leitlinien [s25] und die ASRM-Stellungnahme von 2018 [s127] behandeln Rauchen allgemein; bei letzterer lag nur der Abstract vor. Ein Vergleich der WHO-Leitlinie mit AUA/ASRM, EAU, ESHRE und NICE beschreibt ESHRE und NICE als paarorientiert mit begrenztem männlichem Schwerpunkt [s01]; eine Bewertung mit dem AGREE-II-Instrument findet Mängel bei der Strenge der Leitlinienentwicklung [s27]. Die Cochrane-Übersicht zur Lebensstilberatung vor der Konzeption [s86] (sieben randomisierte Studien, 2130 Teilnehmende, nur eine Studie mit männlichen Partnern) fand bei Lebendgeburten kaum einen Unterschied (RR 0,93; 0,79 bis 1,10) und keine sichere Aussage zum Rauchstopp bei Männern (RR 1,01; 0,91 bis 1,12). Eine Cochrane-Übersicht zu Tabakprodukten und Spermienqualität wurde nicht gefunden.

**Zeitschriften.** Die Befunde dieses Raums erscheinen in Fachzeitschriften der Andrologie und Reproduktionsmedizin, etwa Andrology [s73, s68, s01], Fertility and Sterility [s223, s71, s127], The Journal of Urology [s90], European Urology [s29] und Tobacco Induced Diseases [s38, s112], in toxikologischen Titeln wie Toxicology Reports [s18] sowie in der Scandinavian Journal of Clinical and Laboratory Investigation [s02].

**Register, Kohorten, Datenbanken.** Als bevölkerungsbasierte Kohorten treten die MONICA-Studie in Nordschweden [s02], die norwegische MoBa-Kohorte [s71] und die Qatar Biobank (Abschnitt Arabisch) auf. Krankheits- oder Produktregister mit Samenendpunkt nennen die Quellen nicht. Zugang: Europe PMC (REST) war uneingeschränkt nutzbar; die NCBI-E-utilities lieferten Daten, die PubMed-Webseite lieferte HTTP 203 ohne Inhalt und ist nicht nutzbar. Die Cochrane-Suchseite gab nur eine Seitenhülle ohne Trefferliste zurück; die Cochrane-Übersicht wurde über Europe PMC gefunden. Die Webseiten von AUA und EAU lieferten Volltext, WHO, Australien, ASRM und die AGREE-Studie kamen über Europe PMC.

### Deutsch

**Eigene Primärliteratur: keine.** Im deutschsprachigen Raum wurde keine Primärstudie gefunden, die Snus, Nikotinbeutel, Kautabak oder Wasserpfeife mit Spermienqualität verbindet. Das Sprachraumkennzeichen Deutsch trägt in der gesamten Quellendatei nur eine einzige Quelle, nämlich die Leitlinie der Fachgesellschaften DGGG, OEGGG und SGGG „Diagnosis and Treatment Before Assisted Reproductive Treatments“ (S2k-Leitlinie, AWMF-Register 015-085, Teil 2) in der Zeitschrift Geburtshilfe und Frauenheilkunde [s115]. Von ihr war nur der Abstract abrufbar, und im Abstract steht keine Aussage zu Tabak. Der Volltext war nicht zugänglich: Die Registerseite der AWMF und der Verlag Thieme lieferten keinen verwertbaren Text. Ob die Leitlinie im Volltext Tabakprodukte behandelt und welche, lässt sich aus den abgerufenen Quellen daher nicht sagen. Sicher ist nur, dass der Abstract zu den hier gefragten Produkten schweigt.

**Leitlinienlage.** Eine deutsche Leitlinie, die rauchlosen Tabak, Beutel oder Wasserpfeife im Zusammenhang mit der männlichen Fruchtbarkeit behandelt, wurde nicht gefunden. Der europäische Rahmen kommt aus der EAU-Leitlinie [s29] und aus einem Vergleich der WHO-Leitlinie mit AUA/ASRM, EAU, ESHRE und NICE [s01]. Von der ESHRE lag kein eigener Leitlinientext vor: Ihre Webseite war erreichbar, wurde aber nicht ausgewertet, und die Aussagen zu ESHRE stützen sich allein auf diesen Vergleich. Auch die WHO-Leitlinie schließt rauchlosen Tabak aus ihrem Geltungsbereich aus [s10].

**Studien aus Deutschland in englischer Sprache.** Eine Arbeit hat einen unmittelbar deutschen Bezug. Trapphoff et al. 2024 [s52] untersuchten bei 320 Frauen unter ICSI wegen männlicher Subfertilität Nikotin und Cotinin in der Follikelflüssigkeit. Cotinin fand sich in 20,3 Prozent und Nikotin in 6,8 Prozent der Proben, auch bei ausschließlichem Konsum von E-Zigaretten oder Wasserpfeifen; Fertilisations-, Reifungs- und Schwangerschaftsraten unterschieden sich nicht. Die Studie liefert keine Daten zur Spermienqualität. Sie zeigt aber, dass Nikotin aus alternativen Produkten in der Follikelflüssigkeit messbar sein kann. Mehrere arabisch-deutsche Arbeiten stammen nach den Berichten aus einem Labor in Homburg beziehungsweise dem Saarland [s177, s67, s20]. Sie sind im Abschnitt Arabisch beschrieben, weil ihre Probanden aus Jordanien und Saudi-Arabien stammen.

**Fachzeitschriften, Register, Erreichbarkeit.** Die deutschsprachige Fachliteratur erscheint in den ausgewerteten Quellen nur über die genannte Leitlinie. Nationale Register zu Tabakkonsum und Samenqualität wurden nicht gefunden, ebenso keine Kohorte der Allgemeinbevölkerung mit Snus- oder Wasserpfeifenangaben. Die Quellen erklären das nicht; die rauchlosen Produkte, die in den Studien untersucht werden, sind Themen der Forschung aus Südasien, dem Nahen Osten und Skandinavien. Zugang gab es über Europe PMC und die NCBI-E-utilities. Fazit: Für den deutschen Sprachraum liefert diese Studie keine eigene Evidenz zu den gefragten Produkten; die Datenlage, die hier gilt, ist die englischsprachige.

### Französisch

**Umfang.** Drei Quellen tragen das Kennzeichen Französisch. Alle sind Übersichtsarbeiten zur Zigarette beziehungsweise zu Lebensstil und Umwelt, keine betrifft Snus, Beutel, Kautabak oder Wasserpfeife. Zwei stammen von Sepaniak et al. im Journal de gynécologie, obstétrique et biologie de la reproduction: „Conséquences du tabagisme sur la fertilité masculine“ (Folgen des Zigarettenrauchens für die männliche Fruchtbarkeit, 2005) [s224] und „Impact négatif du tabagisme sur la fertilité masculine: des spermatozoïdes à la descendance“ (Negative Auswirkungen des Zigarettenrauchens auf die männliche Fruchtbarkeit: von den Spermien bis zur Nachkommenschaft, 2004) [s226]. Beide haben einen englischen Abstract. Sie beschreiben den Übertritt von Tabakinhaltsstoffen durch die Blut-Hoden-Schranke und nennen oxidativen Stress mit DNA-Fragmentierung als Hauptmechanismus; Zahlen enthalten sie nicht. Die dritte Quelle, Bendayan et al. 2018 [s124], trägt den Titel „Toxiques, mode de vie, environnement : quels impacts sur la fertilité masculine ?“ (Giftstoffe, Lebensstil, Umwelt: welche Auswirkungen auf die männliche Fruchtbarkeit?) und erschien in Gynécologie, obstétrique, fertilité & sénologie. Sie nennt Tabak als einen von mehreren Faktoren und ist auch in HAL nachgewiesen, dort ohne Abstract.

**Datenbanken.** HAL, das französische Open-Archive-Portal, war über seine Schnittstelle nutzbar. Eine Abfrage zu „tabac“ und „sperme“ ergab zwei Treffer, einer davon die Arbeit von Bendayan et al.; Abfragen zu Wasserpfeife und Nikotin ergaben keine Treffer. Cairn lieferte HTTP 403 (Bot-Schutz) und war nicht abrufbar; dort können zusätzliche Arbeiten liegen. Gesucht wurde mit französischen Begriffen wie „tabac à chiquer“ und „spermogramme“.

**Besonderheiten.** Ein Bericht der CNGOF und der Société française de tabacologie aus dem Jahr 2020 behandelt E-Zigarette, erhitzten Tabak, Shisha und Snus, aber nur für die Schwangerschaft; er wurde deshalb nicht aufgenommen. Aus dem Maghreb, wo Französisch weit verbreitet ist, liegt die Studie von Aboulmaouahib et al. 2018 aus Casablanca vor [s122], erschienen in Andrologia: 108 infertile Männer mit normalen konventionellen Parametern in vier Gruppen (Kontrolle, Alkohol, Rauchen, Alkohol und Rauchen). Die Aktivitäten von Katalase, Superoxiddismutase und Glutathionreduktase sowie das Malondialdehyd waren in den drei Expositionsgruppen höher, besonders bei Rauchen und der Kombination; in der Kombinationsgruppe lag die DNA-Fragmentierung bei 31 Prozent und die Chromatindekondensation bei 39 Prozent. Eine französischsprachige Primärstudie zu rauchlosen Produkten oder zur Wasserpfeife fehlt.

### Italienisch

**Eigene Literatur: keine italienischsprachige Primärstudie.** Das Sprachraumkennzeichen Italienisch kommt in der Quellendatei nicht vor. Einschlägige Arbeiten aus Italien sind in englischer Sprache erschienen. Condorelli et al. 2017 [s133] untersuchten in einem In-vitro-Experiment Spermien von 30 gesunden normozoospermen Männern. Nikotin in einer Konzentration von 100 ng/ml wirkte über nikotinische Rezeptoren (die α7-Untereinheit wurde als Protein nachgewiesen); der Antagonist Hexamethonium hob die Effekte auf Beweglichkeit, Mitochondrienpotenzial, Chromatin, Apoptose und DNA-Fragmentierung auf. Das ist ein Hinweis auf biologische Plausibilität, aber keine Aussage über die Dosis, die aus Snus, Beuteln oder Wasserpfeife den Hoden erreicht. Granata et al. 2024 [s47] zeigten im Rattenversuch, dass erhitzter Tabak (Heat-not-Burn, vier Wochen) das Plasmatestosteron sowie Marker für Entzündung und oxidativen Stress verändert. Barbagallo et al. 2024 [s41] fassen in einer Übersicht im Journal of Clinical Medicine die Rolle der nikotinischen Acetylcholinrezeptoren im Hoden zusammen.

**Fachgesellschaft und Datenbanken.** Ein italienischsprachiges Kapitel („Andrologia clinica“) wurde nur mit Titel und Autoren gefunden und nicht aufgenommen, weil kein Abstract abrufbar war. Die Webseiten der Società Italiana di Andrologia (andrologiaitaliana.it und prevenzioneandrologica.it) waren erreichbar, enthielten aber nichts zu Tabak oder Nikotin. Eine Leitlinie der italienischen Fachgesellschaft wurde nicht gefunden. Der Zugang zur italienischen Literatur lief über Europe PMC.

**Einordnung.** Italien ist in dieser Studie Herkunftsland guter experimenteller Arbeiten zu Nikotinrezeptoren und zu erhitztem Tabak, nicht aber von Daten zu Konsumenten rauchloser Produkte. Der Sprachraum hat zu den gefragten Produkten keinen eigenen Beitrag; diese Lücke wird offen so benannt.

### Portugiesisch

**Eine einzige portugiesischsprachige Studie, und sie betrifft die Zigarette.** Coelho et al. 2009 aus Portugal erschien in Acta Médica Portuguesa unter dem Titel „Tabaco e infertilidade masculina: estudo retrospectivo em casais inférteis“ (Tabak und männliche Infertilität: eine retrospektive Studie bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch) [s211]. Es ist ein retrospektiver Vergleich von 327 Männern (417 Spermiogramme) aus einer anfänglichen Gruppe von 372 Männern der Infertilitätssprechstunde einer Einrichtung im Jahr 2007. 135 (41 Prozent) waren Raucher und 55 (40,7 Prozent der Raucher) starke Raucher. Rauchen war mit einer erhöhten Häufigkeit von Oligozoospermie verbunden, ohne Unterschied bei den anderen Parametern, und es zeigte sich eine negative Korrelation zwischen starkem Rauchen und Volumenanomalien. Die Autoren folgern, Rauchen beeinträchtige die männliche Fruchtbarkeit. Schwächen: retrospektiv, eine Einrichtung, keine Aussage zu rauchlosen Produkten.

**Brasilien und Lusophonie.** Brasilianische Literatur zu den gefragten Produkten wurde nicht gefunden. SciELO und LILACS/BVS, die beiden wichtigsten Verzeichnisse für Portugiesisch und Spanisch, lieferten HTTP 403 (Bot-Schutz) und waren nicht abrufbar. Als Ersatz diente Europe PMC mit portugiesischen und spanischen Suchbegriffen. Eine Abfrage über brasilianische und iberische Zeitschriften ergab 238 Treffer, von denen die ersten 25 gesichtet wurden; sie lieferten nur allgemeine Übersichten zum Lebensstil, zum Beispiel Rotimi und Singh 2024 in JBRA Assisted Reproduction [s51]. Wegen des gesperrten Zugangs und der nur teilweisen Durchsicht der Treffer kann nicht ausgeschlossen werden, dass portugiesischsprachige Arbeiten existieren, die diese Recherche nicht erreicht hat.

**Leitlinien, Register.** Es wurden keine portugiesischen oder brasilianischen Leitlinien und keine Register mit Samenendpunkt gefunden. Die Erreichbarkeit war der begrenzende Faktor: Für diesen Sprachraum ist die Aussage „kaum eigene Literatur“ mit Vorbehalt zu lesen, weil die einschlägigen regionalen Datenbanken nicht zugänglich waren.

### Spanisch

**Eine spanischsprachige Studie, Zigarette.** Reina Bouvet et al. 2007 erschien in den Archivos Españoles de Urología: „Efecto del consumo de tabaco sobre la espermatogénesis en varones con infertilidad idiopática“ (Wirkung des Tabakkonsums auf die Spermatogenese bei Männern mit idiopathischer Infertilität) [s219]. Es ist eine prospektive Studie an 131 Männern mit idiopathischer Infertilität, die zwischen Mai 2004 und Juni 2006 den Reproduktionsdienst des Centenario-Krankenhauses in Rosario aufsuchten. Die Spermien wurden nach WHO untersucht, Keimzellen und Morphologie nach Papanicolaou, die Konzentration mit der Neubauer-Kammer in einer nach eigener Angabe subjektiven Methode. Gruppen: Raucher mit mehr als 20 Zigaretten täglich (G1), mit weniger (G2) und Nichtraucher (G3), jeweils seit mehr als einem Jahr. Es fanden sich signifikante Unterschiede zwischen G1 und G3 (p < 0,001) und zwischen G2 und G3 (p < 0,005) in Konzentration, Morphologie und Anteil unreifer Keimzellen, aber keine zwischen den beiden Rauchergruppen (p > 0,1). Die Autoren schließen, Tabak verändere Konzentration und Morphologie und zeige eine veränderte Spermatogenese. Zur Aussagekraft: kleine Gruppen, subjektive Konzentrationsbestimmung.

**Zeitschrift mit spanischem Titel, englischem Inhalt.** Saygın et al. 2023 [s60] (Sivas, Türkei) und Lin et al. 2024 [s49] (China) erschienen in der Revista Internacional de Andrología, aber auf Englisch. Sie gehören inhaltlich in den türkischen und den chinesischen Abschnitt. Der spanische Name einer Zeitschrift erlaubt also keinen Schluss auf Sprache oder Herkunft der Kohorte.

**Datenbanken und Lücken.** Dialnet, das spanische Verzeichnis, lieferte auf der Suchseite spanischsprachige Treffer, zum Beispiel zu E-Zigarette und menschlichen Spermien in vitro und zur DNA-Fragmentierung bei Rauchern. Die Artikelseiten waren wegen Zugriffsbegrenzung nicht abrufbar, die Treffer wurden nicht als Quellen aufgenommen. LILACS/BVS und SciELO waren wie beim Portugiesischen gesperrt. Es wurden keine spanischsprachigen Leitlinien und Register ausgewertet. Zu Snus, Beuteln, Kautabak und Wasserpfeife (cachimba) fand sich keine spanischsprachige Studie. Die romanischen Sprachräume und der deutsche haben damit gemeinsam, dass die Literatur dort die Zigarette betrifft.

### Chinesisch

**Umfang und Schwerpunkt.** Der chinesische Raum liefert mit Abstand das meiste Material: 105 der 244 Quellen tragen das Sprachraumkennzeichen Chinesisch, teils chinesischsprachig, teils aus China mit englischem Abstract. Von diesen hat ein großer Teil keine PMID und wurde über die chinesische Plattform CQVIP gefunden. Ihr Gegenstand ist fast ausschließlich die Zigarette. Für die eigentliche Fragestellung gibt es im chinesischen, japanischen und koreanischen Sprachraum zusammen keine einzige Humanstudie, die bei Männern die Spermienqualität unter Snus, Nikotinbeuteln, Kautabak oder Wasserpfeife untersucht. Das ist ein negativer Befund der Suche und kein Beleg für Unschädlichkeit. Die englische Kernabfrage (Snus, oraler Tabak, rauchloser Tabak, Nikotinbeutel, Kautabak, verbunden mit Spermien oder Samen, eingeschränkt auf Einrichtungen in China, Japan, Korea und Taiwan) lieferte 14 Treffer, von denen keiner eine Humanstudie zu diesen Produkten war; die Wasserpfeifenabfrage mit derselben Einschränkung lieferte 5 Treffer ohne einschlägige Studie. Die Treffermengen für chinesische Suchbegriffe (bis zu 1675) waren wegen Mehrdeutigkeit nicht aussagekräftig und wurden nicht einzeln durchgesehen; die Aussage „keine Humanstudie“ gilt daher für die indexierte Literatur mit englischem Abstract mit hoher, für rein chinesischsprachige Quellen mit begrenzter Sicherheit.

**Kohorten: die Zigarette als Vergleichsmaßstab.** Die chinesischen Kohorten sind groß und stammen überwiegend aus andrologischen Ambulanzen, von Samenspendern, Frischvermählten und präkonzeptionell untersuchten Männern. Eine Querschnittsanalyse aus der Andrologie des West China Second University Hospital in Chengdu (3336 Männer, 2019 bis 2023) fand mit nichtlinearer Modellierung (kubische Splines, adjustiert für Alter, Karenzzeit und Jahreszeit) einen dosisabhängigen ungünstigen Effekt: Abnahme von Spermienkonzentration, Gesamtspermienzahl und Motilität bei mehr als 20 Zigaretten pro Tag oder mehr als 10 Jahren Rauchdauer [s12]. Fan et al. 2024 [s44] untersuchten 1938 infertile Männer (1067 Nichtraucher, 871 Raucher); bei primärer Infertilität lag die mediane Konzentration starker Raucher bei 59,2 gegenüber 68,6 Millionen pro Milliliter (p = 0,01), bei sekundärer Infertilität die mediane Progressivmotilität bei 44,7 gegenüber 48,1 Prozent (p = 0,04). Ein maschinelles Lernmodell mit 5109 Männern nannte das Rauchen als wichtigsten Einflussfaktor für Volumen, Konzentration und Motilität, mit moderaten Gütemaßen (AUC 0,648 bis 0,697) [s79]. Eine Studie aus fünf Provinzen mit 727 Teilnehmern (421 Raucher, 306 Nichtraucher), erschienen in der chinesischsprachigen Zeitschrift Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi, fand nach Adjustierung ein Odds Ratio von 2,55 für auffällige Morphologie (95-%-KI 1,68 bis 3,88) [s197]. Die NMU-LIFE-Kohorte aus Nanjing mit 1631 gesunden fertilen Männern zeigte bei mindestens 10 Packungsjahren ein geringeres Volumen (β = −0,10; p = 0,001) und eine geringere Gesamtspermienzahl (β = −0,42; p = 0,037), aber eine höhere Gesamtmotilität (β = 6,02; p = 0,037) [s114]. Das ist ein Beispiel, dass selbst bei der Zigarette die Richtung nicht für alle Parameter einheitlich ist. Dasselbe gilt für die Chk1-Studie mit 841 Rauchern und 287 Nichtrauchern, in der Vitalität und Zink im Samenplasma bei Rauchern erhöht waren [s141], während eine andere Studie bei Rauchern niedrigeres Zink fand [s206], und für eine Untersuchung an 235 gesunden Männern, bei der die Routineparameter unverändert blieben und nur der Anteil früh apoptotischer Spermien erhöht war (8,1 gegenüber 6,8 Prozent; p = 0,039) [s215]. Eine Querschnittsanalyse mit Mendelscher Randomisierung (508 Teilnehmer) stützte einen ursächlichen Zusammenhang für Rauchen als Verhalten, nicht für ein einzelnes Nikotinprodukt [s04]. Der Umbrella-Review von Wang et al. 2026 (43 Studien, 67 Risikofaktoren, 249 Effektgrößen) bewertete 136 (54,6 Prozent) der Effektgrößen als „sehr niedrig“, 59 (23,7 Prozent) als „niedrig“ und 54 (21,7 Prozent) als „moderat“ und nennt Rauchen unter den Faktoren mit verminderter Samenqualität; Nikotinprodukte außer der Zigarette erwähnt sein Abstract nicht [s09]. Eine Metaanalyse mit 23 316 infertilen Männern und 40 934 gesunden Kontrollen berichtet für Rauchen ein Odds Ratio von 1,33 (95-%-KI 1,16 bis 1,53; I² = 79,2 Prozent) bei einem gemeinsamen Endpunkt aus Samenanomalien und sexueller Dysfunktion [s33].

**Nikotin allein, erhitzter Tabak und Arekanuss.** Stärker als in anderen Räumen ist hier das reine Nikotin im Tier- und Zellmodell vertreten, und zwar überwiegend aus chinesischen Gruppen. Das ist für Snus und Beutel die einzige indirekt einschlägige Evidenz, in der Nikotin vom Rauch getrennt wird. Berichtet werden Seneszenz spermatogonialer Stammzellen [s54], eine gestörte Blut-Hoden-Schranke mit Ferroptose [s64], Apoptose und verkürzte Telomere [s144], Veränderungen der Spermien-DNA-Methylierung mit teilweiser Rückbildung nach Nikotinstopp bei Mensch und Maus [s21] und in einer Pilotstudie an 40 Mäusen (0,75 mg/kg Nikotin täglich über 35 Tage) eine verringerte Nebenhodenspermiendichte und ein niedrigeres Serumtestosteron [s100]. Gegenläufig war ein Befund erhöhter Spermienbewegungsparameter bei nikotinbehandelten Mäusen [s156]. Dosis, Applikationsweg (meist Injektion), Zeitraum und Tierart unterscheiden sich von der Nutzung von Beuteln oder Kautabak. Auffällig ist, dass mehrere chinesischsprachige Arbeiten Schutzstoffe wie Melatonin und Taurin gegen Nikotinschäden prüfen [s119, s168]; das setzt einen Nikotinschaden als Ausgangsannahme voraus und ist kein unabhängiger Beleg. Nicht-nikotinische Rauchbestandteile können den Schaden mittragen: 5-Hydroxymethylfurfural schädigte bei Mäusen Hodenmorphologie und Spermatogenese ohne Änderung der Sexualhormone [s13]. Beim erhitzten Tabak fand ein 90-Tage-Versuch an Ratten bei der höchsten Dosis (50 µg/l Nikotinäquivalent) wie beim Zigarettenrauch weniger Spermien und niedrigeres Testosteron, bei den niedrigeren Dosen schwächere Wirkungen [s63]; eine systematische Übersicht von 48 Tierstudien fand, dass 28 geringere toxikologische Wirkungen erhitzter Produkte gegenüber Zigaretten stützten, während 20 fortbestehende Sicherheitsbedenken nannten, darunter Hodenschäden [s05]. Die jüngste chinesische Übersicht zu oralen Nikotinprodukten (Yang et al. 2026) beschreibt Klassifikation, schädliche Substanzen und Wirkungen auf Mundraum und Herz-Kreislauf-System; Spermien und Fruchtbarkeit erwähnt ihr Abstract nicht [s11]. Als regionale Parallele zum Kautabak dient die Arekanuss (Betel), verbreitet in Taiwan und Südchina, die kein Tabak ist: Arecolin senkte die Motilität menschlicher Spermien in vitro (30 Freiwillige) [s220], und die Alkaloide wirkten in absteigender Stärke Arecolin, Arecaidin, Guvacin [s198]. Humanstudien an Betelkauern wurden nicht gefunden.

**Fachzeitschriften, Register und Besonderheiten.** Ein erheblicher Teil der chinesischen Zigarettenliteratur erscheint in nicht PubMed-indizierten Zeitschriften (etwa Huanjing yu Jiankang Zazhi, Linchuang Miniao Waike Zazhi, Zhongguo Nankexue Zazhi) und ist über die üblichen westlichen Suchwege nicht erreichbar. Die Studien dazu sind in der Quellendatei nur mit Design und Stichprobengröße geführt: zum Beispiel 5447 Patienten einer Infertilitätsambulanz [s120], 1222 Samenspender in Anhui [s55] und 2431 Männer in Xiamen mit Bezug zu Spontanaborten der Partnerinnen [s200]. Eine dieser Arbeiten, eine Querschnittsstudie mit Gaschromatographie und Massenspektrometrie von Nikotin und Cotinin im Samenplasma bei 293 Männern in Ningbo, ist die einzige Studie dieser Gruppe mit direkter Nikotinmessung beim Menschen [s36]; ihre Ergebnisse waren nicht abrufbar. Doppelveröffentlichungen derselben Stichprobe in chinesischer und englischer Fassung kommen vor und dürfen nicht doppelt gezählt werden [s234, s230]. Eigene Register mit Produktangaben wurden nicht gefunden. Die Kohorten einer Klinikpopulation sind mit westlichen Populationen nur begrenzt vergleichbar, und Selektionseffekte sind wahrscheinlich. Die Einordnung, dass Snus und Nikotinbeutel in China kaum verbreitet seien und die Forschung sich deshalb auf Zigaretten, erhitzten Tabak, E-Zigaretten und lokal übliche gekaute Produkte konzentriere, ist eine Einordnung der Rechercheure und wurde in den abgerufenen Quellen nicht belegt.

**Erreichbarkeit.** Europe PMC war mit chinesischen Suchbegriffen nutzbar, die Treffer enthalten aber viel Rauschen. CQVIP-Detailseiten waren in einer früheren Runde lesbar; bei der Nachprüfung am 4. Oktober 2026 leiteten sie auch im automatisierten Browser auf eine Anmeldeseite um, eine Anmeldung erfolgte nicht. Deshalb stehen für 44 Quellen (vor allem die CQVIP-Arbeiten) nur Design und Stichprobengröße der Quellendatei, keine Effektgrößen. CNKI und Wanfang, die großen chinesischen Datenbanken, wurden nicht erreicht.

### Japanisch

**Umfang.** Elf Quellen tragen das Kennzeichen Japanisch: Humanstudien, Tier- und Zellstudien sowie Kongressabstracts. Zu Snus, Nikotinbeuteln, Kautabak und Wasserpfeife gibt es keine japanische Studie; die durchgesehenen Titel einer japanischen Trefferliste (27 Treffer) enthielten keine einschlägige Humanstudie.

**Die Tottori-Gruppe.** Die ältere Literatur wird von der Universität Tottori geprägt. Sofikitis et al. 1995 [s241] entnahmen linke Hodenbiopsien bei 49 Rauchern und 28 Nichtrauchern; Testosteron in der linken Hodenvene, in vitro Sekretion des androgenbindenden Proteins, Motilität, Anteil morphologisch normaler Spermien und Funktionstests waren bei Rauchern signifikant niedriger (die p-Werte sind im Abstract abgeschnitten). Das sind seltene invasive Hodengewebedaten beim Menschen, allerdings mit kleinen Gruppen. Im Rattenversuch von 1998 wurden 20 Ratten täglich eine Stunde dem Rauch von 20 Zigaretten ausgesetzt, 10 dem Rauch von 40 Räucherstäbchen und 10 dienten als Kontrolle; Nikotin und Cotinin waren nur in der Zigarettengruppe nachweisbar, und nur dort waren epididymale Spermienzahl, Motilität und Fertilität vermindert [s238]. Im In-vitro-Versuch mit Cotinin an menschlichen Spermien waren bei 400 oder 800 ng/ml Motilität, hypoosmotischer Schwelltest, Hyperaktivierung und Penetrationstest im Hamsteroozyten-Assay signifikant vermindert [s233]; das ist der einzige Hinweis der Sammlung auf einen Nikotinmetaboliten allein am menschlichen Spermium, mit Laborkonzentrationen. Hinzu kommen drei Kongressabstracts der Japanischen Urologischen Gesellschaft [s242, s240, s228], von denen in J-STAGE nur die erste PDF-Seite als Scan erreichbar war; Effektgrößen wurden nicht ausgewertet.

**Erhitzter Tabak als japanischer Schwerpunkt.** Jüngere japanische Arbeiten betreffen erhitzte Tabakprodukte. Nach pränataler Exposition gegenüber dem Aerosol von IQOS-Heat-Sticks war die Spermienproduktion männlicher Mäuse im Alter von fünf Wochen verringert, nach Referenzzigarettenrauch nicht; bei 15 Wochen waren laut Kongressabstract keine Effekte mehr nachweisbar [s102, s82]. Bei erwachsenen Männchen verschlechterte sich die Spermienbeschaffenheit, und die Spermatogenese war bei fünfmaliger, nicht bei einmaliger Exposition pro Woche betroffen [s82]. Das ist nach der Einordnung der Rechercheure von Bedeutung, weil erhitzte Tabakprodukte in Japan weit verbreitet sind; die Quellen belegen die Verbreitung selbst nicht.

**Weitere Arbeiten.** Eine Studie zu geprägter Methylierung bei 221 Spermienproben infertiler Paare fand bei 24,8 Prozent der Patienten Methylierungsveränderungen; aktuelles Rauchen und viel kohlensäurehaltige Getränke waren mit schwerer Oligozoospermie verbunden [s135]. Eine Studie zu Lebensstilberatung mit 402 männlichen Partnern mit auffälligem Erstspermiogramm nennt Rauchen bei 22,6 Prozent, chronischen Alkohol bei 47,0 Prozent und genitale Wärmebelastung bei 75,1 Prozent; nach der Beratung verbesserten sich Spermienparameter und DNA-Fragmentierung insgesamt, der Beitrag des Rauchverzichts ist nicht einzeln ausgewiesen, eine Kontrollgruppe fehlt [s56]. Im Mäusemodell war die nikotinische Rezeptoruntereinheit ε in Hoden und Spermien nachweisbar, und Acetylcholin und Nikotin unterdrückten die Akrosomreaktion [s89]; nach den Autoren hat Nikotin damit am Spermium einen direkten Angriffspunkt.

**Leitlinien, Register, Erreichbarkeit.** Japanische Leitlinien oder Register zu den gefragten Produkten wurden nicht gefunden. J-STAGE war erreichbar, aber Abstracts von Fachgesellschaftsbeiträgen lagen meist nur als gescannte erste PDF-Seite vor; der Abstract von Yoshida 2022 war lesbar. CiNii, das japanische Verzeichnis, wurde nicht systematisch durchsucht.

### Koreanisch

**Umfang.** Sechs Quellen tragen das Kennzeichen Koreanisch, fast alle sind englischsprachig publizierte Studien aus Korea. Fünf davon sind Humanstudien. Keine untersucht ein anderes Nikotinprodukt als Zigarette und E-Zigarette. Eine koreanischsprachige Abfrage in Europe PMC mit Begriffen für Snus, rauchlosen Tabak, Kautabak, Nikotinbeutel und Wasserpfeife in Kombination mit Spermien oder Samen lieferte 0 Treffer.

**Die E-Zigaretten-Kohorte.** Kim et al. 2025 [s26] verglichen in einer retrospektiven Kohortenanalyse bei IVF und ICSI (Mai 2022 bis Januar 2024) 151 Zigarettenraucher mit 145 E-Zigaretten-Nutzern. Die Lebendgeburtenrate war in der E-Zigaretten-Gruppe höher (55,86 gegenüber 41,06 Prozent; p = 0,011), das basale Prolaktin niedriger (13,02 gegenüber 13,84 ng/ml; p = 0,029) und die Spermienmotilität höher (p = 0,014); die Spermienkonzentration war dagegen in der Zigarettengruppe höher (81,55 gegenüber 71,78 Millionen pro Milliliter; p = 0,007). Eine Nichtraucher-Kontrolle fehlt, sodass sich die Befunde nicht als pathologisch deuten lassen; die Autoren betonen selbst, dass ihr Befund keine Befürwortung der E-Zigarette sei. Das ist, abgesehen von der dänischen Studie [s99], die einzige Studie dieser Recherche, die ein nicht verbranntes Nikotinprodukt beim Menschen mit Spermienparametern verbindet.

**Weitere koreanische Studien.** Bei 127 Kinderwunschpaaren waren 43,3 Prozent (55 von 127) der Männer und 10,2 Prozent (13 von 127) der Frauen im qualitativen Urin-Cotinintest positiv; die Spermienmerkmale unterschieden sich zwischen Cotinin-positiven und -negativen Männern nicht, die Spermienzahl war bei Cotinin-positiven sogar höher [s159]. Bei idiopathischer Infertilität (von 1073 Patienten wurden 193 analysiert, 72 mit normalem und 121 mit auffälligem Samen) waren Rauchanamnese und Alter Risikofaktoren für auffälligen Samen, Adipositas nicht [s179]. An 62 gesunden Männern war starkes Rauchen (mehr als 20 Zigaretten pro Tag) mit einer verminderten Spermienzahl verbunden, die Elektronenmikroskopie zeigte aber keinen Rauchereffekt auf die Ultrastruktur, wohl aber einen Alkoholeffekt [s194]. Eine Laborstudie an 50 gesunden Freiwilligen untersuchte Histonmethylierung nach Swim-up [s160]. Aus Korea stammt außerdem ein Mausversuch zu multigenerationalen Effekten mütterlicher Zigarettenrauchexposition: Die epididymalen Spermienzahlen sanken dosisabhängig bei der F1-Generation um 40 bis 60 Prozent und bei der F2-Generation um 23 bis 40 Prozent [s126].

**Leitlinien, Register, Erreichbarkeit.** Koreanische Leitlinien oder Register zu den Produkten wurden nicht gefunden. KCI, KoreaMed und DBpia ließen sich nicht systematisch durchsuchen; koreanische Treffer kamen ausschließlich über Europe PMC. Kautabak und Snus fehlen in der koreanischen Literatur der Sammlung ganz; ob sie in nationalen Verzeichnissen vorkommen, ist offen.

### Russisch

**Umfang und Schwerpunkt.** Dreizehn Quellen tragen das Kennzeichen Russisch (russischsprachiger Raum einschließlich Kasachstan). Sie liefern ausschließlich Zigarettenstudien und Übersichtsarbeiten. In keiner der gefundenen Arbeiten wird Snus, Kautabak, Nasvay (Nasswar) oder Wasserpfeife als Exposition mit Samenendpunkt untersucht. Suchen in CyberLeninka nach den russischen Begriffen für Wasserpfeife, Nasvay, Snus, Kautabak, Nikotinbeutel und rauchlosen Tabak in Kombination mit Fertilität, Sperma oder Ejakulat ergaben keinen einschlägigen Treffer. Elektronische Zigaretten oder Tabakerhitzer treten nur am Rand auf: In einer Fragebogen-Teilgruppe von 239 Männern eines Novosibirsker Kinderwunschzentrums rauchten 45,6 Prozent (n = 109), davon 92,7 Prozent Zigaretten und 7,3 Prozent elektronische Zigaretten; im Text „Aikos“ genannt, gemeint offenbar IQOS-Tabakerhitzer. Rauchlose Produkte wurden dort nicht erfasst [s65].

**Eigene Kohorten.** Die größte russische Studie ist die bevölkerungsbasierte Querschnittsstudie von Osadchuk et al. 2023 in Frontiers in Endocrinology mit 1222 jungen Männern (Median 23 Jahre) aus der multiethnischen Allgemeinbevölkerung in Novosibirsk: 450 Raucher, 772 Nichtraucher; die Raucher waren in mäßige (bis 10 Zigaretten täglich, n = 274) und starke Raucher (mehr als 10, n = 176) unterteilt [s59]. In der Gesamtgruppe hatten starke Raucher gegenüber Nichtrauchern weniger Volumen, Gesamtzahl, Konzentration und Beweglichkeit sowie mehr DNA-Fragmentierung und Teratozoospermie (p < 0,05). Beispielsweise lag die Gesamtspermienzahl bei 196,8 (Nichtraucher), 157,6 (mäßige) und 147,2 Millionen (starke Raucher), der DNA-Fragmentierungsindex bei 8,25, 10,11 und 14,66 Prozent, wobei er nur bei 245 der 1222 Teilnehmer gemessen wurde (n = 180, 36 und 29). Die Serumhormone LH, FSH, Testosteron und Östradiol unterschieden sich nicht signifikant. Das Alleinstellungsmerkmal der Studie ist der ethnische Vergleich: Die Verschlechterung der Samenwerte, des Seminalzinks und der DNA-Integrität fand sich nur bei rauchenden Slawen (n = 654); bei rauchenden Jakuten (n = 125) zeigte sich ein mäßiger Testosteronabfall und höhere Triglyzeride, bei Burjaten (n = 191) keine signifikante Änderung. Slawen rauchten allerdings intensiver, sodass die Rauchintensität mit der Ethnie vermengt ist; die Autoren vermuten unterschiedliche Aktivität des antioxidativen Systems im Seminalplasma, noch aufzuklären. Eine frühere Studie derselben Gruppe an 133 Freiwilligen (Durchschnittsalter 21,1 Jahre) fand keinen Effekt der Lebensstilfaktoren auf die Spermatogenese, aber bei mehr als 10 Zigaretten täglich ein höheres Serumtestosteron [s138].

Kleinere russische Arbeiten sind häufig Aktenanalysen. Grigorenko und Kutorova 2020 (Saratow) werteten 140 Akten von Männern mit pathologischem Spermiogramm aus und verglichen nach Ausschlüssen 41 Nichtraucher mit 46 Rauchern: Der Anteil normaler Formen war bei Rauchern niedriger (2,6 ± 0,31 gegenüber 3,88 ± 0,36 Prozent; p < 0,05), Konzentration, Beweglichkeit und Vitalität unterschieden sich nicht; die Arbeit ist als Konferenzthese in einem Absatz publiziert [s103]. Lesnikov et al. 2022 (Kemerowo) verglichen je 33 Raucher und Nichtraucher und fanden bei allen Parametern keine signifikanten Unterschiede; sie weisen selbst auf die kleine Stichprobe hin und darauf, dass im russischen Schrifttum solche Studien äußerst selten seien [s81]. Mit 33 pro Gruppe kann die Studie kleine Effekte nicht ausschließen. Epanchintseva und Selyatitskaya (1198 Männer eines Zentrums für Reproduktionsmedizin, 2014 bis 2020) nennen als Lebensstil in der Gruppe 73 Prozent Alkohol, 41 Prozent Rauchen und 17 Prozent Drogenkonsum; ein Ejakulatvergleich betraf nur den Alkohol (DNA-Fragmentierung 16,0 gegenüber 12,8 Prozent; p = 0,018), zum Rauchen selbst enthält die Arbeit keinen Spermavergleich [s65, s70]. Andreeva et al. 2015 (Moskau, 255 Männer) ist eine reine Prävalenzstudie: aktuell rauchten 38 Prozent, aufgehört hatten 27 Prozent, nie geraucht 35 Prozent; Spermaparameter fehlen [s167]. Aus Kasachstan (Almaty) berichten Alchinbaev et al. 2015 bei Rauchern mit mehr als 20 Jahren Rauchdauer (32 Männer) ein Testosteron von 1,65 ng/ml gegenüber einer altersbezogenen Norm von 2,0 ng/ml, ohne Spermaendpunkt [s166].

**Gen-Umwelt-Studien und Übersichten.** Aus Kursk stammen Fall-Kontroll-Studien (203 Fälle mit idiopathischer männlicher Infertilität, 227 fertile Kontrollen), in denen das Rauchen als Effektmodifikator dient: Das Risiko bei Trägern des CYP1A1-Genotyps 462Ile/Val war nur bei Rauchern erhöht (OR 1,91; 95-%-KI 1,01 bis 3,59), bei Nichtrauchern nicht (OR 1,58; 0,66 bis 3,76) [s189], und für den NAT2-Genotyp 590GA bei Zigarettenrauchern OR 1,71 (1,02 bis 2,87) [s182]. Die Konfidenzintervalle sind breit; es sind Pilotbefunde ohne Replikation. Gromenko et al. 2022 fassen in einer narrativen Übersicht Rauchen als mit Astheno-, Oligo- und Teratozoospermie verbunden zusammen und nennen den Effekt „reversibel“, weil er bei Ex-Rauchern nicht gefunden worden sei; der Volltext-OCR ist teils unlesbar [s80]. Belyi 2024 (Urologiia) schreibt, zur Wirkung von E-Zigaretten-Aerosol auf Hoden und Spermatogenese gebe es wenig klinische Daten, und die Ergebnisse erlaubten es nicht, Vapen als sichere Alternative zu bezeichnen; Snus oder Tabakerhitzer sind nicht Gegenstand [s42]. Eine Übersicht in Vestnik RAMN nennt Rauchen unter vielen Stressoren ohne eigene Zahlen [s161].

**Besonderheiten.** Rauchen kommt in den Kohorten oft zusammen mit hohem Alkoholkonsum vor (73 Prozent Alkohol gegenüber 41 Prozent Rauchen), und die Autoren betonen das Trinkmuster mit Spirituosen als eigenen Einfluss auf die DNA-Fragmentierung [s65]; das erschwert die Zuordnung der Effekte zum Tabak. Die Hormonbefunde sind nicht einheitlich: höheres Testosteron bei jungen Rauchern in Novosibirsk [s138], keine Testosteronänderung bei starken Rauchern in der Großstudie [s59], niedrigeres Testosteron in Kasachstan nach über 20 Rauchjahren [s166]. Übersichtsarbeiten stützen sich überwiegend auf westliche Literatur [s80]. Zwei sowjetische Arbeiten von Stekhun (1979, 1980) wurden nicht aufgenommen, weil ihr Inhalt nicht abrufbar war.

**Erreichbarkeit der Datenbanken.** CyberLeninka (Open Access) war über seine interne Suchschnittstelle nutzbar, die Artikelseiten liefern Abstract und OCR-Volltext, der aber teils schwer lesbar ist; die Webseite selbst ließ sich nicht auswerten, weil der Inhalt per Skript nachgeladen wird. eLIBRARY.ru war nicht erreichbar (fehlende Sitzung beziehungsweise Anmeldung). In Europe PMC lieferten kyrillische Suchwörter 0 Treffer; der Sprachfilter für Russisch lieferte 7 Treffer. Der Zugriff lief deshalb über Länder- und Institutionsfilter und englische Titel.

### Arabisch

**Umfang und Einordnung.** 31 Quellen tragen das Kennzeichen Arabisch. Es sind Zeitschriftenaufsätze aus arabischen Ländern, meist englischsprachig veröffentlicht; Studien in arabischer Sprache selbst waren über die erreichbaren Quellen nicht auffindbar. Gesucht wurde mit Ländern- und Institutionsfiltern für 18 arabische Staaten (Ägypten, Saudi-Arabien, Irak, Jordanien, Libanon, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Oman, Syrien, Libyen, Algerien, Tunesien, Marokko, Sudan, Jemen, Palästina, Bahrain). Der arabische Raum ist der einzige der angefragten Räume mit Humanstudien zur Wasserpfeife (Shisha, Hookah, Narghile, „Hubble-Bubble“) und zugleich der mit dem breitesten Spektrum an Rauchprodukten.

**Wasserpfeife: die jordanischen Kohorten.** Hamadneh, Al-Zenati und Banihani 2025 (Jordan University of Science and Technology) untersuchten in einer prospektiven Querschnittsstudie 558 Männer: 300 Zigarettenraucher, 95 Wasserpfeifenraucher und 163 Nichtraucher, mit Samenanalyse nach WHO 2021 [s24]. Das Ejakulatvolumen betrug bei Nichtrauchern 3,457 ± 0,1996 ml, bei Zigarettenrauchern 3,152 ± 0,182 ml (p = 0,1772 gegenüber der Kontrolle) und bei Wasserpfeifenrauchern 2,871 ± 0,150 ml (p = 0,0122 im Ergebnisteil, im Abstract p = 0,0097), also rechnerisch rund 17 Prozent weniger als bei Nichtrauchern (die Autoren nennen etwa 16,4 Prozent). Progressive Motilität (Zigarette, Wasserpfeife, Nichtraucher: 29,51, 28,4 und 32,47 Prozent), Spermienzahl (in derselben Reihenfolge 44,20, 41,88 und 47,48 Millionen pro Milliliter), Morphologie und Vitalität unterschieden sich nicht signifikant. Es gab keine Adjustierung für Störgrößen, und die Wasserpfeifengruppe war die kleinste; in dieser Stichprobe unterschieden sich auch Zigarettenraucher nicht von Nichtrauchern. Die Studie von Albeitawi et al. 2024 (Yarmouk-Universität, Tobacco Induced Diseases) bezog 761 Männer aus IVF-Laboren ein (108 Doppelraucher, 219 Wasserpfeifenraucher, 222 Zigarettenraucher, 212 Nichtraucher) und adjustierte für Alter, BMI, Bildung, Kinder, chronische Krankheiten, Varikozele, Hodenoperation, Infertilitätsdauer und Ursache [s38]. Es gab keinen signifikanten Unterschied bei Konzentration und progressiver Beweglichkeit; der Anteil normaler Formen war bei Zigaretten- wie Wasserpfeifenrauch niedriger. Der exponenzierte Regressionskoeffizient lag bei leichten Zigarettenrauchern bei 0,66, bei leichten Wasserpfeifenrauchern bei 0,66 und bei leichten Doppelrauchern bei 0,43 (95-%-KI 0,33 bis 0,55), bei starken Doppelrauchern bei 0,36 (0,24 bis 0,53). In der unadjustierten Analyse hatten Wasserpfeifenraucher die höchste Konzentration, was die Autoren selbst als der Erwartung widersprechend beschreiben und mit Selektion erklären, weil die Männer ohnehin wegen Infertilität kamen. Die Vorläuferstudie mit 104 Männern (54 Wasserpfeifenraucher, 50 Nichtraucher) fand numerisch niedrigere Werte ohne Signifikanz [s96]. Die Quellen zeigen auch, dass spätere größere Studien Effekte fanden, die die kleine zunächst nicht zeigte: beim Volumen [s24] oder bei der Morphologie [s38].

**Saudi-Arabien und Katar.** Eine Studie bei Varikozele in Saudi-Arabien (Jouf-Universität) mit 192 Patienten (100 mit Wasserpfeifenrauchen, 92 ohne Rauchen) nennt im Abstract einen signifikanten Testosteronabfall bei Wasserpfeifenrauchern (p = 0,05), gibt aber Zahlen an (2,83 ± 0,21 gegenüber 2,33 ± 0,07), die in Gegenrichtung liegen; die Angaben sind in sich widersprüchlich, die Berichtsqualität ist gering [s84]. Haik et al. 2019 (Katar-Universität, Tobacco Induced Diseases) verglichen in der Qatar Biobank 277 Wasserpfeifenraucher mit 264 Nichtrauchern (von 1000 männlichen Freiwilligen) und fanden nach Adjustierung keinen Unterschied bei Gesamttestosteron, freiem und bioverfügbarem Testosteron und SHBG; das Odds Ratio für niedriges Gesamttestosteron lag bei 0,83 (0,46 bis 1,49) bei leichten und 0,80 (0,43 bis 1,49) bei starken Wasserpfeifenrauchern [s112]. Es war eine Hormonstudie ohne Samenendpunkt, und die Konfidenzintervalle sind breit.

**Gaza.** Laqqan und Mitarbeiter (Islamische Universität Gaza) berichten sehr große Effekte. In der Studie mit 900 Samenproben (je 300 von Wasserpfeifenrauchern, starken Zigarettenrauchern und Nichtrauchern) lag die DNA-Fragmentierung bei 73,4 ± 13,4 Prozent bei Wasserpfeifenrauchern, 50,5 ± 18,9 Prozent bei Zigarettenrauchern und 9,3 ± 4,3 Prozent bei Nichtrauchern, das Protamindefizit bei 72,8, 51,7 und 15,3 Prozent (jeweils p < 0,001); die Autoren folgern, Wasserpfeifenrauchen sei schädlicher als Zigarettenrauchen [s57]. Der Abstract beschreibt die Transkription von PRM1, PRM2 und H2BFWT zugleich als erhöht bei Wasserpfeifenrauchern und als erniedrigt in den Rauchergruppen gegenüber Nichtrauchern, was ohne Volltext nicht aufzulösen ist. Eine zweite Studie mit 500 Proben (300 Hubble-Bubble-Raucher, 200 Nichtraucher) fand höhere Methylierung, höheres Protamindefizit und höhere DNA-Fragmentierung [s58]; eine dritte (Screening mit 15 gegenüber 15 Männern, Validierung mit 200 starken Zigarettenrauchern gegenüber 100 Nichtrauchern) fand Methylierungsunterschiede an den Genen PRICKLE2, ALS2CR12, ALDH3B2 und PTGIR [s75]. Die DNA-Fragmentierungswerte liegen weit über denen anderer Studien (zum Beispiel Mittel 14,66 Prozent bei starken Rauchern in [s59]); es fehlen im Abstract Angaben zu Rekrutierung, Verblindung, Störfaktoren und Dosis. Die Kombination hoher Probenzahlen und großer Effekte bei einer einzelnen Arbeitsgruppe verlangt unabhängige Bestätigung; ohne Replikation sollten die Ergebnisse nicht als gesichert gelten.

**Iran und Metaanalyse.** Aus dem Iran, einem persischsprachigen Raum und damit nicht arabisch, stammen zwei Arbeiten, die in den arabischen Abschnitt der Quellendatei fallen, weil sie die Wasserpfeife betreffen. Firouzabadi et al. 2024 (Yazd) verglichen 32 Wasserpfeifenraucher mit 52 Nichtrauchern; die Spermaparameter änderten sich nicht, die mRNA des antioxidativen Regulators NRF2 war bei Rauchern höher (p = 0,01) [s46]. Die Metaanalyse von Sepidarkish et al. 2025 [s31] ist oben im Abschnitt Englisch beschrieben; die Evidenzsicherheit ist durchgängig „sehr niedrig“, und ein Teil der eingeschlossenen Studien stammt von den hier besprochenen jordanischen und Gaza-Gruppen, sodass die Unabhängigkeit der Datenbasis begrenzt ist. Die Metaanalyse liefert keinen direkten Vergleich mit der Zigarette.

**Tierversuche.** Aus dem Oman stammen mehrere Mausversuche mit demselben Modell. Nach sechs Monaten Wasserpfeifenrauch (30 Minuten täglich) fielen Testosteron und Östradiol, LH stieg leicht, die antioxidativen Enzyme sanken, TNF-α und Interleukin-6 stiegen, der Durchmesser der Samenkanälchen war vermindert, und elektronenmikroskopisch zeigten sich abnorm geformte Spermien [s131]. Ein 30-Tage-Versuch zeigte ähnliche Veränderungen, die Gummi arabicum [s97] beziehungsweise Nootkaton [s108] milderten; pränatale und Laktationsexposition bei Ratten veränderten Hormonwerte der Nachkommen [s107, s83]. Alle stammen aus sehr wenigen Labors, und die Expositionen lassen sich nicht auf menschliche Sitzungen umrechnen.

**Rauchloser Tabak.** Shammah (Saudi-Arabien), Toombak (Sudan) und Naswar tauchten in der Suche nur in Toxikologie- und Schwermetallarbeiten auf, von denen nur Titel gesehen wurden. Eine Spermastudie beim Menschen wurde nicht gefunden. Es existiert ein Rattenversuch mit Shammah-Extrakt (Jazan, 2025), der in behandelten Hoden erweiterte Gefäße, Ödem und verminderte Spermatogenese beschreibt; Spermienzahl und Dosis nennt der Abstract nicht [s17]. Der Medwakh, eine kleine Rauchpfeife, ist ein Rauchprodukt und kein rauchloser Tabak; auch dazu fand sich keine Spermastudie.

**Zigarette als Vergleichsbasis und Hormone.** Al-Odat und Al-Fawaeir 2025 (Jordanien, 145 Raucher, 136 Nichtraucher) fanden ein Volumen von 2,14 ± 0,03 gegenüber 2,65 ± 0,02 ml (p < 0,001) und niedrigere Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie; die sehr kleinen Streuungen deuten auf Standardfehler hin, und die Testosteronzahlen tragen im Abstract eine nicht passende Einheit [s19]. Al-Matubsi et al. 2011 (Amman, 111 Männer gegenüber 93 Nichtrauchern) fanden niedrigere Konzentration und Beweglichkeit sowie höheres Testosteron und LH [s202], während Al-Turki 2015 (Dammam, 258 Patienten) ein niedrigeres Gesamttestosteron (383,8 gegenüber 422,5 ng/dl; p = 0,009) und eine niedrigere progressive Beweglichkeit fand [s152]. Das Testosteron war also bei Rauchern in einer saudischen und einer jordanischen Studie niedriger, in einer anderen jordanischen höher; bei Wasserpfeifenrauchern in Katar zeigte sich nach Adjustierung kein Unterschied. Hamad et al. 2014 (Riad und Saarland) nutzten mit dem Cotinin im Samen einen objektiven Expositionsmarker: 60,44 ± 31,32 gegenüber 2,01 ± 2,84 ng/ml bei 35 Rauchern und 19 Nichtrauchern [s177]. Aus Ägypten stammen Studien mit Blei, Arsen, Zink und Cadmium im Samenplasma bei Rauchern [s45, s69], aus Kuwait eine Studie an 125 rauchenden infertilen Männern mit Zinktherapie [s237] und eine Patientenserie mit 608 Männern [s95], aus dem Irak Studien aus Mosul und Diwaniya [s185, s136].

**Rauchstopp.** Ragheb et al. 2025 (Beni-Suef, Ägypten) beobachteten 60 Teilnehmer eines Rauchentwöhnungsprogramms mit Urin-Nikotin als Abstinenzkontrolle: Volumen 3,33, 3,88 und 4,34 ml, Konzentration 14,77, 17,71 und 19,27 Millionen pro Milliliter, progressive Beweglichkeit 20,7, 35,3 und 42,28 Prozent vor sowie drei und sechs Monate nach Rauchstopp (jeweils p < 0,001); eine Kontrollgruppe ohne Rauchstopp fehlt [s30]. Die Studie aus Diwaniya gab zusätzlich Antioxidanzien und hat keine Statistik im Abstract [s136]. Regression zur Mitte und saisonale Effekte sind nicht auszuschließen.

**Leitlinien, Zeitschriften, Besonderheiten.** Arabische Leitlinien zur männlichen Fruchtbarkeit mit Aussagen zu den Produkten wurden nicht gefunden. Eine Übersicht aus Beirut zu 63 Studien (2012 bis Juni 2024) aus der Region Östliches Mittelmeer hält fest, starke Raucher hätten schlechtere Samenqualität als regelmäßige Raucher, und die Evidenz zu Umweltfaktoren, Rauchen und Behandlungsergebnissen sei begrenzt und regional ungleich verteilt [s22]. Mehrere Arbeiten stammen aus einer arabisch-deutschen Kooperation mit Labor in Homburg beziehungsweise dem Saarland [s177, s67, s20]; deren Daten gelten für Patienten dieses Zentrums und nicht für die Bevölkerung der Herkunftsländer. Die Arbeiten erscheinen in Zeitschriften wie Andrologia, Tobacco Induced Diseases, Urology Annals, Reproduction and Fertility und Scientific Reports. Die Wasserpfeife ist hier nicht nur Exposition, sondern Alltagsgewohnheit; die Studien erfassen sie aber unscharf (Sitzungen pro Woche, Dauer, Tabak- und Kohleart, Doppelkonsum mit Zigaretten).

**Erreichbarkeit.** Arabische Originalartikel und die großen arabischen Datenbanken waren nicht erreichbar: Arab World Research Source (EBSCO) ließ keinen Verbindungsaufbau zu und ist kostenpflichtig, Mandumah leitete auf eine Anmeldeseite um, die Plattform ASJP (Algerien) ließ keinen Verbindungsaufbau zu, Google Scholar lieferte 403. Europe PMC lieferte für arabische Suchwörter und für den Sprachfilter Arabisch 0 Treffer. Crossref war erreichbar, arabische Suchbegriffe lieferten aber fast nur unpassende Treffer; vier Arbeiten aus arabischen Zeitschriften (Bagdad 2025, Al-Azhar 2023, Egyptian Journal of Hospital Medicine 2021, British Journal of Medical and Health Research 2020) ließen sich nicht mit Abstract abrufen, weil die Zeitschriftenseiten den Zugriff verweigerten, und wurden nicht aufgenommen. Die Aussagen zum arabischen Sprachraum beruhen daher auf englischsprachigen Arbeiten aus arabischen Ländern.

### Türkisch

**Umfang und Schwerpunkt.** 23 Quellen tragen das Kennzeichen Türkisch. Es gibt Zigarettenstudien in größerer Zahl, aber keine einzige Studie zu Wasserpfeife (Nargile), Snus oder Nikotinbeuteln mit Spermienendpunkt. Eine Suche in TR Dizin nach „nargile“, „nargile sperm“, „nargile infertilite“, „snus“, „çiğneme tütünü“ (Kautabak) und „nikotin poşet“ (Nikotinbeutel) lieferte Arbeiten zu Kohlenmonoxidvergiftung, Atemfunktion, Gefäßfunktion und Konsumverhalten, aber keine zur Fertilität. Zum rauchlosen Tabak „Maraş otu“ (Maraş-Pulver, Nicotiana rustica, Region Kahramanmaraş) fanden sich zahlreiche Arbeiten zu Mundschleimhaut, Kreislauf, Blasenkrebs, Knochendichte und Schwangerschaft, aber keine zur männlichen Fruchtbarkeit.

**Maraş-Pulver: nur indirekte Befunde.** Zwei Serumstudien sind aufgenommen, weil oxidativer Stress ein genannter Mechanismus der Spermienschädigung ist. Çelik et al. 2011 verglichen 21 Maraş-Konsumenten ohne Zigaretten, 27 reine Zigarettenraucher und 24 Kontrollen: Die Gesamtantioxidanskapazität war bei Maraş-Konsumenten niedriger als in beiden anderen Gruppen (p < 0,05), der oxidative Stressindex in beiden Konsumgruppen höher als bei den Kontrollen, ohne Unterschied zwischen Maraş und Zigarette [s203]. Atilla et al. 2017 (36 Maraş-Konsumenten, 32 Raucher, 30 Nichtraucher) fanden Serumtelomerase und Malondialdehyd bei Maraş-Konsumenten höher als bei Rauchern (p < 0,001) [s137]. Beide Arbeiten haben keinen Spermienendpunkt.

**Zigarettenstudien in zeitlicher Reihenfolge.** Fıçıcıoğlu et al. 2002 (Ankara; 122 Raucher, 102 Nichtraucher unter infertilen Männern) fanden bei Rauchern ein niedrigeres Volumen sowie niedrigere Spermienkonzentration und Gesamtzahl (p < 0,05), aber keine Unterschiede bei Beweglichkeit, Morphologie, hypoosmotischem Schwelltest und Akrosomreaktion [s229]. Özçakır et al. 2003 (117 Männer mit mindestens 10 Zigaretten täglich gegen 69 Nie-Raucher) fanden eine niedrigere, aber nicht signifikante Spermiendichte (38,5 ± 34,9 gegenüber 49,4 ± 38,2 Millionen pro Milliliter; p = 0,06), wobei der p-Wert bei kleiner Stichprobe eher für mangelnde Teststärke als für Wirkungslosigkeit spricht [s227]. Ozgur et al. 2005 (Antalya, 296 infertile Männer) fanden bei starken Rauchern mehr Flagellumanomalien und mehr aufgerollte Flagellen, aber einen höheren Anteil schnell vorwärtsbeweglicher Spermien als bei leichten Rauchern [s222]. Keskin et al. 2016 (Izmir; 356 von 762 befragten Patienten eingeschlossen) sahen nur bei mehr als 20 Packungsjahren ein niedrigeres Volumen (p = 0,009), alle anderen Parameter ohne Unterschied [s145]. Nursal et al. 2024 (1005 Männer mit Infertilitätsverdacht, 599 Raucher) fanden ähnliche Spermaparameter bei Rauchern und Nichtrauchern, bei einer Rauchdauer von 20 Jahren und mehr aber die niedrigste nicht-progressive Beweglichkeit und die höchste Immotilität; die Autoren nennen es die umfassendste türkische Studie zum Thema [s40]. Ein TÜBİTAK-Projektbericht (Özkavukcu et al. 2022) mit normozoospermen Spendern fand zwischen starken Rauchern und Nichtrauchern keine signifikanten Unterschiede bei Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie, Vitalität und DNA-Fragmentierung; die Fallzahl ist im Abstract nicht angegeben, und ein Hinweis auf Begutachtung fehlt [s72]. Eine Pilotstudie mit 13 normozoospermen infertilen Männern und 10 fertilen Kontrollen ist wegen der kleinen Fallzahl kaum verwertbar [s50]. Demirel und İrez 2020 (426 infertile Männer) ist sprachlich unklar und ohne Zahlenwerte [s98].

**Varikozele und Rauchen als Schwerpunkt.** Drei Arbeiten verbinden Rauchen mit Varikozele und Operationserfolg. Çimen et al. 2023 (378 Männer nach mikrochirurgischer Varikozelenoperation: 220 Nichtraucher, 52 Raucher mit weniger als 10 Zigaretten täglich, 106 mit mindestens 10) fanden, dass Konzentration und Beweglichkeit drei Monate nach der Operation in der Gruppe mit mindestens 10 Zigaretten täglich weniger zunahmen [s61]. Toprak et al. 2026 (182 Männer mit linksseitiger Varikozele) fanden bei 11 starken Rauchern niedrigere Konzentration (30,1 ± 42,3 Millionen pro Milliliter), Beweglichkeit und Normalform-Rate als bei Nichtrauchern (p < 0,01) und einen synergistischen negativen Effekt von Varikozelengrad und Rauchen [s08]; die Normalform-Rate von 30 bis 35 Prozent liegt weit über den üblichen Werten nach strengen Kriterien und deutet auf eine andere Morphologiebewertung hin. Aksakallı et al. 2024 (63 Männer mit primärer Infertilität nach Varikozelektomie: 27 Raucher, 36 Nichtraucher) fanden nach drei Monaten eine progressive Beweglichkeit von 28,11 ± 5,78 Prozent bei Nichtrauchern gegenüber 24,51 ± 4,24 Prozent bei Rauchern (p < 0,05) [s37]. Alle drei liefern Hinweise auf eine Dosis-Antwort-Beziehung, mit kleinen Starkraucher-Gruppen.

**Rauchstopp, Kryokonservierung, IVF und Tierversuche.** Kulaksiz et al. 2022 (Trabzon) verglichen in einer prospektiven kontrollierten Studie 48 infertile Männer mit Rauchstopp mit 42 Kontrollen (mindestens 20 Zigaretten täglich); nach mindestens drei Monaten stiegen Volumen (2,48 auf 2,90 ml; p = 0,002), Konzentration (18,45 auf 22,64 Millionen pro Milliliter; p = 0,001) und Gesamtzahl (45,04 auf 65,1 Millionen; p < 0,001), Beweglichkeit und Morphologie ohne Signifikanz [s74]. Der Rauchstopp beruht auf Selbstauskunft, Regression zur Mitte ist möglich. Aydın et al. 2013 (40 normozoosperme Freiwillige) fanden nach Einfrieren und Auftauen bei Rauchern eine deutlich stärkere Zunahme der DNA-Fragmentierung [s186]. In einer IVF-Studie, in der der Raucherstatus anhand von Cotinin bestimmt wurde (118 Nichtraucher, 96 Raucher unter den Männern), hatte das Rauchen des Mannes keinen signifikanten negativen Effekt auf die IVF-Ergebnisse [s176]; die Autoren verweisen darauf, dass die IVF natürliche Selektionsbarrieren umgeht. Tiske und Özgü-Erdinç 2026 (327 IVF-Paare) fanden Rauchen beider Partner multivariat unabhängig mit geringeren Lebendgeburtschancen verbunden, ohne Spermaparameter [s07]. An Tierversuchen sind Rattenstudien zu Zigarettenrauch mit Schutzstoffen (Resveratrol, CAPE) [s205, s225], eine Studie mit Zigaretten- und E-Zigaretten-Rauch, die ungeordnete Samenkanälchen, aber keinen Unterschied bei Spermienzahl und Beweglichkeit zeigte [s60], und eine Studie zu intrauteriner Rauchexposition mit Sertoli-Zell-Apoptose bei einer sehr kleinen Kontrollgruppe (n = 6) aufgenommen [s184].

**Zeitschriften, Datenbanken und Besonderheiten.** Viele Arbeiten erscheinen in kleinen Fachzeitschriften mit zweisprachigem Abstract (Türkisch und Englisch) wie Androloji Bülteni, Türk Fertilite Dergisi, Fırat Tıp Dergisi und Türk Üroloji Dergisi und sind nur über TR Dizin sichtbar; in PubMed tauchen sie nicht auf. TR Dizin war über die Schnittstelle des neuen Portals erreichbar und liefert zweisprachige Abstracts, aber keinen Volltext. DergiPark war nicht erreichbar, weil die Suchseite eine Cloudflare-Prüfung anzeigt; Inhalte türkischer Zeitschriften wurden stellvertretend über TR Dizin gesucht. In Europe PMC lieferte der Sprachfilter für Türkisch 0 Treffer. Türkische Quellen liegen deshalb nur als Abstract vor. Die frühen Arbeiten (2002 bis 2005) fanden nur begrenzte Unterschiede, die neuere große Einzelstudie insgesamt ähnliche Werte mit Verschlechterung erst bei langer Rauchdauer. Türkische Leitlinien oder Register mit Produktangaben wurden nicht gefunden.

# Kapitel 05: Widersprüche, Grenzen der Evidenz, offene Fragen, praktische Einordnung, Glossar und Quellenverzeichnis

Dieses Kapitel ordnet ein, wo sich die Befunde zu Snus, Nikotinbeuteln, Kautabak, Wasserpfeife und Zigarette widersprechen, wie belastbar sie sind und was fehlt. Es enthält keine Therapieempfehlung und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Zitiert wird mit den Kennungen aus dem Quellenverzeichnis am Ende des Kapitels. Alle Zahlen stammen aus den Rechercheberichten zu dieser Studie und damit aus Abstracts oder frei zugänglichen Volltexten, die tatsächlich abgerufen wurden. Wo Abstract und Text einer Arbeit sich widersprechen, steht das ausdrücklich dabei.

## Widersprüche und ihre mögliche Erklärung

Die Literatur zu den fünf Produkten ist ungleich verteilt. Zur Zigarette liegen mehrere Metaanalysen vor, zur Wasserpfeife eine Metaanalyse und ein halbes Dutzend Querschnittsstudien, zu Snus vier Humanstudien mit Samenanalyse, zu Kautabak eine Handvoll überwiegend indischer Klinikstudien, zu Nikotinbeuteln keine einzige Humanstudie mit Spermien- oder Hormonendpunkt. Gerade bei dieser dünnen Datenlage ist es aufschlussreich, wo die vorhandenen Arbeiten einander widersprechen. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Widersprüche zusammen; die Abschnitte danach begründen sie im Einzelnen. Die genannten Erklärungen sind durchgehend Hypothesen. Kein einziger der hier besprochenen Widersprüche ist durch eine Studie aufgelöst worden, die ihn gezielt untersucht hätte.

| Widerspruch | Befunde dafür | Befunde dagegen | Naheliegende Erklärungen |
|---|---|---|---|
| Snus senkt die Spermienzahl | 24 % niedrigere Gesamtspermienzahl bei 109 Nutzern [s73]; schlechtere Werte bei 17 Nutzern in einer Kinderwunschklinik [s163] | Kein Zusammenhang mit Markern der Hodenfunktion [s99]; kein Zusammenhang bei 51 Nutzern [s216, nach der Darstellung in s73] | Geringe Teststärke, Patientenselektion, teilweise überlappende Kohorten, unterschiedliche Adjustierung |
| Snus erhöht das Testosteron | +3,0 nmol/l [s73]; höheres berechnetes freies Testosteron [s02]; höheres Gesamttestosteron bei Nutzern rauchlosen Tabaks [s113] | Kein Zusammenhang in [s99] und [s216] | Unterschiedliche Messgrößen, Querschnittsdesign, ungeklärte Richtung des Zusammenhangs |
| Kautabak schadet stärker oder schwächer als Rauchen | Kauer schlechter als Nicht-Kauer [s180]; Kauer mit geringerer Beweglichkeit und Zahl [s244] | Raucher stärker betroffen als Kauer [s48]; Kauer mit kürzerer Zeit bis zur Schwangerschaft als Raucher [s147] | Uneinheitliche Produkte, fehlende Kontrollgruppen, Begleitkonsum, Klinikpopulationen |
| Wasserpfeife verschlechtert Standardparameter | Geringeres Volumen [s24]; geringere normale Morphologie nach Adjustierung [s38, s31] | Keine Unterschiede bei Konzentration, Beweglichkeit und Zahl [s24, s96, s46, s31] | Kleine Gruppen, Adjustierung, Expositionsmessung, Selektion |
| Wasserpfeife ist schädlicher als die Zigarette | Sehr große Unterschiede bei DNA-Fragmentierung, Protamindefizit und Methylierung in Gaza [s57, s58] | Kein Unterschied zwischen beiden Produkten bei Standardparametern [s24, s38] | Eine einzige Arbeitsgruppe, nicht überprüfte Messwerte, Zielgrößen unterscheiden sich |
| Rauchen senkt die Spermienqualität | Metaanalysen mit niedrigerer Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie [s148, s110, s204, s243] | Große norwegische Kohorte ohne belastbaren Zusammenhang [s71]; keine Unterschiede in mehreren Einzelstudien [s81, s72, s227, s215] | Dosisschwellen, Studienpopulation, Deckeneffekte, Messfehler |

### Snus: ein Befund, der sich nicht wiederholt

Die größte Snusgruppe mit Samenanalyse stammt aus einer schwedischen Querschnittsstudie an jungen Männern aus der Allgemeinbevölkerung. Dort lag die Gesamtspermienzahl bei 109 Nutzern im Mittel bei 120 Millionen gegenüber 160 Millionen bei 411 Nichtnutzern, also 24 % niedriger (p = 0,03). Alle übrigen Samenparameter unterschieden sich nicht signifikant, auch nicht die Konzentration (47 gegenüber 57 Mio./ml; p = 0,10), die progressive Motilität (42 gegenüber 42 %) oder die normale Morphologie (8,3 gegenüber 8,7 %) [s73]. Eine dänische Studie mit 1221 jungen Männern, von denen 25 % Snus nutzten, fand für Snus keine Zusammenhänge mit Markern der Hodenfunktion, während tägliche Zigarettenraucher und tägliche Nutzer von E-Zigaretten eine niedrigere Gesamtspermienzahl hatten [s99]. Eine ältere schwedische Studie mit 302 Wehrpflichtigen lieferte nach der Darstellung der späteren Arbeit bei 51 Snusnutzern keinen Zusammenhang mit Spermienqualität oder Hormonen [s216, zitiert nach s73]. Dagegen fand eine kleine Studie an 62 Männern einer Kinderwunschklinik, in der nach der Darstellung von [s73] 17 Männer Snus nutzten, bei den Nutzern niedrigere Gesamtzahl, Konzentration und Zahl beweglicher Spermien [s163].

Mehrere Erklärungen kommen infrage, und sie schließen einander nicht aus.

1. Teststärke. Mit 51, 68 oder 17 Nutzern können kleine Effekte unentdeckt bleiben; mit 109 Nutzern ist die Chance größer, einen Unterschied zu sehen. Dass die Studie mit der größten Snusgruppe als einzige einen Unterschied in der Gesamtzahl fand, passt zu diesem Muster, beweist es aber nicht.
2. Überlappung. Die erste Kohorte der schwedischen Studie [s73] bestand aus Wehrpflichtigen aus der Untersuchung von Richthoff et al. [s216]. Die beiden Befunde sind also nicht unabhängig voneinander, und die Zahl der voneinander unabhängigen Studien mit Snusgruppe und Samenanalyse ist kleiner, als es die Literaturliste vermuten lässt.
3. Selektion. Die Autoren von [s73] erklären die auffälligeren Werte in der Klinikstudie [s163] mit der Patientenselektion: Männer in einer Kinderwunschklinik sind keine Stichprobe der Allgemeinbevölkerung.
4. Messung der Exposition. Nur die schwedische Studie nutzte Cotinin im Urin als objektiven Marker (im Mittel 3200 ng/ml bei 69 Nutzern gegenüber 590 ng/ml bei 290 Nichtnutzern). Cotinin war dort negativ mit der Gesamtspermienzahl verknüpft (p = 0,02 in der Tabelle, p = 0,03 im Text). Die Dosisangabe nach Snusdosen pro Woche, die nur bei 71 Nutzern vorlag, war dagegen nicht signifikant mit der Samenqualität verknüpft (p = 0,07) [s73]. Ein einzelner Cotininwert ist ein unsicherer Marker für eine langfristige Exposition.
5. Teilnahme. In der schwedischen Studie nahmen nur 305 von 2255 beziehungsweise 241 von 1618 eingeladenen Wehrpflichtigen teil [s73]. Ob die Teilnahme mit dem Konsumverhalten zusammenhing, ist nicht bekannt.

Bei der Zuordnung zum Tabak ist zusätzlich zu beachten, dass die Cotinin-Beziehung der schwedischen Studie sich nach Adjustierung für den Beruf der Mutter beziehungsweise das Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft um etwa ein Drittel abschwächte (36 beziehungsweise 38 %), der Unterschied zwischen Nutzern und Nichtnutzern in der Gesamtspermienzahl dagegen durch keine Zusatzadjustierung um mehr als 5 % [s73]. Die Autoren selbst rechnen den Befund mit einer in der Literatur berichteten Beziehung zwischen Spermienzahl und Schwangerschaftschance auf eine um etwa 10 % geringere Chance um; das ist eine Extrapolation und kein Studienergebnis [s73].

### Snus, rauchloser Tabak und Testosteron: eine widersprüchliche Hormonlage

Auffällig ist, dass mehrere Studien bei Nutzern oraler Tabakprodukte ein höheres Testosteron fanden. Bei Snusnutzern lag das Testosteron um 3,0 nmol/l höher (24 gegenüber 21 nmol/l; p < 0,001), das FSH um 1,7 IE/l höher (p = 0,04) [s73]. Eine nordschwedische Bevölkerungsstudie mit 6158 Nie-Rauchern fand bei Männern mit Snus ein höheres berechnetes freies Testosteron (exp(β) 1,04; 95-%-KI 1,01 bis 1,07), aber keine Samenparameter [s02]. In Pakistan war das Gesamttestosteron bei Nutzern rauchlosen Tabaks und bei Rauchern höher als bei Kontrollen, Kisspeptin nur bei den Nutzern rauchlosen Tabaks [s113]. Dem stehen die dänische und die ältere schwedische Studie gegenüber, in denen Snus nicht mit Hormonen zusammenhing [s99, s216]. Im Tierversuch fiel das Testosteron dagegen: bei Ratten unter rauchlosem Tabak präpubertär um 75,9 % und adult um 53,8 % [s154], bei Mäusen unter Gutkha, nicht unter Nikotin allein [s181].

Auch bei der Zigarette sind die Hormonbefunde uneinheitlich. Höheres Testosteron bei Rauchern fanden eine dänische Studie (Gesamttestosteron 6,2 % höher bei täglichen Rauchern) [s99], eine westsibirische Studie bei mehr als 10 Zigaretten täglich [s138] und eine jordanische Studie [s202]; eine positive Dosisbeziehung zu Testosteron und LH berichtete eine Analyse von sieben dänischen Studien [s218]. Niedrigeres Testosteron fanden eine jordanische Studie [s19], eine saudische Klinikstudie (383,8 gegenüber 422,5 ng/dl; p = 0,009) [s152] und eine kasachische Studie nach mehr als 20 Jahren Rauchdauer (1,65 gegenüber 2,0 ng/ml, ohne Kontrollgruppenvergleich im Abstract) [s166]. Keinen Unterschied fanden eine große russische Studie mit 1222 jungen Männern [s59] und bei Wasserpfeifenrauchern in Katar die Qatar-Biobank-Auswertung nach Adjustierung [s112]. Eine taiwanische Studie mit 3283 Männern berichtete für Rauchen und Alkohol zusammen höheres Testosteron (β = 0,81) [s88].

Mögliche Erklärungen: Alle Hormonbefunde sind Querschnittsmessungen, sodass offen bleibt, ob das Testosteron durch den Konsum steigt, ob Männer mit höherem Testosteron eher konsumieren oder ob beides von einem dritten Faktor abhängt. Die Autoren der pakistanischen Studie deuten ihre Befunde als Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse; diese Deutung geht über die gemessenen Querschnittswerte hinaus [s113]. Die Autoren der schwedischen Studie halten den FSH-Befund selbst für möglicherweise zufällig, weil eine dänische Studie mit rund 3500 Männern keinen Zusammenhang zwischen Rauchen und FSH fand [s73]. Zudem werden Gesamt-, freies und berechnetes freies Testosteron als Messgrößen gemischt; in der schwedischen Studie war das freie Testosteron nicht verändert (0,43 gegenüber 0,43; p = 0,81), das Gesamttestosteron schon [s73]. Im Tierversuch ist die Richtung eine andere: Das Testosteron fiel, während LH und FSH zunahmen [s154].

### Kautabak: gleiche Richtung, aber kein sauberer Vergleich

Alle Humanstudien zu Kautabak berichten schlechtere Spermienwerte bei stärkerem Konsum oder bei Kauern im Vergleich zu Nichtkonsumenten. Die Qualität der Vergleiche ist jedoch sehr unterschiedlich. In der größten Studie mit 638 Männern waren alle Teilnehmer Konsumenten, sodass nur ein Gradient innerhalb der Konsumenten gezeigt werden kann: Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie und Vitalität waren bei leichtem Konsum höher als bei mäßigem und dort höher als bei starkem; der Anteil azoospermer Männer stieg von 1 über 3 auf 14 %, der Anteil mit Oligoasthenoteratozoospermie von 2 über 8 auf 29 %, beides statistisch nicht signifikant [s223]. Eine Studie mit Kontrollgruppe nicht kauender Männer aus derselben Klinik (194 Kauer unter 642 Männern) fand bei Kauern eine um 18,9 % niedrigere Spermienzahl, eine um 23,4 % niedrigere Beweglichkeit, eine um 28,4 % niedrigere normale Morphologie und für die Teratozoospermie eine Odds Ratio von 8,4 (95-%-KI 4,9 bis 14,6); beim Vergleich intensiver mit weniger intensiven Kauern unterschied sich nur die normale Morphologie signifikant (OR 2,7) [s180]. Die älteste Studie fand bei Kauern eine niedrigere Beweglichkeit und Gesamtzahl, während der Abstract einen höheren Anteil abnormaler Formen nur bei Rauchern und Mehrfachkonsumenten nennt [s244].

Der eigentliche Widerspruch betrifft die Frage, ob Kauen oder Rauchen stärker wirkt. In einer Studie mit 98 Proben von Männern mit unerfülltem Kinderwunsch hatten 41 von 52 Nichtnutzern ein normales Spermiogramm, aber nur 2 von 17 Rauchern und 9 von 32 Kauern; nach den Autoren waren Zahl und Beweglichkeit bei Rauchern stärker reduziert als bei Nutzern rauchlosen Tabaks [s48]. Die US-amerikanische Paarkohorte mit 501 Paaren fand gegenüber Nie-Nutzern von Tabak für das Rauchen des Mannes eine längere Zeit bis zur Schwangerschaft (Fecundability Odds Ratio 0,41; KI 0,24 bis 0,68), dagegen für rauchlosen Tabak gegenüber Nie-Nutzern keine Verlängerung; gegenüber Rauchern war die Zeit bei Nutzern rauchlosen Tabaks kürzer (FOR 2,86; KI 1,47 bis 5,57) [s147]. Das ließe sich so lesen, dass Kautabak weniger stark wirkt als Rauchen; es widerspricht aber der Aussage der tierexperimentellen Arbeit, in der rauchloser Tabak stärker wirkte als Tabakrauch und Nikotin allein [s154]. Wie viel Gewicht die US-Kohorte trägt, ist unklar, denn nur 9 % der Männer nutzten Snuff und 2 % Kautabak, der Abstract nennt für die Gegenüberstellung mit Nie-Nutzern keinen Schätzer und Samenparameter wurden nicht gemessen [s147].

Naheliegende Erklärungen: Die Produkte unterscheiden sich (Gutkha, Khaini, getrocknetes Tabakblatt mit Betel, Kautabak ohne nähere Angabe), die Menge wird als Packungen oder Portionen pro Tag erfasst, fast alle Studien kommen aus Kinderwunschkliniken, und für Begleitkonsum und weitere Störgrößen ist im Methodenteil von [s180] keine Adjustierung beschrieben. Cadmium war in der US-Kohorte bei Rauchern höher als bei Nutzern rauchlosen Tabaks und bei Nie-Nutzern, und die Adjustierung für Cadmium schwächte den Zusammenhang mit dem Zigarettenrauchen ab [s147]; das ist ein Hinweis darauf, dass nicht jeder Bestandteil in jedem Produkt vorkommt, ein Beleg für einen Mechanismus ist es nicht.

### Wasserpfeife: unveränderte Standardwerte, auffällige Morphologie und extreme molekulare Befunde

Bei der Wasserpfeife widersprechen sich drei Ebenen. Auf der Ebene der konventionellen Samenparameter fand die größte jordanische Studie mit 558 Teilnehmern (300 Zigarettenraucher, 95 Wasserpfeifenraucher, 163 Nichtraucher) nur beim Ejakulatvolumen einen Unterschied zwischen Wasserpfeifenrauchern und Nichtrauchern (2,871 gegenüber 3,457 ml, rechnerisch rund 17 % weniger, die Autoren nennen 16,4 %; p = 0,0122 im Ergebnisteil, p = 0,0097 im Abstract); Zigarettenraucher (3,152 ml) unterschieden sich nicht signifikant von der Kontrolle, und zwischen den beiden Raucherarten lag p bei 0,2246 [s24]. Eine kleinere Studie mit 104 Männern fand keine signifikanten Unterschiede [s96], ebenso ein Vergleich von 32 Wasserpfeifenrauchern mit 52 Nichtrauchern [s46]. Eine größere Studie mit 761 Männern in Kinderwunschlaboren fand nach Adjustierung keinen Unterschied bei Konzentration und progressiver Motilität, aber eine niedrigere normale Morphologie bei beiden Raucherarten (exponenzierter Koeffizient bei leichten Wasserpfeifenrauchern 0,66, bei starken 0,81, bei leichten Zigarettenrauchern 0,66, bei starken 0,68) und die niedrigsten Werte beim Doppelkonsum (0,43 bei leichten, 0,36 bei starken Doppelrauchern) [s38]. Die Metaanalyse mit 191 Beobachtungsstudien fand für die normale Morphologie eine standardisierte Mittelwertdifferenz von −0,71 (−1,33 bis −0,10) und für die DNA-Fragmentierung von +3,36 (0,29 bis 6,43), dagegen keine signifikanten Unterschiede bei Volumen, Spermienzahl und Beweglichkeit; die Evidenzsicherheit nach GRADE war für alle diese Zielgrößen sehr niedrig [s31].

Auf der zweiten Ebene stehen die molekularen Marker. Bei 32 Wasserpfeifenrauchern mit normalen konventionellen Parametern waren DNA-Fragmentierung, Protamindefizit und anomale Chromatinkondensation gegenüber 30 Nichtrauchern signifikant häufiger (p < 0,0001) [s62]; die NRF2-mRNA war bei Wasserpfeifenrauchern höher, was die Autoren als mögliche Abwehrreaktion auf oxidativen Stress deuten [s46]. Auf der dritten Ebene stehen die Arbeiten aus Gaza: 900 Samenproben mit einer DNA-Fragmentierung von 73,4 ± 13,4 % bei Wasserpfeifenrauchern gegenüber 50,5 ± 18,9 % bei starken Zigarettenrauchern und 9,3 ± 4,3 % bei Nichtrauchern, dazu ein Protamindefizit von 72,8 gegenüber 51,7 und 15,3 % [s57], und in einer zweiten Arbeit mit 500 Proben ebenfalls höhere Methylierung, höheres Protamindefizit und höhere DNA-Fragmentierung bei Rauchern der Wasserpfeife (Hubble-Bubble) [s58]. Nur diese Studien kommen zu dem Schluss, die Wasserpfeife sei schädlicher als die Zigarette; die jordanischen Studien zeigen keinen klaren Unterschied zwischen beiden Produkten [s24, s38].

Gegen eine unkritische Übernahme der Gaza-Zahlen sprechen fünf Punkte. Erstens liegen die Werte weit über denen anderer Studien: die DNA-Fragmentierung betrug in der schwedischen Snusstudie 11 bis 12 % [s73], in der großen russischen Studie im Mittel 14,66 % bei starken Rauchern [s59] und in einer deutsch-arabischen Studie median 24,5 % bei starken Rauchern [s67]. Zweitens beschreibt der Abstract die Transkription von PRM1, PRM2 und H2BFWT zugleich als erhöht bei Wasserpfeifenrauchern gegenüber den anderen Gruppen und als erniedrigt bei allen Rauchergruppen gegenüber Nichtrauchern; dieser Widerspruch lässt sich ohne Volltext nicht auflösen [s57]. Drittens fehlen im Abstract Angaben zu Rekrutierung, Verblindung, Störgrößen und Dosis. Viertens stammen die großen Effekte bei hohen Probenzahlen von einer einzigen Arbeitsgruppe. Fünftens ist die Zielgröße eine andere als in den jordanischen Studien; dass Standardparameter unverändert und molekulare Marker verändert sein können, ist biologisch denkbar, zeigt sich aber auch in der kleineren iranischen Studie, wo die Effekte weit schwächer ausfielen [s62].

Zwei weitere Widersprüche sind Berichtsfehlern geschuldet. Die Arbeit zur Varikozele in Saudi-Arabien nennt im Abstract eine signifikante Abnahme des Testosterons in der Wasserpfeifengruppe (p = 0,05), gibt die Zahlen aber als 2,83 ± 0,21 gegenüber 2,33 ± 0,07 an, was einer Zunahme entspräche [s84]. In der jordanischen Studie mit 761 Männern widerspricht das unadjustierte Bild (Wasserpfeifenraucher mit der höchsten Konzentration, Nichtraucher mit der niedrigsten) dem adjustierten und der Erwartung, die Wasserpfeife enthalte mehr Toxine; die Autoren vermuten selektionsbedingte Einflüsse, weil die Männer ohnehin wegen Infertilität in die Labore kamen [s38].

### Zigarette: ein kleiner Mittelwerteffekt mit großer Streuung zwischen den Studien

Als Vergleichsmaßstab ist die Zigarette der am besten untersuchte Faktor, und doch ist auch hier das Bild nicht einheitlich. Die Metaanalyse von Sharma et al. mit 20 Studien und 5865 Teilnehmern fand bei Rauchern eine niedrigere Spermienkonzentration (−9,72 × 10⁶/ml; 95-%-KI −13,32 bis −6,12), eine niedrigere Beweglichkeit (−3,48 %; −5,53 bis −1,44) und eine niedrigere Morphologie (−1,37 %; −2,63 bis −0,11), bei infertilen Männern und starken Rauchern stärker [s148]. Bundhun et al. fanden bei 10 823 infertilen Männern häufiger eine Oligozoospermie (RR 1,29; 1,05 bis 1,59) und mehr morphologische Defekte (Mittelwertdifferenz 2,44), aber keinen Effekt auf die Beweglichkeit (RR 1,42; 0,97 bis 2,09) [s110]. Die ältere Metaanalyse mit 57 Studien fand für alle Parameter eine Verschlechterung, aber nicht für das Volumen in der Schweiz und im Iran und nicht für die Spermiendichte in den USA, Dänemark und Brasilien [s204]; eine noch ältere Analyse nannte eine um 13 % bis 17 % niedrigere Dichte bei Rauchern [s243]. Eine Metaanalyse zu Risikofaktoren der reproduktiven Dysfunktion nennt für das Rauchen eine Odds Ratio von 1,33 (1,16 bis 1,53; I² = 79,2 %) [s33]. Dagegen fand die norwegische MoBa-Kohorte mit 27 096 Männern keinen Zusammenhang zwischen „jemals geraucht“ und Infertilität, und die Rauchintensität war weder in der Regression noch in den Mendelian-Randomization-Analysen robust mit Infertilität verbunden [s71]; eine schwedische Studie mit 381 jungen Männern fand keinen Zusammenhang zwischen Urin-Cotinin und der DNA-Fragmentierung (11,1 gegenüber 11,8 %; p = 0,31) [s68].

Auch innerhalb einzelner Studien fallen die Richtungen auseinander. In der Nanjinger Kohorte mit 1631 gesunden fertilen Männern waren Volumen (β = −0,10) und Gesamtspermienzahl (β = −0,42) bei mindestens 10 Packungsjahren niedriger, die Gesamt- (β = 6,02) und die progressive Beweglichkeit (β = 5,52) aber höher [s114]. In chinesischen Studien war das Zink im Samenplasma bei Rauchern einmal erhöht [s141] und einmal erniedrigt [s206]. Bei 235 gesunden Männern in Chongqing unterschieden sich die Routineparameter nicht, aber der Anteil früh apoptotischer Spermien war bei Rauchern höher (8,1 gegenüber 6,8 %; p = 0,039) [s215]. Eine Studie bei Männern mit mindestens 10 Zigaretten täglich in der Türkei fand eine niedrigere Dichte ohne Signifikanz (p = 0,06) [s227]; eine türkische Studie mit 296 Männern fand bei starken Rauchern einen höheren Anteil schnell vorwärtsbeweglicher Spermien als bei leichten, aber mehr Flagellumanomalien als bei Nichtrauchern [s222]; in der größten türkischen Einzelstudie waren Spermienwerte bei Rauchern und Nichtrauchern insgesamt ähnlich, und nur bei einer Rauchdauer von 20 Jahren und mehr war die nicht-progressive Beweglichkeit am niedrigsten und die Immotilität am höchsten [s40]. In der großen russischen Studie zeigten sich Verschlechterungen nur bei rauchenden Slawen, nicht bei Burjaten oder Jakuten, wobei Slawen intensiver rauchten [s59].

Naheliegende Erklärungen sind erstens Dosisschwellen: Effekte zeigen sich vor allem bei mehr als 20 Zigaretten täglich, mehr als 10 Packungsjahren oder mehr als 20 Rauchjahren [s197, s114, s40, s145], sodass Studien mit überwiegend leichten Rauchern nichts finden können. Zweitens die Population: Bei fertilen oder normozoospermen Männern ist der Spielraum für messbare Verschlechterung kleiner (Deckeneffekt), etwa bei Spendern mit normalen Parametern, bei denen auch starkes Rauchen keine Unterschiede in Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie, Vitalität oder DNA-Fragmentierung zeigte [s72]; bei Kinderwunschpatienten wirken Selektionseffekte. Drittens die Teststärke bei kleinen Gruppen, etwa 33 Männer je Gruppe in [s81]. Viertens genetische und biochemische Unterschiede, etwa in der antioxidativen Kapazität, die die russische Gruppe als noch aufzuklärende Ursache der ethnischen Unterschiede nennt [s59]; ebenso Genvarianten, bei denen das Rauchen nur bei Trägern bestimmter Genotypen mit einem erhöhten Infertilitätsrisiko verbunden war [s189, s182, s190]. Fünftens die Messung: Das Rauchverhalten wird fast immer per Fragebogen erfasst. Und sechstens bleibt die Frage der Ursache offen: Die Querschnittsstudie mit Mendelscher Randomisierung stützt für das Rauchen als Verhalten einen ursächlichen Zusammenhang [s04], die norwegische Analyse mit Mendelian Randomization dagegen nicht [s71].

### Tierversuch und Zellmodell gegenüber Humandaten

Die Tierversuche liefern ein einheitlicheres Bild als die Humanstudien, und gerade das ist erklärungsbedürftig. Bei Ratten senkte rauchloser Tabak die Beweglichkeit um 89,0 % (präpubertär) und 86,4 % (adult) und die Spermienzahl um 89,9 % und 47,0 %; Tabakrauch senkte sie um 77,5 % und 71,1 % beziehungsweise 64,7 % und 64,9 %; Nikotin allein wirkte bei präpubertären Tieren (Beweglichkeit minus 82,2 %, Zahl minus 62,6 %), nicht bei adulten; die Morphologie änderte sich nicht [s154]. Bei Mäusen senkte Nikotin im Trinkwasser über acht Wochen Spermienkonzentration und Beweglichkeit [s21]; bei jungen Ratten veränderte Nikotin (0,6 mg/kg intraperitoneal über 28 Tage) Zahl, Beweglichkeit, Vitalität und Morphologie [s132]. Eine Gegenbeobachtung liefert eine Mäusestudie, in der Nikotin die Spermienbewegungsparameter erhöhte, was die Autoren mit einer Promoter-Hypomethylierung erklären; das passt zur höheren Motilität bei Rauchern in der Nanjinger Kohorte [s156, s114], ist aber nur eine Hypothese. In Rattenversuchen mit Zigaretten- und E-Zigaretten-Rauch veränderte sich der Hoden, nicht aber signifikant Spermienzahl und Beweglichkeit [s60]; bei erhitztem Tabak führte in einem 90-Tage-Versuch nur die höchste Dosis zu weniger Spermien und Testosteron, wie Zigarettenrauch [s63]; nach pränataler Exposition gegenüber erhitztem Tabak war die Spermienproduktion der Mäuse mit fünf Wochen verringert, nach Zigarettenrauch nicht [s102]. Eine systematische Übersicht von 48 Tierstudien zu erhitzten Tabakprodukten fand 28 Studien mit geringeren toxikologischen Wirkungen als bei Zigaretten und 20 mit fortbestehenden Sicherheitsbedenken, darunter Hodenschäden [s05].

Mögliche Erklärungen für die Diskrepanz zwischen Tier und Mensch: Die Tiere erhalten meist hohe Dosen auf Wegen, die vom Gebrauch im Mund oder vom Rauchen abweichen (Schlundsonde, Injektion); die Reversibilität wurde in [s154] nicht untersucht; die Dosen sind nicht auf menschliche Gewohnheiten umgerechnet; die Gruppen sind klein (sechs Tiere je Gruppe in [s154]); Publikationsverzerrung ist bei Tierstudien nicht auszuschließen. Außerdem testen mehrere Arbeiten Schutzstoffe gegen Nikotinschäden (Melatonin, Taurin, Vesikel aus Knochenmarkstammzellen, Icariin) und setzen damit den Schaden als Ausgangsannahme voraus [s119, s168, s66, s100]; sie sind kein unabhängiger Beleg. Dass nicht allein das Nikotin wirkt, zeigen die Befunde, in denen rauchloser Tabak stärker wirkte als Nikotin [s154] oder Gutkha, aber nicht Nikotin, Körpergewicht und Serumtestosteron senkte [s181], und der Befund zu 5-Hydroxymethylfurfural, das als reiner Stoff und als Fraktion des Rauchextrakts bei Mäusen die Hodenmorphologie schädigte, ohne die Sexualhormone zu ändern [s13]. Für Nikotinbeutel folgt daraus: Selbst wenn Nikotin im Tierversuch Hodenschäden auslöst, ist damit nicht gezeigt, was ein tabakfreier Beutel beim Menschen bewirkt.

### E-Zigarette und Nachbarprodukte

Für die E-Zigarette stehen sich eine koreanische IVF-Kohorte und eine dänische Bevölkerungsstudie gegenüber. In der koreanischen Studie mit 151 Zigarettenrauchern und 145 Nutzern von E-Zigaretten war die Lebendgeburtenrate bei den E-Zigaretten-Nutzern höher (55,86 gegenüber 41,06 %; p = 0,011), die Spermienkonzentration in der Zigarettengruppe höher (81,55 gegenüber 71,78 Mio./ml; p = 0,007), und die Beweglichkeit unterschied sich geringfügig (p = 0,014 im Abstract, p = 0,04 im Ergebnistext) [s26]. Die dänische Studie fand bei täglichen E-Zigaretten-Nutzern eine niedrigere Gesamtspermienzahl (91 gegenüber 147 Millionen) [s99]. Die koreanische Studie hatte keine Nichtraucher-Kontrolle, schloss unter anderem schwere Asthenospermie und Oligoteratozoospermie aus und ist retrospektiv; die Autoren betonen selbst, ihr Befund sei keine Befürwortung der E-Zigarette [s26]. Der Widerspruch erklärt sich damit weitgehend aus den Designs: eine Vergleichsgruppe aus Rauchern ohne unbelastete Referenz gegenüber einer Allgemeinbevölkerung mit Nichtnutzern.

### Rauchstopp: Verbesserung ohne Kontrollgruppe

Mehrere Studien fanden nach Rauchstopp bessere Werte, aber überwiegend ohne geeignete Vergleichsgruppe. In einem ägyptischen Rauchentwöhnungsprogramm mit 60 Teilnehmern stiegen Volumen (3,33 auf 4,34 ml), Konzentration (14,77 auf 19,27 Mio./ml), Gesamtzahl (49,33 auf 84,01 Millionen), progressive Beweglichkeit (20,7 auf 42,28 %) und Gesamtbeweglichkeit (41,48 auf 67,67 %) binnen sechs Monaten, die abnorme Morphologie sank von 69,32 auf 40,82 % (jeweils p < 0,001); es gab keine Kontrollgruppe ohne Rauchstopp [s30]. Die türkische Studie mit Kontrollgruppe (48 mit Rauchstopp, 42 Kontrollen) fand nach mindestens drei Monaten höheres Volumen (2,48 auf 2,90 ml; p = 0,002), höhere Konzentration (18,45 auf 22,64 × 10⁶/ml; p = 0,001) und höhere Gesamtzahl (45,04 auf 65,1 × 10⁶; p < 0,001), aber keine signifikante Besserung von Beweglichkeit und Morphologie [s74]. In China erreichten von 81 nachverfolgten Männern nur 19 (23,5 %) eine Reduktion um mindestens 70 %, und bei ihnen verbesserte sich nur die Akrosin-Aktivität signifikant [s49]. In der Nanjinger Kohorte unterschieden sich ehemalige Raucher nicht von Nie-Rauchern [s114]. Die Cochrane-Übersicht zur Lebensstilberatung vor der Zeugung (sieben randomisierte Studien, nur eine mit männlichen Partnern; Evidenz niedrig bis sehr niedrig) fand für kombinierte Beratung kaum Unterschiede bei Lebendgeburten (RR 0,93; 0,79 bis 1,10) und keine sichere Aussage zum Rauchstopp bei Männern (RR 1,01; 0,91 bis 1,12) [s86].

Mögliche Erklärungen: Ohne Kontrollgruppe lassen sich Regression zur Mitte, saisonale Effekte und Spontanschwankungen von Samenwerten nicht ausschließen; Teilnehmer eines Entwöhnungsprogramms sind selbst eine selektierte Gruppe; wo Antioxidanzien gleichzeitig gegeben wurden, ist die Wirkung nicht trennbar [s136]. Dass die Beratung kaum Wirkung auf die Lebendgeburt zeigt, während einzelne Studien Verbesserungen der Samenwerte berichten, ist kein logischer Widerspruch, denn Samenparameter und Lebendgeburt sind unterschiedliche Endpunkte, und die Beratung ist nicht dasselbe wie ein tatsächlich erreichter Rauchstopp.

### Leitlinien und Datenlage

Die Leitlinien sprechen zum Rauchen mit größerer Sicherheit, als die Studienlage hergibt. Der AUA/ASRM-Text benennt für einen kleinen Einfluss des Rauchens auf Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie „low quality evidence (due to high risk of bias)“ und hält fest, die DNA-Fragmentierung sei nicht gezielt untersucht worden [s90]. Die EAU führt das Rauchen unter den Lebensstilfaktoren mit verminderter Spermienqualität (Evidenzgrad 2a), stützt sich dabei auf die Metaanalyse mit 20 Studien und 5865 Teilnehmern und empfiehlt stark, infertile Männer zu informieren [s29]. Die WHO-Leitlinie begründet eine Kurzberatung für alle Tabaknutzer mit dem Zusammenhang zwischen Infertilität und Rauchen, hält das Infertilitätsrisiko durch Rauchen bei Frauen für höher als bei Männern und schließt rauchlosen Tabak, Vapes und E-Zigaretten ausdrücklich aus dem Geltungsbereich aus [s10]. Zu Snus, Kautabak, Nikotinbeuteln und Wasserpfeife enthalten der abgerufene AUA/ASRM-Webtext und das EAU-Kapitel nichts [s90, s29]. Der Widerspruch ist daher keiner im engeren Sinn: Die Leitlinien beantworten die Frage dieser Studie gar nicht, und aus ihrem Schweigen folgt weder Unschädlichkeit noch Schädlichkeit.

### Was die Widersprüche gemeinsam sagen

Drei Muster ziehen sich durch alle Abschnitte. Erstens hängen die Befunde stark von der Zielgröße ab: Gesamtzahl, Konzentration, Beweglichkeit, Morphologie, DNA-Fragmentierung und Hormone verhalten sich innerhalb derselben Studie oft unterschiedlich. Zweitens hängen sie von der Population ab: Bei Kinderwunschpatienten sehen Studien eher Effekte als bei gesunden Spendern. Drittens hängen sie von der Dosis ab, die in den meisten Studien nur grob erfasst ist. Wer einen einzelnen Befund (etwa „24 % weniger Spermien bei Snus“ oder „73,4 % DNA-Fragmentierung bei Wasserpfeifenrauchern“) isoliert zitiert, überschätzt deshalb die Sicherheit, mit der sich ein Produkt bewerten lässt.

## Limitationen der Evidenz

### Studiendesign und Kausalität

Fast alle Humanstudien zu den hier untersuchten Produkten sind Querschnittsstudien oder retrospektive Auswertungen von Klinikakten; randomisierte Studien gibt es nicht, und sie wären für eine schädigende Exposition auch nicht zu rechtfertigen. Kein Humandesign zu Snus, Kautabak oder Wasserpfeife erlaubt für sich einen ursächlichen Schluss. Ursache und Wirkung sind nur an zwei Stellen mit anderen Mitteln gestützt: durch Mendelsche Randomisierung für das Rauchen als Verhalten, nicht für ein einzelnes Produkt [s04], und durch Tierversuche, deren Übertragbarkeit offen ist. Dass dieselbe Methode in der norwegischen Kohorte keinen belastbaren Effekt fand [s71], zeigt, wie wenig auch sie die Frage entscheidet. Hinzu kommt, dass die Umbrella-Übersicht zu Risikofaktoren der Samenqualität (43 Studien, 67 Risikofaktoren, 249 Effektgrößen) 54,6 % der Effektgrößen als „sehr niedrig“, 23,7 % als „niedrig“ und nur 21,7 % als „moderat“ einstuft [s09]; die Evidenz zu Lebensstilfaktoren ist also insgesamt dünn, nicht nur die zu den hier untersuchten Produkten.

### Erfassung der Exposition

Die Exposition wurde meist per Fragebogen oder Aktenvermerk erfasst. Objektive Marker sind selten: Cotinin im Urin bei 396 Männern in der schwedischen Snusstudie [s73], Cotinin im Follikel- beziehungsweise Samenplasma in einer türkischen IVF-Studie [s176], Cotinin im Samen in einer kleinen Studie aus Riad [s177] und Urin-Nikotin zur Kontrolle der Abstinenz in einer ägyptischen Studie [s30]. Selbst Cotinin ist ein einmaliger Wert und spiegelt die jüngste Aufnahme, nicht die Gesamtgeschichte. Bei den einzelnen Produkten kommen eigene Probleme hinzu.

- Snus: Die Dosis wurde in der schwedischen Studie nur in der zweiten Kohorte erhoben (71 Nutzer), und die Snusinformation der älteren Studie wurde nachträglich per Telefon eingeholt [s73, s216].
- Kautabak: Die Menge wird als Packungen oder Portionen pro Tag angegeben, die Produkte sind uneinheitlich (Gutkha, Khaini, Tabakblatt mit Betel) [s180, s223].
- Wasserpfeife: Sitzungen pro Woche, Dauer, Tabak- und Kohleart sind kaum erfasst; Doppelkonsum mit Zigaretten ist häufig, die Wasserpfeifengruppen sind oft klein (95 in [s24], 32 in [s62] und [s46]) [s38].
- Nikotinbeutel: Es gibt keine Studie, die Beutel als Exposition erfasst. Eine Übersicht zu oralen Nikotinprodukten beschreibt die Datenlage als Kohortenstudien mit Schwerpunkt Mundhöhle und Herz-Kreislauf-System und spricht von „begrenzter Evidenz“ für gesundheitliche Auswirkungen der Beutel; ihr Abstract erwähnt weder Spermien noch Fruchtbarkeit [s11]. Eine Übersicht zu Lebensstilfaktoren und männlicher Urogenitalgesundheit nennt keine Zahlen und trennt Tabakprodukte nicht auf [s34].

### Selektion und Störgrößen

Die meisten Studien rekrutieren aus Kinderwunschkliniken, IVF-Laboren oder andrologischen Ambulanzen. In dieser Population ist die Frage, ob jemand wegen der Exposition oder aus anderen Gründen in der Klinik ist, nicht beantwortbar. Die Autoren der jordanischen Studie mit 761 Männern nennen selbst, dass die Ursache häufig nicht männlich war (ungeklärte Ursache 31,4 %, weibliche Ursache 30,6 %, männliche 23,1 %) und dass Nichtraucher möglicherweise Passivraucher oder Ex-Raucher waren [s38]. Störgrößen wie Zigarettenrauchen bei Snus- und Kautabaknutzern, Alkohol, Alter, Body-Mass-Index, Varikozele, Karenzzeit und Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft werden unterschiedlich berücksichtigt. Die schwedische Studie adjustierte für Zigarettenrauchen und Karenzzeit und prüfte viele weitere Faktoren in Sensitivitätsanalysen [s73]; die jordanische Dreiervergleichsstudie nutzte eine einfaktorielle Varianzanalyse ohne Adjustierung [s24]; die indische Studie mit 194 Kauern beschreibt keine Mehrgrößenadjustierung [s180]. Restconfounding durch Verhaltensfaktoren ist in allen Beobachtungsstudien nicht auszuschließen, wie es die Autoren der dänischen Studie selbst festhalten [s99]. Bei russischen Kohorten kommt die enge Kopplung von Rauchen und hohem Alkoholkonsum hinzu (73 % Alkohol, 41 % Rauchen) [s65, s70].

### Stichprobengröße und Teststärke

Die Gruppen zu den Nischenprodukten sind sehr klein: 17 Snusnutzer in der Klinikstudie [s163], 51 in der älteren Wehrpflichtigenstudie [s216], 68 tägliche Nutzer in der dänischen Studie [s99], 32 Wasserpfeifenraucher in zwei iranischen Studien [s62, s46], 54 in einer jordanischen [s96]. Fehlende Signifikanz bei solchen Gruppengrößen ist kein Beleg für Unschädlichkeit; ebenso wenig ist eine einzelne signifikante Abweichung in einer kleinen Gruppe belastbar, zumal viele Zielgrößen gleichzeitig geprüft werden, meist ohne Korrektur für Mehrfachtestung (so ausdrücklich für eine türkische Studie bemerkt [s145]). Die Metaanalyse zur Wasserpfeife beruht pro Spermienzielgröße auf nur drei bis sechs Studien, mit einer Heterogenität zwischen 83 und 99,7 % und einem Prädiktionsintervall für die Infertilität von 0,07 bis 36,80 [s31]; das Konfidenzintervall der Odds Ratio von 1,67 (1,05 bis 2,65) schließt den Wert 1 nur knapp aus.

### Zielgrößen und Messung

Samenparameter sind Surrogate, keine Fruchtbarkeit. Die klinische Bedeutung für die Fruchtbarkeit lässt sich aus Samenparametern allein nicht ableiten. Nur wenige Studien erfassen harte Endpunkte wie Zeit bis zur Schwangerschaft oder Lebendgeburt [s147, s26, s176, s07]. Die Samenanalyse selbst ist methodisch uneinheitlich: Die Studien nutzen unterschiedliche Fassungen des WHO-Handbuchs (2010 in vielen Arbeiten, 2021 in [s24]), verschiedene Morphologiekriterien (strenge Kriterien nach Kruger [s180]; eine Normalform-Rate von 30 bis 35 % in [s08] liegt weit über den üblichen Werten nach strengen Kriterien und deutet auf eine andere Bewertung hin), unterschiedliche Karenzzeiten und teils die Auswertung nur bei Teilgruppen (DNA-Fragmentierung bei 245 von 1222 Teilnehmern in [s59]). Die Sharma-Metaanalyse fand, dass das neue WHO-Handbuch die Effektstärke kaum änderte, außer bei der Morphologie [s148]; die Morphologie ist demnach der Parameter, bei dem die Messmethode am meisten ausmachte, und zugleich der Befund, der bei der Wasserpfeife am häufigsten auffällt [s38, s31].

### Berichtsqualität und Zahlenfehler

Viele der ausgewerteten Abstracts enthalten Widersprüche oder erkennbare Fehler. Wo sie in den Rechercheberichten festgestellt wurden, sind sie hier gebündelt, weil sie zeigen, dass Zahlen aus einem Abstract allein nicht als gesichert gelten können:

- In der schwedischen Snusstudie stehen in Tabelle 3 für DNA-Fragmentierung und progressive Motilität identische Werte, was auf einen Übertragungsfehler hindeutet; in Tabelle 1 trägt die Zeile „Rauchen“ einen Korrekturhinweis (Nutzer- und Nichtnutzerzahlen waren vertauscht) [s73].
- In der jordanischen Studie mit 558 Teilnehmern nennen Abstract und Ergebnisteil unterschiedliche p-Werte für das Volumen (0,0097 gegenüber 0,0122), der Abstract enthält Druckfehler („p = 8614“), und die Standardabweichung von Dauer und Sitzungszahl der Wasserpfeifenraucher ist identisch gedruckt [s24].
- Die Varikozele-Arbeit aus Saudi-Arabien widerspricht sich bei der Testosteronrichtung [s84].
- Die Gaza-Arbeit beschreibt die Transkription von Protamin- und Histongenen gegenläufig [s57].
- In der koreanischen IVF-Studie stehen für die Beweglichkeit p = 0,014 (Abstract und Tabelle) und p = 0,04 (Text) [s26].
- In der indischen Studie mit 98 Proben steht im Text „23 (3,4 %)“, in der Tabelle „23 (23,4 %)“ [s48].
- Weitere Unstimmigkeiten betreffen die Prozentwerte einer türkischen Varikozelestudie (die Angaben passen für 220 Männer nicht) [s61], die p-Wert-Angabe zur Schwangerschaftsrate [s37], die Einheit des Testosterons in [s19] und den Prozentwert zur Varikozele (507 von 608, im Abstract „86 %“) [s95]. Der Abstract einer weiteren türkischen Studie ist sprachlich unklar und nennt weder Zahlen noch p-Werte [s98].

### Abstract statt Volltext

Für die meisten Quellen lag nur der Abstract vor; Störfaktoren, Randomisierung oder Verblindung konnten nicht geprüft werden. Bei mehreren zentralen Arbeiten, darunter der dänischen Snusstudie [s99], der nordschwedischen Studie [s02] und der Gaza-Arbeit [s57], war der Volltext nicht frei abrufbar. Besonders schwer wiegt die Lage bei den chinesischsprachigen Quellen: Bei 44 von 122 Quellen dieses Sprachraums (41 chinesische Artikel aus der Plattform CQVIP und drei japanische Kongressseiten) waren die Ergebnisse bei der Nachprüfung am 4. Oktober 2026 nicht mehr abrufbar; dort stehen nur Design und Stichprobengröße. Das betrifft auch die Tierstudien zu entnikotinisiertem Rauchextrakt gegenüber Nikotin, die den methodisch direktesten Vergleich zur Frage lieferten, welcher Anteil dem Nikotin zukommt [s151, s173]. Ihr Ergebnisteil liegt nicht vor.

### Abhängigkeit zwischen Studien

Die Zahl der Quellen ist nicht die Zahl unabhängiger Befunde. Die erste Kohorte der schwedischen Snusstudie überlappt mit der älteren Wehrpflichtigenstudie [s73, s216]. Zwei Shandong-Veröffentlichungen beschreiben nach den Abstracts dieselbe Stichprobe und dürfen nicht doppelt gezählt werden [s234, s230]. Die kleine jordanische Wasserpfeifenstudie betrifft nach dem Rechercheprotokoll dieselbe Gruppe wie die spätere große [s96, s38]. Mehrere Arbeiten zu Methylierung und Chromatin aus Gaza stammen von einer Arbeitsgruppe [s57, s58, s75]. Die Tierversuche zum Wasserpfeifenrauch stammen aus einer einzigen Arbeitsgruppe beziehungsweise sehr wenigen Labors [s131, s97, s108, s153]. Ein Teil der Studien, die in die Wasserpfeifen-Metaanalyse eingingen, stammt von denselben Gruppen aus Jordanien und Gaza, sodass auch deren Datenbasis nicht vollständig unabhängig ist [s31]. Ob die beiden Referenzwertstudien aus Guangdong überlappende Probanden enthalten, ist aus den Abstracts nicht erkennbar [s164, s188].

### Geografische und sprachliche Verzerrung

Die Literatur zu rauchlosem Tabak kommt aus Indien, Pakistan und Schweden, die zur Wasserpfeife aus Jordanien, Saudi-Arabien, Katar, Iran und Gaza, die zur Zigarette in großer Zahl aus China, der Türkei und Russland. Praktisch die gesamte belastbare Evidenz erscheint auf Englisch. Im deutschen Sprachraum gibt es keine Primärstudie zu den Produkten; deutschsprachig zugänglich ist nur die S2k-Leitlinie, bei der nur der Abstract abrufbar war und ohne Aussage zu Tabak [s115]. Im chinesischen, japanischen und koreanischen Sprachraum gibt es keine Humanstudie zu Snus, Nikotinbeuteln, Kautabak oder Shisha; die Aussage gilt für die indexierte Literatur mit englischen Abstracts mit hoher, für rein chinesischsprachige Quellen mit begrenzter Sicherheit. Auch im russischen, türkischen und arabischen Sprachraum fand sich keine Studie zu Snus, Nikotinbeuteln oder Kautabak. Arabischsprachige Originalartikel und die großen arabischen Datenbanken waren nicht erreichbar; die Aussagen zum arabischen Sprachraum beruhen auf englischsprachigen Arbeiten aus arabischen Ländern. SciELO, LILACS und Cairn waren nicht abrufbar und können zusätzliche regionale Arbeiten enthalten. Die Übertragbarkeit auf Mitteleuropa ist nicht gesichert, besonders nicht für die südasiatischen Mischprodukte.

### Übertragbarkeit von Tier- und Zellversuchen

Bei den Tierversuchen sind die Applikationswege (Schlundsonde, subkutane oder intraperitoneale Injektion, Inhalation in einer Glasglocke) mit dem Gebrauch eines Beutels oder von Kautabak nicht vergleichbar. Dosen sind nicht auf menschliche Gewohnheiten umgerechnet, die Gruppen klein, und signifikant waren vielfach nur die höheren Dosen [s154, s63]. Zellversuche mit Nikotin (100 ng/ml an Spermien von 30 gesunden Männern [s133]) oder Cotinin (400 oder 800 ng/ml über 8 Stunden [s233]) zeigen, dass Nikotin und sein Abbauprodukt am Spermium angreifen können, sagen aber nichts darüber, welche Konzentration aus Snus, Beuteln oder Wasserpfeife den Hoden erreicht. Bei zwölf rauchenden Freiwilligen waren Nikotin und Cotinin in Spermien ähnlich hoch wie im Plasma [s140]; das ist ein Hinweis auf Erreichbarkeit, keine Aussage über Schaden. Dass die Nikotinfreisetzung aus Beuteln der aus Snus entspricht, ist nicht belegt, weil Beutel keinen Tabak enthalten.

### Grenzen dieser Recherche

Die Recherche nutzte Europe PMC, die NCBI-E-utilities (die PubMed-Webseite selbst ist gesperrt) und einzelne Fachplattformen. CNKI, Wanfang, eLIBRARY.ru und DergiPark waren nicht erreichbar, KCI, KoreaMed, DBpia und CiNii wurden nicht systematisch durchsucht. Aufgenommen wurden nur Quellen, von denen mindestens ein Abstract abgerufen wurde. Ein negativer Befund der Suche, etwa „keine Humanstudie zu Nikotinbeuteln“, ist kein Beleg für Unschädlichkeit, sondern zeigt nur, dass in den durchsuchten Quellen nichts gefunden wurde. Der Suchstand ist der 4. Oktober 2026.

## Offene Forschungsfragen

Die folgenden Fragen ergeben sich aus den Lücken der Evidenz. Sie sind keine Behauptungen über Ergebnisse, sondern beschreiben, was nach dem vorliegenden Stand weder beantwortet noch gezielt untersucht ist.

1. Nikotinbeutel und Spermienqualität. Es gibt keine einzige Humanstudie zu Nikotinbeuteln mit Spermien-, Hormon- oder Fruchtbarkeitsendpunkt [s11]. Offen ist, ob und wie weit sich die Befunde zu Snus [s73, s99] oder zu reinem Nikotin im Tierversuch [s154, s132] übertragen lassen, denn Beutel enthalten keinen Tabak, und die Nikotinfreisetzung ist nicht mit Snus gleichzusetzen. Sinnvoll wären Querschnittsstudien mit Cotinin als Expositionsmarker an Nutzern, die ausschließlich Beutel konsumieren, und der direkte Vergleich mit Snusnutzern und Nichtnutzern.
2. Replikation der Snusbefunde. Die Gesamtspermienzahl war bei Snusnutzern in nur einer Studie niedriger [s73]. Offen ist, ob der Befund in unabhängigen Kohorten mit größerer Nutzerzahl wiederkehrt, ob er sich auf die Gesamtzahl beschränkt oder auch Konzentration und Morphologie betrifft, und ob er sich mit höherer Dosis verstärkt (die Dosisbeziehung war mit p = 0,07 nicht signifikant) [s73].
3. Richtung und Mechanismus des Testosteronbefunds. Mehrere Studien fanden bei Nutzern oraler Tabakprodukte ein höheres Testosteron [s73, s02, s113], andere nicht [s99, s216]. Offen ist, ob dies auf einer Wirkung des Nikotins, auf Verhaltensunterschieden oder auf Messartefakten beruht. Längsschnittdaten mit wiederholten Messungen von Gesamt-, freiem Testosteron und SHBG, kombiniert mit Samenparametern, würden hier mehr leisten als weitere Querschnitte.
4. Dosismessung statt Selbstauskunft. Studien zu Kautabak, Snus und Wasserpfeife brauchen objektive Expositionsmarker (Cotinin, Nikotin, Schwermetalle wie Cadmium, das in [s147] eine Rolle spielte) und eine definierte Produktart. Offen ist, welche Inhaltsstoffe tragen: Der Tierbefund, dass rauchloser Tabak stärker wirkte als Nikotin allein [s154] und dass Gutkha, aber nicht Nikotin, Serumtestosteron senkte [s181], weist darauf hin, dass Nikotin allein die Wirkung nicht erklären muss.
5. Wasserpfeife: unabhängige Replikation der molekularen Befunde. Die sehr großen Unterschiede bei DNA-Fragmentierung, Protamindefizit und Methylierung [s57, s58] bedürfen der Bestätigung durch unabhängige Gruppen mit offengelegter Rekrutierung und Messmethode. Ebenso offen ist der direkte Vergleich mit der Zigarette bei gleicher Methodik, bei dem die vorliegenden Arbeiten zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen [s24, s38, s57].
6. Wasserpfeife in anderen Regionen. Die Humanstudien stammen aus dem Nahen Osten, dem Golfgebiet und dem Iran. Studien aus anderen Regionen fehlen; ob die Befunde übertragbar sind, ist unbekannt.
7. Kautabak mit Kontrollgruppe. Die größte Kautabakstudie hat keine Nichtkonsumenten als Vergleich [s223]. Gebraucht werden Studien mit nicht exponierter Vergleichsgruppe aus derselben Population, mit Adjustierung für Begleitkonsum und mit Aufschlüsselung nach Produktart (Gutkha, Khaini, Betel-Tabak-Mischungen).
8. Von Samenparametern zu Fruchtbarkeit. Die meisten Studien messen Surrogate. Offen ist, ob die berichteten Unterschiede in Zahl und Morphologie sich auf Zeit bis zur Schwangerschaft oder Lebendgeburt auswirken. Die US-Paarkohorte [s147] und die IVF-Studien [s26, s176, s07] zeigen, wie solche Endpunkte erfasst werden könnten, haben aber für rauchlosen Tabak zu wenige Fälle.
9. Reversibilität und Wechsel des Konsums. Es gibt keine Längsschnittstudie zu Snus oder Wasserpfeife mit Wechsel des Konsums, und die Rauchstoppstudien haben meist keine ausreichenden Kontrollgruppen [s30, s49, s74]. Offen ist, ob und in welchem Zeitraum sich Samenparameter nach Absetzen von Snus oder Beuteln ändern und ob ein Wechsel von der Zigarette zu einem anderen Produkt die Werte ändert.
10. Wechselwirkung mit Genetik und anderen Belastungen. Dass Rauchen nur bei Trägern bestimmter Genvarianten mit einem höheren Infertilitätsrisiko verbunden war [s189, s182, s190] oder dass sich der Effekt nur bei einer ethnischen Gruppe zeigte [s59], deutet auf Effektmodifikatoren hin. Welche das sind und ob sie für die anderen Produkte gelten, ist unbekannt; ebenso das Zusammenwirken mit Varikozele [s08, s61] und mit Schwermetallen [s45, s69].
11. Epigenetik und Nachkommen. Befunde zu Methylierungsänderungen in Spermien und zu Folgen in der nächsten Generation stammen aus Tierversuchen und kleinen Humanstudien zur Zigarette und zu Nikotin [s76, s21]. Ob rauchlose Produkte oder Beutel vergleichbare Veränderungen erzeugen, ist nicht untersucht.
12. Direkte Vergleiche in einem Design. Notwendig sind Studien, die Zigarette, Snus, Beutel, Kautabak, Wasserpfeife und E-Zigarette in derselben Stichprobe mit derselben Methodik und Cotinin-Verifizierung erfassen. Nur wenige Arbeiten vergleichen überhaupt zwei Produkte [s99, s216, s24, s38, s26]; ob ein Produkt mehr oder weniger Schaden verursacht als die Zigarette, lässt sich nach heutigem Stand nicht sagen.
13. Leitlinien. Die Leitlinien äußern sich zum Rauchen, nicht zu den hier betrachteten Produkten; die WHO schließt rauchlosen Tabak ausdrücklich aus [s10]. Eine Evidenzsynthese mit GRADE-Bewertung für Snus, Nikotinbeutel und Kautabak liegt nicht vor. Eine Cochrane-Übersicht zu Rauchen oder Tabakprodukten und Spermienqualität wurde nicht gefunden.

## Praktische Einordnung

Dieser Abschnitt ordnet die Befundlage ein. Er enthält keine Therapieempfehlung, keine Handlungsanweisung und keinen Ersatz für Diagnostik. Wer ein Anliegen zur Zeugungsfähigkeit hat, kann es nur im Gespräch mit Ärztinnen oder Ärzten klären, die den Einzelfall kennen.

### Was die Datenlage hergibt

- Zigarette: Die Metaanalysen stützen einen im Mittel kleinen bis mäßigen Zusammenhang mit schlechterer Spermienqualität [s148, s110, s204, s243], der in Kohorten und genetischen Analysen nicht durchgängig wiederzufinden ist [s71, s68, s114]. Die Zigarette dient als Vergleichsmaßstab; selbst bei ihr ist der Effekt nicht einheitlich.
- Snus: Die Befundlage ist gemischt. Eine Studie fand eine niedrigere Gesamtspermienzahl [s73], zwei Studien keine Zusammenhänge [s99, s216], eine kleine Klinikstudie schlechtere Werte [s163]. Mehr lässt sich nicht sagen, und auch die Aussage „Snus ist weniger schädlich als die Zigarette“ lässt sich aus diesen Studien weder belegen noch widerlegen.
- Kautabak: Die Richtung ist in allen Humanstudien gleich, aber methodisch schwach [s180, s223, s48, s244]. Die Stärke der Beziehung lässt sich wegen der Designs nicht seriös beziffern.
- Nikotinbeutel: Zu Spermienqualität, Hodenfunktion oder Fruchtbarkeit gibt es keine Daten. Eine Aussage über Nikotinbeutel ist auf Grundlage der abgerufenen Quellen nicht möglich. Das heißt weder „unbedenklich“ noch „schädlich“, sondern „unbekannt“.
- Wasserpfeife: Die Befunde sind widersprüchlich, die Evidenz hat sehr niedrige Sicherheit [s31]. Am ehesten wiederholt sich ein Hinweis auf geringere normale Morphologie und höhere DNA-Fragmentierung [s38, s31, s62]; konventionelle Parameter blieben in mehreren Studien unverändert [s24, s96, s46].
- Ob eines dieser Produkte weniger oder mehr Schaden verursacht als die Zigarette, lässt sich aus den Studien nicht beantworten: Es gibt nur wenige direkte Vergleiche, sie kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen [s99, s216, s24, s38, s57, s26], und kein Design ist randomisiert.

### Wie sich einzelne Meldungen lesen lassen

Meldungen wie „24 % weniger Spermien“ oder „73,4 % DNA-Fragmentierung“ sind Gruppenunterschiede im Querschnitt, keine Vorhersagen für einzelne Männer. Bei der schwedischen Snusstudie betraf der Unterschied die Gesamtzahl, nicht die Konzentration, und das Volumen war bei den Nutzern sogar etwas höher (2,8 gegenüber 2,6 ml; p = 0,33) [s73]. Wer die Zahl auf einzelne Personen bezieht, überschreitet, was die Studie zeigt. Ebenso gilt: Dass in einer Studie „kein signifikanter Unterschied“ steht, heißt bei kleinen Gruppen nicht „kein Unterschied“. Hinzu kommt die große Streuung der Samenwerte innerhalb jeder Gruppe, die an den Standardabweichungen erkennbar ist (etwa 47,36 ± 35,25 Mio./ml Konzentration bei starken Rauchern in [s59]); der Einzelwert eines Mannes sagt deshalb nur begrenzt etwas über seine Konsumgewohnheit.

Auch der Unterschied zwischen Samenqualität und Zeugungsfähigkeit ist wichtig. Ein auffälliges Spermiogramm bedeutet nicht Unfruchtbarkeit, und ein unauffälliges garantiert keine Schwangerschaft. In der schwedischen Studie leiten die Autoren aus ihrem Befund rechnerisch eine um etwa 10 % geringere Chance ab, ein Kind zu zeugen; das ist eine Extrapolation [s73]. Die koreanische IVF-Studie zeigt, dass auch bei Paaren in Behandlung Samenparameter und Lebendgeburt nicht deckungsgleich sind: Die Spermienkonzentration war in der Zigarettengruppe höher, die Lebendgeburtenrate in der E-Zigaretten-Gruppe [s26].

### Was Leitlinien und Fachgesellschaften sagen

Als Inhalt der Dokumente, nicht als Empfehlung dieser Studie: Die AUA/ASRM-Leitlinie sieht eine Beratung infertiler Männer über Gesundheitsrisiken anomaler Spermienproduktion vor und erlaubt, Risikofaktoren wie Lebensstil zu besprechen, mit dem Hinweis, dass die Datenlage für die meisten Risikofaktoren begrenzt ist [s90]. Die EAU empfiehlt, infertile Männer über schädliche Wirkungen von Lebensstilfaktoren auf Spermienqualität und Testosteron zu informieren [s29]. Die WHO enthält eine Kurzberatung zu Tabak für alle Tabaknutzer in jeder Gesundheitseinrichtung, schließt aber rauchlosen Tabak, Vapes und E-Zigaretten aus ihrem Geltungsbereich aus [s10]. Zu Snus, Kautabak, Nikotinbeuteln und Wasserpfeife enthalten die abgerufenen Texte von AUA/ASRM und EAU keine Aussage [s90, s29]. Ein Vergleich der WHO-Leitlinie mit anderen beschreibt ESHRE und NICE als paarorientiert mit begrenztem männlichem Schwerpunkt [s01]. Die Cochrane-Übersicht zur Lebensstilberatung fand für kombinierte Beratung kaum Unterschiede bei Lebendgeburten und keine sichere Aussage zum Rauchstopp bei Männern [s86].

### Einordnung des Spermiogramms

Ein Spermiogramm ist ein Laborbefund, der nur zusammen mit Vorgeschichte, Untersuchung und gegebenenfalls Hormonwerten sinnvoll gedeutet werden kann. Ursachen einer verminderten Samenqualität sind vielfältig; in den ausgewerteten Studien wurden unter anderem Varikozele, Infektionen, Übergewicht, Alkohol, Hormonstörungen und genetische Varianten genannt. Die Abklärung eines unerfüllten Kinderwunschs ist Aufgabe ärztlicher Fachpersonen und lässt sich weder durch diese Studie noch durch eine Selbsteinschätzung ersetzen. Welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind, einschließlich der Frage, ob und wie ein Konsum verändert werden soll, ist Sache der behandelnden Fachpersonen und der betroffenen Person selbst.

## Glossar

**8-OHdG (8-Hydroxy-2'-desoxyguanosin):** Marker für oxidative Schäden an der DNA, der in Spermien oder Samenplasma gemessen wird.

**Akrosom, Akrosomreaktion:** Das Akrosom ist die kappenartige Struktur am Kopf des Spermiums, die Enzyme zur Eizellpenetration enthält; die Akrosomreaktion ist deren Freisetzung bei der Befruchtung.

**Apoptose:** Programmierter Zelltod; bei Spermien und Keimzellen als Marker für Schädigung untersucht.

**Asthenozoospermie:** Verminderte Spermienbeweglichkeit im Ejakulat.

**Azoospermie:** Fehlen von Spermien im Ejakulat.

**Blut-Hoden-Schranke:** Zellverbund (Sertoli-Zellen), der die Keimzellen im Hoden vom Blutkreislauf abgrenzt.

**Cadmium:** Schwermetall, das in Tabakpflanzen angereichert wird und in Studien als möglicher Mittler zwischen Tabak und Fruchtbarkeit untersucht wurde.

**CASA (Computer-Assisted Sperm Analysis):** Computergestützte Analyse von Spermienbewegung und -zahl.

**Confounding (Störgröße, Verzerrung durch Dritte):** Ein Faktor, der sowohl mit der Exposition als auch mit dem Ergebnis zusammenhängt und einen Zusammenhang vortäuschen oder verdecken kann. Restconfounding bezeichnet die Verzerrung, die trotz Adjustierung bleibt.

**Cotinin:** Abbauprodukt des Nikotins; dient als objektiver Marker der Nikotinaufnahme in Urin, Blut, Samen- oder Follikelflüssigkeit.

**Deckeneffekt:** Wenn die Ausgangswerte bereits sehr gut sind, bleibt wenig Spielraum für messbare Verschlechterung; Studien an gesunden Spendern können deshalb Effekte übersehen.

**DNA-Fragmentierung (DNA-Fragmentierungsindex, DFI):** Anteil von Spermien mit gebrochener DNA; gemessen zum Beispiel mit dem Sperm Chromatin Structure Assay (SCSA) oder dem SCD-Test.

**E-Zigarette:** Gerät, das eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft; im Kapitel als Nachbarprodukt behandelt.

**Effektmodifikator:** Faktor, der die Stärke eines Zusammenhangs verändert (zum Beispiel eine Genvariante, bei der Rauchen das Infertilitätsrisiko nur bei Trägern erhöhte).

**Erhitzter Tabak (englisch heated tobacco product, zum Beispiel IQOS):** Tabakprodukt, das Tabak erhitzt statt verbrennt.

**Fall-Kontroll-Studie:** Studie, die Personen mit einem Merkmal (Fälle) mit Personen ohne (Kontrollen) vergleicht und rückblickend nach Expositionen fragt.

**Fecundability Odds Ratio (FOR):** Maß für die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Zyklus; Werte unter 1 bedeuten eine längere Zeit bis zur Schwangerschaft.

**Ferroptose:** Eisenabhängige Form des Zelltods.

**Flagellum:** Der Geißelfaden des Spermiums, der für die Fortbewegung sorgt; Flagellumanomalien sind Fehlbildungen dieses Abschnitts.

**FSH, LH:** Follikelstimulierendes und luteinisierendes Hormon der Hirnanhangdrüse; steuern Spermienbildung und Testosteronproduktion.

**GRADE:** Verfahren zur Bewertung der Sicherheit der Evidenz (hoch, moderat, niedrig, sehr niedrig).

**Gutkha, Khaini:** Südasiatische Kautabakmischungen; Gutkha enthält typischerweise Tabak, Betelnuss und Zusätze, Khaini ist eine Mischung aus Tabak und Kalk, die in den Mund gelegt oder gekaut wird.

**Hookah, Narghile, Nargile, Shisha, Hubble-Bubble:** Bezeichnungen für die Wasserpfeife, in der Tabak (oft aromatisiert) über Kohle erhitzt und der Rauch durch Wasser geleitet wird.

**Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse:** Hormonelle Regelkette zwischen Gehirn und Hoden.

**I² (Heterogenität):** Anteil der Streuung zwischen Studien in einer Metaanalyse, der nicht durch Zufall erklärt wird; Werte nahe 100 % bedeuten sehr uneinheitliche Ergebnisse.

**ICSI, IVF, IUI:** Verfahren der Kinderwunschbehandlung (intrazytoplasmatische Spermieninjektion, In-vitro-Fertilisation, intrauterine Insemination).

**Inhibin B:** Hormon der Sertoli-Zellen, das die FSH-Freisetzung bremst.

**Kautabak:** Tabakprodukt, das gekaut oder im Mund gehalten wird; in der Literatur oft mit „rauchlosem Tabak“ (smokeless tobacco) zusammengefasst.

**Karenzzeit:** Zeit zwischen der letzten Ejakulation und der Samenprobe; beeinflusst Volumen und Spermienzahl.

**Konfidenzintervall (KI):** Bereich, in dem der wahre Wert mit der angegebenen Wahrscheinlichkeit (hier 95 %) liegt; schließt ein Intervall den Wert ohne Effekt (1 bei Verhältnissen, 0 bei Differenzen) nicht ein, gilt der Effekt als statistisch signifikant.

**Kohortenstudie:** Studie, die Gruppen über die Zeit beobachtet.

**Leydig-Zellen, Sertoli-Zellen:** Hodenzellen; Leydig-Zellen bilden Testosteron, Sertoli-Zellen stützen die Keimzellen und bilden die Blut-Hoden-Schranke.

**Malondialdehyd (MDA):** Abbauprodukt der Lipidperoxidation, Marker für oxidativen Stress.

**Maraş-Pulver (Maraş otu), Shammah, Toombak, Naswar:** Regionale rauchlose Tabakprodukte (Türkei, Saudi-Arabien, Sudan, Zentral- und Südasien).

**Mendelsche Randomisierung:** Methode, die genetische Varianten als Stellvertreter für eine Exposition nutzt, um Störgrößen zu verringern und Ursachen zu prüfen.

**Methylierung (DNA-Methylierung):** Chemische Markierung der DNA, die die Genaktivität beeinflusst und epigenetisch vererbt werden kann.

**Morphologie (normale Formen):** Anteil der Spermien mit normaler Gestalt; hängt stark von den verwendeten Kriterien ab (zum Beispiel strenge Kriterien nach Kruger).

**Nikotinbeutel (nicotine pouch):** Tabakfreier Beutel mit Nikotin, der zwischen Lippe und Zahnfleisch gelegt wird.

**Odds Ratio (OR), Risikoverhältnis (RR):** Verhältnismaße für die Chance beziehungsweise das Risiko eines Ereignisses in zwei Gruppen; 1 bedeutet kein Unterschied.

**Oligozoospermie, Oligoasthenoteratozoospermie (OAT), Teratozoospermie:** Verminderte Spermienzahl; Kombination aus verminderter Zahl, Beweglichkeit und normaler Form; erhöhter Anteil fehlgeformter Spermien.

**Oxidativer Stress:** Ungleichgewicht zwischen reaktiven Sauerstoffverbindungen (ROS) und antioxidativen Schutzsystemen; gilt als Mechanismus der Spermienschädigung.

**Packungsjahre:** Maß der Rauchbelastung: Packungen pro Tag mal Jahre des Rauchens.

**Prädiktionsintervall:** Bereich, in dem das Ergebnis einer künftigen Einzelstudie laut Metaanalyse liegen könnte; deutlich breiter als das Konfidenzintervall, wenn die Studien uneinheitlich sind.

**Protamine, Histone:** Kernproteine; Protamine verpacken die DNA im reifen Spermium, Histone im unreifen. Ein Protamindefizit bedeutet unvollständigen Austausch.

**Querschnittsstudie:** Studie, die Exposition und Ergebnis zu einem Zeitpunkt erfasst; erlaubt keinen Schluss auf Ursache und Wirkung.

**Regression zur Mitte:** Statistischer Effekt, bei dem extreme Messwerte bei Wiederholung näher am Durchschnitt liegen, ohne dass eine Behandlung gewirkt hat.

**SHBG:** Sexualhormon-bindendes Globulin; bindet Testosteron im Blut.

**Selektionsverzerrung:** Verzerrung, wenn die untersuchte Gruppe (zum Beispiel Klinikpatienten) sich systematisch von der Allgemeinbevölkerung unterscheidet.

**Snus:** Feuchter, oral angewendeter Tabak in Beutelform oder lose, vor allem in Schweden verbreitet; im Englischen oft auch „snuff“.

**SMD (standardisierte Mittelwertdifferenz):** Maß für den Unterschied zweier Gruppen, das verschiedene Messskalen vergleichbar macht.

**Spermiogramm (Samenanalyse):** Laboruntersuchung des Ejakulats auf Volumen, Spermienzahl, Beweglichkeit, Form und weitere Merkmale, in der Regel nach den Vorgaben des WHO-Handbuchs.

**Testosteron (Gesamt-, freies, bioverfügbares, berechnetes freies):** Männliches Sexualhormon; die Messgrößen unterscheiden sich darin, wie viel an SHBG gebunden ist.

**Umbrella-Review:** Übersichtsarbeit, die mehrere systematische Übersichten und Metaanalysen zusammenfasst.

**Varikozele:** Krampfaderbruch am Hoden, ein bekannter Faktor verminderter Samenqualität.

**Vitalität (HOS-Test):** Anteil lebender Spermien; der hypoosmotische Schwelltest (HOS) prüft die Membranintegrität.

**WHO-Handbuch (2010, 2021):** Laborhandbuch der Weltgesundheitsorganisation mit Methoden und Referenzwerten der Samenanalyse; die Fassungen unterscheiden sich in Methoden und Bewertung.

## Quellenverzeichnis

Vollständige Liste der 244 Quellen der Gesamtstudie (Kennungen wie in der Zuordnung der Quellen; Sortierung nach Jahr absteigend, dann Autor). Bei nicht englischen oder deutschen Titeln steht die deutsche Übersetzung in Klammern; Titel in eckigen Klammern sind die englischen Übersetzungstitel der Datenbank für nicht englischsprachige Originale. Wo weder PMID noch DOI vorliegt, steht die abgerufene Adresse.

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| s240 | 磯山 栄子, 谷口 幸司, 島本 憲司, 山本 泰久, ソフィキティス ニコラオス, 宮川 征男 | 1996 | ラット精巣機能に対する受動喫煙の影響 (Der Einfluss des Passivrauchens auf die Hodenfunktion der Ratte) | 日本泌尿器科学会雑誌 (The Japanese Journal of Urology) 87(2): 484 | DOI 10.5980/jpnjurol.87.484_1 |
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| s242 | 小野 孝司, 山本 泰久, ソフィキティス ニコラオス, 宮川 征男 | 1995 | Sperm acrosin systemにおける喫煙の影響 (Der Einfluss des Rauchens auf das Spermien-Acrosin-System) | 日本泌尿器科学会雑誌 (The Japanese Journal of Urology) 86(3): 559 | DOI 10.5980/jpnjurol.86.559_1 |
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